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Full text of "Platon's Gorgias"

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BOUGHT WITH 


TIER INCOME FROM THE 


BEGUN IN 1858. 


Platon’s 


GEORG LAS. 


Mit 
Einleitung und Anmerkungen 


von 


Eduard Jahn. 


eWiıen. 
Druck und Verlag von Oarl Gerold’s Sohn. 


1859. _ 


U SZ, 360 


1873 ‚ gan: 29. 


Meinem geliebten Lehrer, 


dem k. k. Schulrathe in Krakau 


Andreas Wilhelm, 


tiefster Ehrfurcht 


gewidmet. 


Vorwort. 


Die Grundsätze, welche mich bei der Bearbei- 
tung des vorliegenden Dialogs leiteten, sind durchaus 
dieselben, welche ich mir bei Platon’s „Protagoras“ 
(Wien, bei C. Gerold’s Sohn, 1857) aufgestellt habe. 
In ihnen findet sowohl die Beschaffenheit des Commen- 
tars als auch die der Einleitung ihre Rechtfertigung. 

Vor allem hielt ich es bei der Abfassung einer 
Schulausgabe, durch deren Hilfe die Schüler der Gym- 
nasien aus dem „Gorgias* noch etwas mehr, als grie- 
chische Vocabeln, lernen sollen, für Pflicht, sämmt- 
liche Hilfsmittel, die in den einschlägigen Werken 
deutscher Gelehrten bisher geboten sind, sorgfältig zu 
benützen. Bei den einzelnen Stellen anzuführen, was 
ich meinen Vorgängern verdanke, und was eigene Zu- 
gabe ist, war durch die Natur einer Schulausgabe aus- 
geschlossen. 

In den Anmerkungen nahm ich vorzüglich auf 
die in dieser Hinsicht allgemein geschätzte Ausgabe 
von G. Stallbaum (2. Auflage, Gotha 1840) Rück- 
sicht; daneben bot der Commentar L. Heindorfs 
noch immer Beachtenswerthes. Die Bearbeitung von 
C. G. Findeisen (Gotha 1796) leistete namentlich 
durch den reichhaltigen index graecitatis gute Dienste, 
während dagegen aus der ebenfalls vergliechenen Aus- 
gabe von L. Hörstel (Göttingen 1797) nichts zu gewin- 
nen war. 


VI 


"Mit O. ist auf die griechische Schulgrammatik 
von G. Curtius, mit Kr, auf die gr. Sprachlehre für 
Schulen von K. W. Krüger (3. Auflage, Berlin 1350) 
verwiesen. 

Der Text ist nach C. Fr. Hermann’s Recension 
in der Teubnerischen Ausgabe abgedruckt. Die nicht 
erheblichen Abweichungen finden sich am Ende der 
Einleitung verzeichnet. 

In der Einleitung fanden die bezüglichen Unter- 
suchungen von Schleiermacher und Steinhart 
und in der anonym erschienenen Ausgabe des „Gor- 
gias“ bei Engelmann, Leipzig 1857, ihre gebührende 
Beachtung. Ueberdies wurden die Forschungen von 
F. Susemihl, C. Fr. Hermann, Fr. Ast und Jos. 
Socher, besonders aber die Monographien von Sy- 
brand (dissertatio literaria de Platonis Gorgia, Harlem 
41829) und H. E. Foss (de Gorgia Leontino commen- 
tatio, Halle 1828), ferner die betreffenden Partien in 
den Geschichtswerken über die griechische Philosophie 
von Brandis, E. Zeller (2. Auflage, I. Theil, Tü- 
bingen 1856), A. Schwegler, Ritter und Preller 
(2. Auflage, Gotha 1857) sorgfältig berücksichtigt. In 
der Gliederung des Dialogs hielt ich mich zunächst 
an die „Platonischen Studien“ (Wien 1858) meines 
hochverehrten Lehrers H. Bonitz, dem ich für seine 
freundliche Unterstützung in der gegenwärtigen Ar- 
beit mich zu innigstem Danke verpflichtet bekenne. 


Troppau den 21. April 1859. 


Kduard Jahn, 


Einleitung. 


I. 
Inhaltsübersicht, 


Sokrates, begleitet von seinem Freunde Chairephon, steht 
im Begriffe zu einer &mlösıkıg des Sophisten Gorgias zu gehen; 
erfährt aber von Kallikles, der eben aus seinem Hause — in 
welchem Gorgias als Gast wohnt — heraustritt, dass er bereits post 
Jestum komme. Chairephon, welcher an dieser Versäumniss Schuld 
trägt, verspricht den Fehler auch wieder gut zu machen; denn Gorgias, 
sein Freund, werde ihnen wohl den Vortreg wiederholen. Sokrates 
wünscht eigentlich nicht diesen zu hören, sondern vielmehr von 
dem Sophisten Aufschluss über das Wesen seiner Kunst zu erhalten. 447 c. 

Da sie mittlerweile, von Kallikles geleitet, in das Haus ein- 
getreten sind, fordert Sokrates den Chairephon, der ja mit Gorgias 
näher bekannt zu sein behauptete, auf von diesem zu erkunden, 
„wer er sei?“ Chairephon wendet sich nun an Gorgias mit der 447d. 
Frage, ob er wirklich, wie es heisse, sich Öffentlich bereit erkläre 
über jeden beliebigen Gegenstand Rede zu stehen? 

Kaum hat sich dieser zu einer Probe hiervon erboten, als 
sein Freund Polos sich anheischig macht ihn, der von dem vielen 
Beden bereits erschöpft sei, zu vertreten. Also stellt Chairephon 
— seines Meisters Sokrates gewöhnliche Inductionsmanier nach- 
abmend — an Polos die Frage, welche Kunst Gorgias eigemtlich 
verstehe? da Polos, anstatt einfach dieselbe anzugeben, in hoch- 
trabendem Wortschwali erklärt, es sei dieses die schönste aller 448 c. 
Künste; so richtet Sokrates mit der Bemerkung, Polos scheine 
wohl Redekunst studiert zu haben, wisse aber nieht sich zu untpr- 
reden, indem er, nach dem Namen der Kunst gefragt, ein unnö- 
tkiges Lob derselben vorgebraohh habe, die nämliche Frage an Gor- 
gias selbst. 


Platon’s 


GORBRGELAS. 


Mit 
Einleitung und Anmerkungen 


von 


Eduard Jahn. 


eWien. 
Druck und Verlag von Carl Gerold’s Sohn. 


1859. _ 


x EINLEITUNG. 


wieder in zwei Theile — die Gesetzgebung (vouoderınn) und die 
Gerechtigkeit — zerfällt. Im Körperlichen entspricht der erstern 
die Turnkunst (yovuvaorınn), der letzteren die Heilkunst. Diesen 
vier wahren Künsten sind eben so viele Afterkünste, nämlich die 
vier Arten der Schmeichelei, entgegen gesetzt, welche, obgleich sie: 
sowohl der Seele als auch dem Leibe nur einen täuschenden An- 
strich von Wohlbefinden geben, in Wirklichkeit aber Verderben 
bringen, bei der kinidisch thörichten Menge ‘ungleich höher, als 
jene, geschätzt werden. Im Leiblichen ist das Sebeinbild der Heil- 
kunde die Kochkunst, das der Gymnastik die Putzkunst; im Gei- 
‚stigen birgt sich unter dem Scheine der Nomothetik die Sephistik, 

465b. während hinter die Gerechtigkeit sich die Rhetorik versteekt. Diese 
ist also eine Art Schmeichelei ; ist hässlich, weil sie nur dem An- 
genehmen ohne dem Gute nachgeht ; ist keine Kunst, sundern blosse 
Fertigkeit ohne rationale Begründung. 

Gegen die Einreihung der Redner unter die Schmeichler 
(n0oAanss) weist Polos auf ihre Macht im Staate hin, da sie ja, 
wie Tyrannen, nach Gutdünken Confiscation, Verbannung , sogar 
Hinrichtung bewerkstelligen, überhaupt alles durehsetzen können, 
was sie wollen. Sokrates erwiedert: Die Redner besitzen keine 
Macht, wofern diese für den Besitzenden etwas gutes sein muss; 
und thun auch nicht, was sie wollen, indem „thun was man will“ 
und „thun wes gut dünkt“ kemeswegs identisch ist, wie Polos 

487 d. glaubt. Denn die Menschen wollen nicht das, was sie eben thun, 
468.a.sondern das, weshalb sie es than. Jedes Ding ist aber entweder 
gut oder böse oder e:n Mittelding zwischen beiden, das bald gut 

bald böse werden kann. Im letzteren Falle beabsichtigt man ein 
solches eben so wenig, als das schlechthin Böse. Das Gute allein 
schwebt als Ziel allen Handlungen vor. Wer nun ıhut, was ihm 

gut dünkt, in Wahrheit aber böse ist, z. B. ungerechter Weise 

468 d. Confiscation, Verbannung oder Hinrichtung verhängt, der thut 
nicht, was er eigentlich will. Er besitzt demnach keine grosse 
Macht. An und für sich erscheint Macht keineswegs begehrens- 
werth , wenn sie nicht mit Gerechtigkeit verbunden ist. Denn das- 
468b. Unrechtthün ist unter allen Uebeln das grösste, weit grösser, als 
das Unreehtleiden. Darum gewährt Macht ohne Gerechtigkeit kein 

470 a. Glück, weil den Gewaltthaten Strafe folgt. Der gute Mensch allein 
ist glücklich, der Böse jederzeit unglücklich. Archelaos z. B. (auf 
478.ihn nämlich beruft sich Polos zum Beweise des Gegentheils) der 
sich durch eine Reihe von Freveln zum Könige von Makedonien 


EINLEITUNG. xt 


gemacht, und Lente seiner Art verdienen wahrhaftig bemitleidet zu 
werden, mögen sie immerhin in den Augen der meisten Menschen 
beneidenswertb erscheinen. Aber die Meinung der Menge beweist 
in so wichtigen Lebensfragen nichts. 

Unglücklich_also ist der Ungerechte auf jeden Fall, und zwar 
in höherem Masse, wenn er der Strafe entgeht; weniger, wenn er 
die Schuld büsst. Denn das Unrechtthun ist — wie Polos zuge- 
steht — schändlicher als das Unrechtleiden ; somit auch sehlechter, 
weil das Schöne mit dem Guten, das Schändliche mit dem Bösen 
identisch ist. Das Sehöne ist nämlich entweder nützlich oder an- 
genehm oder beides zugleich. Der höhere Grad des Schönen wird 4758, 
folglich durch Ueberwiegen an Lust oder an Nutzen oder an beiden 
bedingt. Bei dem Hässlichen findet dasselbe Verhältniss rück- 
sichtlich des Schmerzens (Avrzn) und des Uebels (xaxo0v) statt. 
Beim Unrechtthun im Vergleiche zum Unrechtleiden überwiegt nicht 
der Schmerz, mithin das Uebel. Demnach ist das Unrechtthun 
auch schlechter als das Unrechtleiden. Darum ist dieses jenem vor- 
zuziehen. 

Strafe leiden heisst mit Recht (gerecht) gezüchtigt werden. 476», 

Alles Gerechte als solches ist schön. Bei jedem Thun wird das. 
Betroffene (Passive) in derselben Weise afficiert, in welcher die 
Thätigkeit (Activität) geschieht. Wenn z. B. jemand heftig schlägt, 
wird das Objeckt heftig geschlagen u. s. w. Wer Strafe leidet, ver- 
bält sich passiv. Wird die Strafe mit Recht verhängt, so erfährt 
er Gerechtee. Das Gerechte ist aber mit dem Schönen, also auch 
mit dem Guten, identisch. Dem gerecht Bestraften widerfährt somit 
Gutes, es wird ihm genützt: seine Seele wird gebessert und von 
der Schlechtigkeit, d. h. von der Ungerechtigkeit, dem grössten 477 a, 
Uebel, befreit. Denn unter den drei Debeln — Armuth am Ver- 
mögen, Krankheit am Körper, Ungerechtigkeit an der Seele — ist 
die Ungerechtigkeit weitaus am schlimmsten. Gleichwie die kör-477e. 
perlich Kranken beim Arzte Heilung suchen, so sollen die mit der 
Ungerechtigkeit Behafteten den Richter behufs der Bestrafung auf- 
suchen. Diejenigen, welche nicht durch Strafe geheilt werden, 
sind am unglücklichsten. Zu ihnen gehören Archelaos und andere478e, 
Tyrannen , auch mächtige Redner. ” 

Worin besteht nun der grosse Nutzen der Redekunst? Sich 
mittelst derselben die verdiente Bestrafung abwenden wäre ja zum 
eigenen Nachtheile. Höchstens scheint sie brauchbar um sich selber 
und alle, für welche man Sorge trägt, nöthiges Falls anzuklagen, 


XII EINLEITUNG. 


480 e. und andrerseits den Feind, wenn er gefrevelt hat, von der gerechten 
Strafe zu befreien, damit er in der Ungerechtigkeit verbleibe. 

Bei der jetzt eingetretenen Pause — da Sokrates seine Wider- 

481 b.legung zu Ende geführt hat und Polos nichts mehr zu entgegnen 
weiss — wendet sich Kallikles an Chairephon mit der Frage, ob 
denn Sokrates dieses im Ernste oder nur im Scherze gesagt habe ? 
Chairephon antwortet, ihm scheine alles gehr ernstlich gemeint ; 
übrigens sei es am besten Sokrates selbst darum zu fragen. Kal- 
likles eröffnet nun seine Unterredung mit Sokrates durch die Be- 
merkung, dass, wenn die so eben dargelegten Grundsätze ihre Rich- 
tigkeit hätten, das ganze Treiben der Menschen in Verkehrtheit 
versunken wäre. Nach einer zum Theile scherzhaft gehaltenen 
Einleitung, worin Sokrates seine Liebe zur Philosophie, in welcher 
die Principien — und zwar die grade jetzt entwickelten — unver- 
änderlich feststehen, im Gegensatze zu des Kallikles Gunstbuhlen 
beim Volke, was stets wechselndes Anschmiegen an die Launen 
der Menge (d. h. Gesinnungs- und Charakterlosigkeit) bedingt, 
scheinbar -beiläufig andeutet, fordert er den neuen Gegner auf den 
Grundsatz, dass Unrechtthun ohne Strafe das äAusserste Uebel ist, 
zu widerlegen. 

48% c. Mit leidenschaftlicher Heftigkeit bricht nun Kallikles los. 
Gorgias sei in Widersprüche verstrickt worden, weil er aus falscher 
Scham nicht bestimmt versichert habe. demjenigen, welcher ohne 
das Gerechte zu wissen an die Erlernung der Rhetorik gienge, auch 
jene mangelnde Kenntniss beibringen zu können. Dies habe zwar 
Polos gerügt, sei aber zuletzt selbst in Folge des Zugeständnisses, 
dass Unrechtthun schändlicher sei als Unrechtleiden, in des Sokrates 
dialektische Schlingen gerathen, der immer schlau das durch Satzung. 
(vonos) Bestimmte mit dem von Natur sus Bechtem vermenge. 

483a. Denn der Natur nach sei das Unrechtleiden, ein nur des hilflosen 
Sklaven und nicht des freien Mannes würdiger Zustand, schänd- 
licher ; das Gesetz hingegen, die Schutzwehr der Schwächlinge, 
verwerfe das Unrechtthun. Aber naturgemäss unterjoche der Starke 

ASA a.den Schwachen und durchbreche die unnatürlichen Gesetzesschran- 
ken ; wie die Geschichte durch die Beispiele des Xerxes, Herakles 
und unzählige andere beweise. Auch Sokrates werde noch zu die- 
ser Einsicht gelangen, wenn er die Philosophie, die wohl im Ju- 
gendalter bis zu einem gewissen Grade betrieben werden könne, 
doch für das Mannesalter als unpraktisches Geschwätz sich schlech- 
terdings nicht schicke, endlich einmal aufgebend mit wichtigeren 


x 


EINLEITUNG. XII 


und nothwendigeren Dingen sich befassen wollte. Wie bei Euri- 
pides Zethos seinen Bruder Amphion von der unnützen Musenkunst 
abzuwenden sucht, so rathe er dem Sokrates sich ins praktische 
Staatsleben einzuüben, sonst werde er sogar von einem verächt- 486 a. 
lichen Widersacher wehrlos Unbilden erfahren und in Gerichtshän- 
deln weder Rath noch Hilfe wissen. 
Nachdem Sokrates die freundliche Fürsorge des Kallikles (iro- 
nisch !) belobt hat , - der gerade der geeignete Mann sei ihm den 
rechten Lebensweg zu zeigen, da er ja nebst Wohlwoll&n die ge- 
hörige Einsicht sammt dem nöthigen Freimuthe besitze und auch 
durch Scham sich nicht beirren lasse, wie Gorgias und Polos; bit- 
tet er um genauere Belehrung, zunächst anknüpfend an den von 
Kallikles aufgestellten Satz: „es ist gerecht, dass der Ueberlegene 
(xositrov) den Geringeren unterjocht, und dass der Bessere mehr _ 
hat als der Schlechtere.* Ist „überlegen“ und „besser“ mit „stär-488b, 
ker“ identisch ? Kallikles bejaht es. Demnach ist die Volksmenge, 
welche die Gesetze gegen den Einzelnen aufstellt, stärker, somit 
überlegen, somit auch besser, als dieser einzelne, Folglich erschei- 
nen die vom Volke gegebenen Gesetze auch xar& Yvoı» als schön. 
Nun gilt aber beim Volke allgemein Unrechtthun für schändlieher 
als Unrechtleiden. Und so bleibt dieser angefochtene Grundsatz auch 
„der Natur nach“ richtig. 480 a. 
Nicht ohne spöttische Ausfälle gegen Sylbenstecherei gibt Kal- 
likles seinen Worten eine solche Umdeutung, dass nicht an ein 
Plus von physischer Kraft zu denken sei, sondern unter „überle- 
gen“ nur „verständiger* gemeint werde. Ein verständiger Mann489 c. 
gilt höher als tausend unverständige zusammen. Worin aber soll 
sein „mehr haben“ (mi&o» &ysır) bestehen, und in welcher Bezie- 
hung seine bessere Einsicht sich zeigen? Die einzelnen Handwerker 
z. B. besitzen von Dingen, welche in ihr Fach einschlagen, rich- 
tigere Kenntniss als- andere Leute. Sollen sie nun an Sachen, wie 
Speisen, Kleidern u. dgl. mehr bekommen? Kallikles vervollständigt491 b, 
seine Erklärnng dahin, dass diese bessere Einsicht in Bezug auf 
Staatsangelegenheiten statt findet, und dass sie zugleich mit dem 
Vermögen, gefasste Pläne auszuführen, verbunden sein muss. Wer 
das besitzt, soll von Rechtswegen im Staate herrschen. Ist mis 
dieser Herrschaft auch Herrschaft über sich selbst, Selbstbeherrschung, 
verbunden ? fragt Sokrates. Keineswegs, antwortet Kallikles. Die 
sogenannte Besonnenheit (Mässigung, 0@pg0CYYn) ist eigentlich 
nur Thorheit. Ganz ungehörig heissen die Bedürfnisslosen glück- 


XxIV EINLEITUNG. 


lich; sonst würde auch den Steinen dieses Prädicat gebühren. Das 
Recht nach der Natur (ròo xar«& Pvoı» Ölxaıov) fordert, dass der 
echte Mann seine Leidenschaften zur grössten Höhe anwachsen 
lässt, aber ihnen volle Befriedigung zu gewähren vermag. Zügel- 
49% c. losigkeit (dxeAac.e), wofern sie nur sich zu behaupten vermag 
(örcinovolav £ysı), ist in Wahrheit die naturgemässe Tugend und 
Glückseligkeit. Wohl gleicht die Seele des Zügellosen einem 
durchlöcherten Fasse, das unaufhörlich neuer Zuflüsse bedarf. Aber 
grade hierin, in der Füllung (Stillung der Begierden) besteht die 
494 a. Lust, nicht im Vollsein. Dem zufolge müsste man freilich auch 
Kratzen als Stillung des Juckens u. dgl. für einen glückseligen 
Zustand ansehen. Dessenungeachtet behauptet Kallikles nach wie 
vor die absolute Identität des Angenehmen und des Guten. Das 
Wissen aber und die Tapferkeit, deren im Früheren Erwähnung ge- 
than worden, scheinen ihm sowohl unter sich als vom Angenehmen, 

495d. somit (nach seiner Meinung) vom Guten ganz verschieden. 
Dagegen argumentiert Sokrates also : Entgegengesetzte Zu- 
stände und Beschaffenheiten, wie Gesundheit und Krankheit, Stärke 
und Schwäche, gut und böse — erscheinen nicht zugleich, sondern 
nach einander. Hungern, Dürsten, überhaupt jedes Bedürfniss und 
jede Begierde an sich ist unangenehm. Hungernd essen, dürstend 
trinken, überhaupt die Befriedigung jedes Bedürfnisses ist ange- 
nehm. In diesem Momente fällt aber das Unangenehme und das 
Angenehme, der Schmerz und die Lust, zusammen. Folglich kann 
der Schmerz und das Böse einerseits, die Lust und das Gute an- 

497 d. dererseits nicht identisch sein. 

Kallikles, nicht mehr, wie früher, im Stande durch Verdrehung 
seinen Sätzen einen anderen Sinn unterzuschieben, will das Ge- 
spräch mit Sokrates, der ja immer bloss eitlo Spitzfindigkeiten vor- 
bringe, nicht weiter fortsetzen. Nur auf Zureden des Gorgias 
nimmt er noch länger daran Theil; jedoch mit sichtlichem Un- 

. behagen. 

Sokrates führt nun die Widerlegung noch auf anderem Wege. 
Gut sind die Menschen durch das Vorhandensein des Guten in 
ihnen, su wie schön durch das Vorhandensein. der Schönheit. Gut 
aber sind .die tapferen und verständigen Menschen, nicht die feigen 
und unverständigen. Die einen wie die andern freuen und beträben 
sich. Wäre die Lust wirklich mit dem Guten, der Schmerz mit dem 
Bösen identisch, so müssten die Guten zugleich böse, die Bösen 

#09a.b. zugleich gut sein. 


EINLEITUNG. xy 


Jetzt auf einmal macht Kallikles, indem er sich zugleich den 
Anschein zu geben sucht, als ob er es gleich anfangs gethan hätte, 
bei der Lust den Unterschied zwischen guter und: schlechter. So- 
krates, mit leichtem Seitenhiebe das fortwährende Umschlagen in 
die entgegengesetste Meinung rügend, nimmt diese Distinction zu 
folgender Erörterung auf: Gut heisst die nützliche Lust, welche 
eiwas Gutes bewirkt, z. B. Essen und Trinken, insofern es dem 
.Körper Gesundheit, Kraft verschafft; im entgegengesetzten Falle, 
wenn sie nämlich zum Schaden wirkt, heisst sie schlecht. Derselbe 
Unterschied findet beim Schmerze statt. Bereits im Gespräche mit 
Polos wurde der Satz bewiesen, den jetzt Kallikles ausdrücklich 
anerkennt, dass man bei allem Thun, also auch beim Vergnügen, 
das Gute bezweckt. Aber nicht jedermann weiss die gute und die 500.2. 
schlechte Lust in jedem Falle zu unterscheiden : es gehört eine 
gewisse Kenntniss dazu. Nach dem Früheren gibt es Künste, welche 
das klar erkannte Gute zu ihrem Ziele haben; aber auch After- 
künste, welche ganz unbekümmert um das Gute lediglich Lust und 
. Gefallen bewirken, und. zwar sowohl bei einzelnen als auch bei - 
einer versammelten Menge — sie wurden mit dem Gesammtnamen 
Schmeichelei (»oAunsia) bezeichnet. Hierher gehört die Musik, 
nicht minder die Poesie, namentlich die tragische, welche auch eine 502 c. 
Art von Volksrednerei (dnunyooie) ist. Und wie stebt es mit der 
Rhetorik selbst ? Bessern die Redner ihre Zuhörer, oder trachten 
‚sie bloss nach Gunst ? Das lässt sich nicht so einfach entscheiden, 
„antwortet Kallikles ; denn manche Redner wirken für die Wohl- 
fahrt der Bürger, andere nicht. Gibt es wirklich zwei solche Arten 
von Rednaern, entgegnet Sokrates, so haben wir eine schmeichle- 
rische, schändliche Demegorie und eine wahre Redekunst zu son-503 a. 
dern. Letztere jedoch findet sich in Wirklichkeit nirgends. Auch 
Kallikles weiss keinen Vertreter derselben unter den. Zeitgenossen 
zu nennen, beruft sich aber auf die früheren Staatsmänner Athens, 
auf Themistokles, Kimon, Miltiades, Perikles. Sokrates hingegen 
‚rechnet selbst diese nur in jene erste Kategorie Denn der gute 
Redner (Staatsmann) muss, wie jeder Künstler, bei seinem Werke 
vor. allem andern Harmonie des Ganzen und seiner einzelnen Theile 
erzielen. So ist auch ein Haus, ein Schiff gut bestellt, wenn darin 
Ordnung herrscht. Im Körper heisst diese Harmonie Gesundheit, 
in der Seele Gerechtigkeit und Besonnenheit (oopgosvvn). Dar- 
nach wird also der gute Redner streben, dass die Bürger Gerech- 
tigkeit und Besonnenheit erlangen, von Ungerechtigkeit aber und 504 d. 


XVI EINLEITUNG. 


Zügellosigkeit befreit werden. Was hilft es einem nicht gesunden 
Körper die angenehmsten Speisen zu bieten? Vielmehr untersagen 
die Aerzte gewöhnlich den Kranken das, wornach diese am meisten 
begehren. ° Ebenso frommt der unverständigen, zügellosen,, unge- 
rechten Seele nicht Befriedigung ihrer Begierden, sondern Züch- 

505 b. tigung. 

Eine Discussion, in welcher das entschiedenste Gegentheil sei- 
ner so keck ausgesprochenen Grundsätze zuletzt unumstösslich fest- 
gestellt erscheint, hält Kallikles nicht länger aus. „Frage einen 
andern“ sagt er. „Ich mag nichts von ‘deinem Gerede wissen. Auch 
diese Antworten gab ich dir nur dem Gorgias zu Liebe.“ Sokrates 
will die Erörterung keinesfalls unvollendet lassen. Gorgias wünscht 
nicht minder einen gehörigen Abschluss. Darum bleibt für So- 
krates nichts übrig, als sich selbst fragend und selbst antwortend 
die Untersuchung fortzuführen, 

506. Zuvörderst .recapituliert er die bisher gewonnenen Resultate. 
Das Angenehme und das Gute ist nicht identisch. Das Angenehme 
muss des Guten wegen gethan werden. Gut aber ist jegliches 
Ding und Wesen durch die ihm eigene Ordnung. Bei der Seele 
heisst dieselbe Besonnenheit. Die besonnene Seele also ist gut, 
die anders geartete, die zügellose, ist schlecht. Der Besonnene 
thut in Bezug auf Menschen und Götter das Gebührende; er ist 
gerecht und fromm. Aber auch tapfer muss er sein, weil er stand- 
haft beim Rechten ausharrt,. Wer gerecht, fromm und tapfer lebt, 

507 c. der lebt gut, mithin glücklich — während der Schlechte elend ist. 
Wer nach Glückseligkeit strebt, muss Besonnenheit und Gerech- 
tigkeit üben, Zügellosigkeit aber fliehen. Er muss sich unsträflich 
halten ; hat er jedoch gefehlt, Strafe leiden. So erscheint abermals 
bewiesen, was Kallikles anfangs (pag. 481 b.) nicht für Ernst an- 
sehen wollte: dass man die Rhetorik nur brauchen kann um sich 
und die Seinigen nöthiges Falls zur verdienten Strafe anzuklagen ; 
und dass der echte Redner gerecht sein und das Gerechte wissen 
muss, was aus Verschämtheit eingeräumt zu haben Polos dem Gor- 
gias zum Vorwurf machte. (pag. 461 b. 482 c.) 

508 e. Auf Grund dieser Ergebnisse schreitet nun Sokrates zur Prü- 
fung des ihm von Kallikles gemachten Vorwurfes, dass er, ünver- 
mögend sich selbst zu vertheidigen , jeglicher Unbilde blossgestellt 
sei. Darauf entgegnet er: Nicht misshandelt zu werden, sondern 

Ungerechtigkeit zu üben ist das Schändlichste.e Diese Wahrheit 

steht fest gleichsam durch eherne und stählerne Gründe. Gegen 


EINLEITUNG. XVII 


das grösste aller Uebel, das Unrechtthun, muss der Mann zuerst 509b. 


Abwehr sich verschaffen, dann erst gegen das geringere, das Un- 
rechtleiden. Um sich vor Unrechtthun zu jbewahren, genügt es kei- 
neswegs nicht Unrecht than zu wollen, (denn , wie bereits im Ge- 
spräche mit Polos dargethan worden, niemand frevelt freiwillig, d. 
h. das Böse an sich zum Zwecke setzend) sondern es wird eine 
gewisse Kunst dazu erfordert. Wiell schützt man sich aber wo 
nicht gänzlich doch grösstentheils vor Unurechtleiden? Nicht an- 


ders, als wenn man entweder selbst im Staate herrscht oder Freund 510 a. 


der bestehenden Verfassung ist. 

Hier gibt Kallikles, der schon lange die Erörterungen mit un- 
verholenem Widerwillen angehört hatte , sehr lebhaften Beifall, 
da Sokrates seinen eigenen Grundsätzen beizustimmen scheint. 

Dieser fährt ruhig fort: Wenn in einem Staate ein wilder Ge- 
waltherrscher regiert, so wird nur der ihm ähnlich geartete Bürger 
vor Unrechtleiden gesichert sein, nicht aber vor Unrechtthun; in 
dieses wird er vielmehr versinken ohne Strafe zu leiden, und: somit 


in das höchste Elend stürzen. Freilich kann ein solcher gerechte 5114. 


Männer um das Vermögen, ja sogar um das Leben bringen. Allein 
der Vernünftige schätzt nicht unbedingt das Leben über alles. 
Sonst würde jeder Kunst, die aus Lebensgefahr rettet, z. B. 
Schwimmen, Schiffstenknng, Maschinenbau, Heilkunde — der höcliste 
Preis gebühren, weichen Kellikles der Rhetorik allein zuwenden 


will. Angenehm ist es freilich zu leben; wie lange Zeit aber, dar- 512 d. 


nach fragt kein rechter Mann. Dasselbe Schutzmittel gegen Un- 
rechtleiden, nämlich mit der bestehenden Verfassung in Ueberein- 
stimmung zu sein, gilt natürlich von allen Staaten. Deshalb kann 
Kallikles seinen Wunsch, bei den Athenern als Volksredner Gunst 
und Einfluss zu erlangen, nur dann erfüllt sehen, wenn er ihnen in 
seinem eigenen Wesen ähnlich is: Wie muss man aber mit den 
Bürgern umgehen? Von den zwei Verfahrungsweisen, deren eine 
nichts weiter als Lust bezweckt, die andere hingegen das Gute 
"anstrebt, ist jene bereits als schändliche Schmeichelei zurückgewie- 
sen worden. 

Also muss darauf hingewirkt werden, die Bürger: möglichst 
gut zu machen; sonst helfen alle Förderungen in Macht und Wohl- 


"stand nichts. Gleichwie aber derjenige, welcher im Bauwesen oder 


in medieinischen Angelegenheiten Rath geben will, von den betref- 

fenden Gegenständen die erforderliche Kenntniss erworben und 

schon bethätigt haben muss; so hat auch der Staatsredner, wel- 
Plat. Gargias, b 


5iAa. 


5178. 


518 e. 


519b. 


521 a. 


XVIII EINLEITUNG. 


cher seine Mitbürger zum Guten anleiten soll, erst nachzuweisen, 
ob er bereits jemanden gebessert. Kallikles kann sich dessen nicht 
berühmen. Von den vorhia genannten Politikern Athens lässt es 
sich gleichfalls nicht behaupten. Perikles z. B. erntete vom Volke 
schmählichen Undank. Er hatte es also nicht sittlich veredelt, 
verdient daher eben so wenig .das Prädicat eines guten Volksleiters, 
als ein Mensch, welcher die seiner Obhut anvertrauten Pferde oder 
Rinder verwildern lässt, . ein guter Tbierwärter heissen kaun. Kimou 
und Themistokles wurden verbannt, Miltiades sogar zum Tode ver- 
urtheilt. Gute Wagenlenker werden nicht, nachem sie ihr Gespann 
lange Zeit in Händen gehabt, zuletzt von demselben abgeworfen, 
und grade so verhält es sich in allem ähnlichen. Die Genannten 
waren also keine. guten Stastsmänner. 

„Sie brachten aber doch viel Grosses zu Stande.“ — Aller- 
dings, z. B. Gebäude, Flotten, Mauern u. dgl., was allzumal die 
Bürger nicht bessert, sondern nur die materielle Wohlfahrt unter- 
stützt. Aber der Körper und alles ihm Angehörige soll, wie zu 
wiederholten Malen bewiesen wurde, der Seele als seiner Herrsche- 
rin dienen. Staatsdiener also mögen jene Politiker genannt wer- 
den, Staatslenker nicht. Durch sie gerieth Athen ırotz allem 
äusseren Glanze in moralische Fäulniss, da Besonnenheit und Ge- 
rechtigkeit fehlt. Gleichwohl stehen sie in ruhmreichem Andenken, 
und statt ihrer werden, sobald einmal irgend eine Katastrophe ein- 
tritt, die jetzt lebenden Politiker, vielleicht Alkibiades und Ralli- 
kles selbst, büssen; freilich nicht ohne eigene Schuld. Denn völlig 
grundlos klagt ein Staatsmann, der vom Volke Uebles erfährt, über 
Ungerechtigkeit ; eben so grundlos wie die Sophisten, welche sich 
für Tugendlehrer ausgeben und gegen ihre Schüler wegen Undank, 
der sich mit Tugend nicht verträgt, Klage führen. 

Kallikles protestiert gegen die Gleichstellung der Sophisten mit 
den Rhetoren. Sokrates aber erinnert an ‚die (im Gespräche mit 
Polos ‚bewiesene) nahe Verwandtschaft beider und bedeutet ihn 
dass eigentlich die Sophistik Vorzug verdient, in so fern die No- 
motbetik, deren Scheinbild die Sophistik dort genannt wurde, der 
Gerichtspflege, hinter welche sich die Rhetorik steckt, vorgeht. 

Nachdem nunmehr beide Arten den Staat zu bebandeln — 
nämlich sittliche Besserung anzustreben und nach Gunst zu dienen 
— hinlänglich sind beleuchtet worden, wiederholt Sokrates seine 
Frege, zu welcher von beiden ihn Kallikles auffordere ? Dieser 
entgegnet: zum Dienen; sonst werde er vermuthblich einmal in arge 


EINLEITUNG. IN 


Gerichtshändtl verfallen. Das gibt Sokrates gerne zu, behauptet 
jedoch, dass er, ein unsträflicher Maan, HAur von einem Bösewicht 
könne angeklagt werden. Er sei überhaupt so ziemlich der ein- 521d. 
zige von sämmtlichen Athenerh, der die wahre Politik verstehe und 
übe; denn er rede niemals nach Gunst, sondern zur Besserung, 
und rüge alles Schlechte rücksichtslos. Darum sei es auch wohl 
möglich , dass er von dem unverständigen Volke verüurtheilt werde. 
Müsste doch ein Arzt, über welchen einsichtslose Kinder wegen 
seines oft schmerzlichen Heilverfahrens zu Geriehte sässen, dasselbe 
Schicksal gewärtigen. Indessen wenn er gleich aus Mangel ah 
schmeichlerischen Redekünsten sterben sollte , werde er sich wenig 
härmen, wofern nur die Seele nicht mit Ungerechtigkeit angefüllt in 
den Hades kömmt. Denn die Ungerechtigkeit ist ja das grösste Uebel. 5220. 

Um diesen Fundamentalsatz bildlich zu verauschaulichen er- 
zählt Sokrates zum Schlusse folgenden Mythos, der gleichwohl nur 
Wahrheit enthalte. 

Schon zu Kronos’s Zeiten bestand das Gesetz, dass die Guten 523, 
nach ihrem Erdenleben auf die Inseln der Seligen, die Bösen in 
den Strafort Tartaros kamen. Damals aber, und auch in der ersten 
Regierungszeit des Zeus, wurden sie am Todestag& noch lebend von 
lebenden Richtern abgeurtheiltl. Da klagten Pluton und die Auf- 
seher der seligen Inseln, dass an beiden Orten Leute ankämen, 
welche es nicht verdienten. Zeus erkannte die Ursache der fehler: 
hafıen Urtheile darin, dass die Menschen lebend, also mit Körper- 
schönheit und Vornehmheit und Reichthum angethan, vor Gericht 
erschienen, und verordnete, dass sie künftighin erst nach dem Tode 
von gleichfalls verstorbenen Richtern sollten geprüft werden. Zu 
Richtern setzte er drei seiner Söhne ein. : Auf dem Kreuzwege in 
der Asphodeloswiese des Hades sitzt Rhadamantbhys über die Asiaten, 
Aiakos über die Europäer zu Gerichte. Minos entscheidet in zwei« 
feihaften Fällen. 

So weit der Mythos. Nun die Folgerungen daraus. 

Der Tod ist die Trennung der Seele vom Körper. Wie.dieser 5%4b. 
im Leben beschaffen war, verbleibt er auch nach dem Tode eine 
Zeit lang. Grösse, Dicke, Form der Haare, Narben von Geissel- 
hieben oder Wunden u. &. erscheinen unverändert. Das gleiche 
Verhältnis findet bei der Seele statt: sobald sie ‘des Leibes ent- 
kleidet ist, zeigen sich ihre ursprünglichen Anlagen ‚so wie alle 
Eindrücke, welche sie unter den verschiedenen Bestrebungen erlit- 
ten hat. Der Todtenrichter findet nun oft die Seele eines Gewalt- 

p* 


xx EINLEITUNG. 


habers schwielig und verrenkt und verunstaltet durch Ungerechtig- 
keit, Meineid, Lüge, Ausschweifung und andere Laster. Solche 
Seelen schickt er in den Tartaros zur Strafe. 

525b. Jede richtig verhängte Strafe soll entweder den Gestraften bes- 
sern, oder für andere zum abschreckenden Beispiele dienen. Bes- 
serungsstrafe trifft diejenigen, welche sühnbare Fehltritte begangen 
haben. Unverbesserliche Frevler werden im Hades gepeinigt, damit 
geringere Verbrecher durch den Anblick ihrer Qualen vom Bösen 
zurückgebracht werden. Zu solch einem Exempel wird auch Ar- 
chelaos dienen, falls ihn Polos mit Recht so grosser Unthaten be- 
schuldigt hat. Ueberhaupt besteht bei weitem die Mehrzahl dieser 
Erzfrevler aus Tyrannen und Gewaltigen. Schon Homeros bezeugt 

:es, indem er Tantalos und Sisyphos und Tityos in ewigen Strafen 

haftend vorführt, nicht aber Thersites und seines gleichen; denn 
so unbedeutende .Leute haben zu ihrem Glücke nicht die Möglich- 
keit grossartige Frevel zu verüben. Freilich gibt es auch unter 
den Mächtigen treffliche Männer; Aristeides kann als Beispiel die- 
nen; die meisten aber lassen sich durch die Macht zum Unrechte 
verleiten. Wenn nun die Todtenrichter die Seele eines solchen vor | 
ihrem Richterstuhle erblicken, gewahren sie von seiner früheren 
Herrlichkeit nichts ; wohl aber bemerken sie die Sündenmale und 
verhängen die entsprechende Strafe im Tartaros. Hinwiederum sen - 
den sie die makellose Seele, selbst die eines geringen Mannes, vor 

526 c. allen die eines echten Philosophen, auf die Inseln der Seligen. 

Ich bemühe mich deshalb, schliesst Sokrates, meine Seele 
dereinst den Todtenrichtern möglichst rein vorzustellen. Unbeküm- 
mert um die Ehren der Welt trachte ich nach sittlicher Vollkom- 
menheit im Leben und im Tode und fordere auch nach Kräften 
andere hierzu auf, insbesondere aber dich, Kallikles! damit du vor 
jenem Seelengerichte dir zu helfen wissest. Denn unwiderleglich 
fest steht der Grundsatz, dass Unrechtthun mehr gemieden werden 
muss, als Unrechtleiden. Gerechtsein ist das Beste. Diesem zu- 

5%7 b. nächst kömmt das Strafebüssen, wenn man gefehlt hat. Schmeichelei, 
gleichviel ob gegen einzelne oder gegen die Volksmenge, ist zu 
fliehen. Die Rhetorik soll, wie alles andere, nur zum Gerechten 
gebraucht werden. Diesen Grundsätzen folgend lasse dich immerhin 
von Unverständigen verachten, sogar beschimpfen. Es schadet dir 
nichts, wofern du nur tugendhaft bist. An Staatsgeschäfte werdeu 
wir allenfalls später gehen, wenn wir dazu die nötbige Einsicht er- 
worben haben. Einstweilen wollen wir uns an die sicherste Lebens- 


EINLEITUNG. XXI 


regel halten, nämlich Gerechtigkeit, und Tugend überhaupt, zu 
üben bis in den Tod; denn deine früher aufgestellten, entgegenge- 
setzten Maximen taugen nichts, o Kallikles |! 


II. 
Eintheilung des Dialoges. Zergliederung 
der einzelnen Abschnitte, 


Der ganze Dialog zerfällt mit Ausschluss der Einleitung und 
des Schlusses in drei Haupttheile., 

-In der Einleitung (pag. 447 a. — 448 d.) werden uns die Perso- 
nen aufgeführt, welche sich am Gespräche betheiligen: Sokrates, 
Gorgias , Polos und Kallikles. Ausser ihnen erscheint noch Chai- 
rephon, welcher dann später im eigentlichen Gespräche mit Aus- 
nahme von zwei ganz kurzen Zwischenbemerkungen (pg. 458 c. und 
481 b.) keinen thätigen Antheil nimmt. Die ‚Bedeutung dieser 
Nebenperson ist eine zweifache. Einmal dient sie äusserlich zur 
Anbahnung der Unterredung zwischen Sokrates und. Gorgias. Denn 
Sokrates selbst ist mit Gorgias nicht näher bekannt, Chairephon 447 b. 
aber rühmt sich der Freundschaft des berühmten Sophisten; des- 
halb beginnt er das Gespräch. Zweitens soll der Gegensatz zwi- 
schen den Jüngern der Sophisten und den Anhängern des einzig 
wahren Philosophen — als solchen stellt Platon den Sokrates über- 


all dar — veranschaulicht werden. Chairepbon, welcher in der 448a.f. 


kleinen ihm zugetheilten Rolle hinlänglich zeigt, dass er das 

dialtysodaı mit Geschick zu üben versteht, beträgt sich durchaus 

ale bescheidener Begleiter (beinahe oxıc) seines verehrten Freundes. 

Sobald dieser selbst das Wort ergreift, wird er schweigender Zu-448 4. 

hörer. Sogar von Kallikles zum Reden aufgefordert, verweist er 481p. 

ohne weiteres auf Sokrates. Wie ganz anders benimmt sich Polos. 

Kaum ist Gorgias angeredet, so drängt er sich zum Antworten vor 

und gibt hierbei nicht undeutlich zu verstehen, dass er sich seinem 

Lehrer überlegen dünkt. 448 b. 
In den beiden Einleitungscapiteln — welche füglich dem #g040yog 

einer antiken Tragödie vergleichbar sind — wird das Thema des gan- 

zen Dialogs nicht eben ausdrücklich angegeben (denn dieses ver- 

meider Platon ‚durchaus als unkfinstlerisch), sondern angedeutet. 

Sokrates erklärt nämlich gleich anfangs, er wünsche von Gorgias 447c, 

über die Kunst, welche derselbe übt und lehrt, Auskunft zu er- 

halten. 


XXII EINLEITUNG. 


Der erste Theil, das Gespräch zwischen Sokrates und Gorgias 
(pg. 448 d. 461 b.) hat die Erörterung der Frage: was ist die 
Rhetorik? zum Gegenstande. Gorgias definiert sie als die Kunst 
der auf Glauben, nicht auf Wissen, begründeten Ueberredung in 
Versammlungen bezüglich des Gerechten und des Ungerechten. Da 
er hierbei von der Möglichkeit einer unrechten Anwendung spricht, 
aber zugesteht, der Redner müsse vom Gerechten auch Wissen be- 
sitzen, womit zugleich — nach sokratisch-platonischen Grundsätzen 
— das Wollen und das Vollbringen unzertrennlich verbunden ist, 
verwickelt er sich in Widerspruch, 

Im zweiten Theile (pg. 461 b. — 481 b.) untersucht Sokrates 
mit Palog: ‚welchen Werth hat die Rhetorik ? Sokrates erklärt sie 
als eine in hlosser Fertigkeit bestehende Afterkunst , als eine Art 
der. nolassia, welche im Gegensatze zu den wahren Künsten, deren 
Eudzweek das Gute ist, nur die Lust zum Ziele hat, deshalb schlecht 
und schäudlich ist, Da Polos, ohne die Richtigkeit dieser Defini- 
tian selhst in Frage zu stellen, nur gegen das geringschätzige Ur- 
theil einwendet, die Redner, im Stande durchzusetzen was ihnen 
beliebt, saien im Staate sehr mächtig; so entwickelt Sokrates, wie 
dieses als kein Beweis von Macht, d. h. dem Vermögen auszufüh- 
ren, weg mean will, gelten derf, indem nur das Gute (als Zweck) 
gewollt wird, Unrechtthun hingegen unbedingt ein Uebel ist — 
ärger als Unrechtleiden, weil hässlicher — am meisten, wenn es 
ungestraft bleibt, da die Strafe, als Heilmittel von der Schlechtig- 
keit, das Recht, worin die einzige eddaıuowia besteht, wieder her- 
stellt. Demnach gewährt die Rhetorik, das Mittel zu atraflosem 
Unrechtihun, keine wahre Macht und bat keinen Nutzen, ausser 
höchstens falls sie zur Herbeiführung verdienter Strafen angewendet 
würde. | 
Im dritten Theile (pg. 481 c. — 522 c.) untersucht Sokrates 
mit Kallikles, welche Lebensbahn — ob Philosophie oder politische 
Rhetorik — im Staate zu verfolgen sei. Kallikles, ein Verächter 
der Philosophie, empfiehlt die Beredsamkeit zur Erreichung der 
eudaıuosia, welche, da die Lust mit dem Guten und der Schmerz 
mit dem Bösen identisch sei, in der nach der Natur (xar« @vocı») 
berechtigten, durch Herrschaft über die Mitbürger ermöglichten 
Befriedigung seiner ungezägelten Begierden bestehe, Diesen Satz 
führt Sokrates ad absurdum, indem er einerseits nachweist, dase 
dann die contradictorisch entgegengesetzten. Begriffe Gut und Böse 
bei der Befriedigung einer Begierde, wo Imst und Schmerz in einem 


EINLEITUNG. XXIII 


Momente zugleich statt findet, zusammen fallen müssten ; anderer- 
seits, dass Einsicht und Tapferkeit, welche als gut anerkannt wer- 
den, nicht nothwendig mit der Lust verbunden sind. Hierdurch 
sieht sich Kallikles gezwungen bei Scheidung der Lust in gute und 
schlechte nicht mehr diese selbst, sondern das ihr erst Werth ver- 
leihende Gute als alleiniges Ziel aller Bestrebungen anzuerkennen 
und in Folge dessen nur denjenigen Künsten, welche das Gute be- 
zwecken, wahren Werth beirzumessen, Sollte zu ihnen auch die 
Rhetorik gehören, so müsste durch sie, weil das Gute in massvol- 
ler Ordnung, nicht in Zügellosigkeit besteht, Selbstbeherreehung 
mit welcher Gerechtigkeit und alle übrigen Tugenden zusammen- 
hängen, herbeigeführt werden. Es müsste ferner Unrechtthun, zu- 
mal wenn es ungestraft bliebe, weit mehr als Unrechtieiden von ihr 
verhütet werden, gleichviel, ob hierbei die eigene Existenz geschützt ' 
oder gefährdet wärde, da nicht Jas Leben an sich, sondern die 
Tugend, über alles zu schätzen ist. Eine solche Rhetorik besteht 
aber in Wirklichkeit weder jetzt, moch wurde sie von den berähm- 
ten, doch keineswegs sittlich bessernden, Politikern früherer Zeit je- 
mals in Anwendung gebracht. Sich, den Philosophen, allein nennt 
Sokrates den wahren Staatsmann, weil er durch Wort und That 
seine Mitbürger zum einzig wahren Endziel des menschlichen Stre- 
bens, zum Guten, anregt: im Bewaustsein des Rechten unbeküäm 
mert nm schlimme Folgen für sein Leben. - 

Welcher von den beiden Lebenswegen , ob Rhetorik oder Phi- 
losophie, zu wandeln sei, beantwortet sich hiernach von selbst. 

Der Schluss zeigt in einem der Hauptsache nach dem Volks- 
glauben entnommenen Mythos, wie der im Dialoge begrifflich er- 
örterte Grundsatz, dass der Gute allein glücklich, der Böse aber 
auf jeden Fall elend ist, auch für das Leben nach dem Tode gilt 
und dort noch evidenter verwirklicht wird. So erscheint die von 
Sokrates dialektisch entwickelte, zur bestimmten Klarheit gebrachte 
Lehre bereits seit alter Zeit vom religiösen Bewusstsein gealnt. 

Diese eben bezeichnete Eintheilung in drei Hauptabschnitte 
wird sowohl durch die ganze Anlage des Dialogs als auch durch 
die Ausführung im Einzelnen begründet. 

Drei Mitunterreduer führen das Gespräch mit Sokrates. Sie 
treten- nach einander anf, so dass zuerst Gorgias allein, dann ebenso 
Polos, zuletzt Kallikles ihre Rollen als Antagonisten des Sokrates 
abspielen. Nothwendig treten sie in dieser bestimmten Reihenfolge - 
suf, und zwar jeder einzeln, weil diese drei Personen — wie weiter 


448 4. 


XXIV EINLEITUNG. 


unten erörtert wird — als Repräsentanten der drei Entwickelungs- 
stufen desselben Principes vorgeführt werden. In Gorgias sehen 
wir den theoretischen Begründer der sophistischen Beredsamkeit. 
Kallikles verficht das Extrem derselben in seiner praktischen An- 
wendung. Polos steht zwischen beiden in der Mitte. Mit jenem hat 
er die rein theoretische Ausübung der Rhetorik, mit diesem die aus 
Sophistik nothwendig erfolgende Immoralität der Gesinnung- gemein. 

Darnach erklärt sich auch Jie verschiedene Länge der einzel- 
nen Abschnitte. Sachgemäss erscheint Gorgias am kürzesten, Kal- 
likles am längsten als Träger des Gesprächs. 

Allein nicht drei gesonderte Ganze haben wir vor uns, sondern 
nur drei Glieder eines organischen Ganzen. 

. Um den jedem Kunstwerke nothwendigen einheitlichen Charak- 
ter schon Ausserlich zu wahren (womit der Nebenzweck, durch 
Abwechselung das Interesse des Lesers rege zu erhalten, sich wohl 
verbinden lässt) theilt Platon gelegentlich einer andern Hauptperson 
Zwischenbemerkungen zu. Der Umstand, dass gleich im Anbeginne 
Polos dem Gorgias so zu sagen das Wort vor dem Munde wegzuneh- 
menu sucht, lässt fortwährend darauf gefasst sein, dass, sobald nur 
der greise Meister die Fehde aufgibt, der kühne Jünger unverzüg- 
lich auf den Kampfplatz springt. Als Gorgias dem Gespräche 
ausweichen will, wird er von Chairepbon und Kallikles sehr arıig 
davon abgebalten. 458 c. d. In den beiden andern Abschnitten 
tritt Gorgias zu wiederholten Malen vermittelnd auf. Zuerst ermahnt 
er den Sokrates, welcher aus Schonung gegen ihn die Rhetorik für 
einen Theil der xolaxsix zu erklären Bedenken trägt, zu rück- 


463 a. sichtsloser Entwickelung seiner Ansichten. Bald darauf. nimmt er 


463. 


506 b. 


461b. 


das Gespräch, in dessen streng geordneten, schrittweise sich fort- 
bewegenden Gang sich Polos nicht schickt, für kurze Zeit selber 
auf. Endlich bestimmt er den bereits in dem Netze seiner Wider- 
sprüche gefangenen Kallikles zur Fortsetzung der Unterredung. 
Auch Chairephon wird — gleichsam im Zwischenacte — von Kal- 
likles zu einer Entgegnung veranlasst. (s. oben.) 

Diese Aeusserlichkeit der Composition steht im Einklange mit 
dem Inhalte. Die drei Redner bewegen sich ja nicht auf ganz ge- 
trennten Bahnen, sondern der nachfolgende nimmt auf den vorher- 
gehenden Bezug. Polos knüpft seine Discussion au den Punkt an, 
wo Gorgias in Verwirrung gerieth. Kallikles greift im Anfange 


483 c. seiner Unterredung unmittelbar den Polos, mittelbar den Gorgias an. 


Geflissentlich wird mit dem auch äusserlich dadurch, dass So- 


EINLEITUNG. XXV 


krastes die Ergebnisse der vorausgegangenen Erörterung resumierend 460 e. 
im längeren Zusammenhange bespricht, markierten Auftreten einer 480aff. 
neuen Hauptperson, wobei jedesmal ipg. 461 b; 481 b.), in Folge 
des fürmlichen Abschlusses einer bestimmten Gedankenreihe, eine 
kurze Pause anzunehmen ist, dem Gespräche eine entscheidende 
Wendung ‚gegeben, einerseits durch ausdrückliche Verwerfung des 
unmittelbar vorher — wenigstens scheinbar — gewonnenen Resul- 
tates, andererseits durch Aufstellung neuer Gesichtspunkte. Die. 
von Gorgias theils selbstetändig erklärten, theils anerkannten Sätze 
fasst Sokrates bündig zusammen und fügt, da sie wegen ihres in- 
nera Widerspruches sich schlechterdings nicht vereinigen lassen, 
schliesslich hinzu: raeüs« ov» öny zork Eys ... 00% GdAlyns Aßla, 
ovsoveiag darlv more Inavüg dnoxipachaı. d. h. — wenn man 
ähnliche Aeusserungen des Platonischen Sokrates in anderen Dia- 
logen damit zusammenhält — „in dieser Weise kann die Erörterung 
nicht fortgeführt werden.“ (Dass gleichwohl des Wahren viel wirk- 
lich festgestellt sein kann, wird damit nicht geläugnet.) Polos er- 
öffnet einen neuen Weg, indem er den Stein des Anstosses dadurch 
wegräumt, dass er das Wissen des Gerechten und die Fähigkeit es 461 cc. 
anderen zu lehren für jedermann voraussetzt. Nachdem er aber 
selbst durch die aus seinen eigenen Behauptungen gezogenen Con- 
seguenzen dermassen geschlagen ist, dass er weiter kein Wort der 
Entgegnung findet, trist Kallikles mit einem neuen Fundamental- 
satze, nämlich mit der Unterscheidung des xa10» xar« pucır und 482eff. 
xare veuos, hervor. Indem er die vorangegangene Discussion als 
vermuthlich nur scherzhaftes Wortgefecht bezeichnet, gibt er deut- 
licb genug zu merken, dass er um die angeregte Verhandlung aus- 
zufübren einer ganz anderen Grundlage benötbhigt. 

Jede der drei Abtheilungen hat einen bestimmten, von den bei- 
den andern deutlich verschiedenen, in sich selbst gleichartigen Cha- 
rakter sowohl in Bezug auf den Inhalt und seine Verarbeitung als 
auch hinsichtlich der Darstellungsform. 

In jedem einzelnen Abschnitte wird erstlich eine besondere 
Frage gelöst. 

In dem Gespräche mit Gorgias handelt es sich um Definition 
der Rhetorik, (pg. 447 c; 449 a, d.) Diese wird gegeben (endgiltig 
455 a.) und fortan festgehalten. Mit Polos wird die äussere Gel- 
tung der Rhetorik besprochen. Gleich in dem Vorgespräche mit 
Chairepbon bringt er anstatt der verlangten Begrifisbestimmung ein . 
&yuauıo» der Redekunst vor. Jetzt mit Sokrates disputierend geht 


XXVI EINLEITUNG. 


er — ganz seiner oberflächlichen, nur dem äusseren Scheine zuge- 
wandten Natur gemäss (wovon weiter unten die Rede ist) — die 
von Sokrates aufgestellte Definition, dass die Rhetorik keine Kunst, 
sondern eine blosse Routine und ein Theil der xoAaxste ist, ruhig 
#62 c.annehmend sofort zur Frage über, ob die Rhetorik etwas schönes 
466b.sei? Das Schöne findet er in der Macht, welche der Redner im 
Staate besitzt. Der Abschnitt schliesst mit dem Resultate, dass 
die Rhetorik überhanpt keinen Nutzen gewährt, also auch in Wahr- 
heit keine Macht verleiht. Die ganze Unterredung mit Kallikles 
sucht zu ermitteln, welche Lebensbahn der Staatsbürger verfolgen 


‚487 e.soll. Diese Frage wird von Sokrates nicht nur gleich anfangs aus- 


dräcklich als Thema bezeichnet, sondern während des Gespräches 
selbst, so oft dieses eine neue Wendung erhält, wiederholt (pg. 

527b.492 d; 500 c; 512 e; 591 a, d.) und am Schlusse für vollständ’g 
gelöst erklärt. 

Drei verschiedene Stufen der sophistischen Weltanschauung in 
Bezug auf das Staatsleben sind uns in. den drei .Abtheilungen dar- 
gestellt. Ihre Repräsentanten sind keine allegorischen Erscheinungen 
für blosse Abstractionen ; es sind historische Personen. Gewinnt 
dadurch einestheils die Darstellung besondere Lebendigkeit, so dür- 
fen hinwiederum diese Männer keine Rollen spielen, ‚welche mit ihrem 
anderweitig (wenn anch uns nur wenig, so doch den Zeitgenossen, 
als das Werk veröffentlicht wurde, vollständig) bekannten Charakter 
im augenfälligen Widerspruche stünden. Freilich ist Piaton in 
Rücksicht auf die dramatische Gestalt seiner Dialoge zugleich 
Dichter; er bedient sich des Rechtes seine Personen zu idealisieren 
(vorzugsweise bei Sokrates) oder manches an ihnen mit grelleren 
Farben zu schildern, obne jedoch irgend nach Art der Komödie bis 
zur Carricatur zu übertreiben. Darum haben wir Grund zu glauben, 
dass z. B. der wirkliche Kallikles kaum so verwerfliche Grundsätze 
bekannt hat, als ihm bier in den Mund gelegt sind. Wohl keine 
Charakteristik in den Platonisehen Dialogen darf als ein sprechend 
ähnliches Bild angesehen werden. 

Von diesem Gesichtspunkte aus ist auch die Schilderung der 
drei Sophisten in vorliegendem Werke aufzufassen, 

In dem Gespräche mit Gorgias sehen wir veranschaulicht , wie 
rein persönliche Achtung vor Recht und Tugend, wenn sie nicht in 
der ganzen, dorch klare Ueberzengung geläuterten Denkungsart 
ihre feste Grundlage hat, sondern .den theoretischen Principien, 
selbst nur theilweise, entgegen streitet, unvermeidlich in Wider- 


EINLEITUNG. XXVII 


sprüche führt, wo gegen die Consequenzen der vertheidigten Grund- 
sätge das angeborene Sittlichkeitsgefühl sich sträwbt. Gorgiss, selbat 
eine durchaus achtungswerthe Persönlichkeit, will ven seiner Kunst 
nur gerechte Anwendung gemacht sehen. Indem er aber des Wis- 
sens vom Gerechten, also (nach Platon’s Lehre) der Gerechtigkeit 
selbst und somit, wegen des untrennbaren Zusammenhanges aller 
einzelnen Tagendarten, der wahren Tugend überhaupt entbehrt, 
vielmehr all’ seine Kunst auf den blossen Schein, welcher, wo nicht 
in den meisten, so doch in sehr vielen Fällen geradezu Trug ist, 
gründet: erscheiut er, wenngleich unbewusst, auf dem Boden der 
Immoralität stehend. . 

Im zweiten Abschnitte, dem Gespräche mit Polos, wird tref- 
fend die Unhaltbarkeit der charakterlos zwisehen Recht und Un- 
recht hin und. her schwankenden Halbheit gezeigt. Ehrgeiz und 
Herrschaucht drängen dazu, Glanz und Macht um jeden Preis an- 
zastreben, selbst wenn dieses Ziel nur auf dem Wege des Frevels 
(nach dem Beispiele des Archelaos) erreichbar sein sollte. Ja das 
Vermögen Unrecht 2u thun selbst erscheint als etwas -Grosses, 
dessen ungeachtet muss andrerseits sugleieh die Schändlichkeit der 
Ungerechtigkeit bei allem ihren äusseren Scheine zugestanden, ao- 
mit die unbedingte Schönheit der Gerechtigkeit und der Tugend 
überhanpt anerkannt werden. 

Im dritten Theile, der Unterredung mit Kallikles, wird die 
siegreiche Bekämpfung -der bewussten, principiellen Unsittliehkeit 
geführt. Schrankenlose Seibstsucht, welche kein höheres Gut als 
den Sinnengenuss kennt und gelten lässt, darch seichte Aufklärung 
(denn echt philosophische Durchbildung ‚verträgt sich mit derlei 
Maximen nicht) den Anstrich folgerichtiger - Begründung vorkeh- 
rend, bei vülliger Knechtschaft unter dem Joche unbezähmbarer 
Leidenschaften sich als ‚Freiheit von enghersigen Vorartheilen 
brüstend — sie stellt sich als das Extrem der Sophistik im prak- 
tischen Leben dar. 

Diese drei ‘Stufen der sophistischen Weltanschaunng Jessen 
sich mit den drei Comparationsgraden vergleiehen, so dass Gorgias 
den Positiv, Polos den Comparativ, Kallikles den Superlativ ver- 
tritt. Dazu passt gar wohl die mit feinen Zügen gezeichnete 
Selbstäberhebung jedes nachfolgenden Sprechers über seinen Vor- 
gänger. Polos trifft ganz richtig den Punkt, wo Gorgias in Wider- 461 b. 
sprüche gerieth. Dabei gibt er mit schlecht verhehltem Hochmuthe 
zu verstehen, dass ibn mit dergleichen dialektischen Sehlingen zu 


——— — —— — — — — 


XXVIII EINLEITUNG. 


umstricken dem. Sokrates wohl nicht so leicht gelingen sollte. Von 
Ehrfurcht vor seinem alten Lehrer wird er sehr wenig beirrt. Pie- 
tät gegen .Auctoritäten, die eigenen Meister keineswegs 'ausgenom- 
men, wer nicht Sache . der Sophisten, denen unbedingte Geltung 
des Subjectes im Gegensatze zu jeglichem allgemein bindenden Ge- 
setze das eigentliche Grundprincip war. (Näheres s. weiter unten.) 

482cff. Polos muss sich aber von Kallikles noch derbere Zurechtweisungen 
gefallen lassen. ' 

Den drei Stufen der Sophistik ist die Wiederlegung von Seiten 
des Sokrates genau angemessen. Betrachten wir zuerst die Gründe, 
womit die einzelnen Gegner bekämpft werden. Gorgias greift die 
Gerechtigkeit und die Tugend überhaupt nicht im geringsten an. 
Er dringt im Gegentheile darauf, dass von der Redekunst nur rech- 
ter Gebrauch gemacht werde. Mit lebhaftem Eifer verwahrt er die 

456cff. Lehrer. der Rhetorik, also zunächst sich selbst, gegen den Vor- 
wurf, dass durch ihre Kunst die Sittlichkeit gefährdet werde. Die 
Widerlegung ist also durch den einfachen Nachweis geführt, dass 

diese Achtung vor der Tugend — die ja ein Wissen ist — mit der 
sophistischen Rhetorik , einer lediglich auf den Schein gerichteten, 

auf blosses Meinen ohne Wissen absehenden Afterkunst, in Wahr- 

heit unvereinbar bleibt. Polos erschien uns durchaus in Halbheit 
schwankend. Er widerlegt sich selbst, sobald aus seinen unklaren 

und, weil sie auf Beispiele im Leben und auf die gewöhnliche Mei- 

nung der Menge gestützt sind, der Begründung ermangelnden Be- 
hauptungen die Congequenzen gezogen werden. Macht, zu weicher 
hauptsächlich die Rhetorik verhelfen soll, hält er für unbedingt 

gut, also auch für schön, gleichviel ob sie durch Recht oder Un- 
recht erlangt wird. Andrerseits räumt er ein, dass Unrechtthun 
schändlicher und ärger ist als Unrechtleiden. Die Folgerungen ans 
diesen sich widersprechenden Sätzen bringen ihn zum Verstummen. 
Schärfere Waffen sind wider Kallikles nothwendig. Er reisst alle 
Sittlichkeit mit der Wurzel aus, indem er unbeschränkte Herrschaft 

491 e.aller Leidenschaften für gut und schün ausgibt, also das Laster 
492% c. geradezu als die wahre Tugend hinstellt. Einen Gegner, welcher 
das Princip selbst angreift, zu widerlegen gibt es kein anderes 
Mittel, als eben dieses Princip in seiner unumstösslichen Richtigkeit 

zu beweisen. Die absolute Giltigkeit des Guten im Gegensatze 

zum Angenehmen wird von Sokrates streng dialektisch dargethan. 

Hierzu im entsprechenden Verhältnisse steht die Methode der 
Widerlegung. Das Gespräch mit Gorgias findet seinen Ausgangs- 


EINLEITUNG. xXIX 


punkt in der Definitien der Rhetorik. Diese wird zu weit gegeben. 449d. 
Sokrates führt zur Berichtigung des Fehlers auf seinem gewohnten 
Wege, nämlich mit Hilfe der Induetion den Umfang der gegebenen 
Definition immer enger begrenzend und so schrittweise auf das rich- 

tige Mass einschränkend. Im Sinne des Gorgias kann keine andere 
herauskommen, als die pg. 455 int. aufgestellte. Nun wäre für 
Sokrates nur eine Möglichkeit zur Fortführung des Grespräches 
übrig geblieben: die Berechtigung einer solchen auf Schein und 
Trug. beruhenden Afterkunst durch Darlegung ihrer Unsittlichkeit in 
Abrede zu stellen. Dazu wäre gründliche Erörterung des obersten 
Moralprincips unerlässlich gewesen, d. b. die consequent fortge- 
führte Unterredung mit Gorgiss wäre nothwendig auf alle dieje- 
nigen Punkte gekommen, welche erst in dem Gespräche mit Kalli- 

kles ihre Erledigung finden. (Darauf deuten die Schlussworte des 
ersten Abschnitte raüre 09» örn x. r. A. hin.) Dies aber lag 461... 
nicht im Plane. Denn Gorgias selbst steht genau betrachtet mit 
Kallikles auf gleichem Boden, aber nicht auf gleicher Stufe. Jener 

hat sich die Folgerungen aus seinem falsehen Principe noch gar 
nicht zum Bewusstsein gebracht , wogegen dieser ihr Extrem wohl- 
überlegt vertritt. Bei jenem ‚sind die der Sittlichkeit zuwiderlau- 
fenden Grundsätze — um einen Terminus des Aristoteles anzuwen- 

den — nur xar« dvvauıw vorhanden ; bei diesem erscheinen sie 

&v &veoyeig. Darnach muss die Bekämpfung des alten’ Meisters, 
welcher selbst nicht absieht, wie gefährliche Waffen seine Kunst 
liefert, eine ganz andere sein, als die seines’ Jüngers, welcher diese 
Waffen rüstig zu sehwingen’weiss. Mit feiner Berechnung lässt 
also Platon den Gorgias gleichsam im Vorübergehen vor dem 
Missbrauche der Redekunst warnen ; d. h. er lässt ihn die eigent- 

liche Hauptsache, nämlich die Unsittlichkeit der sophistischen Rhe- 
torik, nur nebenher flüchtig berühren. Das genügt jedoch um Wi- 
dersprüche in den Behauptungen .des Sophisten aufzudecken; und 
weiter geht die Widerlegung nicht. Polos wird von vornherein als 

zwar der Rhetorik kundiger, in der Dialektik aber unerfahrener 448 d. 471.d. 
Mann bezeichnet; ein Vorwurf, welcher alle Sophisten trifft, in un- 
serem Dialoge aber gegen diesen allein ausdrücklich erhoben wird. 
Zugleich ist wiederholt auf sein Buch, worin er die verschiedenen 
BRedefiguren behandelt hatte, angespielt. Diese Andeutungen leiten 

den Leser darauf, in dem. mit Polos geführten Theile des Dialogs 
überwiegend auf die Form der Gesprächsführung seine Aufmerk- 
samkeit zu spannen.’ Hier wird das Formale der sophistischeu Be- 


xıX EINLEITUNG. 


redsamkeit zur Ansehauung gebracht, Polos, unvermögend das 

448 cc. gegebene "Thema streng logisch zu erörtern, will sogleich zierliche 
Reden vorbringen , wodurch der Gegser von dem eigentlichen 
Fragepunkt soll abgelenkt werden. Gründliche Begriffsentwickeiung 

ist seine Sache nicht; dafür sucht er sich mit rhetorischen Kunst- 
461.d. stücken auszuhelfen. Zunächst muss Sokrates gegen seine HaXx_O- 
Aoyia Protest einlegen. Anstatt aus inneren Gründen die entge- 
gengestellten Ansichten zu bestreiten beruft er sich auf Beispiele 
AYle.(z. B. auf Archelaos 470 e. ff.) und bringt ue&orvess für seine 
472 a. eigenen Grundsätze bei. Ein ander Mal trachtet er den Gegner 
473 d. durch imponierende Aeusserungen einzuschüchtern oder zieht es vor 
473 £ bluss höhnisch zu lachen. Gegen die Spiegelfechtereien eines sol- 
chen Mitunterredners muss Sokrates seine philosophische Methode 

in ihrer innern Siegesgewalt zur Geltung hringen. Alle die pro- 
teusartigen Wendungen hindurch wird Polos von der prunklosen, 

ohne Rücksicht nur die Wahrheit suchenden, durch Biendwerk nie 
beirrten Dialektik des Sokrates festgehalten, bis er endlich keine 
Ausflucht mehr finden kann. Ist Polos nur Vertreter der sophi- 
stischen Rhetorik nach ihrer äussern Form, so stebt Kallikles als 

der eigentliche Repräsentant ihres ganzen Wesens da. Ausdrücklich 

wird er dafür erklärt: pg. 486 £. eu old’ on «ri. und 487 e. da» 

tı od arl. d. h. wenn von Kallikles irgend ein philosophischer 

Satz anerkannt wird, so ist überhaupt vom sophistischen Stand- 
punkte kein Einwand weiter möglich: und deshalb soll auch die 
Widerlegung des Kallikles als Sieg über die Sophistik in ihrer 
höchsten Potenz gelten. Allein diesen Sieg vermag Sokrates nur 

mit Aufgebot aller ihm eigenen Weisheit zu erringen. Sein kühner 
Gegner, der sogar die .äussersten Extreme jener unsittlichen Schein- 
weisheit zu verfechten kein Bedenken trägt, erscheint sowohl in 
klarer Gedankenentwickelung den beiden früheren Sprechern über- 
legen, als auch mit allen Schlichen der Reduerei genau vertraut. 

481 d.Er allein ist ein praktischer Demagog (pg. 519 a. sogar mit Alki- 
biades zusammengestellt); Gorgias und Polos sind blosse Theore- 

tiker. In der That erweist er sich als ein Mann, der, wenn er 

nicht grade einen Sokrates zum Gegner hat, Debatten wohl mit 
Gewandätheit und Schlauheit zu führen versteht. So beschuldigt er 

497 b; 5114. 2. B. den Sokrates der sophistischen -Finten,, die er selbst begeht; 
515b. erklärt die Consequenz desselben für starrsinnige Bechthaberei ; 
klagt, da ihm sein taschenspielerisches Begriffverwechseln gerägt 

489 c. wird, über pedantische Syibenstecherei; gibt vor, wenn er seine 


. EINLEITUNG, XXXI 


hinlänglioh bestimmten Aeusserungen berichtigen muss, eigentlich 

das Rechte gleich anfangs gemeint zu haben, oder lediglich um den 489c; 491. 
Sokrates zu versuchen etwas unrichtiges absichtlich gesagt zu ha- 499 b. 
beu; macht die Zugeständnisse, welche ihm durch unwiderlegliche 
Gründe abgezwungen werden, mit der vornehmen Bemerkung, dass 

er aus blosser Gefälligkeit gegen Sokrates (510 a; 513 e; 514 a; 

516 b, c.) oder auch gegen Gorgias (501 c,) beipflichte. Als er 
endlich, in unentwirrbare Widersprüche verwickelt, seine Niederlage 
entschieden sieht — die freilich auch ohne sein ausdrückliches Zu- 
geständnis zweifellos ist — verweigert er "weitere Antworten: 
natürlich nur weil ibm das Gespräch schon langweilig ist! Uebri- 

gens sind diese verkehrten Grundsätze, welche er.so schlau zu ver- 
theidigen sucht, nicht einmal seine feste Uoberzengung. Verräth ld c. 
er doeh, dasg auch er die Wahrheit der sokratischen Lehre wohl 
erkenne, aber nur nicht anerkennen wolle. 

Charakteristisch für die einzelnen Abschnitte ist schliesslich 
der Ton, in welchem Sokrates mit den drei Sophisten redet. Eigen- 
thämlich vor allen übrigen Dislogen Platon’s ist dem „Gorgias“ eine 
gewisse Bitterkeit und Herbheit (Näheres s. im folgenden Capitel), 
welche nicht sowohl durch einzelne hervorgehobene Stellen veran- 
schaulicht als vielmehr durch den Gesammteindruck des ganzen 
Werkes gefühlt werden muss. Allein dieser scharfe Grundton ist 
in den drei Theilen unseres Dialoges keineswegs gleich. Gegen 
Gorgias wird so viel Schonung und Respect beobaehtet , als einer- 
seits die Bejahrtheit und persönliche Achtungswürdigkeit, anderer- 
seits der grosse Ruhm dieses Mannes gebieten. Mit Kallikles, der 
ja trotz seiner mehrfach bewiesenen feinen Manieren (man beachte 
nur z. B. den höflichen Einpfang pg. 447 a ff.) sich einige Male 
im Eifer der Polemik gradezu bis zur Grobheit hinreissen lässt (vgl. 
485 ff.; 489 b; 490 e; 494 d; s. die Anmerkung zu 511 b. int.), 
wird schon weniger glimpflich verfahren. Sokrates greift ihn nicht 
nur mis seiner bekannten Ironie an, sondern lässt es auch an eini- . 
gen derberen Seitenhieben nicht fehlen. Gegen den Schluss hin 
wird der Ton immer ernster; namentlich machen die letzten Worte 
des Sokrates, die feierliche Verdammung der von Kallikles ver- 
theidigten unsittlichen Grundsätze, einen gewaltigen Eindruck. (Sehr 
bedeutsam erscheint die Anrede & Kolllaisıg zu Ende des letzten 
Satzes!) Bei alledem wird eine gewisse Rücksicht gegen Kallikles 
als Herrn des Hauses nicht ausser Acht gelassen. Minder schroff, 


XXXI EINLEITUNG. 


doch bei weitem spöttischer und mitunter wahrhaft geringschätzig 
ist der Ton, in welchem Sokrates mit Polos spricht. Letzterer 
gibt hiersu vollen Anlass. Einmal fordert das anmassende Wesen 
des jungen Mannes, welches seinem greisen, berühmten Lehrer Gor- 
gias und dem weit älteren Sokrates gegenüber (vgl: pg. 478 a.; 461 
b; 462 a; 467 b. u. 'd.) um s0 ungezogener erscheint, despectierli- 
che Zurechtweisung heraus. Sodann gibt sich der unphilosophische 
Rhetor sowohl durch seine Unkunde der Dialektik so viele und so 
bedeutende Blössen, dass er bei seinem überlegenen Gegner jeden 
Anspruch auf Achtung verliert. Demnach finden wir natürlich, dass 
A461 c; 466a.ihn Sokrates durch Hinweisung auf seine Jugendlichkeit und auf 
463 e.sein hitziges Gebahren zwar indirect, aber eindringlich genug, zu 
grösserer Bescheidenheit vermahnt ; ihn gleich anfangs, wo er sich 
448 e. als Ersatzmann des Gorgias zur Unterredung aufdringt, ohne viel 
Umstände bei Seite schiebt; die Versuche von allerlei rhetorischen 
Kunststücken kurzweg als wirkungslose Trugmittel zurückweist (vgl. 
pg. 461 d; 471 e; 472 a; 473 d, e.). Auch Chairephon legt eben 
nicht zu grossen Respect vor dem allzu feurigen jungen Manne (gui 
nomen et omen habet; s. die A. zu pg. 463 e. 8. 51) an den Tag, 
A48B a.indem er ihn höhnisch fragt, ob er sich etwa seinem Lehrer Gor- 
gias überlegen dünke? (vgl. die ganz ähnliche, nicht weniger ironi- 
sche Frage des Sokrates pg. ‘462 a., welche schlechthin zu bejahen 
sich der dünkelvolle Polos keinen Augenblick bedenkt.) ‘ Gorgias 
selbst scheint ihn nicht sonderlich hochzuhalten. Mindestens lässt 
sich aus dem aA4« rovrow u:v Eu, pg. 463 e. (über das möglicher 
Weise verächtliche odrog s. die A. zu pg. 452 e. S. 21) eine ge- 
wisse Geringschätzung entnehmen; was durch keine Stelle von ent- 
gegengesetztem Charakter paralysiert wird. Kallikles tadelt seine 
482 d. Ungeschicklichkeit in der Gesprächsführung. Aehnlichen Tadel 
spricht er allerdings eben so gut über Gorgias aus. Gegen diesen 
aber Buseert er an andern Stellen seine Achtung (vgl. 497 b., wo 
er sich bei ihm über Sokrates beschwert; 501 c., wo er ihm zu@e- 
fallen sich zur Fortsetzung der Unterredung herbeilässt): gegen Po- 

los wird nichts dergleichen geäussert. 
Recht einleuchtend wird die Herbheit des „Gorgias,* wenn 
man die ungleich glimpflichere Behandlung des in seinem Forms- 
lismus vielfach mit Polos verwandten Prodikos im „Protegoras,* und 
des Thrasymachos in der „Politeia,“ des Geistesbruders unseres Kal- 

likles, in Vergleichung zieht. 


EINLEITUNG, XXIII 


Hebt man den dramatischen * Charakter des Dialogs (vgl. ob. 
S. XXL =. E,) bkervor, so stellt gich nach dem Umfange der Rollen 
Kallikleg als zgareyessceng, Polos als dsursgayasıarng, Giorgies 
als reızayesıerng dar. Dass dessen ungeachtet von dem letztge- 
nannten der Titel genommen ist, hat nichts befremdliches. Er. bleibt. 
der Bedentaug nach die Hauptperson. Die beiden andern stehen 
auf seinen Schultern. In ihnen wird dep Gorgias Geist bekämpft. 
Auch dag Chorpexsonale fehlt nicht**; freilich bleibt es stumm: man 
müsste demn den Huomßog, das Beifalltosen, wovon su Anfang des 
dreizehnten Capitels die Rede ist, als eine Urtheilsäusserung im 458 c. 
Sinne des Chores der attischen Tragödie verstehen **, 

Die von Arigtoteles für das Drama geforderte Einbeit des Or- 
tes ist gleichfalls beobachtet. Das ganze Gespräch wird in dem 
Hause des Kallikles geführt. Ohne Zweifel haben wir uns alg Schau- 
platz ein ähnliches Locale zu denken, wie im „Protagoras“ -t. Je- 
desfalls muss ein geräumiger Platz als Scene vorausgesetzt werden ; 
denn das Auditorium besteht aus vielen Personen. (pg. 490 b. ixt. 
Cap. 45 zu Anf. da» 89 co auro wur, Wozsg v9, zoAkol 
ardomzoı xrA.) 


III. 
Zweck des Dialogs. Philosophische Er- 
gebnisse. 


Der jedem Kunstwerk nothwendige einheitliche Charakter be- 
dingt, dass auch ein Platonischer Dialog nur einen Hauptzweck 
haben kann. Dadurch wird jedoch keineswegs die Erreichung ver- 
schiedener mit ihm in natürlichem Zusammenhange stehender Ne- 
benzwecke ausgeschlossen, 

Aus einem Gesammtüberblicke der Werke Platon’s erhellt, 
dass dieser auch in Anlage und Form seiner Schriften bewunderungs- 
werthe Philosoph im Allgemeinen bei seinen Dialogen (nur wenige 
der kleineren abgerechnet) ein dreifaches Ziel zugleich zu errei- 
chen sucht: a) die Erörterung einer bestimmten philosophischen 
Frage; b) die Widerlegung der entgegengesetzten Ansichten — bei 


* Vgl. die Einleitung zu „Protagoras,“ III. Absehnitt, I. 
** 8, pg. 447 c; 455 c; 458 c; 473 03 490 b. 
*+* vgl, Horatius, Epist. 2, 3, 194. 

+ S. Protag. pg. 314 e. . Einleitung III. 1, 34 zu Ende. 


Plat. Gorglias. c 


XXxIV EINLEITUNG. 


weitem am meisten richtet sich seine Polemik gegen die Sophisten * 
— inBetreff dieses Gegenstandes; c) die Verherrliehung, beziehungs- 
weise Vertheidigung, seines Meisters Sokrates, des Philosophen za’ 
&6oznv. Dieses dreifache Ziel nun wird immer unter Einem erreicht. 
Sokrates disputiert mit irgend einem der bedeutenderen Sophisten, 
welchem nicht selten ein oder mehrere Parteigenossen. zur Seite ste- 
hen (oder auch, wie z.B. im „Phaidros,* „Menon“ u.a., mit einem 
Anhänger der sophistischen Bildung), widerlegt ihn schlüsslich und 
erkämpft so den Sieg der wahren Weisheit über die Scheinweisheit. 
In den meisten Dialogen erscheint jedoch bald die eine, bald die 
andere Seite überwiegend berücksichtigt **. Kaum noch in einem 
zweiten finden sich alle drei Zwecke so harmonisch vereinigt, wie 
im „Gorgias.“ 

Betrachten wir zunächst das in ihm behandelte philosophische 
Problem. Zu wiederholten Malen erklärt Platon die Frage: wel- 
chen Lebensweg soll man wandeln? ausdrücklich für den 
eigentlichen Gegenstand der Unterredung. 487 e. fin. 8. 118. f. zdv- 
av Öt nalllorn dorlv 7 on&yıs.... neol Tovrav 0v 09 67 Mor 
erstiunoug, noiuv rıva en elyaı röv avdoa xul ri 
Enırndsdsıy nal ueygı Tod, nal mgsoßVursgo» nal vEWrEgoYV 
övıe . . . Inavüg wor vdskar, vl Eorı rouro 6 dnırndev- 
E09 wo, al tive 700009 arnoalunv av aurd ri, 492 d. int. 
8. 126. deoucı 03V dya vo underl zeöono dyeivar, fva ro 
Ööyrı narddniov yeynraı nag Bıarsov. 500 c. int. 8. 
146 ‚f. ög&s yag, Orı nsgl zovcov elalv nuiv ol Aoyoı, 09 zl av 
ndARov omovddosıE vıg al auıngöy voiv Eyov Krfgmnog, 7 
toöro, ß Tıva yon teoomov Ev, noregov En) 6v cd zagn- 
naleig duf, Ta Tod dvögös dN Taüre nodrroven, Alyovıd ve dv 
To Önuo xal GnTogınn)v aoxoüvı« nal molırevöne- 
vov Todroy 709 Toomov, Öv vusis vor nolıtevsche, N Ei 
zovde row Blow röv dr gılocoylea, xal zi zor' dorlv 0ö- 
ros Eusivov dıapkoms, "Icons odv Allzorov darır, ds aprı yo 


* 8. Einleitung zu Protag. II, 5, 23. 

** So sehen wir im „Hippias“ (d. Gr.), „Protagoras, “ „Euthy- 
demos,“ „Sophistes,“* „Theaitetos“ das meiste Gewicht auf 
die Polemik gelegt; während hingegen im „Philebos,“ „Sym- 
posion,“ in der „Politeia* u. a. derselben weniger Raum ge- 
geben ist. Wieder andere, wie „Euthyphron ‚“ „Kriton,* 
vielleicht auch der „erste Alkibiades,“ haben vorzugsweise 
apologetische Tendenz. 


EINLEITUNG. XXXV 


dæ exeonoc, draıgeichear, drzlonkvoug SL za) Önoloyioaszag di- 
AnAoıg, sl dorı rovro dırra va Bla, oxipgasdaı, ri re 
dıapägeroy .alhrjloıy nal öndzego9 Bıardon adroi». 
512 e. med. 8. 178. 0 &xl zovsw axnemrdor, rl) Av roonov 
toörov Oy nlkcı 700909 Para og deıora Bıdn uri. 521 a. 
int. 8. 198. dal wordoav 00» ne naganaleig ryv Bege- 
nelav rüjs molemg, dıdoroow nor 79 Tod dıaudreodar 
Adnvaloıg, örag ag Bältioror Foovzan, ... N) og duaxorrjoorre 
xcel E05 zagı9 Opılnjoosee. 

Die hohe Bedeutsamkeit dieses Gegenstandes wird wiederholt 
nachdrücklich betont. Ausser den oben (aus 487 e. und 500 c. — 
man brachte 05 z! &v uällov onovddsss zıs nal anıngör 
vovv Eyav audommog! —) angeführten Stellen genügt es nur 
noch folgende Aeusserung des Sokrates (pag. 505 e; 8. 160.) her- 
vorzuheben: «rag wıvövvevs: avayaaıöorarov elvaı (näml. dısl- 
Heiv ròov Aoyov) oVsag ... olumı Eyaye gojvar wavrag Auäg 
gıLlovelnug Eyeıy moös To eldvan zo Ainds Til darı sol 
öry Ayonev nal ze Yeidog‘ noıvör yad ayaddv drası pe- 
vepöv yeriodhnı adro. 

Dass es sich aber nicht etwa um die gesammte Moral, son- 
dern lediglich um die politischen Lebensgrundsätze, d.h. um die 
Beantwortung der Frage: wie soll man Bich gegen seine 
Mitbürger im Staate verhalten? hier handelt, ergibt sich so- 
wohl aus bestimmten Erklärungen — s. besonders die oben aus 
pag. 500 c. beigebrachte — als auch aus dem ganzen Dialoge. Denn 
nirgends kömmt etwas anderes, als das politische Leben, in Betracht, 
überall wird der Mensch nur in seinem Verhältnisse zur 
bürgerlichen Gesellschaft aufgefasst. Schon der einzige Um- 
stand, dass im ganzen Buche der Weiber, der Sklaven, der noch 
nicht zur politischen Mündigkeit gelangten Jünglinge mit keiner 
einzigen Sylbe gedacht wird, die ja doch allzumal nur von der staat- 
lichen Thätigkeit, nicht aber von allen moralischen Pflichten ausge- 
schlossen sind, beweist, dass die Frage, mag Pıwr£ov; gleichbedeu- 
tend ist mit zog dei nolırsvechear; Ueberdicss war im alten Grie- 
chenland (und Rom) das Wirken eines freigebornen Mannes ohne 
irgend eine unmittelbare Theilnahme an den Staatsangelegenheiten 
gradezu undenkbar. Man lebte im Staate, nicht in der Familie. 

Die Frage, wie soll man sich gegen seine Mitbürger im Staate 
verhalten? findet zwei diametral entgegengesetzte Boantwortungen. 

Kallikles erblickt das summum bonum in der Lust. Sie wird 


c* 


XXxVI EINLEITUNG. 


dutch Herrschaft über die Nebenmenschen- ersielt, Das 
wirksamste Mittel, diese zu erlangen, ist die (sophistische) Rede- 
kunst. In demselben Sinne lässt sich Polos vernehmen. Solch 
masslose Selbstsucht ergibt sich folgerichtig aus sophistischen Prin- 
cipien, indem ja die unbedingte Geltung der Subjectivität mit Ver- 
werfung dör objectiren Wahrheit die Wurzel aller Sophistik ist *, 

Sokrates dagegen vertheidigt den Grundsatz: man muss das 
Gute, das allein wahre Ziel alles Strebens, zu verwirklichen su- 
chen ; daher ohne jede eigennützige Nebenrücksicht auf die sitt- 
liche Vervollkommnung seiner Mitbürger hinwirken. Dies 
ermöglicht die Philosophie. Sie verleiht das Wissen vom Gaten 
und wahre Tugend überhaupt. 

Demnach formuliert sich das oben bezeichnete Thema so: ist 
im Staatsleben Philosophie oder Rhetorik * zu üben? 

Dass hiermit das Thema für die drei Haupttheile des Dialo- 
ges nicht nur im Ganzen, sondern auch für alle in ihnen erörterten 
Einzelnhöiten bezeichnet ist, erhellet aus der obigen Inhaltsübersicht. 

Im ersten Theile entwickelt Gorgias, der vorsüglichste Be- 
gründer der sophistischen Beredsamkeit, das eigentliche Wesen sei- 
ner Kunst. Dass vor allem andern eine genaue Begriffsbestimmung 
der Rhetorik als Grundlage für die ganze Untersuchung zu geben 
ist, leuchtet obne weiteres ein. Denn die Rhetorik, der falsche 
zE080g roü nolırevsche:, soll eben im wahren Lichte dargestellt 
und somit — da jeder Trug, sobald er durchschaut wird, vernichtet 
ist — widerlegt werden. Daher kann der umständlichen Ermittlung 
der Definition keineswegs der Vorwurf der Weitschweifigkeit ge- 
macht werden. 

Im zweiten Theile wird die angebliche Macht der Rhetorik 
kritisch beleuchtet und als Illusion erkannt. Ihr vermeintlicher 
Nutzen wird in Abrede gestellt, weil strafloses Unrechtthun, woru 
sio allenfalls verhelfen mag, nicht nur schlimmer als Unrechtleiden, 


*8. Einleitung zu „Protagoras“ II, 6. 27. 

* Dass in unserem Dialoge unter Giro überhaupt Staats- 
mann — nach den sophistischen, nicht nach den philosophi- 
schen (d. i. sokratisch -platonischen) Grundsätzen — verstan- 
den wird, ist in den Anmerkungen gehöriges Ortes gezeigt. 
Eine ausdrückliche Erklärung gibt Platon 500 e. . AEyovrd 
ze &v 15 dnum xul bmrogınnv doxoövre nal wolırev Ö- 
HEVOV ToVToy TöV 00809, 0V dueig vöy wolı- 
teveche xrA. Alle drei Ausdrücke sind synonym. 


EINLEITUNG "IXxvH 


sondern überhaupt das Ausserste aller Uebel ist. : Daher erscheint 
. genaues Eingehen auf das gegenseitige Verhältnis von ddıxeis und 
adınsicha: ale vollkommen sachgemäss. 

Im dritten Theile wird das (für die beiden andern oben so 
gut geltende) Thema so bestimmt angegeben, dass jeder weitere Nach- 
weis nur unnüize Weitläufgkeit wäre. Die darin enthaltene gründ- 
lich ausgeführte Discussion über 7dv und dyadd6v bildet den inner- 
sten Kern des ganzen „Gorgias“ ; denn jenes ist der Endsweck der 
falschen, dieses der der wahren Politik. Die speeielle Kritik endlich, 
welcher die gefeiertsten Staatsmänner Athen’s untersogen werden, 
dient dazu, um an hervorragenden Beispielen zu zeigen, dass eine 
Staatsverwaltung, welche ihre Wurzeln im Boden des Sophistenthunis 
hat, nur schlechte Früchte hervorbringen kann. Denn im sophisti- 
schen Geiste wirkten nach Platon’s (einseitiger) Auffassung jene 
grossen Politiker. Der Mythos veranschaulicht die unausbleiblichen 
Folgen der beiden Systeme: eimerseits die Strafen, zu denen der 
verkehrte Lebensweg jedesfalls nach dem Tode führt, andererseits 
das Glück des Rechtschaffenen, insbesondere des drne YLldcogog 
(vgl. pag. 526 c. 8, 211). Wie enge die von der Kunst — nament- 
lich von der Dichtkunst, vorzugsweise yon der Tragödie — handeln- 
den Partien mit dem Thema susammenbängen ‚„ wird weiter unten 
erörtert, 

Als Gegenbild der sophistischen Staatsweisheit zeigt sich die 
pbilosophische. Jene, auf Schein und Trug gegründet und des 
halb in ewigen Widersprüchen schwankend, bezweckt bloss Bafrie- 
digung der sinnlichen Lüste eines Individuums selbst durch Frevel, 
ist also nichts anderes, als die roheste Selbstsucht. Sie stürzt in’s 
Elend, wenn nicht während des Erdenlebens, so doch unfehlbar im 
künftigen Sein. Diese, in sich durchaus wahr und consequent, 
strebt allgemeine Wohlfahrt durch sittliche Veredlung an, jeglichen 
Eigenvortheil hintansetzend und sogar zur Aufopferung des Lebens 
um der Gerechtigkeit willen bewegend. Sie ist die reine Tugend, 
welche ohne alle äussere Motive — denn selbst die wahre suödaı- 
uoviæ ist notbwendige Folge, nicht Zweck — das Gute an sich 
selbst übt, gleichsam als Naturnothwendigkeit. Denn Harmonie, 
weiche im Sittlichen aus Besonnenheit und Gerechtigkeit, kurs als 
Tugend, zur Erscheinung kömmt, herrscht als Grundgesetz durch 
das Weltall (pag. 508 e. /.). Somit hat sich Folgendes als Grund- 
gedanke des „Gorgias“ herausgestellt: 

Die rechte Lebensweise in der bürgerlichen Ge- 


XXXVIII EINLEITUNG. 


sellschaft ist nicht die sophistische Rhetorik (stastsmän- 
nische Thätigkeit), welche ohne Rücksicht auf Recht und 
Gesetz nur Macht und Sinnenlust anstrebt, sondern 
die philosophische Tugend, welche, als Gerechtigkeit 
sich offenbarend, ausser dem absolut Guten kein.an- 
deres Ziel verfolgt. 

Dass hiermit Platon’s Absicht wirklich getroffen wird, erhel- 
let aus seiner ausdrücklichen Erklärung am Schlusse. _ Denn wider 
seine sonstige Gewohnheit, das Eindresultat der Erörterung aus dem 
Gespräche selbst herauscombinieren. zu lassen, wodurch viele Die- 
logse den Anschein gewinnen, als ob sie eines vollständigen Ab- 
schlusses entbehrten; wird hier das oben bezeichnete Problem mit 
Bestimmtheit für vollständig gelöst erklärt. pag. 527 b. S. 213. ovx 
Eyere anodeikaı, ag dei allow rıwa Blow £5% ij Toürov arl. 

Den harmonischen Abschluss des Werkes bilden die Worte 
(pe. 527 e. 8. 214 f.): Boxso 00% nyenorı zo 1079 zonsouede 
To vu wagapanevrı ‚06 nuiv onpelver, Orı oör os rgomos 
&gıorog Tod Plov, ul 19 dınaoovsn® al ınp AlAnv age- 
ın9 daxoüvrag xal £jv xal redvavar. Toyo ν inmuste, 
xcel Todg KAlovg napaxalöuev, un dxelvo, & od nıorevmv Aut 
raganaleig Eorı yap oUdEevög abıLog. 

In dieser Stelle findet sich der Inhalt.des ganzen Dialogs in 
der prägnantesten Fassung ausgesprochen. Etwas ausführlicher ge- 
schiebt dasselbe auch zu Anfang des 63. Capitels (pag. 507 c. — 
e. 8. 167). &ya ulv 059 raüra 0oVr@ rideuaı anal gnu taürea 
HAndn elvaı (näml. Toy EU zodtrovra uanagıdv TE nal sudai- 
nova elvar, ròo»x Öb novng0V anal naxndg zodrrovre Adlon) el 
ö: Eorıv dindij, Tov BovAönevor ... ®vöaluova elvar cnpeo- 
ouynv ulv dıaxtlov xul Gonneov, arolnalay ÖL YsvaTdov ag 
dysı oda Exuorog umv, nal zagaoxsvaordovr uelıoın mir 
undtv dsichea: zoo xolufeodaı, dav 68 dendj 7) avrog 7 @llog 
ris ray olnelov, 7) ldicrns N nolıg, Emiderkor Ilanv xal xo- 
Auordov, el wills Evdatunv elvaı. ovrog Euoıys doxsi ö 
oronös elvaı, neög 0v Bilnovra dei fjv, xul wavın 
els oöüro xul Ta Kvrod ovsısivovse nal ta zig moleomg, 
Ozag dınaoovvn napkoraı nul omppoCVrN To uaxapln uöllorr: 
docoßcu, oda nocıreım, ovx Erıdvulag düyre dnoAdorovg elvuı 
arı. 

Mit dem Endergebnisse der vorliegenden Untersuchung voll- 


‘ RINLEITUNG. XXXIX 


kommen in Uebereinstimmung bezeiehnoto schon Olympiodoros* 
den Zweck des „Gorgias“ folgender Massen: yaylv rolvvr, Orı 
cnonög adre augl.- av ν („Principien“) dialszdijvan rar 
gegovasr nuäs dul any MoAıTıanV svdarnovlar. 

Es ist nunmehr der zweite Hauptpunkt in Betracht zn ziehen, 
die Polemik gegen die Sophistik *, In unserem Dialoge ° 
handelt es sich zwar beinahe ausschliesslich um die Bekämpfung 
der sophistischen Rhetorik. Allein wie Platon nur eine Philoso- 
phie anerkennt, welche das ganze Leben nach allen seinen Richtun- 
gen umfasst, und von welcher die Politik ein Theil ist; so fasst er 
auch alles ihr Entgegengesetzte, was nicht auf klar erkanntem Wis- 
sen beruht und das absolut Gute zum Ziele hat, als eins auf, als 
Sophistik. Die Rhetorik ist ihre Manifestation auf einem bestimm- 
ten Gebiete. Die Bekämpfung einer einzelnen Erscheinungsform 
weiss Platon nicht ohne Kritik des falschen Principes selbst zu füh- 
ren. Daher kömmt es, dass in allen Dialogen, weiche Streit wider 
die Sophisten zum Gegenstande haben, mancherlei vorgebracht wird, 
was bei oberflächlicher Betrachtung nicht zur Sache gehörig erschei. 
nen mag.‘ In unserem Dialoge finden wir zwei Stellen dieser Art, 
die nur durch die Berücksichtigung, dass nicht eine für sich selbst- 
ständig und unabhängig bestehende Sache, sondern ein integrierender, 
mit dem Ganzen organisch zusammenhängender Bestandtheil des 
Einen Sophistenthums erörtert wird, ihren berechtigten Platz finden. 
Die erste entbält die Besprechung der Kunst, insbesondere der dra- 
matischen Poesie, pag. 501 a.— 502 d. S.148 7. Sie wird als eine 


* Von Olympiodoros, einem neuplatonischen Philosophen 
aus Alexandreia, welcher im sechsten Jahrhunderte n. Chr. 
lebte, sind nach der Aufzeichnung seiner Zuhörer (wie die 
Eingangsworte oyolıx ou» Ben sig row Tod Illaravos 
Togylav nö pgmrrnjg Olvunıodagov ou ueydlov gılo- 
00900 beweisen) Scholien zu Platon’s „Gorgias“, eben so zu 
„Phaidon“, „Philebos* und dem „ersten Alkibiades“ vorhan-. 
den. Obige Stelle ist citiert aus: Platonis Goryias eic. recen- 
suit Ch. G. Findeisenius. Gotha 1796. Als Anhang ist 
dem Buche beigefügt (S. 603 — 616): Praefatio scholüs Olym- 
piodori in Gorgiam praemissa e codice manu scripto nunc pri- 
mum edita a Routhio. Die Ausgabe von Routh (Platonis Eu- 
ihydemus et Gorgias. Recensuit, verlit notasque suas adjecit 
Martinus Josephus R.) erschien zu Oxford 1774. 


** Ueber die polemische Seite der platonischen Philosophie im 
Allgemeinen s. Einleitung zum „Protagoras“ $. 23 ff. 


XL EINLEITUNG. 


der Rhetorik an Zweck und Wesen höchst verwandte Bethätigung 
des Sophistengeistes verworfen. Die zweite umfasst die detaillierte 
Erklärung der xolaxel® pag. 464 b. — 466 a. 8. 52 9. Dass im 
weiteren Verlaufe des Gespräches nur die eine der aufgerählten Ar- 
ten, die Rhetorik nämlich, besprochen wird, lässt nicht vergessen, 
dass hiermit keine erschöpfende Lösung gegeben ist — um so mehr, 
da gegen den Schluss, pag. 520, a, b. 8. 196 ausdrücklich an jene 
Eintheilung erinnert wird — und der „Gorgias“ ao gut wie jeder 
‘andere Dialog Platon’s erst im Zusemmenheange mit den übrigen 
vollkommenes Verständniss gewinnt. 

Die Sophistik fand ihre Eststehung in der Uebergangsperiode 
am Ende des fünften Jahrhunderts v. Chr., wo in dem politischen 
und geistigen Leben Athen’s ein grosser, tiefeingreifender Umschwung 
vor sich gieng. Zwei sehr bedeutende philosophische Systeme — die 
Lehren des Herakleitos und der Elesten — hatten im Allgemeinen, 


- da in den innersten Geist des einen wie des andern Systams nur 


Änsserst wenige emzudringen fähig waren, Skepsis hervorgerufen. 
Man kam dahin, das subjective Vorstellen für allein meassgebend zu 
halten; jedem einzelnen ist das wahr, was ihm als wahr erscheint *. 
Sobald nun auf sichere Erkenntniss versichtet und keine Befriedi- 
gung in der geistigen Forschung selbst mehr gefänden wird, bleibt 
nur Selbstbefriedigung im Handeln und Geniessen übrig. Daram 
hatte die Bophistik vom Anheginne praktische Tendenz. Weit mehr 
auf Erreichung gewisser materieller Zwecke ** als auf Entwickelung 
der Theorie kam es an. Die Sophisten wollten Lehrer der prakti- 
schen Tüchtigkeit sein. Bei der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit 
aller Verhandlungen musste nothwendig Bedegewandtheit eine sehr 
hohe Bedeutung im Staatsleben erlangen. Beredsamkeit wurde das 
erste Erforderniss eines Staatsmannes, da keine specielle Befähigung 
(bestimmte Studien u. s. w.) verlangt wurde, sondern jeder vollbe- 
rechtigte Bürger als solcher politisch thätig sein konnte. Darum 
hatte eg die Sophistik vorzugsweise auf die Ausbildung der Rede- 
kunst abgesehen. Da ferner wegen ihres skeptischen Grundcharak- 
ters positiver Inhalt abgieng, musste sie um so mehr formelle 
Bildung pflegen. Dem Denken wurde innere Gewissheit abgespro- 


* vgl. Einleitung zum „Protagoras“ 8. 37. 

** Damit steht wohl das Unterrichtgeben der Sophisten gegen 
Honorar, was Platon so oft rügt — vgl. Einleitung zum „Pro- 
tegoras“ 8. 31. — im Zusammenhange. 


EINLEITUNG. LI 


chen. Es galt also nicht Wahrheit zu erforschen, sondern durch 
gewandte auf Behein berechnete Rede in den’ Zuhörern solche Vor- 
stellungen und Meinungen hervorzurufen, wie es jedesmal vörtheil- 
hafı war. Alio Sophisten, auch diejenigen, welche sich mehr für 
Tugendiehrer ausgeben (Protagoras, Prodikos u. a.), befassten sich 
ernstlich mit Rhetorik. ‘Wie sehr hierbei die Aussere Form als Haupt- 
sache hehandelt wurde, beweisen die dumıdelfsıs (Prunkreden 5 s. zu 
pag. 447 a. med. 8. 1). 

Da es um Wahrheit ganz und gar nicht zu thun war, viel- 
mehr der echte Sophist mit eben so viel Schein das Gegentheil je- 
der Bache zu verfechten verstand, übten sie sich über jedes belie- 
bige Thema pro et contra zu reden, gegen alles Widerspruch zu er- 
heben und sich in leerer Eristik za tummieln, wobei sie keinerlei 
Besultat erzielen, sondern nar ihre Gewandtheit zeigen wollten. So- 
bald einmal der Sinn für Wahrheit so gänzlich erstorben ist, kann 
auch das Rechtsgefühl nieht lange lebendig bleiben. Daher wurde 
bald den Sopbisten sum Hauptvorwurfe gemacht, dass sie der schlech- 
ten Sache den Anschein der guten gäben [r0v Arra Adyov xeelrro 
zoıeiv. Apeologie.10 b. Aulas Gellius 5, 3, 7. pag. 162 Hertz: Pro- 
tagoras :. . acerrimus sephisiarum . . . pecuniam ingentem cum a disci- 
pulis acaiperet annuam, pollicebatur se id docere, quanam verborum 
industria causa infirmior fieret fortior, quam rem yräece ita dicebat: 
tov Arm Adyov nosirıo norelv. Cicero, Academica 2, 23, 72. Illi 
quum res non bonas traeient, similes bonorum videri volunt. Aristophe- 
nes „Wolken“ 98.-00r0: (die ueguvopgersiorat) dıdaorove’, dg- 
yuesov Tv rıs dıdo, Alyarra vinkv nal Bluaıa nüdınae. Ferner 
112. f. elvaı ad abrofs Yaoıv Kupe to Adyw, or Agelızor, 
Sorıs ort, wa T6V Nerowe. Tovsoıw röw Bregov Tolv Aöyorv, 
zöv Ärrova, vıncy Atyovrd yacı sudınasega]. Ist das Gute und 
Schlechte nur willkürliche Menschensatzung , so hat jeder, der es 
vermag, das unzweifelhafte Recht, solche Satzungen umzustossen 
(vgl. pag. 481 a. S. 103). Das beste Mittel hierzu ist Ueberredung *. 


* Bei Aristophanes, „Wolken“ (V. 1420 — 1424) sagt der alte 
Strepsiades zu seinem sophistisch gebildeten Sohne Pheidippi- 
des, von dem er geschlagen wurde: @Al’ ovdauodv vouLge- 
rar Tov nation Toüro waaysıvy — und erhält folgende Ent- 
gegnung: 0odx0vV dvno 6 Tov vouov Tovö’ nv ıdelg To 
noGToV, Bonee ad adya, nal Adymv Emerdie Toös ma- 
Amods; Array rı die Ebsorı nanol naıvOV av To 
iAoınöov Heivaı vonuo» roig viidv, zovg nerigug Avıı- 
rvxreiv. 


⁊ 


XLII EINLEITUNG. 


Ihre Immoralität hehlsen die Sophisten gemeiniglich durch die Un- 
terscheidung. von dixnıov. xara vououg und dixaıov ask gucır 
(vgl. pag. 481 e. f. 8. 100... Protag. 337 d.). Unter letsterem 
aber verstanden sie bloss, was. ihrer eigenen individuellen Ansicht 
entsprach *. Dass bei solcher Gesinnnng auch ein feindliehes Ver- 
hältniss zur Volksreligien nicht ausbleiben konnte, ist selbstver- 
ständlich. Einige der bedeutendsten Sophisten (z. B. Protagoras **, 
Diagoras u. a.) wurden wegen Atheismus verfolgt. Sokrates selbst 
wurde verschiedentlich — wie weiter unten zu erwähnen ist — mit 
den Sophisten zusammengeworfen und sowohl von Aristophanes in 
den „Wolken“ als auch bei seinem Processe wegen Irreligiosität 
angegriffen. 

Die Sophistik war der treue Abdruck des damaligen Zeitgei- 
stes. Platon selbst bezeugt es Politeia 6, 493 a. Exaorag rar 
nodagvoustan ldımzar, 005 IN our Vopıorag aalodeı, u 
alle mudeveav 7) vavra za av moAlav ddypara, & do- 
Eafovas Orav dHgE0L0daCL, nal voplay ravıny nalsis uri. Die 
demokratische Freibeit war bis zum Uebermasse erweitert. Der will- 
kürlichen Aeusserung der Individualität wurde ungemein viel Spiel- 
raum gelassen. Namentlich herrschte unbeschränkte Bedefreiheit ***. 
Jeder uinzelne suchte sich möglichst geltend zu machen. Die Leich- 
tigkeit Gesetze zu geben und umzustossen benahm die Ehrfurcht 
vor denselben und liess sie als Ausgeburten des zufälligen Belie- 
bens erscheinen. So entstand nach und nach in den meisten Kö- 
pfen arge Begriffsverwirrung. Thukydides 3, 82, 3. xal ınv eia- 
Sviav ablacı» av Ovonaroay ig valoya avınllafar 
zy dınaraoaı. Toluz uv yag alöyıarog andola gıldaıgos 
dvoulcdn, ullinoıg dd neoundns della sörgexng, To d2 au- 
$%009 Tod dvavdgov ae00ynua }... nal 6 alr galszaivar 
zıorög as, 6 di ayrıllym ausa URORTOg. 


* Bei Aristophanes a. a. O. (V. 1427— 1432) stellt Pheidippi- 
des seinen Grundsatz, man dürfe den Vater schlagen, so als 
naturgemäss dar: oxdıpaı dt Todg alsxrgnovag nal alla 
z& Bord tavel, ag TOVg zarioaug duuverar: nwalroı Ti 
dıiapägovcıs ua» Eneivoı; Strepsiades: si dir, 
insıdn Toug diexrpvorag azavıa wine, 00x Lodleg xal 
2 x0790% aan) Eviov naßevdss; Pheidippides: 09 rav- 
T09, 0 av, doriv. 

** g. Einleitung zum „Protagoras” $. 36. 
*+* 5, pag. 461 e. int. S. 45 und die Anmerkung daselbst. 

t vgl. pag. 492 b. int. S. 124. Politeia_ 8, 560 d. zn» plv 
aldn nlıdıorna Ovouafovrsg adovcıy dm arinns pv 


BINLEITUNG. XLIII 


Allein nicht nur dem Zeitgeiste zusagend war die Sophistik,_ 
sie half auch wirklich eimem dringend gefühlten Bedürfnisse ab. 
Der Drang nach einer gewissen allgemeinen Bildung ohne sonder- 
liches Vertiefen in gründliches Fachstudium beseelte die jungen 
Leute aus den wohlhabenderen Familien so ziemlich allgemein *. 
Vorzüglich wünschte man eine Vorbereitung für die politische Lauf- 
bahn. Diese bestand — nach dem Obigen — zunächst in rheteri- 
schen Uebungen. Die Schilderung, welche Xenophon von dem Feld- 
herrn Proxenos gibt (Anabasis 2, 6, 16, 17.) gilt sicherlich wuch 
von hundert andern, wenn gleich der Mehrzahl ihre Pläne weniger 
zu verwirklichen gelang. IIoo&evos . . . sußüg ulv ueipdxıov or 
ineduusı yarsohaı dvno. za peydia roarsrm Inavog' xal dıa 
ravıny ınv dxzıdvniav Edmxe I'voyla doyvorov. dnel ÖL} avseyi- 
vero inelvo Inanög non voploag zlvaı nal doysır nal pilos ar 
zoig zparoıg un) Yrracheı Evapyerav, Nidev als Tavrag rag our 
Kvom zoabeıs" nalımero Krnoschar dx Tovcmv Övona piya zul 
Öyvapı» ueyalny xal zeonuera wolle. Und den jungen Hippo- 
krates führt Sokrates hei Protagoras mit folgenden Worten ein 
(Protag. pag. 316 b. med.): ‘Innoxgdıng Ode dor)... olniag us- 
yains a xal sudaluovog, aurog ÖL ziv pvcıw donei dvamıllog 
sivaı voig Nlınıararg. duıdvueiv dE nor donei Eldoyınos yarda- 
Haı dv 1j nolsı" zodro ÖL olsrei ol walıcıa yerdadeı, el sol 
ovyy&vosto. Wie sehr diese jungen Männer nach dem sophistischen 
Unterricht begehrten, schildert Platon, mit der ihm eigenen Meister- 
schaft im feinen Charakterzeichnen, an dem Beispiele des eben er- 
wähnten Hippokrates. Spät in der Nacht erfährt er die Ankunft des 
Protagoras. Sogleich will er zum Sokrates eilen, damit ihn dieser 
dem berühmten Sophisten vorstelle, wartet aber doch bis zum fol- 
genden Morgen; und schon bevor es noch zu dämmern beginnt, 
klopft er an des Sokrates Thüre, und zwar 2&9v-opoden, vor un- 
gedaldiger Hast! (Protag. 310 a. f.) Darum fanden auch die so- 
phistischen Lehrmeister überall sehr gute Aufnahme. Politeia 10, 
600 c. IIewzayoeas... aul Ilgodınog xal KAloı zanzoileı... 
Ex} tavın sy sopi« oUrm opödgea Ypiloürtaı, More 140909 0U% 
in) tais xspalaig zegipigovoıy aüroug ol Eraigoı **. Die un- 


yada, oopeoovurny dt avavdolay naloünrig re 
nal zoonnlanikovreg &ußailovor Ari. 

* vgl. pag. 487 c. int. f. 8. 112 f. 

*+ vgl, das über die Liberalität des Kallias in der Einleitung 
zum „Protagoras“ $. 39 Bemerkte,. 


ZLIV EINLEITUNG. 


geheuren Summen , weiche ihnen als Honorar gezahlt wurden (vgl. 
das Betrefiende in dem folgenden Abschnitte), geben ebenfalls kei- 
nen geringen Beweis dafür. 

Die Sophisten fanden zwei sehr verschiedäne Arten von Geg- 
nern. Erstens hassten sie, als Sittenverderber und Jugendverfährer, 
die Bürger vom alten Schrott und Korn, welche in der Abweichung 
von der frommen Vätersitte den Ruin des Staates erblickten und in 
beschränkter Verehrung der guten alten Zeit auch die wohlberech- 
tigten Neuerungen, deren Vorzüge sie nicht zu würdigen verstan- 
den, sammt und sonders verdammten. Als das Prototyp dieser Män- 
ner stellt uns Platon im „Menon“ den Anytos, den nachherigen An- 
kläger des Sokrates, dar. Derartiger Widerstand gegen den Zeit- 
geist hat sich immer als erfolglos erwiesen. Aristophanes, der eben- 
falls zu dieser Partei gehörte, hat sogar unbewusst und höchst un- 
absichtlich der Geistesrichtung, welche er zu bekämpfen suchte, viel 
Vorschub geleistet. 

Weit gefährlichere Gegner fand das Sophistenthum an dem 
echten Philosophenthum. Von diesem in all’ seiner inneren Haltlo- 
sigkeit aufgedeckt, wurde es in sich selbst vernichtet. Freilich nicht 
völlig: denn Sophisterei wird in ewig wechselnden Gestalten fortexi- 
stieren, so lange Lug und Trug nieht gänzlich aus der Menschheit 
verschwunden sind. Vor allen ragt unter den Bekämpfern dieser 
Scheinweisheit Platon hervor, das von seinem edien Lehrer Sokra- 
tes begonnene Werk — die Zerstörung der Dünkelweisheit — in 
ungleich höherem Geiste fortsetzend. Gewaltige Schläge führt er 
auch in vörliegendem Dialoge gegen die Sophisten {wie früher epe- 
ciell auseinandergesetst wurde). Allein dabei darf nicht übersehen 
werden, dass er sich zuweilen vom Eifer des Kampfes allzuweit hin- 
reissen lässt. Es soll nun, um die oben dargelegte Schilderung 
Platon’s von den Sophisten im „Gorgias® nach Möglichkeit zu be- 
richtigen, vorgebracht werden, was sich allenfalls einwenden liesse. 

Im Allgemeinen scheint Platon alle drei Hauptpersonen in 
ungänstigerem Lichte dargestellt zu haben, als sie verdienten. Dass 
Kallikles vor einer zahlreichen Versammlung so sehändliche Grund- 
sätze wirklich verfochten hat, ist nicht ganz wahrscheinlich. Na- 
mentlich dürfte das Öffentliche Bekenntniss der pag. 484 a. erwähn- 
ten Principien in einem demokratischen Staate nicht obne Gefahr 
sein. Solche Ungeschicklichkeit und Unbeholfenheit in der Begriffs- 
entwickelung, wie sie dem Gorgias zur Last gelegt wird, ist bei ei- 
nem Manne, welcher selbst ein keineswegs simples philosophisches 


EINLEITUNG. xXLV 


Werk verfasst hatte, schwer begreiflich. Athenaios (Deipnosophistei 
11, 113. pag. 505. Casaubon.) ‚meldet von einem Proteste des Gor- 
gias selbst: @lloı dd yasıy, wg avayroug Ö I’ooylas vor [Haro- 
vos dıdloyoy nR0g TDdg wagdvzus elxey, Orı ouöhr Tovrmrv ovrE 
eines oUTe Inovaen. 

Es könnte ungerechtfertigt scheinen, den Gorgias in eine phi- 
losopbische Untersuebung über Gerechtigkeit — somit, nach Pla- 
ton’s Lehre von der Einheit aller 'Tugendarten, über die Tugend 
überhaupt — zu verwickeln und darin schmählich unterliegen zu 
lassen, da er doeh, wie Piaton’s eigenes Zeugniss beweist, von Tu- 
gendlehren gar nichts wissen mochte. Menon pag. 95 co. Kat I’oo- 
ylov ualıeıa, © Zexpares, raüra &yapeı (sagt sein Schtiier Me- 
non), örL OUx &Y Zore KYTOU TOUTO AROVORIE VRLoyvan- 
w&sov (nämlich die Tugend zu lehren), aii& xal ray Kill» nu. 
raysic&, ÖTay dxoven Önısyrouusvon‘ alla Adyeıy oleras 
deiv zoLı8iv deıvong. So erklärt er sich auch in unserem 
Dialoge nur für einen Rhetor, pag. 449 a. 8. 9. Aber eine solche 
Redekunst, die fast ausschliesslich das Gerechte und sein Gegentheil 
zu ihrem Thema bat (pag. 454 b. S. 25 u. 0.) und gleichwohl das 
Wissen hiervon für entbehrlich hält oder doch factisch nicht besitzt, 
kann Platon.nicht anerkennen. Gorgias hätte, seinen anderweitigen 
Aeusserungen consequent, die Frage, ob er auch dieses Wissen bei- 
bringen könne , unbedingt verneinen müssen; um so mehr, da ihm 
die negative Antwort nahe gelegt war (pag. 459 e. 8. 40): 7 dvayın 
eldevar .. . el di uf, 09 6 rs Önrogınng dıdaanakos 
zovsov ulv ovdlv Öudabsıg TOV dpınvouvussoy — 00 yag 00% 
foyov — zomeeı; Ö'.xrA. Doch irgend etwas nicht zu können, 
gesteht ein echter Sophist, der ja zdvdopop * ist, nimmermehr. 
Darum erwidert auch Gorgias (pag. 460 a. 8. 40): dAX dya wir 
olacı, dt» zurn un eldag, nal raüra ap duod uahrjesene. 
Dazu kömmt, dass Gorgias wirklich über Tugend disputierte. 
Menon pag. 71 c. M. dila 00, & Zwxparss, dAndag 0dd Or 
agern 8orıv oloda .. .; 8. un WOvov ye, dAla nul 000° alm 


* So heisst eg „Protagoras“ pag. 315 e. fin. von Prodikos: m«000- 
pog yao poı donsi avno elvaı nal Heiog. Euthydemos pag. 
287 c. fin. von Dionysodoros: 00 vU9 Tavoopos Tıs Nuiv 
apibnı megl Aoyovs ; ebendas, pag. 271 c. med. von Euthyde- 
mos und Dionysodoros zugleich: zdrcogpos, areyvas. Lysis 
pag. 216 a. von den Sophisten überhaupt: ovros ol zavaogpoı 
avdozs, ol avrıloyınot. 


XLVI EINLEITUNG. 


no isirugov .eldorı, og Emol Bonn. M. wi dal; T'oeyla oon 
dvéruxeg Öre vßade nv; S. Eyays. M. elta odn done: 001 eide- 
var; 3. 08 ndvv slul umnuor, od Miser, More oun dyn elneiv 
dv to zupowrı, mög poı zore Edokes. all bang dnsivdg ze olde, 
nal 00 & &neivog dleyev" dyauynoov 00» ue, mög EAeyer. Menon 
gibt nun Reminiscenzen aus den Vorträgen des Gorgias über die 
Tugend, deren Resultat ist: x&®” &xaornv ray modkenv xal var 
Nıınıav roög Enasrow Eoyov Exdorm Nu6v 7 agern doors O0av- 
as Öt... nal n ande. (Menon pag. 72 a. med.) Dies wird 
durch Aristoles, Politika 1, 13, pag. 1260, Bekker, bestätigt: ooy 
N adrN CwpgoCV»n yusaınög xal dvdpog, odd avögla nal dı- 
AALOCVYYN, KAVETEE DETO ZUREATNS . . . xa00Aov yag ol Ak- 
yovres EEanaraoıy Euvrodg, Orı To 80 Eysıv zjV yuynv desen 7 
To voPoxopayeiv 7 Tı TOV TOsOVTa»* mod yüo Ausıvov Alyovoır 
of dEagıduoörreg rag dperag, aozee T'oopylas. 

Um die von Gorgias begründete sophistische Rhetorik in ih- 
rer Immoralität blosszulegen, werden die verkehrten, aller Bittlich- 
keit Hohn sprechenden Grundsätze- seiner Schüler und Anhänger 
kritisch beleuchtet. Dagegen liesse sich erinnern, dass dem Meister 
nicht die Fehler der Schüler aufzubürden sind. Sonst wäre ja So- 
krates selbst für seine Schüler (d. h. Schüler in dem Sinne, wie er 
selbst Apologie pag. 23 c. ff. erklärt) Alkibiades und Kritias ver- 
antwortlich zu machen; wie er denn auch wirklich unter diesem 
Vorwande angegriffen wurde *. Aber diese beiden zogen sich bald 
von Sokrates zurück und hatten in seinem. Umgange nur das sich 
anzueignen gesucht, was zu ihren Plänen passend schien; für seine 
moralischen Lehren blieben sie unempfänglich. Ihr schlechter Cha- 
rakter stand im grellsten Contrast mit der sokratischen Lehre: wäh- 
rend dagegen — wie oben nachgewiesen ist — die schamlosesten 
Behauptungen des Kallikles sich einfach als Consequenzen des von 
Gorgias vertretenen sophistischen Primcipes ergeben. Zwar könnte 
man das bemängeln, dass.Platon unsittliche Gesinnung mit Noth- 
wendigkeit bei den Sophistenschülern — wenn gleich bei dem einen 


* Xenophon, Memorabilia 1, 2, 12. &A4 pn ye 6 narnyooos, 
Zungareı öniAnze yeroukvm Koıriag re nal Aluıßıadns 
nisiore nana ınv nolıv Enoınoaınv ri. Aischines, Rede 
gegen Timarchos, pag. 168 f. Reiske: vueis, & Ad'nvaioı, 
Zwrpdenv TOV 0opLornv anexteivare, Or Koırlav dyaen 
nenaıdevnüg, Eva Toy ToLaXoVTE, TOv TOV ÖTjuoV xara- 
Avcavrov. 


EINLEITUNG, XLVII 


mehr, bei dem andern weniger. -— voraussetzt, weil er als deren Re- 
präsentanten uns Polos und Kallikles mit so dunklen Farben zeich- 
net und für das Gegentheil kein Wort verlauten- lässt. : Dennoch 
sei Isokrates z. B., ein Schüler des Gorgias, unbestreitbar ein höchst 
ehrenwerther Mann gewesen *. Allein dagegen genügt es: zu erin- 
nern, dass solche Männer sich in dem nämlichen Falle befanden wie 
Gorgias selbst; ihr angeborner Edelsinn liess in praxi die angelern- 
ten schlechten Prineipien nicht zur Anwendung kommen. 

Entschieden spricht Platon den sophistischen Rednern und 
Staatsmännern die dsalsxrınn) ab. Nun wissen wir aber, dass sich 
Perikles, der vorzugsweise gerügt wird (s. pag. 515 d. f. 8. 184), 
nicht bloss in der Jugeud ernstlich mit Philosophie beschäftigte. 
Alkibiades I. ** pag. 118 b. f. arreıg ag (sagt Sokrates zum 
Alkibiades) zg06 ra rolırıza zolv naıdevdnnaı (d. h. ohne 
phiJosophisch gebildet zu sein). zenosdag roſßro 09 cd uovog, 
arla nal ol noAlol Tav noearrövTa» ra rnode rg molsog, mANV 
öllyov ye nal long roö 000 &nıroonov Tlsgınldovg. Alk. Adye- 
zal yE ToL 00% ARNO Tod adroudTov 00pOg yeyovsvaı, all nol- 
kois xal 00poig avyyevorivaı, nal IlvDonleldn nal ’Avafayooz ' 
nel vöV Erı rnlınodros 0» Adumvı Euveozıy aüTod Tovrov Esexu. 
Aber dieses Philosophieren galt — trotz des Verkehres mit Anaxa- 
goras — in Platon’s Augen nur für sophistische Uebung. Pytho- 
kleides wird im „Protagoras“ pag.316 e., Damon im „Laches“ 197d. 
als Sophist bezeichnet. Bei Xenophon, Memorabilia 1, 2, 46. sagt 
Perikles von sich selbst: xal nueig, tnAımnovror Ovreg (nämlich 
wie der Jüngling Alkibiades), dewwol r& roı@dre Nusr‘ ToLaüre 
yao xal &uelsrönev nal ZEoopıföuEsde, ola meo zul cd vürv 
&uol Ödoneig ueleräv. Doch oopifeod«ı ist nicht zu urgieren, 
denn Alkibiades betrieb damals das dıaldyschus als Nachahmer 
des Sokrates (vgl. Apologie pag. 23 c. med.), 

Man könnte ferner den Einwurf vorbringen: Kallikles, wel- 


* Von dem öben erwähnten Proxenos — s. S. XLIII— sagt Xe- 
‘ nophon a. a. O. $. 18: rooovrmv (näml. Ruhm, Macht, Reich- 
thum) Ö inıdvumy cpdden Fvönioy av xul roüro elyer, 
örı oda» oddEv av HEloı rächen pera adınlag, Alk 
cv 10 dınalo nal xalm Mero ÖEivy Todzwmv uvyyansıy, 
&vev Ö& tovrmv un. Es scheint nicht unmöglich, dass hier 
Xenophon auf den „Gorgias“ Bezug nimmt. 

Die Unechtheit dieses Dislogs ist oft behauptet, niemals 
vollständig erwiesen worden. 


%% 


XLVAII EINLEITUNG 


& 
cher das personificierte Sophistenthum in seiner. Aussersten Entarteng 
vorstellen soll, ist ein praktischer Staatsmann, kein Sophist. Weit 
entfernt, sich als solehen zu bekennen, gedenkt er vielmehr dieser 
Classe von Leuten mit offenbarer Geringschätzung (pag. 520 a. int. 
S. 195 f.). Aber auch Polos und Gorgias selbst neanen sich bloss 
Rbetoren, nicht Sophisten; und ohne Zweifel hätte jeder yon ihnen 
dieses letztere Prädicat abgelehnt, Denn der Name soogıerns * 
hatte damals bereits einen üblen Klang und war so ziemlich an Be- 
deutung zum Schimpfworte geworden. Niemand beanspeuehte ihn als 
Titel. Protagoras allein bekannte sich offen als Sophist, that sich 
aber anf diese Kühnheit ungemein viel zu gute (Protagoras pag. 
316 d. 7. vgl. Einleitung zum Prot, $. 31), Ueberdiess herrschte 
beim Publicum eine auffallende Unklarheit bezüglich dieses Begrif- 
fes, der gleichwohl bei allen, welche sich auch darüber keine Be- 
chenscohaft zu geben vermochten, was eigentlich damit bezeichnet 
sein sollte, die gehässige Nebenbedentung hatte. Dahar darf es nicht 
befremden, Männer, welche die entschiedensten Antagonisten der 
Sophistik waren, hier und da in diese Kategorie gerechnet zu sehen, 
Sokrates, der Hauptbekämpfer aller Dünkelweisheit, der in diesem 
Kampfe seinen von der Gottheit ihm .aufgetragenen Lebensberuf 
sah, wird von Aristophanes in den „Wolken“ alg der Sophist xaz7’ 
&&oynv lächerlich gemacht. Sogar Platon selbst wird von Isokra- 
tes ** als Sophist bezeichnet: Auch andere Schüler des Sokrates 
müssen sich diesen Titel gefallen lassen: Aischines (der Sokratiker) 
von Lysias (bei Athenaios 13, 95; pag. 612 Casaubon.), Aristip- 
pos *** von Aristoteles (Metaphysik 8, 2. pag. 996 a. 32. Bekker: 
zov ooyıoımv zıwig olow "Aglotınnog ar.) Wenn übrigens Pla- 
ton selbst zwischen 6njzogsg und ooysoral unterscheidet (pag. 465 c. 
S. 54 f. vgl. pag. 520 a. S. 196), so werden unter letzteren im en- 
gern Sinne des Wortes die Tugendlehrer, Protagoras und seines 


* Ueber die ältere Gebrauchsweise des Wortes s. Einleitung zu 
Protag. $. 25. 

** In des Isokrates „Philippos“ (pag. 84 e. fin. Stephan.) ent- 
hält die Stelle, wo von rais molırslarg reis ro TOvV 
00OPLOTO» yeypauusvarg die Rede ist, eine Invective ge- 
gen Platon, ohne dass der Name genannt wird. Vgl. dage- 
gen Platon’s Euthydemos pag. 305 b. f. 

*** - Aristippos hat wenigstens insoferne ein Anrecht auf den So- 
phistentitel, als er zuerst unter den Sokratikern gegen Be- 
zahlung lehrte. 


EINLEITUNG. XLIX 


gleichen, verstanden. Im weiteren Sinne aber begreift sogsozın] 
das ganze Reich des xoAuxevrınn (pag. 464 b. f. S. 52). 

Wie wenig das allerdings harte Urtheil über die sophistische 
Rhetorik — dass sie nämlich nicht im mindesten eine Kunst, son- 
dern blosse Zumsıpla und aloyog diargıußr (vgl. pag. 462 b. S. 47) 
ist — als ungerechtfertigt angefochten werden kann, wird im näch- 
sten Abschnitte, wo von der Lehrmethode des Gorgias die Rede 
ist, im Einzelnen nachgewiesen. 

Vielleicht möchte mancher der Kritik Platon’s wenn .nicht 
Beschränktheit, so doch wenigstens Einseitigkeit zum Vorwurfe ma- 
chen, weil überall nur die Schattenseiten der Sophistik hervorge- 
kehrt, ihre Vorzüge aber gänzlich ignoriert werden. Wahr ist es, 
die Sophistik bildet ein wichtiges Glied in der Entwickelung der hel- 
lenischen Philosophie. Sie beförderte sehr die Ausbildung der for- 
malen Logik, theils unmittelbar durch die Pflege der Redekunst 
und der Grammatik *, indem sprachliche Vervollkommnung entspre- 
chende Denkfertigkeit bedingt; theils mittelbar, indem sie durch 
ihre Trugschlüsse die Gegner zu gründlicher Erforschung der Denk- 
gesetze zwang. 

Diese etwaigen Vorzüge der Sophistik verleihen ihr jedoch 
keinen Schutz gegen Platon’s Verdammungsurtheil. Die Förderung 
der Sprachwissenschaft wiegt die nachtheiligen Einflüsse nicht im’ 
entferntesten auf. Und wenn sie immerhin eine nothwendige 
Entwickelungsstufe des Geisteslebens bildet, so folgt daraus noch 
nicht, dass sie zu billigen und zur Existenz berechtigt ist. 

Wenn nun durch die bisherige Untersuchung Platon’s Pole- 
mik als durchaus gerechtfertigt erscheint, so bedarf doch der eigen- 
tümlich herbe Ton derselben, wodurch sich dieser Dialog von allen 
übrigen unterscheidet, noch einer näheren Erklärung. DJaton’s Ge- 
reiztheit und Bitterkeit entspringt zunächst und zumeist aus dem 
noch frischen Schmerze über die Hinrichtung seines geliebten Leh- 
rers, dann wohl auch aus persönlichen Beweggründen. 


* Die Bemühungen des Prodikos um die Synonymik waren bei 
dem damaligen Zustand der Sprachwissenschaft (man vgl. nur 
den „Kratylos“* des Platon!) nicht bedeutungslos (s. Einleitung 
zum "Protagoras $. 35). Protagoras erwarb sich auch um die 
Grammatik Verdienste. Von ihm stammt die Unterscheidung 
der drei Genera bei den Nominibus. Aristoteles, Rhetorik 3, 
5, 4. Ilowrayogag T& yirn av Ovoudzwv dinge KggEVve 
vo Inkca nel oxeUn. 

Plat. Gorgius. d 


L ' EINLEITUNG. 


Sokrates war — wie aus der Apologie deutlich genug her- 
vorgeht * — alg Märtyrer für seinen Lehrberuf gestorben. Ihn, 
den Erzfeind des Sophistentbums, hatte man als Atheisten und Ju- 
gendverführer, kurz als Sophisten ** der schlimmsten Art (Apolo- 
gie pgg. 19 b.) zum Tode verdammt. Platon fand sich also bewo- 
gen, zur Ehrenrettung seines Meisterg dessen Stellung‘ den Sophisten 
gegenüber in möglichst helles Licht zu setzen. Dass unter solchen 
Umständen seine Stimmung eine sehr verbitterte war, darf nieman- 
den wundern. Ueberdies gehörte einer der drei Ankläger, Lykon, 
. zu den Rhetoren. Mit ihm im Bunde war Meletos, ein tragischer 
Dichter. Dies gibt ein äusserliches Motiv zu den Angriffen auf die 
Rhetorik und nebstbei anf die tragische Poesie (pag. 502 b. 8. 151). 
Um nachzuweisen, wie ungerecht das Verfahren gegen Sokrates ge- 
wesen sei, und um die nach immer bei dem Volke fortdauernde fal- 
sche Meinung über sein Streben und Lehren aufzuklären , schildert 
Platon hier den als Sfaatsverbracher Hingerichteten als den einzig 
wahren Staatsmann unter allen Athenern (p. 521 d. 7. S. 20n) ***, 
der mit.Hinfansetzung deg eigenen Wohles unablässig und unermü- 
det die wirkliche Beglückung seiner Mitbürger durch sittliche Bes- 
serung anstrebte; während diejenigen Individuen, welche dem sinn- 
lichen Hange des unverständigen Önkog willfahrend bei aller schein- 
baren Förderung in materiellen Dingen nichts als immer weiter grei- 
fende moralische Fäulnisg bewirken, wie sie selbst von den unsitt- 
liehsten Grundsätzen und Tendenzen beseelt sind, Ehre und Macht 
erringen }. Unter diesen Afterpolitikern begreift Platon nicht nur 


* Auf den ganzen Sachverhalt des Processes und der Verur- 
theilung näher einzugehen ist bier kein Grund. Nur so viel 
soll erörtert werden, als unmittelbar zum „Gorgias“ gehört. 

”* 9. die oben citierte Stelle aus Aischines. " 

**e Vgl, dazu pag. 472 a. S. 73, wo sich Sokrates allen Athe- 
nern insgesammt, die vornehmsten und bedeutendsten nicht 
ausgenommen, mit seinen Gesinnungen (@A4’ &yw oor & Is ov 
00x Önoloya!) entgegenstellt. 

+ Aller Begründung entbehrt die.Nachricht, dass die Athener 
bald die Verurtheilung dea Sokrates schmerzlich bereuten und 
seine Ankläger bestraften. Diodoros Sikeliotes 14, 37, pag. 692 
Bichstädt: Adramaı Zoongarng 6 Yılocopog vw Avvrov 
xal Meilnsov arm ogndes dw’ aarßelx nal pÜogx TOP 
Eon dance ——— nal zıan xavaı09 Erslevindev. 
Adinov d uns “eunyoglag yeyernpeung 6 drjpnog WETEWE- 
And, TNlıRovVrov Aydoa Henpmv arnonueroy.. duozzg TOVS 


EINLEITUNG. LI 


die sophistischen Rhetoren seiner Zeit, sondern auch die berühmte- 
sten Staatemänner Aıhen’s, Miltiades, Kimon, Themistokles, Perikies.- 
Dass er nachträglich mit Aristeides eine Ausnahme macht, ist nar 
sfheinbear. Denn pag: 536 a, b. S. 210 f. ist auch von anderen’ 
hıavem Politikern die Rede. Allein die ganze Stelle enthält gegen 
dad Frühere keinen Widdrsprach, indem hier die xa4ol xayadot‘ 
TEEN? eV dosenv wjv Tod dimalag dLaysıolfeıv d &9 rip‘ 
Zaırodny aueh nur in die Classe der dıaxovor rolsmg gehören, 
über die Sokrates pag. 517 db. f. 8. 189, seine Missbilligung aus- 
spricht. a 

Nicht nur im Ganzen wird die Gegenpartei mit der schärfsten 
— ja theilweise einseitigm * — Kritik angegriffen; der Ankläger: 
wird speciell durch eme zwar kurze, uber von der gründlichsten' 
Verachtung äberfüllte Stelle (pag. 521 e, d. S. 199) dem Hasse der 
Nachwelt überliefert. Diesen Ankläger genauer zu bezeichnen wäre 
unkünstlerisch gewesen; denn Sokrates wird ja divinatorisch ven 
der Anklage als von einem wahrscheinlieh bevorstehenden Ereignisse 
redend dargestellt; die zufälligen Nebenumstände lassen sich nicht 
voraussdhen: deshalb wird allgemein nur von einem x&rrjyopog 
geredet. Nominell nimmt unter den drei Anklägern Meletos den er- 
— nn 


xarnyoonoavrag Bl ooyns elye xul Telog angitovg Ane- 
azeıve. Diogenes Laörtios 2, 23, 43. "Adnvaioı d’ evUdds 
periyvocev, More nleicaı nal naialareas nel yvurdoıe . 
nal Todg ubv dpvyadsvoav' Meinrov dk Savaror nere. 
yvocav. In dem allen ist kein wahres Wort. 


* Otfried Müller, Geschichte der griechischen Literatur II. 
Seite 18, 19 (2. Ausgabe): „Diese Künste der Sophistik wur- 
den den Athenern um so verderblicher, da schon vor dem 
peloposnesischen Kriege, unter Perikles Verwaltung, die edie- 
Manneskraft des athenischen Geistes, die im Perserkriege und 
der nächsten Zeit so herrlich strahlte, zwar keineswegs ver- 
nichtet, aber doch innerlich schon gelähmt und gebrochen 
war, gebrochen durch die Einwirkung desselben Glücks, wel- 
ches jene männliche Kraft den Athenern geschaffen Hatte. 
Wenn auch das schneidende Urtheil des Platon über Perikles 
Einwirkung auf die Athener (Gorgias pag. 515 e. S. 185), 
Perikles habe die Athener faul und geschwätzig gemacht — 
‘das dem grossen Philosophen sein durchgehender Widerwille 
gegen die praktischen Staatsmänner der Zeit eingegeben — 
unmöglich als gerecht und billig gelten kann : so ist doch 
nicht zu leugnen, dass gerade die Principien der Politik des 
Perikles in nahem Zusammenhange mit der von Platon so 
greli ausgedrückten Entsittlichung stehen.“ 


d* 


LI EINLEITUNG. 


* 


sten Platz ein *. Er war ein Dichter (Apologie pag. 23 ©. med. 
Miintog Uxtg av roımsav &ydouevos), ein mittelmässiger. (Bei 
Aristophanes, „Frösche“ V. 1302, macht es Aischylos dem Euripides 
zum bittersten Vorwurfe, dass er sogar aus den Gedichten des M. 
manches zu entlehnen nicht verschmähe.) Gewiss sucht Platon, da 
er doch — wenn er bei seinem valicınium ez eventu nicht alle Illu- 
sion zerstören will — den Namen nicht gradeza nennen kann, den- 
selben hinlänglich dadurch anzudeuten, dass er bei seiner Invective 
gegen die Poesie grade den Meles als. Beispiel anführt (pag. 502 a. 
in S. 150. Geflissentlich wird auch der mit dem Namen des An- 
klägers gleichlautende Genitiv M&intog beigehracht). Dass übri- 
gens diesem Individuum nicht weiter Aufmerksamkeit geschenkt 
wird, hat darin seinen guten Grund, weil Meletos, mag man die 
Verurtheilung des Sokrates wie immer erklären, jedesfalls nur als 
Werkzeug erscheint ohne selbstständige Bedeutung. Seine Schlech- 
tigkeit wird dadurch nicht gemindert, 

Ist mit dem Obigen die apologetische Tendenz des Dialoges 
für Sokrates zur Genüge erläutert, so bleibt noch zu untersuchen 
übrig, in wie ferne der Verfasser eine defensio pro se einflicht. 

Platon’s Bekämpfung der Sophistik hängt hier mit seinen po- 
litischen Grundsätzen innig zusammen. Die rhetorischen Sophisten 
(oder sophistischen Rhetoren) wollten ihre Thätigkeit nur auf Grund- 
lage der bestehenden Verfassung und im Einklange mit der gewöhn- 
lichen Denkungsart entwickeln **. Keineswegs bezweckten sie im 
ganzen Staatsleben eine durchgreifende Umgestaltung vorzunehmen. 
Platon aber beabsichtigte dies wirklich ***. Seine gänzliche Unzu- 
friedenheit mit den bestehenden Staatsverhältnissen — die er ale 
yom Grunde aus verkehrt erkennt (vgl. bes. pag. 481 c. S. 97) — 
fordert vollständige Umkehr, wenn Besserung eintreten soll. In dem 
Reiche seiner Ideale lebend, findet er keine der existierenden Staats- 
formen damit im Einklange (Politeia 6, 11; 497 a, b. aAl& rn» 
RE00nNx0voaRV avız (d.i.17 Pılocopla) ziva ray voy Akyaıg 7o- 
Arsıov; Ovd’ nyrvaovov, elnov, aAla roüro xal dramrınnar, 
undsula» a&lav slvaı av vÜV nardoracıy noleng 


* Apologie p. 23 e; 24 b; 28 a; 30 c,u. d. Euthyphron p. 2 b. 
** Politeia 6, 6. pag. 492 a. ff. 
** Wie weit die hier berücksichtigten politischen Grundsätze be. 


reits von Sokrates entwickelt worden sind, ist unmöglich 
nachzuweisen. 


EINLEITUNG. LEI 


Yıloadyov YYsEmg). Ohne rechtes Verständniss der Wirklich- 
keit, da er von seinem allzu hohen Standpunkte aus die Erschei- 
nungen der Zeit nicht in ihrer wahren Gestalt zu erblicken ver- 
mochte, construierte er in seiner „Politeia“ * das ideale-Bild eines 
Gemeinwesens, wie es nimmer verwirklicht werden kann noch darf, 
was er gleichwohl für realisierbar hielt und als Norm bei der Beur- 
theilung politischer Dinge vor Augen hatte. 

Dass er demnach an den Geschäften seines Vaterlandes kei- 
nen thätigen Antheil nahm, kann nicht befremden. Aber diese Theil- 
nahmslosigkeit eines Mannes, der in Folge seiner vornehmen Her- 
kunft zu einflussreicher Thhätigkeit im Staate berufen, ja verpflich- 
tet war, musste auffallen und Tadel erregen. Aehnliche Aufforde- 
rungen der unnützen Philosophie zu entsagen und lieber mit prak- 
tischen Dingen sich zu befassen, wie Kallikles an Sukrates richtet 
(pag. 484 c. f. 5 105), mochte Platon selbst oft genug angehört 
haben. Seine Rechtfertigung ist in vorliegendem Dialoge enthalten. 

Schliesslich möge noch der Zusammenhang des „Gorgias“ mit 
anderen platonischen Schriften kurz angedeutet werden. 

Als’ Vertheidigungsschrift gegen die falschen Beschuldigungen 
wider Sokrates steht dieser Dialog in enger Beziehung zur Apo- 
logie, wie bereits in vielen einzelnen Stellen nachgewiesen 
wurde. Beizufügen ist etwa noch Folgendes: in der Apologie, wo 
Sokrates als Redner in seiner Art (vgl. pag. 17 b. int. — 18 a. 
med ) auftritt, werden die Kunstgriffe der gewöhnlichen Rhetorik 
thatsächlich als nichtswürdig gezeigt (pag. 34 b. fin. f. 38. d. f.). Die 
unablässige Fürsorge des Sokrates um moralische Besserung seiner 
Mitbürger wird pag. 30 e. f. geschildert übereinstimmend mit der 
weit nachdrücklicheren Erklärung unseres Dialoges (z. B. pag. 521 
d. f. S. 200). Der Ansicht, dass der Tod das grösste aller Uebel 
ist, wird dort (pag. 29 a; 40 a. — 4l e. fin.) wie hier (pag. 522 e. 
S. 203. u. 0.) entgegengetreten, und zwar der Hauptsache nach mit 
denselben Argumenten, nämlich dass für das Ungemach des Erden- 
lebens und für die Ungerechtigkeit der irdischen Richter die unge- 
trübte Glückseligkeit im Elysion nach dem untröglichen ‘Ausspruche 
der Todtenrichter zu hoffen ist (vgl. pag. 40 e. med. 7. mit pag. 


—— 


* Dass zur Zeit, als Platon den „Gorgias“ schrieb, die „Politeia“ 
noch lange nicht verfasst war, thut nichts zur Sache; über 
die Principien, welche daselbst dargelegt werden, war er längst 
im Klaren. ' 


LIV EINLEITUNG. 


524 b. int. f. S. 207). Unsterblichkeit der Seela wind hier voraus- 
gesetzt. Bewiesen (in Platon’s Sinne!) wird sie im „Phaidon.* 

Der Grundsate, dass «dınsiv unbedingt schleckt und schlim- 
mer ist als-@dıneiche:, sehen wir im Wesentlichen schon im „Kri- 
ton“ ausgeführt, wo erörtert wird, dass auch in Fällen, wo mem 
offenbar Unrecht leidet, den Gesetzen des Staates kein Widerstand 
zu leisten ist, was Unrechtthun hiesse. 

Die Unterscheidung zwischen dv und &ya®0» findet ihre er- 
schöpfende Durchführung im „Philebos.“ 

Die theoretische Seite der sophistischen Redekunst wixd einer 
gründlichen Kritik im „Phaidros“ unterworfen. Das Einzelne 3. 
im nächsten Abschnitte. 

Im „Gorgias“. werden auf die specäellen Untersuchungen über 
die Tugendarten — über die swpgoov»n im „Chacrmides”, über 
die avögei« im „Laehes“ — Bezug genommen. 

Dass die Tugend im Wissen besteht und nur Eine (dıxasosvva, 
COPE0CVVN, u. 8, w. untrennbar verbunden in sich begreifende) ist, 
ward im „Protagoras“ zur Evidenz gebracht, An diesen Dialog 
erinnern auch viele, zum Theile äusserliche, Einzelnheiten. In bei- 
den erbietet sich z. B. Sokrates sowohl zum Fragen als anch zum 
Antworten (P. pag. 338 c. med.; G. pag. 462 a. 8. 46). In bai- 
den dringt er auf dımlsyscdhe:, protestierend gegen die kexgoloyie 
der Sophisten (dort des Protagoras pag. 334 c. med. f.; hier des 
Polos pag. 461 d, e. S. 45). — Die Verschiedenheit des Tones, in 
welchem dieses geschieht, ist für den „Gorgias“ charakteristisch, — 
In dem Mythos des einen wie des andern erscheint Prometheus als 
Diener des Zeus, die menschlichen Zustände ordnend (P. pag. 320 
d. 7.; G. pag. 523 e. ini. S. 206) u. dgl. m. 

Vielfache Beziehung bemerken wir ferner auf „Menon.“ Die 
im „Gorgias“ angenommene Trüglichkeit der blossen Vorstellungen 
im Gegensatze zum Wissen, eben so die Unterscheidung von 26 
Üyudov und zo usta&v (pag. 468 a. 7. S. 62) findet sich im „Me- 
non“ umständlich behandelt. Die Unsterblichkeit (Ewigkeit) der 
Seele wird daselbst durch den Beweis der Prämxistenz dargeikan. 
Ueberdies schliesst sich der „Menon“ dadurch, dass im ihm ein 
Schüler des Gorgias als Mitunterredner des Sokrates das von sei- 
nem sophistischen Meister über Lehrbarkeit und Wesen der Tugend 
Wernommene vorbringt, ergänzend am unseren Dialog an. Es wird 
dort durch Resultate gezeigt, wie schlecht Gorgias sein Versprechen — 
pag. 460 a. int. S. 40. @1I dya iv olum, & Zungwrsg, da» 


EINLEITUNG. Lv 


zuyn un eldag, xal taöra nag' Euoo urdnoereı. — in Wahrheit 
zu erfüllen vermag. ü 

Zu den Angaben über die Todtenrichter Minos und Rhadaman- 
thys finden wir Parallelstellen im „Axiochos“ (pag. 731 a. — 
732 a. int.) und im „Minos“ (pag. 319 a. fin. — 320 d. fin.). Bei- 
der Echtheit ist mehr als zweifelhaft. 


IV. | 
Gorgias. Polos. Chairephon. 


Die Redekunst fand zuerst theoretische Bearbeitung in Sieilien *, 
und zwar in Syrakusai, als nach dem Sturze der Tyrannen (O1. 78, 
83. 466 v. C.) die republicanische Verfassung hergestellt worden. 
Als ihr Begründer wird Korax ** genamnt, welcher früher sowohl 
unter den letzten Tyrannen Hieron und Thrasybulos als auch nach 
Einführung der Demokratie ein thätiger, einflussreicher Staatsmann 
gewesen war und später eine Art Rednerschule gründete. So er- 
hielt die Rhetorik von Anbeginn politische Tendenz. 

Unter seinen Pchülern that sich besonders Tisias hervor. Er 
schrieb für andere gegen Bezahlung Reden und gab rhetorischen 
Unterricht, anfangs zu Syrakusai, dann zu Thurioi, we auch Lysias’ 
unter seinen Zuhörern sich befand, Später begab er sich nach‘ 
Athen. Isokrates war daselbst sein Schüler. Nach Quintilianus 
(de institutione oratoria 3, 1, 8. Artium autem scriptores antiquissimi 
Corax et Tisias Siculi) verfasste er auch ein Lehrbueh der Rede- 
kunst, vielleicht zuerst (Cicero, de inventiöne 2, 2, 6. Ac veteres 
scriptores arlis usque a principe illo atque inventore Tista 


* Die griechischen Sikelioten zeichnefen sich überhaupt durch 
geistige Begabung, namentlich durch Witz aus. Cicero, ge- 
gen Verres 4, 43, 95. Nunguam tam mäle est Siculis, quin 
aliquid facete et commode dicant, u. 6. Archimedes, Theokritos 
und Empedokles' hatten Syrakusai zum Geburtsorte, Epithar- 
mos (s. zu pag. 505 e. S. 160) zum Aufenthalte. 

** Gicero, Brutus 12, 45 f. Pacis est comes otiique socia et jam 
bene constilutae civitatis quasi alumna quatdam eloquentig, Ita- 
que ait Aristoteles, cum sublatis in Sicilia iyrannis res privatae 
longo intervallo judiciis repeterentur, tum primum , quod esset 
acuta illa gens et controversise nata, arlem et praecepl& Siculos 
Coracem et Tisiam conscripsisse. Num anten neminem solitum. 
via nec arte... . dicere. 


LVI EINLEITUNG. 


repetitos unum in locum conduxit Aristoteles etc.). Die von ihm begrün- 
dete Kunst vervollkommnete der bedeutendste seiner Schüler, Gorgias. 

Gorgias wurde zu Leontinoi (Asovrivor) in Sicilien um 500 
v. Chr. geboren. Sein Vater hiess Charmantidas *. Sein Bruder, 
der Arzt Herodikos, wird pag. 448 b. med. S. 5 (vgl. pag. 456 b. 
int. 8. 31) erwähnt. Anfänglich widmete er sich dem Studium der 
Philosophie. Grossen Einfluss übte hierin sein Landsmann Empe- 
dokles, dessen Schüler er von einigen genannt wird. Quintilianus 
8, 1, 8. Gorgias Leontinus, Empedoclis, ut traditur, discipulus. 
Scholion zu pag. 465 d. 7deı dt rovro (IImAog) &u Togylov, 6 ot 
2E ’Eunedonlkovg tod dıdaoxalov aurov. Allein beide waren den 
Jahren nach zu wenig verschieden, als dass zwischen ibnen das 
Verhältniss von Lehrer und Schüler wahrscheinlich wäre. Dass Gor- 
gias sich die Naturphilosophie des Empedokles angeeignet, erhellet 
aus Platon’s „Menon“ (vgl. bes. pag. 76 c.). Empedokles soll sich 
auch mit Rhetorik befasst haben **. So erhielt Gorgias vermuth- 
lich von ihm die erste Anregung zu der Kunst, deren berühmtester 
Meister er später wurde. Um den Unterricht des Tisias zu be- 
nützen, übersiedelte er nach Syrakusai. Wie lange sein Aufenthalt 
daselbst währte, ist unbekannt. Wahrscheinlich beschäftigte sich 
Gorgias fortan auf Sicilien — nach Sophistenbrauch in den Städten 
amherziehend — mit rhetorischem Unterricht und Prunkvorträgen 
(dridelkeis). Die von Schülern entrichteten Honorare mögen ihm 
. reichliche Subsistenzmittel gewährt haben ; denn es herrschte dort 
:zu Lande für sophistische Bildung ungewöhnliches Interesse. Platon 
(Hippias d. Gr. pag. 281 d, e.) lässt den Hippias sagen: el yae 
eldeins, 0009 dopyvgıov eigyaouaı dyo, Havudonız av. xal ra 
ulv all do, apınousvog dE more elg Zınellav, IIpwrayogov 
avıohı Enıönuovvrog nal EVÖoxıuoüyrog al mosoßvzegov Ovrog 
0,9 veuregog @v Lv Öllya zoova nasu nAdov N nevınaorre 
nal Enaröv uväg eloyaoaunv nal LE Evog ye zwglov Kdvv opı- 
xg00, Ivvaov, nikov 7) elnocı uväs. 

Streitigkeiten zwischen Syrakusai und Leontinoi veranlassten 


* So nennt ihn Suidas. Bei Pausanias 6, 17, 4 steht: ovrog Ö 
Tooeylag nargös utv Gy Kaouavıidor. 

** Quintilianus 3, 1, 8. Primus post eos, quos poötae tradiderunt 
movisse aliqua circa rhetoricen Empedocles dicitur. Diogenes 
Laertios 8, 3, 58. gnol dt Zarugog &v roig Biots, Orı xel 
laroög 79 xal Gnjtme Mpıcrog (Empedokles), I'oeylar 
Y009 ... . a0rod ysrdodaı nadnnv ati. 


EINLEITUNG. LVII 


die Bürger der letzteren Stadt zu einer Gesandtschaft nach Athen, 
Ol. 88, 2 (427 v. Chr.), um von dort Hilfe zu erbitten. Die Haupt- 
rolle spielte dabei Gorgias. 

Hippias d. Gr. pag. 282 b. med. T'opyiag ovrog 6 Asovrivog 
GopLorns devgo apinsro Önuoci« olnodev nosoßsvov, ag Ix«- 
vorarog @v Asovrivay & xoıva moarreıv. Die-gewünschte Un- 
terstützung wurde gewährt, weil die Athener ihr eigenes Interesse 
dabei hatten. Thukydides 3, 86, 1. Ad'nvaioı sixooı vaug Eorsı- 
kay ds Zinellav nal Adynza tov Melayanov orgarnyoy adray 
xal Xoagosadnv Töv Eügyulntov. ol yap Zugaxocıı xal Asovri- 
vor 8 möleuov alimloıg xadeoraonv. x. v. A. Unter den Abge- 
sandten befand sich auch Tisias. Beide Redner gaben in Athen 
viele Proben ihrer Virtuosität und erwarben sich Ruhm und Geld: 
Gorgias jedoch in höherem Masse *. Tisias blieb in Athen, Gor- 
gias kehrte nach Leontinoi zurück **. Seine Mitbürger, zufrieden 
mit dem Erfolge der Gesandtschaft und stolz auf den Ruhm ihres 
Gesandten, erwiesen ihm viel Ehre. Unter andern prägten sie eine 
Denkmünze. Doch bald gieng Gorgias zum zweiten Male nach 
. Hellas und verblieb hier bis zu seinem Lebensende, bald in Athen, 
bald in anderen Städten lehrend (vgl. pag. 449 b. int. 8.9). Denn 
wie alle Sophisten führte auch er ein Wanderleben (s. Apologie 
pag. 19 e. vgl. Theages pag. 128 a.), nirgends ansässig. Während 
des Aufenthaltes zu Athen, in welchem die im „Gorgias“ aufge- 
zeichnete Unterredung stattfand, wobnte er im Hause des Kallikles 
(s. pag. 447 b. 8, 2). Am meisten bielt er sich in Thessalien auf, 
wo er von den Aleuaden zu Larissa sehr begünstigt wurde. Menon 
pag. 70 a. med. 7. (Sokrates spricht): © Mitvov, ng0 Tod ul 
Gerralol Euöoxıuor 7009 &v tois "Elincı nal Edavuatovro dp 
inzıny ve nal mlovıp, vor ÖL, wg Euol doxei, nal Enl oopig, 


[0 


* Pausanias 6, 17, 8. eddoxıujoaı dt I'ooylav Aoymv elveru... 
agyındusvor nara mgeoßelev öuod Tıaig mag Ad'nvaloug... 
aiAld ye Enelvov ds nidov rıujs Apinero Ö T'opylag zu gu 
’A®nvaloıs. Hippias d. Gr. pag. 282 b. fin. nal Ev re <a 
num Edoker Agıora eineiv, nal löin Enıdelbsıs morovusv og 
xal ovv@a» roig vloıg yonuare wollt Eloyaocro anal Elaß ev 
Eu rnods ing nolews. 

** Diodoros 12, 53. pag. 364 Eichstädt. r&los 2 nelsag ro vᷣg 
Adnvalovg ovuuayjonı roig Asovrivors, OvVToS ulv Hav- 
unohelg dv rais’Adnvaıg Eni reyvn bnroging ınv eig Asov- 
zivovg Emdvodov Eroınsaro. 


LVIII BINLEITUNG. 


xul 007 nnıore ol row 000 Eraigov Apısıinnov nolirar Acpı- 
oaloı. tovrov &R vulv alrıog dorı I'opylas ' dgyınousdog yag eig 
znw nölım dgaorag En} oopla ellnper ’Alsvadar Te Tovg TgW- 
zoog, av korıv ’Aplorınnog, nal av alla Osrralör. Bei den 
grossen Versammlungen der Hellenen zur Feier der olympischen, 
pythischen und andern Festspiele fand er sich gleichfalls ein um 
Prunkreden zu halten. 

Mit seinem grossen Ruhme war auch bedeutender Gelderwerb 
verbunden, um so mehr, da er hohes Honorar forderte *. Deshalb 
konnte er seine Prachtliebe. in reichlichem Masse befriedigen, Hieriz 
hat er viel Aehnlichkeit mit Hippias **. Nicht genug, dass er in 
prächtigen Purpurgewändern bei öffentlichen Vorträgen aufzutreten 
pflegte ***; er stellte sein eigenes Bildnis aus gediegenem Golde 
als Weihgeschenk im Apollontempel zu Delphoi auf. Plinius, nat. hı 
34, 4. Leontinus Gorgias hominum primus el auream staluam et sol. 
dam Delpkis in templo sibi posuit; tantus erat docendae oratoriae artis 


guaesius }. 
Der Charakter des Gorgias scheint — abgesehen von den be. 
reits gelegentlich bemerkten Schattenseiten — ein sehr achtangs- 


würdiger gewesen zu sein. Namentlich wird seine Mässigkeit ge- 
rübmt. Diese trug wohl nicht wenig Bei sein Leben so ungewöhn: 
fich zu verlängern. Denn nach den übereinstimmenden Nachrichten 
des Alterthums starb er über hundert Jahre alt. Quintilianas (3, 
1, 9) und Diogenes Laertios (8, 3, 58) geben 109; Lukianos (Ma- 
krobioi Cpt. 23, pag. 225 Reitz.) 108; Cicero (de senectuie 5, 13) 


* Diodoros 12, 53. pag. 363 Eichstädt: T'opyiag 6 Jdnjrog, 
deıvorntı Aoyov Koll no08ynv ndvımv rar nu 
ERUTEY .. . xorce TN9 00@Loreluv 00005109 Toug alloug 
Unegeßalev, Gore uLcB#or Auußavsıv napk& tv wadnTa» 
uräg Enarov (über dreitausend Gulden). Da lässt sich 
sein grosses Vermögen begreiflich finden. Bei Athenaios 
(Deipnosophistai 3, 80. pag. 113 Casaubon) sagt Kynulkos 
von einem reich Gewordenen: FA0DTov &rnveyxato TOO. 
T09 &u Tis nalnjg zavıng aopiag, dUrde I'oeyiav xak 
Ilgwtayogav. 

”* S. Einleitung zum Protagoras $. 38. 

”* Ailianos, zoınlAn boropie. 12, 32. 

t Cicero (de oratore 3, 32, 129) berichtet dagegen, dass ihm 
von den Griechen das Standbild gesetzt wurde. Cie Ldntus 
honos habitus est a Graecia, soli ut ex omnibus Delphis non 
inaurata statua, sed aurea statueretur. Mit ihm stimmt Va- 

, lerius Maximus (8, extern, 2.) über&in. 


EINLEITUNG. LIX 


und Valerius Maximus (8, 13, ertern. 2.) 107; Pausaniag (6, 17, 9.) 
105 Jahre an. Bis zum Tode soll er, rüstig an Körper und Geist, 
seine Kunst ausgeübt haben. 

Unter dem Namen des Gorgias sind zwei Declamationen * auf 
uns gekommen: aroloyla unbe Ilaleurjdovs und 'Eikvns dyxa- 
uıov — deren Unechtheit jetzt allgemein anerkannt wird. -Verloren 
gegangen sind folgende Reden: a) der dAvumıandg (Loyos), wäh- 
'rend des peloponnesischen Krieges — vielleicht in der 89. Olym- 
piade — zu Olympia gehalten; die Hellenen wurden darin zur Eim 
tracht der Barbaren gegenüber ermahnt, b) Der nuSnog, zu Dek. 
phoi gehalten. c) &yawwıo» eis ’Hislovg. Aristoteles (Rhetorik 9, 
14, 11 fin.) tadelt daran, dass das moooluıov fehlte. d) Der Znt- 
zagıog, eine Leichenrede auf die ‚gefallenen Hellenen; sie wurde 
bei keiner bestimmten Veranlassung, sondern als blosse #rideıdıc 
vorgetragen. Hiervon ist in den Scholien zu des Hermogenes Schräft 
zeol oynudto» ein Bruchstück aufbewahrt. Wahrscheinlich hatte 
das Alterthum von Gorgias auch eine r&yvn dnropenf — ein Lehr- 
buch der Redekunst — wovon die von Dionysios aus Halikarnassos 
neol ovvlceng Ovoudtav "12, 84, pag. 144 Schäfer) erwähnte 
Abhandlung xeel xaıg0od einen Theil gebildet haben mag. 

Vermutklich aus der frühesten. Periode seiner literarischeh 
Thätigkeit stammte die philosophische Schrift zegl Tjs puseng 7] 
reol too un Övtog, deren Inhakt wir aus den Werke des Aristoteles 
steel MeAllcoov, Hevogavovg nal I’opylov ziemlich genat kennen. 
An die Lehre der Eleaten, namentlich des Zehon, von der Mossen 
Scheinexistenz der Sinnenwelt anknüpfend suchte er darin folgende 
drei Sätze durchzuführen: a) es ist nichts; 5) wenn aber aueh et. 
was wäre, so wäre es doch unerkennbar ; c) wenn aber auch etwas 
wäre und es auch erkennbar wäre, so wäre es doch nicht Wittheil- 
bar, sondern unaussprechlich **. 


* Sie sind abgedruckt in dem achten Bande der oratores grasei 
von J. J. Reiske (Leipzig 1773), pag. 91 — 121. Ihr Verfas- 

. ser ist vielleicht jener spätere Gorgias, dessen Unterricht der 
junge Cicero zu Athen eine Zeit lang genoss (epistolae ad di- 
versos 16, 21, 11), aber auf dem Wunsche seines Vaters auf- 
geben musste. Piutarchos, Cicero Cap, 24, 6, 

=* Aristoteles a. &. O. (pag. 979 a. 19. Bekker. odx eluul pnoıw 
ovätv. ed 8° Form, Eyvaoıov elvaı‘ el 88 nal Barı al yvo- 
dor, KIN 0v Önlwrdv ailoıs. 8. Btrümpell, Geschichte der 
theoretischen Philosophie der Griechen, $. 85, 8. 100 ff. 


LX . EINLEITUNG. 


In den späteren Jahren scheint sich Gorgias ausschliesslich anf 
die Pflege der Rhetorik verlegt zu haben. Sein Unterricht ent- 
wickelte nicht ein streng wissenschafiliches System, sondern bestand 
in der Mittheilung gewisser rednerischer Kunstgriffe und in prakti- 
schen Redeübungen. Darum ist der (oben besprochene) Vorwurf 
Platon’s, die sophistische drrogıxn sei weiter nichts als eine &Loyog 
ven al dursıgia (pag. 501 a. S. 148 u. Ö.), vollkommen berech- 
tigt. : Die Schüler erbielten über die Gegenstände, welche am häu- 
ügsten zur Sprache kamen, Gemeinplätze zum Auswendiglernen und 
machten sich gewisse Trugschlüsse eigen um den dialektisch un- 
geübten Gegner und die Volksmenge zu verwirren. Auf diesem 
Wege gelangten sie allmälich zu der Fertigkeit nach dem Muster 
ihres Meisters über jedes beliebige Thema aus dem Stegreife zu 
reden (vgl. pag. 447 c. S. 3. Einleitung zum Protagoras $. 28). 
Die Hauptsache hierbei war, den Faden der Rede nicht ausgehen 
zu lassen, sondern von dem eigentlichen Fragepunkt geschickt ab- 
lenkend mit geistreichen Uebergängen auf irgend einen nicht allzu 
weit abliegenden Gegenstand, worüber man eben Worte in Bereit- 
schaft hatte, zu kommen. Darin besteht die von Sokrates so oft 
gerügte uaxgoAoyla der Sophisten (vgl. pag. 449 c. fin. 8.10; 461.d. 
S. 45; Protag. pag. 329 a, b; 334 c, fin. M. ; 335 b.). 

Dass die glänzenden Reden des Gorgias — und natürlich in 
noch höherem Masse die seiner Schüler — an Gehalt sehr arm und 
dürfuig waren, darf nicht verwundern. Diese Inhaltslosigkeit suchte 
er durch äusseren Prunk zu verdecken. Er liebte es besonders, 
poetische Worte * anzuwenden ; daher verfiel er häufig in Schwulst. 
Auch Provincialismen mied er nicht (s. pag. 450 b. med, S. 13, wo 
der Scholiast ausdrücklich bemerkt: Xergoveynua xal xUgo- 
GLS 00% eignea, al Ö& Atksıg T'ogyiov dyyagıoı' Asovrivog 
yo 79). 

Seine Hauptstärke aber besass Gorgias in dem Gebrauche der 
rednerischen Figuren, durch deren Entwickelung er sich um die 
formale Vervollkommnung der Rhetorik allerdings verdient machte, 
Vor allem wurde eine gewisse Symmetrie im Satzbau angestrebt, 


* Aristoteles, Rhetorik 3, 1, 9. &zel 6’ ol zoıntal Asyovreg 
eundn dia nV Askın Eöonovv noglanadaı eivde nv dofar, 
dia Tovro noımrnn aewen dyevero 7 Atkıs, olov n T'oe- 
ylov. sol wur nollol mv armösvurav roLovrovg olovras 
dıalkysodaı nallıora * rouzo d' 00x Eorıy url. 


EINLEITUNG. LXI 


[2 


wodurch die Prosa ein Analogon des Rhythmus erhielt. Die Sätze . 
selbst bekamen möglichst gleichen Ausgang. Die einzeluen Glie- 
der, in der Länge einander genau entsprechend, traten in Gegen- 
sätze ; denn darin kann Witz und Scharfsinn vorzüglich bewiesen 
werden. Dies sind die drei berfihmten oynuar« des Gorgias: z«- 
eolomcıs, zapomolwacıg, Avridecıs. Cicero, orator 49, 
164 fin. quae sive casus habent in ezitu similes, sive paribus paria 
redduntur, sive opponunlur contraria, suaple nalura numerosa sunt...« 
in hujus concinnitatis conseclatione Gorgiam fuisse principem accepimus, 
50, 167 fin. Hoc genere (nüml. cum contrariis opponuntur contraria) 
antigui jam ante Isocratem delectabantur et maxime Gorgias, cujus in 
Oratione plerumque efficit numerum ipsa concinnitas. 52, 175. paria 
paribus adjuncia et similiter definita itemque contrarüs relala con- 
traria . . . Gorgias primus invenit: sed is est usus inlemperantius, 
Quintilianus 9, 3, 74. Magnae veteribus curae fuit gratiam dicendi e 
paribus contrarüs acquirere. Gorgias in hoc immodicus ... . fuit. 
Dazu kamen noch einige untergeordnete Figuren, von denen der 
Gleichklang einzelner Worte (zagnznoıg) und das Wortspiel (wag- 
ovouao/«) am häufigsten angewendet wurden. Alle diese Figuren 
finden sich im Unmasse in dem vorerwähnten Bruchstücke aus dem 
dmıragıog. 

Platon parodiert die Manier des Gorgias an vielen Stellen un- 
seres Dialogs. Allein wie er — was im Obigen umständlich erör- 
tert wurde — die sittlichen Mängel des alten Sophisten nicht so- 
wobl an diesem selbst als vielmehr an seinen Jüngern, besonders 
anKallikles, kritisiert; so rögt und verepottet er auch die geschmack. 
lose Schönrednerei bei denselben, namentlich bei Polos, der ja dem 
Meister seine ganze Kunst abgelernt haben will (pag. 462 a. med. 
8. 46). Parodie der @sr/®scıg sehen wir unter andern pag. 448 c. 
8.6 (dumeıpla — ansıolaz reygunvy — TUynV), pag. 461 c. fin. S. 45 
(al Ev Eoyoıg nal dv Aoyaıs); der waenrnoıs pag. 465 d. S. 55 
(noAv — Ilöie), pag. 467 b. fin. 8. 60 (Auore IIlwAs), der zapo- 
vouaola pag. 193 a, b. S. 127 (mıdavov — nidov; dvontovg — 
auvnntovg ; "Aıdov — asıdis; ou — onjue), s. die Anmerkung 
zu 463 e. S. 51. 

Polos, der bedeutendste von den Schülern des Gorgias *, 


* Isokrates, ebenfalls ein Schüler des Gorgias, bat zwar unstrei- 
tig weit mehr literarische Bedeutung; aber zur Zeit, als dieses 
Gespräch statt fand, wur er — kaum 20 Jahre alt — mit 
demselben noch gar nicht in Verbindung. 


LXI EINLEITUNG. 


wurde zu Akragas (Agrigentum) auf Sicilien geboren. Das Geburts- 
jahr lässt sich kawm annäherungsweise bestimmen, wie denn über- 
bsupt die Nachrichten über seine Lebensumstände sehr spärlich 
sind. In dem vorliegenden Gespräche wird zu wiederholten Malen 
(pag. 463 c. med, S.45; 463 e. int. 8.51; 466 a. fin. 8,56) auf 
seine Jugend angespielt. Imdessen da sich der Zeitpunkt, in wel- 


chen die Unterredaung verlegt ist, nicht mit voller Sicherheit ent»: 
nehmen lässt — s. das Betreffende im folgenden Abschnitte — und. 


der Begriff »&og, an und für sich schwankend,, hier durchweg im 
Vergleich zu den jedesfalls weit älteren Männern Gorgias und Sar 
krates genommen wird; so lässt sich wenig folgern. Gewiss war er 
um einiga Decennien jünger als sein Lehrer. In dessen Gesellschaft 
dürfte er \bei der zweiten Reise) mit nach Hellas gekommen sein, 
Vermuthlich blieb er. auch sein Begleiter auf den Wanderungen 


durch die verschiedenen hellenischen Städte. Ueber seine späteren - 


Schicksale wird nirgends etwas gemeldet. 
Polos übte die Rhetorik in der Manier des Gorgias; nur hat 
mean Grund zu glauben, dass er, nach der gewöhnlichen Art der 


Naehahmer, die oben bezeichneten Fehler seines Vorbildes noch . 


übertrieben hat ohne des Gorgias Vorzüge zu erreichen. Nament- 
lich bildete er die von jenem begründete Figurenlehre weiter aus *. 
Er gab, in Griechenland umherziehend, den jungen Leuten rhetori- 
schen Unterricht **. Bei Festversammlungen (z. B. bei den olym- 
pischen Spielen u. dgl.) trat er mit Prunkreden auf ***. Nebstbei 
bearbeitete er die Rhetorik auch schriftlieh. Pag. 462 b. fin. S.47 
wird sein Lehrbuch der Redekunst ausdrücklich erwähnt, Pag.448 c. 
med. S. 6 sind die Worte des Polos dumsgie ae» “ri. aus dem- 
selben entlebnt, wie durch Aristoteles, Metapbysik «&, 1; pag. 981 
a 3 Bekker. 7 us» yag dursıgla regvnv droinsev, og Yyıal IlmAog, 
Öodüg Ayav, v Ö' ansıgla ruynv — bewiesen wird. Ob er aus- 
serdem noch Bücher verfasst, bleibt zweifelhaft. Wahrscheinlich 
wurden einige seiner Prunkvorträge auch im Abschriften verbreitet. 
Bruchstücke haben sich nicht erhalten. 


* So viel, und schwerlich mehr, lässt sich aus der dunklen Stelle 
im „Phaidros“ pag. 267 c. int, eftnelimen. ro d8 IIoA0ov zug 
Pe«sousy ad uovoeia Adyav, üg dımiacıoloylav nal yro- 
uoloylav nal elnovoleyiav, Övoudrav ve Avuveioy & 
dneivo &ömgnjonro neög zolnoın evamelas ; 

** Tiheages pag. 128 a. 

*"* Lukianos, „Herodotos“ Cap. 3. pag. 834 Reitz. 


EINLEITUNG. LXUI 


Chairephon, der enthusiastische Freund des Sokrates, war 
aus Athen, und zwar aus dem zur Akamantischen Phyle gehörigen 
Demos Sphettos, gebürtig. Von Jugend an * mit Sokrates befreun- 
det nahm er auch an dessen philosophischen Bestrebungen den leb- 
haftesten Antheil. Da er indessen ungleich mehr guten Willen als 
geistige Befähigung ** besessen zu haben scheint, so gewana er 
aus diesem Umgange nicht söwohl dialektische Ausbildung als viel- 
mehr moralische Veredlung. Xenophon, Memorabilia 1, 2, 48: 
ale Koitov ra Zmngdrovg NV Ömuinrns nal Xarpepar ... ob 


duelvo ovvHhoav, Buy ive dnunyopınol 7 dınavıxzol yEroıyra,- 


ar Eva nalol TE xayadol yevousvor nal olxo nal olnkreıg na 
olxsloıg nal plloıg nal mole nal moliraıg Övvaııro weg 
zgjcdar‘ Hal rovımv ovVdEis OVTE venregog ourE TosaßHTEgog 
09 007 Enoinoe xaxov ovdt» oor alrlav Zeysv. Leidenschattlich 
wie er war ***, &usserte er seinen Enthugiasmus für Sokrates mitunter 
in excentrischer Weise und zog sich ‘den Beinamen uasıxds zu. 
Platon erzählt ein Beispiel im „Charmides“ pag. 153 b. Sokrates 
kehrt nach langer Abwesenheit aus dem Lager bei Potidaia zurück. 
Er besucht eine Palaistra und findet daselbst viele Bekannte. zur 


ve og sldov slcıovra EE dnposdoxntov, SUHds mopoWdEV ;oru- 


fovro &llos Üllodev" Xarpspav Öt, Are al uavınöos ar, 
drannönoag Er ucomv EHeı moog us, rail uov Anßouevog 


* Apologie pag. 21 a. int. ovrog Zuog Eraigog nv dx veor. 
Wahrscheinlich war er mit Sokrates (geb. 01.77, 4; 469 v. Chr.) 
in gleichem Alter. 

** Zur entgegengesetzten Annahme liegt keine einzige Belegstelle 
vor. Die Rolle, welche Chairephon im „Gorgias“ spielt, un- 
terstätzt die obige Auffassung. Er beweist in dem (freilich 
sehr kurzen) Gespräche mit Polos, pag. 447 e. fin. — 448 c, 
med., dass er das dıaltyeo#aı besser versteht als die hoch- 
weisen Sophisten. Der Contrast wird durch die Annahme, 
dass Chairephon ein ziemlich beschränkter Kopf war — gegen 
welche sich kein positiver Grund geltend machen lässt — nicht 
wenig verschärft. 

”* Apologie pag. 21 a. med. xal lore dr, olog nv Xuupepa», 
og opodoög dp 5 rı Heurjocıs. Xenophon, Memorabilia 2, 8. 
theilt ein Gespräch mit, worin Sokrates den Chairekrates, den 
Bruder des Chairephon, welcher mit diesem in Feindschaft 
lebte, zur Aussöhnung ermahnt. Man gewinnt daraus höchst 
wenig Aufschlüsse über den Charakter des Chairephon, da im 
Allgemeinen über den Vortheil der Eintracht geredet wird; 
aber so viel geht hervor, dass sein hitziges Wesen oft Miss- 
helligkeiten mag angestiftet haben. 


LXIV EINLEITUNG. 


zig zeigög o Zuingares, 7 0° ög, zug doadng du wis udınsz 
xrl, Er war es, der das delphische Orakel fragte, ob jemand wei- 
ser wäre, als Sokrates*? Darum ist auch leicht erklärlich, warum 
er von den Komödiendichtern gleichsam als Schildknappe des So- 
krates verspottet wurde **. Dazu kömmt, dass seine äussere Er- 
scheinung sich für die komische Bühne gut eignete. Er war sehr 
hager ****, von bleicher Gesichtsfarbe + und hatte auffallend grosse 
Augenbrauen. Ueberdiess scheint er in Kleidung u. dgl. ziemlich 
nachlässig gewesen zu sein. Dass er seinem bewunderten Freunde 
auch in Aeusserlichkeiten nachahmte, dürfte sich von einem so 
schwärmerischen Anhänger voraussetzen lassen. Er mag also eben- 
falls in der Regel unbeschuht, wie Sokrates, gegangen sein }f. 

Von Chairephon’s Lebensumständen ist nur noch bekannt, 
dass er während der Tyrannis der Dreissig zu Athen sich gleich- 
falls unter den zahlreichen athenischen Flüchtlingen befand und nach 
dem Sturze der Tyrannen zurückkehrte. Platon, Apologie 21 a. 
0dr05...v...nal ducv ra nAndeı Eraipog re nal Evripuye ryw 
Yuynv tavınv nal ud vumv name. Die Rückführung der 
geflüchteten Demokraten durch Thrasybulos geschah Ol. 94, 2 (403 
v. Chr.). Bei dem Processe des Socrates Ol. 95, 2 (399 v. Chr. 
lebte Chairephon nicht mehr. Apologie 21 a. fin. xal rovrav rEgs 
6 adeApog (der oben erwähnte Chairekrates) dulv aurod ovroal 
nogrvonos, Ensıön Eneivog rerelevrnxe. Mithin starb er 
um 400 v. Chr. 


* Apologie 21 a. med. xal dn zore xal sis Aeipoog Ada» 
roAunoe Toro uavrevoaodteı...elrıg Zuo0 Ein COopWregog. 
dveilsv odv n 1lvdia undeva voparsgov elvaı. 

** In den „Wolken“ V. 104 wird er allein neben Sokrates ge- 
nannt: V.503 als der vollkommenste aus des Sokrates Schule 
erklärt. In den „Vögeln“ V.1364 Bergk. erscheint die Seele 
des ‚Chairephon als Fledermaus (vvxregis), 


*#+ Wolken 503, 4. Sokr. 0v6!v dioloeıs Xaıgspavrog 1V PV- 
oıw. Streps. oluoı xaxodaluwrv, yernoouaı. 

f Wolken V. 104 wird er als @yoı@» bezeichnet. In den Scho- 
lien zu Platon (Apologie 20 a) heisst es: Evmolıg ud» odV 
&v IloAscı dia nV yooıav nvVELıvov avıov nalei 

tt Dafür spricht Aristophanes, „Wolken“ 108. Den Scholien zu 
Platon (Apologie 20 a.) zu Folge machte ihn Kratinos in der 
„Weinflasche“ (zvrivn) als avyunoos lächerlich. Aristo- 
phanes kann in seinen „Horen‘“ mit dem Ausdrucke »vrrog 
zais etwas ähnliches gemeint haben. 


EINLEITUNG. LXV 


V. 
Zeitbestimmung des „Gorgiäs*. 

Bei allen Dialogen Platon’s ist, wie bei Dramen, die Abfas- 
sungszeit von der Zeit, in welcher die Unterredung statt fand (oder 
statt gefunden haben soll), wohl zu unterscheiden. 

Verfasst kann der ‚‚Gorgias‘‘ erst nach dem Tode des Sokra- 
tes sein, also nach 399 v. Chr. Denn die darin ausgesprochenen 
Prophezeihungen über das tragische Geschick des Philosophen sind 
offenbar vaticinia ex eventu. Aber dies muss sehr bald nach 399 — 
vielleicht noch in demselben Jahre — geschehen sein. Denn der 
Totaleindruck des Dialogs drängt die Ueberzeugung auf, dass diese 
in eigenthümlich bitterem Tone gehaltene, von Ingrimm gegen die 
Widersacher überströmende Schrift der Erguss des noch frischen, 
unüberwundenen Schmerzes ist. 


Schwieriger lässt sich der Zeitpunkt ermitteln, in welchen’ 


wir uns dag Gespräch selbst verlegt zu denken haben. Wie es bei 
Dramendichtern — die besten nicht ausgenommen — eben keine 
seltene Erscheinung ist, dass Anspielungen auf Ereignisse, welche 
erst lange nach der dargestellten Begebenheit vorfielen, für den 
Dichter aber gleichfalls schon in der Vergangenheit lagen, sich in 
das Drama einschleichen; so begegnen uns ‚auch in den meisten 
platonischen Dialogen dergleichen Anachronismen *. Doch in den 
wenigsten lassen sich die chronologischen Data so schwer vereini- 
gen, als in dem vorliegenden. 

Ohne Zweifel muss der Leser gleich im Anfange in den Stand 


gesetzt werden sich wie über Personen und Ort, so auch über die ° 


Zeit zu orientieren, damit er im Geiste an der Unterredung, als an 
einer vergegenwärtigten, wahrhaft Antheil zu nehmen vermag. Des- 
halb sind die zuerst gegebenen Andeutungen am meisten zu be- 
achten. Im. Eingange des Gespräches erscheint Sokrates noch un- 
bekannt mit Gorgias. Er will erst erfahren, was für eine Kunst 
dieser übt (pag. 447 b, c. S. 3), Kallikles theilt ihm als Neuigkeit 
mit, dass der Sophist auf jede beliebige Frage Rede und Antwort 
stebt. Dies alles hat nur dann Sinn, wenn das Gespräch bald nach 


* Diesen Fehler rügten schon im Alterthume die Tadler Platon’s. 
Unter ihnen ist Athenaios einer der heftigsten. Deipnos. 5, 57. 
pag. 217 Casaubon. sagt er (indem er viele Einzelnheiten her- 
vorhebt): or dt Ildeav nup& Tovg ZE0vovS 
dpoagraver, Önion dorın ix moliarv. 


Plat. Gorgias. e 


LXVI EINLEITUNG. 


der Ankunft des Gorgias in Gryechenland statt fand. Es zwingt 
jedoch nicbtg an den emsten Aufenthalt in. Athen — bei Gelegenheit 
der Gesandtschaft — zn denken. Da aber die zweite Reise nach 
Griechenland kurz nach der ersten erfolgte, so wäre als Zeitpunkt 
des Gespräche&s spätestens das Jalir 420 v. Chr. anzusetzen. 

Für diese Annahme sprechen noch zwei Umstände. Pag. 472 a. 
8.73 werden Nikias und Aristokrates als lebend erwähnt. Der letz- 
tere wurde 406 v. Chr. hingerichtet; Nikias fand Ol. 91, 4 (413 n. Chr.) 
auf Sicilien den Tod. Ferner wird im „Menon“ pag. 71 c. auf die 
Unterredung mit Gorgias Berug genommen. Sokrates will sich ihrer 
nicht mehr erinnern können. Es muss also inzwischen lange Zeit 
verflossen sein. Menon begleitete den jüngern Kyros Ol: 94, 4. 
(401 v. Chr.) auf dem Feldzuge gegen Artaxerxes und kehrte nicht 
wieder. Seine Besprechung mit Sokrates fällt daher spätestens in 
das Jahr 402 v. Chr. Der Zwischenraum beträgt somit ungefähr 
zwei Decennien. 

Dass der Tod des Perikles — Ol. 87, 4; 429 v. Chr. — ein 
Ereigniss der jüngsten Vergangenheit genannt wird, steht nicht im 
Widerspruche. (S. die Anmerkung zu venor/ pag: 503 c. int. 8.154. 
Auch das ungünstige Prognostikon, welches dem Alkibiades gestellt 
wird (pag. 519 a. fin. 8.193), setzt nicht die erste Verurtleilung 
desselben, welche Ol. 91, 2; 415 v. Chr. eintrat, voraus. Alkiblades 
befasste sich schon vor 420 mit Staatsgeschäften genug, 30 dass 
Sokrates bereits derartige Mutlimassungen aussprechen komte. Ge- 
radezu absurd wäre es dagegen solche Befürchtungen und Ahmun- 
. gen dann auszusprechen, wenn längst deren Verwirklichung im voll- 
sten Masse eingetreten ist. Dass die Beésorgniss nicht alleitı um 
Alkibiades, sondern auch um Kallikles selbst geäussert wird, "Bifft 
um keinen Schritt weiter, da übder diesen Mann anderwärtg wicht 
die geringste Kunde zu holen ist, 

Zwei Angaben jedoch lassen sich unmöglich in Einkläng brin- 
gen. Pag. 470 d. f: 8.69 werden die Schandthaten des Archeios, 
des Königs von Makedonien, aufgezäßle. AÄrchelaos kam OT. 9t, 4: 
413 v.Chr., auf den Thron. Aus der angeführten Stelle ergibt sfch 
zweifellos, dass die erzählten Verbrechen woßl nach der Thronbe- 
steigung begangen wurden. 

Pag. 4713: e. fin. I. 8. I8.* wird auf ein’Erbebniss des Sokra- 
tes angespielt, welches dürch sichere Zeugnisse für O1. 98, 3; 406 


* 8. die Anmerkung daselbst zu Bowksvsse ... äseynpiinv. 


EINLEITUNG. LXVII 


v. Chr. eanstatiert ist *. Dass Sokrates nur die Abstimmung über 
die Feldherren in der Seeschlacht hei den. Arginusen im Sinne ha- 
ben kann, geht aus seiner eigenen ehr unzweideatigen Erklärung 
Apologie 32 b. int. hervor. &ye yag, a ündees Adnvaioı, dllnv 
ur agznr oddenlav zazore Ngka dw ri molsı, BBovlsocn BE url. 
Und dass dieses Bovlevs:y nur ein einsiges Mal statt gefunden, folgt 
daraus, _ dass er die 8. &. Oi erwähnte Verhinderung der Abstimmung 
mm ohne weiteres als die denkwirdige That während seiner Wirk- 
samkeit im sthenischen Staatsrathe berichtet. Wäre er öfter Raths- 
mitglied gewesen, so hätte er ohne Frage die Zeit näher bestimmen 
süssen. Daru kömmt, dass keine Belegstells für ein wiederkoltes 
BovAsveıw des Sokrates beigebracht werden kann. 

Lassen sich gleich diese beiden Angaben mit dem oben bezeich- 
neten Zeitpunkte schlechterdings nicht vereinigen, so sind sie doch 
keineswegs Grund genug um jene Annahme als verfehlt abzuweisen. 
Wir haben also das im „Gorgias“ mitgetheilte Gespräch um das 
Jahr 420 v. Chr. — eher früher als später — gehalten zu denken. 

Sokrates war damals ein Mann vom ungefähr fünfzig Jahren. 
Er war demnach alt genug um den Polos mit Besiehung auf die 
Jugend desselben zurechtzuweisen; aber andrerseits noch rüstig ge- 
naug, um von Kallikles zu einer radiealen Gesinnungsänderung er- 
mahnt werden zu können. Diejenigen Erklärer **, welehe, lediglich 
durch pag. 473 e. f. bestimmt, das Jahr 405 v. Chr. als die Zeit, 
in welche Platon die Unterredung verlegt, annahmen, haben nicht 
bedacht, dass einen Greis von 64 Jahren zu einer, von der bisher 
verfolgten gänzlich. verachiedenen, pelitikchen Laufbahn zu bewegen 
wohl schon verspätet scheiht. 


* Am ausfährlichsten Xenophon, Hellenika 1, 7. Diodbros 78, 101. 
vgl. Xenophon, Memorabilia 1, 1, 18; 4, 4, 2. Allianos, z.L. 
3, 17. Athenaion: 5, 58. pag. 217- Casaubon; Valerius Maximus . 
3, 8. ertern. % Der 'psewdoplatonische Axiochos pag. 368 d. 

** Er. Ast, Platon’s Leben und Schriften, 8. 187. Stallbaum in der 
praeſatio ad Gorgiam S. 41. C. E. Hormann; Geschichte und 
System der platanischen. Philosophie: & S. 476 (vgl, jedoch 
S. 634, Anm. 390) . 


— tr — 


e * 


Verzeichniss der Abweichungen von C. Fr. 
Hermann’s Textesrecension. 


pag. 462 e. int. S. 48, raörov &g nach Stallbaum und Bekker. — 
Hermann: r&vıov &. 

„ 465 b. med: 8. 54, do®joıw nach B. — H. dodnesı. 

n„ 466 3 An. * 58, Meyss, Orı nach der Vulgata. — H. FAeyes, 
el ovyl. 

»„ 467 b. 8. Io, 09% 0UV... BovAovrar; nach eigener Vermuthung. 
Heindorf ovnovv. .Bovilovrar; — H.0odxoür. .Bovlovrasn. 

„ 469 d. fin. S. 66, Holuazıos nach St. vgl. Krüger $. 13, 7, 2. 
H. Horuarıos. 

„ 472 a. int. S. 73, elval zı nach d. V. — H. elvaı ri. 

„ 483 e. int. S. 103, 7 — dil& nach eigener Vermathung. — 
H.7 — alle. " 

.„ 485 b. S. 107, ovro, weildıfousvos al naito» nach Hdf. 
und St. — H. ovro %. xal zn. 

„ 486 a. int. S. 109, Acxoıg nach Conjectur von H. Bonitz. — 

H. Acßoıs. 

„490 b. int. S. 118, zoAlol &Bg00: nach d. V. — H. zoAlol 
[880001]. , ur 

n. 491 d. S. 123, vl dd; auıav, & Eraige, Koyovrag 7 doyouf- 
vovg ; nach eigener Vermuthung, um die sehr verdorbene 


Stelle lesbar zu machen. — H. ri’ dt avrav, d Eraige; 
ci oter; dpzovsag 7 &gxonsvovg ; nach unhalıbarer Con- 
jectur., 


„ 494 e. med. 8. 131. rovrν ToL0Vrav Övrov To HEPAACLON, 
nach eigener Vermuthung. Hdf. rö rovror roLourmv OV- 
Tov nepalcıov. — H. ToVTmv roLoVTmv nepalaıov. 
„ 506 d. med. 8. 162. oöy odzag alu) nach Haf., B. und den 
früheren Ausgaben. — H.'00 15 siuy. 
506 e. int. S. 162, za&eı &pa nach d. V. — H. rafaı ou. 
510 d. fin. S. 172, önog Ozı nach B. — H. Org o rı. 

520 d. 8. 297, «uro, un zore nach St. — H. adım unzore. 
523 b fin. S. 204, ol dmipeintal &x u. v. nach B. und den 
Ausgaben vor Häf. — H..ob dmıusintol ol du uw. v. 

527 c. fin. S. 214, ag 06 Aoyog nach B, Hdf. und Findeisen. — 

H. ag ö 005 Aoyog. 

Die von H. durch Klammern bezeichneten Interpolationen 
(pag. 451 b; 451 d; 460 c; 467 d; 477 d; 478 b; 483 e; 498 c; 
499 d; 502 b.) sind aus dem Texte entfernt worden. 

Statt weg (z. B. pag. 494 b. fin. S. 130) und ähnlichen 
Infinitivendungen ist überall die riehtige Form ohne Jota subscri- 
ptum hergestellt. 


— — 


"TOPTIAZ. 


TA TOT AJI4AOTOT TIPOZ2IIA 
KAAAIKAHE, EQKPATHE, XAIPEBRN, 
TOPTIAZ, IRAOR. 


St.I. 


” 


1 IIolguov xal uaxns paol yonva, @ Zosxgareg, 417 


0V7O uerakapgavew. 


ER. AAN n To Asyousvov xaronıv Eoprig Nxouev 


xal VOTEEOUWEY; 


KAA. Kal udiu yes aoteiag Eogpris. 


roMIdd yag 


xal xaAc Topylas nuiv oAlyov mg0TE00V Enedeikaro. 


447 A. In den ersten Worten 
des Dialogs begrüsst Kallikles vor 
seinem Hause den Sokrates und 
seinen Begleiter Chairephon, von 
denen er richtig voraussetzt, dass 
sie kommen um den eben schon 
beendigten Vortrag des Gorgias 
mit anzuhören. zmol&uov nal 
perns... wird durch gaol als 
sprichwörtlich bezeichnet. Der 
Sinn ist: An Krieg und Kampf 
(d.h. an unangenehmen Dingen, 
nicht aber an erfreuenden, wie 
der Vortrag des Gorgias war) hat 
man auf diese Weise (d. h. wie 
ihr jetzt, zu spät kommend) Theil 
zu nehmen. — ueralayyaveıv: 
mit den Genitiy. C. 419. a. Kr. 47, 
15. — MAR N...:7 (nurindi- 
recter Frage; Kr. 65, 1,8.) drückt 
Sträuben gegen die Anerkennung 
dessen aus, wornach man fragt. 
Dazu passt das entgegensetzende 

flat. Gorgias. 


aAld. “Aber kommen wir denn 
wirklich zu spät?” vgl. Prot. 309 
c. — To Asyouevon: Apposi- 
tion zum ganzen Satze RaTonıv 
Eooris TMnouev nal ÜOTEgEOV- 
uEV. „Kr. 57, 10, 12. — xaro- 
zıv £oprig: post festum. Die 
Bedeutung dieses sprichwörtli- 
chen Ausdruckes wird durch das 
hinzugefügte x«} voreooõue er- 
klärt, wie häufig einem trop. Aus- 
drucke der eigentliche beigefügt 
wird. — xal uaAa ye: setzt die 
einfach bejahende Antwort schon 
voraus; also: NneTe HETonY 
Eogris nal „Cund zwar) welo 
ye dotelas Eogrig. Kr. 64, 5, 
4. — zolla yag Hal old: 
multa enim et praeclara ; ‘viel 
schönes. — Enedsl&aro: Emidel- 
“yvodaı ist terminus technicus 
von den Prunkvorträgen der So- 
phisten. vgl. Prot. 328 d. — 


1 


2  NAATQNOE 


447 B 


232. Tovrov wevzoı, PH Kaiktxisıs, alvıog Xaı- 
oePpqov Ode, Ev AYop& avayadcag nwäs Ötergiydar. 


XAI. Ovötv npüyuo, © Zuixgares' 


EyO yao xul 


dcoueı. plAog ydg uoı T’ogylas, @oT Enıdsikerar nuiv, 
el ulv Öoxei, vüv, Eav Ö$ Bovin, elsaüdısz. 


KAA. Ti 8, 
axoücaı T'ogypiov; 
XAl. 


oO Xaıpspov; Enıdvusi Zwxodrng 


2 2 2 ⸗ ⸗ fd 
En vo YyEroı TOUTO NAgEOUEV. 


KAA. Ovnoov örtav BovAnsde nug Eu Nasıv 
olnade‘ ag Euol yap Ioopyias naraivsı xul Enideige- 


za vuiv. 


Tovzwv: "analle dern, d.h. dass 
wir zu spät kommen und so in- 
teressantes versäumten. — Kaı- 
gep@v Ode: “Chairephon da. Kr. 
50, 11, 22. — £v dyogd: wo 
sich Sokrates viel mit belehren- 
den Gesprächen beschäftigt auf- 
hielt. Vgl. Apl. 23 b. Xen. Mem. 
1, 1, 10, aAAg umv Eneivog ye 
(Sokr.) del iv nv &v TO Paveoı. 
ngwi Teyag eis Toos megındzovg 
xal Ta yvuvdsıa ei, nal mAan- 
Fovans ę ayogüs Ensi pavegös nv, 
xal To Aoınod del uns Nuegus 
nv, 870v ———— weiAoı —8 
&oecdaı, nal Elgye Ev og Tü 
noAv, toig Öt BovAousvorg EEnv 
axovsv. — 

B. ovötv moäyue: zuweilen 
hat —X die prägnante Be- 
deutung Sache von Bedeutung, 
vonWichtigkeit; also 00089 nec- 
ywo &orıv 'es hat nichts zu be- 
deuten.” Her. 7, 150, 2. zavra 
dnovoavrag "Apyeious, AEYETOL 
zeNyux moncaoda:ı: ‘sie sollen 
sich viel daraus gemacht haben. 
Dagegen 6, 63, 2. rooro NRoV- 
cav Ev ol Epogoı, zonyua 
uévrot odökv Enoımoavro. — &yo 
y. nal idcouaı : ich werde auch 
(näml. wie ich die Wunde schlug) 
Heilung bringen;’ d. h. ich werde 


den zugefügten Schaden, näm- 
lich dass Sokrates durch mich 
aufgehalten den Vortrag des So- 
phisten versäumte, dadurch er- 
setzen, dass ich meinen Freund 
Gorgias zur Wiederholung seiner 
öniösıdıg bewege. Der Ausdruck 
erinnert an das sprichwörtlich 
gebrauchte Orakel, das dem Te- 
lephos, dem Könige von Mysien, 
nach seiner Verwundung ‚durch 
Achilleus gegeben wurde: 6 Too- 
cas “al Llacstaı. Ov. Met. 12, 
112. — Enıdeibsren: ohne Ob- 
ject, wie häufig. “Erwird uns einen 
Beweis seiner Kunst geben. — 
Öoxsi: ergz. 00l, wie das nach- 
folgende ‚Bovin beweist. 

en avro....: Exil mit dem 
Accusativ zur Bezeichnung der 
Absicht. Kr. 68, 42, 3. — ag 
dus Mnsıv oixade: nämlich in 
das Haus hinein, vor dessen Ein- 
gang sie stehen. Als Nachsatz 
ist zu ergänzen NxETe. — XaTa- 
Avsı: “ist eingekehrt.” Ueber die 
Auslassung des Objectes 6do», 
zopelav vgl. Kr. 52, 1, 3. C. 
476. Ueber die scheinbare Per- 
fectbedeutung Kr. 583, 1, 3. vgl. 
Prot. 311 a; 3135 d. — BHAr- 
ogıev av: ÖOptativus potentialis 
in zweifelnder Frage. C. 516. Kr. 


447D 


ZR. Ev Akysıg, 


TOPTIAE. 3 


© Kailinisıg. dAR apa EdEeAn- 


o81EV dv nulv daisydivar; Bovkoun yap nvdeoda 
Tag aVTODd, Tis N Övvanıg Tig TEeyvnS TOD avögos, Hal C 


zl Eorıv 0 Enayyeiksral re al Öıddaneı 


nv 08 Gl- 


Anv Eniösıkıv eioaddıs, MorEE 0V Akysıs, TOINCACHm. 
KAA. Ovölv olov 16 avröv dowräv, © Zwxon- 
ts. aal yap avıo Ev our nv rag Enideilkswg‘ EudAsvs 
yodv vüv IN &owrdv 6 rı rig Bovioıro av Evdov OV- 
av, xal nQ0g Anavıa Epn anoxpıvsicdeı. 
ZR.’H aarög Akysıs. @ Xaıpspor, Zogö avrovV. 


XAI. Ti Eowua: ; 
ER. Osatıs Eoriv. 
XAI. los Asyeıs; 


ZR. Ronsp av el Ervyyavsv av VrodnudTav öy-D 


54, 3,9. — nuiv Öialeydnvar: 
Ueber den Dativ s. C. 486 a. Kr. 
48, 9. — 


C. rap avrod: apa mit Ge- 
nitiv bei Verben des Empfangens 
(auch des geistigen ; Vernehmens, 
Lernens u. s.w.) zur Bezeichnung 
der Person, von welcher man et- 
was empfängt. C. 465, B. a3 Kr. 
68, 34,1. — tig N Sdvamıg... : 
“was die Kunst des Mannes ver- 
mag, und worin ihr Wesen be- 
steht. — zig réxvns; die Rhe- 
torik ist gemeint. — 6 &mayysi- 
Aeraı: Enayyellsodaı ist ter- 
minus technicus von Öffentlichen 
Lehrern in Bezug auf den Gegen- 
stand, den zu lehren sie erklären. 
Vgl. das lat. profiteri und „pro- 
fessor. Men. 35 b. fin. of Go- 

oral 001 0vTOL, Oleg uovoL 
——— dorodcı didd- 
oxaAoı eivaı ageris 5 vgl. Prot. 
3198. — nv allnv Enideıki): 
das übrige, nämlich den Prunk- 
vortrag. s. unt. zu 454 b — 
ovdtv olov ro avrov dpwrav: 


sig wegbleibt, s. Kr. 62, 


“jetzt eben. 


"nichts ist so wie ihn selbst fra- 


gen; d. h. am besten ist’s ihn 
selbst zu fragen.. Ueber diese For- 
mel, in welcher &oziv regelmäs- 
1, 8. 
— iv... Enıdelbeng : ‘das ‚war 
ein Theil seiner Epideixis’ — 
voũꝝn: aus y& und 09» entstanden 
vereinigt es die restringierende 
und die folgernde Bedeutung in 
sich. Vgl. C. 641,1. — vöv Ö7: 
C. 642, „e- Kr. 69, 17, 
1. — ray &vdov övrov: näml, 
im Hause des Kallikles.. — o 
Xougepov...: Mittlerweile sind 
Sokrates und Chairephon, von 
Kallikles geführt, in den Saal ein- 
getreten, wo „Gorgias sich befin- 
det. — g0Ö, «drov: näml. den 
Gorgias. &örog bezeichnet häufig 
die Hauptperson, s. zu Prot. 314 
d. Kr.51,5,4. — apa: Con. 
dubit. C.5ll. Kr. 54, 2, 3. — 
D. worneo &v el...: die ge- 
wöhnliche Einleitungsformel bei 
Aufzählung analoger Fälle. Vgl. 
Prot. 311 b; 318 b; 8327 e; 


1* 


4 MTAATSNOE 


#47 D 


novgyos, drenglvaro dv 67 KoV ‚soı OTL OxvroTouog ' 


N 00 uavdavag wg Adyo; 
XAI. Mavdavo xal Eonoouaı. 


sind wo, @ T0g-2 


yio, aAmdi Akyeı KallınAjs Ode, Orı Emayyeiksı ano- 
xolveodeaı 6 rı av tig 68 Eowrd; 

TOP. ’Alndi, 0 Xaıgepov‘ xal yap viv ön avra 
TaÜT« Enmyyshköumv, xcl — oT oVÖeis u — NE@- 
tnnE naıvov oVOLV moAAov Erov. 

XAl. H xov dou — dmongwvel, o Topyta. 

TOP. IIcoeotı tovrov zeigav, @ Kaıpepov, Aau- 


Bavsıv. 
II24. Nm dia’ 
Euod. 


av Ö£ ye Bovin, © Xaıpepor, 
Topylas utv yag xal amsıonnevar wor Öboxei' 


noAAe yap agrı b1eAnAvderv. 
XAI. Ti ög, & IIGASC; oleı 6b xaAAıov dv Topyiov 


&noxelvaodeı; 


341 cc. @v gehört zu azexeivearo, 
wo es wiederholt ist. C. 639, 3. 
Kr. 69, 7, 3. — ön nov lässt 
mit Bestimmtheit Anerkennung 
des ausgesprochenen Satzes er- 
warten. C. 642,5. Kr. 69, 19. — 
&orjsoner: mit Bezug auf &ood 
avrov. Die bisherigen Worte ha- 
ben Sokrates und Chairephon be- 
reits im Saale gesprochen, aber 
von Gorgias noch entfernt und 
unbemerkt. Nun tritt Chairephon 
zu dem Sophisten und knüpft das 
Gespräch an. — 6 zu &v vis 08 
Zoor&: über Egwrav rıva tı 8. 
C 4025 Kr. 46, 15. Der Con). 
mit &v im hypothetischen (und 
dadurch verallgemeinernden) Re- 
lativsatze nach vorausgegangenem 
Haupttempus (dnayyellsı). C. 
554. Kr. 54, 15. 

448 A. na) yap . : al ge- 
hört zu vvv ön- Kr. 69, 32, 21. 
— roil09 brav: temporaler Ge- 
nitiv zur Bezeichnung des Zeit- 
raums, in dessen Verlauf etwas 


statt, findet. C. 426. Kr. 47, 2, 3. 
— nrov: Partikel der kräftigen 
Versicherung. C. 648, 9. Kr. 69, 
28, 1. Ironisch wird diese Ver- 


- sicherung hier wie öfters durch 


den Zusammenhang. — &o«: Fol- 
gerungspartikel. C. 637,1. Kr. 69, 
8. Die Annahme, dass Gorgias 
leicht auf die vorliegende Frage 
zu antworten vermöge, wird aus 
der vorhergehenden Aeusserung 
erschlossen. — Nn JIia: ergz. 
mdgeort coı mEigav T'opyiov 
Aaufßaven. — 68 ye: der durch 
de bezeichnete Gegensatz erhält 
durch y& noch mehr Nachdruck. 
— Tooyiag ubv: das entspre- 
chende Gegenglied mit dE ist nicht 
ausdrücklich gesetzt, lässt sich 
aber aus dem Zusammenhange 
leicht, ergänzen, etwa: dyo de 
on ürelonne. So findet sich 
wev ohne nachfolgendes öde be- 
sonders nach Pronomen. Vgl.Kr. 
69, 35, 2. — @v. . . droxgelva- 
oda: "der Infaitiv hat &», weil 


448 B 


TOPTIAZ 5 


I124A. Ti 63 toUro, &av ool ys inavag; 
XAI. OvödEv‘ aAk Enaön av Bovisı, droxgivov. 


N24. ’Egwre. 


XAI. Eouro ön. ei Eruyyavs I'opylas Enıarnyumv 
@v rg reyuns Nonep 6 adeApog avrod "Hoodızos, tive 
av avıcv avonafousv dıxalmg; 097 Oreg Exeivov; 


IIQA. Ilavv ye. 


XAI. Tarpoöv &ga Yasxovrssg avrov sivaı xaldg 


av EAkyousv. 
‚IIQA. Net. 


XAl. Ei dE ve NONEQ Agıszopsv oͤ Aykaopavrog 
3. o —8 avrod Zunsigog nv Teyvns, tive dv av- 


oVv 0Edüg Exakovuev; 


es in directer Rede heissen müsste 
anoxeivao av. C.575, 1. Kr. 
54, 6, 6. — 

B. T0ovTo: näml. dapegst. — 
Inavas: näml. eroxgivopeı. — 
ovdiv: naml. dıapsger. — &ow- 
17.) dn: Dun so frage ich denn;' 
wie ön üblich ist, wenn in Er- 
wiederung auf einen Imperativ 
das gleiche Verbum wiederholt 
wird. Vgl. C. 642, 4, 6. Kr. 69, 
17,4. — tive. ... avoncfousv: 
aus Ovouatsıy rixe en nroga 
erklärt sich z/va &v auro» 090- 
pafsıy; aus Övouaiterv zıva Ö- 
vona rı oder bloss svonafsıv 
zıya ci erklärt sich Onso dusi- 
vov Ovouckousv (Kr. 46, 13), 
welche Ausdrucksweise sich an 
die erstere ohne genaue gram- 
matische Beziehung auf das Mas- 
calinum tive anschliesst. Kr. 61, 
7, 9. Durch zig in ömee (wie 
auch im folgenden qᷣoxso) wird 
die Einerleiheit mit dem vorher- 
gehenden hervorgehoben. Kr. 69, 
56. C. 641. — Gaoxovres: das 
hypothetische Participjum (= &t 
&pdaxoney) vertritt den Vorder- 
satz zu difyoues av. — el de 


y&... ardne el da ye „(tavrns 
zig) Teguns Eureıgos nv (T’og- 
ylag) nonee (£ursıgos Eorıv)’A. 
TA — 

’Agıstop@v: Aristophon, der 
Sohn des Aglaophon, war, wie 
sein Vater, ein nicht unbedeuten- 
der Maler. Als seine vorzüglich- 
sten Werke werden angeführt: An- 
kaios vom Eber verwundet und von 
der Astypalaia beweint, und ein 
figurenreiches Gemälde, auf wel- 
chem Priamos u. Helena die Haupt- 
figuren waren. Weitere Kundevon 
ihm mangelt uns. — ‘Aylaopoz- 
rog: Aglaophon nahm unter den 
Malern seiner Zeit einen hohen 
Rang ein. Ueber seine Arbeiten 
fehlt es an näheren Angaben. — ö 
aöeApög auyroü: der berühmte 
Polygnotos, Er stammte aus Tha- 
808, erhielt aber (um 460 v.Chr.) 
das Bürgerrecht zu Athen. Um 
die Vervollkommnung der Maler- 
kunst erwarb er sich besondere 
Verdienste. Zu seinen vorzüglich- 
sten Werken gehörten die Fresco- 
gemälde in der Stoa poikile zu 
Athen, Scenen aus der Schlacht 
bei Marathon darstellend, und die 


6 


NIAATQSNOZ 


448 C 


IIQA. Anfkov or Ewyodpor. 

KA. Nüv o eneudn tivog TEyvnS Imorinav Eoti, 
tiva av wakoUvreg avrovu 090g „aAoliusv ; 

II24. 2 Xaugepov, moAlal riyqvaı Ev avdommoıg 


siolv Ex TOv Zureigiov Eurelpwg svonusvaı ' 


&unsi- 


N J 4 * ⸗ \ 
pie ulv yap moısl T0Ov alava nuov MogsVecdhenL xara 


„ 3 N) ⁊ * 
tEyvnv, anzıpla ÖL Kara Tuynv. 


ExaoTmv O3 TOovTWv 


ustaleußdvovaıv @AAoı RAAmv Allg, av Ö} aplarnv 


of &pıaror' 
aaAhtörns TOV TEYVOV. 


in der Lesche des delphischen 
Tempels, wo mit mehr als hundert 
Figuren der Untergang Troia’s ab- 
gebildet war. Auch als Bildhauer 
soll er sich ausgezeichnet haben. 
©. 57109 Örı: regelmässig ist 
in diesem oft adverbial gebrauch- 
ten Ausdrucke (‘natürlich; C. 633 
a. Kr. 69, 48, 2.) die Auslassung 
des Verbums. Kr. 62, 1, 3. Vgl. 
Prot. 311 ec; 312 . — viv Ö 
...: über die Anwendung der 
directen Frage im abhängigen 
Satze und die Verbindung meh- 
rerer Fragen in demselben Satze 
(beides im Deutschen nicht nach- 
zubilden) vgl. C. 606. Kr. 51,17, 
6. und 7. 
xaloiuev 8. ob. ZU Paoxovzesg. 
— zoAlal reyvor .. .: diese 
Stelle hat Platon aus dem Buche 
des Polos über die Redekunst 
entlehnt, auf welches 462 b. Be- 
zug genommen wird. — dv &»- 
Hoonoıs: Kr.68, 12, 3. vgl. C. 
456 a. Ueber den Mangel des 
Artikels Kr. 50, 3, 6. — 
&ureıoınv dunelomg: beach- 
tenswerth ist in der ganzen Rede 
des Polos das augenfällige Stre- 
ben nach magiowaıg (Gleichheit 
im Ausgange der Satzglieder) 
und zaoouoimaıg (Verbindung 
mehrerer Worte desselben Stam- 


— naloüvzeg: = ge 


@v xal Topyias Earlv öds, zul mereye tig 


mes); was zwar überhaupt die 
Sprache der Sophisten charakte- 
risiert, vor allen aber dem Gor- 
gias, und so seinem Anhänger 
Polos eigen ist. Sokrates ver- 
spottet diese Manier 467 b. fin. 
— noıei rov alava jun» 10- 
osveodaı: über den "Acc. c. 
Inf. bei zoıeöv s. Kr.. 55, 3, 11. 
mogeveoher in der sehr seltenen 
Bedeutung ‘vor sich gehen’ passt 
recht gut zu der affectierten Aus- 
drucksweise des Polos. — 
ueralaußdvovarv AAloı all» 
&AAomg: "nehmen die einen an die- 
sen, die andern an jenen (Kün- 
sten) Theil auf verschiedene (diese 
oder jene) Weise.‘ Kr. 50, 4, 9. 
Ebenso im Latein: alii alias (ar- 
tes) aliter consequuntur. F. Schultz 
lat. Spr. $.225. A. 6. Diese Con- 
struction des «AAog ist nur eine 
Art der im Griechischen wie auch 
im Lateinischen so beliebten Ver- 
bindung desselben Wortes in ver- 
schiedenem Casus (besonders als 
Subject und Object), vorzüglich 
in sprichwörtlichen Redensarten, 
2.B. zelo zeioa vige:, manus ma- 
num lavat, eine Hand wäscht die 
andere. Ueber uerairußavo mit 
dem Gen. s. C. 419 a. Kr. 47 
15. — 0»... . &orlv: der par- 
tit. Gen. prädicativ gebraucht be- 


448E 


TOPTIAZ 7 


ER. Karög ye, @ Topyia, paiveraı IIoAog xap- D 
eoxevacdaı sig Aoyovg' aAAd yap 0 vneaysro Xuupe- 


Povrı 00 moiel. 


TOP. Ti ualıcıa, & Zwxgarss; 
ZR. To dowrwousvov 09 navv uoL palveraı ano- 


xolvsodaı. 


TOP. ’4110 06V, ei Bovisı, &00d avıov. 

22. Ovx, el avro ye 00l Boviousvo doriv &o- 
xolvsodaı, dAAd RoAd dv ndıov oe. HiAog Yyao uoı IIo- 
Aog xal EE @v eionxev, Ortı iv nalovuevnv GyroguanvE 
uallov weusidınnev n dıaidysodaı. 


zeichnet die Gattung, in welche 
irgend ein Specielles ‚gehört. Kr. 
47, 9,2. — 0ds: Ueber den deik- 
tischen Gebrauch dieses Pron. s. 
zu 447 a. — 

D. LZT ei, C. 641; Kr. 69, 
15,1. — alla yag...: "aber er 
thut Ja nicht u. s. w. Der durch 
alle eingeführte Einwand, des- 
sen- Begründung durch ya&o ge- 
geben wird, ist wie in dem ent- 
sprechenden Falle im Deutschen 
oder dem a? enim des J.ateins (z. 
B. Cic. pro Coelio cp. 4; Terent. 
Heaut. 4, 3, 21; sed enim Virg. 
Aen. 1, * 2, 64.) aus dem Zu- 
sammenhange zu ergänzen: "aber 
darum handelt es sich hier nicht, 
denn u.8.w. Kr. 69, 14, 4. vgl. 
Prot. 310e. — ri — ud- 
Aıora dient zur nachdräcklichen 
Hervorhebung des Interr.; "was 
denn eigentlich?” quid potissimum? 

08 zavv: “nicht gar sehr, nicht 
eben’ — ei Bovisı: eine sehr 
gewöhnliche Höflichkeitsformel als 
Beisatz zum Imperativ, um den 
gebietenden Ton zu mildern. — 
oox: über den Accent s. C. 8; 
Kr. 9, 2, 4. vgl. 64, 5,4. — E.. 
anongiveoda: — el adros v⸗ 
ov Bowle arongiveoteı, "wenn 


es dir selbst nach Wunsche (ge- 
nehm) ist; si tibi volenti est. Das 
der Sache zugehörige Prädicat ist 
durch eine der Person gegebene 
nähere Bestimmung bezeichnet. 
AchnlichIlies v, 108. &wol ö&us» 
douevo ein. Odyssee y, 228 ovᷣx 
—X Hzousvo T& yEvorto. 
Kr. 48, 6, 4. vgl. z. Th. C. 435 
Anm. Ueber die Nachahmung im 
Latein vgl. Schultz lat. Spr. $. 268, 
A. — 

aid moAd...: d.h. 00x av- 
zo» (I120») do: oma jEAld mo 
vd av NOLov —— — Ööj- 
Aos... IIorAog..., orı: Kr. 56, 
4, 8. Mit dem noch üblicheren 
SnAds wor IIolos... neuelsim- 
xog (C. 590. Kr. 56, 4, 7.) in 
Bedeutung gleich. — xal: Kr. 
69, 32, 19. — 88 ov slonnev: 
d.i. dr rovrov, & ; elanner. s.C. 
597. Kr. ‚sl, 10, 1. 

E. nv "nalovusonv 6.: "die 
sogenannte Rhetorik. Welche An- 
sichten Sokrates (oder vielmehr 
Platon selbst) von der wahren 
Redekunst hat, wird ausführlich 
im Dialoge Phaidros entwickelt. 
— neueltrnnev: weletav, medi- 
tari, ist terminus technicus von 
wissenschaftlichen (besonders red- 


8 NAATANOZ 


448E 


N1R24A. Ti 69, @ Zwagerss; 

ER. "Or, & Ilöls, E&pousvov Xxıospüvrog Tivog 
Tooyias Enıoryumv Teyvns, Eyrnouıafeıg ulv avroü 
zmv veyvnv onco TIvög YEyovrog, ijris ÖE dorıv, 00% 


9 
ANExRELvo. 


II2A. Oo yag anengıvaunv Or ein n nelklorn; 
ZR. Kal udia ye. air ovdels noWra, mola tig 
ein n Topylov tEyvn, alla zis, xal Ovrıva Ödoı vuAslv 


rov T'opyiav 


oꝝso a EungoodEv 00L Unsrelvoro 
449 Äaıgspav 3 “ul avro »alds »al Öıa Poaysov arsxolvo 


zul vÜV OVLWE sind, tis n rexvn xal viva TI'opyiav x0- 


nerischen) Vorbereitungen. Der 
Gegenstand derVorbereitung kann 
durch den Accusativ eines Sub- 
stantivums oder durch einen In- 
finitivus (Kr. 55, 3, 11. vgl. C. 
560, 3.) bezeichnetwerden. Beide 
Constructionen finden sich hier 
verbunden. — r/ ön: ‘wie so 
denn? ön, einzelne Begriffe ur- 
gierend (Kr. 69, 17, 2; C. 642, 
4. a.) lässt, wenn es bei Interro- 
gativen steht, die Frage als Aus- 
druck der Verwunderung, der Be- 
fremdung, wohl auch des Unwillens 
erscheinen. — dpougvov...: näml. 
oben c. — wonse T.Yy.: — "Boneo 
el rıg Eapeyev. Leber Boreo beim 
Partieipium s. C. 588. Kr. 56, 12, 
2. vgl. 56, 9, 10. — 

ori ein: der Optativ im ab- 
hängigen Aussagesatze nach einem 
historischen Tempus im Haupt- 
satze (dmengıviunn) C. 528 a. 
— al ucla ye: 8.2u 4470. — 
nole rıs: qualis fere. Das Inde- 
finitum rlg verallgemeinert die 
Bedeutung des Adjectivums oder 
Pronomens, dem es beigefügt wird 
(Kr. 51, 16, 3), lässt also das 
Interrogativum nur nach einer 
ungefähren Qualitätsangabe fra- 
gen. Es war nicht im mindesten 
nach den Eigenschaften dieser 


Kunst geforscht worden, sondern 
nach der Begriffsbestimmung (dA- 
1a tis), nach der Definition. — 
10» T'ooylav : der Artikel beim 
Eigennamen weist (als abge- 
schwächtes Demonstratiraum) auf 
die bereits vorangegangene Nen- 
nung desselben zurück ; er be- 
zeichnet die Person als eine schon 
bekannt gewordene. Vgl. C. 371 
a. A. — ra Zungoohev: "das 
Frühere, d. i. die früheren Fra- 
gen; ist Object zu VNETELVATO. 
— VUnereivaro: "eine Frage vor- 
legte; quaestionem proposuerat. 
vroTELveohaı, ungefähr mitVp7- 
yeiotaı gleichbedeutend, hat den 
Nebenbegriff: die Fragen geflis- 
sentlich so stellen, dass der Ge- 
fragte auf die gewünschte Ant- 
wort hingelenkt wird. — ris aut 
Ovrıra: die directe und die in- 
directe Form des Fragepron., die ' 
beide in der abhängigen Frage 
zulässig sind, finden sich nicht 
selten verbunden. 

149 A. dıa Boazeov: — fow- 
12uS$. — xul vov: dem allge- 
meinen Gedanken, dass Polos ge- 
hörig (alas) und präcis (dıa 
Boxyswv) antworten kann, wel- 
cher aus der gemachten Erfahrung 
(Boneo a Zumpoodev x. r. A.) 


449 B 


7 


TOPTIA2. 9 


Asiv xoꝶ5; nuäs. uäikov dE, ů I'opyia, euros nuiv eine, 
tiva 68 1on xalsiv @g Tivog Emiornuove TEYVNS ; 

TOP. Tas Önroguxäs, 0 Zmxparss. 

32. Pijrooc ago x0n 08 xuleiv; 

TOP. Ayadov Ye, © Zoxpares, el 0n 0 ye —2 
ver eivaı, os &pn Ounoos, Bovisı. us auleiv. 


ZR. Aida Bovkouaı. 


TOP. Koss dr. 


ER. Ovxoöv Kal KAkoug GE Pousv Övvarov eivaı B 


KOLElv; 


TOP. ’Enayyeiloual ys 6n taüra 0V uovov &v- 


ads alla ul aAAodı. 


ER. Ag’ oUv &deAnoaıg &v, © Iooyle, Hanse vor 
dınAsyousde, dıareldocı 10 ulv dowrav, td Ö’ ano- 
xpLvousvog, TO 68 uNjxog av Aoymv Toüro, 0iov xal 


hervorgeht, wird nun mit xal vOV 
ein besonderer einschlägiger Fall 
subsumiert. Kr. 69,32,8. — ov- 
zog: näml.xalag wol ‚Sıa Boe- 
ewv. — wüilov Ök: “oder viel- 
mehr; imo vero (sed potius). Der 
Redende corrigiert sich selber. — 
as rt. &n.: Ueber ög 8. zu 448 e. 
orte und ag stehen auch beim 
blossen Nomen ohne av. Kr. 56, 
12, 3. — dyaP0» ye: '(ja, einen 
Redner,) und zwar einen guten; 
et bonum quidem. Vgl. zu al 
uola ye in 447 a. vgl. Prot.310 
ec; 340 e. — 


si ön:, wenn wirklich, wenn 
anders. Ön hebt das Bedingungs- 
weise der Behauptung (nänl, An- 
spruch auf denNamen eines gu- 
ten Redners zu haben) nachdrück- 
lich hervor. Kr. 69, 17, 2. — 
guyouaı: mit Bezug auf &ya#0». 
Erinnerung an die homer. Formel 
TAVTNS Tor yevens TE nal alua- 
zog evyonaı elvar. 11. 5 2115 
£ 113; Od. 180.u.0. — dla: 


at; abbrechend die Worte des an- 
dern. C. 629, A. 2. Kr. 69, 4, 4. 
vgl. Prot. 314 d. — adheı * 
‘so nenne mich denn so. Vgl. zu 
448b. — 


B. gauev: Conj.delib. im Fra- 
gesutz 8. zu 447 c. — ROEiv: 
nämlich 6nzogag ayaftovg.— Eur. 
ve Ön: Ueber die Bedeutung von 
Enuyylileodar s.zu 447 c. Gor- 
gias antwortet nicht gradezu Öv- 
varog eluı, sondern bescheidener 
Enayyilloucı (duvarög zlvaı); 
daher ist ys beigefügt. ön 'aller- 
dings. — xal aAlodı: Nament- 
lich in Thessalien hatte sich Gor- 
gias viel Beifall erworben. — 
&delnacıs av: s. zu 447 b. 
rò Öt uNjxog... Toüzo: weist anf 
die uongoloyie der Sophisten hin; 
s. Prot. 334 e. — olo» xal: 'd. 
h. wie ihr Sophisten insgesammt 
den Kunstgriff der Makrologie 
anzuwenden pflegt, so fieng auch 
Polos.an u.s.w. Vgl. Kr. 69, 32, 
12. — 


10 NHAATSQNOE 


449B 


IIöios no&aro, eioavdıs anodeodaı; AAA OnEp UnIE- 
wvei, un pevon, alla 2dEANE0V xara Boagv To 2ow- 


TOUEVoVv ANoxglveodaı. 


TOP. Eiol ulv, & Zuxpareg, Evıaı TÄv anoxgi- 
GęcvV Avayxalıı ÖLa uaxpWv Tovs Aoyovg noLsiohar 
CoV unv aAla eıpaconel ys as dıa Boayvrarov. xal 
yio av xal rodro Ev dorıv @v pyul, undeva av &v 
Boayvregoıs Euod ra avra elnsiv. 

ZR. Tovrov unv det, ® Iogyia’ xul nor Enilde- 
Eiv avrod Tovrov Hoinocı, is Boarvioylas, uRXPO- 


Aoyias 08 eioaüdıs. 


anodeoher: “dir aufheben. — 
un apevoN: un mit der zweiten 
Person des Aoristus Conjunctivi 
als Abmahnung von dem noch 
nicht Eingetretenen. C. 518. Kr. 
54,1 2, 2. Vergl. im Lat. den 
ähnlich gebrauchten Conjunctivus 
Perfecti. — xara Boayd: adverb- 
artige Formel, dergleichen durch 
xora mit Accns. viele gebildet 
sind. Vgl. Kr. 68, 25, 5; z. Th. 
C.459,B, c. Der Bedeutung nach 
ist ‚es dem *53 diq Boagiov 
gleich. — TO fpwrauEevoVv ATO- 
xolveodar: die Frage selbst be- 
antworten; d.h. nicht durch die 
weitläufige Form der Beantwor- 
tung dem eigentlichen Frage- 
puncte ausweichen. Dieses ist 
die stete Forderung des platoni- 
schen Sokrates für die Führung 
eines auf Erforschung der Sache 
gerichteten Gespräches. — eiol 
...woısiohar: Es gibt Fragen, 
bei denen es nöthig ist, die Erör- 
terung in Ausführlichkeit zu ge- 
ben; sunt quidem responsiones 
quaedam necessario pluribus ver- 
bis exequendae. Ueber die persön- 
liche Construction von avaynadog 
s. zu 448d. Ueber dıa uaxp@v 
vgl. unter 449 a. zu dıa foazetwv. 


Tovs Aoyovg rosiohear: d. i. 
die auf die Frage bezüglichen. — 
ohs unv alla: d.h. jedoch 
werde ich deine Forderung nicht 
ausser Acht lassen, sondern 
versuchen u. 8. w.; also: gleich- 
wohl werde ich versuchen.” 
Bei 00 un» ist die Ellipse durch 
ein solches Verbum auszufüllen, 
welchem der Adversativsatz pas- 
send gegenübersteht; hier: 0% 
un Todro awAvaesı o.ä. 0.622, 

. Kr. 67, 14, 2. — 

C. og 3. Bo.: Ueber og beim 
Superlativ s. C. 631 a. Kr. 49, 
10. — xal Jap ad wel rovro: 
xal yap (vgl. 448 a.) bezieht sich 
auf den ganzen Satz. Kr. 69, 32, 
21. Das zweite xal (Kr. 69, 32, 
20.) gehört zu einem bestimmten 
Satztheile (rovro). — 09: 8. zu 
448 d. — gnuil profiteor (de me); 
synonym mit Enayyölkouen 8. zu 
4470. — ‚undeva. F : Epexege- 
sis zu roüro. Ueber &» ‚beim In- 
finitiv s. zu 448 8. — rovrov uN% 
dei: der Genitiv beim imperso- 
nalen ösi. Kr. 47, 16. und Anm. 
1. C. 418. — Emtdcıkır: 8. zu 
447 8. — uanooloylag OR &io.: 
Man beachte für den weiteren 
Gang des Dialogs die wiederholte 


4 


449D 


TOPTIA2. 


11 


TOP. 'Aiia noınoo, xat oVdEvog pass Boayv- 


Aoywrsgov axoüsnı. 


22. Dege dn° Imroginis Yyao PS Ermioryumv rey- 
vns elvaı xal moon av al KAAov bnroga" nn 6nTo- 
eu zegl Te TOV Ovr@v Tuyyavsı 00600; Soxso N vvᷣpœvu- D 
rıxn NEE iv rr Iuuziov doyaslev‘ 7 yap; 


IOP. Nüi. 


ER. Ovxodv xel n wovdır) meol nv tov ueAav 


zoindıv; 
TOP. Nat. 


ER. Nnyriv Hocv, © Iopyia, kyanel ye tag ano- 
xolosıs, OT anoxplvsı og 0l0v TE dia Boarvrerov. 
TOP. IIevv yaog olucı, &® Zouxgures, Enısing 


ToVTo XoLEiv. 


22. Ev Akysıs. Id d7 wor dmoxgıvan oda xal 
æcol vis HnTopınis, negl Ti TovV Ovrav Eorlv Enıornun; 


TOP. Ilegl Aoyovs. 


Aufforderung zur Brachylogie, die 
bereits oben in den Worten zo ö3 
UNXOS ... amodEode gegeben 


war. — alla noıNon: 8.zu 449 
a. — oddevög Y. Poxyvioyo- 
Tegov: Genitiv der Person bei 


axovsıv,. Kr.47, 10, 11. vgl. C. 
420. — 

pegE ön:"wohlan! age! Ueber 
ön 8. zu 4492. — 6. yap...: 
begründet vorläufig die Berech- 
tigung zur folgenden Frage. — 
roLj0cı Av: s. zu 48a. — 

D. reg) Te... 0000: elvaı 
regt tu, “sich womit beschäfti- 
gen, 8. Kr. 68, 33, 2. C.466C. 
— Tüv örtav: die allgemeinste 
Bezeichnung des Existierenden, 
‘Ding, Gegenstand u. dgl. Im 


Deutschen: "womit befasst sich 
die R ‚Fr _ „ @aneg: ‘zum Bei 
spiele.” — 7 yag: nicht wahr?” 


Kr. 69, 14, 8. C. 608. — vn 
nv °H: C. 643, 15. Kr.69. 34. 
A. — üyaual yes r. d.: Kr. 
47, 10, 9. Vgl. Prot. 361 e. — 
og oldv te dia Po.: quantum 
quidem fieri potest brevissime. Ue- 
ber diese dem Superlativus bei- 
gefügte Formel und über ihre 
Stellung vor der Präposition s. 
Kr. 49, 10, 1.0.8. — dıa Boa- 
vratov: ironisch, weil G. bloss 
val erwiedert, welche Antwort 
freilich an Kürze unübertrefflich 
ist. Aber G. versteht die beis- 
sendeBemerkung nicht; das iro- 
nische Lob nimmt er für ernst- 
gemeintes auf. — zavv: gehört 
zu Emieinög. — U Alyeıs: "du 
hast Recht.’ — !dı ön u. a=.: 
i$ı ön zur Einleitung des Imper. 
Kr. 54 4, 1; vgl. oben (c fin.) zu 


pige di. — 


E 


450 


12 | NAATSNOZ 


49E 


2%. IIolovs rovrovs, ® Topyla; don ol Önkovcı 
Tovg duvovras, os &V Ötaızawevor dyıatvoev; 


TOP. Ov. 


ZR. Odx &ga megl Navras ye Tovg Aoyovg N en- 


ropıxn Eorıy. 
TOP. OvV bijrcœ. 


ER. "Alla unv Akysıv ys noisl ÖVVvarovg. 


I'OP. Nat. 


ZR. Ovxodv zegl ovneg Akyaıv, wel pooveiv; 


I'OP. IIos „rag 0d; 


ZR. Ad oUV, yv vor In EAsyouev, nlargınn neo) 
TÜV Kauvovrwv Gvvarovg elvar ppoveiv al Akysıv; 


TOP. ’Avayın. 

a2. 
cforiv. 

TOP. Nat. 


Kal n largınn apa, wg Loıne, mepl Aoyovs 


202. Tovs yes nepl Ta voonuare; 


ITOP. MeÄuvre. 


ER. Ovanoödv xal n yvuvascınn nwegl Aoyovs Earl 
tovg negl eveblav TE av Omugrwv xal nayeklerv ; 


TOP. Iavv ye. 


E. zolovg tovrovg: der Ac- 
eus. hängt von dem vorausgehen- 
den zeol ab. Das interrogative 
Pronomen als Prädicat des do- 
monstrativen: noioi eloıy 00101 
ot Aöyoı, zEol 0UG karı x.1.4. 
Kr. 57, 3, 6. — ToVg nauvoV- 
Tag: Prolepsis. Kr. 61, 6. u. 
A. 2. C.519, 5. A.2. — 00 Öj- 
za: Önta nachdrücklich anerken- 
nend; daher 00 dyra lebhaft ab- 
lehnend. Vgl. C, 642, 6. Er. 69, 
20. Anmk. — alla unv: u7>, 
vero, verstärkt die Adversation. 
Kr. 69, 89, 1. Vgl. C 643, 12. 
vgl. Prot. 359 d. — Atyaı» Ö.: 


Öuvarovg ist Prädicat; als Object 
ist ein allgemeiner Personebegriff 
zu denken: zovg uarvdavovras 
0.dgl. — neol.. . poovetu: d.i. 
xeol vxso —* zeol rovro 
nal poeoveiv not —— 
450 A. ae’ 00%... ordne de 
ovᷣv 7 lazgıny.. Avr. 8. &., neol 
z. xuv. ati. Als Verbum finitum 
ist aus dem Obigen rolEl zu er- 
gänzen. roıLei duværovs sivaı. 
Vgl. zu 448. — dvayını ge- 
wöhnlich fehlt dort. Kr, 62, 1, 3. 
vgl. Prot. 8309 A. — roðs YEo. : 
d. h. forty 7 irotumn meol vous 
neel T& voonuata Öwrag A0- 


450C 


TOPTIAZ 13 


ZR. Kal unv wel alaAlaı reyvaı, © Iopyia, ovrwg 
Eyovsıv‘ Exdorn avıav negl Aoyovg Earl Tovrovs, olB 
Tvyyavovaıv Ovrss wEgl TO nodyua, 0V Exdcen Eorlv 


n Teyvn. 
IOP. ©eivsroiı. 


32. Ti 00V ön rors rag Glkog teyvag 00 Gnro- 
oıXag xuisls, OVGaS TEpL A0yovs, eirsE TaVTnV ÖnTo- 
gı#nv nakeis, N vn mepl Aoyovg; 

TOP. 'Ori, © Zwüxgares, av ulv KAlmv Teyvav 
TEQL YsıpovpYlas TE xal roLavrag noakes, wos Log 
einelv, nad Eorıv 9 Enıiornun, ts O8 6ntogiang oV- 
ÖEVv Eorı rooſũtov yEıgovVoynua, aAlı zäca n modkıs 
xal n xvgweis dia Aoymv Earl. dıa taür Eya nv 6n-C 
roguanv teyvnv dbıa eivaı ee Aoyovs, 0E9as Adymv, 


os &y0 yyur. 


ER. Ag 00V uavdavo olav auınv Bovisı xakelv; 


yovs. — navv ye: 8. zu 449 8. 
— xal unv: Kr. 69, 32, 20. 


B. Endorn aörav...: Asyn- 
detisch werden gewöhnlich Er- 
klärungssätze angeschlossen, wel- 
che durch ein vorangehendes De- 
monstrativum (odro, ode, roi- 
0510, tadrov u. dgl.)- angekün- 
digt sind. Kr.59,1,5. — 00%... 
reyvn: Genitiv der Angehörig- 
keit, des Zusammenhanges, vgl. 
Kr. 47, 6, 9. Der Artike) kann 
bei Exascrog stehen oder fehlen. 
Kr. 50, 11,23. — ti ow Ön 
rote: die Frage erhält durch die 
gehäuften Hervorhebungsparti- 
keln den Ausdruck dringender 
Ungeduld; durch 09% wird sie 
als Folgerung aus dem Vorher- 
gehenden bezeichnet. — odaag: 
concessives Participium. Kr. 56, 
13, 1. C. 582. — Tavınv näml. 
znv réxvnv. — — dor Con- 
junctivus mit &v im hypotheti- 


schen Relativsatze. C. 554. Kr. 
54, 15. 
eg) yeıgovoylag .. . darıy: 

“hat es mit Hundleistungen (Aus- 
serlichen ‚Verrichtungen) zu thun. 
— cs nos eineiv: zu nüon ge- 
hörig, beschränkt die za unbe. 
dingt ausgesprochene Behaup- 
tung. Vgl. Kr. 55, 1,2. — zet- 
govoynu«: dieses Wort, mit yeı- 
pvovoyia gleichbedeutend, findet 
sich sonst nirgends bei Platon. 
Ebenso verhält es sich mit xv- 
omas, wofür nur xvgog im Ge- 
brauche ist. Vgl. 450 e. 


C. ?ya : man beachte den Nach- 
druck, welcher an dieser Stelle 
auf das Pronomen gelegt wird. 
Gleicherweise ist das folgende 
ös Eyo ynu gesagt. — 

EQ, . +} gewöhnlich setzt die 
mit &o@ eingeleitete Frage ver- 
neinende Antwort voraus. Kr. 
69, 9. Dagegen C. 607 b. — 


14 TTAATSNOZ 450 C 


taya Ö8 eidouaı GapEotegov. aAk anoxpıvar' slalv nwiv 
teyvon. vcio; 

IOP. Net. 

22. IIaoav d8, oiueı, TOV Teyvov Tav ulv &g- 
yaoia ro zoAv Eorı xal Aoyov Bouy£og deovrar, Evıaı 
Of 0VÖEvVog, AAAR TO Tg TEYUNS negaivorro av xal dia 

D oıyijs, olov yoayırn »al avögıavronoude xal aAlaı nol- 
Aal. rag roiavrag woı Öonelg Akysıv, mEegl ag 0V ps 
nv Hmrogianv eivaı® N 00; 

TOP. Ilavv utv oVv naAdg UnoAaußavsıs, @ Zu- 
xoureg. 

ER. "Eregnı ÖE yE slcı )vu Teyvav al dia Aoyov 
av nepaivovoı, zul &oyov, wg Eros eineiv, ij 0VÖEVog 
zoo0ödovraı 7 Poayeos navv, 0i0v agıdunten al 
Aoyıorızn xal yemuergian xal werrsvrınn yenal aAlaı 


eloiv nuiv r.: Dat. eth. des Per- 
sonalpron. C. 433. Kr. 48, 6, 5. 
— nyag: 8.2u449d. — oluer: 
parenth., wie im Lat. puto, credo. 
— 10000... Teyvav: der Gen. 
part. wird regiert von Toy uev. 
Kr.47, 28, 2. — to noAv: Sub- 
jectsnom. ; ‘der Haupttheil, die 
Hauptsache, das Wesentliche.’ 

zo ur teyvne: "die Aufgabe der 
Kunst. Ueber die mannigfache 
Bedeutung des substantivischen zo 
mit dem Genitiv eines Nomens s. 
Kr. 47. 5, 9. C. 410. — xul 6. 
0.: ‘sogar. C. 624, 3 Kr. 69, 
32,18. — olov: ‘zum Beispiele. 
vgl. Prot.323d. Die Construction 
schliesst sich unmittelbar an &yıcı 
OR 0VÖEsvog an, und alla... 
oıyns ist als Parenthesis zu be- 
trachten. 

D.yoayırn . . .: Die Benen- 
nungen der Künste und Wissen- 
schaften können den Artikel ent- 
behren. Vgl. Kr. 50, 3,5. — ® 
Yns: negas. Kr. 64, 5, 4; 67,1, 


2. — N 00: erg. rag TOLEYTRE 
Atyeıs. — ÖE yE: 8.z2u 4480. — 
og Enog sineiv: mit Bezug auf 
oVdEvog s. oben zu b. — 


ne00Ö8ovraı: eos hat hier 
in der Zusammensetzung dieselbe 
Bedeutung, wie in Verbindung 
mit dem Dativ (zeös zo Aoyo 
oödevög Zeyov Ötovraı). C. 467 
fin.; Kr. 68, 46, 16. — Poageos 
navv: häufig erscheint navv dem 
Adjectivum oder Adverbium, zu 
dessen Verstärkung es dient, nach- 
gestellt. — Aoyıorınn: “die Re- 
chenkunst, ars computandi. Wor- 
in sich diese von der “Zahlen- 
kunde, agıdunzen, unterschei- 
det, wird 451 c gezeigt. — xal 
z. ye: damit wird ein Glied an- 
geschlossen, auf welches der Spre- 
chende besonderen Nachdruck legt. 
- zertevrınn: auch Phaidr. 274 
c. wird das Brettspiel unter den 
Künsten aufgezählt und sammt der 
Rechenkunst, Geometrie, Astro- 
nomie und Buchstabenschrift eine 


4514 TOPTIAE. 415 


zoAkal reyvaı, av Zvıaı oysöov Tı l0ovg Toüg Aöyovg 
Eyovon Taig agabscı, ei 6: moAdel Aclovs xal TO 
ZupERaEV näOe N zodtıs xal TÖ #Ug0g avraig did 10- 
yav ori. rõvV ToI0vVTmv Tıva por Öoxeig Adysıv ıyvE 
Inrogınmv. 

TOP. ’AAnd7 Atyaıs. 

ZN. AAN oVroL ToVr@v ys 0VÖEulav oiuai GE Bov- 
Asodaı HnTopixyv xaksiv, 0V4 OT To byueu 0Vrmg 
sites, Or n dıa Aoyov TO xUgog EYovoa 6nrogixn Eorı, 
xl vroAdBor av rıs, sl BovAoıro Övoyegaivsv &v rois 
Aoyoıg, NV deıduntagv oa Emtopıxyv, & Iopyie, 
Agyeıs; aAl 00% oLual GE OVTE nV apLdunTanv OVTe 
nv yeausrolav Önrogiunv Aeyeıw. 

I'OP. Oobũs yag oleı, @ Zuxgares, al Öıxalog 451 


vroAnußeveıg. 


Erfindung des ägyptischen Gottes 
Theuth ‚genannt. 

oyed6% rı: ri bei Adverbien, 
besonders 078807 und ndvv, be- 
schränkt in gleicher Weise, wie 
zig bei Adjectiven (s. zu 448 e) 
die Bestimmtheit des Ausdruckes. 
Kr. 51, 16, 5. vgl. Prot. 345 d. 
— foovs: Prädicat. C. 387. — 
tais noubecıv: über den Dativ 
bei Loos s. C. 436 b. ‚Kr. 48, 18, 
8. — ai dh moAlal: “die Mehr. 
zahl. Durch den Artikel gewinnt 
zoAvg, im Gegensatze zu den 
Einzelnheiten, eine scheinbar su- 
perl. Bedeutung. Kr. 50, 4, 12. 
— raelovs: ergz. tovg 1öyovg 
&yovo. ray noudenv. — TO nu- 
oarav: adverbartiger Acc, C. 
404. A. Kr. 46, 3, 3. — nüoa 
... nvgog: —** kann auch zu 
zo xUpog gezogen werden. Kr. 
58. 3. 

E. odror: zuversichtliche Ne- 
gation, zu welcher man aufdieBei- 
stimmung des Unterredners rech- 
net. Vgl. Kr. 69, 55. C. 643, 


10. Prot. 360 e. — oddsulav: 
Fortsetzung der Negation. Kr. 
67, 12. C. 619. — 09% Or: “ob- 
gleich. Diese seltenere Gebrauchs- 
weise von ooy Orı erklärt sich 
aus einer Ellipse dieser Art: 00% 
oluai ce ovdsulav „Tovrov 
BovAsodaı xaleiv, Otı To 6N- 
garı x. r. A. vgl. Prot. 336 d. 
Kr. 67, 14, 3. — & 6njuers: 
im Gegensatze zu dem ßov- 
leo naleiv. — Eyovoa: ergz. 
zeyvn. — vnoAdßor av rıs: d.i. 
“ieh könnte annehmen. So weist 
zls, wie unser “man, oft auf die 
redende Person hin. vol. „bes. 
Ilias & 287 ff. air 00 Kur 
(Achilleus) &eAsı wegl navrov 
Zuusvoı Allmv, navıav Ev 
ngazesıv Edle, mavıeco Ö 
avaaoeıy, mücı Öt onnalvev, & 
zıy 09 neloschnr dio (d. h. 
ich, Agamemnon). Ueber den 
Optativus potentialis in beschei- 
dener Behauptung vgl.zu447b. 
A451 A. Öodüg yag: yao steht 
in Antworten oft elliptisch mit 


16 MAATSNOZ 451 A 


ER. "Id võũv Xu) OU nv arongıaıv nv no0unV 6 
d1ansoavov. Enel yag 7 bnTogisn Tuyyavs ulv 0VoR 
TOVTWV TIS TOV Teyvav av 0 noAv A0yn YpmuEvov, 
_ zvyyavovan dt xal KAlaı roınüraı ovoaL, nEIOG Einsiv, 

n neol Ti Ev Aoyoıs To KÜgog Eyovoa Önrogian dorıv. 

BorEE av el ris us Eooıro W@v vor dn EAsyov mepl 

NETIVoO00V av Teyxvav' © Zunugares, tig dauw n 

agıdunrınn teyvn; einoıw Av aUro, WOnEE OU üAoprı, 

oT av dia Aoyov tig TO HÜgog Eyovaav‘ xal el us 
Beravegoıro‘ av zepl Ti; einoıw dv Ortı av eol To 

. dETLOV TE Hal NEQLTTOV Yyvadız, 000 av Erndrega TUy- 

yavn Oveo. el Ö av Egoio‘ nv Ob Aoyıozınnv viva 

xaAsis teyvnv; elmoıw av Otı xal adın Earl tav Adyo ! 
TO RÄV nvgovusvoav' xal el Emavegoıro‘ N neol Ti; 
einoıw Av WOnEE ol &v To Örjum Gvyyoapousvor, OTı 


Bezug auf eine nicht ausdrück- 
lich gesetzte Bejahung (wie hier) 
oder Verneinung. Kr. 69, 14,7. 

id: „g zu 449d. — nv axò 
xoro. NV ngöunv: "die Antwort 
auf meine Frage. — TÜV Teyvov 
TtoVv...:C. ‚385 b. Kr. 50, 8. 
u. A. 1. — 70 noAd: 8. zu 450 
d. — nmel... dorıv: Die 
Stellung des Fragepron. im Par- 
ticiplalsatze macht in der deut- 
schen Uebersetzung eine Abwei- 
chung und eine gewisse Unge- 
nauigkeit nothwendig, etwa ‘auf 
welchem Gebiete muss eine Kunst 
durch Reden ihre Aufgabe erfül- 
len, um Rhetorik zu sein? Ue- 
ber die Frage im Participialsatze 
s. C. 606, A. 2. Kr. 51, 17, 4. 
Ueber den Ind. im abhängigen 
Fragesatze nach- vorangehendem 
Haupttemp. (r&ı00) C.526 a. Kr. 
54, 5. u. 6. — 

ůgaeo av el...: 8.20 4470. 
_ 09... teyv@v: ordne zegl 
NOTLVOGOVV TWV TEyVaV, O9 voV 


ön &Asyov. Ueber die Attraction 
s. zu 448 d. — 7071900009: C. 
600. Kr.51, 15,2; 25, 9, 2. vgl. 
Prot. 313 e; 323 a; u. ô — 
örı: zur Anfübrung directer Wor- 
te. Kr. 65, 1, 2. vgl. Protagoras 
317 e. — 

B. Erxavegorro: “noch weiter 
fragte.’ Kr. 68, 46, 17. 0,1463. — 
megırron: als mathem, Term. 


“ungerad, impar ; das Gegentheil 


ist &orLos. cfr. Prot. 356 e. — 
000 av Tuyyaun: s. zu 450 b. 
— AV90vuUEV@V: xvgovaodaı (als 
Med. selten) hat bier u. unt. d 
(welche Stelle nur die Wiederho- 
lung von dieser ist) die Bedeu- 
tung von #ügog £ysıv. — oi Ev 
t. d. ovyyeQ.: d. i. diejenigen, 
welche in der Volksversammlung 
einen Antrag stellten und schrift- 
lich abfassten. Wenn nun jemand 
in der Volksversammlung einen 
Antrag stellte, der mit einem 
bereits vorgebrachten theilweise 
übereinstimmte; so trug er nur 


451 D TOPTIA2. 17 


ra ulv älla xadansp 7 dpıdunzen n Aopıoran &yeı 
xepl TO KVro yag dari, TO TE üprıovxal to mEgırıoV' 
Ötnpspeı OF TooodrovV, Hrı xal Xo0g aurk xal mpüS 
aAinia ns Eysı mANdovg Emıanonei TO neoıTrov ul 
co aprıov 1 Aoyıarınn. xul el Tıs Tv aoTgovoulav 
avepoıro, &uoü Akyovros Orı xal aurn Aoy@ xvpoüraı 
ra navıe, ol Ö& Aoyoı ol zig aorpovoules, ei paln, 
zsol ti sicıw, © Zuxoares; strom av OT Rep) zav 
rcõꝝ dargmv popav zul mAlov xal aeAnvng, ros 008 


aAinka Tayovs Eysı. 


TOP. Oobſẽ ys Atyov ov, & Lioxoarss. 

ZR.’18ı 6% xal ov, © Togyia. wupgavsı udv Yao 
IN N ÖnTogien 0V0a« Tav Aoyo TE navra bLargaTTo- 
BEvOv TE xal avgovusvov' n yoo; 


die Differenzpunkte vor und er- 
klärte sich mit dem früheren An- 
tragsteller einverstanden. Z.B. 
Kepbisodotos hat seinenVorschlag 
gemacht. Menexenos beantragt 
über einzelne Punkte anderes. Er 
beginnt also seinen eigenen An- 
trag mit den Worten: ta u8V 
alla nufaneo Krpıoodorog, 
und nun folgen die Modificationen. 
Somit waren die angeführtenWor- 
te stehende Formel. — &v oa ô.: 
“in der Versammlung des Volkes; 
vor dem Volke S. Kr.68, 12,3. 
C. 456 a. vgl. Prot. 309 a. 


C. zo ts &orıov: "nämlich 
das Gerade u. s. w. In der Ap- 
position wird diese Part. imGriech. 
so wenig als im Lat. ausge- 
drückt. Kr.57, 10, 5. F. Schultz 
lat. Spr. 8.229. A.4. — To0000- 
zov: Inhaltsacc. Ueber diesen 
Acc. der Pronom. bei dıayk- 
osıv s. Kr. 48, 15, 14. vgl. Prot. 
339 a. — 0Tı...: gibt die Er- 
klärung von Tooouron. — dal 
Aoyıorınn: ordne Or 7 Ayoın. 


Plat. Gorgias. 


Enıoxonsi rg zAmdovs To ne- 
gızzov nal zo &grıov Eysı vol 
moös adTE nal 008 allnic. — 
—A— der Gen. regiert von 
zog. C. 415. Kr. 47, 10, 5. — 
Tv dorpovoulav dv.: Acc. der 
Sache bei einem Verbum des Fra- 
gens. Kr. 46, 15. C. 402, — AE- 
yovrog: causales Partic. C, 581. 
Kr. 56, 12,1. — of öt Royoı. 
sioıv: Die Frage wird direct ge- 
geben; “worüber handeln denn 
aber dieReden u. 8. w.; daraus 
erklärt sich d& bei of Aoyoı in 
Beziehung auf das vorausgehende 
A0oyo, und die Wiederaufnahme 
des ei avsgoıro durch el gain. 
— gogav: von der Bewegung der 
Himmelskörper. — 0e®#oös ys: s. 
zu 449 a. — 


D. i9ı ön nal 09: Uebergang 
von der Induction auf den eigent- 
lichen Gegenstand. Ueber ?$ıdn, 
einleitend den Imper. A&ye ön, wo 
ön der Zwischensätze wegen wie- 
derholt ist, s. zu 449d. Ueber ön 
beim Imper, s. zu 449 a. — T. 


2 


18 ITAATQANOE 


TOP. "Esrı raöüra. 


451 D 


22. Abys Ön av neol vi; ri dovı Toüro Tav 
” 7 ẽ e ⁊ 
Ovrmv, sο 0% oöürot ol Aöyoı iotvu, ols 7 6nrogıan 


xontat ; 


TOP. Ta neyısıa Tov Avdgmzelan TgRYuRTOV, 


0 Ziwxparss, vol Koıore. 


ER. AR, oO Tooyio, —2— xl roũro 7 
Akyaıs Hal —* TO O0RpEG. olouaı Yyao GE aRNXo&var 
E &v toig Hvumooloıg adOVLWV AvFERNWV rũro TO 0x0- 
Aıöv, Ev & xaragıduoüvraı Kovres, Orı Byınlvsıv ubv 
&oıarov &orı, To 68 dsVregov xaA0v yevkadaı, TolTov 
ÖE, DS Ynaıv 6 noımıns Tod GxoAıod, To wAovrelv 


öoAmg. 


TOP. ’Axnxoa yao’ aaa g05 Te Todro Asyaıs; 
ZR. "Or 601 area av napaoraiev ol Önuovpyol 


Ev yag oe dn: die Partikeln ut» 
önj bilden häufig den Uebergang 
zu einem neuen Abschnitte. ya&g 
bezeichnet den ganzen Satz als 
vorläufige Begründung der fol- 
genden Frage (A&ye d. ro» megl 
zit). — av A.: Ueber den Gen. 
partit, s. zu 449 d. — cov Ov- 
tov: regiert von tl. — & u8- 
yıoTa . Gorgias begeht den 
nämlichen Fehler, welchen Sokr. 
(448 e. fin.) an Polos gerügt 
hatte, 

E. göovrov &.: über den 
Genit, bei dxovm 8. zu 449c. — 
onoAsıv: Die Skolien waren kurze 
Lieder, theils Preis von Göttern od. 
Helden, theils Sprüche der Lebens- 
weisheit enthaltend, welche man 
in Athen beim Symposion zu sin- 
gen pflegte. Der Singende accom- 
pagnierte sich auf einem Saiten- 
instrumente, oder hielt einen Lor- 
beer- oder Myrtenzweig in der 
Hand. Nach Beendigung des Lie- 
des reichte er dieLyra oder den 
Zweig einem Malesgenossen auf 


der entgegengesetzten Seite, wel- 
cher hierdurch zum Singen auf- 
gefordert wurde. Von diesem Hin- 
und Herspringen leitet man ge- 
wöhnlich den Namen 0x04109 ab. 
Besonders beliebt war ein patrio- 
tisches Skolion auf Harmodios 
und Aristogeiton. — 

xaragıduodvraı adovreg:' sie 
zählen in ihrem Gesange auf. 
— örı by.: Das Skolion lautet 
(Bergk. oet. Iyr. p. 1012): Tyı- 
alvsıv EV &oL0ToV avdgl Yva- 
To, AsvrEg0V Ö pvav nalöy 
yeviohen To zolrov Ö3 nAov- 
teiv adoAmg, RU zo TETEOTOV 
nBav were Tüv pllov. — 6 
rzontng: wahrscheinlich (vgl. 
Bergk. a. a. O.) Simonides aus 
Keos; über diesen Dichter s. zu 
Prot. 339 a. und den Anhang 8. 
122 fl. — 10 nlovreiv adolwme: 
vgl. Horat. Epist. 1, 1, 65, 66. 
— AXNR0a yap: über yao 8. ob. 
unter a — 

452. ol Önuiovgyol: hier in 
der allgemeinen Bedeutung Be- 


452 C TOPTIA2Z. 


19 
rovrov av dnmvsasv 6 TO OxoAıov moındas, lasoog Te 
xol nawdorolßng xal yonuerıorys, xal einoı "no@rTovV 
utv 6 laroög Orı @ Zioxparss, 2anark os T'ooylas' 
00 yap Eorıv 9 Tovrov eyvn mepl TO ueyısrov dya- 
96V rois avdommoıs, ai N Eun. ei 00V aurov &yo 
Zoolunv‘ ov Ö} ris @v raüra Akysıs; einoı av Iomg 
ori laroog. re 00V Akysıg; 7 TO ig ons veyuns Zoyov 
neyıarov dotıv ayadov; ng yap 0V, gYaln av iowg, 
7) d Ziingares, vylse; „ui Ö’ dori usifov ayadov avdod- 


nos dyızlag; el 6 av usrd Toürov 6 naıdorplßng elroı B; 


ori Havuakoıul zav, © Ziuxparss, xal würds, el 001 
&ygoı Toeylas weibov dyadov aridettar rijß avrod Tey- 
vns 7 &yo is dung’ eimoım av ad xal moög Toürov* 
ou Ö8 67 vis el, @ avdgwns, xal ri ro 00V &oyov; 
zadorelßns, palm &v, To 6 Eoyov uov &orı xuÄovg TE 
aa) loyvgous ToLelv ToUg avdgumovus Ta oouara. were 
Ö} 70V aadorgißnv einoı av 6 zonueriorns, oög Eyo- 
ua, nAvv xaTapgpovav anavımav' oxone Öjte, © 
Zioixoates, £av 001 nA0VToV Yavı) Tı WEifov ayadov 


‘werkstelliger, vgl. Prot. 312 b; dargov. — raw: d.i. rol @v. 


327 c. — rovrwv av: C. 597, 2. 
Kr. 51, 10. vgl. Prot. 313 d. — 
laroos: "nämlich der Arzt u. 
8. w.; 8. zu 452 cc. — maıdorgi- 
Bnns :"der Turnlehrer. Ueber seine 
Bedeutung s. Prot. 326. b.c. — 
duo 2: 8. zu 451 a. — toi 
avdgmnas: als Dat. des Inter- 
esses ZU TO Ayadov zu construie- 
ren, C. 431 a. Kr. 48, 4. — tig 
DV: 8. zu 451 a. Das causale 
Partic. &v begründet das Atyaıg. 
: C. 607 b. Kr. 69, 28, 2. 
— yleıe; d. i. zag yao N 
dyleıa, zo rĩs &uis teyvng Eg- 
yov, To uEyıorov Kyadov Eorıyz 
über vyleıx ohne Art. 8. zu 
50 D. 


B. usra Tovrov: näml. 0» 


Ueber das yersichernde tor 8. C. 
643, 10. Kr. 69, 61, 1. — xel 
aurog: el ipse. Kr. 51, 6, 6. FE. 
Schultz lat. Spr. 8. 220, A. 1. — 
Zmıdsikoı mit offenbarem Bezug 
auf die Emidsıdıs des Gorg. vgl. 
zu 447 a. — Öö& Ön: urgierende 
Hervorhebung des Gegensatzes. 
Kr. 69, 17, 5. vgl. Prot. 312 a; 
8312 e; 358 bu — maudorgi- 
Bns: näml. elui. — TE Owuare: 
C. 404. Kr. 46, 4. 


C. &ravıov ist Masc. ‘alle 
(namentlich ixreog und zaudo- 
tolßns) die ausser ihm das höch- 
ste Gut glauben verschaffen zu 
können. — ox. djra: ‘so erwäge 
denn, s. zu 449 e. — £av: ob. 
C. 610. Kr. 69, 21, A. Ueber den 

2% 


. 


! 


Ch 


20 TAATQNOE 452 C 


ou 7 wagt Togyia n zag all Örmoüv. painsv dv 0dV 
mes auzon wid ön; , ou rovrov dnmovgyog; Yan 
&v. ls @9; ENBarIoTnS. ri oUV; olvsıs ev uEyıazov 
dvdgWmors ayadov slvaı HA0BTOV; POogEv. mg Pag 
00x; gel. sel umv ugpıaßgrei ys Topyias öde vv 
za au rixvmv usttovogę — altiuv elvan 1 n nv 
onv, Yalnev av nwels. Onkov ‘00V OT TO HET Toro 
oomrꝰ av xal vi &otı roũro To ayadov; dnonpıvaoden 
DI'oeylas. IH ovv voulsas, & Topyla, Epwracda xal 
vn Ensivov xal dr Euod, dröxpıvas ti darı roũro 6 


ynS5 CU wEyıororv! ayadov sivaı rotg avdgaimoug xol a8 


dnuuoveyorv eva aÜToV. 

TOP. "Orso derlv, & Zungares, 1 dindele ud- 
yıorov Kyadov zul alrıov fuc ubv EAsudeplug aurots 
Toig AvdowWmoıs, Aue Ö& Tod KAAmv Kpyeıv 8v 1 ad- 
Tod moAsı EXRAOTO. 

ZR2. Ti ovv ôm toöro Alyaıs; 


ähnlichen Gebrauch des s? im Lat. 
vgl. F. Schultz lat. Spr. $. 232. 


A. 2. — 69: über galvoueı mit 
dem Partic. s. C. 590. Kr. 56, 
4, 8. — 


tie 009: wie nun?” d. i. 'was 
folgt daraus?’ vgl. C. 637, 2. 
‘Erklärst du etwa den Reichthum 
für das höchste Gut?! — ac 
unv: verbunden leiten diese Par- 
tikeln häufig einen Einwurf ein. 
Kr. 69, 39, 1. — dugioßntei: 
“macht dagegen den Einwand gel- 
tend, erklärt dagegen; vgl. Me- 
nex. 242 D. Vergleichbar damit 
ist der gerichtliche Gebrauch von 
augpıoßnteiv in dem Sinne‘ An- 
spruch auf etwas machen. — öde: 
8. zu 447 a. — 779 — aüre 
réxvnv: ‘seine Kunst; eigtl. “die 
in seinem Besitze befindliche 
Kunst. Ueber diese Bedeutung 
des zae& mit Dat. der Person s. 


Kr. 68, 35. vgl. 465 A. — di- 
kov: ohne &ori. 8.zu 448 c. — 70 
wer& rovro: adverbialer Accus. 
Kr. 50, 5, 12; vgl. C..405 A. 2. 


D. ?dı: s. zu 449 d. — 9’ 
&uslvov: mitBezug auf die drei 
redend eingeführten Personen lo- 
zoög, mardorgißng, xenuere- 
orig. — xalok... aörov: Der 
gewöhnliche Uebergang aus dem 
Relativsatze in den demonstrati- 
ven. C. 605 A. Kr. 60, 6 u.A. 
2.0.4. — &uausv .. . Kun Öf 

: simul . . simul. Kr.59, 1, 
4. vgl. Prot.310 e. u. d. — ai. 
toig Toig ⸗.: ‘den Menschen für 
sich allein; im Gegensatze zu &4- 
Amv. 8. zu Prot. 209 a. fin. — 
tod KAAmv doyeıv: bei derSub- 
stantivierung wird der Inf. mit 
allen seinen Bestimmungswörtern, 
so hier dem Objecte &AAov, zu- 
sammen als ein Ausdruck betrach- 


433 A TOPTIAZ. 4 


TOP. To »sldew äyoy olov T sivaı volg AdyoısE 
xal 2v Ösnacınpbo Öixnoras al dw Bovisurmolo Bov- 
Asvsag ol Ev duxigolg dmninssusras za Ev ülio Evi- 
iöyp navıl, o0rLs av mohrıwög. Evlloyog peyaazaı. 
xatroı Ev zavın vi Övvans. Öoviev niv Sarg row ie- 
rooV, dodAov dt zow zaidorgißnv‘ 6 d3 yonnarisrng 
oVrog Alm dvapavgosıaı yoenwarıkousros zul ody 
aurh, aid aol za Övvandvo Adysıv nal meldsw Ta 
And. 

8 22. Növ no Öoxsis Onisanı, o Topyix, Eypv- 453 
Tara ı7v Ömvopiemv Yvrıva regumv nyel eiva, al ei 
ts &yo ovvimpı, Adysız Orı oſfg Önmiovpyos dor 
v 6mogıxn, xal q wpayparsia aurig mac xal To 
xspainıoy eis Toüro Teisvzd" 7 Brsıs vu Asysıv dal 


wÄEoy vv Omvopinnv Övvasdıı 7 


vw Ev ı vorn oliv; 


tet. vgl. C. 379. 574, 9. — ti 
. Tovro A.: vgl. molovg Tov- 
tovg 449 e. — 


E. 10 neidew...: ordne rö 
olov € sivaı neldEıv Toig A0- 
yoıs. — dv ll Eviloyo nanzl: 
näml. zoug Evlleyevras. — 00- 
us @v.. . ylyynras: 8. zu 
450 b. In hypothet, Relativsätzen 
wird oorıg häufig gebraucht. s. 
453 d. — xaltoı in seiner ein- 
fachen Grundbedeutung : “und für- 
wahr; vgl. Hom. Il. ». 267. Xen. 
Kyr.3, 3, 19. 7, 3, 105 häufiger 
verbindet sich mit xalroı die ad- 
versative Bedeutung "und doch. 
— dr zavın ı5 dvvaner: "auf 
Grund dieser Fähigkeit, ein Ge- 
brauch der Präp. dv, die dem dy- 
namischen Dat. nahe kömmt. Kr. 
68, 12, 6. — dovlov uiv... . 
dovAov öl. . .: Ueber usv und 
ös in der Anapuora s. Kr. 59, 
l, 4. Beschtung verdient das hy- 
perbolische dovlog. — zenku- 


NR \ 2 * 
TEeudn vols KROVOV- 


tiorng odrog: Nicht selten dient 

€ . 
ovrog, entsprechend dem lat. iste, 
zum Ausdruck der Geringschät- 
zung. vgl. Krit.45 a; 48 cc. Apol. 
17 b. u. d. — dvayasıjocraz 
zenuerfousvog: über das Par- 
ti» vgl. das unter c bei g@ar- 
veodaı Bemerkte. — alla 00l: 
die Worte 00% adra geben An- 
lasse, dass durch &44& cool der 
schon mit &Al@ bezeichnete Ge- 
danke in genauerer Fassung wie- 
der aufgenommen wird. — ra 
zAndn: der Plural in Bezug auf 
die vorgenannten verschiedenen 
Versammlungen. 


453. sig tovro. näml. ro zel- 
Heiv. — Neysıg rı Alysıvı: über 
den adverbartigen Acc, ri 8. 
Kr. 46, 4, 4. C.404 a. vgl. auch 
zu 450 d. (bei oysdörrı). — dl 
wilov: gehört zu dyvacdaı, ei- 
gentlich über einen weitern Um- 
kreis hin (Kr. 68, 42, 1) Einfluss 
haben,’ also amplius valere. — &- 


22 HAATSNOE 


453 A 


TOP. Ovdeuis, ® Zuixgarss, aA or Öoxeig 
Ixavös öpltsohaı ‘ Zorı yap Toüro To xepaiaıov avrng. 

ZQ.”Anoveov dn, & I'opyla. &ya yao su ICH orı, 
Boög Euavrov zeldn, einsp tig aAAos KAin Örakkysrar 
BovAousvog sldöEvaı avro Touro zEpl.0Tov 6 Aoyog £ott, 
xal E&ub sivar rovrav Eva’ abıa 68 zul ae. 

TOP. Ti ovUv d7, © Zwxgurss; 

ZR. Eya oo vüv. &yo ıVv An Tg Ömroginiig 
ed, 7 ıis nor Earlvivov Akysıg zul nepl avrıvov 
zenyucarav Earl ned, Caps uiv ev I0H ori 0Ux 
olda, 00 unv all vrontsvo ya nv olual as Adysıv xal 
zepl av’ ovÖlv wevroı nrrov Eonjooual ae, viva work 
Akyas nv nado nv ano Ts Önrogiang xal nspl Tl- 
Cvov adınv elvar. tod 0VV Evexa ÖN adrög drorzsvav 
08 Epnooueı, aAA 0Ux avrög Akyam; 00 000 Evexa, dAl 
tod Aoyov, iva 0VTm zeolm, Ws uciıoT av nulv xu- 
tapavig ori asol Orov Afyeraı. OxoneL yag El 001 


%ovoov Ön: 8. zu 4492. — Ya 
... Evo: die Infinitivconstruction 
&us elvaı rTOovr ov Eva ist gesetzt, 
wie wenn &uavrov neidw nicht 
durch og zur Parenthesis gemacht, 
sondern als Hauptverbum mit &y«& 
zu verbinden wäre: &yo yao S- 
yavıov neldw, eineo... Earl, 
xal ut elvaı tovrav Eva. Vgl. 
Herod. 1, 191: 9n0 Ö2 ueyaßeog 
rijs woluog, ag Akyeraı nö 
Tov ravın olxunusvor,...Todg 
to uEoov olneovrag 0% uav- 
$avsıv. Kr. 55, 4, 7. — © 
tod" Orı: dass diese Worte zu 
einer parenthetisch, ohne Einfluss 
auf die Construction gesetzten 
Formel der Versicherung gewor- 
den sind, zeigt die Stelluug von 
&yo. Kr. 69, 48, 2. — dıaldys- 
car: 8. zu 447b, — 

B. rovıoy: nüml. av Bovio- 
Bevor x.r... — 08: näml. rov- 


av Eva slvaı. — rl 009 dr: 
8. zu 452 ec. — dn0 tig 6nro- 
eunns: ano zur Bezeichnung des 
Ursprungs, des Ausgangs; cau- 
sal. C. 452 c. Kr. 68, 16, 7. — 
ovᷣ unv aAl: s. zu 449 b. — 
— Ntrov: nihilo minus. Ueber 
den adverbartigen Acc. oöde», 
01V u. &. Kr.48,15,11. 0.404. 

©. zoö: = tivos. — 970- 
NTEUWV: Concessiv.8.zu450 b. — 
aA 00x avros Akdym: (‘sage es 
aber nicht selbst) ‘und sage 
esnicht selbst. Negativ antithe- 
tisch steht im Griechischen ge- 
wöhnlich ‘AA’ 00, seltener xal 
0v. Kr. 59, 1. 10. — roö 03» 
... Ayo: Selbstfragen sind als 
Uebergangsformeln und um die 
Rede zu beleben bei Platon häu- 
fig. Vgl. Prot. 343 b. Apol. 0b. 
Krit. 46 c. — roö Aoyov: d.h. 
die vorliegende Untersuchung. — 


453 D 


doxo dınalas dvspmrav ae. 


TOPTIAZ. 23 


ev R [4 ⸗* 
DOrEE Av Ei Ervyyavov 


se Epmrav ris dorı rav fuypapmv Zeükıg, ei wor &- 
5 Orı 6 a {de Yodpmv, do 0U% dv Öinalag 08 7E0- 
unv 0 a noia av fomv yodpmv xal noü; 


TOP. Iavv yes. 


ER. dpa did Toüro, Hrı va) aAdoı eiol Ewypdipoı D 
yoagovres alla wolla füc; 


TOP. Net. 


zn. Ei dE ys undslg aAlogn Zeükıg Eyoaps, x0- 


Ads av 001 amexexgıro; 
TOP. Ilög yao ov; 


ZR.’Idı On al nepl is bnrogimns sind’ wors- 
e0v 001 Öoxsi xaudo nossiv N Gmrogien uovn 7 xal 
aAlaı veyvaı; Adym 6 zo rowvds‘ Oarıs Öıddansı 0- 
ziodv rodyua, Korsgov 0 dıdaaası melde N 00; 


el: ‘ob. s. zu 452 c bei day. — 
Done av &: 8. zu 47d. — 
el Ervyyavov..., sl wor eines: 
“wenn du mir auf meine Frage 
sagtest. Der erste Bedingungs- 
satz @i.. . Zeügıs) ist dem zwei- 
ten (el. .. yocpov) untergeordnet. 
Kr. 54, 13, 8. s. zu Prot. 311 b. 
— zig av Euypdpmv: "wasfür 
ein Maler” Ueber den Gen. part. 
8. Kr. 47, 28, 2. vgl. C. 412. — 
Zeväıg: Zeuxis aus Herakleia in 
Grossgriechenland, einer der be- 
rühmtesten hellenischen Maler, 
war der Stifter der sogenannten 
ionischen Künstlerschule, welche 
Aristoteles mit, der Bemerkung 
charakterisiert, ‘dass ihr bei aller 
Eleganz der Zeichnung und allem 
Reize der Farbe doch ein sittli- 
cher Charakter (rò Pos) fehle. 
(0. Müller gr. Litter. I. 334; 
Hdb. d. Archäol. $. 138.) 

Soc: £00v, eigtl. ‘lebendiges 
Wesen’ überhaupt im weitesten 


Sinne, bedeutet auch Öfters die- 


‚Abbildung eines solchen, sodann 
“Gemälde im Allgemeinen. — oͤ 
ygdymv: "Maler. s. in a zu toig 
ErROVovVoW. — 0. . Neoumv: 
s. zu 48 b. — TE "role: der 
Art. steht bei dem Fragepron., 
wenn er zu dem die Frage beant- 
wortenden Subst. oder Adj. zu 
setzen wäre. Kr. 50, 4, 7. Ueber 
die Stellung des Fragepron. vgl. 
zu 451 a. — 

D. dia Toüro: ergz. No0unv 
ce dınalag. — dE yeı 8. zu 448 
a. — armenengıro: das Perf. (und 
Plusqgf.) von «zoxgivouaı hat 
sowohl active als auch passive 
Bedeutung. Kr. 39,14,3. — id 
ö7j: 0.2u449 d. — 7 Ömrogınn 
uo»n: des Nachdruckes wegen 
an die letzte Stelle gesetzt. — 
Adyo Ök ro roıovös: als Ankün- 
digung eines directen Erklärungs- 
satzes. Wie roroode mitrode wird 
im Lat. talis mit Äic an man- 
chen Stellen gleichbedeutend ge- 
braucht. Virg. Aen. 5, 79. talia 


24 TOPTIAE 


453D 


TOP. Oö dire, 8 Zuinparss, dAia ndvsav ud- 


Ausra Elder. 
E 


ZR. adv 67 dal Tov avrav reyvov Adyauzv 


vxso vov ÖN’ 7 apıdunman 0v dıddaxsı Nuäs, Ode 
dar! Ta& Tod agıduod, zul 6 dgıduntıXos AVdEmzoG; 


IOP. Iavv ye. 


ER. Ovxodv nal melde; 


TOP. Nat. 


ZR. IIsı$oüg &pa Önmovpyog dor al n agıd- 


umrixqi;. 
I'OP. Dativsraı. 


ZR. Obxovv dav rız domra nuds, molag wedoüg 
sol KEgl Tl, axoxpıvovusde mov euro Or rüg dıda- 
oxalınüg wis xeol TO Kpriov Te nal 76 XE0TTOV 00V 
154 dorl“ zul rag alas ds vov Ön dAdyouev reyvas axd- 

oas Ekousv anodeikaı meidoUg Ömuovpyovg oveag xal 
nerwog »al zepl 0 ri N 00; \ 


TOP. Net. 


ZR. Ovx dpa Önropıxn 


KLOVEYOB. 
TOP. "Alm Asysıs. 


Jatur. u. ö. Ueber den Art. bei 
zoıw0ode Kr. 50, 4, 6. — 00- 
tig: über die hypothet. Bedeu- 
tung Kr. 51, 13, 11. vgl. Prot. 
324b. u.0. — ® Önza: Nega- 
tion des 7 00. — Tivrov ud- 
AuorTa: Kr. 64, 5, 4. vgl. Prot. 
327 8. — 


E. öl zöv.. .; bei Atysıy 
heisst dm mit Gen. von. Kr. 68, 
40, 5. — ovzeo: d. h. 2p’ or- 
zeg, denn die Präpos. wird vor 
dem Bolat. regelmässig nicht 
wiederholt. Kr. 68, 9. vgl. Apol. 
27d.— @ diddaxsı: 00 (nonne) 
in der Frage lässt Bejahung er- 
warten. ©. 608. Kr. 64, 5, 3. — 


udvn neıdoüs Earl ön- 


ö0«: “alles, was; quaecunque. — 
za Tod dgıduod: 8.2u 450 c. — 
aal Ö agıdn. vd. : ergꝛ. ou 
dıdconsı Nuas ati. — OT züs 
Ö.: 8. zu 15la. — uns d. ins: 
8, zu 451 a — orıoV en. BE- 
eitrov: s. zu 451 b. 


454. nal tag... reyvag: zwi- 
schen Artikel oder Adjeet. und 
Subst. eingeschoben erhält der 
Relativsatz (der in diesem Falle 
von geringem Umfange ist) den 
Charakter eines attributiven Adj. 
Kr. 50, 8, 20. Aehnlich im Lat. 
omnes, quas modo referebamus, 
artes. — ovang: über das prädi- 
cativc Partic. bei deinvunı s. ©. 


K54C. TOPTIAZ. 26 


9 22. ’Eneıdn tolvuv 08 uovn dxepyateraı Toüro 
50 Eoyov, allı xal allaı, Ömalos BoxsE zepl Tod 
foypdyov usTe Toüro dwavspoineN av cov Adyovre, 
rolas 6n zeudoös xc is wegl Ti nadoüg n bnrogıen 
Earl veyvn; ij oð doxsl 001 dlaaıov elvaı Eneveodadeı;B 

T'OP. "Euoıys. 

32. ’Anoxpıvar 67, @ Iopyla, Ensıön ys zul ool 
doxsi oũrog. 

TOP. Tavıng tolvuv sig xaboöüg Adyo, $ Zw- 
xocreg, vis ev volg dıxaorneloıs xal Ev Tolg dARoıg 
vrAois, Gare xal Zprı ZAspov, sul wegl Tovrav & 
der: Ölnaıe ve sul Kdıza. 

ZR. Kal Eyo vor UmanrsvoV ravınv os Adysıv 
zıv nad xal xeol Tovrev, & Topyla' Al va u 
Savualns, &&v oAlyow Vorsgov rooürov Ti oe Avlow- 
va, 0 Öoxel uv dijlor sivan, Eyo Ö' dnavsowra‘ 6nsoC 
yag Asyo, toü EEng Evsxa mepulvsche, rov Aoyov Epmro, 


593. Kr. 56, 7, 2. — dinaloag: 
mit Bezug auf 453 c. — &xa»s- 
golus®” «av: Nachsatz einer hy- 
poth. Periode ; in dem Object von 
Eravegoiued” av, näml. 109 A8- 
yovra, ist zugleich die Bedingung 
enthalten: ei rıs Adyaı, erg. 17V 
Enroginnv neıdodg ÖnuLoveyov 
elvar. — 


B. &xavegichar: 8. zu ABlb, 
— amongıvau Ön: s. zu 449 a. 
— zadens: das Pron. demonstr. 
kündigt die epexeg. Appos. (eng 

Aoıs) an. Kr. 57, 10, 1 

„a dv toig aloıs Srloıg: 
“und bei den übrigen Versamm- 
Innigen _ des Volks’ Durch das 
Wort örlog werden diese Ver- 
sammlungen, sei es zum Recht- 
sproehen, sei es zu Berathungen, 
nur als eine grosse Menge von 
Leuten bezeichnet, weil eben die- 
ser Punkt für die weiteren Fol. 


gerungen von Wichtigkeit ist. — 
nul &y0 zo Umameevov....: 
näml. 453 b. — öAlyov ÜorEgo®: 
über den Accus. der Massbestim- 
mun beim Comp. 8. zu 453 b 
(ovot nrrov). — 


C. dyo Öd’ dnavsymrav: das 
Object hierzu ist aus 6 zu ent- 
nehmen. In dem Vordersatze Eva 
dnansomroäistder grammatischen 
Form nach kein Nachsatz vorhan- 
den. Wie es in der freieren Satz. 
bildung des wirklichen Gesprächs 
geschieht, wird nach deretwas län- 
geron A, Ausführung der Bedingung 

izaveowra dieser Satz un- 
vollendet gelassen; was dem Sin- 
ne nach hätte Nachsatz werden 
sollen, findet sich in den Worten 
oo yae E&js xri."damit du dich 
nicht wunderst, wenn ich u.8.w. 
—; wie gesagt nämlich ich frage, 
damit die Erörterung ihren ge- 


26 


HJIAAT2SNOZ 


45% C 


00 000 Fvexa, AA iva un &dılousde Umovooüvreg 

xg00gmafeıv chlmkav Ta „Aeyöpevo, alhı SU a Vav- 

roõ xara iv vaodscıw Org dv fovin zEgalvns. 
TOP. Kal öedug yg uoı doxelg zoelv, 0 Zo- 


HOUTES. 


ZR2.”Iı IN nal Todes Enioxsdousde. Kaksis Tı 


usuadnkevau ; 
I'OP. Kalo. 


232. Ti öE; nenıersvandvan; 


TOP. "Eyopye. 


3%. IIotsgov ouv ravrov doxst 00r slvaı ueue- 
Inxlvaı xal nenıorsvaevai, xal uadnaıs xal niorıs, 7 


&Alo ti; 


TOP. Otouaı ulv Eymye, & Zuixgares, GAlo. 
22. Kalos yap olsı' yvacsı 68 Evdevöe. sl yag 


tis 08 Egouto 


ag Eorı rıs, @ Ioopyia, zlörıg Yevöng 


xal aAmdns; Yalns av, ag E&yo olmaı. 


I'OP. Nat. 


ordneten Gang habe. — vrovo- 
odvreg... Asyouesa: d.h. nicht 
abwarten, bis der andere seine 
eigentliche Meinung deutlich aus- 
gesprochen hat, sondern die nur 
halb verstandenen Worte des Mit- 
unterredners nach eigenem Gut- 
düuken ausdeuten. — rE0«gRG- 
feıy (bei Platon aras sionu8- 
voy) eine geflissentlich gewählte 
Hyperble statt des üblichen x00- 
Acuußaverv. Der comparative Be- 
griff dieses Verbums führt zur 
Constr. mit dem Gen. allnıov. 
C. 424. Kr. 47, 28. — ra Asyo- 
peva: d.h. ‘das was ein jeder von 
uns mit den Worten, die er eben 
ausspricht (Part. Präs. 2) sagen 
will, darunter versteht. — alıo 

ev: di. air va 0v m... — 
usa ul on0Bs01y: ex propo- 
sito. ara mit Acc. ‘ gemäss. ©. 


459, B.c. Kr. ‚68, 25,2. — Orog 


av bovin; av verallgemeinert; 
ulcunque volueris. vgl. Prot. 336 
b. — ögdas ye: vgl. zu 449 a. 
— idı ön: s.zu 449d. — nal, 
dann &yaye, nachher unter d d- 
And Akysıs, Eorı Tadre u. a.: 
man beachte die Mannigfaltigkeit 
im Ausdrucke der Bejahung. — 


D. oilouar ulv Eymysı dem 
wey folgt kein entsprechendes d4; 
man denkt gegenüber dem blos- 
sen Meinen (oleo#«s) leicht den 
Gegensatz des sicheren Wissens, 
der dann in dem ysossı!von Sokr. 
bezeichnet wird. — xls yap: 
a. zu 4öl a. — 8 yag...: 
‘wenn nämlich. C. 636, 6 b. 
Kr. 69, 14, 1. vgl. Prot. 319 b; 
349 d; 351 c. u. 0. — gelns 
sy: ‘ würdest du es bejahen.. Kr. 


455 A TOPTIAE 97 


ZR. Ti dE; Enıowyun dar yevöng zul dAndns; 
TOP. Ovdauas. 
‚ZQ. Ankov yap av OrL 00 Tavıov darıv. 

TOP. Akne Atyeıg. 

ER. Alla unv ol TE ye uEeundnKorsg wexsiouevor E 
eial “al ol HEHLOTEVROTES. 

TOP. "Estı teüre. 

22. Bovisı ovv övo eldn Bapsv weıdoög, To ulv 
zlorıv NaGEYOuEVoV Kvsv To sldgva, rò 6 Enıoryunv; 

IOP. IIavv pe. 

3ER. Iorepav 00V n Gnrogian ned nor dv dı- 
xagınoloıs re xal Tols — öyAoıg zepl av Öıxaloov 
re xal — € aͤs TO nıdreveıv ylyveraı üvsv ToÜ 
eidevaın & ns to elöevan; 

TOP. Aijkov Önnov, a Zwrperess, Orı EE ng To 
KLETEVELV. 

20. H 6nrogiun & a0, ag ſorxs, NELHOUg Onnioug- 455 
yog &orı miorsvrinng, aAA 00 Ödaaxaiıng negl to di- 
xuı0V TE xal adıxov. 

IOP. Net. 

ER. Ovd’ apa Öidaonaiınös 6 Intwp Lori dıxa- 
ornelwv re xal av aAlav oyAmv Ödınalav te negı xal 
adixmv, AAAR nEioTıXög UOVov. 0% yap Önzov ÖyAov 
y dv Övvaıto Tocoürov Ev 0Alym 190vm ÖLdakaı odro 
ueyala noayuere. 


64, 5,4, — Önkov yag: wie ‚kurz Wiederholung der eigenen Worte 


vorher xœdcoc ydg, worauf «dv Be- 
zug nimmt. — 

E. aalc unv: 8. zu 449e. — 
Bovisı 00V... Fouev: über den 
deliberat. Conj. s. zu 447 c. Oft 
wird das fragende BovAeı (oder 
bei mehreren Bovieo#e) ohneVer- 
bindung mit dem übrigen Satze, 
gleichsam wie ein Adverb. voran- 
gestellt. Kr.54,2,3. vgl. zu Prot. 
3170. — zu ... Örkoıg: 


des Gorgias (in b). — dn40» dy- 
zov: über Öfjlov ohne darl s. 
zu 448c; über dnmov s. zu 447 
d. — õort. . IOTEVELD: die Er- 
gänzung liegt in den Worten der 
Frage, also: özı zavıny rn» 
nad roll, &E ng TO ætore vei 
yiyveraı avev 700 eldevaı. — 
455. nıotsvrinng: glaubenma- 
chend. — . WEQL: C. 90. Kr. 
4, 1. — dv Övvaızo: 8, zu 458 


38 NAATSNOZ 


TOP. Ou Ödfjre. 


455 A 


| ZR. Dips 67, idouev ri more nal Atyonsv zegl 10 
Brig énrootxijg dya ulv ydp Tor 0VÖ avros za Öuva- 
uaı xaravonoaı 0 AAldyo. Orav zegl laroav alg&osans 
n ıı noAsı ovAloyog 7 xepel vavanyav 7 megl aAlov 
zivog Önurovgyıxoöd EBvovs, KAlo Tı 7 zors 6 Öyropı- 
x0g 00 avußovisvoe; ÖhAov yap Or Ev Enadın aloE- 
oe TOV Teyvixararov dei algsiodeı. 0VÖ Orav Teyav 
zegl olxodounNaswg 7 Auyevov xaraaxevis 7 vengimv, 


GAR ol apyırexrovsg' 


000” av Orav orgaryyav alpe- 


Ems eg 7) rakedg Tivog ngög noksplovg 7) Yaplov 
Canzeinpeog Hvußovin N, AAA ol Ergaınyıro) rote Evu- 


b. — T0o00oVrov: Man beachte die 
Gegensätze TOd0VTov, öAlyto, 
oGTG ueyalu. — od Öjra: s. æu 
449 e. — 

g£oe dn: ganzgleichbedeutend 
mis dr ön. 8. zu 449 d. — ti 
more nal Aeyonev: was wir denn 
eigentlich sagen. al bei einem 
Interrog. dringt auf genaue Be- 
stimmung des fraglichen Begriffs. 
Kr. 69, 32, 16. — 


B. neol larowv aiososwg: In 
vielen griechischen Städten waren 
Aerzte vom Staate mit einer be- 
stimmten Besoldung angestellt 
(datpol ÖnwooLsvovreg). Sie wur- 
den vom Volke gewählt. — al- 
Aov TIvög ÖnuLoveyınod Edvovg: 
Die l@zg0L wurden auch als ônm- 
htovgyoi angesehen. Odyss. 0, 
382. eis 7&e In Esivov nalei 
8m av ol Önposeyol 
Eueıv, Warcı® 7 enge 1172077 
7 TenTova dovges, 7 xl DE 
ozw doıö0» x. t. A. EOvog ba 
deutet an einzelnen Stellen, Pia- 
tons ‘eine bestimmte Klasse. So- 
phist. 242 d. zö Eisarınov 89. 
vog, ‘die Eleatische Philosophen- 


schule.’ Polit. 290 b. zö xnovne- 
x0V EDvog ol arjovnes. — 


&ilo Tı 9: "nicht wahr ;’ nonne. 
C. 608. Kr. 62, 3, 7. Der Nach- 
druck liegt bei „Klo rı (näml. 
dorı, ylyverau) 7) auf dem zwei- 
ten Gliede; daher lassen diese 
Fragen immer Bejahung erwar- 
ten. vgl. Prot, 358 e. — 6 6n- 
rooınög (erg. &vnie, das unten 
461 b beigefügt ist), der sich auf 
die'Redekunst versteht, daher oft 
so ziemlich gleichbedeutend mit 
6 6nTme selbst. — reızav zegl 
olnodounjasws: die Bedeutung 
von olxoöounoıg ist in solchen 
Verbindungen eben so verallge- 
meinert, wie wenn man im Lat. 
schreibt aedificare navem. Kr.46, 
6, 7. — 

venplmv: vengLov (von Platon 
nur im Plur. gebraucht) Hallen 
an der Seite der Häfen, sowohl 
um Schiffe darin zu bauen oder 
auszubessern, als sie für die Win- 
terszeit dorthin insg Trockne zu 
bringen. — 

©. ob orgurnyınol: die sich 
auf die Heeresführung verstehen 5 


456 E TOPTIAZ. 29 


Bouasvᷣsouotu, ol yrooixotè dt 00° m ng Akysıs, © 
Topyla, a towdra; Ensıön yaop autos Te pRs Iirap 
evar nal GAAovg morsiv GyTogsnovUg, EU Eye cd rijç 
eis reyvns napa God nuvBavsodaı. nal dab vüVv vo- 
KLCoV xal To 00V axsvdsv‘ jlamg yap xul Tuyyansı 
zig av Evdov Ovımv nadnıns sov Boviouevog ys- 
vecdaL, @g Ey Tıvas 04sdov xul Gvyvoug alshavouaı, 
od ioog aieyvvome’ kv 63 avspdoder‘ vn duoo ouvD 
vs OOoTGBRBSVOG vouıcov xul Ur dxslvam dvsowräcdhaı‘ 
ti Nuiv, © Togyia, Eoraı, Euv 001 Ovvouev; mspl Ti- 
vov ın noAsı avußovisvew olole &sousde; mOTEg0V 
zeol Öınalov novov xal ddlxov 7 xal mepl Wv vor 
67 Zwxopdıng EAsys; naEo oUv avroig droxgliveoha. 
TOP. ’AiR &yo o0ı neıpdaounı, @ Zuxgarss, GR- 
Pos anoxaAdıyeaı iv Tijs Onrogxns Övvanıv — 
avrog yao xuAls vonyrioo. oloda yag Önnov OT Ta 
veogıa ade xal va velyn va Adnvalov nal N TovVE 
Auevov xaraoxsun &x vis Deuoronksovg GvußovAng 


vgl. das oben bei $nzogınog Be- 
merkte. — ovußovisvoovoıy: du 
wirst finden, dass dann die... . 
Rath geben; daher’das Fut. Eben 
so vorher ovußovisvss. — a- 
zog . . ENTOgEHOdS: 449 a, b. 
— T& ums, ons réxvns: 8. zu 
450 c. — TO 609 0n8VÖ8LV: rem 
tuum agere. Ueber den Inhalts- 
acc. bei dem intrans. orevdEıv 8. 
Kr. 46, 6,3. vgl. Prot. 361 b. Krit. 
45 c. — av Evdov Ovra»: 8, 
zu 447 c. ‘der Anwesenden, der 
versammelten Gesellschaft. vg). 
Prot. 317. — oyedor: gehört zu 
alodavoueı. xl corrigiert "und 
zwar. vgl. Apol. 23 a. zoAlal 
nv dneydeiel wor yeyovası nal 
olaı yalenoraraı aa Bœouvro- 
car. Kr. 69, 32, 2. Vgl. im Lat. 
et und aique (Nägelsbach laı. 
Stilist. 2. Ausg. 8.539 ff.). — oi 


toog: Beachtenswerth für den un- 
gezwungenen Conversationston ist 
die baldige Wiederholung des E- 
cas. — 

D. aloxvvroivr &v: s. zu 452 
b. — ovvausv: ovvelveı ist ter- 
min. techn, vom Verkehr zwi- 
schen Schüler und Lehrer. Prot. 
313 b. Apol. 19 e; 25b, eu. ö. 
Vgl. svyylyveodoı, surdLgret- 
Bew. — olol ze, &oouede: s.zu 
452. — megl ov: 8. zu 448 d. 
— akk &ya: 5. zu 4490. — Ö- 
pnyijoo: du hast den Weg rich- 
tig gezeigt. Kr. 54 e; vgl. die 
Ausdrücke odös, uchoobog von 
den Verfahren in wissenschaftli- 
chen Untersuchungen. — olo#u 
yao Önnov: über yde s. zu 454 
d; über ‚Innov s. zu 447 d. — 

E. veopie . . . IleoıniE- 
ovs: Themistokles legte den Ha- 


30 TIAATSNOZ 455E 


yeyovs, Ta Ö’ &x vis IIegıwAsovs, dAA on &u av Ön- 
uLovEYÄV. 

ZR. Aldysraı redrae, @ Iopyia, meol Osuioronit- 
ovg‘ ITsginidovs Öt zul aurog NRovov Orte Evveßov- 
Asvsv nulv negl TOD dıa mEdov Teiyong. 

TOP. Kal örtav yE vıg aigscıg Nav on au Msyes, 
o Zuixpares, 60&s orı ol 6yrooss elcıv ol ovußov- 
Aevovrss xl ol vIn@vres Tag yvauas TEpl TOVTOV. 

ZR. Teöre aa) Havuakov, o I'ogyla, meicı Eowro, 
ng wort n Övvauis darı rig bnropınng. daruovia ya 
tig Euoıys narapaivsraı TO WEyEDog 0VTLW GxoNoÜVLL. 

TOP. Ei navra ye eldeins, @ Zwrparss, Or asll 


456 


fen Peiraieus an. r& re/yn geht hörte ich auch noch selbst, als 
auf die Wicderherstellung der er... vgl. audivi quum und den 


Stadtmauern von Athen, welche 
im Perserkriege waren zerstört 
worden. z& 6’ (reiyn) bezieht 
sich auf die sogenannten langen 
Mauern, Ihr Bau wurde 459 v. 
Chr. begonnen und unter der Lei- 
tung des Perikles ausgeführt. Sie 
verbanden die Häfen Peiraieus 
und Phaleron sammt der Halb- 
insel Munychia mit der Stadt. — 
oön Eu Toy Önwioveyar: d. i. 
00% Ex is avußoving zuv On- 
kLovoy@v, mit derselben Abkür- 
zung des Ausdruckes wie sie in 
Comparativsätzen gewöhnlich vor- 
kömmt. Xen. Cyr. 3, 3, 41. . X0- 
00» Eyere odölv mrrov Nucv 
fvrıuov, d.i. TS Xwoas Num®. 
Kr. 47, 27, 5. s. zu Prot. 358 d. — 

Alyeran: Sokr. wurde 469 v. 
Chr. geboren. Themistokles-starb, 
wenige Jahre nach seiner Verban- 
nung, bald nach 465 v. Chr. in 
Persien. Also konnte Sokr. seine 
Vorschläge nicht noch selbst ge- 
hört haben. Perikles trat 468 v 
Chr. das erste Mal öffentlich auf. 
— 7%0v0» Öre: ‘den Perikles 


Gebrauch von orte nach Verben 
des Erinnerns. Jedoch ist der 
Sinn in beiden Constructionen 
nicht vollkommen gleich. — 
Tod dıa uEoov Teiyovg: die 
dritte (südliche) Mauer wurde zwi- 
schen den beiden vorerwähnten (ta 
uaxod oxeLn) nach der Ostseite 
des Peiraieus aufgeführt 444 v. Chr. 
— 700 dic uEoov: 8.2u 452 c. — 


456. @v: s. zu 448 d. — of 
ovußovAsvonres: s.zu453 a. — 
VIRDVTES TAS yvauas: ‘ die ihre 
Meinung durchsetzen. Vgl. für 
die Construction Tnv naynv vi- 
xcv (Lach. 191c). C. 400 c. Kr. 
46, 6. — zeol tovro»: ist Neu- 
traum, dem Sinne nach auf ovu- 
BovAsvovreg bezogen; 'rücksicht- 
lich dessen, nämlich was sie an- 
rathen.” — zaicı dowmra: “ich 
frage schon längst. Kr. 53, 1, 2. 
— Ödaıuovia y. viıg: Kr. 51, 16, 
2. 8. zu Prot. 3l3c. — 


el novıa ye elösing.... Eyeı: 


‘wenn du volleuds erst alles wüss- 


test, dass sie etc. Der Nachsatz: 


‘dann würdest du noch günstiger 


456. D TOPTIAZ. 41 


Enos sinsiv andoas rag Övvdusıs OvAlaßoüce vp av- 
ij &ysı. ueya ÖL 001 Texungıov don‘ moAldxıs yapnonB 
Eyays wera Tod AdsApoüv xal uera av KAlov laro@v 
sioeAdav Tap« -Tıva Tav xauvovrav ouyl &dEkovre 7 
pdpuaxov zıelv N Teusiv 7 navcanı wapasyelv ro ia- 
TEo, oð Övvausvov tod larogod zeisa:, &ym Exeioe, 
ovx KAAn zegvn n rij Ömrogixjj. pnul Öl real sig moi 
Gæot BovAsı E&AHOVrE HnTogıx0v Avöon xal laroov, el 
deoı Aoya duaymvitssder Ev Exxinale n Ev aAdo rıvl 
gvAAoya, 6MoTsgov det algsdijvaı laroov, 0VÖRUoD0 dv C 
yavivaı tov laroov, aAk algedHnvar dv Tov einelv Öv- 
varov, el BovAoıro. xal el Moog KAAov ve ÖnuLovgYOV 
OVrLvaoOV aymvißorro, nelosıev Av auzov EA8odaı 6 
Önrogınös uahhov n &AAog Öarıaodv' 0V yo Eorı regt 
0T0oVv 00% Av midavarsgov elnoı OÖ Gmrogımög 7 &Akog 


construiert. Kr. 66, 3, 1. — E#- 
meıca: Beachte die Wiederholung 
desselben Verb. zum nachdrück- 
lichen Gegensatz. — $nTogıX0»: 


von ihr denken, ergibt sich bei 
dem griechischen Ausdrucke so 
gut wie bei dem deutschen aus 
dem Zusammenhange. — og 


nos eireiv: 5. zu 450b. — rag 
dvvausıg: d. h. die Kraft und 
Wirksamkeit der gesammten übri- 
gen Künste fasst die Rhetorik in 
sich ; sie ist die Kunst aller Kün- 
ste. — Öp’ adr Eye: O0 mit 
Dat. zur Bezeichnung des Ab- 
hängigkeitsverhältnisses. C. 468 
A. Kr. 68, 44. — £yeı: erg. den 
Nachsatz xe} uaAAOV co daı- 
novia Karaparvorro dv. — 
B. morkanıs yao: 8. zu 454 d. 
— Tod dadeAyov: der oben er- 
wähnte Herodikos (448 b). — re- 
ueiv 7) navocı: Inf. des Zweckes 
zu RagaoyEiv; secandum uren- 
dumve se tradere medico. C. 561. 
Kr. 55, 3, 21. F. Schultz lat. 
Spr. 8. 414. Ueber das reciproke 
ragEzeıv 8. zu Prot, 348 a. — 
Orxo:: das relat. locale Adverb. 
ist zu dem Subst. sig zolır 


&vöoa. 8. zu 455 b. — 

C. ovduwon © &v pavjvar:‘nir- 
gends in Betracht kommen; für 
nichts angesehen werden; nullo 
loco numerari, pro nihllo putari. 
vgl. Phäd. 72c. Ebenso ovdauon 
sivaı Phäd. 70a. — eißovioıro: 
Dieser Beisatz jst wohlberechnet. 
Es hängt vom blossen Belieben 
des Redners ab die Menge nach 
Wilikür zu lenken! — uükkov: zu 
elosıEv zu construieren, ist we- 
gen seiner Zusammengehörigkeit 
mit), wie gewöhnlich, unmittel- 
bar vor diese Part. gestellt. — 
od yag Eorı meol ÖTov om. 
nihil enim est, de quo non majort 
cum persuasione etc. Die Nega- 
tion wird durch die nachfolgende 
einfache Negation derselben Art 
aufgehoben. C. 619 A. Kr. 67,11, 
2. vgl. im Lat. nihil non, nemo non 


32 HAATSNOZ 456 C 


6orL0o0v av Önwioveyav &v nAnde. 7 iv 00V ÖV- 
vanıs rooavın Earl xal soraven vg regvns’ del uev- 
Tol, 8 Zwxgparag, ti; HmTogian yojoda Gone ıı &A- 
Din xaon aymvia. al yap ıı aim dymvia ob Tovrov 
Even del mpög Arnavrag yonodaı avdgmxovs, Or Euade 
HURTEVELV TE Ka) nayroarızksrv aa Ev Onkoıg udysodar, 
Gore xpElrrov sivar xul plAmv zul EYdERV" 0V TovV- 
sov Evsxa Todg YlAovg Ösl runtsıv oVÖR aevreiv Te 
xal anoxııvvvvar. 0VOE ye ua Ala 2av rıs eis nalal- 
ETEaV poırnoas, &U Eywv TO Guur zul MUNTIROG Ps- 
vousvog, Ersıra Tov warden TUNIN nal nv unteon 7 
:E&AAov tıva Tov olxeiov 7 av plAmv, 00 Tovrov Evan 
dei Tovg nandorelßas zul tovg Ev rols Onloıs Öıdao- 
xovros uaysodeı uiselv re zul Enßailsıv dx Tov n0- 
Asov. Exsivor wEv yap nag£docav Er) To dınalas 1ENj- 


etc. — 00% av rn. elnoı: 8. zu 
452b. — &vninde: s.zu 451b. 


D. &yoavig: mit Bezug auf das 
obige el ne0g Alkov ye Önw- 
ovEYöVöVTLVyR00V AymvifoLro.— 
xœl yao: 8. zu 4482. — ot E- 
uade nunteveıv:'weil man den 
Faustkampf gelernt hat.’ Die 
dritte Pers. des Verb. steht ohne 
Bezeichnung des unbestimmten 
Subjectes r)g, wenn man das- 
selbe aus der Umgebung, beson- 
ders aus einem Inf. (yonoPar, 
d.h. tv gonoPcaı) leicht entneh- 
men kann. Kr.61,4,5. vgl. Apol. 
29a. Krit. 49 c. — zaynoarıa- 
geiv: das mayxoedrıov war eine 
gymnastische Uebung, welche das 
Ringen, xcAn, und den Faust- 
kampf, zuyun, umfasste. Dass 
es somit die gesammten Körper- 
kräfte in Anspruch nahm, bezeich- 
net der Name. — 

Ev önloıg uazeodar: Beiden 
Fechtübungen bediente man sich 
gewöhnlich hölzerner Schwerter 


und Wurfspiesse. Wurden statt 
derselben wirkliche Waffen ange- 
wandt, so hiess dieses &v» OzAoıg 
uazeohaL. — 09 Tovrov Evexa 
T. 9. dei T.: das vorausgehende 
rpög Knavrag yonodai findet 
hier seine specielle Ausführung. 
vgl. zu 452e. — xsvreiv te nal 
Krrontıvvvvor: ein Gesammtbe- 
griff, durch ovdE negiert. — g@oı- 
tnoag: gYoız&v ist term. techn. 
vom regelmässigen Besuch einer 
Schule. vgl. Prot. 326c. — Ensı- 
ra: resumiert das Partic. C. 587, 
4. Kr. 56, 10, 3. — 00 nimmt 
die schon am Anfang des Satzes 
in oddE ye enthaltene Nega- 
tion nach längerer Unterbrechung 
nachdrücklich wieder auf. — 


E. nao8do0av: erg. nV nvX- 
zinnv nal nV önlonaylav. ra- 
oadidmuı oft gleichbedeutend mit 
dıddoxw. vgl. Prot. 819 e. — 
in) zo... .: zar Bezeichnung 
des Zweckes. C. 463, A, c. Kr. 
68, 41, 7. — yo. rovross: ist 


457B TOPTIAZ. 33 


Bar Tovroıs ne0S Todg rolsulovg xul Tovg Adıkpüv- 
TaS, Auvvousvovg, un vrdpyovras' ol ÖL ueraorge-457 
davrss yoavras n loyvi ae 7 Teyvn 00% HEdS-- 
ovxovvV ol d1ddtavrss novngot, 0VÖL n Teyvn ovreE ai- 
tie OVTE NOVNER Tovrov Evexd Eorıv, aAR ol un 100- 
wevor, oluaı, 0Edg. © aurog Öm Aoyog al megl ig 
6mtoginns. Övvarog ulv yag noös Anavrag Eorıv 6 
6nTwp al negl navrög Akyaıv, BoTE MIdRVOTEg0g &- 
vor Ev vols nAndeoıv &ußgayv negl Orov av BovAntaı‘ 
arh oVÖEV vı u@ikov Tovrov dvexa del oVrE Toug ia-B 
rooüog nv bokav apaıgeicdhns — Orı ÖVLaıTo dv Todro 
zo joa — oürs rooᷣgç aAAovg Önuiovgroxg, arıı Öt- 
xolas “al 1 mooui yenodeaı, Goxso xl rũ ayo- 
via. dav de, olueı, Gmrogunög yevönsvög us xETa TaV- 
n ı Övvausı xal ın TEeyxvm adıxy, 0V Tov dıödkevra 
Öst pioeiv Te zul Eußailsıv Er av moAsmv. £xelvog 


Neutrum. — um Uragyovrag : 
“nicht angreifend (zur Offensive). 
Diese Bedeutung entwickelt sich 
aus ‚ger Grundbedeutung anfan- 
gen’ Obne Adversativpart. tritt 
der Gegensatz un vraozovreg um 
so schroffer hervor. Kr. 59, 1, 
10. — 

457 A. ovxovB: C 637, 2. Kr. 
69, 51, 2. — OVrE.. ode: wie- 
derholt bei den einzelnen Glie- 
dern die in 0068 für das Ganze 
enthaltene Negation. 8, zu 450 e. 
— un zomwevor: un) beim hy- 
poth. Part. C. 618. Kr. 67, 8. 
— 10yos:' Verhältniss;’ratio. Die 
jedesmalige Bedeutung des äus- 
serst vieldeutigen Aoyog ist nur 
aus dem Zusammenhange zu er- 
sehen. — 005 amavrag: näml. 
Akysıv. — Ev roig Anden: 8. 
zu 452e. — Zußooyv: (d.h 
Poxzei, as &v Bouyei eizeiv), 
“um es kurz zu sagen, überhaupt; 
jede weitere Ausführung oder Auf- 


plät. Gorgias. 


zählung wird durch das allge- 
meine zeol Hrov av Povintar 
abgeschnitten. — 

B. ovdev rı u@lAov: s. zu 453 
b. 00089 rı "ganz und gar nicht.’ 
vgl. Xen. Anab. 7, 3, 35. avE- 
orn 6 Zeväns —2 uesv- 
ovri Eoınaig. 7, 6, 26. — Öv- 
varıo av: ergz. 6 6jrag. — 
zovre: näml. apaıgsichu, roðᷣgꝙ 
lorooös nv dor. — Gonso 
xal ...: anal steht sowohl im 
demonstr. Satze als auch im un- 
mittelbaren Anschlusse an das 
Relat. (0omee, Oneg u. a.), und 
zwarnach unserer Auffassungs- 
weise beim letzteren pleonastisch. 
C. 624, 3. Kr. 69, 32,. 13. — 
Kara: über sita, Imsıra (ähn- 
lich 0010 457 D) nach Part. 
C. 587, 4. Kr. 56, 10, 3. Oefters 
findet sich in demselben Sinne 
auch xare, nüneıra. Weahr- 
scheinlich ist die Satzverbindung, 
welche bei Coordination der Glie- 


3 


34 TTAATSNOZ 457 C 


Cuiv yao Ent dinala xosia nageömnev, 6 Ö' Evavılasg 
Yoüraı. TV 00V 00% 0EFGS 1EWuEvov udeiv Ölnaıov 
xal Eußaikeıv nal amoxtıvvuvar, dAA 00 Tov Öuöcd- 
Eavro. 

ER. Olucı, ® Togyla, xol 68 Eumsigov: eivaı —X 
Aov Aoywv xal xadsmgaxevar Ev avrois TO ToL0vds, 
oTı 09% 6adimg Övvarıaı ep! @v dv Exıysionowncı dıa- 
Adysodaı ÖLogıodusvor ngOg AAANAovg xal uadovVrES 
xal dıdafavrss Eavrovg oVrw ÖLaAvscdaL Tag GVVov- 

D 6lag, dAR av negl Tov aupıoßnnancı xal un pi 6 
Eregog TOV Eregov 0Edag Adyaıv 7 un oapasg, yaks- 
nulvovoi ve nal nare P9ovov olovraı Tov Envrav AE- 
ysıv, gpiAovsınodvrag aAd 0% Enroüvrag TO TEOHElUE- 
vov Ev ro Aoya' al Eviol ye relsvravrsg aloyıora 
anaAkcrrovran, Aoıdogndevreg Te Hal elnovres nal d- 
x0VoavrES TEEl OPV aurv Toıwüre, ola xal Tovg 


der einzutreten hätte, (da&v $nro- 
gınög yEvnraı xdra adıny) 
in ungenauer Weise beibehalten 
bei Subordination des ersten Glie- 
des: Ev Omroginog yevous- 
vog vr. vgl. Xen, Mem. 1,1, 
5. & —R ds Und Beod 
aıvöueve nETE pEvVÖousvog 
pœcvuſto. — 

©. ini dınala yosla: 8. zu 456 
e. — napEdwrev: 8. 456 e. — 
Ölnasov: ohne &oziv, 5.zu dvayan 
450 2. — ai 00: näml. Öi- 
„0109 Eorıv Enßalleın. — 

nad... To toLövös, örı: “ich 
glaube, dass du eine Beobach- 
tung dieser Art gemacht hast, 
dass nämlich. Ueber orı zu 
a5l c. Kr. 65, 1, 3. — zegl av 
ov Emır.: d. h. zeol TOoVTwWy, 
asol av av Emıyesgnoncı dıa- 
Atysodal, drogLoaevor. — Öio- 
eigeodaı moos aAlnAovs: Be- 
stimmmungen treffen mit Berück- 
sichtigung der Ansicht des an- 


dern, also untereinander, mitein. 
ander etwas gemeinschaftlich fest 
stellen. — dıalvsodaı rag ovV. 
ovolag (vgl. diarvscodaı ol8- 
uov): ihre Unterredung zu einem 
friedlichen, gegenseitig verständi- 
genden, Abschlusse bringen. — 
D. augıoßnrnjowcı: Aor. ‘in 

Streit kommen. — 47 2: 8. zu 
0® pnur 450 de — 6 Erepog 
Tov ‚Eregov: alter alierum. — 
nun —ãRX aus dem vorher- 
gehenden un 97 ist bloss pn 
in Gedanken zu wiederholen, wie 
öfters in einem zweiten, beson- 
ders adversativen Gliede derjenige 
Begriff affirmativ gedacht werden 
muss, der im ersten negiert vor- 
kömmt. vgl. Kr. 61, 4, 2. — 
KOTE, pBovor: ‘der Missgunst 
gemäss, also: "ausMissgunst. C. 
499 B, c. Kr. 68, 25,2. — gılo- 
vEinodvrag: ‘streitend,’ mit dem 
Nebenbegriff der Hartnäckigkeit 
oder des Widerspruchsgeistes (ps- 


458 A TOPTIAZ 35 


ztagovras &ydE0daL Uno 0PÜV Kurav, OT TOL0VT@V 
avdonnav nklmoav aupoarel yeveodaı. tod dn EvexaE 
Alyo tadıa; Or vöv duol doxeig OU 0% MAvv Axo- 
Aovde Akysıv ovö} Ovupwva olg TO ngmrov EAeysg eg) 
ns Gnroginis. poßoönu ovv ÖLeikyysıv GE, un us 
VnoAdang 0Vv E05 To ngdyur pıAovaınoVvra Aeyeıv 
Tod arapavig yeveodan, —X xoös oe. &yo ovv, el 
ubv zul OU &i Tv avdgomav duxeo xol &ya, nödmg 458 
&v 08 ÖLsgwranv‘ ei Öb un, danv av. ya Ö8 rivav 
eiul; av nöcng ubv dv EAsyydevrov, elrı un aAndig 
Atyo, nddns 6’ av dAeybavıov, ei riss vı um aAndes 
Ayoı, 00% andeoregov ner ev Eleyyösvrav n dAey- 
Eavrov‘ usifov yap euro ayadov Nyodunı, 00WMEQ 
ustkov ayadov Lorıv avrov dnallayivaı %aH0d Toü 
usylorov n KAAov analldkaı. ovöLV yag oluaı To6oü- 
zov #anov elvaı Avdg@no, 000v doka Yevöng wegl 
— telsVTOV- 


Asiv TO veinos). nen £ygEoev, um Avoızeleiv 


zes: "endlich. C. 580. Kr. 56, 8 adroic. 

5. — rorcũto, ol@... &yde- 458 A. zul 0%... ovneg nal 
o#cı: “solcherlei Dinge, so dass &yo: vgl. zu 457b. — el rov 
u.8. w. (dieselbe Constructionund dv®g.: 8. zu 448 c. — dv 08 
Bedeutung, wie @ore mit Inf... dısgwranv: über den Opt. im 


©. 601. Kr. 55, 3, 5. „— ayde- 
oFaı vrEo 0909 auıav: um 
ihrer selbst willen’ Kr. ‚68, 28, 
3. Apol.23e. Meintog ubrv dnto 
av zonav ayPouevos. _ 
E. zoo ön &. A. taÜre: 8.zu 
453. — ols: s. zu 448. d. — 
zo0g TO zodyuag.: C. 467 C,c. 
Kr. 68, 39, 1. — 09 navv ax.: 


Nachsatze und dem Indic. im Vor- 
dersatze der hypoth. Periode s. 
C. 549. — el Öt un: si minus. 
Kr. 65, 5, 12. F. Schultz lat. 
Spr. $. 226. — T@V.. a & 
hey Hevrov: d. h. rovrov, ot 
ndeog av &leyydeiev. C.595, 1. 
Kr. 54, 12, 6. — O0c@zeg hei- 
£ov: das entsprechende rooovr® 


"nicht eben (nichtrecht) folgerich- 
tig. Der Tadel wird dadurch min- 
der scharf ausgesprochen, als er 
gemeint ist. — Tod xar. yenk- 
coH«ı: der Gen. des substantivier- 
ten Inf. zur Bezeichnung der Ab- 
sicht. C. 574. 3.A. u. 2. Th. Kr. 
47, 22, 2. Xen. Oyr. 1, 3.9. of 
O9 Baoıldav olvoydor ..... na- 
TePEOP0dUC Tod Ön, El Yag- 


ist bei weißov yag auro dyadör 
nyoducs nicht ausdrücklich be- 
zeichnet; ähnlich im Lat. quo, 
guanto ohne ein correlat. eo, tanto, 
z. B. Liv. 2, 35: benignius in dies 
colebant, quo maior ira in suos 
eminebat. — ET. RRROV TOD u.: 

Das Adject. mit dem Art. steht 
auch bei einem Subst. ohne Art. 
als Appos. C. 385. a. vgl. Kr. 

x 


36 ITIAATQANOE 


458 B 


BoV ruyyavsı vöv nuiv 6 Aöyog av. ei ulv oVv Hal OV 
gps Toodrog eivaı, Öinlsyousde. sl 62 al doxei Xon- 
vaı &av, &unsv Non zalgsıv xal ÖinAvmusv Tov Aoyov. 

TOP. ’Aiia pnul utv Eyaye, © Zoxoares, ul 
avrog ToLoürog sivaı 0lov EV vonyei' idwg uEvroı 1oNv 
Evvosiv Aal TO TOV napoVrmv. maAcı Yap ToL, nolv nel 
vuds EiMeiv, Eyo Tols nagoücı noAla Ersösıkaunv, aal 


‚,cvov long XOEEW Arorsvoüusv, nv Öirheyopede. 0x0- 


rElv 00V 10N “al TO TOVT@v, UN Tıvas avıdv xard- 
yousv Boviousvovg tı nal KAAo noKTrev. 

XAI. Toö utv Hogvßov, ® Togyla re xal Zu-13 
KHRTES, AUTOL EXOVETE TOVTWV TÜV avögav, Bovious- 


2 , ’ 
vov Anovev, Eav vi Adynre' 


50, 8,1. — BoEn pevöng: tritt aus 
der Abhängigkeit von olueı her- 
aus, 80 dass zu ergänzen ist 0009 
d0&a pevöng nano» Eorıv, nicht 
nanöv olucı sivar. — zeg) oV: 
d.i. zegl rovzor, zegl wv. vgl. 
zu 448 d. 

B. ei ö: xol...: al bezeich- 
net im hypoth. Satze manchmal 
eine Bedingung, die, neben an- 
dern, ebenfalls eintreten könnte. 
Kr. 65, 5,15. Gorgias kann zum 
ÖLnlysodaı geneigt sein; eg ist 
auch möglich, dass er nicht ge- 
neigt ist, — ‚Jöpsv non yalgeıw: 
ergz. zov Aoyov. quigeıv Eu va- 
lere Jubeo = missum facio, wie 
unser „Lebewohl sagen für “auf- 
geben. Denn yaige war der üb- 
liche Gruss auch beim Abschiede. 
s. zu Prot. 348 a. — alla: 8. 
zu 449 a. — Vonyei: “yorzeich- 
nest, anleitest, erklärst ; die Be- 
schreibung des Sokr. war vorzüg- 
lich eine Anleitung, wie man sich 
im Gespräche benehmen ‚soll. An- 
ders oben 455 d. — WEVTOL : im 
zweiten Gliede gegenüber einem 
wEv im ersten mit grösserem Nach- 
drucke als ein blosses de. Kr. 69, 


&uol Ö’ ovv xal avıo um 


35, 3. — zonv: C. 490. Kr. 53, 
rò 109 nagövrov: ‘die Wün- 
sche, das Interesse der Anwesen- 
den. s. zu 455 c. Gorgias sucht 
sich unter einem guten Vorwande 
dem ‚Gespräche zu entziehen. — 
xal dudg: “auch ihr, zu den be- 
reits Anwesenden. — £nedeußa- 
unv: s. zu 447 a0. — xal vor: 
mit Bezug auf noAlc. vgl. zu 
449 a. Wie die &r/dsıkıs umfang- 
reich war, so wird auch der dici- 
Aoyog lange dauern. — TOREWw 
ANOTEVOUuEV: näml. rò dıakgys- 
odaı, das wir aus dem Satze nv _ 
duarzyausda entlehnen. - 

O. un... . narsyousv: “ob wir 
sie nicht vielleicht zurückhalten. 
un mit dem Indic. nach ogaP, 
poßeicta: u. ä. führt nur indi- 
recte Fragen ein, — 

#oovßov: bedeutet hier Bei- 
fallszeichen, 8. zu Prot. 339 c; 
dasselbe #ogvßog findet sich auch 
zur Kundgebung des Missfallens, 
s. zu Prot. 319 c. — duol... 
al Kür: mihi et ipsi. 8. zu 452 
b; Chairephon stellt damit seinen 
Wunsch zusammen mit dem durch 


258 E TOPTIA2. 37 


yEvoıTo Tooavrn doyoila, More rosovrwmv Adyav xal 
oSro Asyousvav apsulvo ngoVgYLaltso0v Tı yeveodau 


a@Alo ToKtrev. 


KAA. Nn roüg Bsovs, 0 Xaspsyov, al ulv ÖnD 
xal autos moAAoig 'N6n Aoyoıs NEGEYEVOWEVOg 00% old" 


sl NWNOTE NEFIMV OUTWg WOrEE vUVi' 


[x 2 3 a 
@oT Euoıpe, “av 


znv nusgav OAnv Edeinte Öralsysodaı, yapıElahe. 
ZR. Alla unv, ® Kaiklnksıs, To Y Euov ovölv 
xwAveı, eineo EHeAsı Topylas. 
TOP. Aloxobv dn ro Acınov, & Zwxgerss, ylyvs- 
za &ud ye un &HEAeıv, avrov Enayysıldusvov Egwrkv 
ou us PovAcran. ar el Öoxei Tovzoudl, Öialsyov TsE 


xal &owra 0 Tı BovAeı. 


Zn. "Anove ön, a Topyia, | & davudte &v volg As- 
yowEvorg UNO 000° Iamg Yyag Toı G0V 099g Adyovrog 


&yo 00% og9ug vroAaußavo. 


Hoovßog TovVTmv av avdoav 
bezeichneten Wunsche der übrigen 
Zuhörer. — un. yevoızo: C. 514. 
Ueber un C.614. — dysusvo: 
zu construieren zu &uol. Ueber 
den Gen. bei &pinu: 8.C.419e. 
Kr. 47, 13, 1. — roovVgyielte- 
00v: C. 195. — 


D. vn rovg Beovg: 8. zu 449 
d. — xal ulv Ön: usv hat in 
dieser Verbindung noch die volle 
Bedeutung von un?. a. zu 452. 
Kr. 69, 35, 1. — rel avzög: 8. 
zu 452b. — oön old’ el manors: 
d. i. “vielleicht niemals’ Denn 
os olö«x sd kommt einer Ver- 
neinung gleich (z. B. Symp. 216 
e. 00x olda el rıg Ewoans Ta 
Errös dyaluara), und entspricht 
daher dem Lat. haud scio an non. 
— öAmv: über die Nachstellung 
des attribut, O4og ohne Arı. 8. 
C.390. Kr. 50, 11, 7. — 

dla unv: 8. zu 4490. — 70 
y duov: quanium quidem per me 


6nTogınov pr ToLsiv 


sta. rò &udw bildet, wie das sy- 
nonyme zö &x &uol (Kr.68, 41, 
9) eine Appos. zum ganzen Satze. 
Kr. 57, 10, 12. — ro Aoınow: 
C. 405, A. 2. Kr. 46, 3, 2. — 
un d#elsıv: über em beim Inf. 
s. C. 617. Kr. 67, 7. — £Enxay- 
yeılauevov: — "Part. 8. zu 
450b, ‘da ich ja doch selbst auf- 
gefordert habe zu fragen. — 


E. tovroıal: deiktisch, “den 
Anwesenden hier, deren Wünsche 
zunächst durch die Vermittler 
Chairephon und Kallikles kund 
geworden sind. — &novs ON: 8. 
zu 449 a, — loogyae tor: S. 
gibt höflich dem G. noch nicht 
einen Widerspruch in seiner Aus- 
sage schuld, sondern spricht nur 
seine Verwunderung über sie aus; 
denn vermuthlich habe er nur 
falsch verstanden. — TA0& 000 
pavdarsıy: 8.zu 455 c. — negl 
zaveov: gehört zu zıdavor 
elvar. — 


459 


B 


35 


ITAATQNOZ 


458 E 


olog T sivan, dav rıs Povinaı apa G0Ö. uavdd- 


veiv; 


I'OP. Nat. 


ZR. Obxoũvu zegl navıav @0T Ev oyAo ıdavov 
sivaı oð ÖLödaxovra alla neidovrn; 


TOP. Ildvv ulv ovV. 


ZR.”EAsyEs tor vöv 6N Orı Kal El Tod Uyıaı- 


voũ roũ LatgoV aıdavaregog doraı 6 6nTmg. 


TOP. Kal yag EAsyov, Ev yes öxip. 
Z2. Odnovv rò &voyAm Toüro Earıy, &v zöig nm un 
eidocıv; 0V yap Önnov Ev ye rols sldocı Tod larpod 


zıdavoarspog Eoroı. 
TOP. ’Aind®n Atysıs. 


ZN. Ovxodv einee Tod largod nıdevoregog dorai, 
Tod sidorog nidaVWTEegog ylyvstat; 


IOP. Tuvu ye. 


ZR2. Oox largos yes av" 7 yap; 


IOP. Net. 


ZR. O0 O un larods ye Önnov avsmıoızumv av 


6 laroos Enorjumv. 
TOP. Ankov orı. 


ZR. O 00x slöms dpa tod sidorog Ev 00% Eidocı 


459 A. nal yag: 5. zu 448.2. 
Ueber yde in elliptischen Antwor- 
ten s. zu 451 a. — Ev ye öyip: 
d.i. doch machte ich bei meiner 
Behauptung den beschränkenden 
Beisatz, dass der Rhetor nur vor 
dem grossen Haufen den Arzt an 
Teberredungskraft besiegt. Ueber 
&v s. zu 451 b. — rò dv öyle: 
Ueber diese Substantivierung s. C. 
879. Kr. 50, 6, 10. — roöro dorıy 

..: Ueber todo vor der er- 
klärenden Ausführung vgl. zu 454 
b. — $nxov: s. zu 447 d. — 
Tod elddros: nicht allgemein zu 


yao: 


verstehen, sondern nur in Rück- 
sicht auf die Heilkunde — or: 
concess. Part. s. zu 450 b. — N 
s. zu 449 d. — 

B. 0.02 un lareog: "der Nicht- 
arzt. Die allgemeine Negation 
eines Begriffes geschieht, als in 
einen hypoth. Vordersatz auf- 
lösbar (d.h. ‘ wenn jemand nicht 
Arzt ist, so...), in der Regel 
durch pn. Kr. "67, 9. u. A.1.C. 
618. A. 1. Doch findet sich auch 
00 80 gebraucht (z. B. gleich im 
Folgenden 6 oöx eldos), ohne 
dass sich ein Unterschied sicher 


450 D TOPTIAZ. 39 


mdevaregog Zora, Orav 6 bijroo Tod larpod ude- 
vorsgog 7. roõro avußalvaı 7 @Alo Ti; 

TOP. Toöro &vradda ys avußalvaı. 

ER. Ovbxodv xal neol Tas Allas andoas reyvas 
docvrog Eysı 6 6nrme xal n Hmropıny‘ avıa ubv Ta 
zpayuare oVöLV Öst adınv eldevaı Omas Eye, unga-C 
vyv ÖE Tıva neıdoüg evonakvaı, Wors palvesduı Toig 
ovæx eiddcı uäilov eidlvaı av eidorwv. 

14 TOP. Ovxoöv noAAN baoruvn, @ Zuixgures, vi- 
yverai, un uadovra rag aAlas reyvas, aid ulav vav- 
nv, undtv EAurrovcdaı TOv Önuıovoyav ; 

ZR. Ei ulv dAarroöreı n un Elarroüraı 6 GNTaE 
av aAAmv dia TO ovrag Eysıv, avılana dnıonsdousde, 
davrı nuiv amgög Aoyovn]" vüv dl Tode mg0TE00v 0x5- 
bvausdr, apa ruyyaveı zegl TO Ölnaıov nal to &dızov D 
x) co aloypoVv xal ro naAov anal ayadov xal nax0v 
odrwg Eymv 6 Gmropıxog @g Kepl TO Uyısıvov xal weg) 


nachweisen liesse. — $jAov Or: 
s. zu 448c. — ovußeiveı: als 
logischer Kunstausdruck ‘es folgt 
daraus.’ — dvraüdre ya: “infdie- 
sem Falle wenigstens, d. i.in Be- 
treff der Heilkunde — 

Ta ngeyuara .. . eldevar: 
.d.h. die eigentliche Fachkennt- 
niss braucht er nicht zu besitzen. 
Ausführlich wird Phaedr. 272 
d. fi, dieser Grundsatz der so- 
pbistischen Rhetorik entwickelt, 
dass der Redner keineswegs rich- 
tige Kenntniss der zu besprechen- 
den Gegenstände selbst haben 
muss, wenn er es nur versteht den 
Zuhörern irgend eine scheinbare, 
gleich viel ob wahre oder falsche, 
Meinnng einzuredeu. — 

C. galveodaı: näml, Töv 6r- 
togıxovV. Ueber den Inf. bei wore 
s. 0.565. Kr.55, 2, 1. — eld8- 
vo: Ueber palvoucı mit dem 


Inf. s. C. 560, 2. 590. 594. Kr. 
56, 4, 5. — 

roAln Ögoravn: ist Präd. 
zu undtv Aurrovdodeu — u 
uadovre: “ohne gelernt zu ha- 
ben. — ulav ravınv: d. i. nV 
Onropunv. — unölv Aarrov- 
odaı rov Önu.: "den Fachmän- 
nern, den Sachverständigen nicht 
nachzustehen; über under s. zu 
453 b. — dia To 0. £.: s. zu 
450 0. — adrine: im Gegensatze 
zu vÜV TO0TE009. — av rı...: 
Ueber den adverbartigen Acc. s. 
Kr. 46, 4, 4. 0. 404. A. — düv 
tı wodg Aöyov 7]: ‘sofern es ir- 
gend zu unserer Untersuchung 
beiträgt, zur Sache gehört; über 
zoos C. 467, C, c. Kr. 68, 39, 
5u.6; ähnlich im Lat. ad: nihil 
ad hanc rem est; quid id ad cı- 
vitatem? — 

D. ao«: s. zu 450 c. — xal 


40 MNAATSNOE 459 D 


1a &lın ov al aAicı vegvaı, nur ubv 00% eidg, Ti 
ayadov N zi nanov Eorıv m ze naAov 7 Ti aloyoov 9 
Ölxaıov 7 adınov, nad ÖL zegl aurav neungavnue- 
vos, @ore doxelv sldEvaı oUx eldag Ev ovx eidocı udl- 
EAov tod slÖorog; N aAvayın sldEvon, el dei npoERI- 
OTausvov Taüra apınsoda, napa 08 Tov uellovra ur- 
9108091 nV 6mroginnv ; el Ö8 un, 60V 6 Tg 6mrogt- 
uns dıdaoxaiog Tovrwv ulv ovölv dıdakas Tov apı- 
KVOVUEVOv — 0V YagQ 00V äoyov — Toınasıs 6 Ev rolg 
zoAkoigs doxelv EidEvaı KUTOV Ta ToiWÜTa 00% Eilore 
xal boxsiv ayadov eivaı 00% Ovra; 7 TO nagdnev 00% 
olog re dar dıdakaı aurov znv Gmrogıayv, &av un o0- 
&uöH nel Tovsmv mv aAndeav; rg Ta Tode 
460 Zysı, © I'opyia ; zul maos Auos, @areg Aprı einsg, dno- 
xahvnpas vis Gntogixnng eind is n0o9 n Övvauig dorıv. 


TOP. ’A12 yo ubv olucı, © Zaxpmrss, Eav ruyg 
un slöog, xal Taüre nag Euod nadnoszaı. 


ay. nal na%0v: dieses letzte Paar 
entgegengesetzter Begriffe ist obne 
Art. gesetzt, vgl. Kr. 58, 8, 1. 

ec en n t 
— 09 al allcı TEIVar: womit 
sich die andern Künste befassen. 
Gen. object. C.413. Kr. 47,7. — 
at aAdcı T.: näml. ausser der 
Heilkunde. — «dra ulv ovx el- 
dwg: Erklärung zu odrag &ywv. 
Dem Sinne nach ist «uza gleich- 
bedeutend mit dem obigen «ür« 
za nocyuarae. — ovn eldng &u 
ovx elÖocıv: Man beachte die im 
Griechischen sehr beliebte Zusam- 
menstellung der verschiedenen Ca- 
sus desselben Nom. vgl. zu 0 
Ereoog TO» Ersgov unter 457 d. 
— Avayını s. zu 450 2. — 

E. uadnoscha:: die Futur- 
bedeutung, die schon in ueAlm 
liegt, ist im Inf. Fut. nochmals 
ausgedrückt. C. 501. Kr. 583, 8. 
— 0v 0 r. 6. diödonalos: ‘du, 


der Lehrer der Redekunst. Die 
Appos. beim Pron. pers. 0% 
bat den Art., weil dıdaanaloe 
als Subj. mit dem Art. stehen 
müsste: 6 zig Onrogixüs dıda- 
onaÄog Tovrmv ulv 0v08V di- 
dafs . tr. A. Kr.50, 8, 2. — 
&v tuig nollois: gleichbedeu- 
tend mit den früher gebrauchten 
Ausdrücken dv dnum, dv Öyio, 
&v nindE. — TO nagpanav: 8. 
zu 450d. — &av uN: 8.20457d. 

460 A. zeös Jıos: zeos mit 
dem Genit. des Angerufenen in 
Schwur- und Beschwörungsfor- 
meln. C. 467 B,a. Kr.68, 37, 2. 
Ebenso im Lat. per. F. Schultz 
lat. Spr. $. 206. 3. — Greg 
Gorı eines: näml. 455 d. ai 
&y0 001 reipdoone 8. T. A. — 
ns Ömtogınng: abhängig von 
övvauıs. Das betonte Wort dr- 
togıans ist ebenso vorausgestellt, 


460 C TOPTIAZ. Ä 4 


ZR.’Eye 67° naAg yag Akysıs. davaceo 6nToor- 
x0V 6V TIva NOIMoNg, Kvayın avıov sldEvaı Ta Olxau 
zul Ta Adına Nor NE0TEEOV Ys N Voregov HadovT« 


apa G0D. 
IOP. TIavv ye. 


7 J 
ZR2. Ti ovV; 6 ra Texroviıxd ueuadnaag Texto-B 


vınog, N 00; 
TI'OP. Nat. 


- 


32. Ovaovv xal 6 TE Hovdıza MovdıRög; 


IOP. MNauc. 


ZR. Kal 6 r& laroıxa larpınos, val alle oUTm 


xœrcè ToV- aurov Aoyov, 6 mEUAÄNKÜS Eraota ToLoürog' 


Eorıv olov N Enıarnun Enaorov anepyakeraı; 


TOP. TNavv ye. 


ZR. Ovxoöv xarı Todrov rov Adyov nal 6 Ta dl- 


za — 


TOP. Ilavıos Önnov. 


22.0 6% Ölxaıos Ilanıc nov modrrei. 


IOP. Net. 


ZR. Ovxodv avapın Tov 6mrogınov Ölxarov elvaı, C 


rov Ö8 dinaıov Boviscdei 


als wenn es hiesse &xoxaivıbag 
zng 6nTogLauns 79V dovanıy. — 
all’ dyo ulv oluaı: Ueber @il« 
s. zu 449. Ueber dy@-u£v ohne 
nachfolgendes dE s zu 454 d. yo 
abv olucı, analog dem parenthe- 
tischen Gebraurhe von olucı (s, 
zu 457 a), steht ohne Einfluss 
auf die Satzconstruction; 8. zu 
Prot. 314d. — zug’ 2&u00: s.zu 
4550. — £ys dn: Halt? (in in- 
trans. Bedeutung des &ysıv Kr. 
52, 2, 2), eine dem Platon sehr 
geläußge Unterbrechungsformel, 
wenn das Gespräch bei einem 
Punkte festgehalten wird, der 
noch weiterer Verdeutlichung be- 
darf. s. zu Prot. 339 e. — Njro01 


- 


Öixcıa oaTtev; 


...7: entweder ... oder. Durch 
nor wird das erste Glied der 
Disjunction, zumal da diesem noch 
ye beigefügt ist, als das bedeut- 
samere hervorgehoben. C. 626 a. 


B. rexrovınog: vgl. 455 b zu 
Enroginog. — anal tolle 001m: 
ergz. &ysı, welches bei ovzog, 
M0aVrog u. &. öfters ausgelassen 
wird (Kr. 62, 3, 4.), besonders 
am Schlusse einer Induction. — 
TE WOVOIR&: ergz. HENEÜNROS. 
— 6 usuadnxag .. .: Leber 
das Asyndeton in dem (durch 09- 
zo angekündigten) Erklärungs- 
satz s zu 450 b. — z. dnnov 
s. zu 447 d. — 


49 MAATSNOZ 


I'OP. ©alvstel ye. 

ER. Ovdelnors &ga BovAnssrau 6 Önrogınög Adızelv. 

TOP. Ov galvsral ye. 

22. Meuvnoaı ooúv Adyov OAlyo zeorsgov, Or 1 

Dov ôet Tois naiborglßaıs Eyxaleiv 0VÖ' Enßarisıv Ex 

tov noAswv, £uv 6 NUXINg ıfj uxrixſj yontal te xol 
adınjz wcavıng ÖL odrm xal 2av 6 Gap ij 6nro- 
eıx; adlums yonraı, un ro dıdakavrı Eyaalsiv undt 
dEslavvev Eu tig noAswg, aAAd To adıxoüvrı xal 00% 
0E9ög yom@ucvo Ti Intoginn; &oo79n radıe N 00; 

TOP. ’Eoon®n. 


460 C 


E 22. Növ Öd ys 6 aurdg odrog palvstaı, 6 6mro- 
ouxòs, 00% &v Horse Adınndag. N 0%; 


O. avayın: s. zu 450 0. — 
oc: 8. zu 448 a — 

ueuvnocıovV Alymv:“erinnerst 
du dich, dass du sagtest.. Ueber 
wEuvnuo:r mit dem prädicat, Part., 
das hier, weil beide Verba dem 
nämlichen Subj. angehören, im 
Nomin. steht, s. ©. 591. Kr. 56, 
7. Das Part. Präs. bei ueu»n- 
uce vergleichbar dem Infin. Präs. 
bei memini. F. Schultz lat. Spr. 
8.398. A.1. Charm. 156.8. ueu- 
vnucaı dt Eymye nal nais wv 
Koırla tode Evvorra 08. — ÖAL- 
yo mo0Tegov: näml. 456 c bis 
4570. — 

D. 00 deiz. x. ynaleiv:'man 
darf nicht den Turnmeistern Vor- 
würfe machen (oder die Schuld 
beimessen). aleiv mit Det. 
C. 437. Kr. 48, 7,1. — 000 
&ußollsıv: Das’bei den Verben 
von verschiedener Rection (yxa- 
Asiv 008 dußalleıy) gemeinsame 
Obj. ist, wie gewöhnlich, nur 
einmal gesetzt, und zwar über- 
einstimmend mit dem nächsten 
Verb. Kr. 60, 5, 1. Ebenso unt. 
za didabavıı . . . EEsluvvem. 


— zojtal re nal adıny: durch 
re..xal sind hier zwei Begriffe 
so verbunden, als wäre der eine 
nur eine untergeordnete Bestim- 
mung des andern: "wenn er... 
ungerecht anwendet; wie eg auch 
im Folgenden heisst div... 
ding yenraı. — Moavrag dt 
ovra: keine blosse Häufung des 
Ausdrucks, so wenigeine solchein 
6 adrög odrog 460 e oder im 
Lat. Ahic idem, oder im Deutschen 
‘so in gleicher Weise zu finden 
ist. — un... &bslavuvsıv.: über 
un vgl. zu 458d. Die Infin. hän- 
gen von dei ab. — alla ra di- 
dafavıı: näher steht zwar &x- 
BaAReıy, aber der Bedeutung nach 
überwiegend ist dyxaleöv. daher 
zu diesem der Dat. construiert ist. 
— £007®n: Ueber die Bejahung 
durch Wiederholung des Verb. ®. 
zu 454 c. — 

E. vov dd ye: vov wird durch 
y& hervorgehoben, durch d$ dem 
ÖAlym ro0TEg0v entgegengesetzt. 
— 01 @V... adınnaag: zurEr- 
klärung des &» beim Part. (vgl. 
zu 458 a) denke man an pase- 


TOPTIAZ. 43 


TOP. Balvsraı. 

ER. Kal &v roig nowrois Ye, @ I'ooyia, Aoyoıs 
dA&ysro, OT N 6mrogıan megl Aoyovg sin 00 Tovg Tod 
Gpriov xal nsgıTrod, aAAd Tovg ou Ödınalov xal aöl- 
xov' 7 yap; 

I'OP. Net. 

ER. ’Eyo rolvvv Gov Tores Taüra Akyovrog UnE- 
Aaßov, @s ovdEnor Av sinn byrogınn Rdızov modyun, 
0 y asl nepl Öınauogvvng todg Aoyovg mossireı' Ereidn 
Ö3 OAlyov Uarspov EAsyes, ört 0 Gnrae 5 6mroom 
xüv Adlans xXEBro, 0Vrn Ddavuacag xal nynoauevog 461 
ovðs Hvvadsıv a Asyousva Exslvovg einov ToUg Aoyovg, 
örı si ulv aEgdog nyolo eivaı vo EAdyyssdaı warse &yo, 
&Eıov ein Önikysadaı, ei Ö: un, &dv yalgsıv" Voregov 
6: Nusv Ednıoxonovusvov Ögäs IN xal avrög Or av 
öuoAoysltaı Tv Gnrogıanov aövvarov eivaı Ablxms 1En- 
oda ri; smrogınn nal EHEAsıv Adınelv. taüıa 00V on 
mork Zyeı, ud Tov xUva, a Iopyla, 05% OAlyıs ovvov- B 


161 B 


otug &orlv @ore Ilnavas dıaaxevaodaı. 


edv dorıv Orı 6 ÖnTogınög 00% 
&v rors adınnasıEv. — £v rois 
womToLg Löoyoıg: 8. 4-14. Ne- 
ei Aoyovs. 449 d. 00 Tod dorlov 
450 4. rovᷣę Tod dınalov 459 d. 
— ot ... Ein: Der Optat. im 
abhängigen Aussagesatz als Ver- 
treter des Indic. nach vorange- 
hendem histor. Tempus im Haupt- 
satze. C., 528 a5 hingegen der 
Optat. mit &v im Folgenden: oſf- 
denor &v ein müsste auch schon 
in unabhängiger Form des Satzes 
steben. s. zu 452 b. — 7 yao: 
s.zu 449d. — 0 y: das auf das 
Subj. 7 6nrogınn bezügliche Re- 
lat., wie öfters, mit dem über 
gewicbtlichen nominalen Präd. 
adınov rodyun übereingestimmt. 
unt. 463 b. Kr. 61, 7, 8. — 0®- 


ro: nach &reıdn...lsyeg eben 
so resumierend, wie nach einem 
Part. s. 2. 457 c. 

461 A. daelvovg 8. rooᷣg A0- 
yovs: näml. 457. fl. — düv yal- 
gev: 8. zu 458 b. — el ubv 7- 
voto. . ein: über den Optat. 
im Vorder- und Nachsatze dieser 
abhängigen hypoth. Periode vgl. 
C. 548 u. zu 460 0. — dor2g09 

. . Öuohoyeizar, 4. h. ög&s ön 
„ol adTög ri Borsgov N Em. 
öuoloyeizaı ddvvarov elvaı ror 
ent. ygnodaı x.7.1. — ud ıoV 
uva: Ueber ud s. zu 456 d. 
S. hatte die Eigenbeit in Be- 
theuerungsschwüren anstatt des 
Namens einer Gottheit oft das 
Wort xvov anzuwenden. (vgl. 
Apol. 22 a vn röv uva x. T. 


44 IAATSNOZ 


[4 


&61B 


IIQA. Tiöd, © Emxgarss; oUrw aa ad zegl tig 16 
Öntoginns Öofafsıs @onee vv Akyaısz n olsı, Orı I'op- 
yias NoyUvdn 001 un mE000uoAoyjonı TOV 6mzogLxov 
ävdon un ovyl xal a Öixaua sldEvar nal ra xalc al 
za ayada, xal Eav un 2Adn Taüdra elöos ap aürov, 
avrog dıdakeıv, Ensıra du Tavıns laws gs Owoioylas 
C vavrlov tı Gvveßn Ev roig Aoyoıs, TOUN 0 dn ayands, 
avrog ayayav ini rowüre dpwrnuare — Exel riva 
olcı dnapvnosodeı un ovyl xl avıov Enloracdaı ru 
Öinun aal aAAovs Öidaksıv; al sis a TOLnüra Kyaıv 
roAAn aygoızia Eari Tovg Aoyovs. 


1.) Tiefere Bedeutung hat man 
darin schwerlich zu suchen. s. 
unt. zu 482 b. — 

B. 00% öAlyns 0. &oriv: “be- 
darf keines kurzen Beisammen- 
seins (zur Unterredung, s. Prot. 
338 c), bedarf einer umfangrei- 
chen Besprechung. Ueber den 
prädic. Gen. Kr. 47, 6, 9. C. 
417. — 


xal 00... dofefeıg: In Fra- 
gen der Verwunderung erscheint 
„al als verstärkende Interroga- 
tivpart. (vgl. zu 455 a.) ‘ denkst 
du wirklich u. s. w. — Or T. 
jorvvOn ... ag000uoAoynoat: 
‘weil G. sich scheute dir nicht zu 
gestehen. Ueber afsyvvoueı mit 
dem Infin. s. C. 594. Kr. 55, 3, 
18. — un ovyl: zu der Nega- 
tion des Infin. eidevaı wird die 
Negation aus dem regierenden 
Verb. #7 rg000u0Aoynjacı noch 
wiederholt; in der Uebersetzung 
erscheint daher bloss einfache Ne- 
gation. C. 621 c. Kr. 67, 13, 6.— 
un &38n...sldag: die Stellung 
der Negation erklärt sich daraus, 
dass &197 eldag zu e:nem Be- 
griffe verbunden sind: "nicht be- 
reits mit disem Wissen kommt. 


— Erzeıra... Eowrnwara: noch 
abhängig von re. Dann aber 
bleibt die Periode, da sich zu dem 
Vordersatze orı x. ein Nachsatz 
nicht findet, unvollendet, charak- 
teristisch für die überstürzende 
Hast des leidenschaftlichenP. — 
lowg: Dass G. in unauflösbaren 
Widerspruch sich verwickelt hat. 
wird nicht geradezu eingestan- 
den. — 


C. guveßn: s. zu 459 b. 
tod 0 dn dyands: "woran du 
eben deine Freude hast. zoöN’ 0 
häufig in parenthet. Erklärungs- 
sätzen. — ayayor: Aor., denn 
das aysıv eis Tode konrı- 
war geht als Ursache dem ovu- 
Botverv Evavriov zı voraus. — 
un ovyl: nach einem negierten 
Verb, des J,eugnens (denn die 
Frage ziva oleı &r. kömmt einer 
Negation gleich), C. 621 d. Kr. 67, 
12, 7 — al: s. zu 449 a. — 
eig Ta ToLadre: gleichbedeutend 
mit dem obigen &z} za rosadra 
dowrriuara. — zoAln aygoınla: 
magna rusticitas. Im Eifer der 
Zurückweisung lässt sich der jun- 
ge P. zur Grobheit gegen den 
bejahrteren 8. fortreissen. Dem 


461 E TOPTIAZ, 45 


ER. Q aailıore Ilöie, aAAd coı Ebenirnösg Kıo- 
usda Eraigovg nal vieis, Iva Ensıdav avrol nosoßV- 
TEgOL yLyvoREvoL spalamusde, NRHOVLES vuels ol VEeo- 
vep0ı ERaVogdÄre Nnuov 70% Piov za Ev dpyoıs nel 
Ev Aoyoıs. xal vüv ei ru eyo «ci I'opyias Ev rois Ao-p 
yoıs Opaillousda, SU KaEmv Enavopdov' Ötxciog 6° 
si’ nal E90 DEAD Tov auoAoynusvov el ri 00L Öoxel 
um neoAos auoAoyijodea:, Avaddodaı 6 rı av au Bovin, 
dav wor Ev u0vov pvÄcaTıng. 


II2A. Ti roũro Asyaıs; 
22. Tyv waxgoloyiav, o IIoie, nv xadeokns, 1 
to zoGrov Eneyelondag yonjedaı; 


II2A. Ti d8; 
BovAwunı ; 


> 
00% EEsoraı wor Adysıv 00000 av 


‚ZR. Isa uivr av nadoıs, @ Beiriore, el’ AdN- 
voke Kpıxousvog, 0% uns Eiigdog nAslorn doriv esov- 
: Ola vod Abyeıv, Eneıta GV Evradde Tovrov uOVog drv- 


gegenüber erhält die Anrede des 
S.: G xdAlıore II. eine ironische 
Färbung. — «Alo roı: Das ab- 
brechende @AA& (s. zu 449 a) wird 
durch das versichernde zo£ ver- 
schärft. vgl. Prot. „835 b — 
ngeoß. yıyvöusvor: “wenn wir äl- 
ter werden, mit dem Eintreten des 
höheren Alters; denn S. selbst 
ist zu der Zeit, in welcher diess 
Gespräch verlegt wird, erst ein 
angehenden Vierziger., Dem „ge- 
genüber Yusig oL venregoı, ihr, 
die Jüngern; ihr, die ihr jünger 
seid. — magOvTeg: wie das lat. 
praesentes in dem Sinne, von 'bei- 
stehend. — xal vöv: ‘so auch 
jetzt’ (d.h. in diesem Falle). — 

D. Öinauos ö’ el: "es kömmt 
dir zu. Ueber die pers. Constr. 
s. zu 448 d; über die lose Ver- 
bindung durch de, wo man ycio 
erwartete, s. zu 456 b. — qvc- 


® 
HEodeı: ‘zurücknehmen; retrac- 


tare. avarideotas ist Kunstaus- 
druck im Brettspiele vom Zurück- 


‘ziehen der gesetzten Steine. 8. zu 


Prot 354e. — Ti roũro Asyaıg: 
was meinst du damit?’ C. 606. 
A.1. Kr. 57, 3, 6 (vgl. zu zoi- 
0vE Tovrovg 449 ee) — UARQO- 
Aoylav: 449c. — To no8rov: 
näml. in dem Gespräche mıt Chai- 
rephon. 448. b. c. d. Ueber den 
Art. vgl. zu 452 c. (0 yer« 
ToVTo) — 

E. dgyınopevog: P. war aus 
Akragas in Sicilion gebürig. — 
ng Eiladog: der Gen. hängt 
von dem Localadv. 00 ab. Kr. 
47, 10, 4 0.415. — zisiorn 2. 
Bovala: Demost. Phil. 8, 3.: 
vneis, ınv nagonolar en utv 
Tor alloy oſbro xoıunV oleode 
deiv elvaı nacı Toig T 7 no- 
Aeı, Gore xal zois Eevorg nal 


46 


ınoaıg. aAAR avrideg Tor’ 600 yaxpa Abyovrog xal un 
&HEAovrog To dgwruusvov dnoxglvechei, 0d Ösıva &v 
av Eya nadoım, el un Eidora, wor amıdva xal un 
462 axovsıv 00V; AA sl Tu ande Tod Aoyov Tod eignwE- 
vov xal Enavoodwcacdaı aurov Bovisı, Q@oXEE vüV ÖN 
EAeyov, avadeusvog 0 rı 00 doxel, Evo ups dow- 
tov Ts nal domrauevog, ſoxso &yo TE ol Togyiag, 
Eheyye Ts xul eleyyov. Pns vyag Önrov xal oV enlore- 
oda ünee Iooylas' m 0%; 
IIQA.’Eyoye. _ 
ZR. Ovxnodvxal GV xeiAeVsig GavrovV dowrav Exd- 
GrorTE 0 Ti Av vig Bovimtaı, @g Exridrausvos ANoxpi- 
veodaı; 
ı 1124. IIavv ulv oVV. 
B 22. Kal vöv dn Tovrwv Onorsgov Bovisı moleı, 
dowru N anexgpivov. 
II2A. ’Alia noıNd® raüre. Kal wor aroxgıvaı, @ 


\ 


JAATZQSNOZ 4618 


rois ÖovAoıs adrüs „keradedm- 


rt. 2. — dv 10 uloeı: vicissim. 
Karte, nal noAlovs &v tig 0 OLuE- 


vgl. Prot. 347d. — &owroluevog: 


. 


as ldoı ae vuiv usrò, nitio- 
vos &bovelas 6 ı Povlovran 
Ayovras ij mollzag Ev Eviaug 
zov Ally nolenv. — Ensıra: 
s. zu 456 d. — zovrorv: näml. 
ns dkovolag Tod Adysıv. vgl. 
C. 866. Kr. 61, 7,9. — avrideg 
zo:: “stelle (näml. dem Falle, in 
welchem du bist, den, in welchem 
ich bin) entgegen” — zo &ewro- 
WEvoV ‚emonglyeodun: 449b. — 
ei un &keorar:" wenn es mir nicht 
frei stehen soll;’ über die unglei- 
che Form des hypoth. Vorder- u. 
Nachsatzes s. zu 458a. — 
462 A. Enevopdacaoten: mit 
Bezug auf 461 d. 00 naga» E- 
navophovV. — vOv Ön: näml. 
461 d.; für die deutsche Ueber- 
setzung zu ordnen: Kvadeuevog, 
GGaso vüv Ön Eilsyor, 6 rı x. 


‘dich befragen lassend.’ Uebrigens 
ist &oorav te x. E&owr. mit ave- 
»&£uevog durch keine Partik. ver- 
bunden, weil diese Part. in ver- 
schiedener Beziehung zu £Aeyys 
t. x. &. stehen; das erstere be- 
zeichnet, was an der Discussion 
gestattet ist, das zweite die Form 
der Discussion selbst: ‘nimm zu- 
rück — und dann in Frage und 
Antwort überführe und lass dich 
überführen. — &leyy&re nal Eisy- 
yov: 4588. — Önnov: 8.2u447 
d. Auf P. Zustimmung darf S. 
nach des P. Aeusserung 448 a. 
zuversichtlich rechnen. — @g Emı- 
GT&WEVoR: 8. zu 448 0 — 

B. xol vuv: 8. zu 449 a. — 
ön: folgernd. s. zu 448 b. — 

rl: 8. zu 449 8. — des: 8. 
zu 450 c. — Ava reyunv: 


462 D 


TOPTIAE. 47 


Zwxrgarsg' eneön Togylas Gnogeiv 00: donxel zepl is 
Ömroguaäis, GV auınv tiva pn elvaı; 
ZR.’Aga Eowräs Yvrıva teyvnv pnul slvar; 


I124A.’Eyoys. 


ZR. Ovdsula Zuorye doxsi, & TGAs, @g ye moög 


0: TaAn9 eigjodeı. 


IIQA. Aria Ti o0ı Öoxei n 6mroginn eivaı; 

ZR. TIpäyum 6 pns 00 moıjoaı veyunv Ev io OvYy- 
yocuuarı 6 &yo Evayyos dveyvar. 

ILGA. Ti toöüro Asyaıg; 

ER. Eunsigiav EymyE rıva. 

II24. ’Eunsipla &oa 00: doxsi n 6nTogian elvaı; 

ZR."Euoıys, el un Tı 00 Gllo Asyeıg. 


IIGA. Tivog &uneigia; 


ZR. Xagırög tivog xal Ndovig amepyadias. 

IIQ2A. Ovbxoüv xaAov 001 doxsi 7 6nrogien eiv.uı, 
xagitsodaı olov T eivaı avdgmnoıg; 

ZR. Ti dE, © Nõæas; non nenvooı ag Zuoö, 0 
2 Ynul aurnv eivaı, WOTE TO HETd rovũro Egwräg, siD 


ovᷣ xaAn wor Öoxsl elvaı; 


P. hatte seine Frage unvollstän- 
dig gestellt; S. verweist ihm in- 
direct diesen Mangel an stren- 
ger Form durch Hinzufügung des 
stillschweigend von P. vorausge- 
setzten Genus Teyvn. — as ye 
zg05 08 zdandn elonodaı: vgl. 
Prot. 309 a. os Yy &v avroig 
nuiv eionodeı. Ueber solche 
Infin. bei wg s. C. 564. Kr. 55, 
1, 2. Zur Erklärung des Perf. 
sfonodaı vgl. das deutsche: dir 
9 die Wahrheit gesagt sein. — 

NS cv: näml. in der Rhetorik 
ee vn) des Polos. vgl. 448 0. — 

e. te Tovro Akyaıg: vgl. zu 
461 d. — dursiplav riva: Uebung 
und die daraus hervorgehende Ge- 
schicklichkeit; sie bildet in ihrer 


Zufälligkeit den Gegensatz zu 
reyvn, die nach bestimmten auf. 
der Natur ihres Gegenstandes be- 
ruhenden Gesetzen vorgeht. — 
dun. &oa: P. wird durch die 
unerwartete Antwort des S., die 
er bestreiten musste und doch 
nicht anzugreifen weiss, aus dem 
Geleise des Gespräches gebracht; 
den Ausdruck seiner Verwunde- 
rung ‚gibt die Frage‘ einer Uebung 
also etc. (vgl. Prot. 319a.), durch 
die er sich erst zu weiteren Fra- 
gen sammelt. — zagiteod«L oloꝝ 
Tjelvoı: erklärende Appos. zu 77 
Onrogenn. — mag Euod: 8. zu 
#55 c — 

D. zo vera Tovro dgar.: "du 
fragst bereits nach dem erst darauf 


E 


48 


TTAAT2QZNOZ 


462 D 


IRA. Od yao rnervauaı Or 2unsipiav vıva av- 


zmv ps eivaı; 


ER. Bovisı ooëv, Eneiön Tuudg To yaolteodeı, aı- 
.x00v Ti wor yapioaodaı; 


IIQA.’Eyoye. 


ZR. ’Egoö võv u, OYoroua Mrs wor Öoxel Teyvn 


eivot. 


II2A. Epwro ön, ris réxun Oyoroue; 
ER. Ovdeuie, & IIole. 


IIQA. Are rl; Ya9ı. 


ZR. Dnui 6n, Eumeigia vıg. 


IRA. Tivos; gyadı. 


ZR. Dryul Ön, yagırog xul ndovng aneoyaolag, @ 


IIols. 


I12A. Tevrov ag dorlv Odonoule xal 6nrogıxn; 
ZR. Ovdauds yes, aAla ng avıns, ubv Enırndev- 


E05 WOQLOV. 


II2A. Tivos Atyeıg tTavıns; 


folgenden; denn die Frage nach 
dem Werthe der Z2hetorik lässt 
sich erst beantworten, wenn die 
Definition der Rhetorik selbst voll- 
ständig gegeben ist. — &: 8. zu 
452cC. — 09 yap...: über yap 
s. zu 451 a.; denn die (bloss 
rhetorische) Frage vertritt die 
Sielle der Antwort. — Tınds: 
‘hoch schätzest, viel darauf gibst. 
Krit. 47 a. 0 —RNR ion ag 
60Eag Tov drdgannv Tıuav. 
P. hatte aus dem yapıdeotaı der 
Rhet. den unmittelbaren Schluss 
gezogen, dass ihr das Prädicat 
xœaohv zukomme. Daher ist 8. 
berechtigt voraunszusetzen, dass 
P. das zagı schau hochschätze, 
eov: P., der sich selbst 
der Kunst der Gesprächsführung 
gerühmt und die Stelle des Fra- 


— 


‚ gegnet, 


genden gewählt hatte, muss sich 
bereits die Fragen., die zu seiner 
eigenen Niederlage führen sollen, 
von seinem Gegner vorsagen las- 
sen. — öYyozoıla: der Hauptbe- 
griff wird nachdrücklich voran- 
gestellt, — &gura dn: 8.2u 448 
b. — alla vl: "aber was ist sie 
dann, wenn sie keine Kunst sein 
soll?! — Eumsieia rg: s.2u 456 
a. — tivos; Pcν: der wieder- 
holte Imper. padı, auf welchen 
S. beide Male mit der Ruhe 
der Ueberlegenheit gnul dn ent- 
zeigt bereits die Unge- 
duld des P.über dieses Gespräch, 
in dem er sich keinen Sieg ver- 
sprechen darf. — gnpl ön: s. 
zu 448 b, — 

E. dyozoula xl Öntopınn' 
ohne Art. s. zu 450d. — rivos 


463 B .„FOPTI4E. 49 


ZR: Mn dygoındzspov 17 70 dAndig eimeiv' davai 
yagT'ogyiov Evexa Asysw, un oimel we dinnwundeiw 
zo Eavrod dsırndsvun‘ dyo Öd, ei ubv voüro damıv 9 
6nzeooıen Toovylus &nırndevsı, 00% olda’ al yap&63 
zerı Ex tod Aoyov ovölv Nulv naragpavts EyEvaro, ze 
zore ovrog nyelrcı‘ © 6’ &yo HA nv Önropsun, 
zgayuarog Tivog £orti uopLov oVÖEVög TV AuAmv. 

TOP. Tivos, à Zungerss; eine, undtv dub alsyvv- 
Deic. 

18 ZR. Aoxst voivvv no, a [opyia, slval zı dmı- 
sndsvpa Texvırov ubv 0%, Yuyis BL oroyaorızjg xal 
avdgslas nal pvas Ösıvng meodowieIv roig avdom- 
zo‘ naAö O8 avrod 2yo 10 xepdiaıov Kolaxsiav. 
tevıng wor Öoxel ig dnırnösvaswg woAld ulv zul aAic 
uogıa elvar, Ev Ö8 xal n Odomouan" 0 Öoxel uiv ei-B 
van zeyvn, og O8 6 Euög Aoyog, 00% Zorı reyvn, aAk 


1. tavrns: 8. zn: 461 d. — en 
dygoınoregov 7: "es dürfte viel- 
leicht zu unhöflich (unhöflicher, 
näml. als sich gehört) sein;’ ve- 
reor ne sit inurbanius. vgl. Apol. 
32 d. Ueber das elliptische un 
...9 8. C.512. Kr. 54, 8, 13. 
Des 8. höfliche Wendung un 
&ygoıxörsgov 77) soll zumeist an 
des P. Aeusserung 46lc woAAn 
aygoınia dort erinnern. — dıa- 
xoumdeiv: "verspotten ; ’ die Zu- 
sammensetzung mit dıa mag wohl 
an jenes Verfahren der alten at- 
tischen Komödie erinnern, wenn 
sie eine Person (z. B. Sokrates, 
Kleon) in ihrem ganzen Thun 


und Treiben zum Gegenstande 


des Spottes machte. vgl. &mıno- 

uodeiv Apol. 31 d. — eu. r.: 

8. 452 c. rovro, zurückweisend; 

“das, wofür ich sie erklärt habe.’ 
4163 A. nal yag: ». zu 448 2. 

— tl. 000g ny.: "wofür er 
Plat. Gorgius. 


(G.) sie (die Rhetorik) eigent- 
lich ansieht.” 00705 im Gegensatze 
zu dem folgenden &ya. — ovde- 
vös T. %: ‚Appos. zu rodyuo- 
zog TLıvog, einer gewissen Sache 
(Beschäftigung) ‚welche aber keine 
von den schönen ist. — yunddr 
&. aloyvvBeig: nihil mereveritus. 
Kr. 46, 4, 4. 0.622, 1. — 


Wvyıns d8 or.: die Eigenthüm- 
lichkeit dieser Beschäftigung ist 
einmal durch ein Adj. (reyvınov), 
dann durch einen Gen. (wuxijgçg. 
C. 407, 8. Kr.47, 6,8) bezeichnet. 
— rois avde.: der Dativ bei 
roooouıleiv Kr.48,9. C, 436. — 


B. morla uw xai ln u: 


“viele andere Theile. s.zu 447 a. 


— 0 done... .: 8.zu460e. — 
os. . L0yog : ‘aber wie ich be. 
banpte. Das Subj. Aoyog ergänzt 
man in dieser Formel leicht durch 
ein dazu passendes Verb. wie A8- 


4 


50 TAATSNOE 463 B 
Eursıpia xl zeußn- rævrng uoorov xcel rav Önroguunv 
eyo xelo xal Tv ys xouu@sırnv nal zav sopıorumv, 
Terraepe reüre uopıe Ent Terrapaı rpayuacın. ei ovv 
"OBovister IIäiog avvdavssdar, KUvBavecdn" 0U Pag 
zo nenvorer, 6molov pnu ya ug noAuxslag uopLoV 
elvaı nv Önrogınnv, aAR avrov Alinda ourm amoxe- 
xpıuevog, 6 68 Znavspmrd, el 00 xaA0v Nyodunı silver. 
dya Ö3 auTo 00% Knoxpıvodua KO0TEXOV, Eite xaA0v 
elite aloypov Hyoduaı elvaı Tv Ömrogixnv, plv üv 
eBToVv aroxolvayaı 6 tı Eorlv. 0d yap-Ölxaıov, © 
IIoAs‘ aAX sineg BovAsı nudeodeaı, dpowrea, Omolov uo- 
g10v ig xoAaxelag pmul eivar nv Ömrogixnv. 
II24. ’Eooro dN, xal dnoxgıvaı, 6molov WOgLoV. 
D ER. Ag ovv av uadoıg dnoxgıvankvov; Zorı Yap 
N 6nTogıun xara Tov Zuov Aoyov oAıtızig Woglov 
siöwior. 
IIQA. Tiovv; xuAov ij aloygov Akysıg auınv elvan; 
ZR. Aloyeov Eymys' a yap xaxa alaypa xaln 
ensıön Öel 001 anoxglvaodeı as 707 eldorı a &ya Akyo. 


yaı, algei. — Iuzsuole xœl zgı- negierenden Hauptsatze mit einem 


Br: vgl. ob. 462 c. — xal nV 

. xcel se. nal: “auch . 
und ... und; dass das erste xal 
nicht eorrelativ zu den folgenden 
zu beziehen ist, ergibt sich, aus 
dem vorausgehenden ®» . . 6%0- 
zounn. — 


C©. aurov Asl. 0. Eroxenpı- 
wEvog: über Auvdaveıy mit Acc. 
der Person C. 398. Kr. 46, 9; 
über das ergänzende Part, C. 
590. Kr. 56, 4, 1. — Eravepwra& 

.: 462 c;5 die Bedeutung des 
dmi im Erxaveowra»v ist dieselbe 
wie in Enavegkodau 451 b. — 
ei...:8.zu 482. — elıe.. 
etre...: in der indirecten 
Doppelfrage Kr. 65, 1,11, 0.611. 
— zelv &y: mit Conj. „ ‚nacheinem 


Haupttempus C. 557. Kr. 54, 17. 
l. — ng@rov: nicht blosse Wie- 
deraufaahme des wpOrEg07 aus 
dem Hauptsatze; S. erklärt, dass 
die Definition das Erste und die 
Grundlage der ferneren Untersu- 
chung sein müsse. — Ölxarov: 
s. zu dvayın 450 8. — £gwrc 
ön: s. zu 448 b. — xal &xo- 
%OL VAL: „parenthetisch. 


D. dv nadoıs: 8. 447 b. 
— aroxgıvauetvov: näml. Zuov. 
Ueber den Gen. des Part. bei 
uavdavo 8. Kr. 47, 10, 13. vgl. 
0.420. — eidolor: *Scheinge- 
stalt, Schattenbild, ohne Wesen- 
heit, wie z. B. die Schemen des 
Todtenreichs, im Gegensatze zu 
den leibhaften Lebenden (Il. %, 


46h A 


TOPTIAZ. 51 


TOP. Ma rov Alu, © Zoaxparsg,: aA Eyih ovök 


avrog Ovvinm © cu Akysıg. 


ZR. Elxorog yes, @ I'opyla‘ ovölv yap zu gap; 
Atyo, IIölog 63 Ods viog darl zul okug. 

TOP. ’Alla Toürov ulv Eu, Euol Ö sind, mag Ak- 
yaıg roArrınng uoglov slöwAov eivaı Tv Omropixmv. 

ZN. Aa eya neıpadouaı Podsar, 0 y⸗ „wos pæi- 
vera eivan N 6msogıay‘ el Öf u7 Tuyyave 0% roõto, 
Ilöiug 0ds Eisyksı. due mov xalsls ti nal yuynv; 


TOP. TIös yag ov; 


ZR. Ovxodv nal rovrav olsı va eivar Exaregov 


sveklav; 
TOP. "Eyoys. 


ZR. Ti öd; Öoxoücev iv evsklerv, ovoav 6’ 0%; 
olov roıwvde Adym“ moAdol doxovcıv &U Zyeıv ra 0@- 
uere, oüs 00x av dadins alodoırd. tig, Orı 00% &v 
&yovaıv, RAA0g 7 latpog TE Kal TÜV Yvuvaorıxav rıis. 


72. znAs w degyovcı Yozgal, ei- 
doin KLUOVTO?. Od. 4,475, zog 
Frings aıdoode —— —* 
ze vengol üpgaödes valovaı, 
Boora» eldwin xauövTon)., — 
zl 00»: 8.zu 482e. — ag N 
zidorı: Abermals ein derber Sei- 
tenhieb auf den allzu raschen 
(v8og nal öbvs) P., der, keines- 
wegs an strenge Begriffsentwicke- 
lung gewöhnt, immer auf Eigen- 
schaftsbestimmungen abspringt, 
bevor noch die Definition feststeht. 
Ueber as beim Part. s. zu 448 e. 
— uo co» 4.: 8 zu 456 d. — 
oddt adrög o.: Ausdruck des 
stolzen Selbstgefühles. — 

E. sinorog ys: 8. zu dyado» 
ye 449 0. — öde: s. zu 447 8. 
— veog nal öbvc: dem Wort- 
laute nach glimpflich, dem Sinne 
nach sehr bitter gesagt. Bei bei- 
den Prädicaten mag wohl an die 


Bedeutung des Wortes Polos (zo- 
Rog, Junges Ross’) gedacht sein. 
— alle: s. zu 449 a. — TOY- 
yavsı 09 TOÖrTo: Övist, wie ge- 
wöhnlich dem Prädic. (roöro) 
aueimiliort, Kr. 63, 6, A. — II. 
dlyEsı: mit Berng auf 461 c 
med. u. d. in. — ooud: ist, wie 
vuxijv, Prädicat zu Ti. — 

464 A. tovıo»: abhängig von 
Enazögov. — —ö “schein- 
bar.’ 090» ‘wirklich’ — olos: 
8. zu 450 d. Ueblicher ist in die- 
ser Formel olo⸗ rò roloyds Akyo. 
— xoMMoOl. ..: Ueber das Asynde- 
ton im  Erklärungssatze 8. zu450b. 
— 0odUg...aladoıro: Ueber die 
Anticipation des Subj.des abhängi- 
gen Satzes s. zu 449e. — ailog; 
zu rıg gehörig, ist davon getrennt, 
indem die Worte @Alog 7 . . tig 
eine beschränkende Erklärung zu 
00% &v rıg bilden, "nämlich sonst 


4* 


HAATANOZ 4664 
- TOP. Aunbii Alpaıg. 
Zn. Tö roroõrov Adyam xul ir ocinar. eivaı nal 
&v puxi,; 0 Tı zorel min doxstv ev Aysıvro düne zul 
zyv vuxijv, dysı O8 0UÖLv uälkor. 
B TOP. Fori Taüre. 
Zn. Depe Ön 001, dav Övvouaı, oupdosagov &nı-19 
sehn 6 Adym. Övolw Ovrow rolv nparudroıw Vo Adyo 
vöyvag' urv wäv En 1 your woAıtıunv wald, vv öl 
ext Oauarı wiav ubv 0UTmg Ovouaoaı ovm dw 001, 
päg Ö} 0Vons rg Tod omueros Hepamsiag Övo uopı« 
Adyo, nv ubv yuuvaazınnv,. nv 6} derpınnv rijç oe 
zoltınng avıl ulv Tg yvuvaorızng nv vouoderunv, 
Cdvrisrgopov Ö% TY largıxf) yv dixaiosvvnv. Exıxor- 
vovodc, ulv On dAlninıg, üre nsEl TO auso 0VoRL, 
Enarepaı ToVTav,. N TE largıan 17) yupvastıny xal m 
dixäioovvn 7 vouodering" Oumg ÖL dıapegovol vı al- 
Aniov. Terrdpmv Ön Tovrmv 0V00V, xal as 008 TO 
Beitıotov Bepanevovoav av ulv To Oye, av Ö8 
cyv durnv, 7 nolaxevrınn alodousvn, ouv yvodoa Adyo 


32 


chenden Gliede voransgeht zn 
vPvuxi. — WEZTE näml. wie bei 
der Seele. — ovons: conceseiv. 
s. zu 450 b. — ayel: "entspre- 
chend. Kr. ‚68, 14. 1. — avei- 
crp0pov ty L.: Ueber die Con- 


jemand, ausgenommen nämlich. 
— zei .. .: Ueber den Acc. 
mit Inf. bei zoseiv 5. zu 448 c. 
— Öoxsiv: näml.rıya, über die 
Ergänzung eines allgemeinen Subj. 
s. zu 456 d. — ya di...: 


Uebergang aus der abhängi gen Fü- 
gung zurunabhängigen : “und doch 
befindet man sich durchaus nicht 
wohl; vgl. zu 452d. Als Sabj. ist 
bei Zyeı aus dem Vorangehenden 
6 doxav 8 &ysım zu verstehen. — 
ovöty pülhov: näml. Ed. Ueber 
oudäv 8. zu oddhv Nrrov 453 b. — 


B. ꝙéos d7: s. zu 455 a. Das 
Fut. dnıdslto kömmt näml. an 
Bedeutung dem Imp. nahe. 
änl vr. 9. 5. zu 463 b. — 00- 
parı: ohne Art. (C.376. Kr,50, 
2, 13), obgleich in dem entspre- 


struction mit dem Dat. (wofür der 
Gen. nicht weniger gebräuchlich 
ist) s. Kr. 48, 13, 12. vgl. C. 436 
b. — dinauoovvnp: Gerechrig- 
keit in ihrer, Ausführung, also: 
‘Rechtspflege.’ 


C. ö7: folgeınd aus avrlorgo- 
pov. — re... ovoa: C. 587, 
6. Kr.56, 12, 2. — diapigovai 
ri dllnlav : "Ueber ti 8. zu ro- 
covrov dıap. 451 c. Ueber den 
Gen. bei dıapegsıy 8. Kr. 47, 13, 
6.vgl.C. 419e. — mQös, to Baı. 
rıorov :"zum Besten hin;’ so dient 


#3 A 


TOPFIA4E.3 53 


2 * \ e ⁊ 1* 
all Oroyasausdvn, tergaye Eavınv Öraveluace, UNo- 
duoa Uno FEnaarov av yoglav, zgoonosstta slvaı 


todro. One vaedv, zul Too ubv BsArlarev odölv PE0V-D 


zigeı, ro 08 del dis Impsveraı ıv Kvosav xal dia- 
zard, .@ore Öoxst wAslorov afla sivaı. uno ulv 00V 


nv larpınyv 7 olbomouen Vmodedvxe Xal pO0NOLEI- - 


a va Beitiora oma vo omparı eldEvar, Mor el Ödor 
iv auol draymvitesda Owomoıov rs al iarpov 7 &v 
avöpudıv ovLm; dvonroig Monsp ol maldsg, TOTEsgQoS 
dmaisı pl TÄV yomorav aıriov »al rovngav, 6 la- 


s009:7 0 Oyomoıds, Au av dmodanslv Tov laredv. E 
noAaaslev uv 00V auro xaAd, zul aloyg0v pruı slvar &65 


N) g - m J 
rò rotovrov, & IlmAe — tovbro yag ngüg 08 Ayo — 
or Tod mödog oroydfsem Kvsv tod ‚BeAtlorov' reyvaw 


zaog mit Acc. zur Bezeichnung 


des Zweckes. s. Kr.68, 39, 7. C. 


467 C, c. — 0TOYR0auEPn: ist 
nicht blosse Wiederaufnahme von 
als$ou&vn, sondern genauere Er- 
klärang desselben, wie in den ge- 
nau entsprechenden Sätzen 452 e, 


am .. . vol. 464e. too &ijg 


x. . Eva. — Hr0oddoe vno Er.: 
sich hinter... . steckend;’ in- 
duens speciem etc. &avınv dıa- 
velunon ist unter Vrodüoe, al- 
cHoussn unter &avrnv dıavel- 
a0 subordiniert. — 
D.orx88v: mit Acc. (vorher mit 
Wiederholung der Präp.) Kr.46, 
6, 8. — 19 del Nnöloro: 
“durch das jedesmal angenehm- 
ste. Kr. 50, 8, 9. — N» @vorev: 
d. i. roos dvontovg; aber den 
grösseren Nachdruck, den ein 
solcher Gebrauch des Abstract. 
hat, zeigt am besten die deutsche 
Vebersetzung: "siemacht Jagdauf 
den Unverstand und täuscht ihn. 
— vnodtdvne: Ueber das Perf. 
zur Bezeichnung der fortdauern- 
den Wirkung einer noch fortdau- 


ernden Handlung s. Kr. 53, 3, 8. 
vgl.C.502f. Daraus erklärt sich 
die Verbindung des vaode&dvne 
mit dem Präsens zg000z018iTa:ı. 
— &» nal: s. zu 451 b. Die 
ganze Stelle enthält eine verdeckte 
Entgegnung auf 456 b, c. 459. 
Einzelne geflissentlich den Asus- 
serungen des G. entlehnte Worte, 
z. B. dıaymvifesdaı, weisen deut- 
lich darauf zurück. — daalsı 
neol O9 4.: Kr.68, 31, 23 da- 
gegen Prot. 327 c. mit blos- 
sem Gen. 8. zu zegl av eidtzaı 
472 c. — 

E. dv anodaveiv: 8. zu 448. 

465 A. alayoov pur elvarı 
nachdrückliche Wiederholung aus 
463 d. — rovro... . Alyo: als 
Erwiederung auf des P.Frage rd 
007; nulöv 7 wloygow Akyeıg 
adrnvelvar; 463d. — roũ ndeog 
ot.: Ueber den Gen. bei oroxu- 
t&eodaı s. C.419c. Kr.47, 14. — 
&wev zod Beirlozov: mit Bezie- 
hung auf 09 u8v Bsirlorov 00. 
ödv gpoovrıfeı (464 d.in.), im Ge- 
gensatze zu ael zgög ro feirı- 


DE 


“_lal2.- — —— — —— — — —— 


HAATSZNOZ 465 A 


54 


Öd avenv 0v pw elvar Al duneıplav, dri 00% — 
Aoyov ovdlve av zgoopegeı, 6nol’ &rra nV pvoıw 
dariv, Bars riv alziarv ‚Erdorov un Eysıv einslv. ‚ey 
Ö& zeyvyv ov xeld, 0 av ühoyov ro&yYyur‘ rourovu 
d: negı ei augpıoßnreis, EHEM Umbaysiv Aoyov. 

B Tij ulv 00V larpınn, donso Adya, 1 Oyozousn 20 
xoAnxEie VHORETEL" TI Od Yuuvaouın) ara ToVv av- 
ròv TE0NOV TOÜTOV 1) Koupmris), KRXOUEYPIG TE 0VOR 
„al anarnin xal ayevuns nal AveAsvfispog, EyNuadı 
za yg@uacı'xal Asıoındı nal dadjcw anaıace, MOTE 
oLstv dAAorpıov adAAog Epeixonlvovg Tod olxeigv Tod 
dıa Tüg yuuvaorızjg aueistv. iv 0oVv un uaxgoAoyo, 
EdEAD 001 einelv Donceo ol yanufroaı — ijon yap av 
ioas axolovdridaug — Ortı 6 Xouumzıcn mpüg yvuve- 

Cotunv, ToUro Oyorouxn pög largıamv " wäikov ÖL 
qôs, OTL 6 xouumzıxn TTpOg yuuvaszızyv, Toüto 00pL- 


0z0v Vegamevonv %. 7. A. (463 
c.) — 09 pnu: 8. zu 460d. — 
oUn &.1. oudsver: "hat keine Ein- 
sicht, kann nicht „Rechenschaft 
geben über... — 89 2Q009.: 8. 
zu 448d. — öxoi” erw: vgl.zu 
noioög rıg 4480. — NV pvoıv: 
8.20 452b. — un Eysıv sinein: 
Ueber urj bei @ore mit Inf, C. 
617 a. 2. Kr.67, 6. - 6 ze] 
s. zu 450b,. — &loyov: d.i. 00% 
&yov Aoyov, wie ea vorher hiess, 
“ein Treiben, von dem sich keine 
begründende Rechenschaft geben 
lässt, ein vernunftloses Treiben.’ 
Diesen Vorwürfen gegenüber, ver- 
spricht S. vxoezeiv Aoyov Re- 
chenschaft zu geben, Rede zu ste- 
hen, s. zu Prot. 338 d. — 


B. droxsıraı: gleichbedeu- 
tend mit dem obigen (464 d. in.) 
vnd 779 largımmv 1) dyorounm 
Örodlduns. — HUT& TOV a. TQ.: 
8. zu 454 c. — 0rijkacı Ara- 


toc«: zunächst Ausführung von 
ararnın. — Epehnousvovg: iet 
nicht Subj. zu &usieiv, sondern 
nähere Bestimmung zu dem all- 
gemeinen (tivag) oder aus dem 
vorigen zu entlehnenden (toVs 
dnaındevrag) Subj.: “dass man, 
unter Aneignung erborgter Schön- 
heit, für die ‚eigenthümliche keine 
Sorge trägt. Die körperliche Aus- 
bildung durch vvuvϾsrixij ist 
dem Hellenen ein nothwendiges 
Erfordernisse für den freien Mann. 
Prot. 326 b. — 700 0. 70% ...: 
8. zu 451 a. — Dil... yeo- 
wergau: d. h. mathematisch de- 
monstrieren; denn 0 & zgög ß, 
roũro y zoög © ist der techni- 
sche Ausdruck für Proportion, — 
nön.- . dxolovdnguug: mit Bo- 
zug auf 463 d. in. ag’ 0vv dr uc- 
Hois dronpıvankvov. — 


„O- uüllov Öb: 8.2u449 0. — 
080: näml.in deroben (durch die 


485 D TOPTIA4Z. 55 


Gran mQ0S vouodsrinmv, wald Os 0 —B 7008 
largıaıjv, Toüro byrogien z@ös dızaoavvav. —RX uiv- 
cos Adyo, H1egrnxs ubv 0Uım Pvos’ ars 0’ Eyyüs OV- 
Tav pvpovras Ev TO avra al 'nepl Tavra Goyıoral 
#0 6nTopss, xal 09% FIyovaıy 0 Ti Yogaovraı oürs 
avrol Eavrolg ovrs ol RAA0ı LVIGMNOL TOVTOLG. xal Pa_ 
&v, &i uN N Yun To oauarı Ensorarsi, dAk avrd av- 
ro, xal un VRO Tavıns “arsdsapsito xal Bıenglvsro D 
N TE Oyozouan xaln lurotxij, ar avro 0 oõuæa Zugıvs 
Grad umuEvor talg 1agsaı rætgę RE0G KUTO, TO TOD Ava- 
fayopov av noAd nv, © pihe Ilois — 0% yao rovrmv 
Eunsigog —, Opodiav aavıe yonnara dpugsro Ev ro 
KUTO, Axglıwv vvr@v av Ts larpıxav xal Uyısıvav 


Proportion) bezeichneten Weise. 
— dre 20 Ovza9: 8. zu 464 c. 
— oöx Eyovan 6 Tı gemoovraı: 
"wissen nicht, was sie anfangen 
sollen. Veber den Indic. im ab- 
hängigen Fragesatze vgl. C.520, 
Kr. 54, 6, 1. Der Ind. Fut. kömmt 
in solchem Falle einem deliberati- 
ven Conj. sehr nahe. Ueber den 
Ace. õ tı ».Kr. 46, 5,9. nel yagı 
8. zu 4488. — .. WEOTATEL, 

. . av m. NY: 8. zu 2 448 b, — 
to owparı: Ueber den Dat. bei 
dnıorareiv vgl. C. 437. Kr. 47, 
20, 3. Gewöhnlicher ist der Gen., 
ohne dass sich ein erheblicher 
Unterschied beider Constructionen 
sicher nachweisen liesse.. 

D. xarsdengeiro: eigtl. "von 
oben herab (C. 459. Kr, 68, 46, 
10.), von dem (in &rsorarsı ange- 
deuteten) übergeordneten Stand- 
punkte aus betrachtet, also“ rich- 
tig erkannt würde. — 10 7094.: 
die, Behauptung des Anaxago- 
ras; illud Anaxagorae. C. 410. 
Kr.47, 5, 10. F. Schaltz lat. Spr. 
8.314. A, 3. vgl. zu 10 rs TEL- 
vns 450 c. Regelmässig steht in 


dieser Ausdrucksform der Art. 
beim Eigennamen. — ’Avafayo- 
e0v: Der Gedanke, durch wel- 
chen Anuxagoras, ein Zeitgenosse 
des Perikles, die Ordnung des ge- 
sammten Weltalle erklärte, zaV- 
ca Yonuara 79 öuov, elra voüg 
1909 aura dıenocunoe, wird 
auf den vorliegenden Fall tref- 
fend angewendet. Diese Anwen- 
dung lag um so näher, da jenes 


‚ö6uo® ndvra auch ausserhalb des 


Kreises der Philosophen sprich- 
wörtlich geworden war. Die Aeus- 
serung an P.: 09 yde Tovrav 
Eumeigog, verspottet wohl viel- 
mehr den P. wegen seines Talen- 
tes, alles durcheinander zu wer- 
fen, als dass wir daraus den Schluss 
machen dürften, P. habe der tief- 
sinnigen Lehre des Anaxagoras 
ein ernstes Studium zugewendet. 
— dv m. nv: Ueber die Wieder- 
holung des ‚ev ‚(nach vorangehen- 
dem #a} yao av) s. Kr. 69, 7,3 

vgl. C.639, 3.A, — old y 
‘würde ausgedehnte Anwendung 
haben, in grossem Masse statt- 
finden. — Ouov av...: die ep- 


\ 


56 HAATANOE 165 D 
xal Gyorouxcv. O ulv ovv yo pnu nv Gmeogianv 
eiveı, axnxoag‘ Avriergopov Hyoroudag Ev vvxij, 5 

E£xsivo Ev omuarı. lowg u8v 00V Atonov meroinee, Orı 
oe 00x Ev uanpovg Aoyovg Abysıv durog dvyvov Ad- 
yov anortrana. übıov ulv 0vv Euol Gvyyvaunm Eysv 
darl‘ Adyovros yap uov Boayda 00x Eudvdavss, oVöL 
1ojode: ci aroxgiccı, NV doı ansxgıvaunv, oVÖLv olog 
T 1090, AR Eödov Ömyrosng. div ulv ovv zul dyo 
000 amoxpıvousvov un EXm 6 Tı ypmsmuaı, anorsıvs 

466 xal ou Aoyov, av ö} &ym, Eau ve yojodar‘ Ölxaıov yap. 
xal vüv ravın ı7 anonglosı ei vi Eysıg yejedeı, XEm. 


TI24A. Tl ovv pys; HoAaxsia Öoxel 001 eivaı n2l 


Onrogian ; 


22. Koioxsiog ubv oUv Eywys einov uogiov. aAl 
08 uvnuovevars wnAıxodrog av, © IIGAs; Tl rdya Öpa- 


’ 


deis;z 


exeget. Appos. (Kr. 57, 10, 2) 
wird gewöhnlich asyndetisch an- 
gefägt. 8.zu 450b. — dvrioroo- 
p09 6%.: 'näml. ein Gegenstück’ 
u. s. w. 8. zu 452c. Ueber a»- 
tiorgo@pog s.5u 464b. — dusivor 
näml. N oyoxoıla, indem das 
Neutr. eines Pron. hier wie häu- 
fig auf ein Subst. masc. oder 
fem. zurückweist. vgl. 463 b ö%0- 
zounn:o doxei ubv elvaı zeyvn. 
— div ooporı: näml. wg cnro- 
eLRnE Avzlorgopor dorıy. — 


E. Eroxov: "etwas widersin- 
niges; im Griech. ist zu dem 
substantivirten Neutr. eines Adj. 
zi nicht nothwendig erforderlich. 


Kr. 43, 4, 10. — poaxgovg Ad-. 


yovg Atysıy: Ueber das Schema 
etymologikon 8.zu456a. — 0vY7- 
v09 A0y0v anortrana: vgl. 458 
b. — Atyovrog y. wov: Ueber 
den Gen. des Part. s. zu 463 d. 
— odölr...: gojodeai rıvı od- 
öEv dieselbe Construction nega- 


tiv, wie oben (c.) gejeda: ruvi 
zı affirmativ. Uebrigens ist durch 
ovdEv die in ou6& bereits enthal- 
tene Negation nochmals nach- 
drücklich aufgenommen. C, 619. 
Kr. 67, 12, 1. — 69 u gojso- 
kos: "wozu ich gebrauchen soll, 
Conj. in deliberativer Frage. C. 
511. Kr. 54, 7, 2 


466 A. Öixaıov: ohne dort. 8. 
zu 450. — xal vor: s.zu 449 
a. — adv 007: In berichtigen- 
den Antworten geht die in u8r 
enthaltene Bekräftigung in die Be- 
deutung ‘vielmehr’ über. Kr. 69, 
35,1. Lat. immo vero. F. Schultz 
lat. Spr. $. 234. A. 4, vgl. Krit. 
44 b og Atorov To Ervrnıor, 
& Zuxgarss. Evapyts ubv 00% 
& Koitov. — rnlınodrog: "in 
diesem Lebensalter, also hier: "so 
jung’ (vgl. 463 e. IlöAog Ö} Ode 
v&og &orl), während anderwärts 
der Zusammenhang die Bedeutung 
‘so alt ergibt. Prot.361 e. Apol. 


466 © 


roprıaz 377 


I2A. Ao ovv doxoset Hoı og abAanss Ev Tais 
—X yadloı voulgeode of dyadol Önropes ; ; 
ZR. Egwrnpa roor owräg 1) Aöyov Tivös aprnv B 


Asysıs; 


I12A. ’Eoorö- Syaye. 


ZR. Ovo? vonigsodas Euoıys Öoxovcıv. 
IIQA. IIög ooᷣ vouitsodw; 0% niyıovov Övvareaı 


&v vals moiscıy; 


ZR. Ovx, rò Övvasdai ys Akysıg &yadov Tı 


eivaı TO Övvansvo. 


IIQA. Alla vv Ön Adyom yes. 
32. Eidyıorov soivuv nos doxoveı av dvın n0- 


Ası Övvaohaı ol 6mTogsg. 


IRA. Ti oc; 00x, BoxsE ol rugavvon, anoxtv- 
vvacl re 0v dv BovAmvraı, xal dpaıpodvraı yonpera 
xol EußaAkovaw d4 Tv xoAsmv Öv av Öoxf; avrolg; 

ZR. N ròvr wuva, anypıyvon ugvroı, @& Ilwls, 
dp Exdorov GV Adysıs, wOTEBOv adrög Teure Adysıg 
xl yvaunv davrod dropalven, n dut dowräg. 


25d. — raya: “später, wenn du 
wirst älter werden. In Pross fin- 
det sich r«y& in dieser Bedeu- 


tung, (“bald nachher‘) nicht hänfig.. 


— ag: s.zu 4500. — og x0lc- 
xes: “als Schmeichler,' d.h. dadu 
sie für Schmeichler ausgibst. — 


B. Zoarmue ir dowräg: 
roõro ist Obj., we: Prä- 
die.: “Fragst du diess als eine 
(wirkliche, eine Antwort erwar- 
tende) Frage, oder ist es nur der 
(in Frageform gekleidete) Anfang 
einer längeren Rede ?’ — ovdt 90- 
ulgeohar: 5. steigert den Aus- 
druck noch; nicht zufrieden den 
Rednern ‘geringe Geltung’ (pat- 
20ı voutteoſßœr) zuzuschreiben, 
erklärt er, dass sie ‘nicht einmal 
Geltung’ (098% vonifeodar) ha- 


ben. Lat. nullo loco haberi. — 0% 
ueyıcrow: P. bezeichnet durch 
diese Frageform, dass er beja- 
hende Antwort erwartet. 8. zu 
45306. — alla utv ön: "freilich, 
allerdings.’ Ueber den von 8. in 
Zweifel gestellten Satz &. 

Agysıg lehnt P. weitere Erörte- 
rung ab (cAl«) und gibt bekräf- 
tigend (sv) seine Zustimmung 
dazu als eine selbstverständliche 
(din). Kr. 69, 35,1. — dmoxtıv- 
vvacı: DiaNebenform aroxtriv- 
vvur erscheint bei Platon häufiger 
als die Hauptform azouzsivo. — 


C. 0v 0 8.: 8. zu 450 b. 
— dpapodvraı yonuara: 8. zu 
457b. — dnßallovow du tov 70- 
Asw»:'verbannen aus dem Staate. 
vgl. Prot. 325 a. Der Piur. x0- 


58 TOPTIAZ 


466 C 


IIQA. AN Eyoys 08 dgare. 
ZR. Elev, a plis' Eneıra Övo Ay us Egwräs;. 


II2A. IIog övo; 


ZR. Ovx agrı ourwm ng EAsyss, OTi KroxTIVVvVR- 
Dow ol éijrooss 0Vg av BovAmvrar, GOnsE ol Tugavvoı, 
xol yonuara dpampoüvraı xal Ebsiuvvovav dx av no- 


Asav 06V av dos; auroig; 
II24."Eyoys. 


Zi. Acyo zoluvv 00t, Or Övo tadr dorl a don- 22 


nuaTe, aa anoxpıvoüuni yE 00, XEOS Auporega. Pyul 
yap, @ IIöAs, Ey xal todg Gnropag xal roüg Tugav- 
vovg Övvaodaı ulv Ev ralg nolscı Oungdrarov, ug- 
aso vov On EAsyov‘ ootu yag roretu oᷣ⸗ ßboudourai, 


Eos £xog einelv‘ 
Beirıorov zivaı. 


zolsiv usvroı 6 Tı.Av avrols dokn 


II2A. Ovx ouüu Toüro douı.To ueya Övvaodaı ; 

ZR. Ovx, as Ye pnaı IIGõdos. 

II24A. ’Eyo 00 pw; pnul ulv ovv Eymys. 

22. Ma rov 0V 0U ys, Exsl TO uiya Övvaadaı 
Epns dyadov eivaı ro Övvaufvo. 


iso» erklärt sich aus der verall- 
gemeinerten Bedeutung des hy- 
poth. Relat. Kr. 58, 4, 5. vgl. C. 
554. A. 1. — or Alyaıs: ‚s. zu 
448d. — yrauny 02vT0d: eine 
Ansicht von dir’ Kr. 51, 4, 8. 
Der Gegensatz der eigenen 'An- 
sicht zu der an einem andern 
gerichteten Frage ist nachdrück- 
lich durch das Pron. refl, und 
dae Medium (Kr. 52, 10, 10) be- 
zeichnet. — slev: ‘gut’ esio. vgl. 
Prot. 812 d; 357 a. Apol. 18 e. 

— fxeıra: in Fragen der Ver- 
wenderung oder des Unwillens, 
besonders im Wechselgespräch, 
wenn der auffälligen Aeusserung 
des Mituuterredners entgegnet 
wird. Kr. 69, 24, 2. Prot. 809 a. 


Apol. 28 b. Krit. 43 a. (Doch ist 
vielleicht statt des Fragezeichens 
ein Punct zu setzen: "gut; dann 
fragst d du nach zweierlei zugleich ). 
— nög 6.: näml. 00a. vgl. 
oben b: „wa .00 vopiteodar. — 

D. oUs av P.: 8. zu 450b. — 
Eyaye: 8. zu 462 c..— dvo: ist 
Prädie. — ya: mit Nachdruck, 
der durch das eingeschobene & 
Ilols erhöht wird, nachgestellt. 
— Goxco voõv ön Zleyon: naml. 
466 b. — ‚spıxg0TaToY: Die 
Form ouruxqos steht in der Regel 
nach einem vocalisch auslauten- 
den Worte. — 

E. ög &n. elzeiv: s. zu 450 
b. — weszor: bei vorangehen- 
dem per. a. zu 458 b. — roöro 


467B TOPTIA4Z. sg 


II24. Onut yap ovv. 

ZR. Ayadov ovv olsı elvaı, davrıg Ko Taüra,. 
& av don avso Pelcıora ‚slvaı, voöv un Iywv, xul 
tovro xaltig ueya Övvaadaı; 

IIQA. Ovx Eyaye. 

ZR. Ovxodv anodslksıg rovg 6rjrogag voüv iyov- 
zag nal riyvnv nv bmrogınmv alla un wolaxelav, &ud 
Eberkykas; si ÖL me daasız avdleyazov, ol.6nrogas ol 467 
Korodvrsg Ev rais noAscıv & doxel avroig aal dl. Tv- 
oavvoı ovVölv ayaH6V Toüro xexrnoovres, sl 0n Övve- 
nis darıv, OS au plis, ayaßov, To 63 MoLelv avsv voü 
& doxsl xal U ömoAoyelg xax0v eivar‘ n 00; 

IIQA.’Eyoys. 

ER. IIög dv ovv ol Gmrogeg :ulya Övvarnvıo n ol 
zupavvoı Ev valg noAscıv, dav un Zwoxgarng &keisy- 
x9n v0 IImAov Orı RoLodcıv & Boviovren; 

TI24A. Ovros die —. B 


ist Prädic., To u. Övvaodaı 
Subj.: "besteht nicht darin (näml.. 
zu. thun 0 rs av dokn ‚ß.) der 
grosse Einfluss ” — do 0v p7- 
we: "ich sage es nicht? im Ge- 


Imp. nahe kommt (Kr. 53, 7, 4), 
so nimmt auch das untergeord- 
nete Part. &bsl&ybag diese Be- 
deutung an: "beweise .._ durch 
Widerlegung . ,, d. h. “widerlege 


gentheile (ut» our s. zu 466 a) 
ich u. &. w. — ua 09: Ueber 
ud 8. zu 456 d. Der Name des 
angerufenen Gottes ist in dieser 
elliptischen Schwurformel unter- 
drückt (Kr.50, 5, 10), vielleicht 
um die Gottheit nicht durch zu 
häufige Nennung zu beleidigen. 
— fpns: Kr. 38, 4, 2. — pnul 
yag: s.zu45la. — ». un &ywv: 
nähere Bestimmung zu rıg n0:7, 
‘wenn jemand das thut . . ohne 
Einsicht zu haben. — «xodei- 
Esıg ... . Eyoveag: Ueber das 
prädic. Part, bei anodsinvun. 
8. Kr. 56, 7, 2. C. 593. 


467 A. dslkykag: da .oux00v 


amodst&eıg der Bedeutung eines. 


mich und, beweise. — tiv T. 
6.: env Enzoginnv ist Obj. zu 
anodeiseıg, réxvnv Präd., ohne 
dass 0v0a» oder eivaı zu ergän- 
zen nöthig wäre. Kr. 55, 4, 4. C. 
361, 10. — ovök» dyafon: Pra- 
dic. zu roßꝰro. — KEXTNOOVTAL: 


‘sie werden besitzen, d. b. eg wird 


sich zeigen, dass sie besitzen. ‚Er. 
53, 7,1. — Övvanıg .. - aya- 
90v: 5. zu 462c, — Bob: 8. 
450 d. — &$eleyydj: prägnant 
“überführt (von der entgegenge- 
setzten Meinung abgebracht) und 
überzeugt werden, dass u. 8.w. — 

B. ovrog ayne —: Unfähig 
die Sätze des S. anzugreifen bricht 
P. in einen Uawillen aus, der sich 


60 MHAATRNOE 


ZR. Ov Yyuı otelv avrovs & ‚Bo@kovrer‘ 


w tAspye. 


467 B 


1777 


. H2A. Ovr ao GuoAoysıs zoLelv a doel avroig 
Beizore eivet, TOVTOv XEOCHEr ; 

ZQ2. Kal yao vöv OuoAoyo. 

II2A. Oox vvv nowücıw & Boviovea: ; 


ZR. O8 pnuı. : 


I1%.A. Towövreg ö} & 'doxst auross; 


. 3%. Dnut. 


IIQA. Zyschan Akysız xal Uneeyvr, a Zuxpares. 
22. Mn xarmoost, ᷓ Aare TAs, Iva zpo0sino 


cos Kara 08° 


ar el wer Egeıs &uk egwräv, —ã 


Orı Yevdounı, el Ö8 un, avrog dxoxgivov. 
IIR.A. ’AIR dio Gmongivsoden, iva «al eldo 0 


ti Agyeıs. 


322. HOorsgov ouV 601 doxoücıv ol avdemno: roüzo 23 


T 
BovAsodaı, 0 av neaTımoıv Exaorore, 7 Exslvo, 0V 
Evsxa NOKTTOVOL TOÜN 0 nEdTrovav; olov ol ed pap- 


in dem verächtlich hinweisenden 
odrog (s. zu 452 e) schon hin- 
länglich zeigt, ohne dass er seine 
Gedanken bestimmter anszuspre- 
chen brauchte. (Ueber das Feh- 
len des Art. in solchem Gebrau- 
che von odrog vgl. 489 b. 505 c. 
Kr. 50, 11, 22). $8., in seiner 
Ruhe hiedureh nicht gestört, wie- 
derholt nur seine Behauptung und 
fordert zugleich auf, ihn durch 
Gründe zu widerlegen. — ovx. 

8. ZU „58 e — RoLEiV: —8 
œorovᷣgs, was siehn aus dem voran- 
gehenden 08 pnur norsiv ad- 
toüe & BovAovraı 1 leicht wieder- 
holt. — ro9rov rno00B88r: nach- 
tägliche nähere Erklärung des 
ungeduldigen P. za «prı. Ueber 
Constr. und Stellung von #e0- 
odev Kr. 47, 29, 9. — xal y. 
vor: "auch jetar‘. (s. zu 448 a), 


nicht bloss aorı, worauf P. sich 
bezog. Ueber yag in elliptischen 
(bejahenden) . Antworten 8. zu 451 
8. — zoloüvreg: mit dem ad- 
versat. Part. (8. zu 450 b) setzt 
P. die Constr. seines vorigen 
Satzes fort. — Iva noooelzo 

: bezieht sich aufden Gleich- 
klang ine Aöore IloAs, mit wel- 
chen 8. in überlegener Ruhe die 

Redeweise des P. (xa«ra og, C. 
459B,c. Kr.68, 25, 2) spottend 
nachahmt, 8. zu 448c. — 

: C. iva ol elda: um doch 
eigentlich zu wissen. Kr. 69, 
32, 17. Lysis 204 a. Bovası dr 
Ersodeı, Fra nal löns tovg 69- 
Trug aurodt; u. 6. — 

Ö &v ze.: der unbestimmten 
Vielheit (Conj. mit &» beim Rel., 
s. zu 450 b) der einzelnen Hand- 
lungen steht gegenüber das Be- 


467E TOPTIAZ. 6 


pasa .zevovisg nape Tv largmv moTsp0V GoL. doxoücı 
rovro Povisehn, Onsp HoLoügı, zlvsıv TO PEpBaxOr 
xul aAyeiv, n &usivo, TO dyınlvewv, 09 Evex& Kivondıy; 
II24A. Ajlov O1 To Yyialveıv. D 
ZR. Ovaoüv xai.ot miAdovrdg ra xl 30V KAAov.YoN- 
perıouov Zennarıfonevcos 0U todo Zarıw 6 Boviovrar, 
0 wosodaıy Erderors” vis yap Povistauı nAstv re xol 
xtvuévvs veiu zul wpeyuar’ Eysıv; AAN Exsivo, oluaı; 0% 
Evena nAgovaı, aAovzeiv’ nA0oUTov yag Evssa mAdovaıv. 


IIQA. IIavv Ye. 


ZR.”"AAko vı oVV oda xal zo Kdvean, dav vis 
zı zearın Evexd Tov, 09% roſßro Bovisrar, 0 .pdırei, 
air Exsivo, 00 Even zopdtres; 


IIQA. Nat. 


Zn. de odv Eorı ‚re Tov Ontav, ö oil NroL &ya- 
90V y darlv N. nanov n usrakv Tovzmv ours Ayadov 


„ [4 
OVTE KUXOV; 


II24A.: Tloaln avayın, & Zoxguresg. 


stimmte eines Zieles, 00 Evexa 
zoatrovoı, das man dadurch 
erreichen will. — olo»: ‚9. 20450 
c. — nn — rcoõv L.: von den 
Aerzten her, d. h. auf Geheiss der 
Aerzte. — 'niverv To „9. : epe- 
xeg. Appos. zu roſũto ÖTEE NOL- 
ovow. — 

D. odx00» xrA.: Constr. ovx- 
009 xl’ 0 TOL000L9 Eadorore 
ol mAlovzss .. . Zonnarıgöuevor 
00 roſũrò dorıw 5 Povloveuı. — 
8nkov orı: 8. zu 448 &. — ol 
mitonses: aus xal dv AAlo» 7o. 
0. ergibt sich, dass von Kauf- 
fahrern die Rede ist, die sich den 
Warenbedarf selbst zu Schiffe her- 
beiholen. Auch die lat. Schrift- 
steller erwähnen den mercator 
sehr oft in Verbindung mit See- 
reisen. vgl..Hor. Od. 1, 1, 15— 
18; 1, 81, 10—15. Sat. 1, 1, 6. 


Epist. 1, 1, 458; 1, 16, 71. — 
T0v d. yonuatıouoYv 29: Kr. 46, 
5, 1. C.4008. — zgayuaz ? Eyeıw: 
vgl. das deutsche “ Umstände ha- 
ben” Ebenso rodyuara TagE- 
xeiv negotia facere. — nLovreiv: 
näml. fovAovzeı. — &llo zu: 
gleichbedeutend mit @A4o rı 7]. 
s. zu 455 b. C. 608. Kr. 62, 8, 8. 
— zoll navrov: näml. dyeı. 8. 
zu 460 b. — 
E. o': 8. zu 450 e. — vro 
.7]: 8. zu 460 a. — uera&v: 
steht, als wäre es ein Adj. (Kr. 
66, 1, 2) dem dyad#09 und xc- 
09 parallel. Ueber den Gen. 
TOvTa» C. 415. Kr. 47, 29, 1. 
— von... „: 'naml, weder u. 
B. w — 7. EVAYAN: 8 zu 450.8. 
Die Frage des 8. liess durch &e« 
(s. zu 450 c) eine Verneinung er- 
warten (‘es gibt nichts, das nicht 


62 NHAATANOZ 467 E 


ER. Ovxoüv Alysız eivan ayadav plv doplav re 
xal dyisınv zul RAodrov aal raAlı TE ToIaUra, xaxd 
ö} Tavavıla tovrmv; 

IIQ4A."Eyoyes. 

ZR. Todd uns ayadd une xaxa pm rordde Al- 

468 yeıs, & dvlors ulv wereysı Tod ayadod, Eviors Ö} roü 
xaxoö, Evlors ÖL oVöstegov, olov zadradaı zal Badl- 
gsıv nal Tosyeıv xal nAslv, aa olov av Aldovg zul 
Eule xal taiia Ta roiadra; 09 zadın Akyaıg; n aAl 
&rra nalsls Ta uNnTs ayada unte wand; 

II24A. Ovx, alla Taeüra. 

22. Tlotegov oVv Ta usrafd Tadra Evsxsv rav 
AyadEV nEKTTOVELV, OTav MpLTTWOLV, 7 Tayadd av 
usrofv; 

II2A. Ta wsrakv Önaxov av ayadav. 

B ZR. To ayadov apa dıwaovrss xal Badlfousv, 
orav Badiknuev, olouevor BeArıov elvaı, xal To E&vav- 
tiov Eorausv, OTav SoTügev, TOD avrod Evexe, Toü 


ayadod‘ 7 005 
IIQ4A. Nat. 


ER. Ovxoüv nal anoxtivvuuev, el Tiva Aroxtiv- 


entweder gut ‚oder böse oder 
gleichgiltig wäre‘); diese Vernei- 
nung bekräftigt P., ohne sie erst 
ausdrücklich zu geben. — rc- 
vavıla tovımv: Kr. 48, 13, 4. 
vgl. Prot. 317 b. — zoudde: ist 
Obj. von A&yeıs, ra wire ayada 
p. %. Präd.; der Art. ist beim 
Präd. gesetzt, um dadurch auf 
den schon gebrauchten Ausdruck 
zurückzuweisen. Ebenso im fol- 
genden 7 Gar drra arı. — 
468 A. «u: leitet eine zweite 
Reihe von Beispielen ein. — oðbᷣ 
ravre A: Ueber 09 in der Frage 
8.2u 453e. — ra uerabv ravıa: 
Ueber die Wortfolge s. C. 389. 


Kr. 50, 11, 19. — zgarzovam: 
Ueber die Ergänzung eines all- 
gemeinen Subj. s. Kr. 6l, 4, 7. 
vgl. zu 456 d Gri — TV- 
xreverv). — Önzov: 8. zu 447. 
— zov ayadav: näml. Evexev 
roLoVuev aus dem Fragesatze zu 
ergänzen. — 


B. Piitiov sivaı: näml. Ba- 
öiteıw y un. Im folgenden Auet- 
09... oliv 7) un ist diess 
in Vergleichung gesetzte Gegen- 
theil bezeichnet; üblicher ist die 
Weglassung Er. 49, 6. vgl. Apol. 
19a. Krit.54b. — zo &vavriov: 
‘umgekehrt.’ Adverbartiger „Acc. 
Kr. 46, 3,3. C. 404 A. — n ov: 


468D rOPrTIA=. 63 
vvpev, xal ExßeAAouev xal apaıgovusda yonuare, old- 
usvos Auswvov elvai Aulv Tara morelv 7 un; 

IIQ24A. IIkvv yes. Ä 

ZN. "Ever &pa Tod Kyadod Enavsa tadıa MoLod- ' 
Guv ol mOloVvrec. 

IIQA. Drui. 

24 ZR. Ovxovv onoAoprjanuev, & Evend TOV Votov- 
uev, un &xslva BovAsodaı, dAN Exelvo, 0V Evexa Tadre 
MOLODUEV 5. C 

IIQA. Mealıore. | 

ZR. Ovx üpa aparreıv BovAousda 000 Eußairsıv 
Ex Tov noAewmv 0vÖ} yonuara aypnıpslodaı anics 0V- 
tos, AAN edv ubv Opehıua 7 rede, BovAousde zpar- 
teıv avra, PBAaßspa Ö: Ovre od Boviousda. Ta yag 
ayada BovAdusde, OS PS 0%, ra ÖL une ayada unre 
xaxc od Boviousde, 0VÖ8 Ta xaxd. 7 yap; aAnd co 
dox& Atysıv, o Ilöis, N 00; ri 00% dnoxglver; 

TIRA. Manbn. 

ZR. Ovxodv einep Taüra öuoAoyoüuerv, sl Tıg ano-D 
xreiver rıva 7 Eunßaikeı dx moAswg 7 Aypaıgsltaı yo7- 
uare, Eite TUERVVog @V Elrs HNT@E, OolomEvog Kusıvov 
eivaı aürd, Tupyavsı Ö8 0v -xdxı0V, Odrog Önmov woLel 
& doxsi euro‘ N ydo; 


näml.zod ayadoo Evan Eorauer, - ariüg OVrag: “schlechthin. vel. 


Prot. 351 ec. — Ovra: d.h. day 


Badıkousn; — amoxzivvuuer, 
EußerhonEV, apaıgovuete istmit 
Bezug auf 466c gesagt. — Nun: 
ergz. zoıeiv. Ueber un 8. zu 458 
d. — gpnwl: ajo. 8. zu 454d, — 

oUxoÖV: constr. 004089 @no- 
Aoynjsanev un Eusiva Bovischer, 
“dass wir wollen. — Evexd rov: 
d. i. "um irgend eines Zweckes 
willen. — vadre: bezeichnet das- 
selbe (näml. a Evexa Tov noIL- 
ovuEve) wie dueive. — 

O. opdrrev: ein gehässiges 
Synonymon für azoxuvvuvar. — 


T 


j. 8. zu 448b. — 9 yag: se. zu 
449d. — ti 0. &r.: Die auffor- 
dernde Frage (Kr. 53, 6, 2) zeigt 
uns, dass P. wenig geneigt ist, 
die Antwort zu geben, die zu 
seiner Widerlegung führen muss. 

D. &4 noAewog: Ueber das Feh- 
len des Art. s. Kr.50, 3, 8. — 
site... . alte: 0.697. Kr. 69, 
25, 1. Die Zusammenstellung von 
Tugavvog und nme geschieht 
mit Bezug auf466b fin. — ausı- 
vo9, naxıovy: 8. ob, b zu Pl- 


em — —— 


64 TTAATRNOE 68 D 


IIQ2.A. Nat. 


ZR. Ag ovv xal & Boviscan, eineg TUyyavsı TaUra 
xcxce Ovıa; vi ou“ anoxpivei; 

IIR2A. ’ARR od nat doxst nosiv & BovAsraı. 

ZR. Foriv ovv Onog 6 ToLodrog peya Öuvaraı Ev 
tn moAsı raurn, eineo Earl ro uEye Övvaodeaı dyadov 
TL Kara nv OnV Opoioylav; 


IIQA. Ovx Earıv. 


ER. Andi apa &yo) EAeyov Ayav ori dorıv &v- 
Hownov nowodvra Ev moAsı & doxei vd un neye —X 
voodaı und3 zossiv & Boväsran. 

IRA. Rs 69 00, © Zungarss, aux dv Öfbnıo dei- 
vei 00, xosiv 6 ru Öoxei 008 Ev 1 moAsı uäldov 7 
un, ovdL Gmkols örav löng tıva n dnoxreivavıe or 
—X “pslöuevov zonnara N Inoavıa. 

22. Aınoios Aeyeıs N — 

II2.A. Oxdoredo av of, 00% duporkowg fnAwrov 


eorıv; 


ZR. Evpnusı, @ Io. 


124. Ti 84; 


‘ 


ER. "Or ov 209 OVTE roug dfmAasroug enaos⸗ ovre 


Tovg aHAlovs, aAl EAseiv. 


TLOy. — TUygaveı . . . Kaxıov: 
tritt wie eine Parenthesis aus der 
Unterredung, in welcher man es 
gleich dem olousvog erwarten 
würde, heraus. — Önzov: s. zu 
447 d. Hier, wie oft, ist die Rede 
ironisch. vgl. scilicet, nimirum etc. 
F. Schultz lat. Spr. 8.229. A.4. — 
E. Zorıv 0.0005: “ist es also 
irgend möglich, dass. Kr. 61, 
5. Affirmativ findet sich diese Re, 
deform mit Orwgnurin der Frage. 
— our Zarıy: näml. Omas ö Tor- 
0drog uéſyc —R -Aον: 
467b. — £orıv: “der Fall kömmt 
vor, es ist möglich” mit Acc. c. 
Inf. Er. 55, 3, 1. vgl. Prot. 387 


c. — ag Ön ou: "als ob du frei- 
lich, ironisch. vgl. Prot. 342 c. 
— östaro Efeival ooı: Ueber 
ötyeohaı (‘es gern annehmen, es 
sich gern gefallen lassen ) mit dem 
Inf. Kr. 55, 3, 16. — uaAlov 
7: Ueber die Wortstellung s. zu 
456c. — 

469 A. onoreg av roıf: utro- 

cungue modo faciat. s. zu 450 b. 
(Nav). — evprjusı: S.verwahrt 
sich nachdräcklich gegen die Zu- 
muthung solcher Gesinnungen. 
Ueber — bona verbo; hüte 
deine Zunge 8. zu Prot. 330 d. 
— 'tle ön: s. zu 448 e. P. kann 
den lebhaften Protest des 8. gar 


469 C 


TOPTIAZ. 65 


I124A. Ti de; ovr@ ooı doxsi äysıv wzgl q av ya 


Atyo rovu Avdgunav; 
32. IIös yao 0v; 


124. Voris ovv anoxrivvvonv ov av Öofn KUTo, 
dixalos aroxtuvvvs, aHAog Öoxsl 00 elvaı al dis- 


ELVOG. 


ZR. Oux uoiys, ovòod uEvroı — 
II2A. Oböx ori &HAıov Epnode silver; 
292. Tov dla Ye, © Eraipe, dnoxtsivavıe, nal B 
&Assıvov OF moog° Tv 0: dıxalog, afnAmrov. - 
II24.’H nov 6 ys anodvioxmv adinng Zlssıvdg 


Te xal adALoS Eorıv. 


© N ’ g - 
202. Hrrov n 6 dnoxuvvvg, @ IIois, xal nrrov 


n 6 Öixalags anodvnoamv. 


I2A. Ilös öm̃re, © Zoixpareg; 
ZR. Ovrog, ©: WEyıorov TÄV naxav Tupyavsı OV 


zo adızxelv. 


DGA. H y&g toöro ueyısrov; 0v To adızsladaı 


p£ißov ; 
. 22. Hxıora ye. 


IGA. Zu &oa Bovioıo av adıxeiohaı uailov 7 


aö ıneiv ; 


EZ. BovAolunv usvav Eyays ovögreen‘ el d’ avay-C 


nicht begreifen. — £ysıv meol 

: scheint es dir so mit den 
Leuten zu stehen, von denen ich 
rede. Ueber odrwmg £yeı neol rı- 
vos 8. Kr. 68, 31, 1. neol or, 
d.i. zegl zovren, neol 09. — 
odö} ‚peyror: “aber auch fürwahr 
nicht. — 

B. zöv ad. ye... aronrel- 
vavra: näml. “dor elvoı Epnv. 
y& :'jal, nämlich, steht bei der 
genaueren, hier "beschränkenden, 
Bestimmung in der elliptischen 
Bejahung. s. zu 449 a. — 7006: 

Plat. Gorgias. 


“obendrein” Ueber den adverbia- 
len Gebrauch des zoog in Ver- 
bindung mit xaf s. C. 446, Kr. 
68, 2, 2. vgl. Prot. 321d. — 7] 
TOV: 8.2u 448 a. — NOS Önte: 


‘wie denn nur. vgl. C. 642, 6. Kr. 


69, 20 A. — 09Twg, wc: in, der 
Weise, wie; in so ferne, als’ — 
N yao r.w.: “ist denn dieses das 
grösste (der Uebel) ?” Ueber das 
interrog. n s. C. 607. Kr. 69, 
28, 2.— ucAlov: bildet mit Bov- 
Aoro einen Gesammtbegriff; mal- 
lesne pati injurias quam inferre? — 


5 


TIAAT2BNOZ 469C 


66 


xatov sin Adınsiv 7 adınslodaı, EAolunv av udAAov 
adınelodeı N adınelv. 
IIRA. Zd ion Tupavvsiv 00x av Ödkaıo; 
ZR. Ovx, sl TO Tugavvsiv ys Asysıg 0080 &Y0. 
II24. AAN Eyays roüro Atyo Omsg ügrı, Ebelvaı | 
dv zii noAsı, 6 dv doxjj aura, woLeiv roõro, xal d0- 
xrıvvvvr nal Eußaikovr Kal KEvTa KEKTTOVTL Kara 
nv avrod dokav. 
ZR. 2 uaxapıs, .2uod Ön Adyovrog ro Aoym Emı-Rd 
Dicßod. &i yap Eyo Ev — aAdovon Aaßov Und 
unAng Eyysıgldiov Asyoıpı zgög 0% vrı & Ilois, &uol 
dvvanis us al Tvgavvis davunala & ori zgoaysyovsv 
eav yaQ &pa Euol dokn Tıva zoviavi av dvdganav 
Ov 6 oͤees —— uaia Ösiv Tedvavaı, vedvnEeı or- 
zog öv av dofn‘ “av rıva don wor rg nepeing av- 
av xarsayevaı Ösiv, narsayas Eores adrina ware, 
Ex0v Boluarıov dısoyleder, dısoyiouevov Loraı" ovTo 
udyæ &yo Övvancı dv vjds ij moAsı‘ el EVV dnıoroüvri 
co Öelkaıuı TO Eyysıgidıov, lang dv simoıs ldav ori 


C. zugavseiv... . — — s. 
zu 4680. — roöro. „ BEeivan: 
In „Ayo ist das Obj. 76 zugar- 
veivy aus dem Vorigen zu entneh- 
men; todro Onze Gprı (d. h. 
466 b) und das diese Ankündi- 
gung ausführende ZEeivas sind 
Präd. — zoreiv roüro: Ueber 
die Voranstellung des Relatir- 
Satzen 8. Kr. 51, 11. — 

© Wandgıe: Ironisch trauliche 
Anrede bei tadelnder Entgeg- 
nung. vgl. Prot. 309 c. 489 d zu 
danovıe. — duoü.. . Emila- 
ßoũ: Imiaußavsodal zıvog, ei- 
gentlich ‘jemanden anfassen, ap- 
prehendere aliquem (vgl. zu Prot. 
335 c), heisst tropisch “jemanden 
(mit Gegengründen) angreifen, 
zurückweisen;' reprehendere, re- 
darguere aliquem. Ueber die Con- 


struction 8. C. 419 b. Kr. 47, 12. 
— 9 Aoyo: vielleicht mit Be- 
zug auf die „vorangehenden Worte 
des P. @AR Eyoye roüro AEym 
x... Der Art. vo kommt dem 
Possess. an Bedeutung nahe. C. 
873. Kr. 50, 2, 3. — 

D. &r &yog& wAndovon: nicht 


nur Orts-, sondern auch Zeitbe- 


zeichnung ; ‘zu der Zeit, wo der 
Markt gefällt ist, d.h. am Vor- 
mittage, also etwa unser “am 
hellen, lichten Tage. — Or: 8. 
zu 45l a fin. — @9: s. zu 452 

— deiv: Kr. 47,16,1. — 09 
ör d.: näml. deiv zedcwar. 
Ueber den hypoth. Relativsatz s. 
zu 450 b. — TE REDaINE *0- 
teay&vaı: Ueber den Gen. des 
Obj. s. Kr. 47, 15, 6. Statt des- 
sen findet sich auch der Acc. — 


470 B TOPTIAZ 8X 


0 Zomxparss, oßr ulv ndvreg av ulya Övvaıvro, dnel 
x0v Euzonodeln olxla Tovro To porn Nvrıvd aoı do- 
xot, xal ra ys Adnvaiov veogin Hal al romgsıs xal 
za nAola aavra xal 1a Ömuocıe xal ra idın‘ aAR 00% 
&pa voür Zorı 00 ueya Övvaodaı, To zorsiv & Öoxel 
avra' n doxsi 001; 

IIQ4A. Ov onra oſSvuo YE. 

ER. "Eysıs ovv sinetv SO vu nöupeı nv rouuv- 470 
zyv Övvauıv; 

JIIQA. Eyoye. 

ER. TU 80; Adys. 

AA. "Or kvayaatov rua DUT@ Kodrrovra Enuoü- 
oda Eazın. 

ZzR. To 65 Inmeindum 0U x0x0V; 

I24. Ilevv ye. 

ZR. Ovxoöv, & Pavpasız, ro uerya Övvaodaı rad- 
Aw aw opı: yaılusraı, das ulv nocırove & doxel Ene- 
ven 76 Gpeilmes meKTisıv, Ayadıv rs eivaı, xal roüro, 
og Eoımev, Sort vo ucyu Svvaodar” ei Öb un, naxov 
xa) Suıxpov Övvasdaı; anspoueda 8 xal rods‘ KAloB 
zı n 6uoAopoüusv Evlors ulv Ausıvov elvaı Tadre 
zorelv & vov ON EAkyouev, droxrvvvvar te nal dEe- 
Aavvsıv AvdEWNOVS “al apanpeisdeı yonuara, Evlore 
öd 00; 


E. doxoi: naml. deiv umon- 
odnvaı. — vengie: 8. zu 455 
b. — waosiv. . .: erklärende 
Ausführung des Präd. rovro. 
— adro: mit Bezug auf das bei 
ddvaodaı zu ergänzende (8. zu 
456 d) allgemeine Subj. — 0% 
Önta: s. zu 449e. — 


470 A. vl Öön: s. zu448e. — 
avayraioy ....&orı: Das Verb., 
dessen Stellung übrigens unge- 
wöhnlich ist, fehlt bei avayın 


und dvayxaiov meistens. s. zu 
450 a. — Pavudare: vgl. 469 c 
zu Woxdgie. — galverai... 
ayadov re elyaı, nal tovro .. 
dorı: das zweite derdurch r}... 
+0tL verbundenen Glieder steht un- 
abhängig, während die’ Stellung 
von rd erwarten liesse, dass es 
ebenfalls von galveraı abhängig 
wäre: xal roüro .. . eivaı. — 


B. &ito nı 9: 2. zu 486 b. — 
ubv oVv: 5. zu 4660. — 


5* 


68 
N2A. Ilavv yes. 


TAATQNOZ 


470 B 


ZR. Toöro ubv 67, sg Eoıne, xol age co al 


ag Euod Önokoyeltan. 
II24. Net. 


sg w 
ZR. Ilote ooüv cò ps Ausıvoveivaı teure noLslv; 


ein! lvo 000v öglkaı. 


* g 
TIQ4A. Zi ulv ovV, ů Ziwxgarss, ANoRgLVaL TaVTO 


rovro. 


ER. Eye ulv tolvvv pnud, © IIois, ei coc ap 
&uod ndı0v &orıv dnovem, orev ulv dınalug ris vaüra 


ron, &usıvov elvaı, Orav ÖL aölumg, 


xcxtov. 


II2A. Xuhenov yE oe EAklybaı, & Zuingareg‘ air 
ovyl av mais ae EAkyksısv, Orı 00x aAndij Akyaıs ; 

ZR. TIoAAnv apa yo ro naudl yagıv Ein, lonv 
ö% xal ool, &av ne EAdyEns nal anailaeng YAvaplas. 
ara un “dung plAov Kvöga evsgysrov, ah EAsyye. 


D 


TI2A.’Ara unv, & Zuxgures, oVdEv yE oe dei 


raAnois nodyuacıv EAkyysıv“ va yap Eyd:s nal noonv 
yeyovora tadra lnuava as EEeidykaı Earl xul anodsiker, 
os aoAlol adıxoüvrss avdommor evdaluoves elcıv. 


C. iyo wiv: vgl. zu 454 d. 
Kr. 69, 35,2. — yaAezov: ohne 
dorı. s. zu 450 a. Wie P. das 
yulEroV meint, erhellet aus dem 
folgenden odyl navy mais ar. — 
oöyl: 8. zu 453 e. zu 0V. — To 
zadl: Der Art. steht mit Be- 
zug auf die vorangehende Be- 
hauptang des P.: “dem Knaben 
(von dem du redest), Kr. 50, 2, 
6. — anallafns pivaplası Kr. 
47, 18, 1. vgl. C,419e. — xd- 
uns . . . edegyer@v: Ueber das 
prädic. Part. bei x«&uvo s. Kr, 
56, 6, 1. C, 590. — 

D. dic unv: s. zu 449 0. — 
nalcuoig ‚moayn.: “mit alten Ge- 
schichten, d.i. mit Beispielen aus 
der Vorzeit. — E95 nal mo0n?: 


sprichwörtlich von dem, was der 
Gegenwart oder der jüngsten Ver- 
gangenheit angehört; als gegen- 
wärtig und allbekannt bezeichnet 
diese Ereignisse auch das Pron. 
Tadra. — anodeikar: näml. 00L, 
aus dem zu &eley&aı construier- 
ten o& zu entnehmen, 8. zu 460 d 
und zu Prot. 310 e. — ra moia 
Tadre: 8 zu 449 e. — Aoze- 
Acov: Archelaos, der Sohn des 
Perdikkas II., gelangte 413 v. 
Chr. in der hier (vermuthlich von 
der dunkelsten Schattenseite) an- 
gedeuteten Weise zur Regierung 
Makedoniens, die er ruhmvoll 
führte. Nachdem er sein Reich 
durch die Wiedereroberung Pyd- 
na’s erweitert, durch Anlegung 


470 E TOPTIAZ. 69. 


ER. Ta note Tadre; 

IIQ24A. ’Agydiaov Önxov roürov rov Ilsgölxxov 
00%5 agxovıa Maxsdovias; 

ZR. Ei ö} un, aAR dxovm Ye. 

‚II2A. Bodaiumv ovv 001 doxsl sivaı N &DAuos; 

ZR. Ovn olda, @ IIois‘ 05 yap am Gvpyeyova 
To avögt. 

N24. Tide; Supyevdpevos av yvolns, KAAmg Ö8E 
AUTOdEV 09 yırvadaaz Orı evödaıuovet; 

2ZQ. Ma AP ov Önre.. 

TI2A. Ankov dn, © Zuxgares. Hr ovö} zov wE- 
yav Bacılda yıyvaaxsıv prosıs südaluova Ovre. 

SR. Kal dAndi7 ye oo‘ ov yag olda zaudeiug 
oxws Eysı zul ÖLxauosvvng. 

II24A. TidE; &v Tovrm n näca evdaıuovia Eoriv ; 

ZI. Ns ys dya Akya, a IIwAs‘ ToV ulv yap xu- 


von Festungen und Strassen ge- 
hoben und durch Errichtung einer 
bedeutenden Kriegsmacht gesi- 
chert hatte, suchte er dasselbe 
durch hellenische Cultur empor 
zu bringen und unter andern be- 
rühmten Männern hielt sich auch 
Euripides an seinem Hofe auf. 
Archelaos warde 399 v. Chr. er- 
mordet. — Inzov: 8.2u447d. — 
zovrov: deiktisch, die Person 
als eine bekannte anzeigend. Kr. 
51, 7,7. — sl ot un .ı P. 
hatte von der ‚offenkundigen That- 
sache 00&9 in jenem erweiterten 
Sinne gebraucht, den der Begriff 
‘sehen’ in allenSprachen zulässt. 
S. kehrt scherzend zu der eigent- 
lichen Bedeutung zurück: 'wenn 
ich auch nicht sehe, (dass er 
herrscht), so höre ich es doch 
wenigstens. (il — ye be. 
schränkend nach einem bedingen- 
den Satze. Kr. 69,4,5.) — ovy- 


yeyova to d.: Ueber den Det. 
s. Kr. 48, 11, 14. C. 486 a. und 
437. — To "wögl: S. scheint 
absichtlich ‘den Mann’ zu bezeich- 
nen, um dessen Bildung und Cha- 
rakter, nicht den König, um des- 
sen äusserlich glänzende Erfolge 
es sich handle. — 

E. avrodev: Apposition zu 
arkmg; von hier aus, d.h. ohne 
mit Archelaos persönlich zusam- 
menzukommen. — oſ ÖTiza: 8. 
zu 449 e. — Önlov: s. zu 448 
c. — 09 utyav Bao.: dies oa. 
ohne Art. ueyag Pao. die gewöhn- 
liche Bezeichnung des Perserköd- 
nigs (Apol. 40 d.), der häufig 
als Beispiel von Macht und Pracht 
angeführt wird. — evdadu. OP- 
ta; prädic. Part. bei yıyvaoxeıv. 
8. C, 591. Kr. 56, 7, 1. — zaı- 
Öslag Orwg Ayeı: s. zu 451 c 
(nAndovg). — &v Toürw: näml, 
dv nudeln TE nal Öınaıoovny. 


wo 


TAATR2BNOZ 


490E 


Aov xdyadov Avdga zul yuvalze sudaluova sluai pr, 
cov 83 adınov anal rownpov &BAuov. 
IIQA."AHAıog &ga ovrdg darım 6 'Apydiaog vusı 


zov 00v Aoyov; 


ER. Einse ye, @ plie, Kdınog. 

TIQ.A. Aria alv I) mög oda üdıxog; S y8 xg00- 
Ars uiv Tg apyis ovölv Yv vov dysı, Ovu dx yo 
vatæòg 7 jv Bovin ’Akndrov tod IIepddxxov adslpov, 
xal xarı Ev 70 Ölnaser Öoülog nu ’Adudsov, nal si 
&Bovisto ra Ölxaıa noısiv, SbovAsvsv av 'Aindın al 
nv evdaluam nusı zöv o6w Adyov' von dh davumsiag 
Bas adAıog yeyovev, drel vun udyısore nölenesw" üs Pe 


R00T0V lv TOoUroVv auroV 


Das Neutr. des Pron. weist auf 
Nomina auch von eimem anderen 
Genus zurück. vgl. zu 465d. — 
xalöv ndyaPov: Mit der Com- 
bination dieser zweiEpitheta be- 
zeichnen die Griechen den Inbe- 
griff moralischer Vollkommenbeit. 
vgl. Prot. 315 e. 328b. Apol.20 
a; 21d. — yvvaixe: Auch hierzu 
gehört das Attribut xa10v xdye- 
80V. 8. zu 450 d (zdoe:.. 
RÜgog). — 

471 A. oöros: wie oben 470 d. 
— xcrè vov 0. A.: 8. zu 454 C. 
— aöınog; Die ganze Stelle von 
. 00% old«& (470 d fin.) an über- 
setzt Cicero Tusc. 5, 12, 34 fol- 
gender Massen: (in Gorgia So- 
crates, cum esset ex eo quaesitum, 
Archelaum Perdiccae ſilium, qui tum 
fortunatissimus haberetur , nonne 
beatum putaret?) Haud scio, in- 
quit; nunguam enim cum eo colla- 
cutus sum. „Ain tu? an tu aliter 
id scire non potes?“ Nullo modo. 
„Zu igitur ne de Persarum qui- 
dem rege magno potes dicere, 
beatusne sit?" An ego possim, 
cum ignorem, quam sit doctus, quam 


Tov Ösogornv ol Heiov 


vir bonus? „Quid, tu in eo sitam 
vitam beatam pulas ?“ Ita prorsus 
existimo: bonos beatos, improbos 
miseros. „Miser ergo Archelaus?“ 
Certe, si iniustus. — AAıa —X 
On: 6. 21466 b. — 7 97 devin: 
Nach Aslian var. Azst. 12, 43. 
hiesa sie Zıulyn. — & dBodiero 
... Sdovisvev dv: 0.538. Ueber 
dovisvo tivi, ‘bin jemandes 
Sklav, s. Kr. 48, 7,1. vgl. C. 
480 b. — NV — P. fol- 
gert aus 469c. und 470 0. des S. 
Ansicht, für ihn selbst aber sind 
dovisvsy und eddaluova elsaı 
gerade entgegengesetzte Begriffe. 
— x0rd 109 00 Aöyov: absicht- 
lich aus &HAuog & oa ati. wie- 
derholt. — Saunas os &. 
y.: ist er Wunder wie elend ge- 
worden, aus Savuaasov derır 
sg @WArog ydyows durch Ellipse 
des dori» und umgekehrte At- 
traction entstanden. C. 602. Kr. 
51, 10, 13. — 


B. z& utyıora nÖ.: hat das 
grösste Unrecht gethan. C. 401. 
Kr. 46, 5, 4. — TOUTOV AYrTOv r. 
6.: ‘eben diesen seinen Herrn. 


471 C TOPTIAZ. 71 


usramsunddusvog og anodusnv nv apyne. nv Ilepöix- 
xus aurov apelisto, Esvioag nal xaranedVvgag: auron 
ts xl 109 viow» aurod Aldkavöper, avsılıöv avrod, 
oysdov NAıxıdenv, Zußalav eis auefav,. vorzup Ee- - 
yayov antopafe. ve xl Npdesser Gmpoz£povg.' zul 
vadso. adınaas Elutkev -Eavsov. ad luadsarog pevöpsvog 
xcel ovᷣ bereu£inosv.ndch, all OAlyor BoTsgoV rov. — 
pov, ror ꝓrniorio Tod Hogdixeov viov, eida og C 
Entasri, 09 Goyn Splyveroxase vo.öinaov, oU% &Bow- 
i1dn evdalumv ysvdadaı dsmalag dwdasııarg Kl: Bor 
dodg iv apynv dxusiva, aAl sig posag dußaiwv xl 
anonvikos moos mv unreoa avrod Kisonarpav give 
Epn Öıwxovre Eumedelv zul arodavsiv.; vorydpro vüv, 
ats uEyıora nöınneoog tav.2v Meusdonig, adALaTaTog 
dsrı zavrov Maxsdovov, all ovx evdaıueväozerog, 
xal long Earıv Oorig Admualov amo coD apkepevog D 


— os arodacnv: er liess dem 
Alketas antworten’ (o0 beim Part. 
C. 588. Kr. 56, 12, 2), er werde 
ihm seiner Pflicht gemäss (2 0- 
dacwv Kr. 64, 46, 6) die „Herr- 
schaft zurückgeben. — nv T 
aurov &p.: Perdikkas regierte 
anfangs mit seinen zwei Brüdern 
Alketas und Philippos gemein- 
schaftlich.—aarage#voas : nach- 
dem er ihn völlig trunken- ge- 
macht. Ueber x&r« in Compo- 
sitis s. Kr. 68, 46, 10. — &uße- 
av eig &u.: Ueber Zußallsın 
rı eig rı 8. Kr. 48, 11, 3. — 
&Eayayav: hat —R dieses 
hat £ev/ong „ul naTanedVoag, 
diese haben ueramwsuypauevos als 
vorangehende Handlung unter sich 
subordiniert. Die auffällige Häu- 
‚fung der temporalen Part. ver- 
räth den hastigen Eifer des P. 
alle Uebelthaten des A. gleich- 
sam in einem Athem herzuzählen, 
damit nur recht einleuchtend wer- 


de, wie sehr dieser adınog sei. — 
Flader Envrov &. yevonevogt 8 

zu 463 c. — öAlyov Borsgo»: 
Ueber den adverbartigen Accus. 
oAlyov ‚beim Comp. (wofür auch 
öllyo steht; Kr.48, 15, 10. 0.440.) 
8. Kr. 48, 15, 11. °C 404 A. — 


C. z0% yrıjowov: “aus reeht- 
mässiger Ehe (mit Kleopatra) ; 
während Archelaos selbst, wie ob. 
a erwähnt wurde, v0Nog war. — 
ög Emrasıy: ungefähr sieben- 
jährig. C. 631 a. Kr. 69, 68, 5. 
— anmodovs : 8. ob. (b) zu: — 
don. — amonvibas: hier er- 
trinken lassend.' (Anders 512 a.) 
— Suneoeiv nal dnodaveiv: 
entsprechend dem —RX xcl 
anonvikas. — Are. NdLnnRas: 
s. zu 464 c. Ueber ueyıora 8. 
ob. zu b. in. — av & M.: 
von dem folgenden (w&vrov) Ma- 
1e009@v nicht unterschieden, son- 
dern nur zur ‚Abwechslung des 


72 HAATSNOE 471 D 


— —A Moxedoros vevicdos nah- 
Aov Aoxcauos. 

ER. Kal xar doyas tov Aöyay, @ Tlöhs, iyayd 27 
ce Enveoa OTi nor Öoxslg su roög rw Enroguunv 
nsnaöedodeı, Tod 68 bundlysodaı nusinakvai‘ xal vov 
&AAo Tı ovrog Earıv 6 Aoyog, @ ne xal dv naig ds- 
Aeybeıs, xcl yo Uno 000 vür, s ov oleı, ebehney- 
pa Tovro to A0ya, pdoxav Tov adınoüvra 0Ux Ev- 
daluova 'slvon; noder, @ vade; zul um oddEv pe 00ı 
rovror —NTD ö⸗ oð Pyjg. 

E IIQA. Ov yao EB’ EAEıS, enel donsl YyE 001 sg &yo 
Aeyo. 

ZR. R yaxdpıs, Smrogindig yap we Enıysiupsig 
dAdyysıv, Gore ol Ev Toig Öixacrnoloıs HYovusvor 
dAkyysıv. nal yap Enei ol Eregoı rodg Eregovg doxoö- 
sv EAlyysıv, Ensiddv Tav Aoymv av Av Akymaı uag- 


Ausdrucks angewendet. — tods: 
haufig mit der zuversichtlichen 
Erwartung der Beistimmung (vgl. 
Prot. 335 c). Dass diese Zuver- 
sicht ironisch gemeint ist, ergibt 
der Zusammenhang. — koriv 6 0- 
orıg’A.: "mancher Athener. Kr. 
61, 5, 1. C.602 fin. — 


D. &@nö 000 aebauevog: von 
dir angefangen, d. i. erst S., 
dann die andern Athener ; also 
“du vor allen andern. Kr.56, 8, 
6 — Ötlaut ar.. . yevdodar: 
s. zu 468 e. — uãiao: N: 8. 2u 
456 c. — 

nat’ goxas: 448 d.in. — TV 
2 d.n.: aber (jedoch) die Kunst 
der Unterredung vernachlässigt.’ 
Die beiden Glieder sind durch 
Ev und Ögsprachlich coordiniert, 
als wären sie gleich sehr Gegen. 
stand des Lobes, während doch 


vermuthlich, doch wohl,’ hier wie . 


das zweite weit mehr eine Be- 
schränkung des Lobes enthült. 
vgl. Kr.69, 16, 3. Ueber & eleiv 
zıvog 8. zu 465 b. — al vur: 
8.2u 449. — @Aro Tı: 8. zu 467 
de — ©... EEeilyksıe: 4700. — 
ZEelnjkeypar: C. 275, 1. — o- 
9ev: "woher denn’ ‚(sollte diess 
kommen o. &.), d. i, "keineswegs. 
Kr. 51,17,13. — 0 ’yade: s. zu 
469 c. (wandgıe). — x0l unv: 
“ich gebe dir ja doch nichts 
zu. — 


E. ou yag &0.: 00629 Onolo- 
yeis, 0% yap 2 les. Ueber yao 
in elliptischen Antworten s. zu 
451 a. Ebenso ist zu Önroginäs 
yag Erıy. zu wiederholen 0d- 
div öuoloya. — nal yag Enei: 
‘denn auch dort u. s. w. ‚vgl. zu 
448 a. — ol Eregoı rovg Erk- 
eovgE: “eine Partei die andere (ihre 
Gegner). vgl. Kr. 50, 4, 8 — 


#72 A 


TOPTIAZ. 73 


rugoug HoAAoUg nagsyavraı xol sudonluoug, ö 02 To- 
vovria Atyov Eva Tiva ZageynTa Kl undeva. oVrog oe 


ö EReygos 0VÖEVOG &ELdg Eotı EOS TyV almdeıav' Evlors 472 


yoo dv xl nurapsvöonagrvondein dig dmö zoAlov 


zo ÖoxovUvrwv £val Ti. 


xal-vüv eg) Wv OD Atyaıs 


oAMyov 00 ndvrsg Ovupijoovoı ade "Adnvaioı “el 
oc Sevon, dav Bovin var Euod u&prTVpaS napaoyEoder, 
.DG 00% ne Aévco URETVENGOVGL 001, eav ubv Bovan, 
Nixlas 0 Nxnodrov xal ol adsAyol user avrod, @v 
ol teimodes ol Epebijs ororis eicıv Ev ra lovuoiꝙ, 


ov dv Aeywor: s. zu 450 b. — 
Eva tive: “eines einzigen, wer 
es auch sei; unum aliguem. Evo 
bildet zu moAlovg, ziva zu &v- 
doxiuovg den Gegensatz. Von Ever 
zıv& ist dann undeva “oder 
auch gar keinen’ die Steigerun 
(vgl. die häufige Formel N tıs 
oddels). — obdsvog d£. 8. no0s 
&1.: "hat keinen Werth zur Ermit- 
telung der Wahrheit? — 


4712 A. xaran)evdouaprTvgn- 
PEin: für die Bedeutung des 
Ueberwältigens, die x&r« in man- 
chen Compositis hat (Kr. 68, 46, 


30) vgl. xarazalaisıy, nura-. 


nohspeiv, naradogvßeiv u.ä. — 

vno nollov x. box. 8. Ti: ent- 
sprechend dem obigen u. zo4- 
Aovg nal eVdonluovg. Ueber die 
prägnante Bedeutung des ql (‘et- 
was Bedeutendes’) als Präd. s. 
Kr, 51, 16, 13. Ebenso Asysıy 
ti (Kr. 51, 16, 14) Prot. 339 c. 
— al wur: vel. zu 448 0. — 
neol or: ordne xal vüy radıa, 
neol ov cd Akyaıs, . . . OvupT- 
covaı. Ueber die Attraction s. 
zu 452 a. — oAlyov: “um weni- 
ges, bez. den Abstand, um den 
die Zahl noch von mavıeg ent- 
fernt ist, also: "beinahe. Kr. 47, 
16, 6. vgl. Prot. 361 c. Apol. 17 


+‘ 


a. — Laervgrjsovat ...: einer 
allgemeinen Behauptung werden 
die erklärenden Beispiele asyn- 
detisch beigefügt. vgl. zu 450 b. 

— av ulv Bovam.. . day Ö8 
BovAn: übliche Formel, um zwi- 
schen mehreren Beispielen, die 
man anführen kann, dem Leser 
die Wahl zu lassen. vgl. zu Prot. 

3202. — Ninlas ari.: Absicht- 
lich nennt Platon als Zeugen, 
die für des P. Behauptung auf- 
treten würden, Männer von Ach- 
tung und Einfluss im Staate, so 
ausser Perikles Nikias und Ari- 
stokrates. Nikias behauptete durch 
seine Kenntniss der Kriegsfüh- 
rung und durch seinen bedeuten- 
den Reichthum grossen Einfluss, 
den er nach dem Tode des Pe- 
rikles ale Haupt der ÖOptimaten 
gegen Kleon geltend machte. Von 
seinem und seiner Brüder Reich- 
thum und dessen liberaler Ver- 
wendung gaben die Preise für 
die Ausrüstung von Festchören 
(zoenyia) Zeugniss, deren An- 
denken durch die im Heiligthume 
des Dionysos (&v Jıovvoio) am 
südöstlichen Abhange der Burg 
aufgestellten Dreifüsse bewahrt 
wurde. Aristokrates gehörte zu 
dem vornehmsten Adel Athens 
und spielte während der Oligar-. 


74 


NTAATQSNOZ 


4724 


dav 8% Bovwin, Agıoroxperng 6 ExsAMov, 00 au derıv 
B&v Ilvdot rouro ra »auA0v avddmua, dav OL Bovin, 7 
Ilsgıxldovgs 6Ay oianla n ühln evpyevsıa, NVrve av 
Bovin zov Evddvös dniibaedaı. Ari Eyo so eis @v 
ovy 6uoAoyü‘ 0d ydp us GV dvayaaksıs, aAld »ev- 
donaprvgag moAlovg xar duod apaarouEvog Eıys- 
osig Enßailsıv us dx wis obolug nal od aAndoös. dyo 
ö8 ‚dv un o& avröv Eva Ovra udprugan nagaszapeı 
CöwoAoyosvre zeol av Adym, ovötv olemı &fıov Adyov 
nos enapavdaı mepl @v &v nulv 6 Aoyog 7" olmaı 
ö3 ovö} ol, av un Ey 001 uaprve@ els av uovog, 
Tovg Ö’ KAAovg ndvsag Tovrovg yalgsıv düg. Eorı wiv 
0UV oorog Tis toomog &Adyyov, Gg u re olsı zul al- 


chie eine Hauptrolle. Als einer 
der Feldherren in der Schlacht 
bei den Arginussen (406 v. C.) 
wurde er zum Tode verurtheilt. 
— ö%...,0d: Gen. de Ur- 
sprungs. C. 417. Kr. 47, 6. — 
ToVro T. x. &.: deiktisch; der 
Gegenstand war allgemein be- 
kannt. 8. zu 470d. — 

B. Avaya 0» Bovin: s. zu 
453 d. — rar dv9kvde: näml. 
ovyyereıöv. — elg ar: im Ge- 
gensatze zu uapTvoas moAlovg; 
ebenso odx Ouoloyo gegenüber 
von öAlyov navreg OvupNoovoı. 
— spevdoungrvoang ToAlodg: 
P. hat freilich nur ein Beispiel 
angeführt, den Archelaos, aber 
eben als eines aus vielen, wie 
diess S. ausführt. Sie alle aber 
legen, als derEinsicht in die Sa- 
che entbehrend, nur ein falsches 
Zeugnis ab. — Eußalleıy ne du 
zns o.: fortfahrend in der tropi- 
schen, dem Gerichtswesen ent- 
lehnten Ausdrucksweise gebraucht 
S. das dußatlsıv rıva du vis 
odelas (‘jemanden um sein Be- 
sitztbum bringen’) in der Beden- 


tung "jemanden aus der Wirklich- 
keit und Wahrheit verdrängen. 
xal Tod aAndboug: 8. zu 447 a 
(xerorıv Soprig). — Eva Ovrn: 
entaprechend dem vorangehenden 
ls ©9. — negl 09: 8. zu 448 
d. (&& 6» elonxev). — 

C. nersgardaı: regalveıv 
ist der übliche Ausdruck vom 
‘“Darehführen einerUntersuchung. 
vgl. Prot. 858 b; 360 d. — a» 
...9: 8.2u450b. — od} vol: 
näml. &&ı0» rı Aödyov mene- 
odvdar. — els @v uodvog: Die 
Häufung des Ausdruckes und die 
oftmalige Wiederholung ist be- 
zeichnend; bei einer wissenschaft- 
lichen Erörterung kommt es darauf 
an, dass die beiden Gegner sich 
zu derselben Ueberzeugung eini- 
gen; die Ansichten deren, die 
der Untersuchung fern stehen, 
sind gleichgiltig. — Tovrovs: 
deiktisch, mit geringschätzigem 
(s. zu 4520.) Bezug auf die vor- 
erwähnten Beispiele (Archelaos 
0.8 w) — yutgeıv düg: s. zu 
458 b. — 0dr0g tig: s. zu 456 
a (damuonie Tis), — TE0moS 


TOPTIAEZ. 75 


koı noAlot- dovı ÖE nel GAkos, 09 Ey av olnaı. no-- 
oaßaiovres our zug AAAnkovg Exstapede, si rı dtol- 
covoıv dAlyiom. xal Pag ruygavss wepl ov aupıoßr- 
ToÖREV 00 zavv apıxpa Ovua, aAlı Gyedon Tı vadza, 
zepl wv eidever re xallıerov un siddven Te alayıorov' 
rò yao xepdinıov aurdn dsriv 7 Yıyvaonsıv 9 dyvo- 
stv, Sortę re sudalımv dar) xl 0815 mn. avrlaa TO0- 


478 B 


zov, zepl oú vüvoAoyog dort, Eu iyet olov re, elvaı D 


uexapıov &rdoe abınoüvre re nal &dınon Ovra, sirso 
Aozehaov aödınov ukv nyat elvas, zudatnova BE: aAAp 


Ti 05 oVrm 60V voulfovrog —RB 


IIQ2A. Tuvuv pe. 


ER. ’Eyo ÖE pru ddvvonov. &v alv rourt au- 
pıoßyroönsv. elsv" ddınav 6% 81 sudalumv Zoraı ag 
av vuyyarn Öluns Te nal vınmelas; 

II2A."Hxwora ys, Ensl odrm y üv a®lımrarog ein. 

ER. AIR dav dpa un Tuyyaon Öluns 6.adınav, wara 
ròov 60V Aoyov sudalumw Lara; 


IGA. Onut. 


&ifyyov: näml. die Anführung 
von Zeugen, wovon 471 e. die 
Bede war. — ei rı dıoloovaıy; 
s. zu 451 c. (TO00UT09). — 0V 
zavv: 8. zu 48 d. — Ixedov 
zı: 8.20 450d. — neol wmv elök- 
var: ‘von dem (worüber) Kennt- 
nis zu haben u. e. w. Kr. 68, 
31, 2. vgl. zu464d, (Eralsı me egl 

Tov 20.) Alkib. I. 109 e. 00% av 
oleı us dllmg elölvaı zegl tav 
dınalov nal dölnov. — elöevaı 
re x. un eldevaı Te a.: "einer- 
seits Kenntnis zu haben sehr 
schön ist, andrerseits u. s. w. 

Statt der adversativen Verbindung 
durch u&v...d& ist die in Prosa 
übrigens seltene Verbindung durch 
Ta... re gewählt. Kr. 69, 59, 
1. vgl. im Lat. que . . . que. F. 


Schultz lat. Spr. $. 222, 1. d 
un slösvaı bildet zusammen einen 
Begriff, deshalb ist rd nachge- 
stellt. — avıina: ‘zum Beispiel, 
eigentlich ‘ um gleich einen Fall 
zu nehmen. vgl. Prot. 359 e. — 
D. elvaı . . . övra: "Dass ein 
Mann glücklich ist, wenn er Un- 
recht thut und ungerecht ist. — 
@Alo ti: 8. zu 467 d. — og. 
vonifovrog: 8.zu 448 e (doree 
rivòos YEyovrog). — 
&...dövvaTor: entgegenge- 
setzt der ‚beistimmenden Antwort 
des P. 0v njyei olov re ar. — 
elev: s. zu 4660. — Öb ön: s. 
zu 452 b. — odro: d.i. el Öl. 
ang te nal rıumglag Tuygavor. — 
E. nara 707 009 A.: s. zu 
454 ©. — gnul: ‘ja. s. zu 454 


E 


473 


B 


JAATRQNOZ ATZE 


76 


ZR. Kara dd ys iv dumm dokav, @ IGAs, 6 adı- 
xöv TE nal 6 Adırog mavımg ulv aA, adALRTERog 
uevror, &av un Ösöß dinnv undt Tuyyavn Tıumelag, 
adınav, arro⸗ ö3 &BAuog, dav did Ölamv xl Tuy- 
yavn Ölung uno Hsov ve sel AVIEDRLOV. 

ISA. "Arora ys, o Zwxpurss, enıyergeis Adyaıv. 

22. TIsıgaooueı ÖE ye nol-08 ‚woran, @ Eraips, 
tavra Zuol Asysıy“ pikov yao 65 Nyoüual. vUv ur. 
0vv & dıapsgousde reür Earl‘ oxome db xal ou‘ simov 
ya nov Ev vois Zumpoodev To adınsiv voü adızei- 


oda xaxXıov Eivar. 
IIQA. IIavv ye. 


ZN. Zu 68 To adızsladeı. 


IIQA. Net. 


2%. Kal tovg adınoüvrag adAlovg Epnv eivaı Eyo, 


xl EENAEYXINV Uno G0V. 
II2A. Noi ua Aia. 


s 


ZR. ‘Rs 00 ys oleı, & Tõde. 
IIQ2A. "And yes olowevogs Toms. 
ER. Zi dE ye svdaluovag ad vous ddızoüvrag, dav 


un dıdacı Ölkyv. 


II24A. Ikvv ulv ovv. 


d. — Ödye: 2. zu 4488. — mav- 
tag: "in jedemFalle, mag er nun 
Strafe erleiden oder nicht. °— 

wEvror: nach vorangehendem w£», 
s.zu 458b. — dıdo dinnv: vgl. 
das lat. poenam dare. — Bear 
re nal dvdemnwv: Ueber den 
Mangel des Art. s. zu 448c. — 


A73 A. from... Emıyeipeig 
Agysıv: entsprechend dem obigen 
(471 e.) EnToginag us Emızeigeig 
&lyyeıv. — @ Eraige: vgl. zu 
471d. (& "yadE). — ravra Ewol: 
“dasselbe wie ich.” Ueber den Dat. 


s. C. 436 b. Kr. 48, 13, 8 u. 9. 
— glov ... Ayoonaı: moti- 
viert die Bemühung, Ueberein- 
stimmung herzustellen (t&Vr« 
Akyeıv). — Ev toig Zumoooder: 
469 b. — Epnv: 470 e. — val 
ua Ala: Komisch klingt diese so 
grosse zuversichtliche Behauptung 
des P. nach der Entgegnung des 
S. al d. — 

B. ös ovᷣ ye olsı: Wiederho- 
lung aus 471 d. — Anden ye: 
s. zu 449 a. (ayadov yE)- 
loog: s. zu A471 c. — ÖE ye: 5. 
zu 448 a. — svdaluovag: uäml. 


473 D TOPTIAZ. 77 


ZR. Eya 6} avrovg AdAımrdrovg pnul. roüg 68 
dıdovras. Ölamv Nirov. Bovisı zul Todro EAdyysıv; 

IIQA. ’AAR Erı Tor’ &uslvov yalsıarsgov &orıv, 
© Zwxpares, EEeAkykoı. 

ZR. Ovdite, & IIoAs, hA KöUvarov" To yag din- 
Dis ovdenore EAlyyeraı. 

IIQA. IIog Atysıs; dav adızav Avdpmmos Anpen 
rvgavvidı EnıßoviAsvov, xal Anpdels orgeßAuraı nal C 
dxteuvnzoa vol Tods OpdarAkovüg Erxdnrea, xal aldag 
zoAiug xal ueyalag zul navrodanag Adßas würds TE 
Anßndels xal Tovg avroü Emıdav naldds Te aa yo- 
valnı. rò Zayarov Kvaorave@® 7] Karanırradl), oürogç 
svöcıuov&oregog Eoraı, 7 &dv ÖLapvyav TUgaKVVoS xu- 
zaorn nal apywv Ev ıy noAsı ÖLaßıo noLwv 6 rı av 
‚BovAmtaı, fnAmros Bv xal svödauuovıfousvog Uno Tav 
xoAıtav xal av KAlmv Edvov; twüra Adysıs aövva-D 


tov eivaı EksAkyyaıv; 


Epnoda elvaı. — Nrrov: näml. 
&dAlovs eival pnu. — nal 
rodro: mitironischem Bezug auf 
470 c. galemov ye os Ülsykaı 
ati. — EEeltyEaı: Ex bezeichnet 
in vielen zusammengesetzten Ver- 
ben die Vollendung. Kr. 68, 46, 
7. vgl. F. Schultz $. 216, 3, — 
09 Önta: s. zu 449 e. — züg 
Atyeıs: Ausdruck des Staunens 
über eine ganz unerwartete Aeus- 
serung. Vgl. das homer. zolov 
T0v uödov Esınes (Il. a, 552.), 
roiov 08 Enog püyev Eonos 6d0V- 
zo» (II. o 350.) u.&. — AnpdT 
rt. &nıBovisvov: Ueber Auuße- 
vouaı mit dem präd. Part. (bei 
einer Sache ertappt werden’) s. 
Kr. 56, 7, 2. 0.598. — 

C. zovs dp. Iunantar: die 
Const. zu erklären aus der activi- 
schen &uxceıv rıvl todg Opdal- 
vovs. 0.483, 1. Kr. 52, 4, 2. — 
rollag nal ueyalag: s. zu 1478. 


Aoßag... Außndels: 8. zu 467 
d. — 7095 . . . yvvaina: nänl. 
AoßndEevras. — 6 Eayurov: 8. 
zu 458 d. (70 Aoınor). — xura- 
rırtadn: "mit Pech überstrichen’ 
und verbrannt werden. Mit der 
ganzen Stelle sehr ähnlich steht 
Rep. 2, 361 e. oßTo Öiaxeluevog 
6 Ölxaıog uaorıyaderai, OT Q8- 
Biwceraı, dednoera, &x- 
avdnostaı roapdalum, 
TelEUTOy Tavra nand adv 
dvasyıyvövlsvdnosraı nal 
yvaoeraı, Or 00x elvaı Ölnaıov, 
alla donsiv dei del. — 
dıiapvyav: näml. 779 dlanv (vgl. 
481 a.), im Gegensatze zu dem 
obigen &av...Anpdn. — roıav 
ö rı &v Bovinsar: mit Rückbe- 
ziehung auf 469 c. (@Al’ Eyaye 
ati.) — £nlorös ar: vgl. 469 
a. — 9720 TOv nolıtay: a ci- 
vibus suis, von seinen Mitbür- 
gern. — 


78 IIAAT2NOE 473 D 


22. Mopuolvrres ad, 0 yzvvois Ilörks, xel 00x 29 
&Alyysıg“ üpri OS Luaprupov. Oumg Öf Vaauvnaov ME 
ouxpov‘ dav adlums dmıbovisvmv rugavvidı, einsg; 

I24A.’Eyoye. 

ZR. Evöasuovtsrspog ubv rolvuv ovdgnors Zoraı 
0VÖETEEOG AUTEV, OVTE O KRTEIEFROHEVOg TNV TVRRV- 
vida Adinmg eurs 6 aAovg‘ Övolv yap adAloıv svdaı- 
uov&otsgog lv 00x av Ein‘ AdALWDTEROG uEvvos 0 din- 

E @5dymV xel wugavvevcag. rl Toüro, © TGac; yelds; 
arlo av zoüzo eidog EAeyyov dorlv, Ensıdav vis vı sing, 
KaraysAly, EREyxSLV 63 un; 

IIQA. Ova olbsı eselneygdaı, @ ; Zoingazes, Ozav 
zoswüre Adyyıs, & oVdEls dv prasısv audgeinan ; Eiesl 
EI0B TIva Tovımvi. 

ZR. N. Mole, 008 slul zaw nolrırav, Kal ui- 
gvsı Bovisvarv Kuga, Enesön N PvAy, Anpvravsve xel 

474 Eösı we Enunbnplkewv, yEAora nageigov Kol OUK YRLOTE- 


E. TUORVVEVDRG: C. 498. Kr. 
53, 5, 2 — rl rovro: S. wird 


D. to» allov Eevov: “und 
von den andern, nämlich von den 


Fremden. &4AAog, mit oder ohne 
Art., findet sich attributiv bei 
einem Subst., wo dieses eigent- 
lich Appos. ist. Kr. 50, 4, 11. 
Apol. 36 b. Odyss. ß, 412, 384. 
— zadra: zunächst auf odrog 
evdnıuordoregog Eoraı ark. be- 
zogen. — 

woguoAvtrei : ’du suchst mich 
einzuschüchtern.’ Selbst die Wahl 
dieses Wortes (vgl. Krit. 46 b) 
weist darauf hin, wie diess Mittel 
nicht für eine wissenschaftliche 
Erörterung passe. — yevvais: 
vgl. ob. (a.) zu Eraige. — ‚ügze: 
47l und 472 a,b,c. — unduv. WE 
SuLxg09: Kr.47, 11, 3. C.402, 
— dlovg: Paraphrasis der Worte 
des P. da»... Anpdy. — aP- 
Aloıv: vgl. 472 e. — ein: näml. 
ovösTegog. — 


hier durch das höhnische Lachen 
des P. unterbrochen. — eldog 
dldyyov: wie das uaprvgsode: 
und das LopuoAvrTeohaL. — TI- 
va: den ersten besten. — rov- 
zovi: deiktisch auf die im Saale 
versammelten Zuhörer. vgl. 458 
c TOovTWY, und, 455 c. (u. 447 
c.) zov &y6ov Ovros. — _Tay 
nolıtınovy: 8. zu 448 c. (0V... 
Eoriv). — PBovisvev.. . Ergd- 
raveve ... dmiypnpikev: Die 
Erzählung des Factums, auf das 
S. sich beruft, schreitet von den 
allgemeinsten Voraussetzungen zu 
den specielleren fort: S. war im 
Jahre vor der angeblichen Zeit 
dieses Gesprächs durch das Loos 
Mitglied des Raths der Fünfbun- 
dert (Bovisvaıv Aaywv). Die 
Section des Rathes, deren Mit- 


A74B TOPTIAZ. 79 


uyv Enupnplksv. un 00V umdl vov as aelsve dnıyn- 
piksıv Todg napovras, aAl El un dysıg Tovrov Bsirtio 
EAsyyov, Omep vüv Ön Eyw: EAsyov, Euol Ev zo wege 
zapcdog, al elpacaı vod Eidyyov, olov Eya oluaı 
detu elvaı. &yo yap mv Av Adyn Eva ulv nagasyeodeı 
ucorvga Enioraneı, aurov npos Ov av yor 6 Aöyog 7, 
tovg 68 woAlougs Eo yalgsın, nal Eva dmupnpiksv dai- 
orauaı, tolg Ö8 noAlois 0vÖR diadkyoues. 000 ovv, siB 
&deAnasıs Ev ro ufgss Ödovaı EAspyov dnorpıvousvog 
za Egmrwusve. Eyo yap Om oluaı xal &uk zul 0: al 
toVg GAlovg avdowWnovg TO adınsiv Tod adınsicda 
xaxıov nyeiodaı Kal ro un dıdovas diunv too dıdovan. 
II2A. 'Eyo dE ys oVr’ ul oUT aAlov AvdoW@nov 
ovdEva. Enel oU Öekar dv udAAov adınslodeı 7 adıneiv; 
22. Kal ovᷣ y av xal ol aAloı mavrss. 


glieder seiner Phyle (N gvAn), kes (zO Andres 2Bou .. , Ene- 


der Phyle Antiochis, angehörten, 
war eben während jener Pryta- 
nie in Function (d&evraveve). 
S. selbst hatte für diesen Tag 
den Vorsitz und daher die Ab- 
stimmung in der Volksversamm- 
lung anzuordnen und zu leiten. 
(Vgl. Schömann gr. Alt. 1.$.378). 
In dieser Stellung, sagt S., er- 
regte ich Gelächter (yEAwrx za- 
080709, risum dabam), da ich es 
nicht verstand abstimmen zu las- 
sen. — Wenn man die Erzäh- 
lung des S. auf das J. 406 be- 
zieht, in welchem er als mı0z«- 
zns die rechtswidrige Abstim- 
mung über die Feldherrn aus 
der Schlacht bei den Arginussen 
nicht zuliess (Apol. 32 b. Xen, 
Hell. 1, 7,15), so muss man an- 
nehmen, dass S. scherzend seine 
Charakterfestigkeit, die Abstim- 
mung zu verweigern, wie ein Un- 
geschick, und dem entsprechend, 
den lebhaften Unwillen des Vol- 


Hoovßnoe Xen. &. 2.0.) als ein 
Lachen über seine Unfähigkeit 
darstelle. — und} vüy: vgl. zu 
449 a (nal vO9). — Edniynpe- 
&eıv roos raoovras: mit Bezug 
auf 8008 zıva Tovrmwi. — rov- 
Tov: av &ltyyoy, als die 
eben jetzt von dir versuchten Be- 
weisarten UAXETUEEODEL, LOOUO- 
Avrreodar, KaTayeldv. — uso 
.. . fAeyov: ist mit dem nach- 
folgenden Zuol... zu verbinden. 
— dv ro ufosı: 8. zu 4692. — 
neloaocı Tov &kyyov: Kr. 47, 
12 A. C.419b. — 09 &v Abyo: 
s. zu 448 d. (Eè &velo.) und zu 
450 b. (Nav). — 80 yalgsıv: 
s. zu 458 b. — 

B. Sıdovaı: “gestatten” Eben 
so dare oft = concedere. — Ö8 
yer 8. zu 448 a. — 00T... 
odöEre : enthält auch odre ag in 
sich. — dsfar. . . adınsioher: 
s. zu 468 ©. — al 08 y: s. zu 
4470. — Av: ergz. u@llov Öf- 


80 


IIAAT2QNOZ 


474B 


II2A. IIoAkov ye der, all odr Ey ovrs 0» ovr' 


Gros ovÖEis. 


ER. Ovaodv dmoxgıvel ; 
TI2A. Ilavv ulv oVv° xal yag Enıdvun eidevaı 


0 ti nor Egeis. 


Z2. deye ön no, iv eiörs, 
 möTEgoV doxei 6oL, m Ilüls, xumov 


iS os jjoorov 


oxso ev el e6 00- 


elvaı rò adıneiv N TO adınsioder; , 
I2A. To adırsiche:r Zuospe. 
ZR. Ti 63 ön eloyıov; moTegov To adıneiv 7 To 


adınsiodar; anoxplvov. 
I12A. T6 adınsiv. 


ER. Obxodv xal xanıov, sineo alayıov. 


IIQA."Hxıotd yes. 
2%. Mavdavo 


2 2 4 ⸗ e 4 
0OV TRVTOV NYyei OV, @G E0LKGS, 


DxaAov TE Hal Ayadov nal nanov xul aloyeov. 


IRA. Ov Öfre. 


ER. Ti 63 Tode; Ta waAa navıe, olov xal 0W- 


vora xal yowuara “ul aynuara xal pymvas xal Enıry- 
Ösvuote, eig ovötv anoßienwv nalsig Exdorore Kald; 
0lov NEWTOV TE Gwuare td naÄd ovgl Nor Kara av 
xoelav Adysız ala eivaı, MOOS 0 Av EraGrov YENat- 


Sœro adınsiodhar 7) Adınsiv. — 
molA00 ye dei: weit gefehlt!’ 
multum abest; einenachdrückliche 
Verneinungsformel. Prot. 341 d. 
moAlod ye Ösiodroog &yeıv. Apol. 
35 d. Kr.47, 16, 3. — 


©. 2£ &oyäjs: d.h. ohne Rück- 
sicht auf die bisherige Discussion 


des streitigen Satzes. — dt Ön 
s. zu 452 b. — 
'og £oınug: “wie es scheint, 


Ueber die persönliche Constr. 8. 
Kr. 55, 4, 3. — n0l0V...: di. 
du hälst nicht einerseits Kurbv 


mit &ya90v, andrerseits &loye0v 
mit %%0» für identisch. — 


D. 00 önre: s. zu 449 e. — 
ti ö% ode: nänl. Aeyaıs. — eis 
ovölv anoßierov: d. i. ohne 
Rücksicht auf etwas, das im Fol- 
genden näher als Nutzen oder 
als Genuss bestimmt wird. — olo»: 
8. zu 450 c. — nor... N: 5 
zu 460 a. — xorca nv ge.: 8. 
zu 454 c. — E05 TOVTO: über 
die Voranstellung des Relativ- 
satzes 8. zu 469 c. — x.ndornv 
tıva: 8. zu 456 a (dauuovie y. 
tig). — 


30 


75 A TOPTIAZ. 


81 


uov 7, XE0g Todro, 7 ara Ndovijv rıva, dav Ev co 
Dewpeioden: yalpsıv zo roos Hewmpodvras; Eyais Tu 
Entog Tovrmv Akysıv nepl OWuarog naAkovg; E 

IRA. Ovx Ego. 

Zn. Ovxoöv xol vaAiı wavre oũro xal Syjuare 
wel —RB n dıa ndornv rıva mn did opehsınv n di 
dugporspn za TE00RYogEVES ; 

IIQ24A."Eyoye. 

ZR. Ov xal tag Pmvag Hal Ta Kara Tv uovdı- 
KNV HAVTE BORVT@S ; 

IIQA. Ned. 

22. Koi uno Ta ye xcrc vovg vouovg vol a Emı- 
nösvuare od Önzov Exrog Tovrwv dorl ta xald, N 
apeiıua ziva 7 ndda 7 auporsgn. 

I1Q2A. Ovx Euoıys dont. 

ZR. Ovxoöv xal To av uadnudtwv naikog @g- 475 
LUTOS ; 

IIQ2A. IIkvv ver xl xaAös yes vor ögpiks, o Eo- 
xgarsg, Ndovn re xal ayado Ogıkousvog TO xaAor. 

ER. Ovaodv 16 alaygov To Evavılm, Avnm Te 
xal KaX; 

IRA. ’Avayaın. 

ZR."Orav kon Övoiv xaAoiv Harsgov xdAdıov N, 
n To Etiow Tovrow 7 duporsposs vregßaikov nul- 
Aıov dorıv, Nroı Ndovi 7 wpeiste 7 auporegois. 

II2A. IIavv ye. 


ER. Kal orav Ök Ön 


E. ocavıwg: näml. a da 
ndovnv. .. mgOCKYogEDELG. — 
To JE». nad: d.h. r& nad 
Ta KAT TOOg vOuovg anal nard 
za Enırndevnare. — Önmov: 
s. zu 447 d. — @g. elvar: der 
Inf. ohne Art. als epexeget. Ap- 

Plat. Gorgias. 


Övoiv alaygoiv To Eregov 


pos. zum substantivierten Neutr. 
des Pron. Kr.57, 10, 7. — 


475 A. zo aloxgöv a Evar- 


rio: näml. öqıfousvog , xaAög 
6olkounı. — AUnN. se ‘näml. 
durch Unlust u. s. w. s. zu 467 


6 


82 


IAAT2NOZ 


475B 


Bolayıovn, yroı Avan Nano vunepßailov alayıov Eavaı' 


C 


N] 00x dvayan;z 
IIQA. Net. 


ER. Depsdn, mög EAdyero vov ön mepl Tod adı- 
xeiv nal adınsiodarı; oUn EAeyes TO ubv adıneladaı 
xaxıov eivaı, TO 68 adızeiv aloyıov; 


IGA. Tacyov. 


⁊ 


ER. Ovdxodv einge eloyıov rò adıneiv Tod adı- 
4E:lodeı, frou Avznooregov Eorı nel Avan vreoßaAlov 
alayıov dv Ein nano N duporspoig; 0V xul Toüro 


Kvayıan — 
I12A. Ilös yag 0v; 


32. Ilpörov ulv 617 oxedouede, dpa Ava vreg-31 
BaAksı ro adınsiv Tod Adınesladaı, nal aAyovcı udi- 
Aov ol ddınoüvres 7 ol adıxovusvor; 

IIQA. Oddauas, ® Zwxoures, Toürd Ye. 

ER. Ovx ügu Avan ye UnEQEYE. 


I2A. Ov Önte. 


ER. Obxodv el un Avnn, dugpordporg ulv 00x &v 


Erı vreoßailoı. 
IIQA. Ov galveraı. 
zn. 
II2A. Net. 
22. To #0x0. 
II2A."Eoıxev. 
e. — dvayın: 8.zu450a. — ÖF 
ön:s. zu 452 b. — 


B. vöv ön: "grade, eben jetzt.’ 
Kr. 69, 17, 1. C. 642, 4 c. 


00% 2.: s. zu 453 e. — ijrot 
...n: 8.zu 460 a. — 00... 
dvayım: “ist nicht auch dies eine 


Nothwendigkeit (nothwendige Fol- 
ge) \?" Das prädic. Subst. kommt 
im Sinne dem Adject. &vay- 
xciov gleich. s. zu 450 a. Kı. 
61, 7,5. — 


Ovxoiv To ErEg@ Asinerat. 


Ü. 1. unsoßailsı TO dd. ToV 
&ö : “ob das Unrechtthun an Un- 
Just überwiegt über das Unrecht- 
leiden. vreoßaAisıv hat die Be- 
deutung eines Comparativs, und 
lässt daher den Gen. zu (C. 423. 
Kr. 47, 19). Hänfiger jedoch hat 
es das Obj. im Acc. — ÜnEgE- 
zer: näml. zo, adıneiv Tod adı- 
neiodor, — (0 önTe: 8. zu449 e. 
— 76 Eriow: d.i. Aeinmerau To 
Eriom (Tü xaxo) zo ddıneiv 


475 E TOPTIAZ. 83 


ER. Ovnodv xand Vrepßailov To Edınelv xcætov 
dv sin roũ ddınsraden. 

IIQA. Añlov 6% Onı. 

ZR.”Ao tı 00V Uno ulv rov noAlov Avdoo-D 
xwv xal Uno 000 @uoAoyelro nulv &v to Eungoodsv 
100v0 aloxıov elvaı To adınsiv Toü “üdınsiodaL; 

I1Q24. Neal. 

22. Növ dd ye dixiov dyavı. 

IIQA."Eoıxev. 

ER. AEEnıo &v oUv Gu uälkov TO xuxıov xul To 
alsyıov avıl Tod Yrrov; un Oxvsı dxoxplveoder, @ 
IIois‘ ovölv yap BAaßnosı" aAAa yevvalag ro Adym 
GorXEg Laroo ragfymv anoxplvov, za n padı m u 
& &owro. 

TIRA.’AAR 00% av Öskalunv, & Zouxgares. E 

ZR.”AAAog dE rıs AvdoWrwv; 

IIQA. Ov uoı doxsi xar& Ye Toürov Tov Aoyov. 

ER. „An®n &oa dya Eispov, Or oUrT av &yo ovr 
dv OU ovr’ KAlog oVdsk, Avdonnav ÖdkaıT av uäldov 
abdınslv N Adıneladaı" Kaxıov yao Tuyyadve OV. 

IIQA. Daiveroı. 

ER. Opäg oüv, ů IloAs, 6 EAeyyos naod zov Mey- 
gov napaßaiAiousvog Orı 0VÖLV Zoıxev, aAid Vol ulv 


dmeoßaileıy Tov adınsichen. — 
vregßallov: d.i. Emeudn dmeg- 
Baaısı. — Oñlor Ö. Or: s. zu 
448 c. — 


D. — ti: s zu 467 d. — 
UNO M. av rν νοXο.: Ge- 
wöhnlich wird in diesem Aus- 
drucke das Subst. &vd'g. ausge- 
lassen. Kr. 50, 4, 12. P. hatte 
wiederholtundnachdrücklich seine 
Behauptung für die allgemeine 


Ansicht erklärt. — £&v ı® Eu- 
n0000E9 z00v0: 474 c. — Ö8 
ye: 8. zu 448 8. — avıl: die 


Bezeichnung der Wahl des einen 
Statt des andern, Ötzsodel Tı 
&vrl ruvog, ist beibehalten, ob- 
gleich zu dezeodeı der Comp. 
u@lAov gesetzt ist, also ij hättege- 
braucht werden können. Kr. 49, 


2, 7. — rov nrrov: näml. #a- 
x0od xal aloyoov. — ovö8vV y. 
Plaßnosı: Kr. 46, 5, 9. u. 5. 


vgl. C. 622, 1. — rzugegwv: 8. 
zu456b. — yası: 8. zu 454d. — 
E. all’: 8.2u 4492. — nord 


ye Todrov rov A.: s. zu 454 c. 
— odr av... dekoıT av: Ueber 


6 * 


84 TTAATANOZ 475 E 


ol @Aloı mavıss 6uoAoyodaı mAnv Euod, Euol dt oV 
476 Ekupneis eis @v uOVog ul OmoAoyav xal uagTUEwY, 
za) &yo o& uovov dmubnpliov vovg aAAovg Ed yalgsıv. 
xal roõro ulv julv ovrag Edykra‘ werd rodro O8 negl 
05 TO Ösvreo0v Nupsoßyrnoausv Oxshausde, TO Adı- 
xodvra dıddvaı Ölanv aon ulyıorov av nandv Eoriv, 
ög od dov, 7 uelkov rò um Öıdovar, dg av Eya aunv. 
oxonuusde Öt ride" To duddvaı Ölanv nal To xola- 
Esodeaı dınalas ddınodvre apa To wurd xaleis; 
IIQA. "Eyoyes. 
B ER. "Eysıg oVv Adysıv, @g ovxl ra yE Ölnaıe navre 
xuAd Eorı, nad 000v Ölnaıa; val dınanedausvog eime. 
II2A. Aria uoı doxet, @ Ziwxgares. 
ER. Exdmeı IN xal rods" apa el Tis Tı nole,32 
avayın rı elvaı Kal MAEXov UNO TOVTOV TOD MOLOÜVTOS ; 


I1Q24A."Eywoıys Ödoxst. 


Li 7 J ” 
ZR. Apa roüro nacyov, 0 TO TOLodv KoLsl, Kal roi- 
0Örov, olov nor TO woLoüvV; Adya OF To roiovde‘ ei 
ris TUNTEL, Kvdyan Tı TUNTEOdEL; 


IIQA. "Avayın. 


* 
ER. Kal ei apodoe« Tuntsı N Tayd 6 TUXTaV, ooro 
Cxal TO TURTOUEVOoV TUNTEodeL; 


die Wiederholung des &v s. Kr. 
69, 7, 2. 0.639, 3. A. — 6 A. 
zaoa 109 84.: “ein Beweis mit 
dem andern zusammengehalten. 
— oüölv: Kr. 46, 4, A. vgl. C. 
622, 1. — 

476 A. els @v uovog:: vgl. 472 
ce. — uoorvo@v: mit Bezug auf 
472 b: &ym dt av un ar. — 
0% u0vov Erırpnpikov: mit Rück- 
sicht auf 474 a fin. nal Eva Enı- 
apnplgev Enioraunı. — Tods 
... zalosıy: Wiederholung von 
474 a: zovg OF noAlodg do yal- 
o8ıv. — deu: 8. zu 450 c. — 
adırnodvre : enthält die Begrün- 
dung zu dinadlog. — 


B. dınonsspausvog eine: “er- 
wäge es und sprich! — doxei: 
näml. r& ÖSinme navıe nal 
elvaı. — 

70409 UNO TOVToV: a&oyeıv 
hat die Bedeutung, in Folge des- 
sen auch die Constr. eines Pass. 
— roõũõto und TOL0UToV: sind 
Objectsacc. — rò Hood: in 
Uebereinstimmung mit zd&cyov 
wird ungeachtet des vorange- 
schickten &d tig rı noLei zum 
Neutr., der allgemeinen Bezeich- 
nung des Begriffes an sich, tber- 
gegangen. — Avaya: s. zu 450 
a. — rayv: das Neutr. Sing. als 
Adverb. Kr.46, 5, 6. — 


376 E TOPTIAZ. 85 


I12A. Noi. 

ZR. Tosodrov £ga nadosto Tunsonevp doriv, olov 
&v TO TUNToV KON; 

IIQA. IIavv yes. 

ZR. Ovaoüv xel ei xcist TiS, Mvayın rı Kdeodaı; 

II2A. IIös yao ov; 

22. Kal ei spodge ysnasın däysınds, ouro xcis- 
oObGr TO xu0uEvov BG Av TO xον Kam; 

II2A. Ilavv ye. 

ZR. Ovxoöv nal el reuve ris, © avTög Aoyog ; 
Teuvesraı yao Ti. 

IIQA. Net. 

ZR. Kal el ueya ye nm Pa9o ro rujue 7 aAysı-D 
voV, TOLOUTOV Tune Teuveraı TO Teuvousvov, olav TO 
Teuvov réâuvet; 

I12A. Dailvesraoı. 

ER. Zviimpönv © 0g« el öpokoyeig, 0 Kprı Eis- 
yo, zegl aavıen, olov av zo To noodn,. roroũrov 
To #doyov ndoyswv. 

TIQA. AR owoAoyo. 

2%. Tovrev Ön ÖpoAoyovuevom, To Öianv dıdo- 
vaL TOTEXOV NAOYELV wi dorıv 7 noLsiv; Ä 

IIQA. Avayım, PN Ziungartss, naoysıv. 

ZN. Ovaoöv Uno rivos —VB—— 

IGA. TIös yag 00; vao ye roũß noAafovros. 

ER. O dt 0edüs nolatov dınaias aoAdkesı; E 

IIQ2A. Net. 


C. roıoörov &. naBog ....: bedingt; denn gewöhnlich er- 


“ein solches also ist das Leiden 
in dem Geschlagenen ; so wird also 
das, was geschlagen wird, affı- 
ciert, u. 8. w. — 0olov nV. .. 
zom:s. zu 450 b. — TEUDEL : 
Die Wahl dieses Beispiels ist wohl 
durch das vornergehende »ası» 


scheinen diese beiden Verba (von 
chirurgischer Behandlung) ver- 
bunden. vgl. 456 b; 479 a; 521 
e. — 6 arg Aoyog: 8. zu 457 
a. — 

D. roroõrov unquα reuv.: Kr. 
52, 4, 7; u. 2. Th. C.408. A. 1. 


86 NAATRNOZE 476 E 


ER. Also mov N 0%; 


IRA. Alixxix. 
ZR. Ovxoüv 6 «oAafopevog lee Öıdovs Öixaa 
—XC 


IGA. Daolveraı. 
ER. Ta ö8 dinaud nov xala @uoAoynrar; 
MI2A. Ilavv ys. 
ZR Tovrav äpa 6 ulv nous xald, 6 68 naoyeı, 
6 xoAufousvos. 
I12A. Not. 
477 ER. Obxodv eins xald, dyada; 7 ydo ndda 738 
pelpe. 
IIAA. Avayın. 
ER. Ayada apa naaysı 6 Ölaenv Öidovsg; 
N124."Eoıxev. 
ER. Noysietro &g0; 
IIQA. Net. 
Zn. Age VreQ &ya UVaolaußavo ınv mpelsıev; 
Beirlov nv vduynv ylyveraı, eineg Öınalag noAaferai ; 
IIQ4A. Eixog ye. 
ER. Koaxlos ga during anakdarrereı 6 Öianv 
didovs; | 
IIQA. Net. 
zn. 40 oVV roũ neplorou anwAkarrstaı KRXOV; 
Bobs Öb axone‘ Ev yonudrav xaracxevjj Avdogmnov 
naxlav KAAnv Tıva dvogas n wevlav; 
I12A. Ova, alla xeviav. 
ZR. Ti 6’ dv;oouarog xaraoxevj; naxiav dv pr- 
onıs dodEveıav sivaı xal vocov xal aloyog ul re 


ToLaüTe ; 

_ ovAjpdnv: gehört zu Ono- zu ergänzen. Kr. 55, 4,4. — 

koyeig. — all: 5. zu 4498. — naoge: näml. nald, — 

dianv dıdovar: 8. zu 472 e. — 477 A. ovᷣxoũ ... ayadı: 
E. xaA& ouoAoynraı: 476 b. 474 d. — dom: ergz. apelci- 


Es ist nicht nöthig, sivaı dazu ru. — 


477 D 


I124.’Eyoys. 

ZR. Ovgoödv nal dv yuyTj vovnolav nysi zıva eivaı; 

IIQA. Ilös yao 0v; 

22. Tavınv ovv oúx adınlav wars zul auadlav 
za Ösıdlav xal Ta Toindıe; 

TI2A. Havv ulv oVWv. 

ZR. Ovxodv zonuazov xal uuaros xal buris, 
zeLWVv OvrWv, ToLrrag elonrag wovnglas, zeviav, vo-C 
00V, adınlav; 

II2A. Net. 

ER. Tis 0vV rovrov rav novngLav aisyglorn; 00% 
n adınla xal ouAAnßönv n rüg Puxijs zovngie; 

II2A. TloAv yes. 

22. Ei ön aloylern, xal xanlsen; 

II2A. Ilög, & Zoxgaseg, Adyas; - 

ZR. Ni‘ wel To alayıorov Nros Avayv weylornv 
zapeyov n BAaßnv n auporsga alayıardv darıv &x rov 
ouoloynusvav Ev ro Eumgooderv. 

IIQA. Malta. 

282. Aloxtorov Öb adınla nal Ovuzaoa buyng no- 
vnola vov ö7 ouoAoynıa Nulv; D 

II2A. Quoioynreı ydp. 

ER. Ovxoöv 7 aviaposarov darı xal avia vnep- 
BaAAov aloyıorov rovrmv dorlv n BAaßn 7 auporepn; 

IIQA. Avdyan. 


TOPTIAE. 87 


B. xaniav: inder allgemeinen zjror . . N: 8.2u460a. — 70- 
Bedeutung Missstand, Uebel. — gfyov: "weil es bringt” — du 
C. xornelag: “Arten von TaV Öh.: "gemäss (nach) « dem 


früheren Zugeständniss.” Kr. 68, 


schlechtem Zustande, von Uebel. 

Der Plural des Abstr. bezeichnet 
die verschiedenen (einzelnen) Ar- 
ten, Erscheinungen, Fälle u. dgl. 
Kr. 44, 8, 3. u. 5. C. 362 b. 
vgl. F. Schultz lat. Spr. $. 58. 
A.1l. — aeviav: ‘naml. Ar- 
muth u. =. w. 8. zu 467 e. — 


17,10. C.453d. — Zunooadev: 
475 a. — 


D. öp. yao: s. zu 45l a. — 
dvie: synon. ‚mit dem ob. (475 
b) idrp. — dugporegn: “in bei- 
derlei Hinsicht.” Ueber den ad- 
verbart. Acc. Kr, 46, 3, 3. vgl. 


88 IIAATSNOE 477 D 


ZR. "Ag oUV aAysıvorsgov dorı tod nevsadaı xul 
xduveıv To Adınov eivar xal anoAndrov xal deiAdv Kal 
auch; 

II2A. Ovx Euoıye doxst, @ Zimaparss, ANO ToV- 
mv yE. 

ER. Tasppvei tıvl dpa og ueyain PAdßn val naxe 
Yavuasio vneoßailovsa raiAla 7 ns vYuyüs novnole 

E aioyıorov dorı navıov, Eneidn 0Un AAyndovı Ye, ag 6 
005 A0Yog. 

IIQA. Deaiverau. 

ZN2. "Alla unv nov 10 yes usyloın Blaßn vreg- 
BaAAov uEeyıorov av xaxov ein av Ovrev. 

IIQ2A. Nav. 

ER. H adınia üga xal n aroAaola zei n din 
puxijß Tovnoie uEyıorov Tav Ovrmv #an0v Eorıv; 

II2A. Daiveraı. 

ZR. Tis 00V reyvn meviag Anadaarree; ov xon-34 
uartıorıan; 

I12A. Nat. 

282. Tis Ö% vo00ovV; 00% Larpınn; 

IIQA. Avayan. 

ZR2. Tis ö: novngias xal adındas; el un ovrag 
EVTOQEIS, MdE 6x0nEL" Mol kyousv xal napa vivagroüg 
xduvovrag Ta OOuaTe; 


478 


C.404A. DemSinne nach gleich, a. — raila: d.h. rag allas 


aber in anderer grammat. Bezie- 
hung stand oben (475 a, b.) Au- 
Dor&poıg. — Ar Tovzmv: nach 
diesem zu urtheilen.” &0 bez. 
bei den (ausdrücklich gesetzten 
oder aus dem Zusammenhange 
zu entnehmenden) Verb. des Er- 
kennens, Urtheilens u. dgl. den 
Bestimmungsgrund. Kr. 68, 16, 
7. C. 452 c. — vreeogvei... 
veyaan: vgl. zu 471 a (davua- 
oiog ag). Weber zig s. zu 456 


novnglag. vgl. 477 c. — aiyn- 
dovı: näml, vreoßalleı. — 

E. —2 unv: s. zu 449 e. — 
nevias anallarreı: Als persön- 
liches Obj. za a&zallcrrsı ergibt 
sich aus dem Zusammenhange 
asdEWNmovVS oder Tovg nEvon8- 
vovs. Kr. 60, 7, 6. — 

478 A. ovrosg: d. i. nach den 
bereits gegebenen Andeutungen. 
— sdnogsis: näml. droxelva- 
oVas, da eben eine Frage gestellt 


478 C TOPTIAEZ. 80 


II2A. TIaga toUg largovs, © Zoxgares. 

2%. Morökrovs adısoüvras xal Tovg anolaoral- 
vovrog; | 

II2A. Ilaga vovg Öinaoras Aeysıs; 

ZR. Ovxoüv Öianv dwoovrag; 

IIQ24A. Oyul. 

ZR. ’Ag ovv 05 Öinmosvvn Til yommevor xoAa- 
fovoıv ol Ogdösg oAafovreg ; 

II24A. Añlov Ön. 

ZR. Xonuarıorixn utv apa nevlag anallarreı, 
largıun O8 vooov, dinn Od anoiaoiag xal dadınlas. B 

IIQA. Daivsraı. 

ZR. Ti 00V rovrov #aklıcrov darıv; 

I12A. Tivov Asyaıs ; 

Z2. Xonuerıorinns, largınns, Ölen. 

TI24. IIod diapsgei, © Zwxopwrss, 7 Ölan. 

ZR. Ovxoöv av nor ndovgv nisioryv no 7 
opEisıav n auporsga, sineg #dAAıcarov dorıv; 

II2.A. Nat. 

* ER. do ovv 16 larpsvscdhen n6V dor, al yal- 

govoıv ol largsvonsvor; 

IRA. Obox Euoıye Öoxst. 

ZR. AR opeiıuov ye. N ydo; 

IIQA. Nat. j C 

ER. Meyalov yap xaxoü anailarreraı, DaTE Av- 
oızsisi vaousivar nv aAyndove xal vyısl slvaı. 


ist; also: die Antwort in Bereit- rıml: 8.zu 456a. — Ondlov öN: 


schaft hast. vgl. Prot. 348d. Das 
Gegentheil amogeiv 462 b. — 
zapd - . . Adyeıs: "zu den Rich- 
tern meinst du?” Constr. Atyeıg 
Nnäs roðg adınovvrag apa 
ToVg Öixaarag- ayaım. — du- 
cosrag: C. 581. Kr. 56, 13, 1. 
— onul: 5. zu 454 d. — dın. 


näml. dori. Kr. 62, 1, 3. — 

B. no . fe zu 460 a. 
— © lorgedsoden: ' die Arstli- 
che Behandlung’ — 7) yao: = 
zu 449 d. — 

C. dazallarreraı: näml. 6 
largsvousvog. was aus dem vor- 
angehenden of largsvöusvor zu 


99 TTAATSNOE 


IIQ4A. Ilog yag ov; 


478 C 


ER. Ad 00V oVUrmg avzepl Oaua svdnıuoveore- 
Tog &vHEWmog ein, largsvonsvog, 7 und} xauvmv agynv; 

II2A. Arjkov Or undt xauvev. 

ER. OU yop ode nv sudcınovia, ag Zone, xa- 
xov anaidayı, AAAR ınv apynv undk xrijotg. 


IIRQA."Estı ruüra. 


ZR. Ti ÖL; adAıaregog noregog Övoiv Eyovrowv 
xax0v ET Ev amuarı eir Ev Yurfj, 6 largsvousvog xal 
aruAlarrousvog Tod "xax0od, N 6 N largsvonsvog, 


!xov 08; 


II2A. Daivsral uoı 0 un largsvopsvog. 
ZR. Ovaodv 10 Ölanv Jdıdovar weylorov xuxoü 


anahdayn NV, Kovmglas ; 
TI2.A. 'Hv yde. 


ZR. Zopoovitsı yap nov xal Ösxasoregovg zoLel 
sol lasgırn ylyvaraı zovnolag n Ölen. 


IIQ2A. Ned. 


ER. Evdaınovdorarog utv dpa 6 un Eymv zaxiav 
&v puxij/ Lasıdn roõro HEyiorov Tav xuxov dpavı. 


TI2A. Anniov 6%. 


ZR. Asvrspog Önnov 0 anullarrowsvog. 


IIQA."Eoıxev. 


ZR. Ovrog do' nV 6 vovderovusvog te xal dxınanı- 


tousvag al Öianv Öıdovg. 


entnehmen ist. 8. zu Prot. 319 d. 
— vyiet: Präd. zu dem bei ‚v- 
oırelei zu denkenden Obj. «vro. 
Er. 55, 2, 5. u. 6. — sudaıno- 
veorarog: ist Präd. — doyiv: 
‘von vornherein, daher in einem 
negat. Satze "überhaupt. Kr.46, 
3,2. C. 405 A. 2. vgl. Apol 29. 
— —XRX õoꝝt: 8.2uA48c. — oð 
yao zoör’ nv evdarnonia: denn 
nicht dieses ist Glückseligkeit, 
näml. jene, die wir meinen und 


bei unserer bisherigen Untersu- 
chung meinten. Kr.53, 2, 5. 
— xcxoũ anahdayn: 'naml. 
Befreiung von einem! Uebel ;’ epex- 
eg. Appos. zu Tovro. Kr. 57, 
10, 3 — 

D. nv: mit Bezug auf 478 b, 
— nv yagı 8. zu 45l a. — Öi. 
KaLOTEgovS, zo: näml. tovg 
ddanv ddowzas. — 

E. u£yıorov zov x: "das 
grösste der Uebel. s. zu 469 b. 


179 B TOPTI4Z 4 
I12A. Nat. 
ZR2. Karıora aga $i 6 Eywv adınlav nal un aral- 
Aatrogsvog. 


IIQA. Daiverar. 

ZR. Ovxoüv ovros Tuyyavsı Av ös avra uiyıora 
adıxÄv xal omuevog ueylorn adında dıangaknren wars 
uirs vovdesrsiohe: unts xoAafsodaı unce Ölanv dıöo- 479 
va, @0XEE OU ys Apytinov napssxsvechn. xal voüg 
GAAovs TVpKvvovg xal bnTopas za) Övvaaras ; 

1122.41. "Eoıxsv. 

35 ZR. Zysbov yap Hov ovrol, © Apıdıe, To wurd 
dıLarsrpayuivor ziolv, DorsE Av sl rıg rolg weylarong 
voonuadı Ovviszousvog bıargakarro un dıdovas Ödanv 
rvu zEEL TO Oau« duaprnudiav rolg iargols unds la- 
reEVEodRL, Yoßovusvog, @dregavel zals, TO xaschaı 
xal co rEuvsohar, Orı aAysıvov. Nov doxel xci Got B 
OVTWG; 

IIS2.A."Euoıyes. 

ZR. Ayvoov yes, os Eoınev, olov &orıv N Urli 
xci aEETN O@parog. Kıvövvsvovdı yap d% av vov nulv 
@uoAoynusvov rowdrov vı noıeiv xat ol nv Ölunv 
psvyovreg, © IlöAs, ro dAysınov auroü xadogäv, E08 
ö3 ca apElıuov rupAag Eysıv xal ayvoslv, 00m adHlıo- 


— dsvregos: näml. an sddaıuo- 
via. — Önnov: 8. zu 447d. — 
nv: mitBezug auf 478 a. — ra 
... .adıRav: concess.; 8.zu 450 b. 
Ta ueyıora, 8. zu 471 b. — 

479 A. '4or- nagsoxevaode:: 
vgl. 471 a, b, c. — Tvoawvovg 
xal Entogas: anspielend auf 466 
b, wo P. die Redner mit den Ty- 
rannen zusammenstellt. — 

qa ſocve! zeig: wie ein 
Kind; eigentlich = wor2:g ar 
el zais yoßoiro. vgl. Kr. 69, 
64, 3. — xascHeı.. . .: vgl. zu 
476 c. — 


B. ayvoav: schliesst sich noch 
an den vorigen Satz an ‚aozeg 
&v el ig arl., das Part. ayvo@v 
enthält den Grund des popeiohaı 
und des diamgarrsodar. — olos: 
substantiviert; was für ein Gut. 
— dopsen: ‚überbanpt ' gute Be- 
schaffenheit' (das Gegentheil x«- 
ala 477 b). — iu zav v1. 
@woAoy.: 8.20 477 c. — TO Ay. 
arA.: Erklärang von zo:0Ur0V 
rı nousjv. Ueber das Asyndeton 
s. zu 450 b. — tvplsg 2.: 80 
ziemlich = suploi elvoı. Kr. 66, 
1, 7. Demosth. Olynth. 2, 26. 


92 TAATANOZ 179 B 


TEg0v E&orı un Vyıodg OWuarog un Yyısl puxij Ovvor- 
Cxeiv, alla Gaded xal adixm xal avocio. oDEv xal 
av roL0ÜCıLv Doors Öianv un didovas lund' analkar- 
TEOPaL TOV UEYioTov xaxX0d, Kal XENUATE NAPLOREVE- 
fouevor xul piAovg xal Onmg av ac) wg aıdavara- 
zo Adyeıv. el Ob nusis aAnd wuoAoyrxausv, & Il@As, 
- 00 alodavsı ra ovußeivovsa dx tod Aoyov; 7 Bovisı 


6vAloyıoausda Aura; 


IGA. Ei un 004 ys allmg Öoxsi. 
ZR. Ag ovv ovußaive wEyıorov xax0v % adınia 


xal To adızeiv; 
IIQA. Daivsral ys. 


ER. Kal unv anallayn yes Epavn Tovrovvod xu- 


x00 0 Ölxnv dıdovas; 
II2.A. Kıvövvevs:. 


ZR. To ÖE ya un didovar Euuovn ToU xax0d; 


IIQ4A. Nei. 


ER. Asvregov üpa Lori av xaxav ueyEds To 


adınsiv' 


zo 63 adıxodvra un dıdovar Ölanv zavıov 


HEYLOTOV TE Ku HOWTOV KaXdVv NEpuxEV. 


I1lQA. "Eoıxev. 


ZR. Ag ovv nepl tovrov, & plis, NupsoßnTnoe- 


ei” LT ayvouovag Eysre, c0 
avdgss 4dnvaioı, Gore xra. — 
000 .. .. GuVOGLMSTV: "um wie. viel 
elender es ist mit einer unge- 
sunden Seele, als mit einem un- 
gesunden Körper behaftet zu sein.’ 
Körperliche und geistige Zustände 
werden oft als eine Gesellschaft 
der Person bezeichnet, welcher 
sie anhaften ; #000, ynnoz, due- 
die Ovveivaı oder Evvorzeiv. — 
vn — oaueros: d. h. un 
oyvier oauor:. C. 416. Kr.47,27, 
l. — oa®deg...: der tropische 
Ausdruck wird "darch Beifügung 


des eigentlichen erklärt, 8. zu 
447 a. — 

.O. z&v roL000ıL9 W0rE.. .: 
“bieten alles auf, dass m 8. Ww. 
vgl. Apol. 38 e — 0ROg ... 
Atyeıv: Parallel den Objecısace. 
zonuar« und @elovg steht der 
Finalsatz abhängig von zaga- 
onsvafousvor. — T& ovußai- 
vovra: 8. zu 459 b. — foylar 
aviloyıcausda: 8. zu 4540. — 
ovuß. ueyLıcrov xaxov: ‘die Un- 
gerechiigkeit stellt sich als das 
grösste Uebel heraus. Kr. 56, 
4,4 — 


580 B TOPTIAZ. 9 


uſv, 0U ulv rov "Agyeiaov evdaıuovikov TöVv ta u8- 
yıora adınodvra Ölanv ovdsulav dıdöovre, &ya Ö8 Tov-E 
vovılov olowsvos, Eid Apyliaog Eir aAlog AvdoWnwv 
00rLoo0V un Öldmeı Ölunv adızav, TovT® nEOGNKELV 
adlin sivar dıiapspövrws av Kllmv avdoemunov, zul 
del ToV adınodvra Tod adınovusvov AdAımrsgov eivaı 
xal zov un dıdovee Ölanv Toöü Öudovrog; 09 raür nv 
ta vn &uod Asyousva; 

I12A. Net. 

ZR. Ovxoüv anodedsınraı ori aAndi EAkysro; 

II2A. Datveroı. 

ZR. Elev' el 00V dn Taüvra’aandi, © Iloie, tisago 
n ueyain xoela Earl vis 6mrogınäs; dsl ulv yao 67 
&x TOVv vuv @uoAoynusvav aursv Eavrov ucakıore Ppv- 
Aatrsıv Onms um adınnası, ws Ixavov xanov Ekovre. 
0v Y0o; | 

II2A. IIavv yes. 

ER. ’Ecv BE ye adınyon 7 aurog m aAdog rıg av 
av andnteı, avrov Exovra ldvar Exside, OMoV WG Ta- 
qıora Iwosı Ölayv, Mapa Tov ÖLnacınv, DOrEE naXOR 
tov laroov, orsvbovra onmg un E&yygovıodtv To vo-B 
onua tüs ddınlas VrovAov nV YUV omas «al 
aviarov' 7 mög Adymuev, & Ilois, eineE T& no0TEEoV 


D. sol unv: s. zu 452 c. — 9. Ueber die Ergänzung eines 
Ö8 ye: 8. zu 448 a. — devrs- allgemeinen Subj. s. zu 456d. — 
e0»: vgl. zu 478 e. — Aox. eÜ- Orxms un ddınnyası: Ueber den 
dar ovlbor: 470 d. ff. — Indie. Fut. s. C. 558. Kr. 58, 7, 

E. Ta WeyLoTe adınoVvza : 7. — 0... ‚EEovre: 8. zu 448 


vgl. 471 b: dnel ro neyıora 1di- ee. — Inovör: ‘viel genug’ (satis 
anunev; c: äars usyıorz NÖL- multum); in dem Sinne von “sehr 
”n%@g. Ueber die scheinbare viel’ — 09 ydg: ‘nicht wahr?’ 
Forfoetbedeutung von adına C. Kr. 69, 14, 8. 0.636. d. — aU- 
486 A. Kr. 53, 1, 8. vgl. 447 b. 709 £ livan: regiert von dei. — 


— rodvarzlor: ‘im Gegentheil. ao Toy din.: „epexeg. Appos. 
e. zu 468 b. — rovsm mgooy- zu &usice. — wonse m. 1. la- 
nv ddl elvaı: Kr.55,3,1.— 7g09: ‚mit Bezug auf 478 a. — 

480 A. elev: s. zu 466 c.— . B. Onog .. . dvlazov: vgl. 


adrov Euvrov pvA.: Kr. 52, 10, Ovid. remed. am. 91. Principüis 


94 HIAAT2BNOZ 680 B 
uevsı nulv OuoAoynuara; 00x avayan tadra Exelvorg 
oũürco ulv Gvupwvsiv, GAlmg Ob un; 

IIQA. Ti yao dN pausv, © Zwuxgares; 

ER. En! wev &o@ To dnohoyslodaı ve cos adı- 
xiag TNg avrod 7 yovanv n Etaioov n zaldov 3. TU- 
toldos adıXovang 0V yonaıuos ovölvn Önrogixn nuiv, 

Co IIoAs, ei un ei tıs vnoAaßoı Enl Todvavriov, Karn- 
yoosiv Öeiv ualıora ulv Eanvrod, Ensıte O8 al Tov 
oinelov xal tiv &AAmv, Os Av del av plAwmv Tuyyavn 
adıxav, nal um Anoxopvntsoder, aAl Eis TO PavEo0oV 
&ysıv To adlanuc, iva do Hlanv xal Vyıns yEntaı, 
avaynaksıv dt xul aurov Hal Todg KAAovg un anodsı- 
Aıdv, aAAa nagEysıv uvoavıe za) dvdoslus, WOnEE TE- 
uvsıv nal adsıv laroo, TO ayadov xal xaAov ÖLaxovre, 

Dun vnokoyıkousvov TO aAysıyov, Zav uEv ys nAnyov 
aa Ndınyaog N, Tunteıv napeyovre, &&v Öt Ösouoo, 
Ösiv, dav Öt Enuiag, anorlvovre, dav ÖE puyng, pEv- 
yovra, av Ob Havarov, ENOHVNOROVTE, KUTOV NEWTOV 
OVTE HaTnyogov aal avrod xl av KAAmv olnelav xal 
ei TodTo 1EWuEvov Th 6nroguan, OTOG av xaraönimv 
TavV Kdınnudıav yıpvousvov analldrravran Tod WE- 
yioTov xax0d, Aöınlag. PouEsv 0Vrag N. un Päusv, & 
Ilols; 


obsta! sero medicina paratur, Cum 
mala per longas invaluere moras. 
— quevs juiv: "uns (unwider- 
legt) feststeht, ausgemacht bleibt. 
Phaidr. 253 d: —R &v &ox7] 
zeıyn örsıhoun® Yuynv Endornv, 
xal vov zı Nulv TEUTE WE- 
verw. Krit.48b. — avayan: 8. 
zu 450 a. — nl u.a. to on. 

&rzi mit Acc. zur Bezeichnung dcs 
Zweckes s. Kr. 68, 42, 3. — yo. 
odölv: Kr. 46, 4, 4. — el un el: 
“ausser wenn; nisi si. 0.639, 1. 
Kr.65, 5, 11. F. Schultz lat. Spr. 
8.226. A.3. — 


Ü. Er} todvavriov: näml. gen- 
cıuov Eivaı Tnv 6NTogınnv. 
Hierzu bildet dann der ebenfalls 
von vmoAaßoı abhängige Inf. dei 
»or. eine erklärende App.: "man 
müsse nämlich..." — magezeıv: 
8. zu 456 b. — uvoarze: “mit 
geschlossenen Augen, d.,i. ohne 
nur auf die Schmerzen zu ach- 
ten, un dmokoyıßouevov co ol- 
yeıvov. — TEuVEev %. dam: 
vgl. 456 b. — 

D. ra. aın nodın.: 8. zu 471 
b. — gvyis: “Verbannung. — 
xcl T. dAlmv 0.: 8.2u473d. — 


481 A TOPTIAZ. 95 


IIQ4A.”Arona utv, m Zwxgarss, Euoıye doxel, volg E 
kEvrou Zungoodev long 601 öpoAoyelzan. 

ER. Obxoöv 7 'aaxslva Avrdov 7 ads dvayan 
ovußalveıv; 

II2A. Nat, roöro ye ovrag ya. 

ER. Tovvarriov BE yes av ueraßalovre, zl apa 
det rıva xaxcs morelv, eid EyNE0v Eite OvrLvodv, dav 
uovov un aurög Adınjrar Oro Tod 248000 ° Toüro ubv 
yag eviaßnreov‘ dad Öb KAAov adın) 0 Exdo0g, mavıl 
To0on® nupaoxsvaoTeov xal nodtrovra nal Atyovre, 
oros un do Ölanv und: EAdn apa Tov Ösnacınv. A8i 
dav Ö& 2AON, unyavnrlov, Omas dv diapvyn xal un 
öo dinmv 6 Eydoos, AAR dav te yovalov_nenaxag 7] 


Er oödro: ‘zu diesem Zwecke. drückt. ueraßeAw» (intrans., Kr. 


8.zu4808.— adınlag: 8.zu 467. 
— päuev: 8.zu 447 c. fin. — 
E. arona ... önokoysitar : 

Nur zögernd und wie noch zwöi- 
felnd (laws!) gibt P.zu, dass diese 
Sätze eine consequente Folge (owo- 
Aoysiraı) aus dem Vorigen sind; 

erklärtaber zugleich, dass er Richt 
überzeugt ist, sondern ihm diese 
Sätze ungereimt (&rox«) erschei- 
nen. (vgl die Aeusserung des 
Kallikles 513 c.) 00: Dat. eth. 
"das will ich dir zugeben. — Av- 
10V: wie Avsıv cvvYTnxus, vo- 
uov, also ‘aufgeben, niederlegen,' 
8. zu Prot. 333 a. Ueber die 
Constr. Kr. 56, 18, 2. C. 596, 2. 
— ‚ovußaiveww: s. zu 459 b. — 
tovvavriov »rk.: Vorher war 
davon die Rede, wie man die Rhe- 
torık gebrauchen könne, um sich 
selbst und Freunden gutes zu 
thun; dasa nun zu der entgegen- 
gesetzten Seite ihrer Anwendung, 
nämlich um Feinden übles zu 
tbun, übergegangen wird, ist 
nachdrücklich durch die gehänf- 
ten Ausdrücke todvarlov (s. zu 
468 b), aù ueraßalövre ausge- 


52, 2, 7.oder mit Ergänzung eines 
allgemeinen Obj. zo zeayue), 


“indem man die andere Seite der 


Sache hervorkehrt, nämlich die 
Anwendung der Rhetorik zum 
Uebelthun. Der Acc. ueraße- 
Aovro erklärt sich aus der Constr.: 
el Ö’ üga rovvavzlov dei rıva 
a oe dei —R moıeiy atA. 
— el dga dei rıva a. n.: "wenn 
etwa; was aber in dem Früheren 
hinlänglich abgewiesen wurde. — 
&av...evAaßnteov: ist parenthe- 
tisch zu fassen. Durch av dt al- 
Aov ddınn) 0 &yPoog wird sodann 
in den Hauptgedanken zurückge- 
lenkt, so dass der ‚Zusammenhang 
ist el Jei tıva KaRDS noLeiv, 
eir £&. €. Ovr., war) Teon@ na- 
000HEvR0TLor. — vdrög: bezieht 
sich auf das bei dei... moıeiv 
zu ergänzende allgemeine Subj. 
vgl. 456 d. 

481 A. 284 r. r. dınaormv: 
mit Rücksicht auf 478 a. — 6706 
av ÖLap.: s. Kr. 54, 8, 4. C, 
531 A. — dv ze... ddv ze: 
Kr. 69, 25, 1. C. 627. vgl. eire 

‚site 468. de — arodıda: 


96 IIAATQANOZ 481 A 


zoAv, un anodıda Toüro aAl Eymv avallsxnraı xal 
eis Eavrov xal eig roo7ç Eavrov adinwg xul adEwg, 
av rs Havarov abıa Ndınnaag 7, Onmg un anodavei- 
za, ueAıora ulv undenors, aAA adavarog Zareı no- 
vn005 av, el Ö8 un, 0nas @g mAslorov yg0vov BLace- 
Bra rotoõros @v. En} Ta towmdre Euoıye doxel, @ Ilode, 
N 6nrogian yonsıuog eivaı, Enel TO ys un weiiovrı 
adınslv ov ueyain ig vor doxei n yosle avrig sivar, 
el dn xal Zorı us zosia, @g Ev ye rots —X— 
daun &yavn ovon. 
KAA. Eine uo, © Xaupspair, oovdeite tadıa 37 
Ziwxgarns n nailteı; 
XAI. ’Euol ulv doxet, & Kaikinisıg, Insppvas 
orovdaksıv' ovötVv uEevror 0lov TO KUrov dowräv. 
C KAA. Nn tovg Heovg ail Enıdvuo. sine pol, @ 
Zoxpatss, NOTEOOV 08 YPauEev vuvi onovdckovıe 7 
zalfovie; ei ulv yap onovödkeg TE Kal TUpyaveı 


Cha- 


s. zu 471 b. — £Elg Euvrov: eig 
zur Bezeichnung des Zweckes 
Kr. 68, 21,5. 0,449 d. — ö.un 

dnoßaveizn: s.zu 480 a. Ueber 
die Bedeutung von anodvnonsıv 
vgl. 469 b. — walıore: “am 
besten; wo möglich.’ Ueber uci- 
Aorta ur ..., e£ötun s. Kr. 


65, 5, 12. — ToLodrog: näml. 
rovnoos. — 
B. &ni...:s. zu 480 d. — 
—— tig: vgl. zu 456 a — 
Önxul ...: "wenn es schon 


auch nur irgend einen Nutzen der- 
selben gibt.’ 
tbetische der Aussage hervor. Kr. 
69, 17,2. Ueber x«d im hypoth. 
Satze s. zu 458 b. — 

sine wor: Kallikles tritt mit 
einem ähnlichen Gedanken wie P. 
(461 b.) in die Unterredung ein, 
nämlich mit dem Zweifel, ob S.im 
Vorigen seine wirkliche Ueberzeu- 


ön hebt das Hypo- 


gung ausgesprochen habe. 
rakteristisch ist dabei für K. die 
Ruhe der weltmännischen Ueber- 
legenheit, mit welcher er diese 
Frage an den begeisterten An- 
hänger des 8. richtet. — en0V- 
dafa ravra Zn malkeı: "sagt 
dies S. im Ernste oder im Scherze.’ 

Ueber den Inhaltsacc, s, Kr. 46, 
6, 3. Zu onovdafeı» und zul- 
keıv vgl. Phaidr. 234 d: doxo 
yao 00ı nulfeıy nal ovzl donov- 
dansveı. — Euol ubv: 8. zu 454 
d (ofopaı utv Eyaye). — ovobs 

gurav: s. zu 447 d. 

c. vn roos 9.: 5. zu 449 d. 
— air Enıd.: Das abbrechende 
ala (s. zu 449 a.) findet sich 
in raschen lebhaften Erwiederun- 
gen, sowohl affirmativen, aller- 
dings, freilich, ja (vgl. 449 a. 
466 c. 488 b.), als negativen, 
“nein, 463 de — gYauev: 8. zu 


481D TOPTIAZ. 97 


radre dAndij Ovre & Akysıs, Allo,rı n nuov 6 los 
avarsrgauuevos av Ein av Kvdounnv xal ndvıe Te 
Evavıla nodtrousv, @s Eoıxev, 1 & Ösi; 

ZR.Q Kuariinasıg, el un vu NV Tols dvdonzorg 
rados,; roig wiv aAlo ri, toig O8 KAAo Ti, TO KUTo, 
aid vis ucv Ddıov rı Emaays nados n ol aAloı, 00% D 
&v nv 6adıov Evöclkaoder to Erepm To Eavıod xd- 
Bnun. Ayo Ö' Evvondas, OT yo TE xal GV vüV Tuy- 
XEVOWEV TRUTOV TI NENOVHOTES, EoWvre Övo Ovre Övolv 
Exarepos, Eyo ulv ’AAnıßıadov re Tod Kisıviov xal 
Yılocoplas, av Ö} Tod re ’Adnvalwv Önuov xal Toü 
Ilvgılcurovs. alsdavouaı ovv Gov Endorore, xalneg 
Ovrog Ösıvod, HTı 6000 Av pi 60V ra maıdınd za) omg 


4170. — 68. . . 0movöagovze : 
s. Kr. 56, 7, 3. — Mo zı m: 
8.zu 455b. — 109 AVIEOTWY: 


Appos. zu nuor.. s. zu 459 e. 
(vV... dıdanonados). — zodt- 
rouey: Der Indic. wird durch 
den Beisatz og £oınev dem po- 
tentialen Optat. an Bedeutung 
nabe gebracht. xal tavıe, & 
nontrouev, Eoıne za Evavıla 
elvaı (fast = ein dv Ta Evar- 
tie) n & dei (näml. Nuds modt- 
zeıv). Zu wave ra Evavrıc in 
der bezeichneten Bedeutung ganz 
das Gegentheil’ s. Er. 50, 11,10. 
zu Prot. 317 b. n arı.: 
constr. & tois, —E un 
nv TaDog rı To adro, tois ubr 
— Tı, tois dr AAlo tı, Are 
zıs n. 6609 zı Enaoye nehog. 
Was den Menschen widerfährt 
(zog) ist der Art nach dasselbe, 
hat aber bei dem einen diesen, 
bei dem andern jenen Anlass; 
die Liebe z. B., bei allen dieselbe, 
hat bei dem einen diesen, bei dem 
andern jenen Gegenstand. Darum 
ist es möglich, dass einer den 
“Zustand (nadmun) des andern 
begreift. — 
Plat. Gorgias. 


D. ’Alxıßıadov: Ueber das 
Freundschaftsverhältniss des 8. 
zu A.s. zu Prot.309 a. — rov. RA. 
u. zod T.: näml, viov. C. 409. 
Kr. 47, 5,4. (Vgl. unten c: 10% 
IIvgılaunovg veavlav.) Von 
Pyrilampes sagt Pl. Charm. 158 
a. IIlvgıAaanovg tod 000 (des 
Charm.) $elov oddelg av. dv 
n green Atyeraı xalllov nal 
weit» dvg Öobaı elvaı, Öod- 
sig fusivog 7 nuga ueyav Ba- 
cılda 7 mag AAloy rıva av 
&v 7 nsien nesoßevav agi- 
s»ero, Auch sein Sohn Demos 
(in des S. Worten 700 re A. «ri. 
liegt ein unübersetzbares Wort- 
spiel. vgl. 513 b.) wird als selir 
sehön, aber auch sehr weichlich 
von Aristophanes (Wespen 97 ff.) 
erwähnt. — «lodavoucı 0. 00V 
...: 8 Kr. 47,:10, 10. vgl. C. 
420. Indem nun regelmässig ge- 
sagt werden konnte alsdavonat 
cov Or od dusacaı oder alota- 
vougt cov 00 dvvansvov, ist 
hier eine ungenaue Mischung die- 
ser. beiden Constructionen einge- 
treten: aloddronas gov Grı. 0V 
Övvausvov, aAla usraßalloue- 


7 


98 NTAATQNOZ 481 D 


Edv pi &ysıv, 0 Övvausvov Avrıläysıv, aAA av xal 
æciro usraßeAlousvov‘ Ev ze ij Enninole, Eav rı 000 
Akyovros 0 Önuos 6 Adnvalov un pi ovrmg yes, 
ustaßeAAousvog Adysıs & Exsivog Bovisran, xal mög 
töv IlvgıAaunovg vsavlav TOV #aA0v TOÜTOV TOLKÜTE 
Erspa nenovdag‘ rolg yap- av naıdınav Bovilsvunot 
te xal Adyoıg 00y olögr el &vavrıoücdeı, @ore, el tig 
cov Akyovrog Exdgrors, & dıa Tovrovg Asysıs, Havud- 
foı @g Arona Eorıv, iowg elnoıs dv avıa, el BovAoıo 

482 TXAnd Adysıv, Otı, El un tig navds Ta 6a naıdıxd 
rovrovu rov Aoymv, oVÖ} SU navssı zort raüra Adyav. 
voufe Tolvvv xal Xag Euod yomvar Erspa Tomüdre 
axovsv, anal un Havuake or Eya radra Adya, alu 
nv pıAocoplav, Ta Eua naıdıra, maUCov Taüra Ayov- 
oav. Akysı yag, 0 plAs Eraipe, del & vüv Euod dxovsıs, 
xal wol dorı rov Eriowv naudırav noAd nrrov Eu- 
zÄnarog" © ulv yag Käsıvlsıog ovVrog GAlors KAAmv 

B £ori Aöyav, n 62 gılocopla del av avrav' Akyaı 08 
& 00 vov Havudksıs, napjoda.Öb zul aurog Asyous- 


vov. Achnlich Apol. 37b. — Ta 482 A. zavosı.. 
zaudına: "Liebling; bezieht sich 
sowohl auf das athenische Volk 
als auf Demos. Ueber zaudına 
8. zu Prot. 315 e. — 

E. &vo xel xciro: "auf und 
ab, hin und her. s. zu Prot. 356 
d. — 6 Adnvalov: wird durch 
seine Stellung nach ö dnuos 
(vgl. zu, 451 a.) zu einer von 
Anuog 6 Ilvgılaumovg unter- 
scheidenden Erklärung. — un97: 
vgl. zu 450 d. — rooõroꝝ: 8. zu 
470d.und zu 452e. — roıaöüre 
!repu: anderes (Ereo«) derselben 
Art (roı@dre); wir pflegen in 
solchen Fällen nur die Gleich- 
artigkeit zu bezeichnen : “ergeht 
es dir auf dieselbe Weise. vgl. 
482 a. — ovy olog 7’ el &var- 
tuodohe: Wiederholung des obi- 
gen 00 Övvausvov avrıliyev,. — 


. A0yo» : 
8. Kr. 47,13, 7. vgl. C. 419e. — 
TAvOE .. . Aöyov: 8. Kr. 56,5, 
2. C. 590. Tadre deiktisch mit 
Bezug auf drone. — @ pille 
teige: ironisch traulich, wie & 
pille, TIore 465 d; o —* 471 
ä; ᷓ Eraioe 473 a5 ad plis 479 
d. — Zuninxrog: "unbeständig. 
Lys. 214 c. Tovg wanods uN- 
denore önolovg KUTOoVS 
avroig elvar wir —E— 
te nel aoradun rovg. — allore 
all» Aoymv: ‘Führt bald diese, 
bald jene Reden. Der Gen. äbn- 
lich wie in zjg adrns yrayums 
slvoı, Kr. 47, 6, 10. Ueber den 
Charakter des Alkibiades s. Ein- 
leitung, zu Prot. $.39. 8. 50,fin. 
B. &... Havuafas, zae- 
09% &%: Aus der relat. Fügung 
wird zu einem unabhängigen Satsze 


482 C TOPTIAZ, 


99 


vos. 9 oúvu Eusivmv EEElsykov, Omsp Aprı ZAsyov, g 
od To adıneiv Earl xal ddınodvre Ölanv un dıdovaı 
ancvrov Eoyarov xaxav‘ m el roõũro Ladeıs Aveisy- 
xrov, ud Tov xUva Tov Alyvaılov BEoV, 00 6oL Öuo- 
Aoynosı Kollınlag, @ Kuillaisıg, dAAd Ödapmvnası 
&v aravıı ro Blow. xaltoı Zywmye olucı, o BeArıors, xul 
nv Avpav uoı xgeittov elvaı dvaguoorsiv ts nal ÖLe- 
ꝓœvetv, al X000v @ yopnyolyv, zul nAslorovg dvdgn- C 
zovg un ÖuoAoyeiv wor aAA Evavıla Akysıv uähkov N 
"Eva Ovre dub duavıo dovupmvov elvaı xal Evavıla 
Atysıv. 

KAA.'Q Zoxgares, Öoxeig venvievsche: Ev Tolg 
Aoyoıg ag aANdüg Önunyooog @v' xal vüv raüra on- 


38 


übergegangen. s. zu 452d. Kal- 
likles verwundert sich über das 
Ergebniss des mit P. geführten 
Gespräches (480 f.), und doch war 
er während des Verlaufes des Ge- 
spräches (Aeyou&voıg, Part. Präs, 
8. zu 451 c. Kr. 56, 10, 1.) zu- 
gegen und hätte gegen vermeint- 
liche Mängel des Beweises Ein- 
sprache thun können. — &xsivnv: 
näml. 779 gıloooplav dEtley- 
Eov: 5. zu 468 a. — 0Onee d. 
&1.: “widerlege das, was ich eben 
sagte; in der durch ag sich an- 
schliessenden Erklärung folgt aber 
nicht der Satz, der zu wider- 
legen, sondern jener, der durch 
die Widerlegung zu erweisen 
wäre. — u& ... Deov: Seiner 
gewöhnlichen Betheuerungsformel 
(8. zu 461 a. fin.) gibt hier S., 
wohl nur scherzhaft, die Ausdeu- 
dung, als ob hierbei Anubis, der 
bei den Aegyptern vorzüglich zu 
Kynopolis verehrte, in Menschen- 
gestalt mit einem Hundskopfe ab- 
gebildete Sohn des Osyris und 
der Nephthys, gemeint sei. Erst 
in viel späterer Zeit verpflanzte 


sich auch der Anubiscultus nach 
"Rom und nach Griechenland. — 
od 00: öu. K.: Der Gedanke 
‘du wirst mit dir selbst nicht 
übereinstimmen, erhält durch An- 
wendung des Namens statt des 
Pron, der 2. Pers. (Kr. 51, 5, 
2.) und die unmittelbare Stellung 
des Voc. dazu, einen lebhafteren 
Ausdruck. vgl. Phaidr. 228 a. @ 
Doidos, si ya Baiögov (d. i. 
.ot) &yV0o, nal dunvrov Emulk- 
Anoucı. Mit der ganzen Stelle 
vgl. 466 e. — 
C. —7 yoonyoin»: s. zu 467 

d. (70V &. yonuarıouov %0.) — 
ahelotovg avdo. un öwol.: vgl. 
472b, e. — uallov: Nimmt die 
Comparativbedeutung von xg&it- 
zov wieder auf. Kr. 49, 7,5. — 
veavıevecheaL: "übermüthig sein, 
nach Art eines ungezogenen vea- 
vias. Phaidr. 235 & xal dpul- 
vero En wor vEenvıeveche Emı- 
Ösınvousvog og olog Te av Taura 
&oong re xal Erfomg Alyov au- 
goreows £ineiv Ggıora. Hor. 


a. p. 246. caveant Fauni, ne ni- 


mium teneris juvenentur ver- 


7* 


100 MAATRNOE 482C 


unyogeis tavrov na®ovrog TTGAMou nadog, onep Toö 
ylov xornyopsı mgos 0: madelv" Epn ydoe zov Tooç 
ylav dowrousvov vnö 000, £Eav aplanraı ag auröv 
un Emiorausvog va Öinaıe 0 ı7v 6nropınnv BovAous- 
Dvog uadelv, ei dıdakeı aurov 0 T'opylag, aloyvvdjvau 
avrov xal yavaı dıdaksıv dia ro Edos av avdow- 
Tav, Orı dyavaxrolsv &v ei ris un pain‘ dıa dn rav- 
nv nv öuoAoylav dvayaasdivaı Evavria aurov aurd 
eimeiv, 68 Öf avrO TOÜTo Ayandıv. xal 00V xursyeig, 
sg yE yo doxelv, Ogdag Tore‘ vov Öb malıv avrog 
zavrov roõro Enade, xal Eymye Kar MUTO TOUTO 00x 
&yayaı IloAov, Orı 001 Gvveywepnds To adızelv aloyıov 
E eivaı tod Adınsioder‘ dx Tavıng yap av rüs Omolo- 
ylag wvrög vo 000 Gvunodıadels Ev rolg Aöoyoıs dre- 
orouisdn, aloyvvdels a Evosı einslv. SU-yap To Ovı, 
® Zoaxguarss, eig ToLmüra ysıs Poprixa xal Önunyo- 


sibus. — dandas: “in Wahr- 
heit. 519 d. — Önunyogos: K., 
der selbst ein echter dnunyo- 
00g ist (vgl. 481 d. fi.), erklärt 
seltsamer Weise den S., den 
‚entschiedensten Antagonisten die» 
ser Volksredner, für einen sol- 
chen. — xal »öv: 8. zu 449 a. 
— Karnyoget: näml. 461 b. — 
oög 68: ‘dir gegenüber, d.i. in 
dem Gespräche mit dir. Kr. 68, 
89. 4. vgl. 0.467 C, b. — div 
... uaßeiv: “wenn derjenige, 
welcher die Redekunst erlernen 
will, zu ihm kommt, ohne das 
Gerechte zu wissen. — 

: D. 0 Toeyias: wird zu volle- 
rer Deutlichkeit wieder aufgenom- 
men, nachdem I’ogyla» voran- 
ging; ebenso das folgende aurdr. 
— - pavans dıö.: 460 a. — avrov 
ara: Ueber das pleonastische 
aüurdg vor dem Reflex. 8. Kr. 51, 
2, 1. — 08... dyanäv: vgl. 
461 ce. int. — noreyile: näml. 


Polos. — ag yE nor Öoxeiv: 

Ueber den absoluten Inf. mit @s 
Kr. 55, 1, 3. C. 564. vgl. zu 
450 b. — zöre: 461 b,c. — 
Tavroy roũro: und gleich "darauf 
xar’ auro roüro hebt nachdrück- 
licher den einen Punkt hervor, 
auf den Kallikles seine Entgeg- 
nung stützt, nämlich es sei wider 
Gebühr zugestanden, dass Un- 
rechtthun schändlicher ist als Un- 
rechtleiden. — 0%x Ayayar II.: 

lobe mir den P. nicht; bin nicht 
mit ihm zufrieden. Teber die 
Construct. 8. 449 d. — 0vVsz@- 
onae: 474 e3 475 b. — 

E. dx tavrns . . . öuoloylag: 
3. zu 477 c. — Sxeoroniaen: 
‘wurde ihm der Mund gestopft; 
eigentlich ‘der Maulkorb ange- 
legt. Doch zeigt die Verbindung 
mit dem davon verschiedenen Bilde 
ovunodıcdeis, dass die Grund- 
bedeutung zurückgetreten ist. — 
aloyvvhels . . . sineiv: "von 


- 


483 B TOPTIAE. 101 


gıxd, pacxav nv aAndsıav ÖLwxsıv, & Pucs ubv 00% 
dorı zahl, voum Öd. ws ra moAlda Öb radra Evavıid 
aAlnAoıg Eoriv, 7 Te pücıg xal 6 vuuog‘ ddv oVv did 
eloyvvnraı xol un roAu& Akysıv anso vosi, dvayad- 483 
Gerau Evarıla Akysıv. © xal 00 Toüro rò oopov 
xuravcvonxcòs xaxovoyels ev rots Aoyoıs, &av uEv is 
KORTO vonov Aeyn, Kara puoi⸗ üaſouνv, dav Ob va 
Tg Yvoems, Ta TOÖ vouov. WonEE aurlna Ev rovroıs, 
zo adıxsiv re xal ro adınsladaı, IIwAov ro ara vo- 
uov alayıov Akyovrog, vò ròov vouov Edınadtss xara 
yvarr. puoe udv yap ν aloxiov &orıv Oneg al 
KKLOV, TO adıncdadan, voum öf 10 adınziv. ovᷣod yabB 
avöpds Toüro y Earl ro zadnna, rò Adınetaden, aAR 
Gvöganodov zıvog, @ xpeirrov dorı Tedvavan n Ev, 
00r15 adınouusvog xa) zgonnkaxıböusvog „en oloors 
orlv avrös avıa Bondelv und? AAO 00 av andren. 
aAh, olue, ol rib eusvoi rooᷣs vouovs ol aadeveis 


Scham gehindett seine Gesinnung Gesetz’ Kr.68, 25, 3. — UTE- 


auszusprechen. Kr. 56, 6, 5. C. 
594. — eig Toraüra Kysıg P0Q- 
rin: ‚vgl.461 e. (@AR sig ra ara.) 
— YaoRmY . ..: vgl 457 e; 458 
.— a „Yvası .. : Erklärung 
zu roimũro ꝓoorudi %. d. — og 
za zoAle: "in den meisten Fäl- 
len; gewöhnlich. Kr. 69,63,5. C. 
4048. — PVBIS .. .vOWog: epexe- 
get. Appos.zuravra. Kr.57,10,3. 


483 A. dvanıla: näml. aüı® 
oder avroig: “widersprechendes. 
— toöro rö 00pör: Appos. zu 
ö. vgl. zu Prot. 313 a. — 0opo»: 
“Kunstgriff, gleichbedeutend mit 
söpLoun. — nanoveyeis dr rois 
Aoyoıs: ‘du verfähret unredlich, 
übervortheilst in deinen Reden. 
vgl. 467 b. den ähnlichen Vor- 
wurf des P. (oyerkıa Atyaıs val 
UNEEPUN.) — Rack vöuor: "mit 
Beziehung (in Hinblick) auf das 


ewroy: Unsomray heisst ' 80 fra- 
gen, dass man unvermerkt etwas 
anderes unterschiebt., — z«& vis 
Y.: näml. Aey- — adıine: 8. zu 
412c. — Troy d.... 9% 
cıv: d.h. du verfolgtest (benütz- 
test zu Folgerungen) das, was 
in Rücksicht auf das Gesetz ge- 

sagt wurde, als ob es vom Stand- 
punkte der Natur aus gesagt wäre. 
— 70 adıneicher: vgl. zu 467 
e. (ode . . ) — 


B. avdgög:‘ eines echten, freien 
Mannes ; im Gegensatze zu d#- 
doanodov, denn der Sklav be- 
findet sich nicht im Besitze der 
vollen Menschenwürde, er ist im- 
mer mals. — avde.t.: Das un- 
bestimmte rlg steigert noch das 
Verächtliche des Ausdrucks: — 
adrös auro: s, zu 482 d. — 
all: 8. zu 449 d. — of rıB- 


NIAATZNOZ 483 B 


102 


Avdommol sicı xal ol moAkol. mpög Rurodg 00V xal To 
avrolg OvupEpov Tovg TE vouovs Tidevraı al Tovg 
Cexalvovg Erxaıvoüdı xal ToUg Yoyovg YyEyovoıv, &xp0- 
Boüvrsg ToVg dopwusvsorepovg Tav AvdENWv xal Öv- 
vorovg Ovrag nAdov Eysıv, iva un avıav nAdov dyw- 
sv, wg alayoov zul Kdınov To nAsovsxteiv, xal ToüTo 
&otı to adınelv, ro nAdov av KAAwv Enreiv Eysıv" aya- 
a0 yap, oluai, avrol av zo Icov Eymcı YPavAorspoi 
OVTES. 
Aa taöıa 67 voum ulv roüro adınov xal alorg0v 39 
Akyeroı, to nAEov Emrelv Eysıv tav noAlov, xal adı- 
Dxsiv auro aaAodcıv‘ n 68 Ye, olueı, PVoıs auın Ano- 
pœlver auro, Orı Ölxaıov dozı TV duslva Tod yeilgo- 
vog nA8ov Eysıv nal TOV ÖVVvaratsg0v Tod alvvarw- 
teoov. Önkot 68 raüre moAlayod Otı ovrwmg Eysı, xal 
&v Toig KAkoıs fwoıg xal TÜV avdoanmV Ev oAcıg als 
xoAsdı aa) Toig yEvscıv, Orı 0Vra TO Ölxaıpv xErpı- 
rei, TOV xpElTıW Tod Nrrovog &oysıv nal midov Eysv. 


weyoL .. .s ist Präd. (Kr.50, 4, 

14), ‘die Schwachen . . ‚sind es, 
welche die Gesetze geben.’ 0.380. 
Ueber die Bedentung des Me- 


credo. — gavioregoı: näml, 70% 
ErODLEVECTEEDYV xl dvvaray 
övınv nAEoy Eye. — Onreg: 
s. zu 450 b. (0ov0as). — xaA09- 


dium zideodaL vouovs C, 479. 
— zoös adrodg: “in ihrem eige- 
nen Interesse. vgl. Kr. 68, 39,5. 

C. roqᷣs Enalvovg in. x. 
Toüg Yoyovg Yby.: “ertheilen 
ihre Lobsprüche und ihre Rü- 
gen. C. 400 a. Kr. 46, 5,1. — 
zcıtov Eysıv: "etwas (an Macht, 
Besitz, Ansehen u. dgl.) voraus 
haben. Gleichbedeutend damit ist 
nAcoventeiv. — xal Toüro . .: 
‘und darin besteht’ u. 8. w. — 
6 ... &yeıw: Appos. zu zodzo. 
s. zu 469 6. — ayaracı: "sind 
zufrieden’ — oluas: Nicht sel- 
ten gibt dies parenth. oluaı dem 
Satze ironische Färbung. Aehn- 
liche Bedeutung hat im Latein 


sıy: näml. ol zoAlol. — 

‚D. de ye: s. zu 448 a — 
adın: ‘selbst, an sich, nämlich 
in so ferne sie noch nicht durch 
Vorurtheile und willkürliche Sat- 
zungen verschroben ist, vgl. Kr. 
51, 6, 7 u. 8. — fooıg: leben- 
digen Wesen. s.zu 453 c. — Örı 
.. .: 'näml. dass es gerecht ist,” 
U.8.w. 8. zu 467 e. vgl. Kr. 57, 
10, 15. — Öönloi: “es zeigt sich.’ 
vgl. zu Prot. 329 b. Er. 61, 5, 
7. — Or 0010 T. d. x&x.: er- 
klärende Appos. zu OT 0drag 
zei. — rgeirrw: wie im vorher- 
gehenden Satze ausivo, gleichbe- 
deutend mit Övvazorspov ; da- 
gegen Nirrovog (und zei/g0v0g) 


484 A TOPTIAZ 


103 


enel role dınalg 1oduevos Beoens £xl vav Eildda E 
Zorpdrevaev n 0 none avrod dul Zuvdag 7 — alla 
uvola üv rıg Eyoı roimüre Akysıv“ AR, oluer, odroı 
Xar& PVcLv nv od dıxalov TaÜT« noKTToVG, xal vol 
pa Ale xara vouov ye rov ris Pvcsms, 0v uevroL long 
xar& Todrov, 0v nusig wÄdtrovreg Tovg Beitlarovg 
xal EpomusVvedtaTovg Nußv aurav, &x vEnv Aaußavov- 
Tss, WOrsp Adovras, Katenabovreg TE nal yonrsvovreg 484 
xuradovAovuusde Aeyovzeg, os To Gov xon Eysıv al 
toüro darı TO xaA0v xal To Ölnnsov. dav ÖE ys,. oluen, 
pvaıv lnavnv yEevnıaı Eymv Avio, Kavıa taüra dxo- 
0E10dusvog “al Ösagonkas anal bıapvyov, KATETaTNdaS 
TE NpETEp« ypauuara xal uayyavsvuara nal Erwöas 
xul vòououg TOUS Kap Pvaıv ünavras, Eravasrag ave- 


mit dövvarwzegov. — nola Öd. 

.: “mit welchem Rechte’ — 
—2 — S ...: Wie oben (470 d. 
ff.) P. seine "Meinung durch ein be- 
kanntes Beispiel begründen wollte, 
versucht hier auch K., ganz un- 
beirrt durch die Entgegnung des 
S. (471 e. ff.), dass dieses uQ- 
zugeicder kein &elöyzeiv sei, 
ein ähnliches Verfahren. — 

E. &nl ınv E.: Kr. 68, 42, 1. 
‘oder— (doch wozu noch 
weitere Exempel?) könnte doch 
einer u. 8. w. K., eben im Be- 
griffe derartige Beispiele mehr 
aufzuzählen, besinnt sich, dass 
wegen der allzu grossen Zahl der- 
selben specielle Anführung zweck- 
los wäre. — uvola: Kr. 24, 2. 
11. — dila: 8.214498. — 0V- 
or: näml. Xerxes, Daeios und 
alle ihnen ähnlichenEroberer. — 
vol na Ala: s. C. 643, 16. Kr. 
69, 34. — xol.. zard vouov 
ye...: und allerdings auch 
nach dem Gesetze, nämlich dem 
der Natur, freilich nicht (0% 
wEycoı) nach dem u. s. w. — 


— 7 — : 


mActrovreg: bezeichnet verächt- 
lich die Gesetze als willkürlich 
zusammengesetztes Machwerk, — 
&u viov: a pueris. Kr. 68,17, 7. 
C.453°b. vgl. E. Schultz lat. Spr. 
208.-— Auußavovres: "überneh- 
mend, näml. zur Zähmung und 
Abrichtung. vgl. Apol,18b. Dem 
Part. Anußavovreg ist xarend- 
dowzes u. yonr., diesem waradov- 
Aovusde übergeordnet: Acuße- 
vovreg narengdoney xal yon- 
revouev, KUTENKÜOVTES %. y. AO- 
tadovlovueda. Ueber xar« in 
nurengösıy (besprechen, incan- 
tare. Hor. Sat. 1, 8, 49), xare- 
dovAodchaL s. zu 472 a. — 
484 A. droosıodusvog: dO- 
oeleoH«ıist der gewöhnliche Aus- 
druck von Pferden, welche ihren 
Reiter abwerfen. Xen. Ryr. 7, 1, 
18. 64 Ennog — dmooste- 
zaı vov Köpov. Ebenso wird 
Öiagonyvvuı, von dem Losreis- 
sen der Pferde gesagt. Il. 8, 
506. os re rıg oTarög Ermog 
dnoornaas, Enl par deouor 
arogeon&uas Helm nedioo 


104- 


NAATZSNOZ 


r 


484 A 


gan Ösanoıng NuErepog 6 dodiog, zul Evraüde EbE- 
Biauye To tig puceng Olxasov. doxei dE uoı xal Iliv- 
dapos anso dya Adym Evöcivuodar Ev To aanerı, Ev 


T ⸗ (nd 
@ Asyeı OTi 


vouog 6 navımv Bacılsvs 


n 


Yvarav Te xal Adavarov' 


ovrog O8 dn, Peiv, 


Laysı dınaıav To BLaıorarov 
UNEETATE ysıpl‘ Teruaipoueı 
„Eoyoıoıv Hoaxidog, Errel anpıdras — 


Acyeı oũro a5" 


* \ FT 2 ⸗ 
rò yag Kane ovr Enioranaı‘ 


Aeyeı 


Ö’ Or ovre R NZ; dovros tod Impvovov nAd- 
Coato ras Boüg, Ws Tovrov Ovrog Tod Öıxalov puost, 
xal Boüs zul raAia xıiuare sivar navıa vov Beirio- 
vog TE xl xpElTToVog TE TEV yEıE0vaV TE “al NT- 


Tovov. 


xg00iv0v RTl- — vouovs Tovg 
zaed& Yvoıv: fasst in einem 
allgemeinen Begriff zusammen, 
was vorher durchSatzungen (yoap- 
para), Gaukeleien (nayyavev- 
kara, vgl. yontevovzeg), Zau- 
bersprüche (dnndds, vgl. xars- 
nadovres) im Einzelnen ausge- 
führt war. — dvepavn: Ueber 
den gnomischen Aorist s. C. 494, 
Kr. 53, 10, 2 vgl. zu 461c. — 
deondrng nu.: ist Präd. — 6 
8ovAog: Der bestimmte Gegen- 
satz zu deozorng ist mit Bezug 
auf das obige noradovloduede 
gesagt. — 


B. ö£ilauye: wie oben ave- 
pay. — Ilivöagog: Pindaros, 
der grösste griechische Lyriker 
(522—442 v. Chr.), aus dessen 
zahlreichen Iyrischen Gedichten 
mannigfaltiger Art wir noch 44 
Epinikien nebst kleinen Bruch- 
stücken übrig haben. Zu letzte- 


ren gehören auch die hier mit- 
getbeilten vier Verse. — OrL: 8. 
zu 451 a. — vonog 0...: Nach 
Bergk (Poet. Iyr. p. 277. Pind. fr. 
146) lautet die angeführte Stelle: 
vouos —X Bacıleug | 990- 
av ce nal daran |, ayeı 
dınaıay to Pıaıorarov | dx8o- 
tare yagi‘ renuaigonas | Eo- 
yoısıw Hocxltog Erel Tnovovæ 
Boxs | Kunioniov ‚ent, —W 
00% Fuovodtos | dvasınrag TE 
nal amgıdrag HAacev, — db Enl: 
8. zu 452 b. — 00x dwloragar: 
“kann nicht auswendig. vgl. Prot. 
339 b. — T’nevövov: die Sage 
über Geryones und ihre wahr- 
scheinliche Bedeutung s. Preller 
Myth. II. S.141 fi. — 


©. os T. Ovrog: vgl. zu 448 
e. — xal Boös.... .: Erklärung 
zu tovrov. vgl. zu 469 ce. — To 
To» y.: nachträgliche Bestim- 
mung zu xryuare. — 


= 


481 E 


40 


TOPTIA2. 105 


To usv ouv aAmd2s oũrcs Eysı, yvacsı ÖE, av En} 
ra usiko ERS &acas n07 pıAosopiav. pıAooopia yap 
toi Eorıv, ᷓ Zuxgarss, zaplev, &v tig @Urod uerpimg 
ohnreı Ev ch nAınia‘ dav 6} nsguıreew Tod Öeovrog 
&vöiareiın, drapdopa Tv avdpanuv. Edv yao zul 
zavv EUpUNS 5 xal MoPpW rüg MAılag gYıAocopjj, 
Avayın navımv ünsıgov yeyovkvar Eoriv, av yon Eu-D 
Eip0V Eivaı rov ueAlovra naA0v xayadov zul EVÜO- 
xıuov Eosodaı avdpa. ul Yap TV vouwv Arsıpoı 
yiyvovraı av xard nv nodAıv, val av Aoymv, olg 
del 1EmwEvov OuıAeiv Ev roig Ovußoieloıs tois avdoewW- 
os al löle ul Önuocie, xal av ndovov rs xal 
Exıdvuov rov avdgwnelov, nal ovAAnßönv Tav 7d0v 
Kavranasıv Ansıgoı ylyvovraı. Ensidav ovv EAdmoıv 
sis rıva lölev n noAırızyv meäfıv, xarayliocroı yl-E 
yvovraı, GOREE Ye, Oiuaı, ol moAırıxoi, Ensıdav av 
eis Tag vusregag Örarpıßas E2Admoı Hal Tovg Aoyovs, 
xarayeinorol eiaı. ovußalveı yap 10 tod Evgınidov‘ 
Auuzoos T Eorlv Enaorog &v Tovro, nanl our Enelyera, 


78n: “endlich einmal; Aus- 
druck der Ungeduld. vgl. 458 b. 
(döpev non yalgeıv aA.) Aehn- 
lich im Lat, tandem. — zupfer: 
vgl. zu 479 b. — nlınla: hier 
“Jugendalter. — reouıregw toV 
dtovrog: vgl. Tac. Agr. 4. Me- 
moria teneo solitum ipsumnarrare 
se in prima juvenla studium phi- 
losophiae acrius ultra quam con- 
cessum Romano ac senatori hau- 
sisse etc. — xal 0000 .. .: 
Man erwartet statt der copula- 
tiven vielmehr die adversative 
Satzverbindung, oder statt n]) das 
concessive @v. — 


D. doriv: ist gegen die son- 
stige Gewohnbeit hinzugesetzt. s. 
zu 450. — 709 uällovıa .. . 
£aeodaı: “wer ein angesehener 


Mann werden soll! — 17) 
nayadov: s. zu 470 c. — xora 
rt. rx0A.: Ueber die Bedeutung 
der Pıäpos. s. Kr. 68, 25, 1. C. 
459 B, a. — dv rois ovußo- 
Acloıs: “im Verkehre (eigentl. 
‘in den Verträgen). — toig &v- 
Bownoıs: von Öpıleiv regiert. 
Kr.48, 9. C.436 2. — Q@reıgoı 
ylyvovsan: Man beachte die nach- 
dräckliche Wiederholung. — 09: 
näml. &reıgoı yevohısvor. — 


E. xaroyzlaoroı yiyvovran: 
mit Bezug auf 474 a. (yElore 
nageiyov ath.) — diargıßas: wie 
studiaim eminenten Sinne von’ wis- 
senschaftlicher Beschäftigung.’ 
Apol.33c; 41a. Theaet. 172 c. 
noög Tovg Ev gılooopia al 
n roıdde dıareıß7 TetgauuE- 


106 


TTAATQNOZ 


484 E 


veumv To nAelotov nufgag rovra wEgos, 
IV aurög avrod ruyyavs Beitısros av’ 


485 0nov Ö’ av padiog N, Evrsüdev psUyer xal Aoıdogei 


[9 8 re . > 6 e - e 14 
roũro, rò Ö Eregov Exaıvel, EUVvVol« N) EavTod, NYoV- 
uevog oVrag avrog Eavrov Enaıvelv. aAh, olyaı, TO 


oePoTaTov darıv Auporigwv weraoyeiv‘ 


pıÄAocoplas 


usv 060v nulösiag yagıv xaA0v werkyev, al 00x al- 
01009 usıgario Ovrı pıAocogyeiv' Ensıdav ÖL Nön noE- 
oßvrsoog @V Avdopmnog Erı YLAocopf, KarayEiactonv, 
B@ Zoaxgparss, To yejue ylyvaraı, anal Eymys ÖuoLoTe- 
rov NACYW EOS TOVÜg gLA0OG0WODVTRS WONTEO EOS TODg 


vovg. — vovg Aöyovg: bezeich- 
net das in dıareıßdg Besagte 


noch genauer. vgl. Apol. 37 c. 


— 0 tod E.: 5. zu 465d. Zu 
den angeführten Versen des Eu- 
ripides gehört gewiss schon ein 
Theil der Worte Aaumoos . 

önelyeroı, wie schon der Aus- 
druck und der noch erkennbare 
Rhythmus beweist, wahrschein- 
lich: Aaungög 8’ Exuorog aarl 
rodr Eneiyeroı, veumv ati. Die 
Verse sind aus der Tragödie An- 
tiope' (Fr. 183 Nauck), von wel- 
cher nur spärliche Fragmente 
überliefert sind. Der Reichthum 
des Euripides an philosophischen, 
zum Theil tief gedachten Sen- 
tenzen erwarb demselben, trotz 
mancher Mängel der dramatischen 
Composition, den Beifall des So- 
krates und die bevorzugende Ach- 


tung der ee Politeia 
8, 568 a. 00% &r TE oe 
dl ÖAmg —8 orei elvaı 


xal ö Evgınlöns —R &v 
— — : worin — adrög 
KUToV . Der Gen. des Re- 
flex. beim Superl, dient zur Be- 
zeichnung des höchsten Grades, 
den eine Person erreicht, vergli- 
chen mit sich selbst (daher œ vᷣ- 
Tög «vrod; vgl. 2u 482 d.), d.h. 


indem eine ihrer Eigenschaften 
oder Thütigkeiten oder Entwick- 
lungsstufen mit ihren eigenen übri- 
gen verglichen wird. Kr. 49, 9. 
Xen. Mem. 1, 2, 46. eide cos, 
8 Teotxdeis, Tore ovveyevöun?, 
Ore ÖsIıyoraTog 0KVTOd TadTE 
n0d«. 8. zu Prot. 350 b. — 
485 A. 70 ö’ Eregov: näml. das, 
worin er sich stark fühlt. — &U- 
vola r. . : "aus Eigenliebe. Ueber 
den. Art. c. 385 a. Kr. 50, 8, 1. 
— odrog: näml. durch das Lob 
des Faches, worin er sich aus- 
zeichnet. YıLoooplag wer: 
constr. naRdy (ſori) ueraoyeiv 
gılocoplas, 0009 naıdelag ya- 
quvu (näml. dort, ylyvsraı. Kr. 62, 
1, 4), ‘so viel, insoweit, es der 
Bildung halber geschieht. vgl. zu 
Prot. 312 b. — xal .. . gpılo- 
cogpeiv: vgl. gılocopla yao xri. 
— neıganio öyrı: näml. zıwl 
oder dvdogmrno@ (s.zu 456 d) ‘ 86 
lange man noch Jüngling ist.’ 
— 76 gojue: bezeichnet ver- 
Achtlich (etwa ein lächerliches 
Ding’) die Beschäftigung mit 
der, Philosophie. vgl. unter b zı- 
%009 Ti yonjum. — 
yaye 0. zdoym: "esmacht 
auf mich ganz denselben Ein- 
druck’ — Goneg: correlativ zu 


485 D TOPTIA2. 


107 


weihıfoukvovs xal nalfovrag. OrTav uv yap maudlov 
Ida, @ Zrı ngoaması Ö1aAdysodar ovro, eilıfousvov 
xal naikov, yalom te xal yaplev woı palvercı xal dAsv- 
Dipıov xal ngEnov ıf tod naıdlov nAınla, Orav O8 
Vapas ÖLaksyousvov nasdauplov dx0UCm, XiXE0V Tl woL 
doxel yojua slvar zul dvd uov ra wre zul nor doxsl 
ÖovAongenes tı elvar’ Orav dt avögog dxovon rıs bei- 
Aukousvov n nalfovra Ögd, xarayeiactov palvsraı nal C 
&vavöpov wal ninyov ükıov. Tadrov oUv Eymys Toüro 
Aæcdoxdo xal mEOS ToUg PLAooopoüvras. apa vin ulv 
yap ueıgaxlao 6gWVv Yılocoplav ayanaı, Kal mpENEV 
got doxsi, xul nyoduas EAEUDEg0% tıva &lvaı TOüToV 
zov LvdomnoV, tovÖt un yıAosopoövre «vehsudegov 
xal oVÖenorE ovdevòs, — ERVTOV oVTE AaAod 
obrs yevvalov modyuaros‘ Orav Ö8 Ön noeaßvrEE0VvD 
ido Zrı gilocopoüvze xal un anrailarrousvov, nin- 
yav not doxei non delodaı, @ Zwugares, oüros 6 Av. 
ö ‚yao vov om EAsyov, INEENE ToVTo To avdgune, 
KRV NAVv EÜPUNS 7, avavögg yevkodaı pevyovzu Ta 
uEoa ig noAswg xal Tas ayopas, &v als Epn 6 noıy- 


dem Adj. öuoıdzarov. vgl. Kr. 
69, 64, 1. Prot. 327 d. (dv zois 
TOLOovT, 015 Krdgmmorg yeö- 
uſsvos, DOmMEQ ol ara.) — Ypel- 
Arfousvov xal zaifov: 'näml. 
stammelnd’ u. s. w. (8. zu 467e.) 
Die erklärend hinzugefügten Präd. 
steben mit blosser Berücksichti- 
gung des Inf. dundeysodaı im 
Acc. ungeachtet als Subj. der 
zu wg007x8ı construierte Dat. J 
vorangeht. Kr, 55, 2, 7. — 60- 
Poõg —R — "das Gegen- 
theil von peldıföusvor. — dov- 
Aongsnes tu: im Gegensatze zu 
‘d18vDEgLov. Der widerwärtige 
Eindruck kommt daher, dass sol- 
che über dasKindesalter hinaus- 
gehende Fertigkeit nur durch eine 


naturwidrige, der Erziehung des 
Freigebornen 'unwürdige Dressur 
erzielt zu werden pflegt, nicht 
durch liberalis institutio. — 

C. xarayeluoıov palveran: 
“erscheint es lächerlich, nänml. 
zo erilteodaı nal raltsın. — 
&yapıı: vgl. 449 d. — &evde- 
009 va: 8. zu 456 a. — 

D. unanallarröusvov: näml. 
zjs pılooogplag: 8. zu 470 c. — 
nön: 8. zu 484 c. — vrdozeı 
.. . Kravdoo yaveohaı: Kr.55, 
2, 5. vgl. zu 4790. — To uloc 
... @yopag: Ueber die Verbin- 
dung vgl. Hor. a. p. 245. in- 
nali triviis ac passe, Jforenses. — 
ö zomeng: ar &oynv wird 
Homeros “der Dichter genannt. — 


108 


NHAAT2QZNOZ 


485 D 


ng ToUg Avögag apınpaneis yiyvsodaı, KatadcdvxoTı 
ö8 10V Adınov Biov Bıavaı were wergaxiov Ev yavla 
zoLBV 7 Terragmv Jıdvolkovra, EAsvdEgov ÖF xal were 
Exal vEavırov undenors pdeysaodar. 

’Eyo ö£, o Luxoares, robg 0 Enızindg Exo pi- 4 
Aunds —R ooͤ⸗ NENOVdEVRL „vov 078 6 Zudos 
ugög Tov Atiplova o 0 Evgınidov, oöüæso &uvnodnv. xal 
yap Zuol toraür ürra dnkoysrar xpög ab Akyaıv, ola- 
ep Eusivog npOg TovV adeApovV, Orı dueisig, 0 Zuxgu- 
tes, @v dei 05 dmimelsioden, xal pvaıv Yuris @dE 


Tovdg ürdong .. .: „Auspielung 
auf Il. 2, 440 An. oUna eidoso 
—XR z01!n010 006° ayog&wy, 
Ivo 7 avöges agımgenesg TelE- 
Hovoıy. — xaraösdvnorı . . . 
&v yavlg: "in einem Winkel ver- 
steckt. Das Verächtliche dieses 
Ausdruckes zeigt dieVergleichung 
von Politeia 9, 579 b. xaradedv- 
nos aut] olala ra roll og yvvn 
£1. — yıdveigovra: ein verächt- 
licher Ausdruck für dsadsyous- 
vov oder YıAocoyodvra. YıdV- 
eitsıv wird von dem Zwitschern 
der Schwalben gebraucht, das 
ein übliches Bild für leeres Ge- 
schwätz ist. — 

E. veavinov: 
lich, eigentl."jugendkräftig. Poli- 
teia 6, 503 c. venvinol te nal We- 
yalongeneig zag dıavolag. — 
pFtygaoder: im Gegensatze, zu 
Yıdvolgovre. Phaidr. 241 e. non 
£nn pPeyyouaı. Hor. Sat. 1, 4, 
43. cui mens divinior atque os 
magna sonaturum etc. — Enı- 
eng Em gpılmnag: satis (be- 
ne) amicus sum. Ueber &rısızög 
zur Verstärkung eines Adj. oder 
Adv. vgl. Prot. 349 d. Cicero 
Brutus 21, 81. bene magna pars 
muri. Dass diese Erklärung des 
K. ungeachtet der unmittelbar 
vorausgehenden harten Ausdrücke 


“tächtig, herr- 


aufrichtig gemeint ist, sehen wir 
aus dem freundlichen Empfange 
im Beginne des Dialogs 447 a. ff. 
— odreg duvjodnv: näml. in 
den oben (484 e.) aus der 'An- 
tiope angeführten Versen, welche 
Zethos, der Sohn des Zeusund der 
Antiope (s. Odys. A, 260 ff.), zu 
seinem Zwillingsbruder Amphion 
spricht. Für das Verständnis des 
Folgenden ist zu merken, dass 
Zethos, in dessen Rolle sich der 
das sogenannte Praktische aus- 
schliesslich anpreisende K. ver- 
setzt, als ein thatkräftiger, gei- 
stigen Bestrebungen abholder Held 
geschildert wird; während Am- 
phion in der Sage als ein Sänger 
gleich Orpheus erscheint. — pol 

megyeran 7. 0. Atysıv : ‘es 
kommt mir in den Sinn u- s. w. 
Ueber den Dat. (statt dessen auch 
der Accus. steben kann) s. Kr. 
48, 11,5. — 6rı: 8. zu 451 a. 
— —2 ...: DieVerse, auf 
welche hier zunächst Bezug ge- 
nommen ist,lauten nach A.Nauck’s 
Conjectur (Fragm. trag. Gr. p. 
329): ... dueleis @v 0E pgoV- 
zigeıv —** vpænᷓs Exor ya 
ads yevvalay yvoıv | yuvaıno- 
uluo dLangemeig uogpanerı b. 
Kovur dv —A— — 
Dog Önılmosıag odr Allmv Ü- 


TOPTIAZ. {09 


486 B 


yevvaiav usıganı@da tiv) HLargErsig uoopauearı, va 486 
ovr dv Öluns Bovicicı nE00HEl’ dv ögdaÄg Aoyov, ovr 
elxòog av xal nıdavov Adxoıs, 0VN Unto KAAov vea- 
vırov Bovievua Bovisvonıo. xulroı, @ plAs Zuxgares 
— xal wor undtv aydeodijs‘ -evvole yag Eodıjon — 
00x aloyg0v doxel 001 eivaı odrwg Eysıv, ag 2yo 08 
olueı Eysıv nal Tovg aAA0vS ToVs TO0EW del YLA0co- 
pias 2lavvovras; vov yag el Tıs 000 Aaßousvog 7 
&AAov ÖTovoVV Tav roLodrmv eig TO ÖeoumrngLo0Vv ane- 
yayoı, pdaawv abızsiv undtv adıroüvre, olod Orı oUx B 
av Eyoıs 0 Ti Emoao oavıo, aAk lAıyyıong av nal 
xacuso 00x Eywv 6 ti einoıs, nal eis To ÖixaornigLov 
avaßas, HAaTnYOEOV TUYWV navv Yaviov xal uoxdn- 
000, anodavoıs &v, ei Bovioıro Favarov 001 rıudohe:. 
xailtoı HS G0P0V TOÜTO Eorıv, © Zwxgpareg, ei rıg EvVpvi 


- 


eo | vEnvınoV Bovisvun Bov- 
AEV0NL0 Ti. — 


486 A. dıamgensis: die allge- 
meine Bedeutung “ inmitten ande- 
rer sichtbar sein, hervorstechen,' 
die gewöhnlich i im lobenden Sinne 
gemeint ist, ‘sich auszeichnen, 
wird durch usıganımdaı als Ta- 
del charakterisiert. Transitiv, wie 
an vorliegender Stelle, falls sie 
ganz vollständig ist, ist dıarzee- 
zzeıy sonst nicht nachzuweisen. — 
Adxoıg: poptisch, besonders dem 
ıragischen. Sprachgebrauche an- 
gehörig (Soph. Ant. 1094), be- 
sonders häufig bei Aischylos und 
Euripides; vergleichbar ist im Lat. 
crepare, Hor. art, p.247 caveant 
Fauni,neimmunda crepent dicta. 
— nos undiv dy9.: nimm mir 
nichts übel. s. Kr.48, 8. 46, 5, 
9. vgl. Prot. 314 d. — ‚edvole . 
..m 7: : "aus Wohlwollen ge- 
gen dich. . Das poss. Pron, an- 
statt des object. Gen. des perso- 
nalen. s. Kr. 47, 7,8. Apol. 20 e. 


Od. A, 202. @Al« we 060g re no0- 
os [6 Sehnsucht nach dir’). 
Hvuoy Krnvga. IN. z, 334. — 
ToVg &AAovg, ToUg, 2.1 8 Zu 
451 a. — zopgw &. gıl. Elav- 
vovzag: ‘die es in der Philoso- 
phie immer weiter treiben” Denn 
K. verlangt, es solle uerolog und 
nur &9 7 mlınia geschehen (484 
c), nur 0009 radeias yaoıv (485 
a). Ueber zooeE@ mit Gen. s. Kr. 
47, 10, 4. C.415. — 00 Aaßo- 
uevos: Kr. 52, 8, 2; 47, 12. C. 
419b. — ddneiv: näml. o£. Kr. 
55, 2, 6. Ueber die Bedeutung 
des Präs. ddınsiv s, zu 447 b. 
vgl. 479 e. — 


B. 00% &v dr... cavıa: vgl. 
Krit. 45 b, — eig rò dın. ave- 
Bag: vgl. ‚Apol. 33 d. — rvgwr: 
unter avaßag subordiniert, — 
Dœrcir ou go tıuäohteı:, bei dir 
auf Todesstrafe antragen. Kr.47. 
17. 22,1. C..421, Apol.36b. — 
xalroı arA.: Die Euripideischen 
Verse lauteten wahrscheinlich : 


118 TAATQ2NOZ 486B 


Anßoüca reyvn para Edmne yelpova, ufte avıov aura 
Övvansvov Bondeiv und’ Enowocaı dx av ueylormv ıv- 
Övvav umrs &avrov unts KAdov undeva, vo dt av 
CErdo0v negıoviächa, räcav ıyv ovolev, areyvüg 08 
arıuov Eiv &v 17 woAsı; Tov Ö& Toiodrov, gl Tı “al 
aygoıxorspov eipjodaı, Zbsorıv En) #0gEn5 TUnTovra 
un dıdovaı Ölanv. al © Yard, duol neldov, madcaı 
Ö’ 2Adyyav, neayudıov Ö sünovolav PALEIR va oxer 
—XX Öoksıg poovelv, KAAoıg TE xouya TadT apeis, 
elite Anpnuara xon pavaı eivaı eire PAvagiag, EEE 0v HE- 
D votoıv Eyaaroınyasıg Öouoıs‘ emAov 00% EAEYyovrag Av- 
dgas ta ua tadra, aAR ois Eorı al Blog nal doka 
xal aAAu HoAld dyada. 
22. Ei xovonv E4ov Eröpgavov nv vuxiv, * 
Koadikhsıs, 00% av oleı us Rousvov EVpEIV rourouvu ri- 
va av Aldov, n Basavifovsı TOV ygvoov, nv apl- 


nög y&g 00op0» TodT Eorıv, ‚de 
tig Evpvn | Außovoa zeyvn põor 
Ednne zyeloova. — OS copor 
...: s. oben a — Ednne: im 
poet. Sprachgebrauche = &xo/nos. 
Ueber die Bedeutung des Aor. 8. 
zu484 a. — ToV uey. Kı9Ööd- 
vov9: wo näml. das Leben auf 
dem Spiele steht. — zsgL0vAd- 
o#«ı: abhängig von Ed nne. s.zu 
448 c; nv ovolav 8.0. 402, Kr. 
47, 13, 10. — 


C. ec... elonodar: vgl. 
zu 462 e. — Efsorıv... .: Im 


nal Öo&eıg pgovein, | GXURTOY, 
“gar yiv, roıwwiors Emiore- 
Tor, | akloıs ro nouu rœor 
—X copiouere, | &E @v XEVOl- 
cıv Eynaroınnosıs donoıs. Die 
Worte, welche K. für oop/oue- 
ra substituiert, Anonuare, pAv- 
aglag "unnützes, albernes Zeug’ 
(in diesem Sinne wird Angog und 
YAvoola oft einzeln oder ver- 
bunden gebraucht), und selbst die 
Wahl (eire-site, vgl. 468 a), die 
er zwischen diesen gleichbedeun- 
tenden Ausdrücken gestattet, cha- 
rakterisieren seine ganze Verach- 


Deutschen mit Umkehrung des 
Begriffsverhältnisses ‘kann man 
Ohrfeigen geben ohne Strafe zu 
leiden — AR’... 2uol zeiov 
xtri.: Die Verse des Eur., dieK. 
für seinen Zweck umgestaltet, lau- 
teten wahrscheinlich (s. A. Nauck 
1. €. 8. 331): 412 duol mıdoö" 
| zavonı uslodar, nolsulav ö’ 
evuovolav | Koxsı" ToLadT deLde 


14 


tung der Philosophie. — 


D. ra uırga tadra: näml. die 
Gegenstände philosophischer For- 
schung, gegenüber den wichtigen 
Fragen des Staatsmannes. Ueber 
rede 8. 452 e. — Plos: Le- 
bensunterhalt, Reichthum. — 

el xovonv.. .: Scharf con- 


trastiert mit der Leidenschaftlich- 


487 A 


TOPTIA2. 


111 


ornV, xpös Yvrıva EusAAov ng0GaPyayWv Kurnv, ei wor 
ÖuoAoynasısv Exelvn nalds — — 
ev elosodaı Orı Inavog Eym xal ovöEv uoı dei AllngeE 


Pasdvov; ; 


XAA. Ilgög ti 6% roõũr dgwräs, @ Zuxparss; 
Zn. Eyo 00. &g@' vüv olumı Eyo ool Evrerugn- 
#05 Towvro Spuaio Evrsruynadvan. 


KAA. Ti 4; 


ZR. Ev old Or, av wor oðᷣ —Q8B egl ν 
n éun vurü dobefer, tadr ijon Eorlv avıa raAnd7. 


&vvoo yap, Ori TOV neAAovro Pasavıziv lxavas vuxñs 487 


zegı Oedsg Ts Eoong xal un tola &gu dei &ysıv, & oV 
xavee Eysıs, Emiornunv re xal EVvoLaV nal NapENOLaV. 
&yo yap moAloig Evrvyyavo, ol £&ub 00x olol re eiol 


Basaviksıv, dia zo un 0opol elvaı honsg 0V' 


eo 
ETEROL 


d} oopol uEv eloıv, 00% E&dElova ÖdE uoı Adysıv ıav 


aAndEsıav dıa To un xndcodal uov öonso 0V°' 


keit des K. die sichere, ruhige 
Ironie des 8. — Tovzav T. 7. 
Mor, n P.: d.h. znv P«oavor, 
“den Probierstein. — 9 aglornv: 
epexeget. Appos. zu zıva. — Zuel- 
409: so augmentiert Platon durch- 
aus (vgl. Kr. 28, 7,1. C. 234 A.). 
Ueber die Verbindung mit, dem 
Inf. Fut. 8. zu 459 e. — aurnv: 
näml. 779 Yuınv. — 


E. fnavag Ero: "dass es mit 
mir befriedigend steht, dass ich 
mich dabei beruhigen kann. — 
ovdiv: eigtl. in keiner Hinsicht, 
also “durchaus nicht. 8. zu 475.d. 
— 001 durervynmnas: Kr.47,14, 
2. vgl. c. 437. Prot. 309 c.u.d. 
— avıa zdındn: ‘die Wahrheit 
selbst, die reine Wahrheit. vgl. 
zu Prot. 309 a. — 


487 A. Baoanısiv... .: “eine 
Seele prüfen ob sie gut lebt oder 


[4 


zo 68 


nicht.‘ Dem Sprachgebrauche an- 
gemessener wäre Paoawıeiv Ypv- 
— zeol Tod Vedas iv. — „real 
un: näml. öedas. — tola & &o«: 
Die Annahme, dass die genann- 
ten drei Eigenschaften erforder- 
lich seien, wird durch &ex als 
Folgerung aus der Wahrnehmung 
dieser Eigenschaften bei K. be- 
zeichnet, die dann im Folgenden 
(487 b) ausführlicher von ihm auf- 
gezeigt werden. — £&miormunv . 

..:"näml. Kenntnis un. s. w. vgl. 
zu 467 e. Ueber den Gedanken 
vgl. unten (b. fin.) wenaldevonı 
atk. — Edvorav: mit Bezug auf 
485 ©. piAınog xl. und 486 a. 
evvole tn 07. vgl. b—d. — nog: 
ensi«v: Mit feiner Ironie be- 
zeichnet S. die vielfach beleidi- 
genden Tadelreden des K. als 


‚den Ausdruck freundschaftlicher 
Freimüthigkeit.’ 


— od 89. 88: 


112 NAATQNOZE 487 A 


Elvo rads, I'opylas re xal IInAog, sopò ubv xal plio 
B £or6v duol, Evössorepm 6b napeneias nal aloyvvrngo- 
teom uäAAov Tod Ödeovrog' nag yap 0v; @ ye eis To- 
covrov alayvvns EAnAvdarov, wors Öıa TO aloyuve- 
09a ToAud Exdrspog aurav avrog avro Evavıla Akysıv 
evavriov noAldv KvdEWTnV, Xu TaÜTa MEpl TOV uE- 
yistav. au O8 raüra mavra Eyeıs, & ol alloı oUx E- 
yovor‘ nenaldsvoal rs yap inavas, ms noAlol dv pr- 
oaıev ’Admvalov, ul Euol el evvovs. Tivı Texumgio 
yosueı; &ya 00: pw. old vuäs Eyo, ® Kaiklalsıs, 
Crerzagas Ovras Koıvmvovg ysyovorag Hoplas, ofrs xal 
Tioavögov rov "Ayıdvatov zul "Avdgmve rov 'Avdgo-- 
tiovog al Navaızvönv 70V KoAnpyeu' xal notre VYuov 
&yo Ennanovoa BoviAsvousvov, weygı 0201 r7Vv Goplev 
acanreov ein, Hal olde Orı Evixa Ev dulv rotdôs ris 


L 


Ueber dieStellung des ds s. Kr. 
69, 16. I. — 

B. ävössoregm d. zape.: Kr. 
47, 26, 6. C. 414, 2. S. bezieht 
sich auf den Vorwurf des aloyv- 
veohaı, den P. dem G. 461 b., 
K. ebenso dem P. 482 e. gemacht 
hatte. Wenn P. Aeusserungen noch 
ein Ergebniss der Verschämtheit, 
so tritt dadurch des K. zaee7- 
oia in ihr rechtes Licht. — u@A- 
iAov: 8. zu 482 c. — &lg TO00V- 
zov aloy. EAnl.: eo usque vere- 
cundiae progressi sunt. Kr. 47, 10, 
3. Apol. 25 e. — avrög ade: 
s. zu 482 d. — dvavriov vol- 
109 &vOg.: angesichts vieler Leu- 
te, vor vielen Leuten. Kr. 48, 
13, 4. Minder sorgfältig gewählt 
erscheint das Wort in der unmit- 
telbaren Nähe des in anderem 
Sinne zu nehmenden &vavılı. — 
neol Toy neylorav: wiees auch 
K. sefbst 481 c. (el udv yao orov- 
dußeıg ri.) ausspricht. — raüre 
sata: die vorher aufgezählten 


und im nachfolgenden wiedernach- 
gewiesenen (zeraldevonı, &uol 
el eUvovs, xl UN9 TageNoL«- 
—3 drei Eigenschaften. — 
yavg: s.zu 486e. — ag Hol- 
Aol . . .: Nach der gewöhnlichen 
Ansicht der Menge ist K. ein 
gebildeter Mann, der sich mit 
Philosophie 6009 zaıdsiag xa- 
g2v (485 a) beschäftigt hat; Eu. 
ornun erkennt der Platonische S. 
ihm so wenig als demP. (4418 d; 
471d.) und G. selbst zu, wieder 
weitere Verlauf des Dialogs zeigt. 

C. Tioavdgos r. Ap.: Tisan- 
dros ist uns sonst ebenso unbe- 
kannt als Nausikydes. Andron 
wird Prot. 315 c. in der Gesell- 
schaft des Hippias "aufgeführt. 
(vgl. Prot. Einl. 8.41) Apkidnai 
war ein Demos der Aiantischen, 
Cholargos ein Demos der Aka- 
mantischen Phyle. — #vix«: "trug 
den Sieg davon, d.h. ‘wurde als 
die beste anerkannt. vgl. 456 a. 
— dv dulv: vgl. 451 b. dv ro 


4875 TOPTIA42. 


113 


Öofe, un p0dvusiode: sig iv dxoißeınv pılocowerv, 
all sviaßsicdn nugsxsisvsche aAlrAoıyg, Onag unD 
rege ToU Ösovzog Gomparspoı ysvousvos Anders dıa- 
HdapEvisg. dns 0UV cov dN0U@m Taüra Enol Gvußov- 
Aevovrog, 2.27) vol osœvroũ Erausgerarong, Inavov yoi 
Texuguov &orıv, Or ag aAmdag nor süvoug ei. zul 
pav OT vs olog zaggqsuisahes xal un aloyuveoder, 
aurög TS YnS »ul 0 Aoyos, Öv OAlyor zodrsgov &Agyss, 
OuoAoyst ao. dys IN ovrwal H7iov Orı Tovrmv zepı 
vuvi‘ dav rı 00 £v voig Aoyoıs Öpoleynang woı, ße-E 
Baoavıanevov roũt non doras Inavos dr Euod TE nal 
soo, xul ovxdrs adro Hsr7oes 48 KAinv Bacavov ava- 
p£peıv. OU yap Gv Hors AUTO GvvsyWondag Ob oVrE 
ooplas Evösig oür aieyuyns zapevaie, 000 av ane- 
zov Eub ovyimpisas GV‘ plAog yap poı 8, ag al 
aurög ps. Ta Ovrı ovv 7 dun xal on ömokoyiu relog 
10n Ebsı vis aAndslag. ndvımv Ö8 xaikloon dasiv n 
ox&yıs, @ Kulllaisıg, aspl rovrov wv 0 ön wor Exe- 


dumm. — tordds rıg: "ungefähr — &yeı ön: Der Beweis für den 


folgende. vgl. zu 448 e. (rodæ 
zıs). — eis rnv axolßerav: "bie 
zur äussersten Schärfe und Ge- 
nauigkeit. — 


D. 80x rov Ösowrog: vgl. 484 
e. — yapxıı.) — Önas 
. Anoete: s. zu 480 a. — 
Taeigordrag:, amicissimis. &tai- 
eos nimmt wie amicus adjectiv. 
Steigerung an. Phaid, 89 d. oüg 
av r ijoctto Olxsıoratovg Te 
nal Eraugorarovg. — [navos uoL 
tenumgıöv dorıv: schliesst den 
durch zivı rexunglo zowucs be- 
gonnenen Beweis der edvoL« ab. 


— ol unv: 8.zu 452c. — Ort. 


ye olog z.: "dass du im Stande 

bist freimüthig zu reden. Kr.55, 

3, 5. C. 601. vgl. zu 452 0. — 

un alayvveodaı: 8. zu 487 b. 
Plat. Gorgias. 


486 e. &v poL cv ar. ausgespro- 
chenen und im folgenden da» rı 
6o xri. wieder aufgenommenen 
Satz wird hiermit als abgeschlos- 
sen bezeichnet. — 6nAo» orı: 8. 
zu 448 c. — 


E. avro: ist Acc. — dvape- 
geıv: ergz. Auds. — iv... 
SUvETWeENDag : ‘du würdest es 
mir sonst nicht zugegeben haben, 
versetzt in die Zeit, wo die Ein- 
stimmung unter beiden schon er- 
reicht sein wird. — gllos.... 
gs: vgl. 485 e; 186. Die auf- 
fällig wiederholte Berufung des 
S. auf die freundliche Gesinnung 
des K. verräth, wie wenig ernst- 
haft es damit gemeint Bei. — 
tBRog . . . aAndelag: “wird das 
Ziel (den entscheidenden Ab- 


8 


114 NAATSNOZ 488 A 


tiunoag, Xolov rıva yon sivaı rov Avdpa al vl Enı- 
488 1ndsvsıv xal uErpL Tod, xal mesaßUrsp0v xal vaors- 
00v Ovıa. &yo yap el rı un 0EFÖS KEKTTa xara ToV | 
Biov rov duavroöd, ù ladı toüro arı our dxav dia- 
uoepravo AA anadle vi Euf' au ovv, wonse Hol | 
vovdsteiv we, un anoorig, Adi Inavog wor Evdsıkaı, 
ti Eorı Toüro 6 Enırndsvsdov wor, zul Teva TEONOV #n- 
oelunv av avro, zul ddv us Außns vöv ufv 001 Öuo- 
Aoynoavıa, év Ö} zo Vordem 100v@ un Tadra zpar- 
Brovza Aneg @uoAoynda, Navv ve nyodv fAüxa sivar 
xal unxéri mors us Vouderjang Voregov, sg undevög 
aEıov Ovra. EE orig dE yoı Enavalaßs, ms ps To 
Ölxcıov Eysıv nad OU xal Illvöagos TO xara pVcırv; 
üysıv Pix Tov xpelıın Ta TÜV nTrrov@v xal Apysıv ToV 
BsAtio av xsıoovmv aal Adov Eysıv rov auslvm Tod 
paviorsgov; un Ti @AAo Akysıs To Ölxaıov eiva, N 
0Edg ueuvnuaı; 
KAA. Aka vadra EAsyov xal vors xal vöv Adyo. 43 
22. Ilorsgov O8 rov avrov BeiArln xulsig GV xal 
Cxeslrra; ovot yap Tor Tore olog T n uadeEelv oov Ti 
Hors AEyeıs. MOTEOOV TOVg loyvgoTepovg xpsltrovg xu- 
Asig xal dei anpoaodaı Tod loyvgordgov TOÜg a0d- 
veorepovs, olov vor doxelg xal rote Evdsinvvoder, @g 
al weyahcı moAsıg Ent Tag Guıxpag Kara TO Pvos Öl- 


schluss) der Wahrheit erreicht r. 9.) — nallllvdagos: 484 b. 


haben’ — zovrmw ar: s. u — zo KAaTE 9: epexeg. AppoB. 

452 a. — zu To Öinnıov. — Aysıs Pig. 
488 A. nal mosoßuzegov...: dass näml. u.s.w. vgl. zu ‚450 

mit Rücksicht auf die von K. b. — un tı...: Ueber en als 


aufgestellte Unterscheidung 485a. Fragewort s. Kr. 64, 5, 3; 69, 

— noto vovdsreiv: Kr. 56, ö, 38. C. 608. — 

1. C. 594. — dav us Aaßns.. dıla: 8. zu 449 a. — nal vor! 

d.h. “wenn du findest, dass ich “und jetzt noch’ — 

u. 8. w. Kr.56, 7,2. — C. 1: Kr.38,2, 1. — nodeiv 
B. og u. d. övıa: Ueber das 60V... .: Kr.47, 10, 8. vgl. 

Part.mit og s. zu 448 0. (oGxso zu 449 e. (oög acuvovzag.) — 


— — — — 


488% TOPTIAZ 115 


xarov Epyovrai, orı xgelrtovg elol xal loxvuoorsourt, 
to -10 xgslreov zul layvoorsgov aul Peitiöv TavroV 
ov, N Eorı Beirlo ulv elvaı, Niro O8 nal Addeveors- 


00», xal xoscero ubv elvaı, wordngoTEEoV dd‘ 7 6 au-D 


ròs dgog ſSorl Tod Beirlovog xl tod ngsirrovog; Toürd 
por auro oavũs dıogL00V, Tadurov:n Eregov darı TO 
xgsittov nal ro Peirıov al TO löyvgossgor; 3 

KAA. AX &yo 001 days Aeyo, OTI TadToV Bern. 

ZN. Ovxoöv ol noAlol Tod Evög xoelrrovg eiol 
æxcro ꝓuvou; ob 67 xul TOVg vouovg videvra En) zo 
vi, Donee Hol av dpri cacyss. 

KAA. Toꝙ yao od; 

22. T& av noAAav ãos vontux Ta TÖV xg8T- 
vovau &£oriv. 

KAA. Havv ye. 


ER. Odaoöv ra Tor BeArıovon ; ol yag xoelrrovsn 


Beitlovg rov Kara ròov 00V Aöyov. 
KAA. Net. = Ä 
Zn. Obnoöv To TOVTOV voniua Kara PVcıvaaid, 

KOEITIOVOV YE OVIOWV ; 

XAA. Di: ' ' 
.ZR.’Ao oü⸗ ot woAAol voulkovan 0VTRG, ds Korı 


oxgoKcheı: "auf sie hören; obe- 
dire, dicto audientes esse. — Tore: 
483 d. — &vöstnvvoder in der 
Bedeutung eines Imperf. Kr. 53, 
2, 9. C. 491. — dm) zug... 
Zoyovren: s. au 483 e. vgl. das 
lat. aggredi. — os... 09: weil 
(nach ihrer Meinung) ‚das Ueber- 
legene . . . dasselbe ist. s. zu 
448 e. Ueber den Acc. eines 
Part. nach @s (so constrniert, 
als ob statt og ein Verb. des 
Meinens, olouevaı o. &., gesetzt 
wäre), 8. Kr. 56, 9, 10. — 

D. Toöro uoL auro: “grade 
dies’ Ueber die Verbindung die- 


ser Pronomina zur Ankündigung 
eines Satzes ‚vgl. z. Th. Kr. 57, 
10, 11.— rovg — riſevræs: 
8. zu 483 b. — dal ı. £&.: ‘Für 
(in Beziehung auf) den Einen; 
indem özl mit Dat. auch allge- 
mein, ohne gerade feindliche Ab- 
sicht auszudrücken, die Person 
bezeichnet, auf welche „sich eine 
Handlung bezieht. — dere: 483 
h, e. — ra rov nollav ... .: 
insofern “die Menge dem Ein- 
zelnen an Kraft‘ überlegen’ ist. — 
E. na@ra öV 0. Aöoyov: 8. zu 
454c. — pnul: 8. zu 454d. — 
Ilnnov elvaı .. .: 483 c. — 


g* 


116 


HTAATRBNOZ 


189 A 


au au Eisysr, Olnasov slvas 30. loow dysıy mod aisyuov 


189 76 Adızely 700 ddınsladanr;, darı Tauza.n 09; mul Orag 


un aldtası dvraüde Ed aloguvouswog‘ vopikowow, N 
0%, ol zoAAol 70 Lagr- äysıv SAX om ro KAkov dhaason 
slvaı, aa} algyıow To adınzin Tod dösueigdarz ug Bone 
poı axoxglvacdaı roüre, Kalkiyirs, u, du war ÖpO- 
Aoynens, Reßraiappaı non Rap. ao, Ars IKawoy av- 
doös dıayyavar BnadorgRözes. 

KAA. AX ol ys noAlol youlfougm oyrasg. 

ZR. Ob vouß@ üpu uauov darin alomen 79 adı- 
xstv tod adınslodeı, ovOL Alaama vg iaay Eysım, are 
Bxal pvos' Gore anıvdvvevss 09% dAndA Adyaı dv Toig 
zoCadEu ovöL Onftüg Euod zargpogsiv Adyazı, OR Evav- 
tiov datlv vonog xal puots, & 07 xal dyo ywoog 
xuxovoy® &v rot Adyoıs, Eav uEv Is ya PrARDı Adyrı, 
du) rov vonov Ayarı, dav EL zig Kara ou yonov, Eul 


nv Quo. 


KAA. Ovrool &vne oV navderaı YPLvapmiv. 


vol, 0 Ziaxomrsg, oda, wlayuva, tnlinaüzeg GV, 0v0- 


‚, Ouare Impsvov, xal Eav rıs biuanı dudgen, Fgpaov 


roũſũro noı0Vdusvog; Zus yag oleı aAko rı Adysıv-ra nestt- 
rovg slvaı 7 vo Beirlovg; ou maicı OL Adyo, Ars vav- 


489 A. Onmg un @Amosı: "dass 
du hier ja nicht ala verschämt 
(enfY erschämtheit) ertappt wirst!” 

eber Orag un mit dem Ind. 


Fyt. (vgl. zu 480 e. ) zur Bezeich-. 


nung einer dringenden Aufforde 
rung 8. Kr.54, 8, 7. vgl. 0. 553, 
A. — un phone... : Auf wie- 
derholtes Fragen (de 09.2.5 
karı ravza 7 00; vouigovaır 

.) zögert K. mit der Antwort 
‘aus Verschämtheit!” daher. die 
Aufforderung, die Antwort nicht 
vorenthalten’ zu wollen, u — 
ve. — Beßaıaonucı αοα CoD: 
“damit ich durch dich mich (in 


meiner Angicht) bestärke; von 
dir Bestärkung erlange. Kr. 68, 
34, 1. G, 465. B, a. vgl. z. Th. 
Er. 59, 5, 1. — il: 8 zu 
449 a. — 

B. ityov: 482 e. ff. — urxoug- 
ya .. .: mitBeziehung auf 483 
A. — 

odrool KAvne...: vgl. zu 467 
b. — tmAimoUrog : ‘so alt.’ s.zu 
466 a. — —* 8. zu ABO b. (od- 
vos). — Örauare Üngevor: 
“Jagd auf Worte machen, Wort- 
krämerei oder Sylbenstechereitrei- 
ben, övoue, Wort, dnn«, Aus- 
druck; andie schon bei Plato sich 


sind44 


KEIE 117 


zöv au sivar vo Bhherovaal ro agsterovs: 1 oleı us 
Ayan, eav ovowsrög ovAleyjj dovihv Hal Kavrodc- 
xöV avdoorwmv undevös ablov Av ioos T& —R 
lsyvelsacdeı, zul ovras Yyıaw fern, radte elvar vo- 


TOPTIAZ, 


BAR; 
89. Eiev, W Sopmrvars Ruldlndeıs' odre Adysızy 
KAA. Ilevv ubv oo. D 


ZR. AM Eyo ulv, @ Önıuovıs, xal wurög waAas 
tordto TosoUrov rl GE Asyzıv TO xpebrrov, zul dvs- 
EWTo. yAıyousvog Vapag eldEvaı 6 Ti Adysız. 0% yap 
Önxov 0v yes Tovs ÖvVo BeArlovg nyss vov Evo, 0VÖL 
tovg coug dodlovs BsArlovg VoÜ, Orı lsyvporepot eleıv 
Nov. alle Kulıv EE apyhg eine, ve more Adyaıg todg 
Beitlovg, dnssön ooð Tods loyvporipoug; zul @ Hav- 
nase REadTEpOV uE npoößdaens, Iva un Kroporyon 


xaga 00V. ” 


. KAA. Eigovsve, o Zonpares. 


findendegrammatischeBedeutung, 
—R Nomen, 6nju« Verbum, 
ist bier nicht zu denken. — 0% 
zalcı 6. A.:, mit Rücksicht auf 
488 d. — @ oopwrare: schon 
der) Super]. verräth die Ironie. — 
nıuovıE: 8.zu 469 c. Öaı- 
—* heisst, was den Eindruck 
macht, dass es von eiuem Gotte 
veranlasst und aur durch göttli- 
ehe Einwirkung erklärbar sei. 
Daher nimmt die Anrede @ daı- 
- udvıs die mannigfachsten Fär- 
bungen der Bewunderung, des 
Erstaunens, des Vorwurfes, des 
Spottes (wie hier), der zärtlichen 
Licbe u, a. an. — arsgara: ‘wie- 
derhole die Frage” Kr. 68,46, 9. 
vgl. 451 c, dvsglodnı. — ön- 
20V: 8.2u447d. — loyvoozegol 
eloıy: naml. zusammen, wie 
der Context beweist. — zalır 
d& dogs . . .: vgl. 474 c. Abye 


Ön wor ath. — moMOtEE0V 8 
zo.: vgl. zu 487 a unter zap- 
enoiav. Aelhnlich sagt 8. Euthyd. 

302 e. Eu, o Aıovvoodnge, &d- 

pnusı Te nal un yalenag ue 

roodiduone. — moodldanons : 
eigtl. “befördere durch ‚Lehren, 
ist wie mehrere mit 7.00 zusam- 
mengesetzie Vorba vom Simplex 

Öldöaoxe an Bedeutung nur we- 

nig verschieden, da 00 hier kein 

neues Moment hinzubringt. Hipp. 
mai. 291 b. du} 009 noodiöuexe 

C belehre mich’) sad dun» zagın 

aroxgivov. Soph. Phil. 538. 1015. 

— KNOPOLENOO 8. 6.: wie p6s- 

rcẽv der gewöhnliche Ausdruck 

vom “Schulbesuchen' ist (s. zu 

456 d.), so bedeutet anogporrar 

das‘ Wegbleiben aus einer Schule. 

(vgl. Kr. 68, 46, 6.) Passend stimmt 

das Wort zu ‚rgoöldaone, wie 

auch zu copwrase (c. fin.) und 


HAATRBNOZ 2895 


118 


ZR2. Ma rov Z580V, ® Kakklukars, * cv XEDuE- 
vog nokia vor dm eipmvsuov TE0g WE GAR id sine, 
— Aéysiſę vous Peirlovg eivas; 

. KAA. Tovs pelvoug ‚syays. 

ZR. Opüs & ügn, ori oð wörög Ovouara Asysız, ör- 
Acts O8 oVÖEv; oux £psig, tous Beirlovg"xal xeslt- 
TOVg FMOTEEOV Todg Ypoviuwrsgovg Adyaız 7 @Adovg 
tıväs; 

KAA.’Alia vol ua Ale tovrovg Adya, nal Opd- 
dpa yE. 

2. ToAAdxıg 200 eis yoovav uvoiov un P00- 
vovvrav xosſirrov dorl xara rov 00V Aoyov, xul tov- 
Tov &pyeıv del, Todg Ö’ Koysadaı, xal aAdov Eysıv rov 
&erovra TOv Koyoufvov' roüro yap uos doxsis Bov- 
Asodaı Akysıv — xal 00 Gijuari Impsva — el o eig 
ToV uvelov xgElırov. 

KAA. ’Aika aör Eorıv & Adyo. toüro ydg olums 
&yo ro Ölxavov elvaı Yvosı, 10 BeiArlo Ovra xul PEo- 
vIuoTEgov Kal npysv nal nAlov Eysıv Tov gYavko- 
teomv. 

B ZR. "Eye 01 avrod. rl nors au vOv Akyaıg; dav45 
3v TO adr® auEv, Wornee vüv, moAlol aPE001 Av- 


490 


zu der ganzen Erklärung 486 e. 
ff. S. spielt den lernbegierigen (vgl. 
noodidacxe und 486 e. ff.) Zuhö- 
rer des K 

E. ua 10% Zndov: 8. zu 484 
e. Da Zethos ein Sohn des Zeus, 
also ein Heros war, so fällt ein 
Schwur bei ihm um so weniger 
auf. Die verneinende Antwort 
(00x Eyoys, näml. elgwvevongn), 
zu deren Bekräftigung ud z0% 
Z. dient (Kr. 69, 34. ©. 643, 16.), 
ergibt sich aus dem Zusammen- 
hange. — sigmvevonv: ist ebenso 
ironisch, wie ob. d. «iX äyo... 
*08irrov, denn K. meinte es ja 


mit seinen aus Euripides entlehn- 
ten Rügen ganz ernst, — [9 
eine: vgl. zu 449 d. — ovoe. 
090 uar« Atyaıg: bezieht sich auf 
b. Ovouara . IngEvor. — 
00% £geig: die Frage im Sinne 
einer dringenden Aufforderung. 
Kr. 53, 7, 4. vgl. s. Th. C. 499 
A. — val ua Jia: 8. zu 483 e. 
— xal op. ya: 8. zu 447 a. — 
490A. un PEOFOUFTMY: 3.zu 
457 a. (m ZEWuEVOL). — xare 
tov 6. A.: 8.5u 4540. — ridov 

$yew: 483 0. fl. — 
ev: mit Bezug auf 489 b. An. — 
B. ce dn avrov: halte hier 


490 D TOPTIAZ. 119 


Homro:, xal nulv 7 Ev nova moAld oıtla zul more, 
anev Öb zavrodamol, ol uv Öayveul, ol Ob aahevelg, 
els ÖF juav 7 Poovsumrsgog AEEl Tadra, laroös @v, 
n 08, olov sixog, tov ulv layjvgorspog, av dl dods- 
veorspog, AAO TI. N oßros, YPEOVIUMDTEEOg Nav DV, 
Beitiov xal xoslrrnv Zora eig Taüre ; 

KAA. IHavv yes. 

ZR.’H 00V Toviwv zov aıriov nAdov nucv &x-C 
zdov euro, Orı BeArlov Earlv, 7 To ubv &oysıv mavıa 
dxsivov Ost. veusıv, Ev 08 To avamlonsıv Te avra al 
xerarenodaı sig To Eavrod Ouua 0m mÄsoVeXTnTeov, 
sl un neiisı nmoücdear, aid av uiv wAkov, tov Ö 
Elarzov exıdov‘ dav O8 vorn KEvVTOV „a0deveoraros 
@v, zavzov ‚Hayıovov to PBeirioreo, © Kuikixisıs ; 
057 ovrag, © yadd; 

KAA. IIeol oıla Adysıg xol nova aal largoüg aal 
pAvaptas' &ya Ö8 oo taüra Asyo. D 

22. IIöregov 00V Tov Pooruitsoor BeAario A8- 
yas; padı 7 un. 


(«drov Adverb.) ein! 8. zu 460 
8. — 89 TO auto: "an demsel- 
ben Orte. — @oneg vor: Auf 
die zahlreiche Versammlung, wel- 
che sich neben den Unterredenden 
im Hause des K. befand, wurde 
such 455 c. und 473 e, hinge- 
wiesen. — zoA4ol 90001: "viele 
beisammen. Repbl. 6, 492 b.orav 
Evyaadefausvor &Hoooı oAlol 
eig dnninalag xrl. Kon. Anab. 
5, 2, 1. ol Kolyoı moAlol 200» 
EB odon. 7, 3,9. — zegl tadza: 
näml. oızia nal zord, — ‚olov 
eixog: ‘wie es natürlich ‚st Kr. 
62,1,3. vgl, zu 450 a. (avayın). 
_ 210 zı n: 8. zu4b5 bb. — 
sis teöra: "in Beziehung auf die- 
ses (Kr.68, 20, 8), was vorher 
durch zsgl raüza bezeichnet war. 

C. zo u. &eysıw: "deshalb 


weil er den Vorrang hat.’ Ueber 
den causal,. Dat. 8. Kr. 48, 15, 
5. C. 439. &oysıv ist synonym 
mit BeArio elvaı. — av nis 
zAgov.. .: mit Bezug auf coy 
wi loyugorepog, av Öl doße- 
veoregos. — To Pelrioro : näml. 
Enteov dorl. — 00% odrTwg: ergz. 
Eye. — meol oıtla...: K. 
rügt die Gewohnheit des S. in 
philosophischen Erörterungen die 
gewöhnlichsten Dinge des alltäg- 
lichen Lebens zur Erläuterung zu 
gebrauchen. s. zu 491 a. Ueber 
Atysıy zeol rı: ‘die Rede dreht 
sich um . . . vgl. Kr. 68, 33, 2. 
u. 4. C. 466, ©. — 

D. xal pivaopiag: “und der. 
gleichen albernes Zeug. 8. zu 
486 c. — gaddı N u: näml. 
padı, "bejahe oder verneine es; 


120 
KA4. "Eyays. 


NAATRNOZ 


490 D 


EN. AA 00 16V Beirio widov Okt &yauv; 

KAA. Ov olav ys 0008 norav. 

22. Mavdavo, all iomg ineriov, zul det Tov 
Upavraazarov ufyıozov inazıov Eysıv zal wAsloıa zo) 
aarAlıora AUMEIOREVOV repueven; 


KAA. IIoiov luetiov; 


ZN. AAN eis dnodjune Oilov Ir Öst wAsovex- 
E rsiv Tov ppoViuWraroV elc Teure zul Böiriorov. ror 
Oxvrorouov laws uerısıa det vrodjuare za wAstore 


vnodsdeuevov 


a2. 


NEQLNarTEiv. 
KAA. Ilote vnoönuere; 


pAvapeis Eymv. 


AAR El un Te Tode Aeyeıs, [a0g ra roade‘ 


0iov yEmpyızöv Avon eEl yiv poOVıU0V re Kal naAov 


sage ja oder nein!’ s. zu 454 d. 
— wavdavo: “ich verstehe, 
näml. deine eigentliche Meinunz. 
Aehnlich 447 d. fin. — lueuie»: 
ergz. mAEov deiv &yeıv zöv Bel- 
tim Akyaıs. — TöV Vparuınd- 
Tertov: "derim Weben tüchtigste.’ 
vgl. zu 455 b. (6 dnrogındg). — 
MATTE x. nallıora: ergz. Lud- 
Ta. — zolov luoriov: “was 
faselst du nur von Gewändern” 
quas tu mihi vestes narras? d.h. 
von Gewändern kann hier gar 
nicht die Rede sein’ Im Gesprä- 
che wird durch nwolog das vom 
Mitunterredner gebrauchte Wort 
bald mit Spott, bald mit Entrü- 
stung als unstatthaft zurückge- 
wiesen. Kr. 51, 17, 12. Theait. 
180 b. Zoxo. dir olueı, co 
FOLAVTA Toig uad'nraig Ent 0xo- 
Ans podgovar. ..@208wg05° 
Hlolois uadnteis; oud} yiyve- 
TC TaOv Toiovımv (näml. av 
Hoanisıreiov) Erepog Erdoov 
kadnıns. Der Gen. steht in 
Uebereinstimmung mit dem obi- 
gen al long luoriov, und die 


Ellipsis ist in derselben Weise zu 
ergänzen. — eig vr.: s.oben zu 
b. (eis teöra). — Hnlov Or: 
8. zu 448 c. — wisoventeiv: 
— nleov Eysıv. 

E. rovgeo. eis taüre: näml. re 
vrodnuera; “der sich am besten 
daraufversteht. — Vrodnuare... 
vrodsdeuevov: "mitden grössten 
Sandalen bekleidet. (S. zu 467 d. 
tv d. Yonuarıoao» yo.) Die 
Fussbekleidung der Hellenen, de- 
ren allgemeine Bezeichnung vro- 
Önuare ist, bestand in der Regel 
nur aus Sohlen. — zegızareiv: 
gleichbedeutend mit dem obigen 
reguuivor. — @iAvaeeigs Erw: 
“du faselst unaufhörlich, Kr. 56, 
8, 4. (wobei zu bemerken, dass 
sich diese Verbindung fast nur 
mit der 2. Pers. Sing. findet). 
Phaidr. 236 e. ri Ödnta- &xov 
org&p&:; "was spreizest du dich 
noch immerzu? vgl. 497 a. — 
t& vordde: deiktisch, ‘die Dinge 
folgender Art, solcherlei’—olo»: 
s. zu 450 c. — zepl yijv: vgl. 
b. ppovıumregog epl Tavre. 


41 A 


TOPIIAE. 


121 


xal dyadov, todrev dn laws Ösl nAsovsxteiv Tov OrsE- 
udtwv xal og nAslsro oxkouerı yojeder eis ryv av- 


Tov yıv. 


KAA. Rs asl tavra Alyaıs, & Zourgares. 
ZR. Ob uovov Ye, @ RKallinisıg, dAAE va) nepl 


TOV Kur. 


KAA. Nnrtoüg Heovs, areyvag yes del axvrdag ve 49i 


xal zvaplas nal uayslgovs Adyav zul largovs ovölV 
KavEL, Dg ZEEl Todrmv nuiv Ovra tov Aoyov. 
ZR. Ovxodv 60V Egeis zeol Tivav 6 xpelttwv TE 
xal Yeovıumrsgos mAdov dyav Öıxalag mwAsovextei; ij 
oũrs Euod Gmoßaikovrog aveksı odrT aurög 2gsis; 


— x0l0r nal ayad0V : bezeich- 
net hier den höchsten Grad der 
Tüchtigkeit in dem Fache, näml. 
der Oekonomie. vgl. zu 470 e. — 
zovrovön . . .: "der Landmann, 
welcher... ., der nun muss u. 8. 
w. Das Pron. fasst nachdrück- 


lich die vorausgegangenen Eigen- 


schaftswörter nochmals zusam- 
men. — og del : "wie du 
doch immerfort un. s. w.; dem 
Sinne nach gleich dem obigen 
givagsig Eyxuv. Ueber das ex- 
elamat. os s. Kr. 51, 14, 1. — 
03 K0909 ye: ergz. Tadra Akyo. 
Ucber dasverstärkende ye in be- 
jahenden Antworten vgl. zu 447. 
— oArd nal...: Aehnlich und 
mit eben so scharfer Ironie, wie 
an unserer Stelle, entgegnet 8. 
bei Xen., Mem. 4, 4, 6. dem 
Sophisten Hippias auf seine spöt- 
tische Bemerkung: #rı yao 0d 
dusiva Ta adra Akysıs, & &yo 
aan morE 00V NRovoR;... 
O0 uövor del za avıa Adyo 
dild aa) repl av auray. od 
ö toos dıa TO moAvuadns elvaı 
zeol TOV adrov odddnore Ta 
auraißysıs. Der eigentliche Sinn 
des rauza Atysıv wird aus 482 
a. (7 dt gıAocopia xrA.) klar. — 


491 A. anvreag te wol... .: 
vgl. zu 490 c. Symp. 221 e. el 
EIS Tıs TV Zoxodrovs d- 
Aoveıv AOYMv, Pavsicv dv navv 
yeloloı TO TEWToV. ÖVovg ya 
navdnAlovg Akysı nal yalxsag 
Tıvag nal Oxvrorouovg xal Bvo- 
oodEyag, nal del dia Tav ad- 
zov Taura galvernı Akyeıv. 
DOTE Kneıgog xal AvonTog dr- 
Pomnog nüs dv av Aoym» xu- 
taysAcdosıe ati. Xen. Mem. 1,2, 
37.'0 83 Kortlag, "Alle tovög 
toi 08 antyeotaı, Epn, Ödenosı, 
& Zmxedıng, TOV oxvreov aa 
TOV TEXTOVav nal Toy yal- 
nEov‘ xl yag olucı adrodg 
Non nararsrpiphar diadgvAov- 
BEVoOUS vo 000 %rl. — ovdkv 
navsı: Ueber ovdEv s. zu 463 
a. (unösv alayvvdels). Der Be- 
griff von oVötv waveı ist nach- 
drücklich durch &el nochmals be- 
zeichnet; ebenso 517 c. — as . 

. Ovza ròr Aoyov: 8. zu 488 c. 
— 00x00» 00 foeig: 8.zu 489 e. 
0 ‘du selbst” — zeol rivov. 
.. zieov Eymv: eine seltene Con- 
struction statt veol tive, — &u00 
or. avsker: "willst du es dulden, 
dass (wenn) ich es an die Hand 
gebe’ (näml. durch die oben er- 


122 ITAATQNOE 191 A 


KAA. AA Eyays nal nalaı Adya. noWrov ulv 

ToUg xeeltrovg ol eicıv 05 exvroröuovg Adya ovök 

Buayslpovs, dA od dv eis ra Ts moAemg noAyuaTe 
HpdVıu0L Mcıv, Gvrva dv TE0n0V EU olxolro, xal un 
uovov goovınoı, adAAd al Avdgstor, Inuvol Ovres & av 
voromcıv dnırsisiv, nal un anoxauvwoı dia urkaxlav 
ns Yurns. 

ZR. Oods, ů Beirıors Kuiklaksıs, @g 0V ravra Ab 
ov T E&uod xarnyogeig nal dya 00Ü; av ulv yao Zub 
ps asl taurd Adysıv, al udups: wor" Eyo Ö3 00Ö 
zovvevriov, Orı oVdEnors tavr& Adysız nepl TOV &U- 
zov, alka rord ulv rovs Peirlovg rs al xositrovg 

Crovg loyvgporepovs weifov, audıg H: Todg ppoviuarE- 
00vS, vv Ö’ ad Eregov rı Nreıs Eymv‘ avögsıoregoi 
tıvsg Uno 000 Akyovıas ol xgeitrovg nal ol Beirlovg. 


wähnte Induction). vroßaiksıv 
tivi tu „jemanden etwas unter- 
schieben’ Ueber avtysodal tıvog 
(wo der Gen. meistens mit einem 
prädic. Part. verbunden steht) s. 
Kr. 56,6, 2. Prot.323a. Apol.31b. 
— daR: 8. zu 4498. — xal nd- 
Acı: “schon längst. Kr. 69, 32, 
19. Dem Gedanken nach vgl. 

489 c. — rovg xoeltrovg of el- 
cv: ungefähr gle'chbedeutend 
mit rovrovg, ot xg8lırovs eloiv 
Lysis 214 a. 00 gavimg dno- 
pærvouerot mepl Tov pliov ot 
tvyyavovoıw Ovres. Vielleicht 
soll der an sich nicht nothwen- 
dige Zusatz of? elcı den Nach- 
druck geben :‘ die es wirklich sind.’ 


B. uoxysloovg: mit Beziehung 
auf das 464 d. ff. von S. nach 
seiner zu a bezeichneten Bitte 
gewählte Gleichniss.. — sis za: 
e. zu 490, b. — un uòovov PO.: 
d. h. ol &v un uovor pedvınor 
B0LV. — vonomoıv: "was sie sich 
in den Sinn setzten.” Ueber die 


Bedeutung des Aor. C. 492. Kr. 
53, 5. 1. — 

ons: 490 e. — yeuger por: 
8. Kr. 46, 7, 1. Gewöhnlicher ist 
der Acc. — 000 tovvanrion : 
näml. x@rnyogo, wozu TOVVaP- 
tiov sachliches Object ist, — 
rord ulv.... . audıg et: “bald 
... ein anderes Mal... — 


C. ogigonv: 188 d. — add: 
489 e. — Er. zı Nneıg iymv. 
“du bist mit etwas anderem ge- 
kömmen, du bringst etwas 
anderes, da in dem “bringen 
die beiden Begriffe New @#- 
009r& schon verbunden sind. — 
avdgsıorsool rıyag: "gewisse (8. 
zu 456 a.) herzhaftere näml. 
werden von dir als die .. . be 
zeichnet, in eine Art grösserer 
Tapferkeit wird von dir das We- 
sen der Bessern gesetzt. „Ueber 
das Asyndeton der durch dteg0v 
zı angeküindigten Erklärungssätze 
s. zu 450 b. int. Ueber das ver- 
ungewissernde zig vgl. zu 456 a. 


49E 


TOPTIA2. 


123 


ar, © yade, sinav anailayndı, tivas work Acyaıs 
todg Beirlovg ve xal »peitrovg xal eig 0 Ti. 

KAA. 'Aih elonxd ys Eywys ToUg pgoviuovs eig 
Ta vis noAsag za yYwere —2* avögelong. Tovrovg 8 D 
KE00N%Eı ToOV noAsmv Ggyew, xal To Öixasov toür. 
&ari, nAlov Eysıv Tovrovg av AAdmv, Tovg Kexovrag 


ToVv dprousvom. 


uſvovg; 
KAA. Tg; A8ysıs ; 


ZR. Ti dE; airav, © Eruipe, Keyovrag n dEX0- 


ZR. "Eva Enaorov Adym avrov davrod apyovra ' 
* v 2 N e 90 , - ö} 
n roõũro uEv ovösv > de LUTOV ERVTOD .KpyEıv, TV 


AAO ; 


KAA. Ilog 8avroV üpxovın Akyaıg; 

ZR. Ovdtv moıxliov, GAR Gonse ol roAlol, 00- 
geova Ovra xal dyxparj avıöv Eavrod, vov Ndovav 
xœl Erıdvuov &pyovra rov Ev Eavra. 

KAA. Rs ndüg el’ rodg NAıdlovg Akyaıs Toüg 00- 


Ppoovug. 


(Ocuuoviæ y. ris). — ol xoir- 
rovg : der Art. steht beim Präd., 

um dies als einen im Früheren 
bereits erwähnten Begriff zu be- 
zeichnen. — eizav analldyndı: 

eigentlich ‘ werde doch fertig, in- 
dem du sagst; d.h. ‘ sage doch 
endlich fertig heraus. arzallar- 
reoda: mit einem prädic. Part. 
heisst die im Part. bezeichnete 
Thätigkeit vollenden (defungi). — 
eis 6 zı: s. zu 490 b. 


D. zo dx. roor Eori : “darin 
besteht das Gerechte. — 1809 
Exeıv .. .:'näml. dass u.s.w. 
8. zu 469 c. — zeöR... de- 
gou&vovg: "wie aber, sollen sie 
gegen sich selbst als herrschend 
über sich im Vortheile oder als 
beherrscht von sich im Nachtbeile 


sein. — UTOV Eavrod: 5. zu 
484 e. — ‚ovöRv öst: 8. zu 486 
e. — VröV.,. .: „wie das obige 
mAtov Eysıv. — tov dt Allov: 
ergz. dei deze. — roıxilor: 


“eompliciertes, mithin schwierig 


zu erklärendes. — @oreo ol moh- 
Aol: ergz. Atyovoıy Euvrod &g- 
yovrae. — Eynguın a. davrov: 
ganz gleichbedeutend mit &avrod 
&oyovra. Ueber die Construction 
s. Kr. m 26, 8. vgl. C. 414, 3. 
u, 423. 


E. oxovro: “weil er be- 
herrscht; ist zu övro subordi- 
niert. — og dus el: “wie er- 
götzlich ( festiou) du bist ! nöug 
euphemistisch statt yeAocos, FF 
dns u. &. Euthyd. 300 a, ev 
long 00% oter ÖERV avra 0d- 


HNAATRBNOZ 


124 491 B 


ZR. Ng ydos ovdels Ögrıs 00x av yvoln,: Or 

0 oüro Ayo. 
KAA. Hovv ys opoden, & Ziwxgarzs. Enel ag 

&v svdaiumv yevoızo Avdopaxog dovisvmy ÖTWoür; 
aaa vodr Earl ro xara YVcıv xaAov zul Öluaov, Ö 
dy0 60, vüv zappnoıafousvog Adyo, Orts del rov Oed@s 
Bımoousvov ras ubv Enıdvulag tag Eavrod düv og uE- 
192 yloras eivaı xal um »oAafeıv, tavraıg 68 ws ueyloraıg 
ovoaıs Ixavov eivaı Uanpersiv ÖL avdgsiav al YpoEo- 
vnow, nal anomıunaavar av av ael 1 Enıdvuie yiy- 
vyraı. alla zodr, oluaı, roig woAdolg 00 Övvarov' 
0BEV Eyovcı Toüg ToLovTovS di aloyvvnv, ENONPVATO- 
uEvoL NV avıav aövvaulav, xal wiorE0v ön Yavıv 
eivaı nv anoiaslav, Onsp Ev rolg ng00dEv Eyo EAs- 
yov, Öoviovusvor toug Beirlovg r7V YVocv avdoo- 
zous, xal avrol 09 Övvausvos Exzogitscha:. rais ndo- 
Bveis nAnomaıv dnaıvodcı TV OWppoCVUVnV xal Tv 
dixaıosvvnv dia nv avrav dvavöglav. -Enel ye ols 
EE aoyis vanokev n Bacıldav vida eivaı N avrodg 


zog Növs el, d. i. ‘so einfältig.’ 
Aehnlich Terentius, Phorm. 2, 3, 
64. suavis homo. — Tovg NA: A. 
tod; 0@ppovag : Ueber den Art. 
beim Prädic. (oopgovag) 8. zu 
491 c. — ravv yEopoden: d.i. 
"ja, du sagst es, und zwar ganz 
sicher. s. zu 449 a. — 

49? A. anomıunlavar .. .: 
d. i. aromumadvan ııv Emıdv- 
ulav &v &v ylyvnnraı. — 00ev 
abeyovoıv...: K. nimmt die 
483 b. ff. ausgesprochenen Grund- 
sätze wiederum auf. — «icyg00v 
dh Y.: ön (scilicet) gibt oft dem 
Satze ironischen Ton. vgl. 468 
e. os En ou xri. — Öovlovue- 
vor . . .: mit Bezug auf 483 e. 
- roðse Belzlovg: näml. als sie 
(of zoAAoL) selbst sind. — 


B. olg 2£ aoyns vrjekev... 
elvaı: "welche von Haus aus... 
sind. olg vrnofer vlscıv slvaı 
N evrovg Inavovg: aus dem 
Dat. des Prädic. im Infinitiv- 
satze, vl&cıv, bezogen auf ols, 
wird, wie nicht selten, in die Con- 
struction des Acc, mit Inf. über- 
gegangen. Symp. 176 d. odre 
avrog Enav elvaı open EHe- 
Anocını dv rısiv 0drE AAAD 
ovußovisvoaını allmg TE xal 
xoaı zalövra Zrılnrijs xoo- 
regalos. Charm. 173 b. dx ön 
tovrav odrwg dyorrav allo av 
nwiv rı Evußeivoı vyıdoı ze 
Ta owuora elvar ualloy 7 vũs, 
xal dv 15 Yalarıy nıyöv- 
vevovrag xal dEvnolsum 00- 
feoBaı arı, C.572. Kr. 55, 2,5 


493 D TOFTIAZ. 125 


rij pvosı Inavovg dnzoglsacokes aayiv rıva 7 TUgnv- 
vida n Övvaoıslav, ze 17) dAmdele alazıov nal xcxuov 
sin Cmpgoovvng Todes Tolg dndguimoıs‘ ois don 
anoAnrvsıv av ayadav zul umdavös dumodan Ovrog, 
auroi Eaurois Ösondınv drayayoıvıo zdu av zollv 
avdgainaov vouov TE zul Aoyov zul Yayorz ij oig ovæ 
&v @HA10ı yepovorsg einsav UaO Toü xaloü Tod zig 
Öixaoovvns xal TS EOPEoGVvnS, undtv wAdov usuov- C 
tes tolg pidoıg volg aürav 7 vois Exdooi, xel Tadıe 
&pxovsss Ev ıj davrov zoisı; Alice, ij dAndelg, & 
Zoxparss, 1v pNis od dıwxsıv, @d öya’ Taupn wel 
axolcclı xal Eisvßsple, Eav Euwouplav Iyp, Toür 
éorlv apsın re nal sudaıuovia‘ ra 68 KAda. eur dar 
va nalionlonare, Ta NEE Pvawv Evvdrunte Evdoo- 
zov, pAvapla xal obdevög ae. 


47 ER. Obx aysvvüg ye, m Kuldlnisıs, dusksers: D 


u. 7. — Eunoploacdher doynv 
zıvya: Anspielung auf das Bei- 
spiel des Archelaos (470 d. ff.). 
5 aAndele: “in Wahrheit. Kr. 
48, 15,17. vgl. C.441a. — sin: 
Ueber den nicht nur in Prosa, 
sondern selbst im poet. Sprach- 
gebrauche seltenen, fast nur den 
Tragikern angehörigen Opt. ohne 
&v im Fragesatze 8. Br. II. 54, 
3, 8. — ols 2£0»v. . .: das Re- 
lat. ist, obgleich es Subj. des 
Hauptsatzes ist (of, 880% auroig 
anoAavev...Ovrog, aürol xrA.) 
zu dem untergeordneten Satze 
construiert. 880%, Acc. abs. in ad- 
versativem Sinne. O. 586. Kr. 56, 
9, 5. — A0y0v al oyor: ein 
Beispiel der oben (448 c.) orwähn- 
ten rhetorischen zaglowcıs., — 
%040V: ironisch, mit Bezug auf 
die (473 c, ff.) zwischen S. und 
P. geführte Erörterung. Ebenso 
persifflierte P. 471 a. (vü» Ö8 


Hovucolog ri.) und c. (ovx 
&BovAndn xl.) die von S. auf. 
gestellten Grundsätze, welche er 
schliesslich anerkennen muss. — 

C. xal tadre: idque. Kr. 51, 
7, 14. — NV... diansım: mit 
Bezug auf 458 a. vgl. 482 e. — 
ölevdeola: Was K. unter ‘Frei- 
beit! versteht, wird sowohl durch 
die Beisätze rgvpN nal axoie- 
ola« als auch durch seine frühere 
Erklärung (483 b.) klar. — ra 
xallmrilouara: Der Art. beim 
Präd. (s. zu 483 b. ol rıeue- 
v0s) steht deiktisch, "jene, von 
dir gerühmten Zierereien, wie 
die Appos. z& . ... &«vdgaros 
beweist. — apa gVoıy ovvdn- 
uara: 483 2. ff. — dvfoonon: 
8. zu 448 c. — pivagia: 8. zu 
486 c. — 0VÖsVÖg Afıa: 8. un- 
ten zu 527 e. fin. — 

D. o0x ayevvag: vgl. 475 d, 
(GAr& yevvalog xri.) zugleich mit 


126 MHAATRNOZ 49% D 


rö Aoyo rappnoınfousvos' Bupas Yap 0v vüv Akyaız, 
& ol &Aloı diavoodvraı uev, Adysıv db 00% 29dlovar. 
ddoneı 0vv &ya 60V undevl to0xe avsivaı, iva To 
ovrı xaraönkov yErnraı og Bıordov. al wor Adye' 
as ubv Eenidvulas ons oð —B el udAisı vis 
olov der elvaı, &uvra Ö} aüras ws ueylaras ninpwev 
auratz auohev yE nodev Eromakerv, xal Tvoöro slvaı 
nv dpsımv; 
E KAA. Drul Tara Eyo. 
: ZR. Obx dpa Hedös-Alyoveaı ol undevog deone- 
vor svöaluovss slvaı. 
KAA. Oi Ald0ı yao av oUra Ye al ol vexoot 
sußaıuov£oraroı elev. 
ZN. Alla ulv N al as ye 00 Adysıs Ösıvög 6 
Blos. 00 yag tor Bavuakoın av, ii Evgunidns And 
&v rotooöos Atyeı, Ayav 
vis Ö’ oldev, sl To Eijv uEv darı nardavelv, 
to nurdavelv od Env; 
493 xal nusls vo Ovrı low Ted vaev nm dn Tov Eymye 


473 d. (@ yevvaie Nõae.) — dne- sich in diesem Sinne auch S. 


&gyeı: “du machst. deinen An- geäussert hatte, erzählt Xen. 


griff, näml. gegen mich. z& Ao- 
yo gehört zu magenaıafousvos. 
Ueber des P. Freimuth vgl. 491 
e. u, ‚zu 487 a. — &delovan: 


‘sich entschliessen;’ audent. — 


dnıdvulas ... . noAaoreov: C. 
696, 2. Kr.56, 18, 3. — düvıa 
. ; Resumierung von 491 e. ff. 
— aucbr ye nod8V: “woher 
nur immer, gleichviel woher. vgl. 
Hor, Sat. 1, 3, 88. nummos un- 
deunde eztricat. — zovro elvaı 
cnV ‚00.: Wiederholung aus c. 
zodr dorlv dgern TE nal eödaı- 
uovie. Daher en» &esınv, d.h. 
das was du als Tugend bezeich- 
nest. vgl. zu c. — 

E. oUx &oa... elvaı: dass 


(Mem. 1, 6, 10.) Foıxas, & Av- 
zıpor, mv zUdnınoviav olo- 
BEVO Tevpnv (vgl. ob. 3— 
ac —— clvucu &yo 6 
vouito zo uw undsvög dei- 
c»aı Veiov — * zo ö: ac 
Elaylorav Eyyureia od Belov 
ark. — ol A. yag: s. zu 451 a. 
— dila ulv Ön7: verum enim 
vero. vgl. zu 466 b. — Bovua- 
foıw &v, el... Adyeı: 8. zu 458 
u. — Edcinlöng: Diese zwei 
Verse, von denen der zweite voll- 
ständig TO xardaveiv ÖL £nv 
KETO vonlßeran lautet, sollen 
aus dem 'Polyeidos’ entnommen 
sein. — 


493 A. q dn vr. xal...: "wie 


493B TOPTIA2. 


127 


xal NxoUGE TV. sopav, ‘os vv nusis ridvansv, zen 
zo ubv cöue &orıv nulv cine, eis od Yugüs roũro, 
dv © Enıdvulaı eloi, Tuygäveı av olov avansidscheı 
za). peraxinrsv vom xdro. xal Toüro ex is uudo- 
Aoyav xopıos avno, long Zuxeiog zig 7) Isaiızog; 
zapeymv To Ovouarı da To mıdavov TE xei-nss- 
oruxov Dvouass ον, Tovg Öf avonjtovg auvy- 
Tovg'.rav Ö’auunnv Todro Ag Yuyig, 00 al dm-B 
Buulaı siol, TO dnoAROToVv avrod xul OU Grsyavav, @g 
terenu£vog sin nildog, dia ıyv anınorlav amsıraaag. 


ieh denn wirklich u. s. w. — Schüler P..aus Sicilien ge- 


zov copay: Dass die irdische 
Existenz nur ein halbwirkliches 
Leben ist, und dass die Seelen 
in Folge des Abfalls aus dem 
wahren Ursein in die Körper 
gleichwie in Gefängnisse einge- 
schlossen werden (was Platon 
ausführlich Phaidr. 245 c. fl 
darstellt), war eine mit den 
Orphischen Geheimlehren über- 
einstimmende Ansicht der Pytha- 
goreer. — o@ua...onua: Die- 
sen Ausspruch schreibt Platon, 
Kıratyl. 400 b., ausdrücklich den 
Orphikern zu. — zuyyavaı 0% 
olov &v.: “ist so beschaffen, dass 
es sich auf andere Meinung brin- 
gen (bald so, bald so bereden) 
lässt; 8. zu 487 d. — &vo xd- 
zu: 8.zu481 ©. — ‚nudoAoyav: 
“bildlich” — Zinerog rıg 9 Tr.: 

In Unteritalien und wohl auch 
in Sicilien hatte die pythagorei- 
sche Schule ihre meisten Anhän- 
ger. Es scheint hier zunächst an 
Philolaos aus Kroton in Un- 
teritalien (einen Zeitgenossen 
des S.) gedacht zu sein, in des- 
sen Fragmenten sich der vorer- 
wähnte Ausspruch findet. Nicht 
zu übersehen ist hierbei, dass 80- 
wohl Gorg. selbst als auch sein 


* 


bürtig, waren, dass somit das Präd. 
»oupog &vrje mittelbar auch ih- 
nen zukommt. — zagaymv To 
övönarı: ‘ea (TOdTro) dem’ Aus- 
drucke nach umdeutend.’ — dic 
za nıdavöov... nldoV... duvn- 
zovg: Die Wortspiele lassen sich 
im Deutschen vielleicht so nach- 
bilden: ‘wegen der leichten Fas- 
sung . . . Fass.benannte, die 
Ungescheidten aber Unge- 
weihte. nıdavos, hier passiv, 
‘der sich überreden lässt, also 
das, was ihm vorgebracht wird, 
sogleich erfasst oder annimmt, 
(vgl. dagegen 458 6.) findet seine 
Erklärung in dem obigen ava- 
weideodan. &udnrog, "nicht ein- 
geweiht,’ sonst insbesondere in 
Bezug auf die Eleusinischen My- 
sterien (welche vorzugsweise wv- 
ornoı® heissen) ' gebräuchlich, 
hier aber von denjenigen gesagt, 
welche in die Geheimnisse der 
Philosophie nicht eingedrungen 
sind. — 

B. od dr D. — To dxd- 
Ar0tor... 'näml. das Zügel- 
lose u. 8. w. — oo GTEyAVOP: 
mit Bezug auf duvntor; denn 
die erste Pflicht der uvoraı (von 
uvo, “verschliessen) war Ver- 


TMTAATSNOZ 403 B 


128 


rovvarzlov ön ouros ool, @ Kailixisıg, dudeizwuras 
sg or &r Aıdov — © asıdis ön Alyav — ov- 
rot adlımrasoı av slev ob dpümsos, nal wogoler eig 
ròv rerenusvov aidor Höagp Frip@ ToL0UT@ TETENMETE@ 
xo0aivo. To Ö3 #0oxsvov.üpe Adysı, ds Zyn © g0s 
C dp: Adyav, vnv Yyuzjv eivar' ru db Yurijv nogaisa 
Axeluanos TV TV Avonzav ag Terpmuevuyv, üre 00 
Övvaudınv areyeıv Öl amıorlav ze nal Andav. ade 
&musinög iv darıv Uno rı arona, ÖOnAot mw 0 dyo 
Bovioual coı dvdssfauevos, Eiv mag olds re @, Mei- 
oc ueradeodeı, avıl Tod arinarag al axoAdaras 
&yovrog Plov oV xosulmg xal rolg ası mapodcıv Ixa- 
Dvosg al dapsovuvrog äyovra Blov Sidoden. alla n0- 
regov acid Tl 05 aal usraridsca. evdaıuovsor£govg 
elvaı Todg xoaulovg raw dxokdarav, 7 006 av alle 
zoAla roaüra uvdoAoyo, oVdEV ri nällov ueradnoe; 
KAA. Toör alydEorsgov elonneag, o Zuugurss. 
ZR. Dege din, Ally 001 sixova Adya &x Tod av-48 
TOV yvuvaclov ıH vüv. axorsı yap sl Tosovds Adysız 
zegl Tod Plov Exarkgov, Tod Ts Ompoovog xal Toü 


schlossenheit hinsichtlich der 
Gebeimlehren. — 06... ei: 
denn in @rduaos ist der Begrif 
des Sagens enthalten. — 70 «. 
ön A.: "womit er natürlich 
das Unsichtbare bezeichnet.’ C. 
642, 4 8 Kr. 69, 17, 2. — ag 
. av elevı 8. zu 460 0 — 
9080587... .: bekanntlich die 
Strafe der Danatden. Ovid. Met. 
4, 462. Hor. Carm. 8, 11, 22. — 
TEQ® TOLIUTM %.: ‘mit einem 
zweiten eben so beschaffenen Din- 
ge, näml, mit einem durchlöcher- 
ten Siebe, also “mit einem gleich- 
falle d. S. vgl. zu 473 d. (ol &- 
L01 Eevor), 481 E. toı@üra Ereow. 
— 0 zgös &ublsymw: vgl. 493 8. 
. DO TI Aroma: "etwas selt- 


- sam. Kr. 42, 5, 


l. — un»: wie 
— 458 b, nachdrücklicher als 

D. sido rı: a. zu 459 c, 
(dev rt...) — 0vdo u uãꝛ- 
40»: s. su 457 b. int. — roör: 
dieser, näml. dass: ich auf Anlass 
solcher Gleichnisse meine Ansicht 
nicht ändern werde — 

peoe Ön: 8. zu 455 a. — &u 
Tod a. yvavaolov: d.i. aus der- 
selben Schule, also (den obi- 
gen Bemerkungen gemäss) aus 
derpythagoreischen ; denn yvura- 
cı09 findet sich tropisch auch von 
den geistigen Uebungen (Repbl. 
6, 498 b.). — ci vüv: d.h. & 
Tod Kdrod yuuvaalov, it 0 
(Eteyor) nv vöy. Kr. 48, 13,9. 


494 B TOPTIAZ. 129 


axoAaorov, olov si Övoiv avdgolv Exurion idoL noA- 
Aol eiev, xal co ubv Erden dyısls vol mAngsıs, 6 weVE 
oivov, 6 63 ueiırog, 6 68 yalaxros, nal KAAoı oAAo) 
noAAdv, vouara 8 ondvın zul yalsıd Exdorov ToV- 
tov ein “u WETE moAAdv Ovav xul 1ehenav EHTO- 
gıföueva“ ö ulv 0VV Ersgog zAnomonnevog und &no- 
ysrsvoL ure Ti poovaißor, aar Evexa TOVTWv Novglav 
you‘ TO Ö Erepw ra ubv vauaza, @orneo nal Exslvo, 
Övvara ulv nopitsadeı, yalsıa dE, rad. dyysla teron- 
ugva xal cadoa, dvayxafoıro Ö’ del xal vuxıa xal 
juspav mıunidvar aurd, N Tas daydrag Avnoito Av- 494 
os‘ ga roiovrov Exerdgov Ovrog Tod Plov, Adysıg 
ròv Tod anoAdcrov sUdnıuovgoregov eivaı N ToV roo 
xooulov; xeldn Tl as raüra Adymv Ovyympnca TOR 
00u.0v Blov Tod dxoAdorov ausivo elvaı, 7 oð melde; 

KAA. Ovneideis, 0 Luxoureg. to ulv ydo aAy- 
omsanfvo Exslvo ovnEr Earıv ndovn ovdsula, aAld 
toör Eorıv, 0 vv Ön Eyo EAsyov, ro Donee Aldov 
Env, Eneıdav aAmocen, unts zalgovra ri une Avaov- 
uſvov. GAR Ev Tovıo eat rò ndems fijv, Ev to OSB 
nwAsiotov Enıggeiv. 


- 


— ztldor .. .: Dieses zweite auf. — ningwonuevog: ergz- 


Gleichniss steht mit den obigen 
figürlichen Ausdrücken wenigstens 
in äusserlicher Beziehung. vgl. 
8. fin. — 

E. dyıeig: integri. Der Gegen- 
satz zo ÖR réog zeronusva nal 
caFo« &yysia wird unten ange- 
geben. — moAlol nollDv: 8, zu 
459 d. — vayara Exaorov T.: 
Die Quellen oder Zuflüsse der 
Stoffe, welche den Inhalt dieser 
Fässer bilden. - vage, eigentlich 
dem poetischen Sprachgebrauche 
angehörig, findet sich bei Platon 
häufig. — 6 A. o. Eregog: nimmt 
das obige r& Lv &rigw wieder 

Plat. Gorgias. 


Tovg nidovg av vEuETWY. — 
Ti po.: s. zu 459 c. — Novrlav 
&yor: vgl. Prot, 356 0.; Krit.48d. 


494 A. 7: d.i.el ob un, "sonst. 
Kr. 69, 29, l. — TOIOvVTOV... 
Plov: ‘wenn nun das Leben 


eines jeden von beiden so be- 
schaffen ist. — zeido ri...: Die 
Wiederholung der gleichen Frage 
(493 d.), deren Form schon die 
Erwartung verneinender Antwort 
enthält, zeigt, dass S. solchen 
Gleichnissen nicht den Werth 
eines Beweises zuschreibt. — vor 
öd: 492 e. — unte yalgovın. 
..: insofern das Erwerben des er- 


9 


130 JIAATBNOZ 492 B 


ZR. Ovxodv dvayın y, av noAV Exıgoen, KoAd 
‘xl 70 ErıoV Elvaı, Kal Heyai Area Ta venpara sivaL 
rat; Exgoais; 

KAA. IIavv ulv oVr. 

ZR. Xapaögıod rıva av 6V Blov Akyens, GAR 0% 
vsxooũ ovdL Aldov. xul wor Akya‘ To souövde Asysıg 
olov ravijv vol neıvavıe dodlev; 

KAA."Eyoys. 

c ER. Kal Öıyiv ye nal dulovee nlvaıv; 

KAA. Atyo, xol vag alles dnıdvulaes anacag 
&yovra ul Övvausvov mÄNgOVV yalpovız EVdaıu0- 
vos kiv. | 

ZR. Evye, @ Beitiors‘ Ötardisı yap wanee noko, 49 
xel Orws um anausyvvei. Ösi Öf, @g Loıxs, und duk 
EnnoyvvsHvar. zul noWTov udv sind, El wald YopWvra 
xl xvnoLavre, dydovms Lyovre Tod Kvijoda:, xvo- 
wevov ÖiarsAodvre z0v Plov suduuovos Zorı fir. 

D KAA. 'Qs üromog sl, @ Zwxgperes, xul areyvag 


OnWNYOQOS. 


forderlichen Stoffes Freude bringt, 
der Mangel hingegen Betrübniss 
erregt. — 

B. öv a... imigeeiv: er- 
klärend zu &v Tovro. 8. zu 469 
e. — dvayan: s. zu 450 a. — 
— gagadgıov: Der zapadgıög 
ist ein nicht ganz genau zu er- 
mittelnder, nach seinem gewöhn- 
lichen Aufenthalte‘ in Schluchten 
(zegaöpa) benannter Vogel von 
besonders schneller Verdauung, 
vielleicht eine Species des Re- 
genpfeifers. (Charadrius, Linn£.) 
Schleiermacher substituiert dafür 
die Ente, welche bekanntlich 
unter unseren Hausvögeln. diese 
Eigenschaft vorzugsweise besitzt. 
— AR 00: 8. zu 453 c. — ve- 
%000: 492 e. Gegenüber der 
schroffen Fassung des K. gibt 


auch S. ein Gleichniss, welches 
das Extrem der Sache bezeich- 
net. — 0 roıovös: vgl. zu 490 
e. —.Atysıg: näml. mit der obi- 
gen Erklärung &v zovrw dorl 
nA. — 

C. i&yo: Bejahende Antwort 
auf das fragende Aeyeıs. s. Kr. 
64, 5, 4. — ol rag d.: “und 
zwar meine ich es s0, dass’ u. 
s.w. — Övvauesov wiNgovR: 
Recapitulation, aus 491 e. — 

önus un dmassyurei: "dass 


‘du ja nicht aus Scham von dei- 
ner Ueberzeugung abgehst!! vgl. 


zu 489 0. — EpyHovung Fyovra 
700 . . : Er. 47, 16. C. 418. 
D. ög atorog el: “wie wun- 
derlich du bist?’ droros steht 
euphemistisch für umoog, ‚aygoı- 
xog 0. i. wie Prot.861 a.;5 Apol, 


S9LE TOPTIA2. 


131 


.. ZD. Torpapro, @ Kulliaisıs, IIskov ulv Hal 
Togylav xal dbeninke zul aisyuvsade Emolnae, 6% 
ö} 0B vn dunhoyig ovÖL um alsyuudns" avögeiog Ya 
ei. air dnoxgivov uovorv. 

KAA. Drui zoivun wal TOV AVOuEvoV dla. &v 
Bıcvar. 

ER. Ovxodv siueg joau, vol eudauudvag; 

KAA. Dlavv ye. 

za. IIoregov ei av xEpaÄnv usvov xvnoio, ij cu R 
ei 0: dom; Opa, @ Kaidlxleız, Tl anoxgıvsi, &dv is 
os va dropsva vovrois Lpeinjs anavre &owri' nal rov- 
Lmu FOIEUTWwVv Ovı@av TO xepkhnıor, 0 mv xıvaldar 
Bios, ourog 0% Ösivög zul awisyeog ul &HAuog; 7 wV- 
tovg zolunosis Adysıy sudaluovag alvar, dav apdormg 
Erwov av Öfovraı; 

KAA. Ovx aloyvva eig ToLaüre äyon, 0 Zoiroe- 
TG, TOUS Aoyaus ; 

a8. H yag &yo yo dvraöde, o yevvals, 4 auer 
vos, 08 Av Pi aveönv oVTm roðg yalpovras, Ormg dv 
yuipmoıw, evdaluovas eva, xal un Ösopiänzer wäv 


26 6. vgl. oben 473 a.; 480 e. — 
Snanyooog: mit Rückblick auf 
482 c. — Ilolov. .. &noinoe: 
vgl. 482 c. ff.; 487 b. Ueber die 
Construction des oliv 8, zu 
448c. — 05 un dxxlayjs: "du 
wirst sicherlich nicht verblüfft,” 
Kr.53, 7, 6. C. 628. — dvögelog: 
vgl. 487 d. (nel un» ori ye xt.) 
und das ‚187 a. zu zogonolar 
Bemerkte. — all dmoxglvov 
Bovov: K., der sich bereits ad 
absurdum geführt sieht, . wollte 
sich mit seinem Tadel ag &ro- 
#0g,xrA. dem Antworten entzie- 
hen. — dv Bıovaı: nänl, ed 
Epkorag £y01 cov avjoden. _ 
. mörsgov: ergz. ndsag * 
daumovag) av Bioins. — Ti 08 


?owra: “oder sollich noch sonst 
nach etwas (nach irgend einem 
andern Körpertheil) fragen ? Was 
gemeint sei, wird aus dem Fol- 
genden sogleich klar. S. vermei- 
det es denjenigen Körpertheil 
gradezu anzugeben, welchen in 
gebildeter Rede bestimmt zu nen- 
nen den Griechen nicht minder 
ala uns das Schamgefühl verbot, 
— yepdicıov: “der Gipfelpunkt 
hierin; ; ‚das äusserste Extrem. 
(vgl. 453 a.; 463 6.5 472 c.) ist 
wie 0 weyıorov oder ulyıorov 
Appos. zu 6 7. u. Blog. — pP. 
fz. or: d.i. ed & vovro», 
&v .‚Ösovraı. oben zuco — 
eis rouaüre Aymo. . .: 461 c 
— £usivog: näml, K. selbst. — 


9 * 


HDAAT2ZNOZ 494 KL 


132 


495 7dovav onolaı ayadal xal anal; aAR Erı al vüv Adye, 
0TEp0V yn5 sivar ro auro NOV xal ayador, 7 eivaf 
tı cov ndsav, 0 00% Eorıv ayadov; 

KAA. "Iva ôm wor un dvonoAoyovusvog 7) 6 A0yog, 
dav Erspov pam sivaı, zo avzo pur sivaı. 

ER. Iuapdelgeis, ® Kaikinisıg, Todg rEWToVg 
Aoyovg, xal 0vx av Erı uer duoü ixavag ra Ovıa Es- 
tafoıs, EINEQ age To doxoüvza cavro &peis. 

B KAA. Kal yao ov, a Zangazes. 

ZR. Od rolvuv — rotũ OUT Ey, emo zo 
ToÜTo, oVrE GV. AAN, © uaxagpıs, KPEE, N 00 Toüro 
N TO ayadoV, To Mavımg yalpsıv“ taürd ve ydo za 
vũv 6n alvıydevre moAie xal aloyga paiveraı Ovu- 


Butvovra, si Toüro odrag Zysı, xal alla molid. 


ög 9 pi und Oxag dv g.: 
s. zu 450 b. — 

495 A. 12 Erı.xal vör: vgl. 
Krit, 4b. — va dn... 06 A0- 
yog: was K. dem G. und noch 
mehr dem P.zumVorwurf machte. 
483 c. ff. Um nicht das Schick- 
sal seiner beiden Vorgänger in 
der Erörterung mit S. zu thei- 
len, wagt er Behauptungen, de- 
ren Ungereimtheit er selbst recht 
gut fühlt, kann sich aber durch 
alle seine Windungen nicht aus 
dem Netze ziehen. — arvouolo- 
yovusvog: das Activ ÖnoAoyeiy 
wird von Personen gebraucht, die 
übereinstimmen, das Passiv von 
den Gegenständen, i in denenUeber- 
einstimmung statt findet (ol 26- 

ovreg ÖpoAoyovcıy, 6 Adyog 
önuoloysizaı): vom Part. 6woAo- 
yovusvog ist durch & priv. das Ad- 
ject. avonoAoyovpevos abgeleitet. 

—|T0Ug neWrovg Aöyovg: vgl.be- 
sonders 492 c,d. — uapdelgey: : 
‘verderben, verletzen, umstossen. 
vgl. Prot. 360 a. d. Tag, Öuolo- 


ylas; Krit. 50 b. d. zag yevo- 


uevas Ölaag; Symp. 174 b ö. 
nv ragoıulav. — ‚va Ovra: 
‘das wirklich Seiende, also ‘die 
Wahrheit. ‚Phaedr. 262 b. roie 
—X r üvra Ödofafovs el 
drarmpevorg nor ach — 
‚B. al YaQ 00: ergz. zaga 
ra Ödoxoüvre Alysıs. K. hatte 
gleich anfangs 481 c, die Mei- 
nung ausgesprochen, S. stelle 
seine schroff scheinenden Ansich- 
ten wobl nur mehr aus Disputier- 
sucht als seiner Ueberzeugung ge- 
mäss auf. xaf gehört zu ov.vgl.zu 
448 a. — xoı@: Man erwartet 
zorovusy. Aber S. antwortet 
zunächst nur Auf die Entgegnung 
des K. sol yae cv, und die Dis- 
junction odr yo ... 0%, ‘ich 
so wenig wie du, ist nachträg- 
liche Erweiterung. — eintg xoi 
touUro: was aber hier so wenig 
wie dort (481 b. éuol ubr arA. 
eingeräumt wird. — apa, u 
00 .. .: "siehe zu, ob vielleicht 
nicht dies das Gute ist. — gal- 
vera ovußalvoyra: Ueber pal- 
voncı mit dem Part. 8, zu 452 c.; 


AS5D 


TOPTIAZ. 


KAA. Qs ou ya olaı, © Ziuxparsg. 
ZR. Zu Ö8 ro övu, o Kuiklnisıs, radıa loyv- 


oitsı; 
KAA.’Eyoye. 
39. Enıysıpgausv 
govros ; | 


' KAA. Tavv ps Spoden. 
ZR2.’I8ı 87 wo, dnsıdn oUrm doxel, dLeAoöd radE‘ 


enıornunv nov nalels Ti; 


KAA.’Eyoye. 


ZR. Od zul Avdgsiav vor In Eisyks Tıva elvaı 


nercè Eaıornuns; 
KAA."Eieyov yao. 


ER. "Alo vr odv ag Fiepov riv dvögsiev tig 
Exıornuns Övo raüıa &Asyes; 


KAA. Zopodou ye. 


- DR. Ti 08; ndovnv za) dniorjunv tauıov m Ers- 


‚009; 


KAA."Ersgov Önxov, 0 Oopwrare av. 


22. °H xal dvögelov Eripav nÖovig; 


0°. KAA. Ilög yao od; 


ZR. Dips dn Onag ueuvnoousdea radra, Orı Kal- 


.über die Bedentung von avußai- 
sur 8. zu459b — Ag... 
olss: ist eine eben so verfehlte 
Nachahmung eines sokratischen 
.Ausspruches (473 b.) wie wir Prot. 
:351 e. finden. — 

C. ös cov onovdafovrog: in 
der Voraussetzung, dass du es 
ernst meinest. 8. zu 448 e. — 
Ravv ye Opbdpu: erg. OrovV- 
dato. — idı d7: 8. zu 449 d. 
Ensıön 0. O.: numl. drıyeigeiv 
‘co Adyo. — vös dN: 491b. — 
“EAeyov yag: s.zu bla. — Allo 
zı: 8. zu 467 d. — og Eregor: 
Ueber die Auslassung des Part. 


öv 5. zu 449 8. (og r. 2m.) — zig 
&mıorjung: comparativer Gen. 
bei $rsg05. 8. Kr.47, 26, 5. C. 
416 A. 8). — 

D. dnzov: s. zu 447 d. — 


‚© 0opwarare 0v: K. meint das 


Vopotare ebenso ironisch wie 
früher (489 c. fin.) 8. ou hat 
ganz die Stellung und Anwen- 
dung des Eigennamens, den es 
vertritt (wie wenn gesagt wäre 
& oopwrare Kalllnleıg). Ari- 
stoph. Plut. 1069 ůᷓ Pdetugk av. 
vgl. Kr. 46, 3, 4. — Orog hEUVN- 
odusda: vgl. zu 494 c. 489 a. 


‚— !Kall. ‘Ayagvedg: Scherz- 


13 


&oa ra Aoym ag Goü oroväd-C 


D 


134 NAATSNOZ 
Aınküg Eypn ’Ayagvsos nöd ubv nel ayadov Tavıov el-- 
ver, Eroriund 63 xal avdgelav nad aAlnkov xal od 
ayadov Erspov. . \ 
KAA. Zongaıns dd ys nulv 6 Aloꝝxcxnjdo evu ir 
Öpodoysi radra. ij ÖmoAoysl; u 
p ER. Ovy öuoAoyst‘ oluaı dd ys ovök Kaddındng, 
Oray avrög auroV dedanran sedäs. sin yüo ot, Tovg 
eð rocrrovrus rotę Xaxdg TEaTTOVOLV 0% rovravrcov 
nyel nadog nenovdevan; 
KAA."Eyoys. 
 ZR. Ag ovv, elnsp dvavria dar) raus aAlmkoıs, 
avoyan nepl avrav Eysıv Bono megl Uyızlaz Eyes xel 
v00OV; 0U yap üua Önnov Uyıadvaı Te “ul vooel 
0 avdomnog, oVöL Aua aneikasreraı dyıslag te xal 


95 D 


vocov. 
KAA. Ilos Aeyeıs; ; 


. ZR. Olov sgl Orev Bavisı soV soiuarog anoie- 


haft wird hier bei der Feststel- 
lung des Fundamentalsatzes (das 
Angenehme ist mit dem Guten 
identisch, das Wissen und die Ta- 
pferkeit sind unter sich und vom 
. Guten verschieden), über wel- 
cher nun discutiert werden soll, 
der Name des Vertreters dieser 
"Meinung, des K., durch Angabe 
des Demos so !örmlieh bezeich- 
net, wie es in Psephismen und 
anderen Urkunden Braueh war. 
Ayueral war ein Demos der Phyle 
Otvnis — Ö8f ye: 8, zu 448 a 
—Ö Alonenhdsv: “der aus dem 
Demos Aomenn gebürtige. — 
E. 0082 Kailınkög: Aechnlich 
wie 466 e. wird die Beistimmung 
des Gegners, welche S. durch 
seine Gründe zu erzwingen ge- 
wiss ist, schon anticipiert. Ueber 
die Setzung des Eigennamens 
anstatt des Pron. vgl. zu 482 b. 
— adrdg adrbr: 8. zu 482... 


— Toig x. mgKTTovOL». ... : Ueber 
die Abkürzung in der Verglei- 
chung 8, zu 493 d. Kr. 48, 13, 
4 u.9. — dvayız: 8. ZU 450 
a. — neol adras ‚Freıv: aus 
dem nachfolgenden @oreg lässt 
vor &yeıv sich odrm als die dem 
Verbum in dieser Bedeutung (“sich 
verhalten’) erforderliche Modal- 
:bestimmung ergänzen. — dij- 
nov: 8.zu 447d. — olov: 8. zu 
450 c. — megl örov fovlaı 1. 
con.: de quov is (quolib et) mem- 
bro corporis considera. V ollständi g: 
zepl 6 öTov Tod cauuros Gnorsiv 
Bovieı, eol Todrov onoreı 
-anoLaßar œvro. —AX 
“einen einzeinen Theil von seinem 
Ganzen abgesondert vornehmen. 

Repbl. 3, 392 e. doxeg ol add- 
"vaTos —R oð xerq 6Ror alR 
anolaßev usoos zı aegdeonal 
co &v rovrm Önlaocaı 6 Bos- 
Aouat, — 


496 C . TOPTIAZ. 1335 
Bov ox0omeı. vodel nov EvdEWmog 6pdRAnovs, © Övoua496 
opdaAula;. Ä 


KAA. Ilos yap 0%; 

ZR. OV Innov xol vyıalveı ys aue roðs eures; 

KAA. Ovd 0 Örwaroüv: 

ER. Ti dd; OTav vüs dpdaiuias anaAAuTınTet, 
dpa Tore xal tüg vyıeiag anaAkarresaı Tov opdaAudv 
%al reAevrov ua auporegwv anmidaxrar; . 

KAA. Htord ye 

ZR. Oavuasıov yap, olueı, nal aAoyov ylyverau' 
n yap; 

KAA. Zypodogu ye. B 

ER. AAN Ev pegst, oluaı, Exarsgov zul Auußavsı 
xal amoAlveı; 

KAA. Dnul. 

ER. Ovxodv zul loydv zul aadEveav MdaRvTaS ; 

KAA. Net. 

22. Kal rayog xal Beadvrite; 

KAA. IIavv yes. 

ZR. TH xal tayada xal nv evdaıuovlav nal Ta- 
vavria Tovrav, nun rs aa adAıorıza, Ev uegeı Aau- 
Bavsı xal Ev ups analiarreraı Exaregov; 

KAA. Ilavrog Önzov. | 

22. Eav svomuev —* erræ, @v &uo TE dmah- © 
Acrzstaı Kvdomnog xeal Au dysı, HjAov Orı Teure vys 
60% dv ein To Te dyadov xal To xarov. ÖOuoAoyoduev 
teÜre; aal Ev ucAn Oxedausvog Kroxgivor. 


496 A. vooei... OpPaluovg: 
Kr.46,4. C.404. Ueber das Feh- 
len des Art, bei avdgmnog (wel- 
cher ohne erhebliche Modifica- 
tion der Bedeutung kurz vorher 
— vooei 6 Avdgmnog — gesetzt 
war) 8. zu 448 c. — ©: erg. 
vooeiv = N v000. — teisvılr: 
8.20 457d. — ylyverar: d.h. sl 


6 @rdomrog duporionn Aırnl- 
Lanta, Havuasıov ylyvaraı. Aus 
der Unmöglichkeit der Bedingung 
folgt auch die Unmöglichkeit des - 
Bedingten. Man erwartete übri- 


gens yiyyorzo ar. — yde: 8. 
zu 449 d. 
B. &v udgeı: 3. zu 462 2, — 


D 


©. xal Au Fysı: näml. aurd, 


⸗ 
x 


136 


JIAATQRNOZ 


496 C 


KAA.’AAR Unsopvag as OK0A0Yyo. 
ZR.”Idı 67 El va Eumgoodev ouoAoynutve. rodl 
wewviv EAsyss noregov n6V 7 Evıngöv sivaı; avro Adyı 


To zEviv. 


KAA. Avıagov Eymys' ro uevzoı xeawovra Eodi- 


sv nÖV. 


ZR. Kal &ya‘ yavdavn‘ aAl oVV 1 yE nEıvijv 


œuvrò dvıagov. 7 ol; 
KAA. Prpt. 


ZR. Ovaoüv xal 10 dubiv; 


KAA. Eypodon * 


ZR. Torsoovr ovv ri nAsio dgwra, 7 Öwodoyeig 
anaoev Evösıav xal Enid unlav avınpov elvaı; 

KAA. OuoAoya, aAld un dooire. 

22. Eisv‘ Öudavre Ö8 ön aivev do un PN 


pms eivar; 
KAA."Eyoye. 


ER. Obxouvu rovrov 00 Atyaıg To ulv dıyavra 


Avnovusvov Innov Eotiv; 


KAA. Nei. 


22. To ö3 zivev nAnpwels vs ig Evöcldug xal 


ndovn; 
s. zu 452 d. — dnjlor oru: 8. 
zu 448c. — &d ul: Gewöhn- 
lich wird in dieser Verbindung 
nal nachgesetzt. „vgl. ov navv 
(Kr. 67, 1,3.). — DTEgYPVÄgR ag: 
8. zu 471a. (dav vuaciog OS, &.) 
— adrö Alym To zeıwijv: “ich 
meine das Hungern an und für 
sich;’ abgesehen von der Befrie- 
digung dieses Triebes.s. zu 483 d. 
— nö6V: ergs. elvar Adyo. — 
D. unvdavo: vgl. 474 c. fin. 
490 d. med. — Erı nisin &ow- 
5: d. h. bedarf die Induction 
noch mehrerer Beispiele? — &v- 
Ösınv nal Enıdvnian: Passend 
erscheinen beide Begriffe wie 


Grund und Folge verbunden, da 
jede "Begierde aus einem “Be- 
dürfnisse’ entspringt. — Aid un 
do.: K., der bereits zur Genüge 
bewiesen , dass streng logische 
Begriffsentwickelung eben nicht 
seine Sache ist (s. die Einlei- 
tung), ist der scheinbar kleinli- 
chen und langweiligen Fragen 
des S. schon überdrüssig. — d2 
ön: s. zu 452 b, — @Allo ı 7: 
s. zu 455 b. — 0: 8. zu 452 a. 
(ro vᷣroy ar). — roðᷣ u. Öıypaovra: 
näml. zivsıy: “mit Durst, d. 
heisst doch wohl mit Schmerz. 
E. zingwois... xal ndorn : 
‘in gleichem Verhältnisse wie vor- 


497 A 
‚KAA. Nei. 


TOPTIA2. 


137 


ZR. Ovanodv ara TO zivsw zaigsıv Asyeıs; 


KAA. Ma4uora. 
22. Arypavıa ys; 
KAA. Dyui. 

Z9. Avsovusvov ; 
KAA. Net. 


ZR. Alodaveı odv zo Gvußaivov, ori Aunovus- 
vov ‚gaigeıv Adysız Aue, Orav dıyavıa xlvsıv Asyıs; 
2) 7, Aue roSro ylyveraı Kara ToVv aUrOV TOmov xal 
100v0v elite uxniß eite sonaros BovAs; ovösv YaR, 
oiuaı, dırpepsı. Eorı Tadıa mn 0%; 


KAA. "Est. 


ER. "AAO uNv SU Ys Kodtrovra zaxdg Modtrev 


[a „ar“ 7 
aua advvarov Epng Eivaı. 


KAA. Onul yoo. 


ZR. Avıaysvov dE ys yaipsıv Övvarov auoAd- 497 


ynuas. 
KAA. Daivsraı. 


⸗ 7 ⸗ 
ZR. Ova üpa To yalpeıv Eoılv EU nodrrev 0008 
To avıdodeı xardg, Wors Eregov ylyvsraı TO NÖV To 


ayadov. 


her Evdew nal Enidupie. — 
xare TO 7. %. Abysıg: "in Rück- 
sicht auf das Trinken (insoferne 
man trinkt) meinst du, dass man 
sich freue?’ Ueber die Bedeu- 
tung des #aza s. Kr. 68, 25, 3. 
vgl. C.459 B, c. Das Subj. von 
qalgeıw ist wie im vorherigen 
(dıpavıa zivev u. a.) ein all- 
gemeines, zıvo, 8. zu 456 d. — 
zo ovußeivor : s. zu 459 b. — 
elite %. eite_ 0. Bovisı: 8. zu 
468 d. Die Genit. Yvyns und 
ocuœros hängen von tovro ab; 
“magst du nun behaupten wollen, 
dass dieser Zustand (zugleich Un- 


lust und Lust empfinden) der ' 
Seele, oder dem Körper ange- 
hört! — ovdiv.... Ösapäger: 
vgl. zu 451 c. — dAAs unv: 8. 
zu 449 0. — Epns: 485 ec — 
pnul yag: “allerdings behaupte 
ich es. vgl. zu 451 a — 

497 A. ylyvercı: “sich (alsRe- 
sultat) herausstellt. ydyveoda:, 
als mathematischer Kunstaus- 
druck von dem Ergebniss (F a- 
cit) einer Rechnung gebrüuch- 
lich (Apol. 36 a. Xen. Anab. l, 
2, 9 u.6.), wird hier, wie öfters, 
auf das verwandte Gebiet der Lo- 
gik übertragen, — T00 ayadov: 


138 


IIAAT2BNOZ 


497 A 


KAA. Obx old’ arte oopike, @ Zainpwres. 

ZQ. Oldobu, dAra axxiteı, a Kallluisız‘ vai mp0LdL 
ys Erı eig To Eumgoodev, iva eidg, Ws dopüs MV we 
Bvoußereig. 0v7 äun Öıyav re Enaorag Nuv nenavrar 
xal ua ndouevog dia Tod nlvewv; 

KAA. Oüx oida 6 07 Atyag“ OT — Anosis. 

T'OP. Mndauds, @ Kaklixksıs, dAR amoxgtvov xal 
qucõv Evexa, (vo aegavducıy ot Aoyot. 

RAA. AIR del voLadrog der. Zioxpeiong, @ T'og- 
yla“ ouıxod xal OAlyov abın dvegurd zul Aksieyyaı. 

T'OP. ’Aria Ti o0l diapeosı; navrag od oN avım 
N zum, o Kaikinksız ' —X Undoyıs Zoxeurs —X 


En Onws dv Bovintaı. 


KAA. 'Eoura ön ov ra ‚gung TE ya) orevo 
zadre, Enelnsg I'ooyia doxei ovras. 


8. zu 495 c. — oogifsı: “Spitz- 
findigkeiten aussinnst.. Wie K. 
oben (494 d. 482 c.) den S. für 
einen önunyooos erklärte, so 
will er ihn hier zu einem o0gt- 
oeng machen. — anuiger: Wort- 
spiel mit vopl$eı. — &g 00@ög 
ov: Ironisch, denn das Gegen- 
theil ‚zeigt sich bereits und muss 
sich im weiteren Verlaufe immer 
deutlicher zeigen. vgl. 487 a, b, 
e, und die Anrede @ oopwreaze 
Kuallinleıg 489 c. — 

B. Eywu Amgeis: ‘Da faselst 
fortwährend. s. zu 490 0. (GAve- 
osis fzov). Mit diesen abwei- 
senden Worten ‚will K., der längst 
voraussieht, @g 00posg ar 
er schlässlich erscheinen muss, 
alle weiteren Erörterungen abbre- 
chen; wird aber von S., der sei- 
nem 458 b, c. ausgesprochenen 
Grundsatze treu ohne persönli- 
che Rücksichten die Wahrheit 
gründlich zu erforschen strebt, 
zur Fortsetzung, der Unterredung 
gedrängt. — nuav Even: G., 


der mit Interesse dem Gange der 
Erörterung gefolgt ist, tritt nun 
als Vermittler ein. vgl. Prot.335 
cf. — Iva negardacıv ol 
Aöyor: vgl. zu 472 c. int. — opi- 
x0& ...: Denselben Vorwurf der 
Kleinigkeitskrämerei (ouır0040- 
via) bekommt 8. von seinen s0- 
phistischen, der Dialektik unkun- 
digen Gegnern öfters zu hören. 
vgl. besonders Hipp. mai. 304 a. 


fu. d. Einleitung. — 4 vol die- 


ge£gsı: 5. 448 b, u, zu Prot. 331 
C. — NEVERS .. . Tan: jedon- 
falls hast du nicht dafür einzu- 
stehen. Eigentlich besagt die 
sprichwörtliche Bedensart: “der 
daraus erwachsende Schade und 
dieVergütung desselben fällt nicht 
dir zu. Ueber diese (in Prosa sehr 
seltene) Bedeutung von rıun vgl. 

H. «, 189. y, 286. 2,552. Od.z, 
87. — vnooyes 2. Ebeliybar: 
"Lasse den S. (dich) wiederlegen. 

Kr. 55, 3, 21. vgl. das zu soo- 
⸗xco, mit welchem hier o210 
gleiche Bedeutung und Construc- 


92 


497D 


TOPTIA2. 


139 


ER. Bðdoluæ el, ® KæuMaludeis, or Ta weyaiu 
nöpindai zeiv To ounec‘ dya Ö’ 0ux Du Oeuron 


sivou. 


09: ovV dnelızeg, anoxgivov, & 0UX Ge 


'nevsrar Bıbav Enaorog npav xul ndopevog. 


J 


"KAA. Gnul. 
ZR. 


Ovxodv xul zevov anal av ailom dmdv- 


6 e _ [a4 [4 
Kıov xal ndovav Kur Tavsraı; 


-  KA4. "Est teöre. 


ZR. Qixoöv xl vov awæcᷓ⸗ nel Tv vidovGv & Aue 


tavszteL; 
KAA. Nat. 


L. An u tov Eyadav Kal AuxoV .oU% Aue 
NAVETOI, WG GV uodoyis vöv Ö8 oðꝝꝛ öwoAoyelg; 

KAA. Eyays' ıl ovv 6%; 

ZR. "Or 05 raüra yiyveran, & plAs, rayaoa rots 
ndEoıv 0VÖL za xaxa Toig dvıapois. av ulv ya ua 


tion hat, unter 458 b. Bemerkte. 
— Orog &v Bovintaı:s.zu450 b. 


C. doara 87: ‘So frage denn.’ 
In dem Zewr&» ist für S. das 
Mittel das &&eltydaı. — ouınga 
nal revdᷣ: wie vorher. cuixocq 
aa ÖAlyov fie. vgl. Cie. de fin. 
4,3,7. Pungunt enim, quasi acu- 
leis, interrogatiunculis angustis. — 
tavra: 8. zu 452 0. — TE uS- 
yala wewunonı...: Derbildliche 
Ausdruck ist, wie 493 b., von 
den Mysterien entnommen. Die 
Einweihung in die Eleusinischen 
Mysterien hatte zwei Grade. Die 
Vorbereitungsweihe(ßuncıs)wur- 
de gewöhnlich- an den kleinen 
Eleusinien im Monate Antheste- 
rion ertheilt.e. An den grossen 
Eleusinien im Monate Boödromion 
erhielten die uvosaı den Zutritt 
zu den höheren Geheimnissen; 
sie wurden dxözraı. Also: "du 
bist zu dem höheren Grade zu- 


gelassen, olme die Verlanfe des 
niederen, d.h. du darfst dich mit 


. grossen Problemen beschäftigen, 


ohne dich bei diesen elementaren 
Kleinigkeiten aufzuhalten. Aber 
diese ouırga bringen den K. in 
Widerspruch mit sich selbst. — 


yaöt... elvarı Aehnlich 8o- 


phist. 218 0. 00a d’av row u8- 
yaıov dei dıanoveioha nalag, 
nel av zaLoüror dbdorraı 
nücı nal nalaı To 0058009 &v 
auıngois nal 6gocım aura deiv 
welstan, ol 11% ausoig Toig 
ueyioros. — odeEV 0. ar.: 497 
b, — zeıwüv x. rav Allmv dxı- 
Yvuray : Die ‚beiden Constructio- 
nen von rzavsotuı verbunden, 
wie 482 da — 


D. ara un»: 8. zu449e. — 
og cv Moaoveis: 496° c. — ri 
09» dn: "was nun weiter? d.h. 
wo willst du mit deiner Frage 
hinaus? — yiyvaraı: 8.2u497 8. 


IAAT2QNOZ 497 D 


140 
Kaveraı, av Öb 00, α ETEgmv Ovrmv’ NG 0VV TaUTE . 
av en ra nöda Tois dyadolg 7 Ta avınpa rolg xaxois; 
&av 63 Bovin, xal id Enlaxsdar‘ oluaı ydpcoı oVöR : 
tevrn öuoAoysloder. adpsı dd‘ Toüg dyadoüs oüglE 
ayadov nagovale dyadovg xaAsig, DONE TOVg XuAodg 
ols av xuillog zapi; 

KAA."Eyoye. 

z2. Ti ö8; ayadong &vögpas xaksis Tovg &poo- 
vag zul ÖsıAovg; 00 yagp &prı ye, aAlı Toüg avöpelovs 
xul ppoviuovg EAsyss‘ N 00 Tovrovg ayadovg xuAslg; 

KAA. IIkvv ulv odv. 

22. Ti öE; natda dvönsov Yalpovıa ijon sldss; 

KAA.’Eyoye. 

ZR2."Avöge Ö8 ou eldsg dvonzov yalgovra; 

KAA Oiucı Eyays‘ aAlc vl Toüro; 

ZN. OvdEv‘ aAR aroxplvov.: 

KAA. Eidov. ' 

Z2. TiöE; voov Eyovre Aumovusvovaal yalpovre ; 498 

KAA. Dyul. 

an. Tloregoı 0: uaAiov xacoouo vol Avzodvraı, 
ol godvino ol & äpooves; 

KAA. Olga Eyaye 00 noAV Tu dungpegeiv. 

ER. AA donsi xal Todro. &v zoAsum 08 non el- 
Öss avöoa deiAov; 

KAA. Ilös yap- od; 

ZR. Ti oUV; drıovıav Tor mohsulan storsgol 
co &doxovv udAAov yalosın, ol Seidol n ol avögetoı; 


— maderu: ergz. Fuaorog Numv. 
— xal 150° drnlonerpar: hiedurch 
wird der folgende Beweis als ein 
neuer vom vorhergehenden be- 
stimmt unterschieden. — öwo4o- 
yeiodaı: Subj.ist @dro oder ròo⸗ 
A0oyoV. 
4952. — 


E, waoovaig: ' in Folge (we- 


Ueber das Passiv s. zu ° 


gen) der Anwesenheit. C. 439, 
Kr. 48, 15, 5. — Todg nalods: 
ergz. aicis (ſuelvovs). — 00 
yco &. ye: ergz. rovᷣg — 
al Ösılodg hαιαιj ayadovg 
ävögas. vgl. 491 b,c. — dl 
ri rovVro: 8. zu 448 b. — 

498 A. 00 nold ri: Kr. 51, 
16, 4 u. 5. — . 


&98C 


KAA. ’Augporsgpoı anoye ucidov 


gaxinolog ve. 


TOPTIA42. 


141 
ei ö8 un, za-B 


ER. Ovölv dıinpepsi. yalpovaı db ovvxul ol deukol; 


KAA. Zypoödga ye. 


ER. Kal ol &ppoves, wg doıxev. 


KAA. Not. 


2302. ITposiovrav 68 ol dsikol u0Vov Avnodvran 


n xal ol avögsior; 
K.AA. ’Augorsgoı. 
ER. Aoc öuolws; 


KAA. Mäkiov ioog ol Ödeudot. 
ZR. Anıöoviov Ö 00 u@llov yalgovaıv; 


KAA."Ioos. 


ER. Ovxodv Avnodvras ubv Hal yalpovar sul ol 
&ppovess xal ol ppovınoı xal ol Ösılol zul ol dvögelor - 
zegpaninolos, Os CU pr, uäikov ÖL ol dsıkol av dv- C 


ÖgElov ; 
K4AA. Onul. 


ZR. ’AMG unv of ye ppovınoı xal of dvögstor 
ayadol, ol 68 dsılol au Uppovsg xuxol; 


KAA. Nat. 


ZR. Ilaganinsiag apa zalgovsı xal Avzodvını 


ol ayadol xal ol xaunodl; 
KAA. Onut. 


ZR. "Ag 00V zaganincins siolv ayadol xal xu- 
xol ol ayadol re xal ol xuxol; 7 wel ärı uälkov aya- 
ol xal xusol eiaıv ol xaxol; 


B. augöregos Eu... .: d.h, 
beide Theile, die Feigen und die 
Tapferen, schienen sich gegensei- 
tig anFreude zu überbieten; und 
sollten sich auch die Feigen noch 
mehr freuen, so ist doch der Un- 
terschied nicht sehr merklich. — 
ROOCLOFTMV: ergæ. TV NOAM- 

oa. — 


C. de oöv ... . slalv of za. 
sol: ol ayadol u. ol xaxol im 
Subj. bezeichnet die Tapfern und 
die Feigen, welche K. als aye- 
ol u. xanol anerkannt hatte 
497 0; ayadrolu.xaxol im Prä. 
dic, bezeiehnet Schmerz und Lust 


‚empfindend, wodurch bei der Iden- 


ttät von jos u. ayaddy Güte 


D 


E 


142 


IAATBNOZ 


498 D 


KAA. Arhd wo Al ovu old’ 6 vu Asyaıg. 

ER. Obx oloH HT Toüg ayadovg ayadav. ps 
zagovolg sivaı dyalovg, xaxovᷣ ö3 xaxav; ra Ö8 
ayada slvaı Tas nNdovas, ward O8 ‚TG avlag; 


KAA."Eyoys. 


ZR. Ovxoüv roig yalgovaı ndosanı raͤyebeh, ai 


ndoviad, sinso zalgovaıv; ; 
KAA. Ilos yaQ 0d; 


ZR. Ovanoöv dyadov napovrav ayador loiv ol 


yaigovrss; 
KAA. Noi. 


23%. Tide; rois dviaudvorg oðᷣ xcotor. TO xxcᷣ, 


at Aura; 
. KAA. Ildgeoruw. 


Zn. Kanav de ye ã ꝓijs dv sivaı xæxovg 


TOVG KUKOVS' 
KAA.’Eyoye. 


ovxéri piis; 


ZR. ’Ayadol &pe ol av v reigmon, xoxot ö} ol av 


Avıavuas ; 
KAA. Ilavv ye. 


ZR. Ol ulv ys wärhov udkdov, 08 Ö Mrrov Yrrov, 
pi.d5 zaganinolag napazinoims; 


KAA. Not. 


ZN. Ovxoöv ns zuguninalas. yalocın xal Av- 
wsiodeı TOUS voovrquovs xexl rov; Uppovas zul Toüg 


ÖssAovg %ul rovᷣg Gvögelous, 1 


Ösılovg; 


und Schlechtigkeit bedingt. ist. 
497 &, Der hier. scharf zusam- 
mengestellte Widerspruch wird im 
Folgenden bis 499 b. erläutert. — 
‚Yis: 497 0. — af vdo- 
wulz‘ nämi. dieLust.‘ Ueberden 
Phur.: des Abstract: s. zu: ‘477 c. 
— .tyadr A gleich- 


bedeutend mit dyadar wagov- 
el. — 


n sul nühlor ötı rovᷣçę 


E. nodnerı pys: Diese(schon 
497 e. angestellte) Frage, obauch 
X. noch der nämlichen Meinung 
ist, erscheint nach dem Früheren, 
wo derselbe zu wiederholten Me- 
len (489 b, 491 a.) in die entge- 
Kengesetzte Ansicht umschlug, 
@ürchaus nicht unbegründet. — 

V pev...: d.i ol av ye nal- 
109 yeigovan, uallov ayadol 


53 


499 B 


KAA.’Eyays. 


TOPYIAZ. 


143 


ZN. Zviioyıcaı ÖN x0ıvN]) wer Euod, venplv ouu- 


Balvsı 2x Tov auoAoynusvav 


xal Ölg yag vor zul 


zeig Yacı xalov zivaı a xala Akysıv Te anal Erıoxo- 


netodaı. ayadov ubv elvaı ToVv Poovıuov xal dvögsiov 99 


pauev' 7 Yap; 
KAA. Nat. 


ZR. Kaxov 6} T0v Rppova va) Ös140v ; 


KAA. Tuvu ys. 


ZR. ’Ayadov Ö& au Tov yalgovra; 


KAA. Nat. 


" 
22. Kaxov Öf T0Vv avımusvov; 


KAA. ’Avayan. 


ZR. Avıkoder O8 nal yalpsıy Tov dyadov nel xa- 
x0v Öuolwg, laws Of xal uäilov TOV xax0V; 


KAA. Nat. 


ZR. Obdnoüv Onolws ylyveraı axog zul ayadog 


To ayada 7 xul uäilov ayadog 6 xaxdg; 0V TauraB 
ovußalvsı xal Ta mpOTsER Lxeiva, dav ig Tavıa pj 
nösa Te nal ayadd sivar; 0v taüıa dvayın, & Kul- 
Alnksıs; 

54 K4A. Ilakaı toi 00V —RX ᷓ Zuxpatsg, 
xaοοaovyov, EvdVvnoVnsvog OT, x0V naitov tig 001 
Zvdo brioũv, ‚oyrov Aausvog Eye Bang ra —J 


sloı url. — oviloyıcaı: ‚rechne 
zusanımen. — x0m7 ner’ duod: 
vgl. Prot. 338 b. (x0177 oxepd- 
used xrA.) — ovußeiver: 8. au 
459 b. — xal dig... .: Dieser 
Satz, durch gaoı als sprichwört- 
lieh bezeichnet, von Platon auch 
Phil. 59 e. und Legg. 12, 956 
c. angewendet, ist den Scholien 
zufolge aus einem Verse des Em- 
pedokles entlehnt. — roı: Gno- 
men werden. häufig, namentlich 
bei den Tragikern, durch das ver- 


sichernde ro£ (s. zu 452 b.) ein- 
geleitet. — 

499 A. 7 yap: 5. zu 449 d. — 
loog Öd uaAkov. . .: mit Bezug 
auf das zweifelhafte Zugeständ- 
niss des K. 498 b. — xcex o xcel 
ayadog .. .: wird ein Schlech- 
ter auch gut durch das Gute 
(näml. durch die Lust). — 

B. ‚va mgoTegn, neiva: 4978. 
- 0 zavıa avdyan: 8. zu 475 
b. - drda: "zugibt.” — Todrev 

q. Zyaı: Eyeodal Tivog, ‘sich an 


144 IAATSNOZ 499B 


os on od olsı —2* n nal &AAov Ovrvoov avdgunnv 
ovx nysiodaı vag uEv BsArlovg ndovas, tag 62 welgovs. 

ER. oo lov, & Kaikluasız, vᷣs wavoögyog ei, ad 

Cuoı @omeg aLÖl 1oj, rork ubv ad paroRmv ovrag Eysıv, 

vors 68 FrEoms, eanarav we. xulroı 002 @unv ya 
nor „Eoxds Uno 600 £Exovrog elvaı Eunamöngeadaı, 
os Ovrog plAov‘ vüv 08 Edevadyv, “ol @G Eosnev 
Kvayın WoL Kara rou zahaıov Aoyov TO zagov sv 
roLstv Hal Todro deyeadaı To dıdonevov RER God. 
Earı Öb On, wg Loıxev, 0 vv Asyeıs, orı ndoval Tıveg 
slow al uv dyadal, al Ob xaxel‘ 7 ydp; 

KAA. Nat. 

ZR.’Ao 00V ayadal wev ai ogpeiıor, næxa 08 
ai BAaßeoot; 

KAA. IIavv ye. 

ZR. Rpeiıuoı ÖE ye al .ayadov rı MoL0dsatL, %0- 
xl Ö& al x080V Ti; 

KAA. Dnui. 

D ZR. Ag 00V Tag rodade Adysız, olov Hard To 

söue as vüv 67 EAsyousv Ev ıö Eodleıv al nlvav 


etwas festhalten, anschliessen. — og Öswrog Yllov: mit Bezie- 


vgl. Prot. 324d. Kr.47, 12. — 
DORrEE TE uEipanıe: Nach den 
484 gegebenen Erklärungen des 
K. darf dieser Vergleich nicht 
mehr befremden. — og dn od 

: ironisch. s. zu 468 e. sci- 
licet. K. versucht abermals seinen 
gewöhnlichen Kunstgriff, näml. 
das Unterschieben einer wesent- 
lichen Modification anstatt des 
früher aufgestellten Satzes. s. zu 
498 e. — lov:; (ironischer) Aus. 
ruf der freudigen Ueberraschung. 
Soph, Phil. 38. — 

‚C. &£arnarov ne: Appos. zu 


paonov. — $Enövrog elvaı: C. 
570 A. Kr,55, 1, 1. Apol.37 a. 


hung auf 485 e; 487 a. — Kos 
ov zn. A: 8. zu 454c, — TO 
za00% . . .: Das Sprichwort soll 
nach einigen von Pittakos (s. zu 
Prot. 839 c.), nach andern von 
Epicharmos (s. zu 505 e.) her- 
stammen. Auch Cicero (ad Att. 
6, 5, 2. und 15, 17, 1.) spielt 
darauf an. — 80 zosiv: “für 
lieb nehmen; boni consulere. — 
2 ön: 8. zu 452 b. — Hdoral 
zives.. .: ‘es gibt gewisse Ar- 
ten der Lust, theils gute, theils 
schechte; d. h. einige Arten d. 
L. sind gut, andere schlecht. Kr. 
50, 1, 65 47, 28.c. — 

D. olo» : “wie zum Beispiele. 


500 A TOPTIA2Z. 


145. 


ndovas; aga rovrmv al ubv Uylsıav moodca dv zo 
sauer, 7 loxov 7 GAAmv Tıva GpETNV Tod OWuaros, 
avraı ulv ayadal, al ÖR Tavavıia Tovrwv xaxal ; 

KAA. Ievv ye. 

ZR. Ovaodv nal Auncı Moavrwg al wir ‚xonsral 
eloıv, ai Ö8 zovngad; 

KAA. Tlös yao ov; 

ZR. Ovxodv rag ubv yonoras nal ndovag xal Av- 
zus nal algersov Eori Kal TEAXTEOV; 

KAA. IIavv ye. 

ER. Tag Öt novnpas 0d; 

KAA. Ankov Ön. 

ER. "Evsxa yap xnov av ayadav Anavıa nuiv 
2boke moanteov eivaı, El uvnuovevaıs, Euol TE Hal 
TIoio. apa xal Gol Ovvöoxei oVrm, tEAog eivar anıa- 
6oVv av noatswv To ayadov, nal Eneivov Evenev Öeiv 
avra aAiı noatrssdaL, AAR 00% Exsivo Tov KAAOV 5500 
Svuynpos nuiv ei xal 60V Ex Teizwv; ‘ 

KAA.’Eyoye. 

ER. Tüv ayadav Kon Evssa dei nal raila xul 
za ndda moatısıv, AAl 0V Tayada av nödwv. 

KAA. IIavv ye. Ä 

ER. Ag 0VV muavrög avdoog Earıv EuAekaodaı, 
zoia ayadı av ndEmv Lori “al onoie auxd, N Ter- 
vıXod Ösi Eis Exacrov; 


s. zu 450 c. — gern»: 8. zu 500 A. dusivo av @llov: d.h. 


419 b. — ovraı wbV: resumiert 
den Nominalbegriff des vorange- 
henden ai ulv..... zoLodcaz in 
ähnlicher Weise, wie ovro den 
Verbalbegriff eines vorausgegan- 
genen Part. (s. zu 457 cc.) — To- 
vavıla tovror: ergz. TOLOVORL. 
E. oũ: ergz. algszeov dorlv 
ovô? zpaxtsor. — dnlov Ön: 
s.zu 478 a. — Edofe: 468 c. — 


Plat. Gorgias. 


dnsivo dEiv nocdtrsodu Tüv 
aAAov Evsnev. — du zoirov: 
‘selbdritter ; ipse tertius. Symp. 
2136. nolvere, maides, Alxı- 
Pıaönv, Eva Ex zoiwv xare- 
xentaı (ueben Agathon u. Sokr.). 
Eurip. Orest. 1177. yo, (Elektra) 
zaclyvnt (Orestes), auro odT 
£ysıv doxo, sornglay col ade 
T.(Pylades) dx zeitov 7’ Zuod.— 


10 


{46 MHAATANOE 500 A 


KAA. Texvixoũ. 


ER. ’Avauvnsdausv In av av &ya npös IlaAov55 


»al Iopylav Eruyyavov Akyav. EAsyov yag, El WVNUo- 
Bvevsis, Ort Eiev napedxevel al ubv uEeror Ndovig, aVTo 
roõũro U0VOV Ta0RoxzgVafovoaı, dyvoodcaı 68 ro BEi- 
tiov x TO yeigov, al OF Yyıyvmorovoaı, 0 Ti TE aya- 
90V zal O6 rı xarnov‘ zul Eridnv rov ulv mepl Tas ndo- 
vag nV waysıpgınnv Eureıglav, AAA 0V tTeyvnv, rov oe 
megl To ayadov auv lorgıanv teyvnv. nal mo08 pıÄlov, 
@ Kahhinkeıs, unte adrög olov Öeiv 008 Eut maibeıv 
und’ 6 tı av ruyng age Ta doxoüvra droxgivov, und 
Cad ra ag Euod odrag dnodsyov gs maltovrog‘ 6EKs 
y&g, Otı wegl Tovrov elaiv nuiv ol Aoyoı, 0v Ti av 
udilov GrovöcosıE tig al OuLx00v voüv &ywv Kvdow@- 


ravros avöoug £orıv: Kr. 47, 
6, 8. vel. C. 417. — TEyvınod: 
näml. &vögos, “eines ‚Kenners ; 
im Gegensatze zu mavTOg avögos. 
— 8 EROTOV: “für jeden ein- 
zelnen Fall! 

ov: d.i. rovrow, &. — Me- 
yov yao: 464 b ff. — 

B. nagaoneval ai ubV. 
s. zu 499 c. (ndoval Tıveg). 
uEygL ndovns : insofern sie kein 
höheres Ziel kennen, als das Ver- 
gnügen, und dieses zu ihrem End- 
zwecke haben. — Stidnv rar 
ulv...: “ich rechnete unter die- 
jenigen (r®» Gen. part. Kr. 47, 
9, 3.), welche sich mit den Ver- 
gnügungen befassen, des Kochens 
Geschicklichkeit, nicht Kunst. 
vgl. 464 d f, wo oyporouen 
statt uoyeıpımn steht. — zooög 
gıllov: näml. Aus,‘ bei Zeus dem 
Freundschaftsgotte.’ Phaidr. 234 
e. eink 005 dıös gıAlov. Alk. 
I, 109 d. u& 70» pllıov. — moog 
Zub nalfeıv: mit Bezug auf 499 
b. — 0 tı @vruyng: ergz. dro- 


KOLVOLEVOG; das erste beste, was 
sich eben trifft. Krit. 44 d.. — 
rao& T& doroüvra ar.: vgl. 
495 a. — untl... nalfowrog: 
Von dieser Auffassung war K. 
gleich anfangs ausgegangen. vel. 
481 b, 495 b. 


Ü oͤgẽs ..f Tovro, Ovruvo 
‘Du siehst ja, dass unsere 
Unterredung sich damit beschäf- 
tigt, was man, selbst wenn man 
nur wenig Verstand hat, zu- 
meist anstreben soll, näml. die- 
ses, auf welche Art’ u.s.w. Vi- 
des enim nostros sermones ea de 
re haberi, qua nihil magis homo 
vel mediocriter prudens expetat 
etc. Ueber.den Gen. des Relat. 
beim Comp. s. Kr. 47, 27. 4. 
(vgl. F. Schultz lat. Spr. 8.297, 
A.1.) in der durch Toöro ‚einge- 
keiteten Erklärung von 09 ist die 
andere beim Comparativ mögliche 
Construction mit n gewählt. Kr. 
47, 27. 8. Krit. 44 c. Il.o, 509. 
Od.&, 182. — onovödssıe: Ueber 
orovdafeıy mit Acc. s. zu 48] 


501 A TOPTIAZ. 447 


æos, N rovro, Ovrıva yon TE0rXov £ijv, Törsoov Erl -0v 
cv xapaxaasis End, Ta Toü avöoog 07 Taüra ERT- 
toven, AEyovza TE Ev TO dnue xl Ömrogunmn ı dGX0UVIE 
xl wolırsvöuevov roõrovu ròou zedmov, 0v Vusig vüy 
moAstevsode, 7 Erl rovde Tov Biov zov Ev Yılocopia, 
xel rl nor’ doriv ovrog Enslvov Öıapigwv. lang 08V D 
Biriorov darıv, os aprı Eya Eneyelpnon, ÖLnıpeiohe:, 
Össkoukvovs Ö8 xl OuoAoynsavras aAlmkoıs, 8l Eorı 
rovᷣro dırra a Plo, orsbaodeı, rirs Önpegsrov aih- 
Anioıv xal ÖROTEEOV Bıarsov evrolv. lowg 0VV our 
of0da ti Ayo. 

KAA. Ov Öfre. 

ZR. AR Ey 001 OapEorsgov dpa. Eneön Wuo- 
Aoynxausv &yo TE Hal OU eivar uEv Tı dyadov, Eivaı 
ö£rındv, Ereoov dk TO NdV Tod ayadod, Exaripov ÖF 
avroiv meldrnv tıva slvar ul NORPROXEUNv TiS xrij- 
osoc, nv ubv roſũ nddog Ingav, nv Öf Tod ayadov 
— aUrO dE wor TOUTo TEMToV 7 Ovupadı nun" OVupTS;E 

KAA. Ovro gnui. 

ZR.”I8ı Ö7, a xal npög Tovads &ya Eisyor, dio- 
uwoAoynoal or, El &pa 001 Edode Tores aAndn Adysıv. 
EReyov dd nov, Orı i ubv Oyozouan Od wor Öoxei eyvn 
sivaı aAR Eursıola, n © larpınn, Adyov or n ulv Tov- 501 


6 


b; — dm öv: d.i. roreoo⸗ tov- (zen) zouös Tov low &gv oder 
tovrövroonor, int 0% xrl. — Pıowv. — oöͤrog »eivov: d.h. 
wagamaleig: 485 ef. — roſ  Ovrog ö Blog ö &v pılocopia 


avögös: mit ironischer, durch 


ön markierter Beziehung auf 485 
a f. Ueber die Bedeutung des 
ön 8. zu 492a. — ravıa: d.h. 
“was du als Beruf des Mannes 
bezeichnetest, nicht ohne verächt- 
lichen Nebenbegriff (s. zu 452 e). 
— Ent rovde vov B : Ungenauer 
Weise ist die nur zum Relativ- 
satze gehörige Präpos. im zwei- 
ten Gliede wiederholt anstatt 7 


Exelvov,, TOO zav Asyovıan dv 
ÖnUWm au HNTopınnV Koxovv- 
rov rk. — dıapigav: 8. zu 
464 c. — 

D. ov Öntae: s. zu 449 e. — 
Eregov dk To nV Tod ayadod: 
497 d. — 

E. ovro nut: näml. eiyaı. — 

005 rovode: Gorgias und Po- 
los. — Eheyov: 464 d. — 

601 A. 7 5 lern: erg. do- 


10* 


148 TAATQNOE 501 A, 


Tov 09 Hegansva xal ıv pvoıv doxsnzar xl ımv ai- 
tiev av nodırei, xal Aoyov &ysı Tovrmv Exdorov doü- 
vor, nᷣ lurouxij 70 Erega ig Ndovis, 2005 7v 7 depa- 
neie AUT Earıv &nada, KonöT areyvag Ex’ avınv Eo— 
ASTA, OVTE Tı NV PVcıv Oxnedauevn vis ndovig oörs 
yV alviav, aAoymg Te navranacıy, as Erws sineiv, 
ovötv dirgidunganuevn, TeußT xal Eumsıpia uvniunv 
uovov owfougvn Tod eimdorog yiyvaodaı,. © ON. xal 
B zopikeraı tag Ndovas. tadT ovv ngWToV Oxone El do— 
xei 001 inavog Akysodaı, xal Eivel. Tiveg Kal negl yv- 
nv roıwvraı AAicı nonRyucrsiaı, ai ubv Teyvırad, 2E0- 
undecv tıva Eyovoaı Tod Beitiorov negl nV yuynv, 
al Ö8 Tovrov ulv OAıymgoVoaı, Eoxsunevar Ö’ &v, DONEQ- 
Exsi, cv NÖOVNV uOVov tig Yuyig, tive av auch Too— 
rov yiyvosto, Nrıs 68 7 BeArimv N yeipwv av ndo- 
vv, OVTE 6x0N0Vusvaı ovrE uElov avraig aAlo N Ya- 
c eitsodaı uovov, site BeArıov elite ysipov. Euoi nV yag, 
& Kuldixisıs, Öoxovoi Te elvaı, nal EymyE pnu To. 
TOLOVTOV KoAaxsiav eivaı xal egl Ouur xal weg YUv- 
nv nal nepl KAAo Orov KV tig mv ndovnv Begarnevn,. 
AOHEnTWg EYWVTOU dwelivovog Te xul TOD XEiE0vog' U 
ÖE Ödn noregoVv Gvyaararidsseı nulv nepl TOVTWV nr 
avınv Öokev n avılpns; 


KEl WOL TEYVn eivaı. — TNV pV- 
cıy: näml. ‚des Körpers. vgl. 
464. b. — n largınn: Appos. 
zu n wEv. Ueber die Stellung vgl. 
Prot. 351 a. — rüs ndowne: 
Gen. object. “die andere auf die 
Lust gerichtete Geschicklichkeit. 
— 0DT8...Te: neque — el. Kr. 
69, 53. C. 625, 2; 0UTE Ti 8. zu 
457b. — og Emog elneiv: 8.zu 
450 b. — zgıß7 xal Eumeigie: 
vgl. 463 b. — 

B. GoSoO &uei: d. h. wie es 
bei der andern Classe, bei den 
auf den Körper sich beziehenden 


Beschäftigungen, der Fall ist. — 
OUTE OKONOVUSYAL OVTE ‚welov- 
x#rA.: Statt dem GRoNoUuEveL 
entsprechend mit &mıuslovpevas. 
fortzufahren, wird zu dem unper- 
sönl. u&Aoy (Acc. absol. C. 586. 
Kr. 56, 9, 5) übergegangen, und 
der Gedanke, dass nur dieLust, 
ohne alle Rücksicht auf gut oder 
schlecht, erstrebt wird, nochmals. 
nachdrücklich wiederholt. — eirs 
ß. site y.: s. zu 468 d. — 

Ü. volanslav elvaı: 463 a; 
464 c. — Orov: possess. Gen. 
zu nv ndovnv. — Ö8 Ön: a. 20 


501E TOPTIAZ. 149 


KAA. Ovx &yoys, alla CVYYWpO, Ivo 001 xal ne- 
gave 6 Aoyos xal Tooyie ade yaplomuaı. 

3%. IIoregov Ö& negl ulv ulav duynv &orı roõũro, D 
neol Ö8 ÖVo xal noAlag 00% Zarıv; 

KAA. Ovx, aAla xai neol ÖVo xal nepl oAlas. 

ZR. Odaodv xal adpoug Aum yapiksodaı Zarı, 
und: oxomovusvov to BEitıorov; 

KAA. Oluaı Eyoys. 

ZR.”"Eysıs ovv eineiv, airıves eloıv al Enırndev- 
os ai rovro no0dsaL; ucAkov ÖE, &i Bovisı, euoö 
Egmravrog, n uEv &v 001 dor) Tovrmv eivar, pH, N 
Ö'av un, un pad. noWrov Öf oxedaucde yv avin- 
rınyv. oðᷣ Öoxsl 601 Toievem tıg elvaı, @ Kaidixisıs, E 
nv ndovnv NuMv uovov dıwasıv, KAAo Ö’ oVÖ8V pooV- 
tißewv; 

KAA.”Euoıye doxei. 

ER. Ovxodv xal ai roialds Anacaı, 0lovn xıda- 
gQuorımn n &v Tols ayacıv; 

KAA. Nai. 

ZR. Ti dd; n av yogav ÖWdaoxeile nal n zav 
dı$ vgaußwv Kolnoıs 0% ToLavrn Tis d0ı xatapalverer; 


37 


452 b. — ovynararideonı . .. -gehören. s. zu 500b. — gpatı: 


Sogar: stimmst du mir darüber 
bei. Gewöhnlich steht in die- 
sem Sinne ovyxarauideohal zıvı 
ohne dogar oder ein ähnliches 
Obj. — nuiv: ist bescheiden 
statt duol gesetzt; S.allein hatte 
diesen Grundsatz aufgestellt, aber 
Gorg. und P. hatten ihn nicht 
bestritten. — va 0. xal: “dass 
dir nur u. s. w. 8. zu 467 c. — 
zeoa@vdn 0 Aoyog...: mit Be- 
zug auf 497 a. — . 
D zovro: bezieht sich auf das 
obige nolanslay. s. zu d6le. — 
Ed edaıs: mit Bezug auf 458 e. 
arlov dE: 8. zu 449 a. — 
rovrov eivar: “unter diese zu 


s. zu 454 d. — / 

E. ‚Toıevrn tıs: 8. zu 487 c. 
— NV... Poovriger: ‚als er- 
klärende Appos. zu TOLaVTN TI 
abhängig von doxei. — &v toig 
ayaoıw: “bei den Wettspielen. 
Solche musische Productionen ein- 
zeluer Künstler (im Gegensatze 
zum 000g und dem dıdvgan- 
ßog) fanden bei den meisten 
gottesdienstlichen Feierlichkeiten, 
hauptsächlich an den Apollonfe- 
sten statt, — ‚N, av yogav dI- 
dacnailı xal n av dıövoak- 
Bor rolmaıs: Die Verbindung 
mit dıdvpaußosg und die nachher 
erst 502 b. folgende Erwähnung 


150 


IAAT2SNOZ 


501 R 


n nyel r poovrifsıv Kıynoiav rov Mianroç, Onmg get 


502 zu ToL0vToV, GOſV &v ol axovovreg Beitlovg yiyvoıvro, 


n 0 zu weilsı zagısiodnn To 240.2 Tov Vearav; 
KAA. Ahkov 6n Toro ye, @ Zwxparss, Kıvn- 


olov ye nEgı. 


ZR. Tiög; 6 zarıno avroö Meing n eos To Bei- 
zıorov BAenov Edoxsı 60 Hıdapmdeiv; ij dxsivog wir 
ovoe E05 To NdL0Tov via yag adwv voug Hearag' 
alla ÖN 0x0nsı" ovfl 7 re wıdapmdızn doxsi d0L r&o« 
x n rõvu Öıdügaußwv molnsıs Yboväg: yapıv evVENOdaL ; 


der tragischen Dichtung beweist, 
dass hier nicht von den Chören 
in der Tragödie die Rede ist. Es 
verbält sich also 70006 zu dıdv- 
oxußog wie Gattungsbegriff zum 
Artbegriffe. Ueber diese Verbin- 
dung durch x«/ s.Kr. 69, 32, 2. — 

0009 dıdaanalia bez. zunächst 
die Einübung des Chores in Ge- 
sang und Tanz durch den z0go- 
dıdaonarog (welches Geschäft, 
wenigstens in der älteren Zeit, 
häufig der Dichter selbst über- 
nahm. 8. zu Prot. 327 d.) dann 
auch “die Aufführung des Chores. 
Die hierbei nöthigen Kosten zu 
bestreiten gehörte zu den Staats- 
leistungen (Leiturgien) der rei- 
eheren Bürger. 

Der dı$voaußos, ursprünglich 
ein Festlied auf Dionysos, wel- 
cher den Beinamen Aıdvpaußog 
führt, wurde zuerst von Arion 
aus Methymna (628—585 v. Chr.) 
antistrophisch bearbeitet. Lasos 
aus Hermione (um 500 v. Chr.) 
und Simonides aus Keos (s. zu 
Prot. 339.) bildeten diese Form 
weiter aus. Auch Pindaros zeich- 
nete sich im Ditbyrambos aus. 
Von allen sind aber nur Frag- 
mente übrig. — 

Kıynalav: Kinesias aus Athen, 
von dessen Gedichten keine Bruch- 


stücke auf uns gekommen sind, 
wird von den Komödiendichtern 
seiner Zeit, namentlich von Ari- 
stophanes (Vögel 1377 f.; Frö- 
sche 158; vgl. Wolken 333.) als 
schwulstiger und frostiger Dithy- 
rambendichter verspottet. Auch 
sein Vater Meles wurde als un- 
geschickter Kitharoede von den 
Komikern angegriffen. — öxzug 
&oei: s. zu 488 a. — 


802 A. zo ori r. O.: vulgo 
spectatorum. vgl. zu 454 b. — 
ToVTo: letzteres.’ vgl. 493 d. — 
K. ys negı: "wenigstens was 
den Kinesias betrifft. C. 641, 1. 
Kr.69, 15, 1. Ueber das einsei- 
tige Urtheil Pl. s. die Einleitung. 
— nods zo Pältiorov: vgl. 464 
e. — Musivog... .. Bearas! ein 
feines, in der Uebersetzung un- 
nachahmbaresWortspiel mitmo0g. 
Allerdings setzte sich Meles 
das Vergnügen des versanı- 
melten Publikums zum Ziele; 
er erreichte es aber nicht, denn 
sein schlechtes Spiel gereichte 
den Zuhörern keineswegs zum 
Vergnügen. — ade»: ertrug 
nämlich, wie es Brauch war, seine 
eigenen Iyrischen Gedichte vor 
und begleitete selbst seinen Ge- 
sang mit der Kithara. — 


30°C 


KAA."Euoıye. 


TOPTIA2. 


151 


ER. Ti 68 61; 7 0suvn cürn xal Havuaoın, N TisB 
zeaywÖlag molnoıs dp @ domovdaxs, morsg0oV &orıv, @g 
00) doxsi, yapkteodeı vols Hearaig uovov, 7 xal dıe- 
udysodaı, davrı avrolg Y6V ulv N “al syaRpıonevor, 
zovngöv d£, Ormg Toüro adv un £pei, ei dE Tı Tuyya- 
ver andls xal dyEiıuov, roüro Ö} xal Adksı xal 0os- 
zei, 2av TE yalpwaıv dav re un; moregug 00 Öonel 
KegSsOxEvaade 9 ToVv renyadıav molndıs ; 

KAA. Añlov dn Toüro ye, @ Lnoures, Ori mQOS 
nv ndovnv uällov Gpunrar xal ro yuolkeodar Toisc 


Yearals. 


20. Ovxoov To ToL0UT0V, @ » Kodlinasıs, Epauev 


vov Ön noAaxelav sivar; 
KAA. IHavv ye. 


v 


ZR. Dige önm, el Tıg wepıdÄoıro tig NoıNdEewg na- 
075 To re udAog al Tov buduov xal To wergov, KAAOo 
tı n Aoyoı ylyvovıaı TO Asımowevov; 


KAA. Avayan. 


ER. Odaodv noög noAdv OyAov xal Öjuov odroL 


Aeyovraı ol Aoyoı; 
KAA. Dnui. 


B. «urn: hinweisend auf das 
allgemein übliche Urtheil über 
die tragische Dichtung. — &y’ 
©... Sorıv...: "ist das, wor- 
nach sie strebt, nach deiner Mei- 
nung bloss die Ergötzung der 
Zuschauer. Ueber die Bedeutung 
des Perf. danovdane s. Kr. 53, 
3, 3. C. 503. xagiteohar: 
Präd. zu dem in ig’ & enthalte- 
nen roſro. — Önmg... un dgei: 
s.zu 480 a. — zuyyaseı andig: 
ohne die übliche Hinzufügung von 
ö»v 8. Kr. 56, 4, 3. Prot. 313 e. 
— day ze yq. —* un: s. zu 
481 a. — 


C. ogantei: 8. unter b. 
dorovdaxe. — vv ÖN: 501. e. 
— uslosꝶ: Die! Melodie, Tonweise.’ 
— AAO Ti N: 8. zu 455 b. — 
yiyvovcar rò Asınousvov: “blei- 
ben übrig. Ueber die Ueberein- 
stimmung des Verbums mit dem 
Präd. (Aoyoı) s. Kr. 63, 6. — 
05 r.öylov x. Önuov: nüml. 
au den vorerwähnten Yearaig 80- 
wohl im Theater als auch in an- 
deren festlichen Versammlungen. 
ÖyAog und dnuog stehen hier 
zwar ohne sonderlichen Unter- 
schied der Bedeutung; doch wird 
durch dnwog der Uebergang zn 


NAATSNOZ 502 D 


152 


ER. Anunyopia apa vis Earıv n noımuan. 
D KAA. Daiveraı. 
ZR. Ovxodv Gnrogıxn Önunyopia av ein‘ m ov 
OnTogsvsıv doxodol 00ı ol zoımrel E&v'roig Yedrpoıs; 
KAA. "Euoıye. 
22. Nüv 890 nusig svonKausv Gyrogisnv Tıva 
E05 Öjuov Towürov olov naldwv Te 6u0D xal yvvau- 
xov xal avögav, zul dovAmv xal EAsvdipwv, NV 0% 
navv Ayausdıa" xoAanınnv yap avınv pausv eivaı.. 
KAA. IIavv ye. 
232. Elev‘ vi dt n ngos Tov ’Adnveiav önuov 58 
E Ontogian aal Todg KAAovg Tovg Ev rais noAscı Önuovg 
ToVg Tov EAevdepmv'avöoov, vi more nulv adın Earl; 
NöTEg0V 00ı Öoxoücı mpog To BeArıorov ael Asysıv oi 
6nTogss, Tovrov Oroyafousvor, Onws ol moiitaı og BeI- 
zısroı Eoovsaı did Tovg aurav Aoyovg, N Hal ovro 
7005 TO yapifeodeaı rolg moAltaıs apunuevor, aai Evexa 
tod ldlov TOU aur@v HAıywgoüvreg TOUX0LVOU, WOREE 
zaıol ng060uLAodsı rot Önuoig, Xagiteodaı avroig wei- 
Ewuevor uovov, el dE ys Beiriovg Esovraı 7 yelgovs 
dıa Tauıa, oVötv poovrikovam;' 
503 KAA. Ovy ankodv Eur Toüro eomräs‘ elci ulv ya 


der Rede in der Volksversamm- 
lung angebahnt. — gnul: ‘ja. s. 
zu454d. — Önunyogla &. zis: 
6. z 456 a. — 

D. Ontogıxn Önunyogia: Pr&- 
dieat; als Subj. ist 1 "roimoıc zu 
denken. — 6nrogevev: bei Pl. 
ein ana eionuevov.— ToLodroYV 
olov...:“an ein solches Volk, 
welches zugleich aus Kindern... 
besteht. Diese Stelle ist wichtig 
als ein Zeugniss dafür, von wem 
das athenische Theater besucht 
wurde. — slev: s.zu 466 c. — 

E. dv zeig nolscı: “in den 
Freistaaten.’ Soph. Ant. 737. x0- 


Aus ya odn Eai' N Tıs awögos 
E09" Evog. — avın: die Rede- 
kunst..., wofür gilt uns denn 


‚diese? Solch pleonastische An- 


wendung des ovrog gehört im 
Griechischen so gut wie im Deut- 
schen nur der minder streng ge- 
fügten Conversationssprache an. 
— Tovrov Oroyafouevor: vgl. 
165 a. — 0nwg .. . Eoovsar: 
s. zu 480 a. — 3. 09 ldiov rov 
adrov:“wegen ihres eigenen Vor- 
theiles.’ — zg000uıAodoı roig Ön- 
worg: "gehen;mit den Gemeinden 
wie mit Kindern um. vgl. 463 a. 

503 A. our &. Erı v. &owras: 


5058 TOPTIAZ. 153 


ot xndousvor zov nolırav Adyovoıv a Asyovaıv, eiol 
ÖE xal olovg GV Asyaıs. 

ER. Ekaprsi. ei yap nei toüro Earı dınkoüv, TO 
usV E1800v nov Tovrov xolaxsle av ein xal wioygd 
Önunyoela, od Eregov xalov, TO nagasxevaßsıv Onws 
os Beitıoraı Foovraı av nolırav al dual, zul dıa- 
uaqsodheı Adyovıa ra Beirıore, eirs Nölwo eire andE- 
orepr Zoraı Toig dxovovaıv. AAl 00 AWNors 00 Tav-B 
znv eldsg mv Gnropianv‘ n si Tıva Eysıg tav 6nro- 
EWv rotoõũtov eineiv, ti ovgi xal duol avrov Zpgacas 
tits &otıv; 

KAA. ’Alla ud Al 00% Eyw EymyE 601 eimelv Tov 
ye vv 6nrogmv oVögve. 

22. TiöE; vovnalaıav Eysıs rıva einstv, di OV- 
zıva alviav Eyovawv ’Adnvaioı Beirlovg ysyovevaı, 
dnsıdn Eneivog nNobaro Önunyogeiv, &v TO nE00VEV 
100v@ yslgovs Ovresg; Eym uEv yap 00x olda tig Eorıv 


T 
ovbrog. 


“was du da fragst (diese deine 
Frage) ist nicht mehr so einfach.’ 
anıovy ist Prädicat zu ToVro. — 
&tı: Während sich die früheren 
Fragen einfach entweder bejahen 
oder verneinen liessen, glaubt K. 
bei dieser distinguieren zu müs- 
sen. — & y. x«i: denn wenn 
auch, wenn gleich. — roũro: 
nänl, das Aeysıy xE0s row &7- 
nov. — &» el: ‘so ergibt sich 
doch, dass die eineArt u. s. w.; 
der condäit. Optat. in ähnlicher 
Bedeutung wie ovußalvern. — 

B. tavenvınvd: “Die zuletzt 
genamnte Art. vgl. 493d. — ti 
... Epoacag: Die auffordernde 
Frage (s. zu 468 c.) mit dem 
Aor. kommt einem dringenden 
Imper. an Bedeutung gleich, 
indem befohlen wird, was schon 
geschehen sein sollte. vgl. Prot. 


310 a. — Al: at. s.zu 4498. 
— ud a : 3. zu 498 d. — @v 
ys vöv G.: 8.21 502 a. — di Orv- 
tıva alılay Eyovaıv A. ß. yeyo- 
vevaı: "welchem die Athener das 
Verdienst zuschreiben, durch ihn 
besser geworden zu sein. alriav 
&ysıv, sonst in dem Sinne ‘ ange- 
klagt sein, beschuldigt werden’ 
gebräuchlich (2. B. Phaidr. 249 e. 
alziav Eyeı os uavınds dıunel- 
WEVOS, “man legt ihm zur Last, 
dass er wahnsinnig sei ), steht hier 
in der selteneren „Bedeutung zu 
verdanken haben. Alk. I. 119 a. 


alld rov allmv Adnvaioy n 


zov Eivav dodkon n dsudegov 
sims, Goris alılav Eye dia enV 
Ilsgınlöovg ovvovalav copa- 


reoos veyovâvæt. — Ovzeg: “wäh- 


rend sie... waren. — dyo 
ulv: s. au 454 d. Kr. 69, 35,2. — 


IAATQNOZ 503 B 


154 


C KAA. Ti ö8; ®cusronida 0%x exovsg avögu 
ayadov yeyovora «al Kiuwve xal Milde xal Ils- 
qux⸗dio tovrovi TOV vEeworl TereÄsvrnaore, 0v x0l ov 
ARNXORS ; 

ER. El Earı ye, o Kailinisıs, NV XEOTEEOV OV 
EAeyss ageriv, dANdns, TO rag Zmidvulag anomıunia- 
var xal Tag avrovxalzas av aAlmu‘ el öd un Toüro, 
ar 0nE0 Ev TO Üorego Aoyo Nvayxdadmuev Nusis Ouo- 

Dioyelv, ori ai ulv rov Emıdvuov nAngovusvar Bei- 
tin zol0ücı 10V Kvdemnov, tavrag ulv anorsisiv, al 


ö: 1siow, un‘ roõro 68 rEyvn tig eivar“ 


TOL0UTOV &v- 


doa Tovrwv Tıva yeyovevaı Eysıs einelv;, 
KAA. Ovx Eyo &yoys nos sinn. 
ER. "AR dav mis xcAcç, evonssus' idmuev 0759 

OVTWEL KTOEUL GXOMOVYWEVOL, El TIG TOVTOVY TOLOUTOG 


Ü. anovsıg: 8. Kr. 53, 1, 2. 
C.486 A. vgl. Od.y, 193. 0, 402. 
— veworl: Ueber die Zeitbe- 
stimmungen im 'Gorgias’ vgl. 
die Einleitung. Der Tod des Pe- 
rikles wird nur im Verhältnisse 
zu dem weit früheren des Mil- 
tiades, Kimon und Themistokles 
als ein der Neuzeit angehüriges 
Ereigniss bezeichnet. Denn veo- 
or: weist eben so wenig wie das 
lat. nuper immer anf die jüngste 
Vergangenheit hin. Cicero, nat. 
deor. 2, 50, 126. Quid ea, yuas 
nuper, id est paucis ante saecu- 
lis, medicorum inyeniis reperta 
sunt? — 09 1. 0. dxnnoag: vgl. 
455 e. — el.ye: 8.Kr.69, 15, 8. 
C. 641, 1. Der Vprdersatz el Eorı 

. av &1A09 bedarf keines Nach- 
Satzes, denn er bezeichnet nur 
die Bedingung, unter der S. die 
Aeusserung des K. billigen könnte. 
— nV. ..agernv: d.i 8 forı 
ye Amen $ N KEETN, 79 n00- 
TepoV, cv Eieyss. Kr. 51, 12. vgl. 
Liv. 1. 1, 3. et in quem primum 


egressi sunt locum, Troia vocatur. 
mgöregoV: A491 e; 492 c. — el 

öt un Todzo: näml, aAndeg darıy. 
— £v 10 Voregw Aoyw: 499b. — 

D. ‚or ... arorslsiy: näml. 
agern &erı (das sich von dei, 
zon nicht viel unterscheiden wür- 
de), was aus dem vorigen £isyzg 
agsenYv wieder aufzunehmen ist. 
— reryvn vis elvar: 500 a. Un- 
genauer Weise ist construiert als 
ob nicht Nvayncodnuer OuoAo- 
yeiv, sondern auoloyrön voran- 
gienge. — rovrov: näml. von 
den vorgenannten Staatsmännern, 
Themistokles u. RA 

ai dav...evonjasig: scheint 
sprichwörtliche Redensart zu sein. 
— 09700 drgäne ox.:'so(recht) 
rubig erwägend. «rospe enthält 
die nähere Angabe der durch ov- 
Tool bezeichneten Art und Weise. 
vgl. Symp. 176 e. un dic uEdns 
zomoaodaı — —2 To —A 


‚0vvovoiay, dA 0UTo zivor- 


Tag z g06 ndovn». Legg. 4, 
712e. yo dt oVra vüv lEarp- 


6024 TOPTIAZ. 155 


yEyove. P5QE cio 0 ayadog avne “ei en 70 BeArı- 
orov Atyav, & av Ay, allo rı 00x ia coel, 1.773 
anoßAerov 005 Ti; @0orEp xal ol KAloı nuvrsg ÖN-E 
wiovoyol PA&novres Xp05 TO avrav Egyov Exaorög 0Ux 
ix) EnAsyonEvog NE06PEPE & nE00PEEEL EOS TO &p- 
yov zo adrod, AAA ONmg Av eidog Ti aur@ oxij Toüro 
0 Zpyatsraı. olov sl Bovisı ldeiv rovg Imyodpovs, 
TOUS O0lROÖOHOYS, TOYS VAYANPYOUS, ToUg KAdovg NAv- 
tag Önwovgyovs, Ovrva Bovisı auror, ws sig rakıv 
tıva Exa6ros E400Tov TlINCLV 0 av OT, xal XE00- 
avaynabsı TO Eregov To ErEpw noENoV TE elvaı Xu Ag- 
uorrev, Ems dv 10 ünav Gvormansaı Terayusvov Te 50% 
xal nenooumuevov neäyua” zul ol Te Ön aAdoı Öm- 
WIovpYol Kal 0Vg vvV 67 EAsyousv, ol eo} TO One, 
newdoreißer Te xal largoi, xoouoüsl nov To Hauer xl 
Gvvrarrovdıv. OuoAoyoüusv OVrW Todr &ysıv N 00; 
KAA.”’Eotwo toüro ovVrws. 


vns dgurndelg ouvu £1w eineiv 
ati. — dni 10 Biltıorov: En) 
mit Acc. zur Bezeichnung des 
Zweckes. 8. Kr. 68, 42, 3. — 
alo ı: 8. ‚zu 467 4. — 
Pldzov zoog rı: “ein gewisses 
Ziel berücksichtigend. vgl. zu 
474 d. Prot. 354 d. — 


E. ot @lloı m. Önnovgyol: 
“die übrigen Künstler, näml. aus- 
ser dem djzwe. Ueber die all- 
gemeine Bedentung von Önwovg- 
vos 8. zu 452 a. — fAsmovres 

... #900pEger: nicht zu ob &r- 
40 movzeg, sondern zu dessen 
Appos. Exaorog construiert. 8. 
Kr. 57, 8 A. u. 63, 1, 3. Xen. 
An.1, 8, 9. zavreg odroL nara 


edVn [7 nAaı0ıo zajgeL dvdgm-. 


— Exnaorov To üνο £E0- 
osvero. Mit dem Inhalte der gan- 
zen Stelle’vgl. Hor. a. p. 1-9. 
— olov: s. zu 450 c. — ToUg 


arlovs r. 6.: Nicht selten wird 
in Aufzählungen das allgemeine 
Schlussglied asyndetisch anger 
fügt. Symp. 187 d. dorı Öb Eydr- 
orq Be vavzınrara. puygorV 
deous, —R ‚YAvaei, En700% 
v700, RAvra TE roiwdre. vgl. 
Kr.59, 1,1. Ueber den weit häu- 
figeren Gebrauch dieser Constr, 
im Lat. s. Grysar, 'Theor. des lat. 
Stiles 8.329. vgl. F. Schultz lat. 
Spr. $. 220. A.2. — os. eis To- 
Ev... tidNoıV: eine in allen 
Sprachen übliche Verkürzung des 
Nachsatzes, der vollständig heis- 
sen würde: ‘wenn du die Maler 

. beobachten willst, so wirst 
du bemerken, wie (dass) ein se 
der u. s. w. — 


504 A. vöv Ön: 501 a. durch 
Rückbeziehung auf464b. — foro 
tovro o.: K. gibt durch den Im- 
per. seine Beistimmung nur ex 


TAAT2NOZ 50% A 


156 


2%. Tabsag &oa zul x00uov Tvyoüs« olxia yonarn 
av sin, araklas Ö uordnoR; 
- KAA. Dnui. 
ZR. Ovxodv zul nAolov WdRvTws ; 

B KAA. Nei. 

ZR. Kal unv xei ta O@pard- pausv Ta NuEeTeon; 

KAA. Tuvu ye. 

ZR. TE 6’n Yuyn; araklas Tuyoüsa Zaraı yonorn, 
N aksog TE xal x00U0V TIvVog; 

KAA. Avayın Ex av n0009e Hul Toöro Ovvo- 
uoAoyelv. 

ZR. Ti 00V övou« dorıv dvro owuerı ro &u vis 
tages TE xal Tod x00uov yıyvousvo; 

KAA. Tyisıav xcel loyvv long Akysıs. 

6 ZR."Byoye. rl dt av ro &v ri vuxij xyriyvouſuo 
&x is rakewg xal TOO x00u0v; TEIED Evoelv zul El- 
zeiv Woneo Exsivo TO Ovoua. 

KAA. Ti d% 06x aurög Akyaıs, @ Zioxparss; 

ZR. AAN ei 001 Ndıov Eorıv, &yo &oo‘ ov dd, av 
uEv 00: doxo &ya nalus Akyeıy, gadı“ eα un, Eheyye 
xel un Enivgene. Zuol +00 doxei Talc ubv Tod — 
tog rakesıv Övoua elvan Uyızıvov, &EE 0v0 dvevıdıy 
dylaıa yliyvsraı xal n aAAn aosn Tod amuaros. Eorı 
zeüre N 00x Eouv; 

RKAA. Eoriv. 


kypothesi. — uoxbßnod: Selten 
verbindet sich uoy®'ngog mit ei- 
nem sächlichen Begriffe. Men. 
91 e. uozdngoTeEn. anodıdov- 
Teg 7 nog&lußov za iudzıe TE 
nal vnoönuere. — 

B. xl un»: ‘ferner. Kr. 69, 
39, l. — To cauere . ... erg. 
ocvroc tafeag te xoı #00n0V 
zuzövza ZonoT« elvaı, drablag 
% Bordnoa. — Avayın: s. zu 

450 a. — dntorn.: 8.2u477c. 


Ü. GoESo bueivo 10 ovone: 
d.i. reıp@ E. xal e. xal Todro 
To Ovoue, „HomeQ eöoes xol el 
mes er... — gatı: “stimme 
bei! vgl. Soph. Ant. 442. ons. 
N xaragvei un dedonnevaı trade; 
— xal un Enirgene: neve mihi 
indulge. erg. &uol ovro (N xa- 
Aog) Agysıv. Kr. 55,3, 11. Ueber 
den absoluten Gebrauch vgl. Apol. 
35b. — n dlin des: 8. zu 
479 b. — 


50% E TOPTIA2. 


157 


ZR2. Teig 08 79 vuyis rakscı anal xoounoscı vo-D 
uLu0V TE xal vouog, OdEVv zul vouımor ylyvovrar al 
x00wor‘ raüra Ö Eorı Öıxasoovvn Ts xal G@pEoOVVN. 
pis N 0d; 

KAA.”Eoro. 

ZR. Ovxodv eg raüre BAdzwv 6 6nTwe Exei- 
vo, 6 TEyvinög TE xl ayadog, al Todg Aoyovs X00- 
oiaeı-taig yuyais, oVs aviAdyn, xal as nodkes ana- 
aus, xal dgov, davrı dio, Öweası, xal dav rı apaı- 
eNjTeL, Apmıpnasrai, XOOg roSro del Tov voüv Zywv, 
ONmg Av avrod roig moAlzeıs Öixaiosvvn utv Ev rais R 
duyais yiyvarar, adınia Od anaAdarınraı, nal OWppo- 
vn ulv Eypiyvaraı, axoinole 6: anallasınra, nal 
n alln agsın Eyyiyvnras, xaxia Ö8 amin. ovyympels 
n 0; 

KAA. Zvyyogo. . 

ZR. Ti yag opeiog, w Kulkinisıg, Owuari ye x0- 
uvovr ol uordmowg dıexsusvo ara noAdo dıdovas 
xal Ta Ndıora 7 more n aAR OTIoÜV, 0 un 0vj0sı @vro 
£69 ors nAdov N Tovvavriov xara yes rov Öixaıov A0- 
yov xal ZAatrov; Eorı Tavıe; 


60 


D. vouıgoı, x00wLoı: Präd. 
zu dem bei yiysowraır zu den- 
kenden unbestimmt allgemeinen 
Subj.. s. zu 468 a. — revıa: 
näml. rò vouıuoV re xal no0uLov 
sivaı, was aus vouLuor Ylyvor- 
T&ı “ul A00uL0ı zu entnehmen 
ist. Ueber ta@vra mit Beziehung 
auf einen vorangehenden Inf. s. 
Kr. 50, 6. vgl. zu 447 a. (rov- 
zo9). — forw: vgl. unter a. — 


&nsivog: zurückweisend auf 503 
d. — oUg av Adyn: 8.2u450b. 
— 7005 Toüro .. . Eymv: ver- 
deutlicht das obige xo0g radr« 
Bltzov. — 


E. avroo toig noklrang: ci- 


vibus suis; "seinen Mitbürgern. — 
arwlkdırnsaı: "sich (daraus, 
to» yvyov) entferne. Kr. 52, 6, 
1. — xal za& 9.: und zwar... 
vgl. Kr. 69, 32, 18. Aehnlich steht 
im Lat. et. vgl. Cic. p. Lig. 8, 
24. Cat. II. 8, 17. Mil. 23, 61. 
— 869° Orte: "bisweilen. Kr. 61, 
5, 5. C. 608. — xal Ziutrov: 
‘oder vielmehr (ja sogarf’noch we- 
niger.’ s. zu 450 c. Apol. 23 a. 
1 ardomnLlvn copia HAlyov ri- 
vos afia dorlanul ovdevos. Achn- 
lich Cic., Cat. II. 12, 27. Nuno 
illos, qui in urbe remanserunt, al- 
que qui conira urbis salulem om- 
niumque vestrum in urbe a Cali- 
lina relicti sunt etc. — 


158 
505° KAA."Eoro. 


ZI. Ov yap, oiuaı, Avdırsisi uer& uoXÖnplas 
owuaros {jVv avdedzn' avayın yap ovım nal fiv 
KoydnEBS' obr oürmg; 

KAA. Nei. 

ZR. Ovxoüv xal (tag Emidvulas aroxıuadavon, 
olov zawavra Yaysiv 060v Bovisteı N Ösbavre' nıetv, 
üpialvora usv &acıv ol iarpol os ra zolid, ndu- 
vovza ö8, ag -Enog sizeiv, audcnor Eucıv Euninhuoden 
@v Emıdvusl; Hvyymgeig Toüro ye xul OU; 

KAA."Eyoys. 

B SR. Hegt ‚98 vuxijv, o Eouane, oðx 6 avrog roo- 
09; Ems uiv av zovnga 2, Avontog re 0vB« xal do- 
kagros xal adızog al avodıog, sipysiıv aurnv del Tav 
Exıdvuiov xol un Enırgenew GAR ürra noev n ap 
av Beitiov Zora‘ pns Y 0%; 

KAA. Drui. 

Z2. Oũro yap mov auch Ausıvov Ti YuyT; 

KAA. Ilavv ye. 

ER. Ovxodv To elpysıv doriv dp av Enıdvusi 
xoAateıv; 

KAA. Nat. 

22. To —B &ga N # vo &usıvov ori⸗ 
nn axoiacle, WonEE OU vÜv ON ‚gov. 


C KAA. Obu old ürıa Akysız, © Zungareg, aAk al- 
Aov Tıva &owre. 


JIIAATSNOZ 505 A. 


505 A. Zora: s. zu 504 d. — 
BovAsraı? Ueber die Ergänzung 
des allgemeinen Subj. zig 8. zu 
456 d. — os ra nolld: 8. zu 


4820. — og Enoc elnsiv: 8. zu 
450b, — 


B. zsol 8} Yoynr: Kr. 68, 
83, 4. C.466 c. — 09% 6. a. 7e.: 
8. zu 453 0. — dmıroönsıv all 


a. noreis: 8. zu 504 b. — feR- 
tlov Eoraı: "besser werden soll. 
Kr. 53, 7, 3. — rò eloyeıv. . . 
noldgeww: d.h. rò eioyev (22) 
zovrov (Kr; 47,13, 3.), 09 dmı- 
Yvneki, nolagew koriv, heisst sie 
süchtigen. — »0» 6%: ist nach- 
drücklich hervorgehoben (s. zu 
475 b.), weil die früheren Erklä- 
rungen des K. mit seiner gegen- 


TOPTIAZ. 159 


ZR. Ovdrog avne 0Uy vnonives apehovuzvog xl 
ævrog roõro N&OyWv nepl 00 0 Aoyog ori, woAugouEvog. 

KAA. Ovö£ ye uo. weh oVölv DV OU Atyaız, anal 
tevra ooı Toeyiov zagıv — 

3Q. Elev' ve 00V 6n moımoouev; wera&v röv Ao- 
yov naralvousv ; | 

KAA. Avros yvooaı. 

ER. AAN 006: Tovg uvdovs Yaol werabu YeuısD 
sivar narahsinsıv, AAR Enıdevras nepainv, Ivo um avev 
nepaAis zspLLn. dmongıvan oUV xal va Aoızd, iva nwiv 
oͤ Aoyos wspeAnv Aapı. 

61 KAA. Rs Blmog ei, © Zunpureg. dav Ö& £uoi 
neidm, Ladsıg yalgeıv TOVToV tov Aoyov, N »al aAle 


505D 


zo. dundeksı. 


ER. Tis 00V KAAog-2HEeleı, un yao Toı areAn ye 


tov Aoyov xaraÄimoueEv. 


KAA. Autos Ö8 00% av Övvaıo ÖLsihetiv Tov A0- 
yov, n Atymv xara GœvuròV N AnoRgLVOWEVoS ORUVTG ; 


wärtigen Aeusserung in grellem 
Widerspruche stehen. — 


C. oöͤros avne...: vgl.489 b 
— VrOWEVEL Ögpelovwsvog: "lässt 
sich nicht ‚gefallen, dass ihm ge- 
nützt wird. Kr. 56, 6, 1. ‚el. C. 
590. — uoı uälsı ovöiv av: Kr. 
47, 11. C.420. Ueber ovdi⸗ 8. 
zu 486 e. — T'opylov yapır: 
mit Bezug auf 497 b. vgl. 501 c. 
— elev: 8. zu 466 c. — xcrœ- 
Avouey: Das Präs. steht, weil 
das Abbrechen der Unterredung 
schon factisch eintritt. Zu 09 
Aöyov RaTaAvEıv vgl.458b. (dıa- 
Adowev t.i.) — avrog yvaoeı: 
eine Abweisungsformel, wie das 
lat. ipse videris. — 


D. al... xarwleineıv: at 
\ ne fabulas quidem medias abrum- 
pere fas esse dicunt. Ueber Heuss 


als Subjectsnce. s. Kr. 19. 4. A, 
zeguln: näml..6 wüdog, “die je- 
desmal in Rede stehende Fabel! 
Im Uebergange vom Plur. zum 
Sing., und umgekehrt, bewegt 
sich die griechische Sprache, auch 
in der Prosa, viel freier als die 
lat. und deutsche. s. zu Prot. 
319 d. — 

£assıg yaigeıw: 8.2u 458 b. — 
un.. „‚narakinouev: Kr.54,2,2. 
— aörog öt...: besagt in höfli- 
cher Wei«e dasselbe, was Prot. 
(360 d.) in gleicher Verlegenheit 
kurzweg mit &drög TEQAVOV er- 
klärt. — Adymv Kata 6RVrOV: 
‘für dich selbst (allein) sprechend 
(Kr. 68, 25, 4.), d.h. in zusam- 
menhängendem Vortrage; „dage- 
gen ArOxgLVOWEVOS oavro, dir 
selbst antwortend’ auf-die selbst- 
gestellten Fragen, also zugleich 


160 ITAATANOE 505E 


E ER. "Iva wor ro Tod Emiyapyov yernıaı, & no0 
tod ÖVo üvdges EAsyov, sis avixavos yEvauaı. arag 
xıvövvevsı Avayxaorarov elvaı oVTag. El uEvroL Kom- 
cousv, oluaı Eymays yojva zavras Nudgs Yılovaixag 
Eysıv no05 TO eldEvar ro aAndEs ri Earı nepl wmv AL- 
yousv xal Tl YEevdog' xorvov Yao ayadov Errası Pœ- 
veoov yevdodaı avrd. disiu ulv ovvro Aoyo &yo wg 

5062v wor doxn Eysıv‘ davdd ro Vuavun za Ovra doxe 
öpoAoyeiv Eurvro, 107 avrılaußavsodeu al 2Adyysıv. 
ovòoe Yyap ro Eyaye eidas Atyo & Adyo, aild ‚In 
xoruij HEN Vumv, DorE, Av rl peivnraı Atyav 0 au- 
yıoßnravjeuoi, Ey NEBTOg GVYYWENGOUR!. Ayo wev- 
rot tedra, El Öoxei,yonvar dıanspavdnvaı Tov Aopov- 

ei ö8 un Bovische, Zausv 6n yalpsıv nal aniopev. 
TOP. ’AAR Euol ulv 00 doxsi, @ Zwxgarss, 1Ef- 

Bvai no anıdvar, aAda ÖısteAdelv 8 10V Aoyov' pel- 
vera ÖE noı xal Toig aAkoıg doxeiv. PBovAoueı Yao 


dieRolle desFragenden und auch xag £ysıv 7005 ...: 8.2u 457. 


— — — — 


des Antwortenden spielen. — 
E. zo rov E.: 8. zu 465d. — 


’Enrıyaoguov: Epicharmos, um Ol. 


60 (540 v. Ch.) auf Kos geboren, 
verbrachte seine Lebenszeit gröss- 
tentheils in Sicilien, woselbst er 
um Ol. 82 (450 v. Chr.) zu Sy- 
rakus starb. Als der Haupt- 
dichter der dorischsikelischen Ko- 
mödie verfasste er 35 Dramen, 
(woraus wir nunmehr vereinzelte 
Verse übrig haben), in welche er, 
durch die pythagoreische Philo- 
sopbie gebildet, viele geistreiche 
Sentenzen einflocht. Pl. (Theait. 
p. 152 e.) stellt ihn dem Homeros 
zur Seite. — & .. . yEvouar: 

DerVers, auf welchen S. anspielt, 
wird von Athenaios (7, 80, p. 308) 
so überliefert: z& zoo Tod dv 
avöges caeyov, eis yo» ano- 
10E0. — 200 tod: Kr. 43, 4, 7. 

50,1,19. 0.369, 3. — gılovei- 


(roös ro zeäyne). — Ölen u. 
0....: erg2. teüre (mEol AS- 
youev). — 


306 A. un za ösra: d.i. um 
TE And. — avrilaußavsohar: 
gleichbedeutend mit &rılauße- 
veodaı. 8. zu 469 c. — a9 ıl 
9. A.: Ueber die prägnante Be- 
deutung des tl s. 472 a. Ueber 
Yaivonaı mit dem Part. 8. zu 452 
ce. — 0 dupıoßntav E &uol: “Der 
mir Widersprechende. Ueber die 
Bedeutung des &ugıoßnreiv vgl. 
zu 452 c. Ueber die Constr. 8 
Kr.48,9. — dınnegavdnvaı Tor 
Aoyov: vgl. zu 472c. dıa in der 
Zusammensetzung zur Bezeich- 
nung der Vollendung s. Kr. 68, 
46, 11. — Enuev Ön y.: 8. zu 
458 b. Ueber dn beim Imp. (als 
Jessen Ersatzform hier der Conj. 
steht) s. zu 449 a. — 


506 C TOPTIAZ. 


161 


Eymys xal autos axovcal Gov aurod duovrog ra dul- 
Aoı za. 

ZR.’AMG ubv ön, @ Toopyia, xal würds nddng 
ulv av Kallınıst rovra Erı dısksyouyv, Eag eure ryv 
Tod "Aupiovos aredaoxa His avıl tig roõ Zijbov 
dnsıön Ob 0V, @ Kurdinksıs, 00% Edsisig ovvöLnns- 
g&vaı tov Aoyov, ν Euod ys axovmv dnıkauße- 
vov, ddv vl 001 dox@ un xaAvg Akysıv. xal us &üvC 
EEsAEyyns, 00x aydscdhnGound 001 WOrEE TU £uol, aAid 
uEyıoTog EVEegyFLns ag duol avaysygazeı. 

KAA. Atye, © 'yaße, aurög xal nepnıve. 

ZN. Anove 67 & voyis duod avalaßovrog rov 
Aoyov. "Age rò NV xul To ayadorv z0 adro darıv; Ov 
tavrov, ag &yo xalj Kallıning WnuoAoynoauev. Ilore- 
g0v Ö rò NOV Evssa Toü dyadod nouaxTeov, N rò dya- 


62 


B. xcl aurög: ist eben so mit 
darchschimmerndem Selbstgefühl 
gesagt wie 463 d. ovdR würdg. 
— dh Ev 7: 8. zu 466 b. — 
K. rovzw: “mit K. da. Kr. 50, 
11, 22. vgl. zu 447 a. (bei 6d«.) 
— my oo A...: K hatte 
485 e. f. durch die aus der An- 
tiope’ des Euripides citierten Worte 
des Zethos, mit denen dieser sei- 
nen Bruder Amphion von der 
Musenkunst abmahnt, den S. von 
der Philosophie abwendig zu ma- 
chen versucht. Dagegen will nun 
S. ähnlich, wie dort Amphion 
seine Bestrebungen gerechtfertigt 
haben mag (denn Bestimmtes lässt 
sich nicht angeben, da die be- 
treffenden Verse nicht überliefert 
sind), die Beschäftigung mit der 
Philosophie gegen die erhobenen 
Einwendungen vertheidigen. Veber 
dieBedeutung des ‚anodldonı B. 
zu 471 b. — aA oww 8. YEe..i 
“so höre doch wenigstens mir zu 
u.8.w. Kr.69, 4, 5. — &nılau- 
Bavov: 8. zu 469 c. — 

Plat. Gorgias. 


©. EEsleyyns: s. zu 473 b. — 
wäyuozos. .. Avaysyoapsı: “du 
wirst bei mir als der grösste Wohl- 
thäter angeschrieben (angesehen) 
sein. Eigentlich bedeutet ava- 
yoapesıv cıya edeoysenn ‘ jeman- 
den als um den Staat verdient in 
die Acten eintragen’; nach wel- 


‚cher Ehre besonders die Fürsten 


der Nachbarländer strebten. Xen. 
Hellen. 1, 1, 26. ol Zveaxov- 
co Au toig Avzandgloıs Tod 
zeigovg Ti Enerölsoav nal 69 Ti 
peovot moese⸗ ravıoy 
ora. did tadıa Ok evegyeoin re 
al nolıtein Zvonnovaloıg dv 
Avravdoo Earl. Thuk. 1,129, 3. 
(Xerzes schreibt, an Pausanias) 
rcõv —R 0d5 wol Eowcag, 
neital 001 EdEegyeol &v To Nu8- 
teow olnw ds del dvayeanıog. 

Äxove 87: g. zu 449 23. — 
avoraßovzog rov Adyow: “die 
Untersuchung von neuem vorneh- 
men. vgl. Krit.46 c. — @uolo- 
ynoausy; 497 8; 499 c. — To 
10% Even zoö eyahon: 500 a. 


11 


NAAT2BNOZ 506 D 


162 
90V fvsxaroundeos; To NdV Evexa tod ayadod. "Hör 
DIE dorı ToUro, 00 nagayevousvov ndousde, ayadov ÖL 
00 zugövrog ayadol eauer ; IIevv pe. "Alla unv aya- 
ol yE Eopev «el nuels zul taAilı wave, 000 dyada 
coriv, destüg ruvös regaysvoußvns; Euorye doxet 
dvayxciov sivaı, m Kaiktaisıs. ’AAla ulv ö N Ye 
apsın Exaorov, xal 0xEVovg Kol GWpuarog Kal Yuxäg 
0» xcl Enov mavrog, 097 odrwg eiai aailıora rape- 
yiyvsıaı, ara rafsı zul OpPornTı “el Teyun, Mrs 
indoro anodsdoraı avrav" apa Lou ravra; 'Eya ulv 
ErEE Pr. Taßeı &00 TeraynEvov xl xEr00unnevov 
orl⸗ n 008M évciorou; Daimv dv Eymye. Koouog Tıs 
&oa Eyysvousvog Ev Enaoro 6 Enaarov olxslog ayadov 
zepeysı Eraorov av Ovrwv; "Euoıys doxei. Kal puxi 
&oa #00uov Eyovoa TV Eavrng ausivmv is dxocun- 
tov; 'Avayan. Alla unv N yes n0cuov &yovoa xocule ; 
Ilös yao ov ueillsı; 'H ÖE yE xooulae oopomv; IToAAn 
507 avayın. H apa GopeWmv Yuyn ayadın. &ym ulv 00% 
&10 zuge teure alle pavoı, © plAs Kuliluisıs‘ av 
Ö’ el &ysıs, Öidaoxe. 


D. Alla unva.ye: Kr. 69, 39, 
1. vgl. zu 449 e, — xal Teile 
zavra: näml. die Wesen und Ge- 
genstände ausser dem Menschen, 
indem «gern auch von Thieren, 
Pflanzen u. s. w. gesagt wird. s 
zu 479 b. — alda uiv 7: 
zu 466 b. — «u: bezeichnet in 
der Aufzählung die beiden Glie- 
der ayvyn u. &0ov als eine neue 
Reihe, als das Beseelte gegenüber 
dem Unbeseelten (0x:Vog, con.) 
vgl. Apol. 41 a. Ueber die Stel- 
lung s. Kr. 69, 12. — £oov: 
8. zu 483d. — 007 odrag eix: 
‘nicht so von ungefähr.” DerGe- 
gensatz zwischen planlosem Zu- 
fall und bewusster Absicht ist 
hervorgehoben, wie 503 d. u. 
Ueber die scheinbar pleonasti- 


sche Verbindung des odrog mit 
einem Modaladverb. (oder Ad- 
jectiv.), vgl. Repbl. 2, 378 a. 
To 00 Koovov Eoya ne) radn 
uno Too vlios odd’ av ei_ nv 
AndN Hund. deiv dadims ovra 
Asysodaı 00 &pgovaz. oben 
503 d. odrwal argkue. 468 c. 
Eros OVTag. — dmodfdora : 
s. zu 471 b. — Yo ulv.. .: 
als Gegensatz (Ki 69, 35, 2.) 
lässt sich binzudenken Ellog 8 
taya 00x &v gain. s. zu Prot. 
312 c, — 

E. „*Ö0nog tig: 8. zu 456 4. 
— 6 &xcdorov olnsiog: nachträg- 
liche nähere Bestimmung zu 
x00uog; daher der Art. vgl. C. 
385 a. — avayın: s. zu 450 a. 
— ÖE ya: s. zu 448 a. — 


507C 


TOPTIA2Z. 
KAA. Aly, © yade. 


163 


ZR. Alyo dn ori, EN oapomv ayadı) darın, N 
Tovvavrlov ij Euppovı nerovdvla xaxı dorıv“ nv dl 
evın N üpomv re nal axdAacros. Ilavv yes. Kal umv 
0 YyE dÜPEWV T& TE0ONKoVTa npKTroL &v nal megl DsovUg 


al neol AvdoWnovg‘ 


2 4 R N 4 
0V_ Ya av Omgppovoi ra um 


TE0ONKXoVT« oarrov. ’Avayan tadT eivar ovrmg. Kal 
unv neol ubv AvdEWNoVS Ta XpOGNKoVEa nodtrav Öl-B 
x Av noctroı, neol Ob Beodg Ocıe‘ rov Ot a Öl- 
x xl 001 MpKTroVrEe avayın Ölxaıov a 0010v 
alvan. Tort taüre. Kal utv ön xal dvögelov ve dvayım- 
oV rap on aupgovoS &vögos ori⸗ oVTE ÖLW@xeıv oure 
Yevysıv & un nooonxsı, aAl a Öcl xal nodyuara xal 
evdgW@novg xal ndovas xul ‚Aönag psuyeuv au) dudxeı, 
zei dmopkvovra augregeiv Orov dsl" @ore moAAN d-C 
vayın, @  Karklalsıg, ToV sapgova, @orEQ ÖınAdousv, 
Ölncov Ovra xul avögstov vol oaLov &yadov &vögn 
zlvar „reltag, zov 68 ayadov &v rs xul xoudũs mgdr- 
Tev & Av nodeım, ròov Ö EU ngaTToVrE uaxdgLov Te 


507 A. nad radre &. para: 
*dawider (Kr. 68, 86, 7. C. 465 
€. b.) anderes (entgegengesetz- 
tes) zu sagen; es in Abrede zu 
stellen.’ vgl. Phaid. 107 a. od- 
aovv Eyaye Em nagd Taüre 
&llo vi Alysıy odd8 en Arı- 
sreiv toig Aoyoıs. — Aty:d.h. 
“Fahre fort in deiner Rede, denn 
ich habe nichts entgegenzusetzen. 
— kyo ön: 8. zu 448 b. — 
copoov: naml. pyuy7.— vᷣrovᷣ- 
vavriov T. 0. nenovdvia: “die 
im entgegengesetzten Zustande 
befindliche.’ vgl. zu 485 b. Apol. 
22 c. — nv: Das Imperfect. 
lässt die Aussage als Ergebnis 
früherer (477 e. u. ö. dargeleg- 
ten) Auffassung erscheinen. Kr. 
53, 2, 5. — xal unv: 8. zu 
504 b. — 


B. avayın Ölnaıor x. 6. elvar: 
Ueber die Constr. s. Kr. 50, 6, 
3. 55, 2, 1. — Eorı radre: Kr. 
64, 5, 4. — nal ulv Öön: s. zu 
458. d. — ÜHOUEVOVTE AUQTE- 
eeiv: Ueber das prädic, Partic. 
bei xagregeiv s. Kr. 56, 6, 1. 
C. 590. — 

C. diaaıov Ovıa... Teldag: 


‘indem er gerecht und tapfer und 


fromm ist, ein vollkommen guter 
Mann ist. — &u te xal xaldg 
moct.: Die Zweidentigkeit des 
sprachlichen Ausdrucks, da &Öd 
zecdtreıv sowohl "gut handeln 
als auch ‘sich gut befinden’ heisst, 
führt eine wenigstens formal man- 
gelhafıie Conclusion herbei, Aehn- 
lich Charm. 172 a. &uagrias EE- 
nonuevns, 6gFornrog ö8 nyov- 
Levns &9 naon waeafsı Avay- 


11* 


164 


NIAAIT2BNOZ 


807 C 


x svÖRluova eivaı, TOV ÖL zovng0V xal xaxög Todr- 
toven &dAov" odrog dv ein 6 dvarsing Eymv 1a 
Goppovi, 6 dxoAnarog, 0V GV Emjveig. 


Eyo ulv ovv TnÜre oVTW@ Tideneı xl ynuı radze 6% 
ei 08 derıv aAndıj, Tv BovAousvov, @6 


DeAnd7 sivar' 


doıxsv, eUÖRluova Eivar E@ppOoGVVnV ubV Öımareov Kal 
daxnrdov, auoAnclav Öl pevxrdov ag Eysı zodav Euu- 
0ToS Nucv, Kal mapaoxsvaoreov udiıora usv undtv 
dsiodaı Tod xoAdtsadu:, &av di dend N auros 7 dA- 
Rog rıs rov oinsiov, nidıwıns n HoAıs, Emiderdov Öl- 
ayv xal woAaardov, ei weils eddalumv eivaı. durog 
Zuosys donet 6 6x0xÖög eivaı, eos 0v Piknovın dei 
£nv, aol wave eis ToüTo xal Ta aVTod Gvvreivovre 
Hal TE ig rolsas, Onwms Öinniocvvn zapkorer aa 
EGOPOOGVVn ro uaxapio uElkovrı Zosodeaı, OUTW LERT- 
zeıv, 0°% Enıdvpias dövre auoAderovg elvar xal Tav- 


nuiov nalög xal ev mgaTrev 
Todg oõro Öuansıuevovg, TOdg 
db &v mgaTTovrag eödulnorug 
elvoı. u.ö — oöros: d.i. 

209 eoͤs xcel LLC Kader. 
— 0 anoAdOTog : ‘näml. der 
zügellose. Kr. 57, 10, 5. "vgl. 
F. Schultz lat. Spr. 229 A. 4. — 
ennvarg: 49105 492 c. — oöüro 
tidenar: vgl. Prot. 3855 b. — 
zavdın: Die Wiederholung des 
Pron. urgiert die vorangehenden 
Sätze, in denen S. seine gesammte 
Ansicht über die Streitfrage bün- 
dig zusammengefasst hat. — 

D. rôu BovAoussov...: Ueber 
den Accusat. der Person bei un- 
persönlich constr. Verbalien s. Kr. 
56, 14, 3. C. 596, 2. vgl. Krit, 
49 a. — 5 dyaı modär: ‘so sehr 
seine Füsse können. vgl. zu 451 
e. (mAm®ovs) n, 470 e. Herod, 
6, 116. 49 nvaioı öt, og noday 
elyov, rayıora EBondzov ds To 
&otv. vgl. zu Prot. 321c — 
zaguoxevasteov: Ueber Verbal- 


adject. in medialer Bedeutung s. 
Kr. 56, 18,4. — undls deiohe:: 
8. zu 486 e. (ovöEr). — Erıds- 
teoy Ölumv.. .: 480 8, b. — 
QöS 07 BiAenovre: vgl. 502 a. 
no05 zo Beirıoror Bley ari. 
503 e. Inwovgyol Pikmovres 
wgög rO avrav dayov. Ueber 
die Ergänzung eines allgemeinen 
Subj. 8. zu 456d. — xal nawıe 
...:_ordne xal zavre zul zo 
aurod xl a eng nolemg eig 
roſro ovvreivorze, Onmg urA. 
‘alles... . darauf beziehend, dass 
u. s. w. Häufiger steht zur Be- 
zeichnung des Ziele Zr mit Acc. 
(vgl. 503 d.) — welloszı Eos- 
oda: 8. zu 459 e — ode 
zoctısıy: "in dieser Weise sein 
Handeln einzurichten.” Ueber „die 
prägnante Bedeutung, von ode 
(toVrO, Taüre) opdrrev vgl. 
Krit. 47 b. — 

E. 00x &mıdvulag ... . zAn- 
goör: 491 e; 4928. — dujvv- 
Tov nax0v: "was ein endloses 


. 


508 A TOPTIAZ. 165 


zus Exıysspoöven XANGOÜV, avijvvrov xax0v, Ayorov 
Blow füvre. oüre yap &v Allo dvdginzn ngoapıÄns 
dv sim 6 roroßroß oüre Heu‘ xosmwmveiv yüg övva- 
zog‘ öro 0} un Evi noıyovie, pille 00% &v ein. pœsl 
8 ol sopol, & Kallinasıs, xal ouguvov nal yijv wel 
BsoÜs xal KvdEMHoUg Tv noıvaviav GUVEyELV xol pı- 508 
Alav nal xooudınsa nal Gmpposvvyv nal Ö1xaıörnta, 
xel ro 0Aov Toüro dıa Taür« x00u0v xuAoviıv, @ 
Eraige, 00x dnoaulav ovdt daoAnslav. ou dE wor do- 
æstę 00 ng0084E1V TOvV vodv TovTols, Kal TRUTE copög 
GV, dAAG AdımdE 08 Orı ı laoıng 7 ysauergnn al Ev 
Bsoig xal &v dviiommoıs ußya Övvaras“ av d& nAsoveklav 
oisı Östv dansiv" yewwergiug yag auekstg. elev' m Eehey- 


Uebel ist. Ueber den absoluten 
Acc. als epexeget. Appos. zum 
ganzen Satze s. Kr. 57, 10, 10. 
Il. @, 735. 7 rıs Ayaıav biyeı 
(ve) ysıgög EAmv ano mUoyov, 
Avyoov öl8stoov. vgl. y, 50 f. 
Aehnliches im Lat., z.B. Cic. de 
orat. 2, 19, 79: Deinde quingue 
Jaciunt quasi membra eloquen- 
tiae: invenire quid dicas, invenla 
disponere, deinde ornare verbis, 
post memoriae mandare, tum ad 
extremum agere ac pronuntiare; 
rem sane non reconditam. — à. 
Biov £avra: erklärender Beisatz 
zu Er. &ovra . . . Enıysigodvra 
ach. Ueber Anorov Biov S7v (dem 
Sinne nach = 4. Piov fıovv) s. 
zu 467 d. (Tv . zonuerouov 
10.) — oıvaveiv: näml. roig 
Te Mlloıg Avdogmmoıg xl co 
Deo; Gemeinschafthaben. Ueber 
den Gedanken vgl. Lys. 214 d. 
zoöro rolvov alvirrovran ol 
Öu0109 Ta Ouoım pilov Atyov- 
res, og 0 dyafog To dyado 
uOvVog uovm @ilog, OÖ nanös 
0dT AYa9o 0VTE nano odÖEnorE 
eis dAndN yıllav Eoyeran. — 
of oopol...: Zunächst ist hier 
Empedokles gemeint, nach des- 


sen Lehre sich die vier Elemente 
uranfänglich als opaigog in ein- 
ander gemischt befanden, bis die 
beiden Grundkräfte veixog, das 
trennende, und gılla, das ver- 
bindendePrinceip, Bewegung hin- 
einbrachten, und die Weltbildung 
vor sich gieng. vgl. Soph. 242 
d,e. Ueber den Einfluss des Em- 
pedokles auf Gorgias s. die Ein- 
leitung. 

508 A. dinuuornte: s. zuProt. 
331 b. — to 040» tovro: "dies 
Weltall, Universum.’ — x00uov: 
eine Namensausdeutung, wie493a, 
b. — copös av: vgl.487b;489a., 
0; 4978.—nloorns 7 yEnpergı- 
#n: AusVergleichung von Legg. 
6, 757 a. f. und Aristot., Nik. Eth. 
5, 4 erhellet, dass hier unter y&o- 
uerginn loorns die Gerechtigkeit 
verstanden wird, insofern sie je- 
dem das ihm nach seinem Ver- 
dienste Gebübrende zuertheilt (su- 
um cuique); während die «gı#u7- 
zınn loorng allen das Gleiche 
zukommen lässt. So heisst es bei 
Plutarch, Sympos. Probl. 7, 2. 
Lykurgos habe die &gıdunrinn 
avoloyio aus der spartanischen 
Staatsvrerfassung beseitigt und da- 


166 NHAATANOZ 508B 


Bxtdog ÖNoVrog 6 Aoyog Nulv doriv, @g 00 Öixaosvvng 
xal EOpE0GVYnS arnjosı sudnluoveg ol Evdaluoveg, xaxiag 
ö8 ol &BAıoı,n) el oV9rog aAndig Earı, Onenteov Tl Ta Gvu- 
Beivovre. va no00dEv Exsivo, & Kaiklxisıg, ovußal- 
vs navıa, Ep ols GV us 1000, Ei Omovdagnv Asyoıuı, 
Aeyovra Orı xarnyoonteov ein nal avroü xal vieog xal 
Eralgov, dav rı adırn, Kal rij bnrogay Eu Toöro xXen- 

Cordov xal & IloAov aisyvvn @ov ovyywgelv, aAnd 
zpa nv, rò eivaı To Adızslv Toü adızslodar 0CWrEp 
alsyıov, ToGoVTW xdnıov‘ al Tov ueAloven OEDaS 
6nToginov Easadeı Ölxnıov &oa dsl eivar xal Emiorn- 
kova av ÖLxaiov, 6 av Iogylav Zypm Ilöiog di ai- 


oyvvnv 6uoAoyijoaı. 


für die yenusrgınn dvaloyla ein- 
geführt. — zAcovs&iav: mit Be- 
zug auf 483 c., 490 c.f. — yeo- 
verolas y. duelsig: Da S. 487 
b. ausdrücklich bei K. allgemeine 
Bildung in der damals üblichen 
Weise anerkannt hat, so istnicht 
anzunehmen, dass er durch den 
Vorwurf, “du vernachlässigst die 
Geometrie,’ ihm die Kenntnis 
derselben, die einen wesentlichen 
Bestandtheil des höheren Unter- 
richtes bildete, abspreche; er wirft 
ihm nur vor, dass er die Bedeu- 
tung derselben in der natürlichen 
und sittlichen Weltordnung ver- 
kenne, Eine solche Betrachtungs- 
weise lag für Pl. um so näher, 
da ihm die Mathematik eine Vor- 
stufe zur Erkenntniss der Ideen 
ist. Repbl.7, 526 d. f. — elev: 
8. zu 466 c. — Esleyureog: 8. 
zu 467 a — 

B. @s 00: nach ZEeidyysıv 
ist nicht der Inhalt der zu wider- 
legenden Behauptung gesetzt, son- 
‚dern der zu erweisenden. Ver- 
gleichbar hiermit ist der Gebrauch 
der Negation nach Verben des 
Leugnens u, Verbietens. Uebri- 


gens gehört 00 zum ganzen durch 
og eingeführten Satze, also auch 
zum zweiten Gliede xunlag - 
Adlıoı. — Ti ca svußalvorza: 
Der Singular r/ fragt, was für 
ein Gesammtresultat die Folge- 
rungen geben. Kr. 61,8,2. Ueber 
ovußaivev s. zu 459. — fntiva: 
4802. ff. — &p’ olg: weswegen. 
Kr. 68, 41, 6. — Noov: 481 c. 
— ml rodro: 8. zu 480 b. — 
eloyuvp: 8. zu 490 c. Damit 
gleichbedeutend steht unten c. 
dv aloyvvnv. — Bov:, 482, d. 
vgl. 487 b. — vanb̃ don nv: 
Das folgernde aga (s. zu 448 a.) 
beim Imperf. zeigt an, dass 
der Redende über etwas früheres 
erst nachträglich die rechte Ein- 
sicht gewinnt. vgl. Kr, 53, 2, 6. 
Xen. Kyr. 1, 4 11. © „maides, 
@g dpa dpivapoöuer, 6 Orı ca &v 
zo zugadslon Imgia Eingo- 
wer. d.i. “jetzt erkenne ich erst, 
dass wir u. 8. w, Soph. Phil. 978. 
68’ (Odysseus) 7% &eax 6 £vile- 
Paov ne. — 

C. 0 elvar....: Der Inf. mit 
Art. als epexeg. App. zum Nentr. 
des Pron. s. Kr. 57, 10, 7. vgl. 


508E TOPTIA2. 


64 


167 


Tovrov Ö& ovrmg £yovrav oxnsd@usde, ti oT 
dorlv & au Euol Ovediisig, dgm aaAug Asysıaı N 0%, 
os &ow Eyo ouy olos T siul Bondijcan ovrs duavr® 
ovrs av plAmv ovdevi ovö} Tav olxelov, 0v0’ dxco- 
oc 2x av ueylorov xıvövvov, ein 0: dl vo Bov- 
Aousvo, Doxsg ol Arıuoı Tod EHEAovros, Av TE TU- 
rev BovAntai, TO vEeavıxov ön Toüro Tod Aoyov, &xlD 
xooons, av Ts yonnara apaıpsichenı, Eav re Eußal- 
Aeıv Eu vis moAsms, &av Te, To Zoyarov, daoxtelvar‘ 
xal ovra Önxsiodhe: navrav Ön aloyıorov &orıv, sg 
6 005 Aoyos. 6 Ö& ön7 Euog Oorıs, noAdanıs ulv non 
etonror, ovölv ÖL awAvsı xal Erı Adysodaı" 0% put, 
@ Kuiklnisıs, 10 runteodeaı Emil: nogens aölsos ei- 
oyorov sivaı, 0UÖE ya To rEuvsodaı oVrs to Oüu«E 
rò &u0v ovrs To PaAdvrov, ala TO Tunısv Hal 
dub xal ra Eua adinms nal reuvsv xal alsyıov al 
xaxıov, xal aAdnzeıv ye aua anal avögumoditsoda: xal 
toıyagvzeiv xal ovAinßönv Oriodöv adınelv xal dub 


zu 469 e. u. 474 e. — Epn Il: 
461 b. — 

Övsıdifeig: 486 a. F. — 0% 
#uaAcöc...: nähere Bestimmung 
des xl zor’ dorlv. — og dee: 
Kr. 69, 8. — elul 62 dal vo Pß. 
...: "sondern dass ich in des er- 
sten besten Gewalt bin (jeder- 
mann unterworfen bin, dem seine 
Ueberlegenheit gegen mich gel- 
tend zu machen beliebt), wie die 
Geächteten jedem, der will, preis- 
gegeben sind. Ueber &z mit Dat. 
der Person zur Bezeichnung des 
Unterwürfigkeitsverhältnisses s. 
Kr.68, 41, 9. vgl. C. 463 A. c. 
Hiermit gleichbedeutend ist die 
unmittelbar folgende Constr. des 
prädie. Gen, (roũõ &#eAovrog). 
Kr. 47, 6, 4. vgl. C. 408, 2. Soph. 
Ant. 737. nolıg 00% Fo Nrıg 
&vöoos &09” Evoc. Ein Unterschied 
der Bedeutung zwischen BovAouas 


und Heio ist hier, wie an vielen 
Stellen, nicht bemerkbar. — 

D. 79 veanıxöv...: “was ja 
das jugendlich kräftige Wort in 
deiner Rede war. Ueber den Acc, 
als App. zu einem Satze s. zu 
507 e. vexvındv, worin ironische 
Beziehung auf 486 a. liegt, ent- 
hält hier, wie öfters, den Neben- 
begriff ‘keck, übermüthig, und 
spielt zugleich auf dieJugend des 
K. an. — £nl xögons.. .: 486 
e. — Eiußarleıv: 8. zu 466c. — 
to Eoyarov: ‘was das ärgste ist.’ 
— og 0 005 Aoyog: 486 a. (0vx 
œloxoov done url.) — BE ÖN: 
8. zu 452 b. — 

E. rò zeuveohar...: "Schaden 
zu erleiden an meinem Körper 
oder am Vermögen. ròô fßalo»- 
zıov Teuveıy, oder mit einem 
Worte faAu»tıoronsiv, 'Beutel- 
schneiden,’ ist der volksthümliche 


168 IAATQNOSI 508E 
zul za Eye vo ddıxodveı xal xdrıov xal alayıov eivaı 

n &uol rö adıxovusvo. tedre nulv Avon Exel Ev rolg 
#006®E Aoyoıs ovrm pavdvra, as Ey Akya, nardys- 
50901 xul Öedster, aa sl aypoınorsgov vı ustu Zar, 
röngoig zul adauavzivomg Aoyoıs, @g Yodv dv Öoksısv 
oUrwal, 0Ug GV El un Avdsıs N C0U TIg VERVInWTEEOS, 
004 olov re aAAms Akyovıa 7 og ya vöv idym xaAdg 
Asysıv“ Enel Euorye 6 adrog Aoyog doriv dsl, Or yo 
revra 00x olda onwg &ysı, Örı ufvroı @v Ey Evrs- 
TUuynau, Boxsp vüv, ovdelg olog T Eorlv KAAmg Akyav 
un od xaray8iuorog’ elvaı. &yo ulv 00V ad Tidmu 
Breöre ovrws Eysıv' ei Öb ovrwg yes “ul ueyıorov 
av aanav doriv n adınla ra adınoüvu xal Zr Tov- 
Tov ueilov ueylorov Övros, el 0l0V Te, TO adınodvra 
un dıdovaır Ölamv, tiva av Bondsev un Övvansvos 
avdgmnos PBondelv Eavra arayeiacrog Av ıT aly- 
Belg ein; &g od ravıyv, Arıg anorgkusı ıyv weylornv 
nucv BAaßnv; ala woAAN avayın tavınv elva nv 


Ausdruck für @paıpeiohe: yor- 
para (466 c. u. 6.). — aloyıov 
xal aanıov: Eine gewisse grata 
negligentia, welche derDialog als 
Nachahmung des wirklichen Ge- 
spräches nicht scheut, gestattet 
die Wiederholung dieser beiden 
Ausdrücke, die den Hauptbegriff 
enthalten, in demselben Satze. — 
vom ...: insbesondere 479 e. — 


509 A. xalel...: "selbst wenn’ 
u. 8. w. Kr. 65, 5, 15. — &ygoı- 
ROTEROV: 5. zu 462 e. vgl. 486 c. 
adunavrivorg: &dcung “Stahl, 
zur Bezeichnung des höchsten 
Grades von Festigkeit und Uner- 
schütterlichkeit. Repbl. 2, 360 b, 
oVöslg Av ydvoıro 0UTwg AöR- 
navrıvog, OS av uelveıen Ev rj 
Önasoovsn Kr. — Y00V: 8.2u 
447 C. — VERVIXOTEHOG: 8. zu 
508d. — allg Akyovıa: Leber 


die Ergänzung des Subj. s. zu 


456 d. — Euorye .. . det: vgl. 
482 a. — our olda Ommg Eyei: 
s. die Ein. — wo» & dvrew- 


zyne: 8. zu Prot. 36le. — un 
ov x. yeveodaı: 5. 0621 c. vgl. 
zu 461 b. — utv our: s. Kr. 
69, 35, 3. C. 637, 2. — 


B. si ole» re: indem der Sup. 
eigentlich fernere Steigerung aus- 
schliesst. — 6 «&d. un dıdovaı 
ö.: vgl. 472 e. 479 e. — tive 
av Bondeıav. . .: "welche Hilfe 
muss ein Mensch sich selbst nicht 
zu leisten vermögen, um in Wahr- 
beit lächerlich zu sein?’ s. zu 451 
a. (n zeol.. . . dorıv). — ao 
0%. nonne. 8. Kr. 69, 9. C.607 A. 
— juov: abhängig von @zore£- 
zsıv. Kr.47,23. O. 424. — n0l- 
An avayın: vgl. 467 e; 507 a. 
u. zu 450 a. — ravınv alvaı 


509 D rTOPTIAZ. 169 


wioylsınv Bondsnv, un Övvasdaı Bondetv unge wur® 
Be roig cvroũõ plAoıg Te Hal oixsloıg, Ösvrigav ÖLC 
zyv Tod Ssvripov xuxoü Hal Tolrmv nV Tod rolrov 
ze) rar 0VTOS, Mg dudgrov nuxod WEysdog nepv- 
xeV, oßro xal naAdog Tod Övvarov eivar dp Exaaıe 
Bondelv za awisydun tod un. apa Allg Nodrmg ya, 
© Kuarllnlsıs; 
KAA. Ovn aAAos. 

65 ZN. Avolv 00V Ovrow, roõũ Adınsiv rs zul aöı- 
xsiodeaı, welfov uEv pausv xanov To Adınsiv, EAarrov 
d: To adınsladaı. Ti 0UV av XupKOKEVERCAUEVog &v- 
Hownos Bondnesisv alrd, Bars auporspag rag Wpe- 
Aslag tavrag &ysıv, nv TE Ano Tod un dbınslv xalD 
tiv dnö Tod un Adızeiodheaı; zorspn Övvanıv n Bov- 
Ansıv; ode Öt Adym' zorsgov dav un Bovintar adı- 
xelodnı, 00x Adınnasrai, 7 dav Övvanıv NaQROHEU«- 
omaı tod un adınsiddaı, 00x Adıındsrar; 

KAA. Aykov 6n Toüro ys, Otı &av Övvapıv. 


ER. Ti 68 6n Tod adıxsiv; noregovV dav un Bov- 


nv aleyloınv...olxsloıg: man 
würde zunächst erwarten alozı- 
cTov sivaı ravınv nv Bon- 
Heınv un dvvaodaı Bondeiv, das 
zu dem ganzen SatzegehörigePräd. 
aloyıcrov ist, wie häufig, in sei- 
nem Genus zu dem Obj. nv ßon- 
O:iav constmiert Tavrnv nV 
Bondsav aloylornv elvcı un 
Övvaodaı Bondeiv. Auffallend 
istnurdie dann eingetreteneWort- 
stellung ravznv slvaı nV al- 
. oylornv BonFeıav. Die entspre- 
chende Erklärung gilt für den 
folgenden Satz Öevrepov ri. d. 
h. Ösvregov elvaı nv Too dev. 
tigov naxov Bondsav un Öv- 
wootcı Bondeiv, ToLltev Tnv Tod 
voltov xunoo Bondsıav un Öv- 
saodaı Bondeiv. Zu dem In- 
halte diesesSatzes vgl. aus demGe- 


spräche mit Polos 474 b., 479d., 
und dem mit K.486 b., 508c. — 

O. du’ Enaore: 8. zu 483e. — 
tod un: näml. Öuvarow elvar 
Bondeiv. s. zu 458 d. — age: 
8. zu 450 c. — 

Övoiv o.övrow: näml.xaxoir. 
Die vorbenannten ersten zwei Stu- 
fen sind in «dıxsiv enthalten. — 
ti 0. dv HRQKOREVROAWEVOR +... 


‘was müsste sich nun ein Mensch 


verschaffen, um sich helfen zu 
können, so dass’ u.8.w. — @gpe&- 
Aelag: 8. zu 477 C. — dR0 T0B 
...:8. zu 453 b. — 

D. adınnosza:: Ueber die pass. 
Bedeutung des medialen Fut. s. 
Kr. 39, 11. vgl. C.266. — d7- 
Aov ON: 8. zu 478 0. — OU 
dav Övvapıv: d.i. Or &vdgm- 
nog 00x adınnosıaı, dav Öuna- 


170 


JIAAT2QNOZ 


59E 


Amcoı adızslv, Ixavov roörT Eorlv — 0U yap Adızjaa 
B— 7 xal dl zoüro det Övvaulv zıva xal regvunv z0- 
000xEVvAGRONaL, Mg, Eav uN nad avra xul 20x0N, 
adınnosı; tl 0U% auro yE uoL roüro dnexpivo, a Kal- 
AMxisıs, nOTEE0V Hoı doxodusv 00daS avayxasdnvar 
OpoAoystv Ev rolg Zungoodev Aoyoıs &ya re xal IIo- 
Aos 7 00, Nvina owoAoynoausv undeva BovAdusvov 
abdızslv, AAN Kxovrag Toüg ddınovvrag mavrag adınelv; 

KAA.”Esto 001 Toüro, @ Ziuxgarss, odrms, Ivo 


ÖLarspavng Tov Aoyov. 


22. Kal En todro &oa, wg doıne, KapRoxEvaoTEoV 
&orl Övvaulv tıva xol reyvnv, Onag un dödınoonev. 


KAA. IIavv yes. 


ER. Tig oVr nor Earl veyvn vis zapaaxsviÜg Tod 
undtv adıxsiodeı 7 @s OAlyıora; axdıpaı sl Gol doxel 
n20 Euol. Zuol ulv yag doxst Nde' 7 aurov Apyeıv 
Öeiv Ev ij noAsı 7 anal Tugavvelv, N TS vᷣraoxovong 


roAırsiag Ereipov sivaı. 


WV Tov un ddınsioheı zage- 
axevaonıaı. — rl d} 87 Too 
adınsöv: "wie verhält es sich nun 
aber mit dem Unrechtthun ?”’ Um 
den Gegenstand der Frage bei 
einem Gegensatze oder Ueber- 
gange anzukündigen, wird der 
Hauptbegriff mit z{ d& vorange- 
schickt, worauf das dazu gehö- 
rige Präd. in einem zweiten Satze, 
gewöhnlich mit einem anderen 
Fragewort, folgt. In dieser ellip- 
tischen Constr. erscheint das Nom. 
meist im Nomin. als Subj., Repbl. 
1, 341 c. ze ÖE£ avßegvnrns; 6 
eds nußeovnzng vavıav &g- 
zo» dorlv N vavıns; bisweilen 
steht der Acc., regiert von einem 
aus dem Zusammenhange zu er- 
gänzendenVerb. s.zu 474d. Selte- 
ner findet sich der Gen. (Kr. 47, 
3, 3.) in der Bedeutung “was... 


betrifft (= eg mit Gen. s. zu 
469 a.). Phaid. 78 d. ri dt rev 
nollav xuAav, olov ardom- 
n0v N LnNOV; apa xara Ta 
avıa Era. — 

E. avıa: näml. 79 dvvapın 
xal ınv Teyunv. 5. zu 465d. — 
tl... drexolvo: 'Beantworte 
mir doch grade dies.’ Ueber die 
imperat. Frage 8. zu 468 c. Ueber 
die Bedeutung des Aor. s. zu 503 
b. — dv rois Zumooadev Ad- 
yoıg: 468 d. f. — 

510A. foro . .. . odrag: vgl. 
504 a. — dıarsousns oy A0- 
yov: Ueber die Bedeutung des 
dia 8.2u 506 a. — tig... OAL- 
yıora: “mit welcher Kunst nun 
setzt man sich denn in Stand, gar 
nicht, oder möglichst wenig Un- 
recht zu leiden ?? Ueber undtr 
ad. 5. zu 475 d. (ovölr Plaßr- 


\ 


510C TOPTIAZ2. 171 


KAA. Ooäs, © Zouxgarsg, as &ya Erormog eluıB 
dxewvstv, &v xcaũſs Adyns; TOodTO wor doxsis ndvv 
xeAds EionKevaı. 

66 ER. Zxonsı 6n xal ode davor dox& &U Akysıv. 
plAog wor doxei Exacros Eudern slvar @g olovre ud- 
kuora, Ovnep ol naAnıoi Ts xal Gopol Adyovaıv, 6 0- 
KoLog TO Opolm. oð xai Golf; 

KAA. Euous. 

ZR. Ovxodv õmnovu TUgavvOg Eorıv Koywmv üyguog 
xol analdsvrog, ei Tıg Tovrov &v ıy noAsı moAd Bei- 
riov ein, gYoßolto ÖNNov av KuroV 6 Tupavvog al 
tovrm EE &navrog Toü voũ 00% av zore Övvarro gpl-O 


Aos yeveodaı; 
KAA.’Eorı taüvra. 


22. Ovds ya el tig HoAd Yavioregog Ein, 0üß 


oe). — nrse: d.i. el sol donsi 
avın n reyvn elvaı Üreo 73. 
vgl. Prot. 340 b. — £uol uv: 
s. zu 454 d; 506 d. — deiv: 
abhängig yon Öoxsi; der ganze 
Satz 7 aurovV... elvaı ist Er- 
klärung zu nde.. — N aolr.: 
d.h. ‘man muss entweder selbst 
herrschen, auch in dem Falle, 
dass man dies nur als Tyrann 
kann (herrschen unter jeder Be- 
dingung, soger als Tyrann), oder 
u.8.w. Ueber xl s. zu 450 c. 
Aehnlich Soph. Oid. T. 2838. el 
8’ sıwnoeo®e, nal Tıs N 
dhov deloas Erwoeı Todmog 
N 1adTod code arl. — TS dr. 
oA. Eraigov: “Anhänger des be- 
stehenden Systems. — 

B. öo&s ....: Man beachte 
den lebhaften Beifall des schon 
lange dem Gespräche mit ent- 
schiedener Unlust folgenden K., 
da jetzt S. nach seinen Grund- 
sätzen (vgl. bes. 484 a; 491 d; 
492 b.) zu sprechen scheint. Eben 
so benahm sich Polos 475 a, — 


oxozsı ÖN: 8. zu 449 a. — 
av: 5. zu 4520. — og olor 
Te —— Kr. 49, 10, 3, — 
OVrEQ. “Mir scheint einem 
jeden möglichst sehr derjenige 
Freund zu sein, von dem es die 
alten Weisen behaupten, nämlich 
der gleichgeartete. Odyss. 0218. 
&s alel ‚209 640809 aycı Veög 
sg 70V Onolor. Plat.Lys. 2142, 
Symp. 105 b. 6, yap mahuLög A0- 
yos &d Fyet, as Öuoıv Önolm 
ael nelafer. Phaidr. 240, Mlıno 
yüg nal Ö muAmıög Adyog T£g- 
aeıv Tv Nina. Cic. de sen. 3, 7. 
pares cum paribus, veteri prover- 
bio, facillime congreganlur. Ueber 
Enaorog Endoro und Ö ÖuoLog 
to öuolo s. zu 459 d. — Q- 
voros, ao} amaldzvrog: gehört 
zu TVERVVog; &0Xmv ist Präd, 
(koyav Earl == &pyeı). — ToV- 
zo: 8. zu 493d. — EE &novrog 
Tod vod: “von ganzem Herzen. 
Kr. 68, 17, 9. Il, ı, 486 && $w- 
LO gıldav. — 

C. dvvaıto: 6 Belrlov. Ueber 


172 MNAATSNOZE 510C 


Ev oorost Kurepgovol yap Av aUroü 6 TVERVvog al 
od &v notes lg g0S PlAon ErovöcseıEr. 

KAA. Kai teür And. 

Zn. Asinsraı KL Euslvog uovos ktos Aoyov plAog 
TO TOLOVT@, OS Ev 6KONINS MV, TRUE“ vEyav xl — 
vov, een &orsodaı zul Vnoneladaı To KEXovri. ovrog 

D uEya dv tavın ri noAsı ÖvvYaeran, Toürov ovdckg yalpwv 
adınnası. 0uy odrag &ysıp 

KAA. Net. 

ER. Ei &oa rıg Evvonasısv dv Tavıy ıy moAsı av 
veav“ tive &v roonov &ya ufya Övvalunv xal undeig ps 
@dıxol; 7 avın, ws Eoıxsv, auro 000g Eorıy, evdug &% 
v£ov E&Hifeıv aurov roig avrois yaigsıv xal &ydsodeı ro 
Ösorxorn, xal napnoxsvafeıv Onwg Or palıora OoLog 


Zoraı Enslvo. 00y obrog; 
KAA. Nüi. 


den Wechsel des Subj. vgl. Prot. 
920 a. — ſSort ravre: 8. „zu 507 
— 233 ovôꝰ cu...: 
Das erste ovdE reiht den ganzen 
Satz negiert an den vorhergehen- 
den; das zweite bezieht sich spe- 
ciell auf oorog. s. zu Prot. 332 
a. Phaidr. 278 e. ovoe ydo oüdk 
ròov 00V Eraigov dei mageldein. 
II. ô, 512. od ua» 000° Ayıkevg 
hagvaraı ... — 0dr08: 
näml. dvvaıo plAog yeveohat. 
—. m006 Yllov onovöcdssıv: 
würde ihm nicht Aufmerksam- 
keit wie einem Freunde erweisen. ’ 
Repbl. 3, 403 b. odzag‘ öpıkeiv 
zoös 09 ris crovödson, orug 
ac. — TO zoLoVT@: näml. Tv- 
gdvvo. — Önondns: genauere 
Bestimmung des obigen Oworog. 
— tadrd ... Emaıvar: AlsEr- 
klärung dem ön. &v subordiniert. 
vgl. Sall. Cat. 20, 4. idem velle 
atque idem nolle, ea demum Jirma 
amicitia ‚est. — vroxsiohea: d.i. 
Unaxovev. — dvravıy ci "0- 


Ası: d.h. von der ‚eben die Rede 
ist, öxov Tvoavvog dorıv. — 
. D. tovörov: Ueber die nach- 
drucksvolle Wiederholung des 
Pron. (Anaphora) vgl. Kr.59, 1, 
3. — ovdeig yalgonv ddınası: : 
nemo impune injuriam inferet. Kr. 
56, 8, 2. ‚Soph. Aut 758. @Al 00 
.... zuigav Er poyoıoı dev- 
vaozıg we. — ig: verbinde zug 
tov venv. — El... Evvonosisy 
.2otıv: Mit einer in allen Spra- 
chen zulässigen Kürzung ist der 
zunächst zu erwartende Nachsatz 


‘so würde er finden’ ausgelassen 


und sogleich der Inhalt dessel- 
ben ‚gesetzt: Edg01 av, Ir N 
adın Odog dorıv. — N adry. 
6öög : näml. der so eben mit ds 
MW... — angezeigte. — 
2 . Edifsıw: 8. zu 5108. 
veon: 8. zu 483je. — TU- 
guoneudfeın: Auch mit diesem 
Verb. ist coròor zu erbinden. 
Phaid. 67d. ysAolov av ein ür- 
dga napnoxsvafovd Euvrov du 


511B TOPTIA4Z 173 


ZR. Ovxoöv rovrp ro ulv un adızeiaheı xal ulya E 
Övvaadaı, 5 6 Uusregog Aoyog, Ev ij noAsı ÖLams- 
nouberan. 

KAA. IlIavv yes. 

ZR. "Ag O/u xal ro un ddınsiv; n moAAod Öst, sizep 
Gnotos doraı TO üpyovr Ovrı aölx xal zep= TouspuLye 
Ovvnossas; WAR oluat Eyoys, zav Tovnavılov ovrwol N 
zagaoneun &oraı KUrÖ enl TO olm res sivaı os ahslora 


ddınsiv zal ddıxoüvıe ug dıddvan Öluyv‘ n yap; 


KAA. Doaivscaı. 


22. Ovxoüv ro uEyıoıov aurd #ax0V vrapkaı no- 511 
19196 Ovrı nv duynv zal AsAmßnucvo dıa vw wi- 
Kuno Tod Ösonorov xal Övvanıv. 

KAA. Ovæ oil’ önn GTpEpEILgS Endiorore roüᷣg Ad- 
yovs vo xal xira, @ Zoöngareg n 00% olada Orı 
0VToS 6 uNovusvog TOV un BıuovuEvov Ensivov AXo- 
xvevst, &av Bovinteı, xal Apampnesıaı ra Ovra; 

22. Oide, @ yads Kalklxisıs, el un aopogy elut, 
xal 00U axovmv xal IlmAov Agrı moAdaxıs al tov 


To pp. .. oõro $1v xrd. Apol. 0v 8.2u 481 c. Ueber den Acc. 
39 d s. zu 467 b. — Enl iO... .:8 
E. 16 ubv ... .: Der Gegen- zu 480 b. — va .. . ddt- 


satz folgt unten in veränderter 
Constr, de’ 03V nal zo um döı- 
xeiv; statt zO Ö8 un] ddınsiv.od 
dıunenguferau. vgl. Kr. 69, 85, 
3. — og06 Yuerepog Aoyog: 466 
b. f. Was dort P. erklärte, machte 
auch ‚E. fortwährend geltend; da- 
her duerepos. Ueber die Constr. 
s. zu 463 b. dd: 8. zu 450 
c. — 04108 dei: 5. zu 474 b. 
— eineo 0. Zorar: "wofern vor- 
ausgesetzt wird (Bedingung ist), 
dass er ähnlich ist (wenn er ähn- 
lich sein soll) u. s. w. Ueber das 
Fut. in allgemeinen Annahmen 
s. Kr. 53, 7, 1.u.38. — 100 
Todvanzlon: ‘ ganz im Gegen- 
theil? Ueber die Bedeutung von 


xoovrœ: 5. zu 492 b. — 

5t1 A. Övvanın: d. i. seine 
eigene, durch wlunaıs vov de- 
oxorov erlangte Macht. — 00x 
olö’ 6x9 ...: ein ähnlicher und 
mit eben so vieler Berechtigung 
gemachter Vorwurf, wie 482 e.f. 
— vo xal xdro: s. zu 481 e. 
Theait. 195 c. örav av xaro 
todg Aoyovg Fr tig UnÖ vo- 
Belag ari. — 

B. ei un xopog y' elui: Das 
Bittere der Antwort wird noeh 
erhöht, wenn man annimmt, dass 
der hitzige K. seinen Aerger 
durch überlaute Sprache bekun- 
dete. — 009 dxovms: sOwohl 
eben jetzt als auch früher 486b. 


B 


174 


IAATQSNOZ 


$511B 


aAlmv OAlyov navıov av Ev ıij noAsı" dAid ul av 
&uod &xovs, Otı anoxzevei ußv, Av Bovimtaı, aAid n0- 
vno0S MV xaAdv aayadov uvre. 

KAA. Ovxoüv toöro 6n xal 10 ayavaxınıov; 

ZR. Ob voöv ye cyovri, ds 0 Aoyog Onualveı. N 
olsı deiv Todöro zapaaxsvafesdnı Kvdgmnov, os aAst- 
oTov y1oovov Ev, xul ueistdv rag Teyvas Tavıas, ad 
cnuäs del Ex Tov xıvövvov awfovoıw, Bone xal nV 
ov nelsvers Eub weisrav nv ÖmTopienv nv Ev Tols 


Ötxastnoloıs Ödıaawtovder ; 


KAA. Neal ua Al 00805 yE oo ovußovisvov. 


Z2. Ti öE, © Beiriare; N nel roũ veiv dm-67 


ornun osuvn is 00oı Öoxsl eivar; 

KAA. Ma Al oᷣx &uoıye. 

22. Kal unvaatsı ys nal avın dx Bavarov Tovg 
avdgWmovs, Hrav sig tolodrov dundowcıw, 00 Öst Tav- 
ns tig dmiornuns. ei Ö adın o0L'doxei ouıxga eivaı, 
DEym 00 welfova tavıng oo, nv nußspvnrunv, 7 0% 
KOVov Tas Yuräag owkeı, aAdd xal ra Odluara xul Ta 
yonuare, &% TOv doyarmov xıvövvov, DOREEN 6nTo- 
ern‘ al avın ulv noocsstaAusvn Earl xal xoopie, 


— Iloiov: 466 b. f.u.d. — 
oAlyov: 8. zu 472 2. — Axove: 
prägnant “lass dir gesagt sein.’ 
Denn S. hatte bereits diese Be- 
hauptung des P, u. K. gehörig 
beleuchtet. — xu4109 xayadov 
ovra: 8. zu 470 e. Als Obj. 
ist 709 un) WıLOUWEVoy zu wie- 
derholen. — os 6 Aöyog onual- 
ver: wie aus unserer Erörterung 
folgt; eine dem Pl. sehr gelän- 
fige Redensart. vgl. 527 c. — 
NV Od...: 8. zu 469 c. 
— uslevsıg: AB5 ef. — vol 
pa AU: 8. zu 483 6. — ö. ye: 
vgl. zu 459 b. — 
ogusn vis: vgl. zu 456 a. — 
vol unv: 8.2u 452 c. — rotoſv- 


tov: näml. alsdvwov. — 00: 
Ueber die Beziehung des prono- 
minalen Adv. auf ein Nom. s. 
Kr. 66, 3, 1: Ueber die nämliche 
Constr. im Lat. s. F. Schultz 
lat. Spr. 313, 2. — 

D. rag yvyag: “das Leben, 
wie so oft im Homeros z.B. Il. z, 
257, 161. Od.y, 74. — adrm: 
näml. 7 xußeovnrınn. — nG00- 


. eotaluevn: "eingezogen, be- 


scheiden. Die übertragene Be- 
deutung ergibt sich aus der ur- 
sprünglichen, in so fern dasPassiv. 
fast nur von eng anliegenden 
Kleidern (zırav mooasoraAuE- 
09) u. &. gebraucht wird. vgl. 
im Lat. adstrictus (Tac. Germ. 


5I2A TOPTIAZ. 175 


xal od Osuvvvera Laynuarouden @S UrEENPaVOV Ti 
diangarroutvn, ala ravra drangakaudvn 7 Öıxavırn), 
dav utv E& Alyivns Ösügo oWen, olumı dv OßoAovg 
izodkaro, dav 63 &E Alyuarov n x roõ Ilovrov, dav 
xaunoAv, TaUTnS Tis usyaing Edepyedias, Gudad dE 
vov ön EAeyov, xal avrövxal zaldas zul yonjuara za 
yuvalxag, anoßıßasae sis rov Audva ÖVo Ögpayuds 
inoakaro, nel avrög 0 Eymv zyv vegvnv anal Tadre 
Sıangakausvog Eußas mapa ınv Halarrav xal nv vadv 
zspınarel &v ustolw aynuarı. Aoylksodeı yao, oluaı, 
dnloreraı, Orı aöNA0V dorıv, OVOTLVdg TE BpEAnxs TOv 
ovunisovrav 00x dacdaz xuranovradijvar — — 
vœg EBiawev, sidws Orı oVölv avrovg BeArlovg £Eeßl- 
Bassv n oloı &veßnsev, oVrs Ta Euuara oVrE Tag Yv-.512 
gas. Aoylksıaı oüv, Orı 00%, &il uEv Tıg weydäoıg al 
dvıdroıg voonuadı xark TO Ocua dvvszousvog UN ams- 


17. veste...stricta et singulos ar- 
tus exprimente. Ann. 3, 55. ad- 
stricti moris auctor Vespasianus 
Jfuit.) — nal noaula: s. zu 447 
a. warozıy Eoprs). — Ti dı- 
navın]]: Öinavınn ist oben durch 
nv bnTopınnv nv Ev roig dı- 
„aoregloıg Öracwfovonv erklärt 
worden. — dv’ 6ßoloög: unge- 
fähr zehn Neukreuzer. — $roc- 
£aro:: ‘pflegt sich zahlen zu las- 
sen. Ueber die Bedeutung se. zu 
Prot. 328 b. vgl. Apol.19 d; 31 
c. Ueber den Aorist s. zu 484 a. 
— dav zauroiv: näml. nodt- 
eyTai. — TOUNS . . . EUEQYE- 
olag: für diese grosse Wohlthat.’ 
Ueber den Gen. mercis bei den 
Verb. des Schätzens u. dgl. vgl. 
Er. 47, 17, 4 u. 11. 47, 17, Io. 
2. Xen, Mem. ], 6, 11. ovddv« 
zns ovvovalas (für deinen Un- 
terricht,) &oyvgıov mgdrrN. — 

. vöy dn: näml. d. 0v wo- 
voy Tag Yuyas aıı. — 00 


Öoazuas: die Drachme ist im 
Werth von 6 ößolol. — rav- 
ta: näml. das owfer, azoßı- 
afsıv. — &v uerglo aynuerı: 
in unscheinbarem Aeusseren. u8- 
roıog bedeutet hier, was oben 
durch mgo0soraAusvog nal xd- 
owıog bezeichnet wurde. oyjux 
geht nicht sowohl auf die Klei- 
dung als vielmehr auf die Hal- 
tung; 0% seunöveren, — 09p8- 
Anne... EBAarpev: Ueber die 
Verbindung des Aor. mit dem 
Perf. vgl. Kr.53, 6, 1. — oöd!v 
a. Beirlovg: s. zu 453 b. — 
518° A. örı 00x... .: DieNe- 
gation gehört zu dem unten fol- 
genden Hauptbegriffe rovro Pım- 
t&ov &orl. Nicht selten erschei- 
nen im Griechischen zwei Sätze 
durch u8v...de... grammatisch 
coordiniert, deren erster dem Sinne 
nach dem andern subordiniert ist. 
Ueber die Verbindung ed uEv.. ., 
ovrog iv... el dE..., TOovro 


NAAT2NOZ 3512 A 


176 


zviyn, ovrog ubv &BAıog dorıv Orı 00x amsdeavs, zal 
ovölv vH avrod aypllnaı‘ el dd ig Apa dvra tod 
GaurTog TIMImTEo@, NM bvyd, noAla voonuara Eyes 
sol avlara, tovra 0b Bıaedov dar xul Toürov OVN- 
081EV, &v 15 dx Dalarınz Av rs &u Öixaornglov av rs | 

B &AAodev OnodEVoUV OWN, AAA oldEV, OTı 00% KusLvov 
dazı iv TO uorINEH Avdpmunn‘ xuxds yao dvayan 
dar Ev. 

Aw Taüre 0% vouos dar) osuvvvsche: Tov #v- 68 
Bsovnenv, nalneo oufovre juäs“ ovdd ys, & davuc- 
Gus, TOV UNKAVoRoLöV, 0g OUTE GTEKTNYAd, un OT %V- 
Bsovnzov, ovrs KAAov oVÖsVög dAdıro Eviore Övveraı 
oofsıv“ moAsıg yap Eorıv Ors OAug Gwteı. un 00L do- 
xEl rare T0v Öisavırnov eivar; xalroı el BovAoıro A- 
ysıv, @ Kuiklaisıg, üreo duels, HEuVUVAV To NoKYRR, 

Cxarayadsızv dv Vuäs tolg Aoyoıs, Akyav al rape- 
xuAcv End To Ösiv ylyvssdaı unyavoroovs, dg oVÖLV 
zeikd Eorıv‘ Inavos yap aura 0 Aoyos. alla au oVölv 
d2... vgl. Apol. 28 e. — ue- 
yalos 2. VOONUa0 . . . 0UV- 


‚Kriegsmaschinenbauer ; denn von 
"Belagerungswerkzeugen ist u7- 


ezousvog: vgl.479 a. ef rıg roig 


eylororg x. — anenviyn: 
ertrank. „vgl. zu 471 c. — 00- 
ölv.. . Speimrar: s. zu 475 d. 


— zovrw 68 Bımreos dor: dem 
Gedanken nach vgl. Krit. 47 e. 
— övnosıev: Ueber die Verbin- 
dung des Optat. mit dem Indie. 
im abhängigen Aussagesatze, wo 
jener etwas wahrscheinliches, die- 
ser eine feststehende Thatsache 
bezeichnet vgl. Kr. 59, 2, 7. 54, 
6, 2. Prot. 335 a. Sehr auffällig 
erscheint der Opt. nach vorher- 
gehendem Hanpitempns. (C. 528.) 

B. ausıvov & . &jv: näml, ale 
das Gegentheil. — &vayın dorl: 
Ueber die Setzung des Verb. s. 
zu 484 d. — 

03 vonog Earl: 
Brauch. 


‘es ist nicht 
— 709 UNYAVOROLOV: 


yarn j militärischerKunstausdruck, 
— un Oz: “geschweige denn. 
C.622, 4. Kr. 67, 14, 3. — un: 
Ueber un als Fragewort mit Vor- 
aussetzung verneinender Antwort 
8. C. 608. Kr.64,5,3. vgl. Apol. 
28 d. — xara T09 Öinamınon 
elvaı: “dem Gerichtsredner gleich- 
gestellt ist. Ueber ara mit Acc. 
im Allgemeinen zur Bezeichnung 
der Vergleichbarkeit un. ä 8. zu 
454 c. Symp. 211 d. avzo zo 
xalov div note löng, 00 xard 
yguolos ze nal ohne .. . do- 
Es 001 eivar, dem Golde ähn- 
lich.’ Öinavınog der Hauptsache 
nach = Gmrogınos. s. zu 5lld. 
— öueis: näml. of drrogss. — 
C. naganeıar ini vo deiw y. 
. . .: mit ironischem Bezuge auf 
485 e. f., wa K. dem S. zure- 


512 B TOPTIA2. 177 


Nrrov aurod xurupgoveig xal tig rEyvng tüs dusivor, 
xl os Ev Ovsidsı anonaidsaıs Av unyavozomov, xul 
to viei avroü ovr av doüva, Huyardpa dHEAoıs, owT 
dv avrog To davrod Außelv nv Enelvov. »alroı &E 
av Ta oavrod dnmwveis, vivı dıxalo A0yo TOU unra- 
VoX0L0d xurappovsis xal tuv Kllmv av vov Ön äls- 
yov; old orı palns av Beirlov elvaı xul Eu Beiro-D 
vov. vo 08 BeAtıov ei un &orıv 0 &yo Ayo, dAA- auto 
roũr £orlv agsın, TO GWLsıv wurov xal T& Eavrod Ovra 
020L0g tig Ervye, xaraysiustog dos 6 Yoyog ylyveraı 
xul unyavonoıod xal iarpod xal av KAAmv Teyvov, 
00061 Tod Gwfsıv Evsxa nenolnvra. dA, © URxEpLs, 
00« un &AAo Ti TO yevvalov xal Tö-ayadov ij Toü 0@- 
sv re nal omLtsodeı. NÖU yag roüro uiv zo Ejv' ö- 
2060v Ö& xp0voV, tov ys wg dAndüs Avdon dardov 
&orl xal oU piAoyvyntlov, aAla Enırgddavra mepl ToV-E 


det mit Hintansetzung der Phi- 
losophie sich der Rhetorik zu be- 
fleissigen. — og... dorıw: ' denn 
alles andere heisst nichts. In leb- 
hafter Rede geht 8. in die oratio 
recta über, als ob der ungavo- 
sowög selbst spräche. — ms &v 
öselösı: “wie zum Spotte; per 
.contemitum. &v dient öfters zur 
Bezeichnung der Art und Weise, 
kömmt also mit seinem Subst. 
einem Modaladv. (oder Adject.) 
an Bedeutung nabe. „Soph. El, 
384. vÜV yag Ev nal pooveiv 
(u 9. y. naA0V 90.) vgl. Sall. 
Jug. 38, 5. postremo fugere an 
manere tutius fore:, in incerlo erat. 
— amonaliaaıg a9: hier, wie 
an vielen Stellen, hat ETTOXG- 
Asiv den Nebenbegriff “mit einem 
Schimpfnamen belegen.” — 2£ o»: : 
s. zu 47c. — Aöym: “Grund! 
s. zu 4578. — ov Allmv: be- 
sonders des xußsevnrns. — 
Plat. Gorgian. 


‘mag er wer immer sein. 


D. Psirlov 8. nal du Beirio- 
vcov: eine den Griechen sehr ge- 
läufge Bedeweise, um die Vor- 
züglichkeit (oder auch Schlech- 
tigkeit) einer Person als ange- 
stammtes Eigenthum zu bezeich- 
nen. Phaidr. 246 b. Bewv... 
nvloyoı navreg œvorol Te Aya- 
Hol xal 2E dyadan. 274 a. dei 
yaelfeodat.... deonoraug (d. i. 
Deoig) dyahoig te xl EE ayo- 
dar. — zo, oafeLv. . 1 8. ZU 
508 c. — Ovra —XRX „e. 
övro 
ist auf das bei omgeın zu ergän- 
zende Subj. ri vtẽ (G. zu 456 d.) 
construiert. — TV... üvdeon: 
‘der, welcher wahrhaft ein Mann 
ist; der echte Mann. Ueber arg 
aAndüg s. zu 482 c. Ueber den 
Ace. s. zu 507 d.— * 

E. gıloypvynteov: vgl. das zu 
511 d. über vᷣuxij Bemerkte. — 
drıroeypavre: näml. navre 0. &. 


12 


AATSNOZ Si?E 


178 


zuv ro Hei xal wiorsvdavıe valg yvvaıkiv, Or nv 
eluapuevnv 0VÖ av eig Expuyor, To al ToVıp 0x:- 
zrdov, tiv dv TE0MoV Todürov 0v uEAkoı Xp0vov Pıo- 
var @g &pıcıa Pıon, apa Efouoıav aurov 17) noAırelg 
513 ravıy dv n dv oinjj, xal vöv ö} apa det ob Ws ÖpoLo- 
zarov ylyvsodaı co Önum ro Adnvalav, el welksıs 
rovro npoogLAng elvaı xal weya Övvaodaı Ev vi n0- 
Ati" Tod® öga el Vol Avdıreisi xal Euol, Onwg un, @ 
Önıuovis, MELHOUEdE OnEE Yaol rag ryv GeAnvnv x0- 
Baıpovoas, rag Vsrraildag‘ aUV Toig giAraroıs n ai- 


— 7. teig yvyoıhlo: Hiermit 
bezeichnet Platon den Glauben an 
eine unwandelbare, von der Frei- 
thätigkeit des Menschen unab- 
hängige Schicksalsbestimmung, 
der gleichwohl im Geiste der 
Hellenen tief eingewurzelt war u. 
inihrer Nationaldichtung, nament- 
lich in der Tragödie (man vgl. 
z. B. nur des Sophokles ‘König 
Oedipus!) auf das bestimmteste 
ausgesprochen wurde, geradezu als 
des vernünftigen Mannes un- 
würdig. Aehnlich lässt Cic. de 
nat. d. 1, 28, 55. den Epikureer 
C. Vellejus sagen: Quanti haec 
philosophia aestimanda est, cui, 
tamquam aniculis, el üs qui- 
dem indoctis, fato fieri videan- 
tur omnia? — 179 eluaguernv: 
näml. uoigav.(C. 274. Kr.S.172.) 
Die Sentenz wird von Dichtern 
und Prosaikern in vielen Varia- 
tionen vorgebracht. Il. £, 488. 
koigav d’ 00 Tıya pnur nepv- 
yuevov Euusvon Kvöo@v, 00 Au- 
x0v, ovöt utv Eod1or, Enıjv a 
zoora yerntaı. Soph. Ant. 1337. 
xexomusvns oon forı Heunroig 
Evupopäg anallayn. Bei Hero- 
dotog (1, 91, 1.) erklärt die Py- 
thia in einem Orakelspruche: rn» 
TEREMUEFNV HOolEay advvard 


forı dnopvyisıy nol den; wo- 
mit Aischylos Prom. 526. über- 
einstimmt. XO. tovrov (Motr- 
00V) deu Zevg Lorıy dodent- 
ore005; NTP. oún odv av dugpv- 
01 ye 79 nengmuevnv. — 000° 
av eig: "auch nicht ein einziger.’ 
vgl. zu Prot. 335 d. — ro #nl 
Tovro: 8. zu 452 c. (TO era 
zodro.) — 2Eou0ı@r auroV...: 
510 a. — . 

513 A. xol vov: s. zu 449 a. 
— 5 d. ro A.: 8. zu 45l 4. 
— rovt rp00@LANg &.: vgl. 481 
d. F. — ulya Övvacdaı Ev r. 
z.: nicht ohne ironischen Rück- 
blick auf 466 b. u. à. St. — xal 
&uoc: indem K. dem S. seine 
eigenen Lebensgrundsätze anem- 
pfahl. 485 e. f — @ dauponıe: 
s. zu 489 d. — zei00usde: 8. 
zu 4808. — rag... Qerraii- 
öag: In Thessalien gab es, nach 
den Behauptungen der Alten, be- 
sonders viele u. vorzüglich ge- 
waltige Zauberinen; daher findet 
sich 7v97 (yoadg) Qerraiig öf- 
ters geradezu für papuaxsvrgia 
(Hexe) gebraucht. Als die höch- 
ste Leistung ihrer Zauberkunst 
wird das Herabziehen des Mon- 
des genannt. Aristoph., Wolken 
749. yvvaina pyapuaxı'd el woLd- 


5130 TOPTIAZ. 


179 
osotę nulv Zoraı ravtns eng Övvansag ın5 &v 17 X0- 
Ası. et dE 001 oda Ovrıvonv avdguzav zagadwgev 
TEeyvnv rıva rosadıım, Nr 0. aoımosı ulya Övvaadaı 
&v 15 noAcı ide Avonoıov Ovıe ıf nolıreia eil &niB 
zo BeAtiov Eid Enl To yeipov, ag duol doxsi, 09% 09- 
dös Bovisver, @ Kalklaisıs‘ ooᷣ yäg wıunmv ds el- 
vor aAk KUTOPVaS OuoLov Tovroıs, &l weilsıg u yvi- 
oov anspyafsodaı eis yıllav ra Adnvalav Önum xal 
vol ua Ala a IlvpıAaumovg ya mo0g. Goris oUV 08 
TOVTOLS ÖMOLITRTOV ANEOYAGETRL, OVTOS GE NOIMOSL, WE 
&nıdvusig moAıtıxög elvaı, moAırınov #al GMTopLKOV° 
TO avıav yag ne Asyousvav rov Aoymv fxadroı yal-C 
govai, zo ö: aAdorgim aydovrar' el en tı 0U aAlo 
Akyaıs, © pliAn xepain. Aeyouev zı 005 Teure, @ 
Koikixieıs; 

KAA. Ovx old 6vrıva or TE0moV boxsig &v Ak- 


önl .. .: d.h. gleichviel ob du 


69 


wevog Osrraln nv nadElorıut VUX- 


zoo nv oeAnvnv ati, Hor., 
Epod.5, 45. Quae (Folia) sidera 
xcantata voce Thessala lunamque 
coelo deripit. Dies geschah jedoch 


nicht ohne Gefahr; namentlich 


wird bemerkt, dass Verlust der 
Augen damit verbunden war. In 
diesem Sinne meint $., es sei zu 
bedenken, ob nicht die Ergrei- 
fung der höchsten Macht im Staate 
in ‚grosse Gefahr stürze. — 009 
roig @....: epex. App. zu wst- 
souEde nee. 8. zu 450 b. int. 
(Endorn KuT®P) 0vV roig gıl- 
zaroıg “mit dem Verluste (um 
den Preis) des Theuersten. 1l. 
ö, 161. 00V ueydim American, 
Pe opjeıv xepaajoı yvvaıdl 
ze xal TENEEOOLY. vgl. Prot. 314 
a. Seg, & wandgıs, u meglroig 
gılrdrog nußsung te nal nıv- 
Övvsung. — nagadwosıv: 5. zu 
456 0. — 

B. rᷓos: vgl. zu 500 e. — ei? 


zu gut oder zu schlecht bist, um 
in diese Staatezustände zu pas- 
sen. Ueber eite .. . elite s, zu 
468 d. — ‚Bovasve:: tibi consu- 
lis. — tovramg : d.i. roig &v ıj 
noAsı. — ro A. Önum: abhän- 
gig von gıllav. Kr. 48, 12, 4 
— ro Il.: 8.zu481d. — ** 
s. zu 469 b. — 

C. 16 avrav ... .: "denn bei 
Reden, die mit seinem eigenen 
Charakter übereinstimmen, freut 
sich jeder. Ueber den dynami- 
schen Dativ zur Bezeichnung der 
Gemässheit s. Kr. 48, 15, 4. — 
el... Atyeıg: Mit einem Seiten- 
hiebe, auf des K.zum Theil sehr 
schroff hervorgetretenen Wider- 
spruchsgeist (vgl z.B. 491 e.,f.) 
holt S. ausdrückliche Zustimmung 
für einen so trivialen Satz ein, 
bei dem Meinungsverschiedenheit 
kaum denkbar ist. — giln %E- 
pain: carum capul; eine schon 

12* 


180 MTAATANOZ 513 C 


yeıv, ö Zuxgparss’ aenovda Ö 10 tav nolldv nd- 
905° 00 zavv 00, eldoneı. 

32.0 Öruov yag Eoms, ® Kuiklasıs, Zvav dv 
vij dur rij 01j avrisraret nor" aAl day noAldnız long 
sol Beitıov TeUrE& Taüre Öraoxonausde, nsicdNoer. 

D dvaurjsdnt Ö ovv, Orı Ivo Epausv eivar ds mapn- 
oxsvas En) To Eraarov Hepazsvsıv nal ocua xal Yv- 
yiv, ulav ubv woog ndovnv ouıdelv, ımv Eregav Öf 
xoög To Biitıiorov, un xarayapıkousvov AAAa Ötaue- 
ydusvov. 0b raüre 7v & Tores apıköusde; 

AMAA. Ilavv ys. 

ER. Ovxoöv n ulv Erdon, Hnoos ndornv, dyev- 
vns nal ovölv Kilo 7) aoAaxela Tupyave 000«° N yYao; 

E KAA.”Eoto, si Bovisı, Col oVrms. 

ZR. H öE ye êréou, Onwg ws BeAtıorov Zara Toro, 
site Obua Tuyydäver 0v Eire burn, 0 Bepansvousv; 

KAA Ilavv ys. 

ZR. Ag O“ꝰv oGros dmiysupyrdov yulv dar) vi no- 
Ası xal volg noAltaıs Yegansvsv, as Beirlorovg av- 
ToVg Tovg zoAltag Noloüvrag; Avsv yag 6 Tovrov, 
sg Ev vols Zungoodev sdglonouev, oVÖLV Opelog KA- 
Anv sVepysclav ovdsulav E0OPEREV, &uv un ein 

Bi xdyadn 7 dıdvome N Tov weAAovrov, ij yoruare moAic 


im homerischen Sprachgebrauche 
(D.9, 281,5 ı, 94.) übliche An- 
rede (= © piAs). Phaidr. 264 a. 
Daidge, piin Kepain. — AEyo- 
uEv ti: 5. zu 472 0. — 
nenovdn ... nadog: 8. zu 
467 d. vgl. 481c. — ov navv 
0.7.: vgl. das ob. a. zu vv Tois 
!: Bemerkte. — 6 Ön7uov yae 
005: ‚ein Wortspiel wie4s8ld. — 
D. dvauv. & 00%: Ueber den 
epanaleptischen Gebrauch von 0’ 
00» 8. Kr. 69, 52, 3. — £ye- 
uey: näml. 8. und Gorgias, 4648. 


PS. — un xarayapıkouevov alkc 
Öıruagouevov: 8. zu 512 d. (õv- 
za). — 7 yag: s. zu 449 d. — 


E. &oro...oürwog: vgl. 510. 
— ôe ye: 8.204488. — Ereow: 
ergz. öqılei. Orag .. . ist Um- 
schreibung des obigen E05 Tö 
Beitiorov. — emiyauontkov... 
rollraıs Degamevev: Zuweilen 
wird das zu einem Inf.dem Sinne 
nach gehörige Obj. durch Prolepsis 
mitdemVerb. fin. übereinstimmend 
construiert. Kr. 61, 6, 8. vgl. Krit. 
52 b. — zoloürras: 8.zu 492b. 


614 C TOPTI42, 


181 


Aaußavew 7 Koyyv vov'n —X Övvanıv NVrıvodv. 
Pousv oVTag &ysın; 

KAA. Ilavv pe, Ei 001. Ndıov. 

ER. El oVn magsnnkoünsv —E o Kaiii- 
aAsıg, dnuooie mgabovres wov XCX æocyucr 
ent ta olxodowxe, N vegöv n veogian 9 ſeocu Ent 
za weyıora olxodounuare, noregov ds dv ,quäg oxé- 
vaoduı nuis. avroüg ul Eberdoaı, zourov ulv el dnı-B 
Ordusde cv rögunu N 00% Ensrapede, zv oix0do- 
unge, nal zuge Tod Euadonen; Ede av m 005 

RAA Tuvu yes. 

ZR2. Ovaodv ÖgvVrsgoV av ‚rode, 27) wenore oi- 
nodounne Brodounsanev lölg 7 av plAov vv) m us- 
reoo⸗ aurav, xal Toüro ro olsodounus nalov i ai- 
61099 darı“ au el uEV süocoxous SKoravusvor ÖL- 
ÖaoxaApvs Ts Nuov Ayadovg zul EAkoyinovg yeyovo- 
zas al olxodounuera KOoAAR uiv xal naia uste TovC 
dideaxaigv Hrodounusva yuiv, zoAla O3 zul dıa Nuov,. 
dnsidn Tov dıdaanaiwv anniAAdynusv, 


— od OgeAog: "es hilft nichts. 
vgl. 504 e. — nainnayadn: 8. 
zu 470 e. — 

514 A. Yonev: s: zu 447 c. 
(Femuaı). — ndıov: näml.lieber 
als das Gegentheil. s. zu 468 b. 
Herodotos 2, 46, 1. Örev ö: Ei- 
VER TOLOUTOV yodpovsı &U- 
tov (Il&ve), vv wor 0109 dorı 
4 eiv. Durch den Beisatz el 0oı 

ndıov, und oben 8 Bovisı, be- 
zeichnet K. seine Beistimmung 
als blosse Concession, nicht als 
Ausdruck eigener Ueberzeugung. 
— rodEovreg. . .: "in der Ab- 
sicht uns an Staatsgeschäften zu 
bethätigen. Kr. 56, 10,1. Ueber 
den Gen. part. rov x. no«yud- 
09 s. Kr. 47,15,3. Sophist 232 


b. avaloßmusv av megl rov 
coopıornv elgnutvov, ‘etwas 
von dem... Gesagten. — En, 
Ta 0.: 8. zu 480 b. — 7] teıyav 
vgl 455 b. — 

7 00% Emiorduede: Ge- 
wöhnlich wird das Verb. im zwei- 
ten Gliede der alternativen Frage 
nicht wiederholt. — tode: ergz. 
&dsı dv nuäs ordpaoda. — 


C. dıa nu@rv: im Gegensatze 
zu uer& av ÖLdacaaiwv, wie 
durch den Beisatz dradn . 
arınaAaynwev näher bezeichnet 
wird. — —X u. dıansıufv@v: 
näml. juav. — voörv &yovrov 

vw: “würden wir verständig- 
s. zu 500 a. — levaı 
dnl’ ca 6. E&.: vgl. Prot. 360 a. 


HAAT2ZNOZ 514C 


182 


ufvov voov &ydvrov mv dv levas in) va Inuocıe Epya* 

el ö8 uajre dıdaoxaAov eigonsv nucv aurdv Emideiker oi- 

xodounuere vs 7 undlv 7 noAia xal undsvög akın, ovra 

ön avontov nv Önzov Exıysıpsiv rols Önpocloıg Zpyoıg 

zul napuxaretv aAAnkovg Er aürd. Püusv radra Opdag 
DiAtysodaı N 0%; 

KAA. Ndiv ye. 

ZR. Odaodv oUrWm aavre, a Te aka, xav el Eı- 70 
zsıonoavres ÖnuocıEVEev nagpenaAoünev aAAmnAovs @g 
Ixavol lærool Övres, Ensoxspäusde dnrov av yo re 
0% xal OU Eus; pEoe zoös dev, aörög ö8 0 Ziuxgarng 
os Eysı TO One zoös. Uyplsav; n non TuS aARog die 
Zoxoarnv annkddyn vooov, 7) ÖovAog N EAsvdEgog; 
xav &yo, oluai, XEEl Coü Frege roadre doxonovv' Kal 
el un evploxousv di nuäs undeva Beirlo Yeyovore rò 

E GGuc, unte roõv EEvav unTs ToV &oTav, unts avöpe unte 
yuvalsc, noög Aıos, @ Kuardixksıs, 00 xarapllacrov. 
dv nv ri dAndsla, eis Tocodrov dvolag &Adelv dvdoo- 
rous, More, zolv ldımrevovrag moAid ubv 0nag Erügo- 
uwev ao mac, noAAd Ö8 naropdocaı xal yuuvaoacdaı 


— olxodounuare te: s. zu 501 
a. — nal u.d.: 8. zu 484 c. — 
09m: vgl. zu 460 e. — Fe: 
Ueber den Ind. des historischen 
Tempus ohne &v im Nachsatze 
s. C. 542. Kr. 65, 5, 5. — d7- 
Rov: 8. zu 447 d. — 


D. dnuocısvsıw : vgl. das „zu 
455 b. Bemerkte. — en. 6. av: 
av ist der Deutlichkeit wegen aus 
xav wiederholt. 8. zu 475 e. — 
n 6oöAog n &leüdregog: Mit die- 
sen, die beiden Hauptclassen der 
gesammten Bevölkerung umfas- 
senden Ausdrücken wird die Frage 
in ihrer weitesten Ausdehnung ge- 
stellt. vgl. 502 d. Aehnliche Be- 
zeichnungen der Allgemeinheit 


sind die folgenden Sevoı zal &- 
orot, „(Apol. 30 a) avöges, xal 
yuvaines. Alkib. I. 119 „= ‚alla 
ta» KAlmv Adnvalovn n ov EE- 
vov dovlo» 7 &isudegor eint, 
vorıg alıiav Eysı dia ν Ile- 
eınleovs ovvovolav soparegos 
yeyovevaı. vgl. Hor. Sat. 1, 1, 
85. omnes vicini oderunt, noti, 
pueri atque puellae — 


E. eig r. avolag EAdeiv: vgl. 
Liv. 28, 27. quo amentiae proyressi 
sunt etc. 8. zu 487 b. — ldıo- 
reVovrag: im Gegensatze zu dem 
obigen Önuosuevers. s. zu Prot. 
312 b. — orzuc Eröroner: wie 
sich’s eben traf’; d. h. nicht zu 
besonderem Lobe noch zu beson- 


515B TOPTIA2. 


183 


t 
fxavög ıyv reyvnv, co Asyousvov dn Toüro &vra xldo 
zyv nepauslav Enıysıpeiv uavdavev, anal auroVg te Ön- 
woossvVeiv Exıysıgelv xal KAAovg ToLoVrovg zapaxuäst ; 
00% Avonrov ao doxsi av sivaı 0UTm Aedtrev; 

KAA. Euorye. 

322. Növ df, ® Peruiare avög@v, ira ov udvbis 
AUTOS KETI Koysı mpaTrEv To vis — zgayuaTa, 
dub 68 zapaxalsis zul OVsdlksıs OT 0V RpMTT@, 00% 
Enıoxshousde aAAnkovs, pegs, Kadlınins nn Tıva 
Beirln wenoinne av molırav; Earıv OoTıg EÖTEEOV 
KOVNQ0S @V, KöLxdg Te xal dxoAadrog xul dppmv, dia 
Karlınıda xahdg Ts Hnayadog yEyovev, N &Evog N] ddtog, 
n dovlog 7 EAsvdEp05; Adye moi, dav is de Teure B 
dtstafn, © Kalkixisıs, vi Egeis; riva pyasıs Beirlo 
nenomsevaı avdemanov 1 Ovvovdia Iff 0; Oxveig 
axoxplvaodaı, sinse Eau rı Epyov 00V Eu idhwrevor- 
Tog, zplv Önuocssverv Enıysipeiv; 

KAA. Dulovsınog sl, © Zioxparss. 

1 ZR. AN 00 gilovaınla ye Lomri, al og dAr- 
dog Boviouevog sldevaı, Ovrıvda nors ro0mMoV olsı Ösiv 


derem Tadel. s. zu Prot. 353 b. 
vgl. Krit. 44 d; 45 d. Die Fort- 
setzung der Rede in der ersten 
Person hat nichts befremdliches, 
da in dem allgemeinen —XRXVE 
novs das specielle nuäs enthal- 
ten ist. — 70 Aeyouevov: ‘wie 
das Sprichwort sagt. 8. zu 447 8. 
— biönldo...: “an dem 
Fasse die Töpferei lernen. d. h. 
sich an das Schwierigste wagen, 
ohne bereits die Vorkenntnisse 
inne zu haben. Die Alten bedien- 
ten sich nicht hölzerner Fässer, 
sondern grosser „Ihongefässe. — 

515 A. aorı Goyei...: 8. das 
“ Betreffende in der Einleitung. — 
raganaleig nal Oveidikes: 484 
e. V. — Kallınlng: Nachdrucks- 


voll wird der Eigenname anstatt 
des Pron. (0v) gesetzt. s zu 482 
b. — axolaorog: von S. geflis- 
sentlich als Synonymon von #0- 
vngös und &pow» gesetzt, steht 
hier im schroffen Contryast zu 
den Aeusserungen des Kallikles 
491 ef. — 

B. oe ravıa dberafn: nach 
der Analogie von footer zıva 
tı (Kr. 46,15.C.402.) construiert. 
vgl. F. Schultz lat. Spr. 256. — 
7 ovvovol& 17 07: durch dei- 
nen belehrenden Umgang (Unter- 
richt). vgl. Apol. 19e. Prot. 318 
a; 316 c. — önweig .. .: Die 
Hänfong der Fragen beweist die 
Verlegenheit des K. nm eine Ant- 
wort. Endlich entgegnet er — aus- 


DAAT2NOZ 515B 


184 


rolırsveoder Ev julv. 9 KAkov Tov age dmusinosı 
Cnulv didav dni ra vig noAsag nodypara, 7 Onmg 6 
tı BeAtıaroı ol zoAlteı — Nov zoAldaıs NöN νο- 
Aoyyaanev Tovro Öziv zparreıv Tav nolırınov ävdga; 
SuoAoynxansv N 0d; anoxgelvov. Bpohoynxapev' ‚Eyo 
unbe Goõ anoxpıvoüneı. sl Tolvvv Toüro Ösl Tov aya- 
dov Avöpn napaoxsvafsnv 17 Eavrov moisı, VOV uo⸗ 
dvauvnodsig ein: eg) Eusivov rav dvöpiv av ÖAlya 
zoorspgov Zisyss, el Er 601 doxovcıw ayadol zoAlsaı 
Dysyovevaı, Ilsgıxins xal Klumv al Miitaöng el 
Osuraroxins. _ 

KAA."Eypoıye. 

ZR. Ovnoöv sinse Ayadol, HMAov Orı Eraarog av- 
av BeArlovs Enolsı Tovg woAltag avrl yeıpgovmv. dwoisı 
7 00; 

KAA. 'Enotaı. 

ZN. Ovxodv Orts Ilsgınins Noysro Acysıv dv vo 
önu@, xelgovs naav ol ’Admvaloı 7 Orts 1a reAsvrale 
dAsysv; 

KAA."Iocos. 

ZR. Ovx loag dr, © Böiruore, aAd avayın Ex tov 

EouoAoynulvov, eine ayadog y ıjv &xelvog moAlıns. 


weichend ! vgl. 505 d. — gılo- 
veınog: vgl. Prot. 336 e. Aus- 
drücklich verwahrte sich Sokr. 
gegen diesen Vorwurf 457 e. F. 
— à4r ᷣutv: a. zu 451 b. — .- 


kiv: 8. zu 450 c. ‚(elolv nuiv r.) 


& ©. 0. dmongıwodn: 
wie ob, 506 c. f. — av: s. zu 
4528, — oAly@ moöregov: 503 
©. — Ilseining ...: Nicht ohne 
Bedeutung zählt Sokr. die vonK. 
genannten Staatsmänner in um. 
gekehrter Ordnung auf und stellt 
Perikles an die Spitze. Vgl. die 
Einleitung. — 


D. dnlov Orı: 8.zu448c. — 
avrl 1sı00v09: = Eng. An die 
Stelle der früheren Unvollkom- 
menheit trat die Besserung. vgl. 
Kr.68, 14, 1. C.451. — 2nole: 
s. zu 494 c. u. 454 c. — Atyaı® 
&vr. ö.: dem Sinne nach gleich 
dem obigen (c.) Epgesduu drl za 
ns nolsmg TERYuaTE, da Be- 
redsamkeit das erste Erforder- 
niss eines Staatsmannes war. Das 
Nähere s. in der Einl. Ueber &s 
To Önu@ 8. zu 451 b. — ca 
televraia: "zum letzten Male.’ 
Kr, 46, 3, 2. vgl. C. 404 A. — 


516 A TOPTI4E 185 


KAA. Ti owv 1; 

ER. Ovösv" alda vods wor sind En Tovro, el Ad- 
yoveı Abnvutot Öıa Ilspınkda Beirlous yeyoudvar, 7 
zäv rovvavılov ÖLapdaprvar un Exslvov. tavıl yag 
Iyays 2000, Ilsgınlda zeromrdvar ’Admvaloug üg- 
youg xœt Ösılovg zul —8 xl pıAagyügovs, sig 
ucFopoplav zeBrov uTaornaavre. 

KAA. Tüv ı& ara xarsayormv dxovsıs taüre, © 
Zwxparss. 

22. ’Alla vads ouxdı anovo, dAle olda Caps 
xal Ey xal GV, Orı TO ulv XoTov mVdoxiusı Ilsgı- 
xAng zul ovdsulav aloygav Öluyv‘ xareınploavro av- 
tod Admvaloı, nulne yslgovg naav‘ dnsıön ÖF xuAol 
xayadol Eysyanssav vr. avrod, Eul TeAsvrn Tod Alou 516 
toÖ IlsgıxAdovg, xAonnv aurod xarsınnplaavso, OAlyou 
ö: xal Bavarov Erlunsav, ÖMAov Orı @g ZOovngod 
Ovrog. 

72 KAA. Tlovv; tovrov Evexa xaxög Yv IlsgırAng; 

ZR.’Ovav yodv av Emueinıns ul Innov el 
Bodv rotroũroę av xanog av &d0xsı elvaı, el nagaAußov 


oðs tods 7: d. h. mit einem 
‘Vielleicht, was die Frage 
ohne b estimm te Antwortlässt, 
kann ich mich hier nicht t begnü- 
gen. — ‚dvayan x TOV OM.: 
ergz. tovg 'Ad'nvalovg rore zei- 
eovs elvaı. Ueber dx r. @. s. 
zu 477 c. — 


E. tl 00» dy: näml. roüro 
ÖLapägar. vgl. 448 b. 8. berich- 
tgte eigentlich nur den Aus, 
druck, da K. iowg offenbar 
als Bejabung anwandte. vgl. zu 
471 cc. — R0V Tovvantior: 8. 
zu 510 e. — eis miodopoglav 
Z. xaraor.: "indem er sie zuerst 
auf Solddienst brachte. Unter 
wiodopogia ist nicht bloss die 


Löhnung für Kriegsdienst zu ver- 
stehen, sondern auch das dix«- 
oruxòo), EnnAmoıaczınov unddew- 
oıx0v. Ueber die Sache selbst 8. 
die Einl. Ueber vwadlornui tive 
eis tı 8. Kr. 68, 21, 4. — 7.17% 
17 naTenyözw® : s. zu Prot. 
342 b. — xal &ym nad 09: nach- 
träglicher Zusatz zu olda. — 
Öluny nur. adrod: “im Processe 
ihn verurtheilten. Kr. 47, 24, 1. 
vgl. z. Th. C. 424. Apol. 38 d. 
— xalol nayadol: 8. zu 470 e. 
S. spricht natürlich ironisch. — 

516 A. dul reievıy . . .: Im 
zweiten Jahre des peloponnesi- 
schen Krieges, also ein Jahr vor 
seinem Tode, wurde P. von dem 


186 


DIAAT2SNOZ 


516 A 


un Auxtltovrag Eauvrov „undd xvoirrovres und? Öa- 
avovrag Ankösıks vadra anavıa moioüvrag öi dyguörnta. 
00 doxst goı waxog slvaı Enıusineng OarısuUV ÖGrovodV 
B£wov, Os dv napaiaßav NusgWrsga amodsiin aypıd- 
rege 7 nagpeiaße; doxei m 0v; 

KAA. IIkvv ye, iva 00, yaplomuei. 

ER. Kal tods rolvvv uor 1agıoaı Eroxpivapsvog * 
orsg0V xal 0 Kvdomnog &v rav famv darivn 0%; 


KAA. IIös yae ov; 


ER. Ovxoöv avdonnwv Ilsgıning dneuficro; 


KAA. Nai. 


ZR. Ti oUV; ovᷣx Es aurovs, ag Aprı auolo- 
yoduev, Örxaoregovg ysyovevaı avr) adızardoov vr 
Cöxslvov, sinsp Exelvos dnswelsito nurdv ayadıs @v 


\ 4 
T& RoÄLtiKd ; 


entmuthigten Volke als Anstifter 
des unheilvollen Krieges wegen 
schlechter’ Staatsverwaltung zur 
Verantwortung gezogen und mit 
einer bedeutenden Geldstrafe be- 
legt. (Thukyd. 2,59 u. 65.) — x20- 
anv: aA. ist gerichtlicher Termi- 
nusfür‘ Veruntreuung von Staats- 
vermögen, peculatus. Demosth. 
g. Tim. 112. dınalos 8’ &v Euol 
boxsi madEiv o oTLody, el uev rıg 

. ÖLRaOTNS Hard Önuovs, ys- 
vöuevos nlonns &v rais evdv- 
voıg Eaiwrev. — OAlyov: s. zu 
472 a. — Havdıov Erlunoav: 
näml. &®r0v. Kr. 47,17. C. 421. 


8. zu 486 b. — cs x. Oyrog: 
8. zu 448 e. (org r. 9) — 
ti 0VV: 8. zu 452 c. — TOvVrov 


Evena: d.h. folgt aus dem Ur- 
tbeile des Volkes der Beweis von 
Schuld? — yovv: 8. zu 447 c. 
Besonders wird diese Partikel bei 
Anführung einer beweisenden 
Thatsache für ein allgemeines 
Urtheil (welches an unserer Stelle 


nicht ausdrücklich steht) ange- 
wendet. Xen. Mem. 1, 6, 2. & 
Zongares (sagt Antiph. ). &y& 
ulv Gunv rovs ——x —— 
eddaınoveotegovg zeonvar yi- 
yvzodaı, ob ÖE moi doxsis Ta- 
vayria ee, "pıkocoplas arole- 
Aavutvar“ Sins yodv oõtos, vᷣs 
008” av slc doülos dr Ösoxorn 
Öınızmusvog uslveis. vgl. 1, 6, 
11. Prot. 314d. — zagaAlaßor : 
sonst von der Uebernahme der 
Schüler und Zöglinge gebräuch- 
lich, wird hier ragalapßaveıv auf 
die Obhut über Thiere übertragen. 
Alkb. I. 121 e. zöv raid rape- 
Laußevovov oUg Lueivor Bası- 
Atlovg nadayoyodg övouagov- 
cıw. — antdsıde T. &. RoL0dr- 
zug: eos redderet haec omnia fa- 
cientes. 8. zu 466 e. 

B. ös av... dmodelfy: 8. 
zu 450b.— 7 zugelaße: er- 
scheint nach xagalaßav Nus- 
ewrep« pleonastischh — Eva 6. 
zeelooua:: 8.zu514 a (Ndıor). 


516 D 
'KAA. IlIävv ye. 


TOPTIA2Z. 


187, 


ZN. Ovxoöv ol ys dixasoı NwsgoL, og pn "Oumpog' 


av Ö} ri ps; 00% olrag; 


KAA. Not. 


ER. AL wnv dypıwrigovs yes auroug dndpnvev 
7 olovg napelaßs, xal raür sig avrov, 0v NuıoT av 


EBovisro. 


KAA. Bovisı 601 öuoAoynoo; 
20. Ei don yE 001 dAndn Akyaıv. 


KAA. Eoro ön teure. 


ZR. Ovxodv sinsp Aypımrdpovg, Adızarsgovg TE 


xal yelpovs ; 
KAA."Eoro. 


ZR. Obx äo dyadog rd moAırına IlsgıxAjs nv dx 


rovᷣrou Tod Aoyov. 


KAA. OvV ov yes pn. 


22. Ma Ai’ ovdE ys oo d& @v auoloysıg. mdlıv 
ö3 A&ys vor wepl Klumvos‘ our Efmorpaxıdaev avıov 
0VroL oVg Edepanevev, iva aurod dexa drav un dxov- 
vERv vis Povis; xal Deuisrornida tavra radra dnoin- 


— qupısaı: Mit einer gewissen 
Bitterkeit wiederholt 8. das von 
K. gebrauchte Wort. — £ow»: 
s. zu 483 d. — avıl ddızar- 
gar: s. zu 515 d. — 

C. "Oungos: ‚Anspielung auf 
Od. 5, 120. N 0 oıy vpgLoral're 
xal aygıoı 0908 dlxaıor. (vgl. 
ı, 175; 9, 201.) Wegen des Ge- 
gensatzes mit &ygıog wird di- 
#aog und Auegosg für ‚gleichbe- 
deutend angesehen. — alla un®: 
s. zu 449 0. — arlpnvE: ay- 
nonym mit dem obigen b. @xo- 
deixvvut· — 09: 8.2u453e. — 
Bovisı 0. Öuoloynow: 8.zu 454 
e. — ebd. y.: 5. zu 503 e, — 

D. ayoımrepovg: ergz. aörovg 
Anspnvev. — in Tovrov Tod 


: C. 426. Kr. 4, 
2,3. — un dx. zig povijg: 
d.h. um ihn von Staatsgeschäf- 
ten fern zu halten. vgl. 515 
d. za nozero Akysın. — Geuı- 
oroxi&a: Themistokles war Ol, 
76, 1. (476 v. Chr.) durch den 
Ostrakismos aus Athen verwiesen 
worden. Während dieser Abwe- 
senheit wurde er, von den Lake- 
daimoniern hochverrätherischer 
Verbindung mit den Persern an- 
geklagt, geächtet, Thukyd. 1,135. 
Durch den Ostrakismos, welcher 
keine Strafe war, wurde der Exi- 
lierte weder des Vermögens noch 
der bürgerlichen Rechte beraubt; 


HIAAT2BNOZE SI6D 


188 


Eoav xal puyn wo0S Einulmsav; Munadyv dd zov Ev 
Magadavı sis ru Bapgadeov dußalsiv dynpioavro, xal 
ei un ÖL Tov meVravıv, Evinscev &v; Halcos OUTOLy 
el N00v Kvöges ayadol, WS GV Pig, 00% dv note zaüre 
öxaoyov. obxovv 0L yes ayasol NYvioyos xar apyas ulv 
0ux inx(ærovor dx ror bevyarv, dzsıdav Ö% degumeu- 
0w6L roᷣs ÜNTOVS Kal avrol «usivous yevavray Nvio- 
xot, oT Eanintovsw‘ 00x &arı TaürT our Ev Nvioyelg 
ovr £v Kilo Epym oüdsvl‘ 7 doxel GoL; 

KAA. Ovx Euoıye. 
22. ’AAmdeig kon, ag doıxev, ol Zumgoodev Aoyoı . 
517 10aV, Or ovdEva Nusis louev Kvöga ayadov ysyo- 
vora ra noAırına Ev ride 1jj noAsı. CV ÖL MuoAoyag 
TOV ys vũv oVÖEVe, tar uevror Eurg00dsv, xul po- 
elA0ov TOVTOVS ToVg Avdpag’ ovro ÖL avspavndav ct 
i00ov Toic vvv Ovtss, ore, & ovroL 6nTopss n0av, oVTE 
315 dAmYyınd) Gnrogiumj EXoWvro — 0U yag av Ebdzscov 
— obre ıfj nodaxıni. 


Yy 

mit der yvyn aber war vollstän- 
dige arıuda (s. 508 d.) verbun- 
den, — mQ08: 8. zu 469 b. — 

E. ròv äv ‚M.: "Den Maru- 
thonischen M., d.i. “den Sieger 
bei Marathon.’ Kr. 50, 5, 5. 0. 
381. vgl. 471 c. c@v iv M. Ueber 
&v s. C.456. Kr.68, 12, 1. Häu- 
figer steht Maoudo»ı ohne Prä- 
pos. 0.442. Kr, 46, 4, 4. — eis 
zo fag. lußeisiv: was sonst 
mit einem Worte xaranonuvigeır 
heisst. Das xar' &&oyn» so ge- 
nannte Paoadoe0» war ein Fel- 
senschlund hinter der Akropolis, 
in welche Verbrecher gestürzt 
wurden. — $Uyngpioavro: Be 
kanntlich kam der Beschluss nicht 
zur Ausführung; denn das Volk 
milderts die von dem Ankläger 
Aanthippas (dem Vater des Pe- 
rikles) beantragte Todesstrafe zu 


einer Geldbusse von 50 Talenten. 
Herod. 6, 186. Corn. Nep. 1,7. 
— 8... zgVrasıy : "wenn es 
nicht der Pr. gehindert hätte 
Ueber die ellipt. Constr. des ed 
un did ...a. Kr. 54, 12, 10. 
Mit ze. ist hier der mistdeng 
gemeint. vgl. zu 473 e. — du- 
ziztovoıwy: mit Anspielung auf 
die Verbannung der vorge- 
nannten Staatsmänner; denn hier- 
von ist Exziateıv der übliche 
Ausdruck. Xen. Anab. l, 1, 7: 
Kvoos vroLeßor zoug pevyov- 
Tag... Smsipazo naraiyeıy zovg 
nzents@noras. — ol äurgocder 
1.: 503 b. — 

517 A. zovrovg tous a.: näml- 
die vier von Kallikles 503 c. 
nannten. — EE loov roig = 0.: 


‘erwiesen sich ala den jetzigen 


(Staatsrednern) gleich.” Kr.43, 4, 


617D 


73 


TOPTIAZ. {89 


KAA. ’Alla uEvror woAA0V yE del, o ZLuxoeres, 
un rose ris rν vv να rowdra dopdanraı, ole z0V- 
zov os Bovisı zioyadrarı. B 

ZR. 2 dauovıs, 0vÖ Eya YEym tovrovg ds Ye 
dıaxovovg eivaı woAsms, aAAı uor Öoxodcı Tv yes vOv 
ÖinsovixmWrego: yeyovevar xal uärlov olol re dxnopl- 
few 17 nal Ov Inedüusı: AAAa yap weraßßakev cas 
Eenıdvulag vol um Emırodnev, neldovres nal Buafoue- 
vor En) Todro, Odev EusAAov auelvovs Eusodaı ol no- 
Alta, as. dog sinelv, oVölv tovrwv dLdpsgov Euslvor * 
Omso u0vov doyov darlv ayadod moAltov. vadg dt xel C 
veiyn al vengıe xal Alle: moAld roıwüre xal Ey doL 
öuoAoya Ösivorspovg sivaı Exelvovs tovrmv Eunool- 
Esıw. mo&yua oUV yeholov nooüuev &ya ve nal 0 dv 
zois Aoyoıg‘ Ev navıl yag to 100vo, 06V — 
ovo? navousde sis TO RUro ae MEgLPEGOWEVON xcl 
ayvoodvres alAlımv 6 Tı AEYOHEY. ey oUv de MoA- 
Adxıs oluaı SoAoyaueve zo Eyvansvar, Ws &ge dırrn D 


5. Krit. 50 e. vgl. 
(teis noca&ecıv). — oure 17 
Andy‘ 6. &yomvro: aus dem 
516 b, c. erörtertem Grunde. — 
odre 7 nolaxıny: weil diese 


zu 450 d. B. dauuonıs: 8. zu 489d. 

ös ye d. elvaı: "insofern sie Die- 
ner des Staates waren. Ueber og 
mit absolutem Inf. vgl. Kr. 55, 


1, 8, dumogifew T. 7. 09 


nach K.s Behauptung (s. u.a. 511 
b.) del dx tov nıvövvov owgel. 

wood ye dee... un: mul- 
tum abest, ut quisguam eic. Ge- 
wöhnlich folgt nach zoAlov dei 
(s. zu 474 b.) der Inf. Kr. 47, 
16, 3. — rovro⸗ ös Bovaet: 
horum quiris; “der erste beste 
(jeder) von, diesen. Phileb. 43. 
ToL@v 099 OVrwv Nulv Ovrıvov 
BovAsı tier. Jon 533 a. Emeıdarv 
megl IloAvyvazov 7) &llov Orov 
Povisı Tov yonpeov den ano- 
pnvaodaı yraunv arA. Eigent- 


‚lich ist dieser dem Platon vor- 


zugsweise angehörige Ausdruck 
sprachwidrig (statt 0” BovAsı). — 


Imeduuer: vgl. die ob. (515 e.) 
namentlich gegen Perikles vorge- 
brachten Beschuldigungen. — imı- 
tTo&nev: näml. avraig, "sie ge- 
währen lassen. vgl. 512 e. Emı- 
Toeyarcer regl TOVTWV ro Deo. 
— os £mog elmeiv: 8. zu 450 b. 
— T0VTwV: d. i. Tav vuov. — 
ueraßıßafsıv: über den Inf. s. 
zu Prot. 328 b. — 

C. vavg... vengıa: vgl. 514 
a. — £uelvovg : Von Themisto- 
kles und Perikles wurden oben 
Beispiele angeführt. s. zu 455 e. 
— 0ovÖ89 mavousde .. .: 8. Zu 
4918. (oddtv zaveı). — dyvooör- 
res dAlnlov...: d.i. 09 UaV- 


HIAATSNOZ 517 D 


190 


edın ris —v ageyuarela dorl xal wepl 70 oma Hal 
zsol nv duynv, zul n ubv Erdpa dıaxovıny der, q 
Övvarov eivaı Eunogikev, dav mtv rev] TE Omuaza 

e v % “ ’ N —0 [4 
nuov, Oırla, Eav O8 Hıyy, Mord, Eav Ö8 dıyo, Imarım, 

⸗ e ⸗ 271327— ⸗ 

orpauare, vroönuere, AAI mv Epysraı Couara sig Emı- 
dvulav‘ nal Ebsniındds 001 dıa Tov avrov sinovav 
Adyo, iva 6dov xarauadns‘ TOVTWv yag HOgLOTIROV 
sivar n xannkAov ÖOvra n Zunogev N Önuoveyov Tov 
Eadrov rovrov, OLtonoıöv N OYoxosv N Upavıny 9 
6xvrorouov 7) Onvrodsdor, oVdLV Havuaarov Eorıv Ovre 
toodrov Öokaı xul aura xal roig KAdoıs Fegamsvrnv 
sivaı Oauarog, navı) to un eidori, Orı Lars rıs wage 
TEVTES ANAGag Teyvn yuvuvasrınn re nal lareımm, n 6m 
to Ovrı dor) Gmuarog Hegansla, Yvreo xal mEOONKEL 
rovrovu KpyEıv Na0OV TOV Teyvov xXal yonadeaı rotg 
tovrwv Epyoıs dia To sideven, 0 Ti TO yondrov xal 
rovne0v av oırlov 7 norav doriv eig dgernv Ooua- 
518 Tog, rag Ö allag naoag ravrag ayvosiv’ dio ÖN xel 
ren einzeln verkaufen. Die Be- 
schäftigung der xa«znloı wird 
gewöhnlich mit Verachtung ge- 
nannt. vgl. Prot. 313 c. — 6n- 


kiovoyov: “Verfertiger’ s. zu 
452 &. — 


Pavovres aliniov url. Kr,47, 
10, 8. vgl. C. 420. — mollanıg 
0. "owoloynaivan: vgl. 513 d. — 


D. rıs: gehört zu durrn. 8. 
zu 456 a. — 9 Ö. elvaı: Ueber 


den Inf. nach dem Relat. in der 
orat, obl. 8. Kr.55,4,9. — @4X 
OV...: 8. zu 503 e. — @» £p- 
zerar 0. &ls Emıdvulav: d. *; 
“was derLeib begehrt.’ Timaios 19 
b. el rıg... eis Emıdvular a api- 
xorro Bedonodeı rk. "wenn je- 
mand Lust bekäme_ u. 8 w. — 
ndnunAov 6.7 7 furogov: Der Zu- 
rooos “Grogshändler- mercator, 
holt grosse Warenvorräthe, ins- 
besondere auf seinem eigenen 
Schiffe (s. zu 476 d. vgl. Sophokl,, 
Phil. 547 DS ); und versorgt da- 
mit die xannkoı, “Krämer, cau- 
pones, welche im Laden die Wa- 


E. 0xvrorouov n oxvrodsyor: 
Die geflissentliche Verbindung 
dieser stammverwandten Nomina 
(daher oxvrodsyog statt des ge- 
wöhnlichen ßBveoodsypng) macht 
die ironische Anspielung auf 491 
a. merklicher. — ovdl» Hav- 
urorov E. öOvre...: ein Ana- 
koluthon, veranlasst durch die 
Häufung der Beispiele; es wird 
fortgefahren, als ob r. y. zogı- 
oTınoV Ovra vorangienge. — yv- 
uvaounn ze xal lareınn: vgl. 
466b. — 9 89: "welche ja eben’ 
u. 8. w. Kr. 69, 17, 2. — zo 
övrı: im Gegensatze zu dofaı. 


518B TOPTIA42. 


191 


ravıas ulv ÖovAongsneis te xal Öiaxovixas xal ave- 
Asvdtgovg elvaı nepl Omuarog ngapunrelav, as Al- 
Aug reyvas, nv Ö} yuvuvasrınnv xal largıanv Kara To 
Ölxcıov Ösonolvas eivaı TOVTmV. rauora 09V TadrR 
örı Eorı xai mel Yuynv, rors uEv wor boxsls. uav- 
Bavsıv Orı Akyo, xal Öuodoysls ag Eidos 0 rı yo 
Aeyoa' Masıs O8 0Alyov VoTsgov Adyav, öri KvdommoL 
xaAoi xayadol yeyovası xoiitaı Evın noAsı. nal Ersı-B 
dav Eyo domra olrıveg, doxeis wor ÖuoLoT«Tovg 7Q0- 
teivsodenL avdoWnovg zepl ra MoÄırızd, Donep Av Ei 
Ep Ta yuuvaoıınd EuoU Egwravros, oirıves Eyadol 
yeyovacıv 7 siol Omudımv Heganevral, EAsyEs wor navv 
anovdabon, Ozaplov 6 doroxoxos xal Midaıxos 6 ınv 
oYomorlav Svyyergapms nv Zunehunnv xal Zagmußos 
6 xanmaog, Ötı ovroı Bavudarmoı yeyovası OmudTav 


— 3isca.: 5. zu 490 b. — dee- 


uoiordtous. — Soxse ave.. 
nv: 8. zu 479 b. — 


vgl. 479 0. z0 adro d.e., Bone 


518A. rag... ayvoeiv: noch 
abhängig von dia To. — dovio- 
moeneig: vgl. zu485 b. — ave- 


Agvdegovg: erscheint nach dov- 
Aongeneig als pleonastisch ; aber 
die Cumulation der epithets non 
ornantia bezeichnet deutlich die 
grosse Geringschätzung nicht so- 
wohl gegen die aufgezählten Ge- 
werbe, als vielmehr (nach der 
464 b. gegebenen Erklärung) ge- 
gen die Sophistik. — zag alas 
Teyvag: 8. zu 501 a. (n largınm). 
— zor& ulv...: Der Gegensats 
(tort ö} 0v Soneig uavdaveıv; 


Er. 25, 10, 12.) folgt in etwas 
veränderter Form Nueıg ö8 oAl- 
yo» voregoV. — nreig.. . Al 
.yo9: 8. zu 491 c. — oAlyov 
voregov: 8. zu 471 b. — wadol 
näyadol: 8. zu 470e. — moli- 


rar: im, eminenten Sinne, Staats- 
männer. — 


B. negl ra z.: gehört zu 0- 


av el tig arh. 8. zu 185 b. — 
onovdafwv: 8.2u481 b. — Pex- 
eoiov: Thearion, ein Bäcker in 
Athen, wird von Athenaios (3, 
78, 112.), mit Bezug auf rüb- 
mende Erwähnungen bei Aristo- 
phanes und Antiphanes, als be- 
sonderer Vervollkommner seines 
Gewerbes angeführt, — MiPat- 
»og: Mithaikos aus Syrakus, ein 
berühmter Meister der Kochkunst, 
welche er in einem dorisch ge- 
schriebenen Buche, oyagrvrınd, 
theoretisch behandelte, war nach 
Sparta ausgewandert "und hatte 
sich dann, von. dort vertrieben, 
in Athen niedergelassen. Die si- 
kelische Küche galt für ausge- 
zeichnet. Repbl. 3, 404 d. Zv- 
ewxoolav Toansfav nal Zune- 
Aunv noınıLlav Orpmv ovx al- 
veig xıı. vgl. Hor. Carm. 3, 1, 
19. non Siculae dares dulcem ela- 
borabunt saporem. — GUYYYEYEL- 


HNAATSNOZ 5180 


192 


CHepansvrai, 0 ulv 2provg Haupaoroug zapadxevdfeonv, 
0 03 OYov, 6 ÖF oivor. 

"Ions &v 0V» nyavaareıs, sl 001 EAsyov dyo or 74 
avdgmne, Eralsısg oVÖLV mEpl yvuvaorızjs‘ Ödianovovg 
por Akysıg xal Enid vuav NapaoxsvaoTas AvdEWMOvS, 
0v% Enxalovrag aaAov nayadov ovölv zipl auzav, of, 
&v oUrw ruymaıv, Euninsavreg Kal nayvvarrss T& 00- 
uare Tav AVdEWNLMV, EHOIVOVUWEVOL UK KUTOV, TQ0S- 

DaroAodgıv auröv xel tag doyalas doxas' old’ av di’ 
ansıplav 0% TovVg Eotiavras altıddovraı TÜV vodav 
alrlovg eivaı xal ung anoßoAns Tav apyaiav dapxmv, 
ar ol Av avroig Tuymoı Tore negovres xal ovußov- 
Asvovräg Ti, OTav ÖNavTolg nun rors nAmouovn vo- 
00V YEROVOR VE Vorsg0v 100v@, ÜTE Avsv Tov 
vyısıvod yeyovvia, Tovrovg altıdaovraı al vEbovar 
xal xax0V Tı XoıNdovaıv, av olol T @0oL, Todg ÖL 7g0- 
teogovs Enelvovg xol airlovs TÜV xandv Eyrwmuıacovdi. 

Rxal 0 vüv, & KaikixAsıs, Onosorarov Tovım Loyaksı“ 
eynmwiabeis avdonnovs, ol Tovrovg elotıaxacıv sdm- 


pas: Dieses Lehrbuch über eine 
mit der Rhetorik ausdrücklich auf 
gleiche Linie gesetzte Afterkunst 
(462 e.) wird ironisch als Seiten- 
stück dem Werke des P. (8. zu 
462 b.) gegenübergestellt. — 3«- 
ocaußos: Sarambos (sonst auch 
Sarabos genannt) war ein renom- 
mierter Weinwirth in Athen. — 

©. örı: s.zu 451 a. — drafeıg 
0. ziel 7. yı 8 zu 464 d. — 
dıanövong .. : Ueber das Asyn- 
deton im Erklärungssatze 8. zu 
472 a. (nagrvonoovan). — n0- 
ORCHEVAOTAES Ardganovg: Nicht 
selten steht &vdommog pleona- 
stisch, um dem Worte, welchem 
es beigefügt ist, einen verächtli- 
chen Nebenbegriff zu geben. vgl. 
Kr. 57, 1,1. — 09 oVro rv- 


0019: “wenn sich’s grade trifft.” 
vgl. za 514 0. — 70000n0A0V- 
GLV: d. h. sie bewirken nicht nur 
kein wahres Gedeihen des Kör- 
pers, sondern zerrütten oben- 
drein seine Constitution. — 

D. rovs foriõrræs: Die öypo- 
rorovᷣs nal nannlovg. — alrıa- 
covraı rt. v. alriovg elvar: "an- 
klagen an den: Krankheiten Schuld 
zu sein. — Grær On: vgl.zu 517 
e. — ijun, . psoqouſso: 8. zu 
491c. — dire ... JEYyoyvi@: 8. 
zu 464 c. — 

E. xol cv vor: 8. zu 449 a.. 
— zovro: ist Neutrum. — #y- 
nowLdgeig . . .: 8. 0b. c. zu dıe- 
K0vovS. — dvdonmong:' Leute; 
geringschätzig (vgl. ob c. zu #0- 
eaxonevaorkg a.) von den früher 


319B 


TOPTIA2. 


193 


yoüvrsg @v Enedvpovv, xl pacı weyainv ınv w0Aıv 
Nero NKEvaı avrovg‘ Orı ÖL oldei xul Yroviog darı di 


Exslvovg ToVg maAaıoVUg, 00% alodavovrar. &vsv Yyao519 


GOPOoGuungs xal Öinaosvvng Ausvov xal vengiov wal 
rayav xal YopWv xal Towvrwv pAvapıav dunsnir- 
xa0ı nv noAıv‘ Orav 0dv ZAdN 7 xaraßoin «urn ig 
aodevelas, ToVg Tors HapovVrag altıasovraı avußovr- 
Aovs, Oeuiaroxice O8 vol Klumva xal Ilsgınıda &yao- 
LLKCOVOL, TOVUS GiTlovg toõv Xaxav" 000 68 iows Emı- 
Anvovrem, &av un svAaßr, Kal Tod Euod Eraigov ’AA- 
xıBıadov, OTav xal Ta apyala npooamoAlvwaı MoEOgB 
olg Eantioavro, 09x aitimv Ovrav av xaxov dAl loms 
ovvaızlov. naltoı Eyays avonzov npäyua xal vüv bow 
yıyvöusvov Kal aX0vn Tov naAcıav Avögav zepı. 


angeführten Staatsmännern, na- 
mentlich von Perikles (515 e.). 
vgl. 467 b. 00709 &v 70. — tov- 
rovg: näml. die Athener, Ueber 
die Bedeutung des 0DTog 8. zu 
470 d. u. 452 e. — 09V dnedv- 
uovy: 8. zu 448d. — al paocı 
...: "und von denen es heisst, 
dass u. s. w. Ueber den (durch 
Subjectswechsel noch bemerkba- 
reren) Uebergang in den Demon- 
strativeatz s. zu 452 d. (xal os 


.. . avtov). — oldei: vgl. Cic. 
epist. ad Attic. 14, 4. 1, Tu- 
ment negocia. — vVrovilog darı: 


vgl. 480 b. 6 voonua ıng adı- 
alas Unovlov tv yoynv zoıN- 
ca ati. — 

519 A. Auusvow x. venolov 
...: vgl. 455b. — xal rotov- 
tov plvapımv Zun.: Phaid. 66 
c. dowra» xal Enıdvuav nal 
yoßov xal eldwimv avroda- 
zav nal pAvaplas Eurininoıv 
nuüs moAliis (0 o@ua). De- 
mosth. Ol. 3, 29. xal ri av el. 
aeiv rıg Eyoı ; Tas inalksıs... 
nal rag Odovg... nal nonvag 

Plat. Gorgias. 


xal Angovs. 8. zu 486 c. u. 
490 d. — xareßoin: eigentl. der 
periodisch wiederkehrende Fie- 
beranfall. — «Urn: zurückwei- 
send auf das obige (518 d.) Ora» 
ön adrois Au ati. 8.zu5l0c. 
— 7095 tore zae.: näml. beim 
Eintreten dieser xaraßoin. Kr. 
50, 8, 8 — 000 Öf long &nı- 
Anpovrar: Welch’ schneidenden 
Contrast bildet die Warnung des 
S. mit den übermüthigen Wor- 
ten des K. (485.d. f.), wo er mit 
halbmitleidiger Verachtung die 
gefährdete Lage des Philosophen 
schildert! dmıAnpovraıs erinnert 
bestimmt an 486 a. ed rıs 00 
Aaßonevog «ri. Ueber doas 
vgl. zu 471 c.; über &zılauße- 
veoHhul rıvog zu 469 c. — TV 
&u0oö Eralgov ’A.: 5. zu 481 d. 
B. ca aerxaie...: entspricht 
dem ob. (518 c.) bildlich gesag- 
ten T000RN0A0HOLV aurav ATi. 
— zoös olg &ur.: 8. zu 448 d. 
— ovvoartlov: 8. das Betreffende 
in der Einl. — avdewv: hier 
“Staatsmänner;’ wie auch der un- 


13 


NAATSNOZ 5i9B 


194 


alodavounı Y&p, Orav n noAıs zıva av nolırzarv 
avögßv uereyssplimar ag adınodvra, dyavaxtovvımv 
«ul oysrAafövrmv os Ösıva naayovar“ oAld xal ayade 
ınv noAıv merxoımaores Age Aölms vr avıns ArdA- 
Avvrai, Os 6 Tovrmv Aoyog’ rö db 0Aov Yeüdog Earı. 
Cro00TETnS yap noAsag oVd av eig norsk aölams aro- 
Aoıro Un adrig zig woAeng NG mpoOTarEel‘ xıvdvveven 
yag Tavrov elvaı, 0006 TE MoÄıtızol ZEOGMOLDUVTAL 
eivaı xal 000. Vopıorel.. xel yap ol oopıorel, rail 
Vopol Ovrsg, Todro &rorov Epyafovraı npäyua’ Ppd- 
Gxovres yap aperüg Öidacaaloı slvar mollaxıg xarn- 
yogovdı Tav uedTTav, DS Adınoddı Opäg auTovs, TOVS 
TE UIODOUg aroorspoüvrsg nal KAAmv yapıv 0Ux amo- 
D Ö1ödvres, EV maBovrss Un’ adrav‘ xal tovrov Tod Ad- 
yov rl dv aAoy@rsgov Ein npüyun, dvdEWRoUg Aya- 
Hovg nal Öıxalovg yevoukvovs, EEnıgsdevrag ubv adı- 


ten folgende Beisatz noltınay 
zeigt. — alsdavopen: “bemerke;’ 
fasst 000 u. —R in sich. — 
peragegiönren ös abınoövıe: 
als Uebeithäter behandelt (be- 
straft). — ÄYAVAKTOBVYTWV.... 
x0070v0L: Ueber den Plur. in 
Verbindung mit dem collectiven 
Singular zıv& s.Kr. 58, 4,5. vgl. 
z. Th. C. 362, — üee: Ueber 
die weite Nachstellung des &o«x 
s. zu Prot. 355 b. Ironische Be- 
deutung erhält diese Part. öfters 
durch den Zusammenhang, wenn 
die Folge (hier &moAlvodaı) den 
Erwartungen widerspricht. vgl. 
462 c. (Eumeigla age ar.) — 
OS... Aöyog vgl. zu 468 c. 
C. ovö’ av als: 8. zu 512 e. 
— zgeoordıng: hier allgemein 
‘Leiter. — xırdvvevsi . . . 00- 
pıoral: “es scheinen die, welche 
sich für Staatsmänner ausgeben, 
in derselben Lage zu sein wie 


die Sophisten. xıwövvever ist in 
den Numerus des näher stehenden 
Prädicates rœoròov gesetzt. — 
zeoonoLovvraı elvar: Sokr. er- 
kennt nämlich die athenischen 
Staatsmänner nicht als wahre zo- 
Aırıxovg an. Näheres s. in der 
Ein. — rail copol Ovreg: 
z.B. in der Astronomie u. ä& — 
paoxnovreg . . .: Wie wenig die 
Sophisten wirkliche Tugendleh- 
rer sind, wird von Plato durch 
den Dialog "Protagoras’ darge- 
than. — rovs. . + ETOOTEEOUV- 
eg: wie es z. B. dem Protago- 
ras von Euathlos geschehen sein 
soll. Ueber die Bedeutung , von 
nıodog s.zu Prot.328 b. — dxo- 
Ördovreg: s. zu 471 b. — & 
nafovreg: wie ob.r.0.0vreg. — 


D. xal zovzrov . . .: Ueber 
die scheinbar adversative Bedeu- 
tung des x«{ vgl. zu 484 c. So 
stebt insbesondere zur Anknü- 


5204 TOPTIAZ. 195 


xiav vn Tod didaoanakov, oxorrag 68 Ödinniosuvnv, 
adınsiv Tovra 0 00% Eyovamv; oð doxel 00 TOdTo &ro- 
xov elvaı, & Eraips; ag dAnBüs Önunyogelv us hvdy- 
20005, © Kallulzıs, oo 89. Lav aroxelveoheı. 
KAA. Zi 8’ 00% dvolog T sing Adysın, el u vis 
001 &0xgplvoLto; 
202. "Eoınd ys’ vüv yodv Ovyvodg reivo tüv A0o-E 


yo, Enxeıiön wor 00% 2Hdisız unoxglvssdea. HAA, o 
"vade, sit rpög Yıllov, ov donel 601 KAoyov eiyaı dya- 


90V Paaxovra nenoıyalvar tıva ueupsodaı TodE@, Orı 
Up Eavrod ayadog yeyovas Te “ul av Ensııa zovn- 


005 Eorıv; 
KAA."Euoıye Öoxet. 


ZR. Ovxodv axovsıg toundre Asyovrov tov pR- 
GæGVTGOV MaLdEVEev avdenimous eig psp; ; 
KAA."Eyoys' aaa si &v Akyoıs avdgeinar —XRXX 


oVöEvVos aklov; 


pfung einer parenthetischen Er- 
klärung oder Berichtigung xcel 
synonym mit xairoı. Apol.29b. 
— dioyoregov: ein (unübersetz- 
bares) Wortspiel mit A0yov (s. zu 
457 a). — drdommougs .. .: 
Ueber das Asyndeton 8. zu 450 
b. — EEnrosfivrog ulv... Öi- 
LIU DE nähere Begründung 
zu dyahovs nal Öinalovg yevo- 
usvovg. Ueber dEnıgeichel zıva 
zı (hier in der selteneren Bedeu- 
tung befreien’) s. C. 402. Kr. 47, 
13, 11. davon passivisch EEoıee.. 
Inval cı Thukyd. 6, 24,1. ol ö8 
zo uiv Im onodr. tod nAod 
ooꝝ Eneidnoev uno Tod Öylm- 
dovg ns TAQAOKEUNG., — 70970 
6 o0r &yovanv: d. i. durch die 
ihnen eben benommene döıxla. 
Ueber die Beziehung des Pron. 
im Neutro auf ein Femin. s. zu 
465 d. — og aindas Önun- 


y00&iy. . .:. Anspielung auf 482 
C — 

cv...aronelvoıro: vgl.505d. 
504 c. Teber die Sache selbst 
s. das Betreffende in der Einl. 


E. koıxa: 8.zu 474c. — vov 
yovv: 8. zu 5l6 a. — ovxvoðs 
zeivo: 8. zu 465 e. — row 10- 


yov: Ueber den Gen. partit., 
statt dessen nach unserer Auf- 
fassung rovᷣs Aoyovg oder ov- 
v0v av A0y@0v erwartet würde, 
8. Kr. 47, 28, 1.0.9. vgl. 0.412. 
— —X "pillov: s. zu 500b. — 
Erzeıoe : "dennoch. Kr. 69, 24, 2. 
— zurdeveiv AvD. els Kostnv: 
Ueber gig zur Bezeichnung des 
Zieles s. Kr. 68, 21, 5, vgl. C. 
449 d. Sonst findet sich anch TOL- 
devsıv TIv& mo0g Ti. vgl.471d. 


520 A. alla... dElov: So 
geringschätzig äussert sich Kall., 


13* 


Prot, 342 d. — 


NAAT2NOZ 520 A 


196 


ZR: Ti Ö av nel Enslvav Akyoıs, of paoxovreg 
g080rEvas tig noAcws zul Emıueislodeı, Orng wg Bei- 
tiorn Eoraı, HaAıv KUTNS KaTnYyoRoVBLV, OTaV TUYWOLV, 
DS HOVnEOTETnS ; oleı ti Ösapägeıv Tovrovg daslvov; 
TEVTOV, @ uaxagı, Earl Gopıoıng xal ÖnTmg, n Eyyüg 
tı xal naganinoıov, Boreg Eya ZAeyov zgög IIoAov' 

Bovu d} dr ayvomav 70 usv nayaaidv rı oleı eivaı, nV 
6ntogianv, roũ OF narappoveis. ıy 68 aAndela xui- 
Auov &orı HoyLorınn Ömrogianns 000720 vouoderxn ÖL- 
xastınng nal yuvuvaarızn largınng' uovors Ö' Eymye nal 
Qunv roig Önumyogoıs te Hal Hopıozalg 0Ux Eyympesiv 
uEUpEOdaL Tovr@ TO Todyuarı, 0 adrol naıdsvovaırv, 
g rovngov darıv eis opäs, N To avıa A0y@ Tovro 
ana el Eavrov Karnyogelv, Orı oVdlv Dpeinxacıv 
oõs Yacıv wpeielv. 004 ovrag Eye; 

C KAA. IIavu yes. 

ER. Kal ngocsdaı ve Önnov nv sVEpYyEOlav avsv 
uoF0Ö, @S TO Eix0g, WOVoLg Tovroms Evsy@peı, EirtEo 
and EAsyov. GAAnv ubv yag sVegyedlav rıg EVEgyE- 


(oomreg, usifov). — wovorg Ö’ 


selbst sophistisch gebildet, ber 
&. wal @unv. .. .: “ich glaubte 


Männer wie Protagoras, Prodikos 


und die spätern Sophisten, wel- 
che sich für Tugendlehrer aus- 
gaben; während er und Polos 
nach dem Vorgange ihres Meisters 
Gorgiss nur Rhetorik und Poli- 


tik für ihr Fach erklärten. „Das 
Weitere s. in der Einl, — Orav 
ruyaav: 8. zu 518 e — 6 - 


vngorKens: näml. ovong. — tı 
dupägeıv t. &uelvov: s.zu 464 
e. — &yyvs mı anal nagamin- 
0109: "etwas verwandtes und ähn- 
liches. Mit rl verbunden wird 
yus adjectivisch gebraucht. — 
on: mgös T.: 465 c. — 
. 7n9 Enroginyv: 8. zu 501 
a. largınn). — allıov: d.i. 
T000VT@ “dlkıov; 8. zu 458 a. 


auch den Volksreänern’ u.8.W. 
— T0oVTo T& roayuerı: “Die 
Gegenstände ihrer bezeichnenden 
Thätigkeit (ohne dass in ze«&yue 
ein Nebenbegriff desVerächtlichen 
liegt). — 7 1& adro Aoym...> 
Ausovx &yyopeivistzudemdurch 
7 eingeführten entgegengesetzten 
Gliede ein Verb. des gegentheili- 
genSinnes, also deivy, dvayxaiov 
elvaı zu entnehmen. — 

C. &vev uıchoY: ist der grös- 
seren Deutlichkeit epexeg. bei- 
gefügt, da schon zgosohaL nv 
sdeoysolav für sich “eine Wohl- 
that ohne Vergeltung erweisen. 
heisst, — og rò &lnog: vgl. „zu 
490 b. — Ödvegaeeır: ohne &». 


520E TOPTIA2. 


197 


ndeis, olov rayds yevönevog dir zardorgißnv, isog 
dv AnodTsgNosıE ıyv yapıy, el wgoolro aörs 0 zat- 
dozgißns xol un vvdesvog euro © T we- 
Auora — 2 usradidovs Tod rauxous —R& rò dgpyv- 
ouoV. oðᷣ yap ij Boadvriti, oinaı, adıxovcıv ol &v-D 
Homzoı, BAR adıxla“ 7 yap; 

KAA. Nat. 

ZN. Ovbxodv ei rig avr6 Todro Apaupst, ryv adı- 
xiav, ovölv Ösıvov auro, un note adınndj, KAAd u0vo 
aopalls Tavınv nv suspyscdev ngo&che, .sineg To 
övrı Övvanıo Tıs Ayadovg Korsiv. 0UY 0VrasS; 

KAA. Dnut. 

76 ZR. Aa tadrT &pa, sg Zoıne, rag ulv aAlag Ovu- 
BovAag avußoviAsvev Anußdvovr« agyvgıov, olov oi- 
xodoulag nepı N Tov dAAmv Teyvav, oVölv aloypovV. 

KAA.’Eoın ys. . E 

22. Teot dE ys Tavıng ns nodkeng, Ovrıv av 
zig te0mov ag Beirıorog sin xul Apısıa nV avrod 
oixiav dioixol n moAıv, aloygov vevouıdıaı un pavaı 
Gvußovisvsv, &&v un Tis aüuro agyvgıov Ö1iö®. 7 yap; 

KAA. Nai. 

ZR. Aykov yap Orı Toüro alrıov dorıv, Orı uovn 
KUrn ToV EvsgyECLBV ToV Ev nadovın Enıdvusiv more 
evt ed noLeiv, Gore xaAov boxel To Onuslov zivaı, ei 


ovötv dsıwöv a. u. adınndy: 


8. zu sl4c. — AAANV U. Y. EU8Q- 
yEciavsdepy.: 8.2u467 d. Apol. ist für ihn keine Gefahr (hat er 
nicht zu fürchten), dass u. s. w. 


360. — olov: 8. zu 450 c. — 
suvPinevog aüra uıodov: über Apol. 28 b. — prut: ja. 6. zu 


das Honorar mit ihm einig „ge- 
worden. vgl. Krit. 52d. — Aue 
ueradıdodg T. r.: “in dem Au- 
genblicke, wo er ihm . . . bei- 
bringt. Ueber &ua beim "Pariic. 
zur Bezeichnung der Gleichzei- 
tigkeit 5. C. 587, 1. Kr. 56, 
10, 3. — 

D. 7 yao: s. zu 49 d. — 


454 d. — 

tag u. &. ovußoviag ovußov- 
Aevaıy: 8. zu 467 d. — Laußd- 
vovza &oyvoıov: "für (um) Geld.’ 

E. ö6 ye: 5. zu448a. — el- 
706% veyonuotau: s. die Einl, 
zu ‘Prot. S.XXXI. u. XXXV. 
— avdıa : mit Bezug auf das bei 
pavar zu ergänzende Subj. zınd. 


198 ° 


JIAATBNOZ 


520 E 


sùò Koımoag Tavımv mv suspyscdev dv su zelderaı' 
ei Öb um, od. dorı raüra ovrmg Eyovre; 


KAA."Eosw. 


ZR. ’Enl zoregov ovv us auganaisis vv Beon- 
nelav ns noAems, ÖLOgLAOY HoL' TnV Tod Öınuayeodaı 
Adnvaloıs, Onws ws BeArıosor Eoovraı, wg largov, 7] 
@s Öiaxovnjoovra xal- o0g yapıv ÖuuAnoovee; TaAmdN] 
uoı eixe, Kaklixisıg‘ Ölxeıog yag el, Gore NEED Xeo- 
gnsafeade zpög &uß, Öareisiv & vosig Akyav' xel 


vov &v al yavvalog eime. 


KAA. Adyo roivvv Sr gs Ö1axovnooven. 
ER. Koilaxsvoovra &ga us, © Ysvvandtare, AU- 


ouuaAstig. 


KAA. EI 00 Mvoov ye ndıov xaAstv, 0 Zaxgu- 
TEg° @g El UN Taürd ys Koımasg — 
ZR. Mn einns 6 moAidaıg slonaas, Orı Anoxvevei 


vgl. zu 456 d. u. zu 512 d. — 
&d na 7. T. eveoyesolan : 
dem Sinne nach wie &veoyern- 
oœg T.T. evegysolav (vgl. ob. c.) 
construiert. — el ö2 un), od: d.i. 
el ot un @ö neioeraı, 00 naA09 
doxsi ro omusiov elvar. — 
521A. morspav.. . nv Be- 
ganelav: Kr.50, 11, 24. vgl. 2. 
Th. C. 606. A. 1. — Öleud- 
yeodaı: Ueber dı= in zusam- 
mengesetzten Verb. zur Bezeich- 
nung der Dauer s. Er. 68, 46, 
11. vgl. zu 506 a. (dsansgarP7- 
ver) und 462 e. (dıiaxmumdeiv). 
— no0g zagıv öu.: d.h. es 
durchaus nur auf captalio bene- 
volentiae absehen. Xen. Mem. 4, 
4, 4. ÖrTe ıjv vᷣxò MeAnrov you- 
pnv Epsvye (Sokr.), 707 AA» 
eindorwv &v roig Ötnaornglorg 
ro0üg FT. gıLv9 re voig dınaoraig 
ÖLaleysohaı ul nolaneveıv 
... Ensivog ovöly nBEINGe av 
eiodorwy...moınoaı. Aehnlich 


macht Demosthenes den Staats- 
rednern seiner Zeit das zeog 2a 
gıv Önunyogeiv (Ol. 3, 3 vgl. 
22.) öfters zum Vorwürfe. — Öi- 
»arog y. el: 8.2u 461d. — map- 
enoıctecdar: vgl. zu 487 a. — 
xal vöv: näml. “da du überhaupt 
so freimäthig bist. 8. zu419 a. — 
yevvalog eine: vgl. 475 d. die 
ähnliche Aufforderung an Polos 
arla yevvalos . .. KRORELVOD. 
— s5 ÖLaxovjoavıa: ergz. 08€ 
rag. — 

. d yeryaıdrars: vgl. 494e. 
u.473d — &...noleiv: 
‘Wenn es dir beliebt (wenn du 
lieber willst) einen solchen (dem 
Staate dienstbeflissenen Mann) 
einen Myser zu nennen (so magst 
du ihn meinetwegen so nennen 
o. dgl.).. 8. hatte das dıaxovsi» 
des K. durch das geriugschätzige 
oAuneveıv erklärt, wofür ihm 
jener einennoch gehässigeren Aus- 
druck an die Hand gibt. Denn 


521 D TOPTIA2. 199 


us 6 BovAousvog, iva un av xal dya einm, Orı zovn- 
g05 ye ov ayadöv Ovıo und OT4 apasgjosraı day TU 
Ao, i va un av dyo sinn Orı @AA apsidusvog 0U% Es C 
ö „u yonsstar auzois, all G0x.2Q us Adixmg Apelksro, 
ovrm xal Außav adlnwmg yanosraı, ei ÖL adlaws, al- 
oyoas, ei ÖL alayEos, Kaxosg. 

77 KAA. Ng wor doxeig, ® Zwxgares, zi6Tevsv und 
av &Vr tovsav nadelv, og olsav Eunodav xal our av 
sloaydeis sis —XR UNO zavv icws KOXInNg0V 
avdgWroV xul pavkov. 

ZQ. ’Avonvog Agua eipl, ů Kaiklaisıs, og dAndag, 
ei un olopaı &v rſjos ch noAsı OVLLVoOv @v, 6 Ti TW- 
yo, Toüro zadsiv. Tods wevroı EU old ori, davaso 
eiaim sis dLxaaıngıov MEEL TOVTWV TIVog KıvÖvvevav 
av OU Asysıg, Xovngos ris ws Zoraı 6 eidaymav“ oü-D 
Öslg yap dv yonoros un adıxouvr Kvdgwmov eloaya- 


6 Mvowv £oyarog bezeichnete 
spricbwörtlich einen verächtlichen 
Menschen. Theait. 209 b. Cic. p. 
Flacco 27, 65. Quid porro in 
graeco sermone tam trilun atque 
celebratum est, quanı, si quis de- 
spicalui ducitur, ut Mysorum 
ultimus esse dicatur. Vielleicht 
verhalf zugleich der Anklang an 
wvoos dem Namen zur Bedou- 
tung eines Schimpfwortes. — 
dnoxtevei us 6 Boviausvog: 
486 b. 511 a. — 


©. 00: 8. zu 51a. — aA: 
8. zu 449 0. — Gs M. Ö.: 8. zu 
490 e. (ᷣs del...) — und’ a av 
Ev: 8. zu 512 re — Ueber &v 
beim Infin. s. zu 448 a. — #x- 
300@9: ‘weitweg von hier;' d.i. 
von Athen, wo so viel Process- 
sucht herrscht und so viele Sy- 
kophanten (Krit. 44 e.) ihr We- 
sen treiben. So warnt Anytos 


(Menon 94 e.) den Sokr.: &yw 
ubv 099 &v 00, ovußovisvoaı- 
u, el &dElsıg Euol meidsohan, 
evLcßeiodaı, ös, long tv xal 
&v dlıy nolsı HEov karı nanag 
zosiv ardgmzong 7 EU, dv 
znde (Athen) 68, Ral ravyv. 0l- 
uaı Ö 08 nal aurov slöevau. — 

v.n.long HoYPNg0D &. x. Pav- 
Aov:: 486 b. Was hierbei auf dem 
Spiele steht (Leben, Vermögen 
u. dgl.) wird durch, negi mit 
Gen. bezeichnet. — 6 zt zW 01, 
roſSro. : 8, zu 469 c. — dar- 
27) eloin: "wenn ich anders 
vor Gerichtkomme. davzeg lässt, 
wie &özee (Kr. 69, 23.), die Be- 
dingung als eine meist zweifel- 
hafıe Voraussetzung erscheinen. 
— HVÖUVEVMV: KAIıyövvEveıv u. 
x{vövvog werden häufigvon G e- 
richtshändeln gebraucht (vgl. 
das lat. periculum). — xo»n005 
tig . ..: Ueber die specielle Be- 


LE 


— — mer — 


200 IAATQNOZ 521 D 


yo‘ xal ovdEv ys aromov sl anodavormm. Bovisı G0L 
eino dr 6 Tı Taüre ng0000x0; 

KAA. Ilavv ye. - 

ER. Oluaı user oAlyov ’Adnvalov, ive un sin 
uòhvos, £Enıysigeiv Tl og aANdag HoArıan Teyvn al 
noctreıv Ta MoÄırına U0VoS rv vOV‘ ärs 0UV0V QÖS 
yägıv Adymv Tovg Aoyovs oVg Adym Eudorors, aAAR 
zo0g To Beiriorov, 09 08 TO Ndıorov, xal 0oU% EIE- 


EAmv moLsiv & OU mapaıvsls, va xoula taüıa, 00x Ein 


0 rı Acyo dvro Öixaornoliw. 6 avros dE wor Nass Ao- 
yog, Ovaso noög IlwAov ZAsyov‘ xpıvoöunı Yap as 
Ev moıdloıs laroog dv Kolvoıro xarnyopoüvrog O%o- 
KoL0d. 0408 YaQ, Ti dv dnoAoyolto 6 ToLoürog &v- 
dommog ev rovrois Anpdeis, sl avrod xurmyogol ris 
Alyav ot © maldzg, noAid ung xal xaxc 008 ‚eio- 
Yyaozaı avNE Kal MUTOVS, Kal TOVS VEHTATOoVg YVumv 


deutung dieser Stelle s. das Be- 
treffende in der Einl. — 

D. &tonov: ergz. &v ein. — 
BovAsı 00ı einw: 8.zu454e. — 
uovog twv vöv: Dieser von ed- 
lem Selbstbewusstsein zeugende 
Ausspruch gewinnt seine rechte 
Bedeutung durch Vergleich mit 
504 b. Das Nähere s. in der 
Ein. — zoös ‚yagıv: s. ob. 
a. — Aeyov tovg Aoyovs oU8 
AEyo &n.: 8. zu 467 d. (09 
&. gonuarıouov 70.) An eigent- 
liche Reden ist bei Sokr. na- 
türlich nicht zu denken. s. insbes. 
Apol. 17 b. — 09 zoös zo 7- 
dıorov: verdeutlichende Wieder- 
holung des bereits in 09 ze0g 
zagıv ausgesprochenen Gedan- 
kens. 8.zu 452 e. (zii cool). — 
& 00 nagaıveig: 485 ef — 
T& xouypa tavra: ‘Diese herr- 
lichen Dinge da, näml. die so- 


522 dıapPeigss rEuvov Te nal namv, xal loyvalvav nal 


‘ 


phistischen Rednerkünste. Sokr. 
erwidert den höbnischen Vorwurf 
des K.486 c. Ueber das oft iro- 
nische xouyos vgl. 493 a. Ueber 
das verächtliche ovürog 8. zu 452 
e. — 

E. 6 aürög...: idem in men- 
tem mihi venü, quo usus sum erga 
Polum. Symp. 187 d. zalıy yao 
nei 6 aürög Aoyos, Orts #TA. — 
006 IIolov &Asyov: 464 d. — 
xgLvovuas: s. za 509 d. (adı- 
anoetal). — Anpdeig: mit Be- 
zug auf die Worte des K. 486 a. 
el zıs 0005 Aunßouevog xıl. — 
örı: 8. zu 45i a. — molla dv. 
nal nad: 8. zu 447 a. — TOUS 
venzarovs dv. Ö1apdelgsı: An- 
spielung auf die bekannte gegen 
Sokr. erhobene Anklage. Apol. 
21 c. — 


522 A. rduvo» te nal Xawn: 


522B TOPTIA2. 


201 


zviyov drogelv moısl, nixporare wouare ÖLdovs xal 
zevijv nal dıdıjv dvayxalov, 0ody wornso &ya moAle 
. al nöd xal navrodana EVOYovV vuäg‘ Ti dv olsı 

&v ToVTO ro xard anoAnpdevra larpov Eysıv almeiv; 
n sl sinoı mv dANdsıav, Orı Taüra navıe dym dnolovv, 
© naldeg, Uyısıyas, 02000v olsı dv dvaßonjdar todg 
ToLovrovg Öinaoras; 0V wEye; 

KAA.'Ioos' olsadel ys yon. 

ER. Ovxodv olsı Ev ndon dropie dv avıov dys- 
oda, õ tu yon sinelv; 

KAA. Tuvu ye. 

18 22. Towöürov uEvroı Hal dya olda Or 190g 
zadoıuı dv siosAdmv sig ÖLxaoriigıov. odrs yag N00- 
vag üg &xnsnopıxa Em aurolg Akysıv, &s 0dToL 8VEQ- 
yesolag xal wpeislas voulkovav, &ya Ö} oUrs TOUg no- 
olfovras nA ovrs oig noplkeraı‘ dav re ris ve] vew@- 
tegovg HP dinpdelpsv dnopsiv HoloÜüVrTe, N Tovg 
ros0ßvregovg xaunyogsiv Akyovra nıxpoVg Aoyovg N 


8. zu 476 c, — dmogeiv roi: Kr. 50, 11, 10. vgl. z. Th. C. 
"bringt zur Verzweiflung. — ovr 390. — 
Done . .: d.i. 00% EU009 B. zoıovrov... TaDog TR- 


vᷣuẽg Bonse. &ym xl. Ueber die 
(sehr häufige) Ellipse bei ovy 
BOTEQ 8. Kr. 62. 4. Prot. 341 a. 
rolle... Evayovv: vgl.5l8e. 
Ueber den Inhalts-Accus. s. Kr. 
47, 15, 1. — vyıeıvag: sanila- 
tis vestrae gratia: — avaßoav 
hier als Zeichen des Missfallens. 
vgl. das 458 c. zu S$ogvßos Be- 
merkıe. — Long: ‚5. zu 471 c. 
— olsohal ye yon: Prot. 825 
c. Krit. 53 d. — &v ndon amo- 
olx... Eyeadar: "sich in gröss- 
ter Verlegenheit befinden (in B- 
V. stecken). Phil. 45 c. &v rotov- 
Toıs voonuacıy Eyousvor. vgl. 
somno teneri u. &. Ueber z&o« 
anople, ‘völlige Verlegenheit,’ s. 


Foını av: s. zu 467d. — ndo- 
vas &g &nmenopixa: mit Rück- 
sicht auf 517 b. — div Te... 
zweites Glied zu oure —2 

s. zu50la. — anogeiv Rolodvz: 
Men, 79 e. (der junge Menon 
spricht) © Zwxgazeg, Nx0vov 
br Eyoye mglv. nal auyyeveodau 
001, Or oo ovöiv allo ñ ö- 
ros TE —X nal vovg Ql- 
Aovs roLsig Armopeiv. 
Theait. 149 a. sagt Sokr. zu dem 
Jünglinge Theaitetos: ol ö8 
....„. Ayovoı zegl Euod, Örı dro- 
norerog elmı nal NOL@ TodE 
avdgumovs aropesiv. 7 
xal roõro annnoas; Os. Eyaye. 
— roüs To. Kannyogeiv: vgl. 


202 ITIAATANOZE 522 B 


ide 7) Önnoole, oüre 6 almeig Eko sizelv, Orı dıxalas 


cxivra raiza dya Aldyo, zul nEKTTm To Yuersgov den 


roũro, 0 Kvdosg Öınadzal, ovre &Alo ouddv‘ @oss laws, 
6 21 dv TUY@, Toüro zsldount. 

KAA. Aoxet ovv 001, & Zonparss, aalög Eysv 
Avdpwmmog dv nolsı ovrw Öiaxeluenos anal aövvarog 


R ⸗ 
ov Eauvro Bondalv; 


2R. Ei &xsivo ya dv ade Unagyoı, a Kaldinisıs, 
6 ou molldnıs @uoAoynaas‘ sl Beßondnxag ein avıo, 


Dunts zepl dvdoemmovg unts wepl Beovg adıxov unötv 


unzs ſlonxòg unts sipyaausvog. aven yap rıs Bondeın 
gavro nollaxıg nulv GuoAoyntar xparlsrn alvar. ei 
ulv 00V dus ris dEsAdyyoı Tavımv mv Bordsan adv- 
verov Dvra Zuavıo xal Kilo Bondeiv, aloyvvolunv 
av nal Ev noAdols ul Ev oAlyoss EbeAsyyouswog wei 


UOVog vᷣoxòo uovov, xal ei 


die unt. 521 c. angeführte Stelle 
aus Men. 94 e. — Afyovra nı- 
000g Aoyovg: Das ZEstafeın 
nal ZEsleyzeıv tous olouevong 
ubv eldevaı rı, eldorag dS ov- 
Ö&v ist gemeint. Apol. 21 b. f. 
30 e. — n ldie 7 Önuooia:d. 
i. theils in Privatcirkeln, theils 
bei öffentlichen Zusammenkünf- 
ten, z. B. in Gymnasien, auf 
dem Marktplatze u. s. w. 8. 447 
a. das Citat aus Xen. Mem, Mit 
dnwooia Aoyovg Afyeıv ist hier 
nicht ‘öffentlich (an das Volk) Re- 
den halten’ gemeint, was der 
Ausdruck sonst allerdings bedeu- 
tet. s. Apol. 31 c. — 


C. zedtro ... . roõtro: “ich 
betreibe ja damit euer Interesse.’ 
Apol. 31 b. 0% yag ardpmrivo 
koıns co dub To» ubv duavrov 
Erdvımy nusinxtvar xal Avs- 
12000. tov olnslov Auslovus- 
os Tosadıa nen Ern, vo d8 


die Tavınv ınv advvanlar 


ÜBETEEOV noKTrEsıvy de 
rl. — 0 Ti... neloonar: vgl. 
521c. — odr@ dıanelusvog xal 
aövvarog @v...: Statt der Coor- 
dination der beiden Begriffe sollte 
man vielmehr ad. av. &. ß. als 
erklärende App. asyndetisch bei- 
gefügt erwarten. — el &. yes: s. 
zu 503 c. — &ßeß. ein...: 


“nämlich wenn er sich dadurch 


Hilfe verschafft hätte, dass’ u.s. w. 


D. Bondeı« davra: Ueber 
den object. Dativ beim verbalen 
Substant. 8. Kr. 48, 12, 4. vgl. 
zu 513 b. (gıllas zo dnum.) 
Aebnlich steht Bondog mit Dat. 
Prot. 322 b. — ei ud» ou»: s. 
zu 509 a. — d£elsyyor...Ovre: 
Ueber die Bedeutung von dEelgy- 
zgıv 8. zu 4678. Ueber die Constr. 
s. ©. 598. Kr. 56, 7,2. — r. 7. 
Bondeav ... Bondsiv: auxilium 
praestare. 8. zu 467d. — adloyv- 
volunv dv . . . Üleyzousvog: 


78 


923 A 


TOPTIAZ, 


203 


anoftwmjaxoıui, dyavanrolmv av‘ si Öb noAnnızjs bnTo- 
oıxig dvdcle Teisvronv Eyoys, sv olda Or GedimgE 
ldoıs &v us PEgovea Tou Bavarov. avr6 ulv yag To 
anodvnoxsv oööel, Yoßsitai, Oorıg u) TanTanacıv 
aAoyıoroz Ts aal dvavdgog £arı, 0 03 adızalv poßsi- 
ze‘ noAAov yap adınnudav yduovız ınv boynv eis 
"Audov ayındadar navrav Eayarov xaxav Eariv. si Öb 
BovAs, ol yo, ag roüro odrmg Eysı, EOEAm Aoyov 


Atkaı. 


KAA. AR Eneineo ys vol vario dnkgavas, xal 


Toüro nEgavorv. 


ZN.”Anovs 67, paol, uala xaAov Aoyov, NV ou 523 


usv nynosı nöDov, ag &y@ oimaı, &ya Öb Aoyov' wg 
and yao Ovra 00ı Akku & uElim Akysıy. @ONEE Yap 


vgl. zu 489 b. 0.592. Kr. 56, 6, 
4. — WOVOS UNO uOVovV: 8. zu 
459 d. — anodvnoxouı: hier 
wie sehr oft (z. B. 469 b.) enphe- 
mistisch für “hingerichtet werden. 
— xolanınjs Onroginns: vgl. 
517 a. — dadlwmg... pEgovie: 
Krit, 43 b. (Kriton spricht zu So- 
krates im Kerker) xal mollaxıs 
ubv ön 08 xal ng0T800v dv nav- 
ti co fiw Eddaıuovıo« roũ o0- 
nov, mol Öb ualıoıa Ev ıy 
vvvl TaQEITDEN Evupoad, og 
6aölmg auınv nal moawg 
gEgsıs. 

E. ovdsle ... ßoris un...: 
vgl. Prot. 324 a. — Aoyov AE- 
Enı: “eine Geschichte erzählen. 
s. zu 4578. — £xeinee ye: ‘Da 
du doch einmal’ u. s.w. — xal 
tovro neeouvov: Kallikles fühlt 
eben kein sonderliches Verlangen 
die vollständige Begründung einer 
Lehre, welche seiner so schroffaus- 
gesprochenen Denkungsart durch- 
aus siegreich entgegentritt, noch 
länger anzuhören, sondern mit 


derselben Gleichgiltigkeit, mit wel- 
cher er schon lange der Unter- 
redung nicht sowohl folgte als 
sich nachzieben liess, fügt er sich 
als höflicher Mann dem Wunsche 
seines Mitunterredners und des 
Gorgias (s. 506 a.). Ueber ze- 
gaiverv 8. zu 472 c. — 


523 A. üxovs . . . Aoyov: 
Durch gasl (s. zu 447 a.) wer- 
den die Anfangsworte als übli- 
che Eingangsformel der Erzählun- 
gen, vermuthlich vorzugsweise der 
Märchen, angedeutet. Dann 
würde die ganze Redensart durch 
6% 00 ulv nyjosı wöFov ihre 
besondere Bedeutung erhalten. — 
&ya ö$ Aoyov: “ich aber für einen 
wahren Bericht’ (s. zu 457 a.) 
Ueber den Gegensatz von uOFog 
und Aoyog vgl. Prot.320 e. Phaid. 
61 b. &vvonoag, ori row roN- 
ınv Ösor .. . moısiv WUDovg, 
all ou Aöyovg xriA. Lege. 9, 
872 d. 6 yag dn wößog 7 A0- 
yog, 7 0 TI EN rg00ayogevsıy 
avrov, du ralaıay leosov Ei- 


204 ITAAT2QNOZ 523 A 


Ounoog Adysı, Ö1sveliuavro mv doynv 6 Zeug xul 6 
Iloosdov xul. 6 Iliovrmv, Ednsıön Mapa Toü nargög 
zog£iaßov. nv |odv vouog Ods nepl avdpunav ini 
Keovov, xal asl xal vov Erı dorıv Ev Deols, Tov av- 
doarwv cov ulv Öıxalwus Tov Plov dısidovre xal 
B 06log, Ensıdav TeAsvrnon, eig URXKEWV vidovg arıovre 
oinselv Ev naon svdaıuovig Edxrog naxav, vov ÖL adt- 
us xul adEng eig To vg Tloswsg rexai lang Ösoum- 
znoıov, 0 dn Taopregov xaAodsıv, livar. Tovrov 68 
dıxaorai En) Koovov xul Er vemeorl ou Jıög iv do- 
ynv dyovros füvrss n00v favrov, Exsivn ci) nuuſoꝙ 
Öınakovres n weidoısv teisvräv. xaxnug ovv al Öixaı 
dxgivovro 6 re ovv IMlovemv xal ol dnıueiyral &x 
uaxaomv vnoov lovseg EAsyov mgög Tov Ale, Ort poi- 


enrau 0Xpas, vᷣs aTl. — Gonse 
yao: Ueber y&g (nämlich; 8. zu 
454 d.) zur Einführung einer an- 
gekündigten Auseinandersetzung 
s. Kr. 69, 14, 1. — "Oungos AE- 
ysı: Il. 0, 187—195. — 0 Zevg 
...:8. zu 448e, ‚(6v T’opylov). 
— £nl Koovov: “unter Kronos; 
während der Regierung des K. 
Kr. 68,40,4. 0. 463B,b. — del 
al vor £. Eorıv: ‘besteht auch 
jetzt noch, wie immer.’ Ueber das 


Präsens des (nur einmal gesetz- 


ten) Verb. s. Kr. 62, 4, 2. — 
B. eis uoxaowv noovg Die 
Inseln der Seligen, die Wohn- 
stätte der Frommen nach dem 
Tode, zuerst von Hesiodos 2.x. 7. 
170, f. als Aufenthaltsort der alten 
Heroen genannt, während Ho- 
meros Od. ô 561 ff. als solchen 
das ’Hivoıov nediov angibt, la- 
gen nach der gewöhnlichen An- 
nahme am westlichen Erdrande. 
Platon bezeichnet sie hier als einen 
Theil des Hades. Aus den andern 


En F 
CTaEv opıv Avdgmnoı Exarepwos avakıoı. simev oVV 


fünf Stellen, wo er sie erwähnt 
(Repbl. 7, 519 c. 540 b. Menex. 
235 c. Symp. 179 e. 180 b.), lässt 
sich über die vorausgesetzte Lage 
nichts bestimmtesentnehmen. Spä- 
ter führten den Namen uaxaogwv 
v1001, fortunatae insulae, ‚die ca- 


narischen Inseln. — &v waon ev- 
daıuovia: “in lauter Seligkeit. 
s. zu 522 a. — ddeag: „äml. 


ròv Biov dıeidovre. — 6 ÖN: 
s. zu 517 e. — Teeragos: Der 
Tartaros, in der 1l.®, 13 ff. 478 
V. der finstere Abgrund unter 
dem Hades, wohin Zeus die re- 
bellischen Titanen, den Kronos 
u. a. verbannte, erscheint später 
als der Aufenthalt der Gottlosen 
im Hades und steht zuweilen, 
auch im Latein, für den ganzen 
Hudes selbst. — rovzmv Ö} di- 
xaotal: Ueber dieTodtengerichte, 
wie über den ganzen Mythus, se. 
das Nähere in der Einl. — $o»- 
zes 9. fovrov: s. zu 459d. vgl. 
zu 510 med. — weiloıev: Ueber 


523 D TOPTIA2. 


205 


0 Zeus‘ ail Eyo, Epn, NAVOM TOUTo yıyvousvov. vüv 
utv yap xaxds al Ölxaı Öıxabovrar. AUNEYOUEVOL Yap, 
&pn, ol xgıvouevor xolvovrar‘ fovrss yap xpivovran. 
moAAol 00V, N 0° 05, Yuyas movngds Eyovres Nupıe- 
ouevoı siol Hmuara TE xaAc “al yEvn nal nÄovrovs, 
xai, Ensidav nn xgioıg 7, Zoyovia avrois noAdol uip- 
rvoſs, HRETVENO0oVTES ws Öınaios Beßımaacıv‘ ol 0UV 
Öixaatael Uno TE Tovımv dunintrovran, al aur xalD 
evrol Aumeyouevor dıxakovoı, TOO Tg Yuyis tig av- 
rcõv OpPaAuovg xal ara xal 6A0v TO Guur MEOREXA- 
Avuuevor. taüre Ön avrols navra Enlngoo9sv ylyvs- 
Tai, xl TE avTavV aupıdouara xal Ta Tov xoLvouf- 
vov. XE@ToV ulv oVv, Eyn, mavarsov Earl agoEÜdo- 


’ % h) ’ —8 ⁊ 
rœs RVTOoVS TOV Havarov' vũßv yag ngoldası. 


den iterativen Optat, im Relativ- 
Batze 8. 0.555 A. 1. Kr. 65, 6,5. 

Ü. Exareowos: d.i. sowohl auf 
die Inseln der Seligen als auch 
in den Tartaros. — aA’: s. zu 
449 a. — £pn: Häufig steht im 
conversationartigen Stile das pa- 
renthetische gro u. &. pleona- 
stisch, und zwar manchmal, wie 
hier, wiederholt, wenn schon die 
direct angeführten Worte durch &Ö- 
ze 0. dgl. eingeleitet sind. Charm. 
164 6. 0do us dn ö Beös 
mg00RyogEYEL Tovg eloıöv- 
Tag... xal Aeyeı zgög roöͤ⸗ 
ae) eloıoyıa 00x @AAo rı, N 00- 
poov8ı, 9176. Aehnlich Corn. 
Nep. Ham. 2. 2, Hannibal... . hoc 
adjunzxit: Pater meus, inquit, Ho- 
milcar, puerulo me etc. — TRVOM 
TovTO yıyvousvor: “werde, die- 
ses abstellen” 5. 482 a. — aume- 
yousvor: näml. mit dem Körper 
umgeben. — yevn: “vornehme Ab- 
kunft.’ Alkb. 1.123 e. z/ oů⸗ wor 
forıv, OTw nıoTeve zo neLgd- 
xıov; el 009 Akyoıuey, Ort xul- 


rovro 


Agı ze xl weyeßeı nal yeveı nal 
rA0vTw Rai Pvoeı ig Yvync 
xt. vgl. Hor. Carm. 4, 7, 23. 
non, Torquate, genus, non te fa- 
cundia, non te reslituet pietas. — 
D. opdaluovs... . ROOKERA- 
Avuusvor: moonelunrechen‘ et- 
was als Hülle vor sich halten, 
vgl. Prot. 316d. — Emingooder 
yiyveraı: "steht im Wege; wird 
hinderlich. Ueber die adject. Be- 
deutung der Localadv. bei yl- 
yveodcı 8. Kr. 62, 2, 4. — utv 
00V: 5. zu 509 a. — zavordov 
Kr. 56, 18, 2. C.596, 2. — zo081- 
doras adrong: vgl. zu 482 a. — 
xal dj: "auch (sogar) schon. 8. 
zu 450 c. u. Kr. 69, 17, 1. C. 
642, 4, e. — 3aV0n aürav: Der 
Genn. hängt von zovro ab. Die 
ganze Stelle scheint durch Aischy- 
los, Prometheus 248 P- veran- 
lasst. IIe. Sunrovs y Enavon 
un moodtgueodau 10009. ‚oe. 
zo moiov —XR rñode pagua- 
xov vocov; Ile.ruplas &v —* 
tois &inldug naroxıoa. — 


206 DTAATBNOZE 


Eutv 00V xal 67 elgneaı ro Ilpoundel Oxwg dv zaven 
avrov. Emeite Yyvuvodg Xoırdov ENavnv ToUTmv ' Te- 
Bvsorag yag dei nplvsoder. al Tov xpıınv dsl yu- 
uvov eivaı, TEdVERTE, adTN Ti Yuyfj avınv rw yurnv 
Hswpoüvra Ekalpvns anodavovros Exaorov, Zenuov 
KEVIOV TOVv Ovyysvav xal xarwiınovra El vis Yüs 
zavıe Exslvov TOv x00u0V, Ivo dıxaia 7 xolaıs N. Eyo 
ulv odvradra dyvaxdg XEOTEEOS N vuslg Eroımoaunv 
Öıxaasag visig duavroo, Övo ulv du is Aclas, Mivo 

524 re xal "Padduavdvv, Eva ö8 &x ıns Evooang, Alasov- 
ovroı ovv dnedav reAsvrnomdı, Öixdsovamvw &v To 
Asıußvı, &v zii rg100@, EE 5 PEpstov ro öde, 7 ulv 
sis uaxaomv vnaovs, n Ö eis Tapragov. xul tovg uiv 


E. yvuvovs x. aravıov tov- 
zov: näml. frei von dem in c. 
Aufgezählten, omu«, y&vog n. 8. 
w. Ueber yvuvos rıvog 8. Kr. 
47, 26, 4. vgl. C.414,5. — re- 
Bveörag ... —RE im Ge- 
gensatze zu c. toõvres yag xor.- 
vovtœr. — — : Ueber die 
Bedeutung des adrog 8. zuProt. 
309 a. vgl. zu 483 d. Der nach- 
drückliche Gegensatz zu dem Vor- 
hergehenden bedingt die Umständ- 
lichkeit des Ausdrucks. — kEei- 
ps droP. Endorov : "jedesmal, 
sogleich, wenn einer gestorben 
ist. Ueber EEalpuns beim Part. 
vgl, das zu det 520 c. Bemerkte. 
— dusivov ToV x.: zurückwei- 
send aufc. — zedTegog: Kr. 57, 

‚3. vgl. Liv. 1,34. Arruns prior 
—* pater moritur. — Övo u. &x 
ns Aclas: Minos und sein Bru- 
der Rhadamanthys, die auf Kreta 
lebten, können nur in so ferne 
“aus Asien genannt werden, als 
ihre Mutter Europa, Tochter des 
phoenikischen Königs Kadmos,aus 
diesem Erdtheile stammte. — Mi- 
vo: Hom. Od.A, 568 f. M 


Hades) 7r0L Mivoa do», Jıös 
ayAcov vlor, 1000809 SRjrTEoN 
Eyovra, ÜEuULOTEVOHTa vErvaoıy, 
nwevov. Ueber die Form s. Kr. 
‚16, 8, 2; ungenau C. D. 163. — 
Padduardvv: Hom.1l.&,321. 
Doivınos xovons Mevieiroto 
7 tens wor (Zeus) Mivo re nal 
avrideov Padauavdvr. — Ala- 
«09: Hom. Il. o, 187 f. —R 
oyc (Aehilleus) VEVENYV weyakov 
Jıös eüzouaı slvar. zinze w 
vn — &va0oo» Mvg- 
wıdovecans, 1eUg Aluniöns' 
oͤ d' de sch Jıos nev. Un- 
ter allen Schriftstellern führt Pla- 
ton zuerst an vorliegender Stelle 
diese drei Todtenrichter auf. — 
524 A. &v zo Asıuavı: Hom. 
nennt (Od. A, 539 u. 573) den 
Gopodelög — auf welchem 
die Schatten der Heroen wandeln. 
— dv 17 roı0de ...: vgl. Virg. 
Aen.6, 540 ff. hic locus est, par- 
tes ubi se via findit in ambas: dex- 
iera quae Ditis maqni sub moenia 
tendit, hac iter Elysium nobis; at 
luevo malorum exercet poenas et ad 
inpia Tartara mittit. — &lg un- 


TOPTIAZ. 207 


dx is Acta "Padauevdvg xpıvet, tovg Ö8 Er vis Ev- 
oonns Alaxog‘ Mivo Öö} ngeußein dwoo Emwiexgl- 
veıv, Ev daopjrov tı To Ereom, iva og Öixeiorarn 
n xoloıs n negl rüs mogelag rot avdgWRong. 

80 Teür Eorıv, @ Kuldlnisıs, & &yo EXNNOWg KIoTeVm 
aAndn elvar‘ xal du Tovrav rav Aoymv roı0vds rı Aoyl- B 
Eoucı ovußalvewv. 6 Bavarog ruyyaveı av, wg Euol do- 
nel, ovötv AAdo 7) Övolv neayudrov dıdAvaıs, TüS Yv- 
ns xal Tod auuaros, am aAlmAoıv‘ Ensidav Ö8 Öıa- 
Avdnov Kon an aAAmAoıv, od MoAd rrov Exaregov 
æbrotu Eysı nv Ev mv adrod, ijvnso xal Orte En 0 
AvdEWROoG, TO TE Odua Tjv PVow ı7v adrod xal ra 
Feoansvuara zul va nediuare Evönka advra. olov sl 
Tıvog ulya NV To Oaya YUce 7 TEOPT N duporeon 
Eövrog, tovrov xal Ensıdav anoddvn 0 vExgOS wEyas,C 
xal el nayvs, maydg xal dnodavovrog, zul taAle 0V- 
ag’ nal El ad dmerjdsve xoudv, Xounıng Tovrov xal 
0 vExg05. unorıylag ad ei rıs nv nal iyvn elys Tov niy- 


u C 


200P vnnoovg: 8. zu 523 b. 
Das Wortwird als Eigenname be- 
handelt wie das entgegengesetzte 
Teaezapov, kann daher ohne Art. 
stehen. C.377. vgl. Kr.50,2, 11. 
— $dmörangivswv:‘Das Endur- 
theil fällen? ein sehr seltenes 
Wort. Ueber die Bedeutung der 
Präpos. vgl. Kr. 68, 46, 17. — 
zogelag: d. i. die Laufbalın im 
Todtenreiche. Repbl. 10, 604 e. 
dınysiodaı (Tag pouyag) aAkT- 
Anıg... Kvauınvnarousvag 000 
te nal ole wadoıev nal Dödoıev 
&v 77 ©n0 yıs nogeia‘ elvaı 
Öt Tn79 mopslav zılern) nei. — 

B. ovußalveıv: s. zu 459 b. 
— 0 Baverog...: Phaid. 64 c. 
coc un @Alo Tı (nyovuete Tov 
Hovarov elvaı) N nV tig Yv- 
NS An Tod owuarog analin- 


ynv; nalelvaı todo to tedve- 
vor, gwelg ulvano zig Yuxis 
anallaykv adro nad” Euvıo To 
GGu yeyovavaı, weils dk nV 
YVYNY ETO TOV OWURTOS anal- 
Auysioav avınv Ka avınv el- 
var; — nvreo nal: näml.elyev. 
Ueber das pleonastische x«l im 
Relativsatze bei Vergleichungen s. 
Kr.69, 32,13. vgl. 457 b. — 10 
Te 0@ur& ... .: Das zweite Glied 
folgt d. (r@örOv Ön Ari.) in ge- 
änderter Constr. — olov: s. zu 
450 c. — augporeow: Ueber den 
adverbartigen Accus. &uporsg« 
verbunden mit dynamischen Dat. 
s. zu 477 d. — 

C. 6 vexoög: “Der Leichnam. 
— ad: 8. zu 506 d. — ueorı- 
yiag: verbero, vorzugsweise von 
schlechten Sklaven gebräuchlich, 


208 NAATSNOE 5A C 


yüv ovAäs Ev To oayarı N Uno Hadıiyav 7 AAlmv 
roavucıov fav, xal redvenrog To sauna dorıv ideiv 
rede Eyov‘ xarsayora Te Ei rou ijv nein 7 dLsarpau- 
D uva Eovrog, xal TedVvenrog ravıa radre Evönia. Evi 
ob Aoyo, olog sivaı napEesxsVaoro 6 ooue fav, Evönie 
teure aa) TeAsvındavrog 7 navra N ra noAia Eu rıvo 
xo0v0V. tavzov 6n uor doxei ToüT apa xal zeol rnv bv- 
ınv elvaı, a KalklxAsıg“ Evönda navıa Eorlv &vrjyuyi, 
ensidav yvuvadıT TOV GWuarog, TE TE Tig PVdsmg “ul 
za nadnuara, & bıa nv Enıtndsvav Exddtov TEAYyuR- 
og Eoyev Ev ıf Yurij 6 avdgwmog. Ensidav oVV agi- 
Exovraı apa T0v Öıxacınv, ol ubv dx vs Aolag age 
tov Padduavdvv, 6 Padauavdvg dnsivovg dniorioag 
Dedra: Exdorov nv yuynV, ouvx eldag Orov Eoriv, all 
roAkcaıg Tod usyaiAov BaoıAdag EnıAaßouevog 7 KAAov 
örovodöv Basıldws 7 Övvasrov xareldsv oVölV Dyılc 
0v NS Yuyis, aAla Ötansuasuıymusvnv nal ovAmv 
525 KEOTNV Uno Emiognıov nur adınlag, & Exdaen n noäkıs 
avrov Lmuogkaro eis mv Yuyyv, xal mavra onoÄıa 
vRO YEVbovg ul ainkovsias nal ovVöLv EU dıa To 
avev dAndelag redgdpdar‘ xal Umo Ekovalas ul Tev- 
pis xal vVBoswg xal axgarlas av nodkewmv Kovune- 


— — — 


die häufig mit der uaorı& ge- 
züchtigt werden. — eyvn Tov 
ninyov: Appos. zu ovAas. — 
D. . Aoyo: “mit einem 
Worte, um alles in eins zusam- 
menzufassen. Kr. 48, 15, 17. vgl. 
C. 441 a. — olog.. ‚für: d. i. 
olos, zo oüne ‚elvaı TTRQEOKEV- 
@0ro rıs for. “wie einer bei Leb- 
zeiten körperlich beschaffen war. 
— £mi wa yg0vo»:: "einige Zeit 
lang. — Kr.68, 42, 1.— yvp- 
vo97 Tov Souwrog: Kr. 47,13, 
vgl. C. 419 e — rar. r. pV- 
oeog: ‘Die Naturanlagen. — 
E. of ulv....: Das zweite 


Glied of d2 && ıjs Evoanns 
zaga row Aluxov (8. ob. a.) ist 
ausgefallen, da die weitere Er- 
zählung sich unmittelbar an ‘Px- 
dauavdvv anknüpft. Natürlich 
verfährt Aiakos eben so wie Rha- 
damanthys. — o® ueyalov Po- 
oıllog: 8. zu 470 8. — xurei- 
dev: s. zu 484 a. (dvepaon). — 

525A. &: Man sollte mit Be- 
zug auf 0040» hier &g erwarten; 
aber das Neutr. fasst auch das 
durch dLausuunotıymuErnr Be- 
zeichnete in sich. — oxolıa : ent- 
sprechend dem obigen dıeorgau- 
usvo (524 b.) — 9x0 2Eovolag: 


625 C TOPTIAZ. 209 


toplag te xal alaypornTog YyEnovsav nv Yuyagv sldsv‘ 
idav Ö3 arlumg Tavımv anemsunsv SVÄU Tüg PEoV- 
pas, ol uälilsı Eidondan avariivaı Ta moEOGKxoVER 
a9. 

81  IIpooniası ôb zavıi ro dv tıumela Ovrı, un Gd-B 
A0ov 0E9aS Tuumgpovusvo, n Beitiovı yiyvscdaı xal 
ovivasdaı 7 rapadslyuarı voig alloıg ylyvsodaı, iva 
&A Aoı GgWVTES Rdoyovzn & av zaayın poßovusvor Bei- 
tiovg yiyvavran. eiol Ö8 oil Ev Spslounevoi TE nal 
up dudovres væò Deov re xal —R ovror, of 
av iadıua Auaprnuara Aucprwaıv‘ Opumg Ö3 di aiyr- 
dovav xal 0Övvav yiyvsran avrois 7 wpelsın xal dv- 
Hads xul Ev Adov‘ ov yao olov re HAlwmg adızlay 
anaildrrsodear. of Ö° av ra Zayara adınnjamaı xal dia C 
uiadra adıziparae avlaroı ydvavıas, dx TOVTWv Ta 
zugudsiyurta ylyvasaı, xal oVroL avrol ubv ouadrı 
OVivavıaı oVÖEV, &rs avlaroı Ovreg, dAAoı Ök OvVivar- 
rar ol Tovrovg OgWvres dıa Tag Auaprlas sa ulyıora 
al Oövvnporere al YPoßepwrare nad HaOYovrag 
tv al X00voV, areyvos Kapaösiyunte avnarnuevovg 
dnei Ev "Ardov dv ca Ösaumrnelo, roig asl av aöl- 


Erklärungsgrand zu revorj, vBeıs, 
anparla. — eldsv.. . ARENEN- 
Yer: vol. (524 e.) zu xareidsr. 
— 4605v TiG Po0veÄs: recta in 
custodiam. Kr. 47, 29, 1. 0.415. 


B. zgoonnsı .. . BeArlovs yi- 


yveodaı: 8. zu 479 e. — xci- 
cyosra: näml. roͤ⸗ —X 
vov. — — ... 614- 


dowrss: d.i. ‚diejenigen, welche 
dadurch, dass sie gestraft werden, 
Beil erlangen. Die beiden Be- 
griffe sind grammatisch coordi- 
niert, logisch subordiniert. Ueber 
une dıdovaı un0 zıvog vgl. 
4730. — L. apaprruaTa Kpae- 
Plat. Gorgias. 


rooıw: 8. zu 467 d. — dedade: 
im Erdenleben. — 


C. v@ zugadsiyuera: Der 
Art. weist auf b. (zagadeiyuare 
roig alloıg yiyyeodaı) zurück. 
s. zu 470 c. (TO zaudı). — ov- 
roı «vrol: das wiederholte, durch 
&örol urgierte ovrot ist charak- 
teristisch für die bestimmte Schei- 
dung, welche Pi. hinsichtlich des 
Endzweckes der Strafe beobach- 
tet (s. die Einl.); deshalb wird 
auch, um nur jedes Minnverständ- 
niss abzuweisen, mit dAlov ‚s.. 
das bereits oben in @iloı — 5 
TES . . . yiyyavıcı Ausgesagte 


14 


NAATR2NOZ 5235 C 


210 


D x0» dpızvouulvors Deapare xal vovdssipare. av dyo 
onu Eva xal ’Apriiaov Zosoder, ei and Asysı Ilo- 
Aog, al KAAov Ögrig dv ToIodrog TupavVvog 7" oipes 
Ö} xal Toüg moAlovg eivar Tovrmv Tov zapadsıypa- 
nv &x ruvpavvov xal BacılEav nal Övvaoıav xal za 
av noAsav zpnkavımv yeyovoreg‘ ovroL yap dia iv 
dkovaiav ufyıora za) dvocidtzata Kpapııuara auap- 
tavovaı. ueprvpei O8 rovroıs xal Oumeos‘ Pasıddas 
yap xal Övvaarag Ensivog wenolnas tovg Ev Aidou rov 

E @sl yE0vov rıumpovusvovg, Tavreiov xal Ziavpov xal 
Tırvov‘ @sgolınv BE, wal ei Tıs aldlog Xovngpos nv 
dung, ovöslg nexXoinxs peyalcız tıumplaıg Gvveyo- 
kevov ag &viarov’ 0V ydp, olmaı, Eijv auıa‘ dio zul 
svöcıuoveatspog nv nolg &inv. alic yap, m Kaikluisıs, 
dx av Övvausvov eiol nal ol Opodep« zovngol Yyıyvo- 

526 uevor Avdomnoı' ovölv umv xwivs xal 8v Tovrog 
ayadovs avdgas £Eyyiyvsodaı, xal Opodoa Ye Afıov 
Ayaodaı Tov yıyvousvov' yalsnov ya, @ Kailixisız, 
vol noAAoö Exalvov abıov Ev ueyain Ekovaia Tod adıxeiv 
ysvousvov Öıxalos Öınßıovar. oAlyoı O8 yiyvovraı ol 
rotoõũrot Emel anal Evdade al aAAodı yeyovasıv, oluaı 


zexoinse: “dichtete. Apol. 22 b, 
©. — uey. Tıuoplaıs Ovveyous- 
vov: vgl. 479 a. 512 a. — ki 
avro: d.i. Thersites und Leute 
seines Schlages hatten nicht die 


nochmals genauer erklärt. — &» 
Ardov Ev a dnoumrnelo: "im 
Hades, und zwar (nämlich) im 
Kerker. Ueber rò dnsumrrjgrov 
s. 523 b. — 


D. Aeydioos: 470. d. V. — 
al @AAov Dorıg . . .: "und wer 
sonst noch u.8.w. — roöog xol- 
Aovg: s. zu 523 e. (fonuov...) 
— elvar...yeyovörag: Kr. 56, 
3,3. C.590 A. — Baoıldos nal 
dvraorav: vgl. 524 e. — dic 
nv lEovolav: vgl. ob. a. — uoo- 
tvgei 08 rovrotę: "dies bezeugt.’ 

E. Tavıorov...: Od.A, 576 
F. — Gepoiınv: D.P, 212. — 
ldıwıns: s. zu Prot. 312 b. — 


&&ovoix unsühnbare Frevel zu 
verüben. — Aid yag: 8. zu 
448 d. — 

526 A. Ayacdaı av y.: Kr. 
47, 10, 9. vgl. C. 420. Anders 
482 d. 449 d. — dıaßıovar: 8. 
zu 506 a. (dıanse@vdnvar) und 
zu 521 a. (diauayeodaı). — ol 
rotroſßtrot: Der Art. bezeichnet 
die Beschaffenheit als eine im Vor- 
hergehenden bereits näher be- 
stimmte. Kr. 50, 4, 6.— &u0adg: 


TOPTIAZ. 1 


6: xal Esovraı xuAol xayado) Tavınv nv apsınv Tv R 
tod Ösnalag drayeıpiksıv & av rıs Enırosuy‘ sig db xal 
ærcivv — yeyovs ul slg roùðoꝶç — Eiinvas, 
Aguorslöng 6 Avaıudyov‘ ol ob moAlol, & Apıozs, xaxot 
yiyvovrar Tov Övvaorav. 

"Onse ovv EAsyov, Enesdav 6 Padauavdvg Exslvos 
T010070v va Adßy, KAAo ubv tepl aVToÜ 0Ux- oldev 0V- 
dev, 009 Horıg 0U9 avrıyov, ori OF movngog tig‘ xal 
zodro xarıdav aneneuypev sis Taprapov, Enionunvdus- 
vog, &av re baaımog av te avlarog doxgj alvaı " 6 Ö8 Exsice O 
EYLıXöusvog Te HEOONKoVTa naoyaı. Evlors d’ aAAnv sicı- 
dav oaiwns Beßımrviav xal usT' aAmdelag,dvögos ldımrov 
N &AAov Tivog, ualıora usv, ZymyEopnu, a Kalklxisız, 
gpıA0o00pov ra auroü upabavrog xal ou noAvapnyuovn- 
oavros &v ro Bla, ydadn rexel ds uaxdpmv vndovg ank- 
KEU)E, Tavra raüra nal 0 Alanog‘ Exdrspog Öb rovımv 


5236 C 


82 


zu 463 c. (fe te...sere) u 


zu Athen. vgl. 449 b. — xuadol 
zu 452 c. Anders 481 a. — 


xayadol: 8. zu 470 e. — dıa- 


zeugißeiv: ‘verwalten; bei Platon 
ein «ra elgnu&vor., — 

B. eis tovg . E.: “sein Ruhm 
verbreitete sich auch unter die 
übrigen Hellenen. s. zu Prot. 
312 a. — Agsorslöng: s. die 
Einl. — 

örso ov» ?Aeyov: knüpft den 
unterbrochenen Faden der Erzäh- 
lung an 525 a. an. — 00 wvrı- 
vo»: entsprechend der im Grie- 
chischen üblichen Bezeichnung 
‘einer Person durch Angabe des 
Vaters (wie kurz vorher Agıozei- 
öns 6 Avsıudyov) oder, wenn 
die Familie eine von Alters her 
berühmte ist, des Ahnherrn. — 
x*ovnoos zig: naml. oldev. — 
— 8. zu 484 a. (aV- 
eyavn). — Emionumvansvosg: 
s. die Einl. — dd» re . dav re 
& d. 8: ‘ob er heilbar oder 
unheilbar zu sein scheint. vgl. 


©. u mgoonKnoFT« —X : 
vgl.525 a. — allnv: ergz. Yv- 
nv, als ob vorangienge zoov- ⏑ 
Tov rıvog Yuynv Aaßn. — idım- 
Tov: im Gegensatze zu ol Öv»«- 
usvot. 8. zu 525 e. — iyayepr- 
wr: parenthetisch, wie das so häu- 
tige olueı, statt dessen hier das 
nachdrucksvollere Verb. stebt, — 
noAvmgayuornjoavrog : :  zolv. 
wgaywovEiy, entgegengesetzt dem 
T& &vTOV MopKtTsıY9 ‘sich unnütz 
in fremde Dinge einmischen, die 
einen nichts angehen. Apol. 31 
c. Demosth. Phil. I, 42. Den Ge- 
gensatz bildet z& «@vroV Roar- 
t&ıv "seine eigenen (besonders die 
Seele betreffenden) Angelegenhei- 
ten besorgen.” Timaios 72 a. ev 
aa malon Asyeraı TO ReKTıEv 
al vavcı TE TE Kvrov nal 
Gœuròv OWYEOVL 409@ zE00N- 
#eıy. Repbl. 4, 433 a. xal un» 


14* 


917 MAATSNOE 526 C 


6a ßdor Eyov dırakar‘ 00% Mivas Enıan I nov ad Tas, 
D uuvog &ywv zovaovv oxjrtooV, @s pydıv Odvaoevs 0 
Oungov idstv avrov 
1gv080v GujmigovV Eyovra, Heworsvovre vEexvodıv. 
Ey wEv ouᷣv, — alacxdests, UNO rovrov rov Aöyav TtE- 
zeroua, xl BROT ORME anopavodunı To Kor as vyue- 
orcir nv cnv yuynv' zaigeıv odv Eidng rag tınds tag av 
zoAlov avdourav, ınv aAndsLav Oxonav wEıpadounL 
To Ovrı mg av duvmunı BeAtıorog @v nal Ejv nal Ensıdav 
E Anodvnaxw anodvnaxsv. mapanale Öbxel vous dAAovs 
ravras avdomrovs, nad 000v dvvauıı, xal In xal a8 
avrızagaxalö di roũrov roV Blov nal tov ‚ayave Tod- 
cov, 0v &y0 Yu dvıl zavıav cov evdäde ayavov 
eivaı, Kal ‚sveidige 001, or 00 olög 7 ' Eos cavra 
Bondnoan, örev n Ölan 001 N) xal 7 xolaıs 7v vor &n 
&yo EAsyov, alla EIdEV apa Tov dıxaaınv Tov tig 


orı ye TO T& AvTod Rodtrev 
nal un moAvmgayuoveiv dıncaıo- 
ovvn fori, xal, todo Mlwv TE 
zollov ARTROC WED xcel aurol 
roAldxıg elonnauer. — TaUTO 
ravra: näml. more. — 6aßdov 
£y0» ö.: Sonst erscheint saßdos 
gleichbedeutend mit oXnzro0V 
als Abzeichen der richterlichen 
oder obrigkeitlichen Würde. vgl. 
zu Prot. 338 a. (daßdoöyov). — 
Bmıoxonav: vgl. 524 8. — 

D. O. ö. 'Ounjoov: “der Ho- 
merische —— Od. bei Ho- 
meros. xevosov....: Od. A, 568. 
— ulv own: 8. zu 509 a. — 
oxoꝝõõ 6. Eropavonunı :. .: 
‘sorge meine Seele dem Rich- 
ter „möglichst gesund vorzustel- 
ten. — zalgeıv 0. ddoag: 8. zu 
458 b. — rag rıuas.. .. @v- 
Hearwv: Symp. 216 e. sagt Al- 
kibiades von Sokr. bore, Orı ovr 
el zig nardg darı, uelsı ao 
o vᷣdtẽv, alld nurapgovei Tooov- 


top, 6009 000’ av eig olndeln, 
odr ei tus mAOVOLOS, ovr & al- 
Amv uva rıunv Ego» av 
und An Fovs uaxagıdo- 
uevo v. nyeitaı dE navca vav- 
Te TE Arnnara „ovdevög adıa 
ri. ab tınal al züv zollwv 
rd ERTrV sind ‘die Ehren (Wär- 
den, Aonores), nach denen die 
Mehrzahl der Menschen trachtet,' 

deren Besitz oder Erstrebung also 
fürein Charakteristisches 
bei ihnen ‚gelten, kann. Kr. 47, 5, 
13. — nv aAndeıav 0x : mit 
Bezug auf c. — 

E. ul ön al ob: "insbeson- 
dere dich. C. 624, 4. — avtı- 
zapanaio . . .: mit Rückblick 
auf 521 a. u. 4860. f. — avıl 
navrwv...elvar: “der, wie ich 
behaupte, "über alle Wettkämpfe 
der Welt geht. vgl. Kr. 68, 14. 
— öradltn 001... .: Parodie 
auf 486 a. f. — raw... : 
von der Zukunft, wie Prot. 335 


213 


Alyivng vlov, Ensıdav vov EnıAaßopsvog ayr, Xacun- 
osı xal lAuyyınaaıs ovdlv Nrrov, ij &ya Evdade, au 527 
&xel, nal 68 long runınosı vıg nal Emil xogong ariumg 
xol navıag roonnlaxıei. 

Taya Ö’ oUv teure wüdog aoı doxsi Adysasdaı @e- 
EP YoXög al xarappoveis aurav, nal oVöEv pP av 
1v Havuasrov xarapooveiv rovrmv, sl nn Emroüvreg 
sigouev —R BeAtio xal aANdEOTEEa sUpelv‘ vor Ob 
0065, ori Toeig övras uetę, olxs Vop@rarotl eore ov 
vöv Eilyvorv, ovu re xal IloAog xal Topylag, 0U%x äysre B 
anodsikaı, as Ösi aAkovrıva Biov fijv N Toürov, bo- 
ep xal Eneiss paiveraı Ovupeomv. dAl Ev ToooVrolg 
Aoyoıg av KAAwv EAspyoufvav WOVog oſrog nouet 6 
Aoyos, wg svAaßnreov Earl To adınslv uailov N To 
adıxsiodaı, xul auvrog uaAdov avdgl weistnteov ou 
10 Öoxelv eivaı ayadov aid ro eivaı, ui löle ul 
Önuooie‘ &av Ö8 Tıg nara rı xax0g Yiyınrar, xoAn- 


527B TOPTIAZ. 


88 


b. @AX dnaıdav 0v Bovan dın- 
Aysodaı sch. — vov ıng A. 
vlov: Aiakos. Die Antonomasie, 
in der zugleich eine Anspielung 
auf den Geburtsort des K. und 
des Aiakos selbst, nämlich auf 
die nach jener Nymphe benannte 
Insel Aigina, liegt, klingt feier- 
licher als der blosse Name. — 


527 A. Tüye ... Aöysodaı : 
vgl. 523 a. oxs —* Sprich- 
wörtlich ist ygaav vos, Aın- 
menmärchen. vgl. Tbeait. 176b. 
Repbl. 1, 350 e. &yo de ooı, 
Wong Taig yoavol rais Tovg 
uvdovg ‚keyovanıg, ‚elev o xcl 
KATAVEVOOUAL KU KVaAVEVCOHML. 
Hor. Sat. 2, 6, 77. Cervius haec 
inter vicinas garrit aniles ex re 
Jabellas. — xarapgoveiv: näml. 
oe. — 0fneo 009WTarO0L .. .: 
vgl. Prot. 337 d., welche Stelle, 


mit der vorliegenden verglichen, 
die mit Ironie verbundene An- 
spruchslosigkeit des Sokr. gegen- 
über dem (oft naiven) Dünkel der 
Sophisten sehr treffend charak- 
terisiert. — 


B. &. ı. Biov iv: 8. zu 507 
e. — £xeioe: ‘dort hinüber; in’s 
Jenseits, in das andere Leben ; 
eine bei Platon häufige (jedes 
Mal durch den Zusammenhang 
erklärte) Bedeutung. — Tov ül- 
40V: näml. Aoyo». — nosuei: 
"bleibt (unveränderlich fest) ste- 
hen. Legg- 10, 891 a. to zegl 
vonovs moooTayuara Ev yodp- 
— ———— —E NE8- 
kei. — oð rò —E sprich- 
wörtlich nach Aischyl. Beptem, 
592 (Amphiaraos) 0 KL do- 
neiv &gıorog, aA eivnr Der 
Ast. (Bopbl. 2, 36% a.) Sall. Cat, 


214 MIAATQNOS 


527 B 


orcos dori, xal rodro Ösvrspov Ayadov uera To slvaı 


Cölxcıov, zo yiyvsodaı nal voAafousvov dıdovan Ölanv 


x0 naoav xoAunelav va ınv wepl Eavrov va av neol 
tovg aAdovg, xal Epl OAlyovg xal nepl:zoAlovg, pev- 
xrdov' xal ci; Ömropıxi) ovrw yonsTdov En) To Ölxauov 
al, al vH aAln don noaeı. duol edv meidouevog 


'0xoAovdn00V dvraüde, ol Apırousvos EUdaLuovnGsıg 


zul fav xal veisvrnaus, og 6 Aöyog Onmelvs. xl 
da00v Tıva G0v xaTappovnidaı WE Avojrov xal x00- 


Danlaxiocı, dav Bovintaı, xal vol ua Aia ou ya dap- 


- 


qõv narakaı yv &rıuov Tavınv nAnynv‘ ovötv yag 
deıvov neiaeı, dav To Ovrı ns naAög xayadog, doxav 
AGETNV. KUNETE OUTW KON) Adandavres, Törs 10m, 
dav box] yonvaı, Enidnoousde Tolg woAırızois, N oö⸗- 
* 6) ld 4 
xolov av vı nulv Öoxn, vors Bovisvaousde, BsArlovg 
Ovrsg BovAsvsadeı 7 vüv. aloygov yap Eyovrads yE 
os vOv paıvousde Eysıv, Insıra veavısvscodhe ws Tl 


E Övras, oig ovÖgnors tavra doxel nspl TaV avıav, xal 


teÜra ep) TOv usylormv ' eig TOGOUToV Nrousv Araı- 
devoiag‘ WonEE ovv nysuovı ta A0dya yonsaucde re 
vov nagapavkvrı, 05 Yulv Onuaivsı, OT 0VTog 6 TE0- 
zog &gıorog roũ Biov, xal mv Öıxaoovvnv xal nv 
aAAnv agsınv aoxodvrag nal fiv nal Tedvavaı. Tovra 


54. (Cato) esse quam videri bo- 


— 6u ye: verb. mit &xoov. — 
.nus malebat. — 


nv Arıuov r. wi.: d.i. das zV- 


Ü. rò yiyvscher: näml. di- 
#aıov.— xolafowevov:“dadurch, 
dass man gezüchtigt wird. — dx} 
zo dinaıov : 8.zu 480 b. — duol 
ov»v neıdouevVog . . .: Erwiede- 
rung auf den guten Rath des K. 
486c. — ar. Bvraüde: d.i. eig 
Todrov rôv Tg0N0V. tod fiov. 
&vravde bei Verb. der Bewegung 
s. Kr. 66, 3, 6. — og... 07- 
naive: 5. zu 5ll b. — 

D. val na Ala: s. zu 483 e, 


zteoheaı &ni nogEns, wovon oben 
a. mit Bezug auf 486 c. die Bede 
war. — Tore N0n: ‘erst dann. 
dnıInoousde rois n.: accede- 
mus ad rem publicam gubernan- 
dam. Kr. 48, 11, 5. C. 437. — 
Ensıra: 8.zu 456 d. — veavısv- 
809: 8. zu 482 c. — oc tl 
Ovrag: 8. zu 472 a. — 


E. xol trade: .2u492c. — 
sis Toooüro» N. d.: 8.20 487 b. 
— GOXOUFTaS: ErgE. Nua'g Aus 


527E 


TOPTIA2. 


215 


ovV Enaueda ‚„ “al rovg aAkovg zaganahuuev, u 


dxsivo, © 00V Auorevo⸗ ——x»»—— 
Ösvog Kos, 0 Koiklaisıs. 


dem vorangehenden Nuiv. — rov- 
zo: näml. zo Aoym. — xal tovg 
di. naganalönev: vgl. 526 e. — 
& 09 IorzV@v: im Gegensatze 
zu 526 d. dy@ u8v 00V url. — 
?orı yao .. .: Mit Bitterkeit, 
aber erst nach sicherer Begrün- 


kort yag oV-. 


dung, wirft Sokr. dem K. sein 
schlecht begründetes Verdam- 
mungsurtheil (492 c.) zurück. Die 
schneidende Schärfe der Schluss- 
worte wird durch die ironisch 
trauliche Anrede nicht wenig 
erhöht. — 


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by retaining it beyond the specified 
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Ahuone organ. 


I) 


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